Beiträge von Ullie

    Stimmt, und der Fördertopf für Radverkehrsinfrastruktur würde nicht dazu missbraucht werden können, Fahrbahndecken und Parkplätze zu sanieren.

    Ein Praxisbeispiel: Bei mir in der Straße ist der einzige Vorteil durch die Fahrradstraße, dass das historische Kopfsteinpflaster durch glatten Asphalt ersetzt wurde. Durch die Umnutzung des ehemaligen zweiseitigen Radweges und die Einengung der Fahrbahn sind aber sogar noch deutlich KFZ-Stellplätze und eine ganz neue Ausparkproblematik hinzugekommen. Ebenfalls wurde dem Straßenzug die Vorfahrt ([Zeichen 301]) genommen und durch rvl ersetzt. Dafür ist die Fahrradstraße nach wie vor an beiden Enden nicht richtig an die Infrastruktur angebunden (Paul-Fuß-Straße ausnahmslos nur rechtssabiegen erlaubt, die andere Seite ist mit leichten Umbauten diese Kreuzung).

    Und dafür soll ich mich als Radfahrer bedanken?

    Das sieht ja furchtbar aus mit den vielen Parkplätzen quer zur Fahrbahn. War die Straße vorher breiter und hatte nur Längsparkplätze? Was mir gut gefällt sind die sehr groß markierten Fahrradpiktogramme auf der Straße. Aber die sollten auch noch blau unterlegt sein!

    Dass das Kopfsteinpflaster durch Asphalt ersetzt wurde sollte allerdings nicht zu gering geachtet werden. Wenn ich mir die Diskussion zu diesem Thema in Hannover anschaue. Da hab' ich oft den Eindruck, dass es manchen Leuten nur drum geht, dass ihre Immobilie möglichst viel wert ist, weil man ein Haus aus der Gründerzeit eben besser vermarkten kann, wenn eine Pflasterstraße davor ist (Sieht ja so schön historisch aus).

    Um der Konkretheit auf die Sprünge zu helfen:

    Für eine umwelt- und sozialverträgliche, sichere und gesunde Mobilität

    Der VCD arbeitet seit 1986 als gemeinnützige Organisation für eine umwelt- und sozialverträgliche, sichere und gesunde Mobilität. Dabei wird von über 55.000 Mitgliedern und Spender/-innen unterstützt, die seine Arbeit für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik ermöglichen. Als ökologischer Verkehrsclub konzentriert er sich nicht allein auf einen reibungslosen Autoverkehr, sondern fördert ein sinnvolles Miteinander aller Verkehrsmittel.

    https://www.vcd.org/themen/radverkehr/

    Es kann kein "sinnvolles Miteinander" von Autoverkehr im herkömmlichen Sinne mit dem Rad- und Fußverkehr und dem ÖPNV geben. Dazu beansprucht der herkömmliche Autoverkehr einfach viel zu viel Platz.

    Ich bin nun auch seit einigen Monaten im VCD Mitglied, habe allerdings außer der Mitgliederzeitschrift und den üblichen Pressemitteilungen, die man so im Internet lesen kann, noch nichts mitbekommen. Rein vom Gefühl her, ohne dass ich das konkret benennen könnte, halte ich deren Standpunkte für sinnvoller als die des ADACs.

    Ich hätte dich ja eher im ADFC vermutet.

    Der ADAC-Standpunkt ist doch eigentlich ganz klar: Zuerst kommt das Auto, dann kommt gaaaaaanz lange nichts und dann kommt vielleicht irgendwo unter ferner liefen und Sonstiges auch noch so ein bisschen das Fahrrad. Aber eigentlich nur deshalb, weil der ADAC damit so tun will, als ob er auch die Interessen anderer Verkehrsteilnehmer verträte.

    Der ADFC hat zumnindest vom Namen her einen entgegengesetzten Ansatz. Allerdings vermisse ich häufiger dann den Kampfgeist, wenn es konkret wird.

