Abschließbare Fahrradboxen für den Heimgebrauch

  • Unsere nächste Wohnung hat einen Fahrradkeller, der so aussieht, wie man sich einen Fahrradkeller vorstellt. Die Hälfte der Räder befindet sich nicht mehr in einem fahrbereiten Zustand und die ganze Sache ist ungefähr so toll wie das eigene Rad in einem überfüllten Zug zu transportieren.


    Wir haben allerdings auch einen Carport-Stellplatz, jedoch kein Auto. Unsere Idee wäre, dort mit Einverständnis des Vermieters nun eine oder mehrere abschließbare Fahrradboxen auf eigene Rechnung aufzustellen, die mindestens zwei nicht ganz soooo günstige Fahrräder und auf lange Sicht vielleicht auch mal ein Lastenrad vom Format eines Bullitts oder Mulis aufnehmen.


    Die Befragung einer Suchmaschine meiner Wahl ergab ein großes Spektrum unterschiedlicher Anbieter und ich blicke schon nicht mehr so ganz durch.


    Ein Bullitt wäre mit 2,5 m Länge mal 0,5 m Breite mal 1,2 m Höhe zu lang für die meisten Boxen. Hat jemand ein Lastenrad in einer solchen Box? Ich stelle mir das Einparken recht schwierig vor, weil ich ja rechtzeitig den mittig am Rad angebrachten Ständer ausklappen und das Rad dann irgendwie am Sattel hineinheben muss, obwohl ich ja an den Sattel gar nicht mehr so gut rankomme, je weiter ich das Rad reinschiebe.


    Außerdem: Die meisten Fahrradboxen haben offenbar keinen Boden. Das halte ich für witzlos, dann kann ich das Ding ja mit etwas Mühe einfach hochheben oder umkippen, um das Rad zu entfernen. Abgesehen davon, dass ich ohnehin mit mehr oder weniger viel Mühe die Box aufbrechen kann (wo rohe Kräfte sinnlos walten, sagt man nicht so?) wäre es ja wünschenswert, die Box im Boden zu verschrauben, sehe ich das richtig?

  • Malte

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Ich habe mir sie immer noch nicht geleistet, weil so teuer, aber das wäe meine(nach 4 Jahren Recherche zu diversen Lösungen):

    Diverse Individualisierungsmöglichkeiten. Nun weiß ich allerdings nicht, wie hoch euer Carport ist.

    Ich wohne zur Miete und hätte trotzdem schon den Preis ausgegeben, allein: Meine Frau ist nicht überzeugt. Und wie wir wissen: Happy wife, happy life.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Ich baue mir da gerade selber was - siehe hier

    Pepschmier hatte da https://www.streicher-fahrradgarage.de/ empfohlen.

    Allerdings bin ich doch gerade dabei was Individuelles zu bauen da ich nichts passendes Fertiges gefunden habe und so noch ein paar Ablagen und Platz für die Mülltonnen mit einbauen kann..

    Ich nehme da ein (an meine Maße angepassten) Carport-Bausatz von www.meine-stegplatten.de und baue mir da Wände und ein Tor aus Sichtschutzzäunen drumrum. In Summe komme ich dann bei ca. 2.500€ raus.

    Das ist dann aber natürlich nur was für das eigene Grundstück.

    Ich werde mir als zusätzliche Sicherung einen Fahrradbügel mit einbauen (einbetonieren). Dort kann ich dann die hochwertigsten 2 Fahrräder zusätzlich anschließen. Die "günstigeren" Räder sind dann nur durch das normale Torschloss gesichert. Ein normaler Holzverschlag ist sicher recht einfach schnell aufgebrochen.

  • Wie groß wird die? Denn 2500 EUR finde ich dnn nicht gerade wenig. Für den Betrag bekommt man unter meinem obigen Link auch schon etwas Vernünftiges (natürlich je nach Größe und Holz).

    Wobei Selber-Bauen natürlich viel toller ist, wenn man es kann!

