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  • Besonders eindrucksvoll sind diese in den Film eingearbeiteten sw-Filmsequenzen von 1971, in dem der Kampf um die Hemonystraat in Amsterdam dokumentiert wird.

    Doppelter Hoax. Die Verbesserung der Verkehrssicherheit in NL seit den 70ern verlief identisch zu Deutschland. Entweder haben die Proteste in AMS also auch Deutschland sicherer gemacht, oder es gibt den suggerierten Kausalzusammenhang zwischen Protest und Erfolg nicht. Es stimmt auch nicht, dass sich seither die Verkehrssicherheit speziell in AMS zu irgendeinem Zeitpunkt besser entwickelt hätte als in D. das gilt auch und gerade für den Radverkehr.

    Not so fun fact: erst vor kurzem gab es einen tödlichen LKW-Fahrrad-Unfall im „de Pijp“-Viertel, also gemau da, wo damals die Proteste waren:

    https://www.parool.nl/amsterdam/vrouw-25-overleden-na-aanrijding-met-vrachtwagen-in-amsterdam-zuid~b0a061cf/?referrer=https%3A%2F%2Fnl.roaddanger.org%2F

    Der Bericht zeigt, wo der wahre Unterschied zwischen D und NL liegt: keine berufsbetroffenen NGO-Vertreter, keine „Mimimi, Radfahren immer gefährlicher“-Texte, keine Angaben zum Hergang, keine Schuldsuche/-diskussion, keine Kopfkino-auslösende Bildberichterstattung, kein Sturm der Empörung über böse Autofahrer und versagende Politiker auf Social Media. Bloß Nase putzen, aufwischen, weitermachen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Th(oma)s (9. März 2026 um 18:33)

  • Ab Minute 36:00 führt der Filmautor ein Interview mit dem niederländischen Radverkehrs-Experten Marco te Brömmelstroet, der zu dem Schluss kommt, "... auch das Fahrrad ist nicht der Weisheit letzter Schluss." Und das ist ein wirklich interessanter Ansatzpunkt in dem Film, der doch eigentlich Lust aufs Fahrradfahren machen will: So toll ist das Fahrradfahren gar nicht.

    Vielleicht ist es ja das, was dich Th(oma)s daran stört, wenn die Niederlande als "vorbildliches Fahrradland" glorifiziert wird? Du übst daran ja immer wieder Kritik.

    Für Marco te Brömmelstroet steht vielmehr als Zukunftstaufgabe im Raum: "Wir müssen den öffentlichen Raum grundlegend neu denken." Für ihn ist das was in den Niederlanden erreicht wurde nicht das Ende einer Entwicklung. Vielmehr haben die Niederlande das Potenzial ihrer Städte noch lange nicht ausgeschöpft. "Wir sollten größere Träume haben als das, was die Niederlande erreicht haben.(...) Eine Stadt sollte die Möglichkeit für ein gutes Leben bieten, ohne ständig auf schnelle Mobilität angewiesen zu sein." Das ist für ihn wichtiger, als jeden auf ein Fahrrad setzen zu wollen. Marco te Brömmelstroet befürchtet, dass es sehr schwer sein wird, diese Diskussion in den Niederlanden zu führen, weil es zu viele gibt, die meinen mit einer "Fahrradgerechten Stadt" den Endpunkt einer städtischen Entwicklung erreicht zu haben, so dass keine weitere Verbesserungen möglich sind.

    Wer weiß, vielleicht hat Marco de Brömmelstroet ja auch solche Fehlentwicklungen im Blick, wie die Flut der sogenannten Fatbikes, Pedelecs mit extra breiten Reifen, die besonders häufig manipuliert sind, sodass auch bei einem Tempo über 25 km/h der Motor noch mehr Tempo macht und sogar ohne Motorunterstützung nur mit Daumendruck sehr schnell gefahren werden kann. Leider wird das nicht in dem Film thematisiert.

    Siehe ab Minute 36:00 in dem an diese Stelle verlinkten Film CYCLING CITIES von Ingwar Perowanowitsch:

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    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (10. März 2026 um 16:29) aus folgendem Grund: Rechtschreibkorrektur

  • Der Bericht zeigt, wo der wahre Unterschied zwischen D und NL liegt: keine berufsbetroffenen NGO-Vertreter, keine „Mimimi, Radfahren immer gefährlicher“-Texte, keine Angaben zum Hergang, keine Schuldsuche/-diskussion, keine Kopfkino-auslösende Bildberichterstattung, kein Sturm der Empörung über böse Autofahrer und versagende Politiker auf Social Media. Bloß Nase putzen, aufwischen, weitermachen.

    Das ist Quatsch: "Nase putzen, aufwischen, weitermachen." In dem Film wird thematisiert, dass ziemlich am Anfang der Bewegung für eine fahrradgerechte Stadt und zwar 1972 ein Artikel in der Zeitung de Tijd steht, mit dem Titel: "pressigroep stop de kindermoord" übersetzt mit google-Übersetzer: Interessensgruppe Stoppt Kindstötung. Möglicherweise müsste man "kindermoord" auch mit "Kindermord" übersetzen. Die Einsicht, an der Verkehrssituation zugunsten der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer*innen etwas zu verbessern, hat auch in den Niederlanden eine Ursache darin, dass Todesopfer zu beklagen sind. In dem Artikel von 1972 geht es um den Tod der 6-jährigen Simone Langenhoff, die auf dem Schulweg von einer Autofahrerin totgefahren wird.

    Leider habe ich keine komplette deutsche Übersetzung des Artikels gefunden.