    Der VCD versucht beiden gerecht zu werden, Autofahrern und Radfahrern, was meines Erachtens nicht wirklich möglich ist. Aber natürlich im Alltag kommen beide vor und außerdem auch noch Fußgänger und ÖPNV-Nutzer, da ist der VCD breiter aufgestellt als der ADFC.

    Der Autler darf erst auf den Schmutzstreifen auffahren, wenn frei ist. Und nun?

    Aber ich muss noch etwas klarstellen. Die Linie geht nicht immer dem § 10 vor. Der Regelungsgehalt muss sich schon widersprechen. Wenn die Leitlinie Fahrstreifen markiert, soll sie den Fahrbahnverkehr ordnen. Dann trifft sie keine Regelung bezüglich des Einfahrens. Hier ist sie jedoch extra dazu markiert, dass Radfahrer sich einfädeln können. Sie trifft also eine Regelung entgegen des § 10.

    Wie beurteilst du denn dass mit der roten Farbe, mit der der Schutzstreifen markiert ist und zwar deutlich ein längeres Stück als das Stück, das mit roter Farbe und weißer Strichlinie markiert ist. Meines Wissens sind ausschlaggebend die weißen Markierungen. Während die zusätzliche farbige Markierung eigentlich rechtlich irrelevant ist. In manchen Städten wird ja auch grün statt rot dafür benutzt.

    Wäre es nicht das einfachste, ab dort wo die weiße Strichlinie endet, die rote Markierung einfach deutlich zu verbreitern. So dass sie ca. 1/3 der Fahrspur ausfüllt?

    Oder auf die weiße Strichlinie ganz verzichten und stattdessen einfach nur ein deutlich breiteren rot markierten Streifen anlegen? Oder sogar diesen breiteren Bereich einfach so pflastern, wie der Hochbordradweg gepflastert ist? Der ist grau gepflastert mit einem breiten roten Rand.

    Oder erhöht das die Gefahr, dass der Respekt vor einer rot markierten Straßen-Teilfläche als Verkehrsfläche für den Radverkehr noch weiter abnimmt bei den Autlern?

    @ allen anderen: Vielen Dank für die vielen Beiträge!

    "Fahrerlose Busse sollen bereits in diesem Jahr auf einer Ringlinie in der Hafencity getestet werden. Für das erste bundesweite Modellprojekt in Hamburg stellt das Bundesumweltministerium 3,7 Millionen Euro bereit. Aus Sicherheitsgründen fährt in den ersten beiden Jahren aber noch ein Busfahrer mit." NDR vom 12.1.2018

    https://www.ndr.de/nachrichten/ha…ochbahn496.html

    Sieht ganz so aus, dass die Hamburger Radler schon sehr bald das Vergnügen (?) haben werden, den Radverkehrsalltag unter Beteiligung automatisch fahrender Busse ganz praktisch zu erleben. Allerdings fahren ja in den ersten beiden Jahren noch Fahrer mit. Die selbstfahrenden Busse sollen bis zu 50 km/h schnell fahren. Betrieben wird die Kleinbus-Linie von der Hamburger Hochbahn.

    "Viel Spott hat es am Donnerstag für den schmalsten Radfahrerstreifen* der Stadt gegeben: Nur etwa 45 Zentimeter misst die rote Markierung einer Einfädelspur auf der Schlägerstraße, die Radfahrer schützen soll und doch von vielen als viel zu schmal empfunden wird.", berichtete die HAZ vom 11.1.2018.

    http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…-ist-Einzelfall

    Ob dieser sehr schmale "Radfahrstreifen" (eigentlich ist es ein "Schutzstreifen") tatsächlich eine so ausgesprochen negative Berichterstattung rechtfertigt? Bislang konnte ich mir das noch nicht vor Ort ansehen.

    Besonders krass ist dieses Bild, das in der HAZ-Bildergalerie zu finden ist: http://www.haz.de/Mehr/Bilder/Ga…se#n27790201-p5

    Wie ist das eigentlich mit der Benutzungspflicht des Schutzstreifens geregelt? Autofahrer dürfen ja in Ausnahmefällen die Radspur mit benutzen. Dürfen umgekehrt Radfahrer die übrige Fahrbahn mitbenutzen? Der oben gezeigte Mini-Radfahrschutzstreifen stellt ja wohl den Ausnahmefall dar, der es rechtfertigt, dass ein Radfahrer die übrige Fahrbahn mitbenutzt.