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Außerdem: Die meisten Fahrradboxen haben offenbar keinen Boden. Das halte ich für witzlos, dann kann ich das Ding ja mit etwas Mühe einfach hochheben oder umkippen, um das Rad zu entfernen. Abgesehen davon, dass ich ohnehin mit mehr oder weniger viel Mühe die Box aufbrechen kann (wo rohe Kräfte sinnlos walten, sagt man nicht so?) wäre es ja wünschenswert, die Box im Boden zu verschrauben, sehe ich das richtig?

    Ich hab meine Fahrradbox am Fundament verschraubt, schon weil ich Angst hatte, ein Herbststurm könnte sie wegwehen. Und weil es sonst sicherheitsmäßig keinen rechten Sinn gemacht hätte.


    Du hast recht: Den passenden Untergrund zu bauen ist Eigeninitative, wie bei Gartenhäusern. Das Fundament zu bauen basteln hat mich um Jahre altern lassen. Wenn man genug Kohle hat, läßt man sowas besser machen.

  • Die Dinger haben keinen Boden, das ist Standard. Es bleibt halt Dir überlassen, ob Du einen Fundament betonierst, einen Holzaufbau mit Balken und Platte auf dem Boden machst oder z.B. Gehwegplatten mit entsprechendem Untergrund (Kies, Sand) ausbringst und die Hütte daran verschraubst.


    Ich hatte unseren Fahrradkeller auch erst als ziemlich grenzwertig betrachtet um unser Bullit da rein- und -rauszubrigen. In der Praxis ist es dann doch okay.


    Ich habe mir aber auch eine Genehmigung vom Vermieter geholt vor unserm Haus (unter einer bestehenden Überdachungskonstruktion eine Fahrradgarage aufzubauen. Ich hatte dabei an sowas hier gedacht: https://www.gartenhaus-gmbh.de…&utm_content=F5.1.00020.1 Der Preis da ist nicht so der Hit, im September gab es Ding für 430€ ca. bei Obi. Gegen Einbruchsversuche dürfte das Ding kein ernsthaftes Hindernis darstellen - aber da könnte man ja auch einen Anlehnbügel fest im Boden verankern.


    Ein Bullit bekämst Du z.B. auch hier rein: https://kiwabo.com/produkte/farabo-xxl/

  • Wie groß wird die? Denn 2500 EUR finde ich dnn nicht gerade wenig. Für den Betrag bekommt man unter meinem obigen Link auch schon etwas Vernünftiges (natürlich je nach Größe und Holz).

    Wobei Selber-Bauen natürlich viel toller ist, wenn man es kann!

    Das ist so mein grober Bauplan. Wir haben auch noch einen Kinder-Fahrradanhänger der da mit rein soll (in die Mitte). Die Fläche ist leider etwas schief. Ein paar Ablagen für Fahrradkram und sonstigen Unrat kommen auch noch rein. Zwischen die rechten beiden Radstellplätze möchte ich einen Fahrradbügel zum Anschließen integrieren.

  • O. k., ihr _habt_ wirklich Kinder!

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Die Kunst, trotz des verkeilten Lenkergriffs in den Speichen des Nebenrads:cursing: irgendwie stolz auf seine Kids zu sein liegt wohl darin, sich einfach an seine eigene Jugend zu erinnern....


    PS: Mein Bike steht trotz Fahrradgarage immer im Wohnzimmer, Erinnerung hin oder her. Wenns nach mir geht solange, bis der letzte "Irre" verschwunden ist und ich und mein antizipiert intelligenter Lebenspartner das Ding für uns allein haben.

  • Wie wäre es mit einem Doppelstockigen Fahrradständer? Ich meine diese sind ja auch ganz praktisch

    Ich habe eine Weile gegrübelt und mich dann entschlossen, den Link zu entfernen, weil ich der Meinung bin, dass es sich um einen reinen Werbelink handelt. Niemand stolpert hier in den Thread, registriert sich direkt und postet dann einen Link zu einem Shop mit einem umfangreichen Angebot an Fahrradständern, ohne zu beachten, dass ein doppelstöckiger Fahrradständer aufgrund der Tatsache, dass das alles in einem Carport stattfinden soll, überhaupt nicht in Frage kommt.


