Erinnert mich in zwei Jahren noch mal. Nürnberg ist gerade dabei ein relativ fantastisches Netz von Fahrradstraßen anzulegen. Die Bilder habe ich schon, die Kartenausschnitte und der Text kommt irgendwann demnächst.
Da bin ich neugierig, denn in Hannover wurde dieser Tage das Veloroutennetz vorgestellt. Ziel ist es, in den nächsten 10 Jahren den Radverkehrsanteil von 20% auf 25% zu steigern.
Siehe dieser NDR-Filmbeitrag vom 10.6.2020 https://www.ndr.de/nachrichten/ni…orouten104.html
bei Minute 00:16
Ich bin da immer vorsichtig mit solchen Zielformulierungen, denn insbesondere eine Steigerung des Radverkehrs kann auf der anderen Seite ein Absenken der ÖPNV-Nutzung bedeuten. Und zumindest was den Verkehrsflächenbedarf angeht ist der ÖPNV sogar dem Radverkehr überlegen.
Und leider wird bei dieser Zielformulierung nicht deutlich gesagt, dass im Gegenzug der Autoanteil reduziert werden soll. Es wird dabei aber immer so getan, als sei das eine automatische Begleiterscheinung. Ich fürchte, das trifft nicht zu oder nur sehr geringfügig.
Um es mal zugespitzt zu formulieren: Auf den Hauptverkehrsstraßen tobt der Autoverkehr und auf Nebenstrecken tobt der Radverkehr. Zumindest stört der nicht so sehr wie der Autoverkehr. Aber schöner wäre natürlich, dass die Hauptverkehrsstrecken nicht dem Autoverkehr vorbehalten werden, sondern vor allem vom ÖPNV und dem Radverkehr benutzt würden, und der Autoverkehr tatsächlich drastisch reduziert wird.
Gibt es denn in Nürnberg auch eine "Zielvorgabe"? Und wird dort auch konkret etwas zur Absenkung des Autoverkehrs gesagt?
Kartenmaterial hast du ja schon in Aussicht gestellt.
Ich habe hier einen Link zu einer pdf-Datei mit einer Karte auf der die 12 Velorouten eingezeichnet sind, die in Hannover in den nächsten 10 Jahren verwirklicht werden sollen:
https://presse.hannover-stadt.de/AttachmentDown…48E9ABDA76B2102
An anderer Stelle im Forum, auf der Hannover-Seite, habe ich darüber schon etwas geschrieben:
Siehe hier:
Veloroutennetz Hannover - Zwölf Velorouten in zehn Jahren
Hier ein Bild von einem Abschnitt der Veloroute 10 an der Davenstedter Straße.
Die weniger forschen Fahrradfahrer*innen haben einen Hochbord-Angebotsradweg, die anderen, "die sich was trauen", können und dürfen die Fahrbahn benutzen.
Aber warum wird nicht einfach der Streifen mit Stellplätzen aufgehoben und zu einem breiten geschützten Radweg für alle umgewandelt?
zumal das Fahrradfahren auf der Fahrbahn hier tatsächlich herausfordernd ist. Auf der einen Seite die Straßenbahnschienen (nur wenige trauen sich zwischen dem Gleispaar zu fahren, was eigentlich das sicherste ist) auf der anderen Seite die Dooring-Zone. Die hast du natürlich auch auf dem Angebots-Hochbordradweg, nämlich auf der Beifahrerseite.

Zur Zeit als das Bild aufgenommen wurde, war der Angebotsradweg als Fußweg ausgeschildert. Nach meiner Beobachtung waren die beiden Radfahrer*innen auf dem Bild aber nur zwei der wenigen, die das Befahrverbot des Hochbordradweges beachteten. Ob sie es mit Freude getan haben, konnte ich nicht herausfinden.
Ein Radfahrstreifen wie auf dem folgenden Bild und dafür die Parkplätze weg, das würde doch sicher die allermeisten Radfahrer*innen sehr erfreuen, vermutlich auch mkossmann und Yeti?

Und der Angebots-Hochbordradweg, der könnte dann auch weggepflastert werden. > Mehr Platz für Fußverkehr! Das Schild
hängt da ja schon!