    Um auch mal was positives zu sagen: Immerhin sieht es so aus, dass der Schutzstreifen nicht an parkenden Autos vorbeiführt.

    * Müsste es nicht eigentlich richtig "Schutzstreifen" heißen? Ein Radfahrstreifen ist doch vergleichbar mit einem Radweg und ist mit einer durchgezogenen Linie von der Fahrbahn abgetrennt.

    Auf google street view kann man sehen, das früher an der Stelle ein Hochbordradweg angelegt war. https://www.google.de/maps/@52.36530…!7i13312!8i6656

    Zum Vergleich dieses Foto aus der HAZ-Bildergalerie, dass in etwa aus der selben Perspektive aufgenommen wurde wie das google street view-Bild: http://www.haz.de/Mehr/Bilder/Ga…se#n27790201-p6

    Das googlemaps Satellitenbild zeigt die umgebaute Situation. Der Hochbordradweg wurde verkürzt und das Einfädeln auf die Straße erfolgt jetzt früher in dem Bereich einer neu errichteten Fußgängerschutzinsel. Aus dieser Perspektive stellt sich das Ganze schon wieder sehr viel anders dar als auf dem Zeitungsbild:

    https://www.google.de/maps/@52.36576…t/data=!3m1!1e3Allerdings ist auf dem Satellitenbild der Schutzstreifen, bzw. Einfädelstreifen noch nicht rot markiert. Viel ausschlaggebender ist rechtlich gesehen jedoch die Strichlinie. Die es offensichtlich schon länger gibt als die rote Farbe auf dem Schutzstreifen. Es sieht so aus, dass sich die HAZ erst einschaltete, als die rote Farbe dazukam.

    Mein Eindruck ist, da wird von der HAZ versucht, eine eigentlich gar nicht so schlechte Radverkehrslösung lächerlich zu machen. Besonders die Fotos aus der Fotogalerie erwecken einen ganz anderen Eindruck von der Situation vor Ort, als es sich auf dem Satellitenbild darstellt. Zeit für einen Ortsbesuch!

    Man kann dazu verschiedener Meinung sein. Für mich sind Parkstreifen auf beiden Seiten ein deutliches Zeichen dafür, dass man auf solchen Fahrradstraßen nicht zügig und ungefährdet Fahhrad fahren kann.

    Für mich sind Stellplätze im öffentlichen Straßenraum ein Zeichen verfehlter Verkehrspolitik und besinnungsloser Autobesoffenheit aus vielen Jahrzehnten Automobilisierung. Das hätte von vornherein erst gar nicht geduldet werden dürfen. Aber es gibt halt auch die Realitäten. Und die politischen Realitäten. Wenn es die Chance gibt, eine Fahrradstraße einzurichten, dann sollte das nicht daran scheitern, dass dort auch "noch" Autos parken dürfen. Oder andersrum gesagt: Es gäbe viele Fahrradstraßen nicht, wenn grundsätzlich nach dem Prinzip verfahren würde, dass in Fahrradstraßen keine Autos parken dürfen.

    In der StVO die T30-Zone um die Regelungen der Fahrradstraße ergänzen. Fahrradstraßenschilder allesamt abschrauben. Schilderwald gelichtet, Situation übersichtlicher gemacht und an die Realitäten angepasst. Straßen und Wege, auf denen dann wirklich nur Fußgänger und Radfahrer unterwegs sein sollen, werden mit den schon bekannten Lollies gekennzeichnet.

    So wie z.B. hier hinter dem Wendehammer. Lustigerweise ist der Wendehammer seit einigen Jahren Teil einer Fahrradstraße. Ansonsten hat sich da baulich und an der Nutzung der Straße nichts geändert. Welche der beiden Straßenhälften ist jetzt mehr "Fahrradstraße" (die Fortführung hinter dem Wendehammer unter durch die Unterführung trägt den gleichen Straßennamen)?

