Stimmt, und der Fördertopf für Radverkehrsinfrastruktur würde nicht dazu missbraucht werden können, Fahrbahndecken und Parkplätze zu sanieren.
Ein Praxisbeispiel: Bei mir in der Straße ist der einzige Vorteil durch die Fahrradstraße, dass das historische Kopfsteinpflaster durch glatten Asphalt ersetzt wurde. Durch die Umnutzung des ehemaligen zweiseitigen Radweges und die Einengung der Fahrbahn sind aber sogar noch deutlich KFZ-Stellplätze und eine ganz neue Ausparkproblematik hinzugekommen. Ebenfalls wurde dem Straßenzug die Vorfahrt (
) genommen und durch rvl ersetzt. Dafür ist die Fahrradstraße nach wie vor an beiden Enden nicht richtig an die Infrastruktur angebunden (Paul-Fuß-Straße ausnahmslos nur rechtssabiegen erlaubt, die andere Seite ist mit leichten Umbauten diese Kreuzung).
Und dafür soll ich mich als Radfahrer bedanken?
Das sieht ja furchtbar aus mit den vielen Parkplätzen quer zur Fahrbahn. War die Straße vorher breiter und hatte nur Längsparkplätze? Was mir gut gefällt sind die sehr groß markierten Fahrradpiktogramme auf der Straße. Aber die sollten auch noch blau unterlegt sein!
Dass das Kopfsteinpflaster durch Asphalt ersetzt wurde sollte allerdings nicht zu gering geachtet werden. Wenn ich mir die Diskussion zu diesem Thema in Hannover anschaue. Da hab' ich oft den Eindruck, dass es manchen Leuten nur drum geht, dass ihre Immobilie möglichst viel wert ist, weil man ein Haus aus der Gründerzeit eben besser vermarkten kann, wenn eine Pflasterstraße davor ist (Sieht ja so schön historisch aus).