Bauliche Gestaltung von Fahrradständern

  • Hallo,

    wie sollten Fahrradständer gebaut werden?

    Also welche Bauform (Rohre vs. Flachstahl, etc.), welches Material, Materialstärke, Höhe, Abstand mehrerer Ständer zueinander, wie im Boden verankert, usw.

    Sollte natürlich in einem sinnvollen Preis-Leistungsverhältnis stehen.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Meine Ergebnisse vom privaten Kauf und Aufstellen:

    - Auf jeden Fall Kreuzberger Bügel.

    - Ich habe Rohe genommen: die dicksten, die ohne Aufpreis zu bekommen waren. Wandstärke weiß ich nicht.

    - Nach dem Aufbau habe ich gelernt, dass Flachstahl wohl sicherer ist, da man keinen Rohrschneider einsetzen kann.

    - Höhe: Ich habe die Höhe des Oberrohrs unserer Räder gemessen und die am besten passende genommen.

    - Bodenverankerung: Ich kann bei sowas nur übertreiben. 80cm-Loch so schmal wie ich geschafft habe, etwas Kies unten rein und dann Beton. Soll wohl frostsicher sein. Der Betonanker im Ständer verhindert, dass der rausgezogen werden kann (ist einfach ein Stück Armierung unten quer durch die Rohre gesteckt).

    - Vermutlich hätte es auch ein Stück einbuddeln getan. Mit den Steinen oben drauf zieht den eh keiner raus. Und nicht zu vergessen: Wenn jemand die Teile mit dem ganzen Beton im Boden beim Diebstahl durchschneidet, habe ich jetzt ein ziemlich großes Problem.

    - Abstand müsste ich bei Interesse mal nachmessen.

  • Das Liegerad kann man umgedreht auf die Stange legen.


    Mir sind Kreuzburger Bügel, am besten noch mit zusätzlicher Querstange und gepolsterte Rohre.

    Die Abstände zueinander sollten 1 Meter nicht unterschreiten. Damit man auch bei etwas breiteren Rädern noch das eigene Rad anschließen kann.

  • Denke mit der Sattelaufhängung wird sich jeder DIeb freuen.


    "Kreuzburger Bügel" (Wieder'n Begriff gelernt...) scheint es nur als Rohr zu geben, und dafür gibt's ja Rohrschneider.

    Was spricht gegen Flachstahl?


    Bodenverankerung

    Das gefällt mir schonmal. Soll ja auch fest sein :)

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Anschließ-Optionen sind nicht gegeben. Aber vielleicht ist das Abstellen deshalb sehr angenehm, weil das Rad nicht gehoben werden muss und möglicherweise so stabil steht, dass man es gut beladen kann. Hatte leider keine Möglichkeit das Fahrradständer-Modell selbst zu erproben:

  • Nachdem bisher Wünsche der Radler selber kamen: Es gibt natürlich auch ein paar Normen dazu.


    Die 79008 Teil 1 legt die Baulichen Anforderungen fest: https://www.beuth.de/de/norm/din-79008-1/251901954


    Die 79008 Teil 2 die dazugehörigen Prüfverfahren https://www.beuth.de/de/norm/din-79008-2/251902480 (inklusive eines Normfahrrades).


    Das Inhaltsverzeichnis ist immer frei verfügbar (so auch hier, zum Beispiel: https://www.velotech.de/sites/files/79008-1.pdf ). Den kostenpflichtigen Rest haben die Lesestellen. Hier gibt es so etwas in der Uni-Bibliothek.

  • Diese sehr minimalistischgestalteten Fahrradständer habe ich in Wittenberg fotografiert.

    Vorteile: Man kann sein Rad dran anschließen.

    Geringer Platzbedarf.

    Nachteile: Kann zu leicht übersehen werden. (Kollisionsgefahr)

    Zu eckig. Siehe rechts die Nahaufnahme.