    Einen Vorteil der Fahrradstraße sehe ich darin, dass sie vorfahrtsberechtigt gestaltet werden kann, so dass zum Beispiel die Radfahrer eines Wohngebiets sich vorzugsweise auf Fahrradstraßen, die durch Wohngebiete führen sammeln. Ist diese Fahrradstraße dann vorfahrtberechtigt ausgeschildert, dann komme ich dort zügig voran.

    Solange ich da massenhaft KFZ und vor allem Parkmöglichkeiten für KFZ sehe, die zu Park- und Suchverkehr führen, ist so eine Straße als Fahrradstraße ausgeschildert nur ein Placebo. Der KFZ-Verkehr wird einen großen Anteil am Verkehrsgeschehen haben und ob seiner Masse das Geschehen dominieren. Also genau das, was in einer Fahrradstraße nicht sein sollte.

    Placebo halt.

    Wenn ich immer darauf wartete, dass eine Straße vom Autoverkehr aufgegeben wird und sich daraufhin viele, viele Radfahrer ganz von selbst einfinden, dann gäbe es wohl deutlich weniger Fahrradstraßen.

    Deshalb kann es durchaus richtig sein, eine Fahrradstraße auch dann einzurichten, wenn aktuell der Autoverkehrsanteil sehr hoch ist.

    Eine Begleitmaßnahme kann sein, die Straße so umzugestalten, dass sie für den Autoverkehr wenig attraktiv ist. Zum Beispiel die Parkmöglichkeiten reduzieren, wie du es vorschlägst.

    Das wiederum ist politisch oft kaum durchsetzbar, obwohl gerade die Reduzierung von Parkmöglichkeiten eine effektive Möglichkeit darstellt, den Autoverkehr einzudämmen.

    Wie weit die Ermessensspielräume der Entscheidungsträger bemessen sind, weiß ich nicht und es ist vermutlich von Fall zu Fall letztlich eine politische Entscheidung, ob eine Fahrradstraße eingerichtet wird oder nicht. Dem Satz, "Der KFZ-Verkehr wird einen großen Anteil am Verkehrsgeschehen haben und ob seiner Masse das Geschehen dominieren.", kann ich nicht zustimmen. Denn "ob seiner Masse das Geschehen dominieren" macht der KFZ-Verkehr auch dann, wenn ich ein 2-Tonnen-Dickschiff (SUV) mit 20 Radlern (je 100 kg) verrechnete.

    Dazu kommen die üblichen Probleme, wie im Sommer ist der Radverkehrsanteil höher etc.

    Eine Fahrradstraße ist eine Fahrradstraße und wird nicht dadurch zum Placebo, dass dort Autos fahren. Sonst müsstest du auch einen Radweg als Placebo bezeichnen, auf dem häufiger Autos parken. So was gibt es leider, wie es hier im Forum ja auch aus anderen Beiträgen hervorgeht.

    Ich hoffe es wurde noch nicht gesendet. Ich finde es super, dass wir eine neue Fahrradstrasse in Stuttgart haben,

    aber dennoch ist die Kennzeichnung etwas verwirrend --- oder was soll ich genau davon halten?

    PS: ein paar schöne Trouvaillen aus Stuttgart folgen sobald es wieder etwas wärmer ist.


    Die im Foto gezeigte Straßenmarkierung mit dem sehr groß dargestellten Radwegeschild aus Stuttgart ist besser als die in Hannover. Hier werden diese Straßenbahnmarkierungen mit Radwegeschildern immer nur halb so groß dargestellt. Hier ein Foto von der Kleestraße. Leider hab' ich grad kein besseres an der Hand, aber die Straßenmarkierung ist wohl trotzdem zu erkennen. Es sind je Fahrtrichtung jeweils ein Radwegeschild auf die Straße aufgebracht worden.

    Die sehr große Markierung aus Stuttgart gefällt mir besser und ist wohl auch besser geeignet die Radfahrstraße anzuzeigen.