    Ich lasse den Beitrag aber dennoch stehen, weil er mich tatsächlich zum Grübeln angeregt hat. Abseits von der eigentlichen Thematik, dass wir gerne eine eigene, abschließbare Fahrradbox haben möchten, wäre ein überdachter Doppelstock-Fahrradständer eigentlich eine gute Alternative zu den üblichen Fahrradkellern. Ein Fahrradkeller bietet zwar einen gewissen Schutz vor Diebstahl, weil sich die Räder hinter ein oder mehreren (hoffentlich abgeschlossenen) Türen befindet, aber ein Fahrradkeller hat auch einen ziemlich großen Nachteil: Die Räder befinden sich hinter ein oder zwei Türen — und dann muss man das Rad auch noch eine Treppe rauf- oder runterschleppen. Das macht nicht jeder, schon gar nicht jeden Tag, und so sieht’s dann im Fahrradkeller auch aus: Die meisten Zossen sind nicht mehr in einem fahrbereiten Zustand und klötern wild in der Gegend herum, so dass man ein höherwertiges Rad ohnehin nicht abstellen mag. Das führt in unserem Falle dazu, dass all jene Nachbarn, die ihr Rad häufiger nutzen, eigentlich an der Wand ihres Stellplatzes im Carport stehen.


    Wenn ich mir aber vorstelle, dass — und ich weiß, das ist quasi unmöglich innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft durchsetzbar — stattdessen hinten im Garten ein Doppelstockfahrradständer mit Dach aufgebaut wird, dann wäre der Aufwand geringer, sich mal eben für den Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit auf den Sattel zu schwingen, weil man das Rad nicht mehr durch den Keller durch zwei Türen und eine Treppe hoch juckeln muss.


    Bleibt halt abgesehen von der problematischen Umsetzbarkeit nur noch die Frage, ob dann nicht plötzlich im Doppelstockfahrradständer die Fahrradleichen verwesen und wie es im Falle eines Diebstahls mit der Versicherung aussieht.

  • Das mit den Fahrradleichen kann man ja schnell klären. Um jedes Fahrrad ein Papierbändchen und ein Zettel in jeden Briefkasten, dass jeder die Bänder um seine Fahrräder innerhalb von x Wochen beseitigen soll (sofern die nicht eh bewegt werden).

    Versichern muss jeder sein Fahrrad selber.

    Natürlich müssen die Fahrräder schnell greifbar sein, gerade Pedelecs möchte/kann nicht jeder aus dem Keller hochwuchten.

    An den Doppelstockdingern sollte man Räder auch anschließen können.

  • Das mit den Fahrradleichen kann man ja schnell klären. Um jedes Fahrrad ein Papierbändchen und ein Zettel in jeden Briefkasten, dass jeder die Bänder um seine Fahrräder innerhalb von x Wochen beseitigen soll (sofern die nicht eh bewegt werden).

    So eine Aktion hatten wir mal vor knapp zehn Jahren in meiner damaligen Wohnung versucht. Die Eigentümerversammlung hielt das für eine gute Idee, allerdings stellte sich relativ schnell raus, dass so etwas aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht möglich ist: Es handelt sich zwar bei dem Fahrradkeller um eine Gemeinschaftsfläche, von der aber mitnichten Fahrräder einfach der Entsorgung zugeführt werden dürfen, wenn niemand binnen einiger Wochen dieses Bändchen entfernt.


    Zumal es ja aus der Sicht eines normalsterblichen Schönwetterradlers auch vollkommen legitim ist, das Rad im Fahrradkeller überwintern zu lassen, bis sich im Frühjahr ein Standplatten gebildet hat — da guckt man ja auch nicht einmal pro Woche nach, ob noch alles seine Richtigkeit hat.

  • Aber in den Briefkasten sollte eigentlich jeder normale Mensch schon einmal die Woche schauen (bzw. bei Abwesenheit schauen lassen) und dort den Zettel vorfinden.

    Stimmt, an den Briefkasten hatte ich gar nicht mehr gedacht. Vielleicht finde ich noch irgendwo das Protokoll der folgenden Eigentümerversammlung damals, dann gucke ich noch mal nach, woran es letztlich gescheitert ist.