    Ich bin gespannt ob aus dem Modellversuch des Landes Niedersachsen zu Tempo 30 auf stark belasteten Hauptverkehrsstraßen was wird. Nach langem Zögern auch auf Seiten der SPD hat der Rat schließlich doch die Bewerbung für die Beteiligung an den Modellversuch abgegeben. Wenn es auch FDP und CDU anscheinend darauf anlegen, ein Scheitern des Versuches konstatieren zu können: "FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke begründete den Schwenk so: Es handele sich um ein wissenschaftliches Projekt in einer sehr umstrittene Frage: „Wir erhoffen uns davon Fakten zu der Frage, ob Tempo 30 etwas bringt oder nicht.“ Auch SPD und CDU stimmten mit dieser Begründung zu." HAZ vom 20.12.2017, http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…ttinger-Strasse

    Gerade FDP und CDU hatten sich vor mehr als zehn Jahren vehement gegen die Einführung der Umweltzone in Hannover ausgesprochen und übel dagegen polemisiert. Inzwischen ist klar, dass die Umweltzone dazu beigetragen hat, die Feinstaubbelastung zu senken. Dass die Stickoxidbelastung nicht reduziert werden konnte, auch das ist inzwischen klar, liegt nicht an Mängeln der Umweltzone an sich, sondern an der Betrugssoftware der Autohersteller.

    Es ist wichtig die Berichterstattung zum Modellversuch Tempo 30 genau zu verfolgen und der erwartbaren Polemik dagegen fundiert entgegenzuwirken!

    Bevor ich mitbekommen habe, wo da eine Brücke ist, bin ich doch schon drüber ...

    Wie sieht es denn aus der Gegenrichtung aus?

    Hier das Schild-Pendant aus der entgegengesetzten Fahrtrichtung. Das bereits weiter oben gezeigte befindet sich neben den rot-weiß gestreiften Pollern.

    Neun Tonnen sind ein sehr hohes Gewicht für Radfahrer - oder nicht?

    Gesehen in Bad Münster am Stein an der Nahe. Der Fahrradweg ist Teil des Nahe-Radweges.


              

    Allerdings wird das Schild von Radlern nicht allzusehr beachtet. Es mag allerdings sein, dass es im Sommer bei Hochbetrieb seine Berechtigung hat, wenn hier Fußgänger und Radfahrer sich in großen Massen an der Engstelle tummeln. Und eigentlich beziehen sich die 9 t ja auch nicht auf Radfahrer.

    Dieser winterliche Radfahrer ist jedenfalls nicht abgestiegen:

    Dein Beispiel ist doch aus der Schweiz?

    Entschuldige, du hast natürlich Recht, das Beispiel ist aus der Schweiz!

    Vielen Dank für deines aus Hamburg.

    Hier noch eines aus Berlin:

    http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/05/vandal…enlaternen.html

    Und hier das Foto:

    http://2.bp.blogspot.com/-LAxjUoeQJ1c/T…ch_P1480685.jpg

    Dieses Beispiel passt auch sehr viel besser, da es in dem Beispiel aus Frankreich ja darum ging, dass die Verwaltung ihre Straßenlaternen mit Pollern vor dem Umfahren schützt.

    Und dazu noch ein Beispiel aus Oldenburg, dass zeigt wie die Verwaltung dort Bäume davor schützt, von Autos umgefahren zu werden:

    Zwei aktuelle Berichte aus der HAZ über die O-Bikes will ich hier kurz verlinken: „Es fährt sich wie ein Kinderrad“ HAZ vom 88.1.18

    Die Überschrift ist zwar ein bisschen negativ, aber die Berichterstattrung selbst eher positiv: "Sie (eine Nutzerin) wie auch andere Nutzer loben das einfache System, bei dem Kunden die Räder schnell per App finden und entsperren können. Auch der Preis – ein Euro für 30 Minuten – wird als akzeptabel bezeichnet. „Der Preis ist in Ordnung, es gibt sehr häufig Aktionen, wo man gar nichts zahlen muss und kostenfrei fahren kann“, meint Per-Ole Wendt aus der Südstadt."

    http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…ike-in-Hannover

    Die Fotogalerie zum Artikel mit 9 Bildern, die zeigen, wie sich inzwischen die Räder in der Stadt ausgebreitet haben, gibts hier: http://www.haz.de/Mehr/Bilder/Ga…es#n27707621-p1

    Und ein HAZ-Artikel von Dezember, in dem sich Stadtbaurat Bodemann postiv über das oBike-Verleihsystem äußert und in dem er begründet, warum die Stadt auf ein stadteigenes Fahrrad-Verleihsystem verzichtet: "Stadt hält sich mit eigenem Fahrradverleih zurück", http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…system-aufbauen

    Diese oBikes hab' ich übrigens zum Jahreswechsel in Frankfurt auf dem Bahnhofsvorplatz bei einer kleinen Umstiegspause fotografiert. In Frankfurt ist offensichtlich noch mindestens ein weiterer Mitbewerber am Start, wie man an den Rädern im Hintergrund sieht:


    Sollte man sich nicht eher darüber ärgern, dass die AfD Begriffe negativ besetzt?

    Der Duden sagt zu den Bedeutungen von deutsch und Held u.a.:

    deutsch bedeutet:

    Ein Held ist ...

    Da stimm ich dir zu. Besser selbst die Deutungshoheit erlangen bei der Frage, was einen "deutschen Helden" auszeichnet!

    Es gibt definitiv zu wenige davon. Wenn sich nur jeder 1000. Anwohner eine einzige Stelle auf seinen täglichen Wegen aussuchen und Falschparker dort konsequent anzeigen würde, ware das Problem in wenigen Wochen erledigt.

    Liegt es an der fehlenden Vernetzung? Es ist immer einfacher und macht mehr Spaß gemeinsam etwas zu tun. Und man läuft dann möglicherweise nicht so leicht Gefahr, als Querulant abgestempelt zu werden (Stichwort Knöllchen Horst).

    Und der einzelne Beschwerdeführer hat nur begrenzte Lebenszeit und meistens auch noch andere Ziele im Leben, weswegen solcherlei Abwiegelungs- und Zermürbungstaktik seitens der Behörden oft aufgeht. Ist eben ein asymmetrischer "Kampf".

    Ein asymetrischer Kampf? Zweifelsohne. Aber - kleines Hoffnungszeichen - ein Kampf, den du nicht alleine führst:

    Im Schrot und Korn, der Illustrierten, die ich im Bio-Markt immer kostenlos zum Einkauf dazu bekomme, fand ich diesen Artikel, der auch im Internet nachgelesen werden kann:

    http://schrotundkorn.de/lebenumwelt/le…scher-held.html

    Die Überschrift hat mich freilich ein bisschen geärgert, hat die AfD jetzt schon die "Schrot und Korn"-Redaktion unterwandert, dass sie "deutsche Helden" kürt? Andererseits ist der darin vorgestellte "deutsche Held" einer, der von der AfD vermutlich eher als "Anti-Held" bezeichnet werden würde:

    "Bei Autofahrern ist er ungefähr so beliebt wie eine Alkoholkontrolle im Karneval. Bis zu vier Stunden täglich läuft der gebürtige Berliner durch die Bezirke Kreuzberg oder Schöneberg und meldet Autos, die auf Busspuren oder Radwegen parken. Gegen diese Verkehrsbehinderungen – im Juristendeutsch „VBH“ genannt – müsste die Polizei eigentlich sofort vorgehen. Immer wieder kommt es zu Unfällen, wenn Busse von der zugeparkten Spur in den Verkehr einfädeln oder Radfahrer parkenden PS-Hooligans ausweichen müssen. Viel zu viele enden tödlich."

    Über Twitter berichtet Andreas Schwiede mehr von seiner Tätigkeit als Polizeibeobachter und man findet dort auch haufenweise Fotos von falschparkenden Autos, aber auch Fotos davon, wie diese erfolgreich entfernt werden.

    https://twitter.com/poliauwei?lang=de

    Vielleicht gibt es einfach nur zu wenige Andreas Schwiedese? Wecke den Andreas Schwiedes in dir!