Wie wirklichkeitsfremd die "Maskenpflicht" im ÖPNV oder beim Einkaufen im Supermarkt ist, das wird deutlich, wenn man diesen Bunte-Artikel vom 6.Mai 2020 aufmerksam liest:
"Hygiene-Regeln: 3 Fehler, die du beim Mundschutz-Tragen niemals machen darfst"
https://www.bunte.de/family/leben/l…hen-darfst.html
Ein Zitat aus dem Artikel:
"Schon seit über einer Woche gilt deutschlandweit die Maskenpflicht in Geschäften sowie öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf diese Weise soll das öffentliche Leben bei möglichst geringem Risiko einer Ansteckung langsam aber sicher wieder hochgefahren werden. Allerdings ist die Maske nur wirksam, wenn sie richtig eingesetzt wird. Wir verraten, welche drei Fehler du beim Mundschutztragen niemals machen darfst."
Die Maskenpflicht gilt ja jetzt schon seit einiger Zeit und ihr habt sicher auch Beobachtungen dazu gemacht. Letztlich ist es schwer zu beurteilen, ob die Maskenpflicht nicht doch einen Nutzen hat, selbst wenn die Menschen so sorglos und unbedarft mit ihrer Maske umgehen, wie ich es jetzt schon häufig beobachtet habe. Und ich glaube nicht, dass sich die Menschen jetzt massenhaft die Hinweise aus der Bunte ansehen und dann stets korrekt die gegebenen Hinweise beachten.
Besonders kurios fand ich diesen Hinweis zum Reinigen der Alltagsmaske:
"Bei wenig Zeit kann die Maske auch bei hoher Temperatur von beiden Seiten gebügelt werden oder bei 80 Grad für 40 Minuten in den Ofen gesteckt werden – allerdings sollte man sie dabei die ganze Zeit im Auge behalten, da sie möglicherweise Feuer fangen könnte."
Wenn ich also wenig Zeit habe, dann setze ich mich 40 Minuten vor den Ofen, in dem meine Maske auf kleiner Hitze schmort und achte darauf, dass sie kein Feuer fängt??? Aber vielleicht war ja auch nur das Bügeln gemeint mit "Bei wenig Zeit,..."? Wie lange gebügelt werden muss wurde nicht angegeben. (Vielleicht kann man die Viren mit dem Bügeleisen eben mal schnell totschlagen?
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Ist der Mund-Nasen-Schutz vielleicht sogar eine Maßnahme, die nicht zur Eindämmung sondern zur Verbreitung des Virus beiträgt, wegen der in dem Artikel beschriebenen Gefahr der Infektion durch das Hantieren an und mit der Maske ohne die Hände gewaschen zu haben? Zumindest habe ich heute in einem Supermarkt endlich mal ein Waschbecken gesehen. (Das war da allerdings schon vor Corona da und zwar neben den Pfandautomaten für Leergut, wie ich auf Nachfrage erfuhr.)
Die Bunte-Tipps gibt es auch noch mal als kleinen Lehr-Film unter dem angegebenen Link von der Krankenschwester Anna Vogel - sehr sehenswert!
An den Haltestellen suche ich übrigens weiterhin vergebens nach Waschgelegenheiten für die Hände.
Immerhin scheint es so, dass aus den ursprünglich einmal angekündigten 150 Euro Bußgeld für den Verstoß gegen die Maskenpflicht inzwischen nur noch 20 Euro übrig geblieben sind.
"Verstoß gegen Maskenpflicht kann 20 Euro Bußgeld kosten"
Quelle: Hildesheimer Zeitung vom 5.5.2020
https://www.hildesheimer-allgemeine.de/meldung/versto…eld-kosten.html
Leider wird in dem Artikel nichts darüber berichtet, wie hoch das Bußgeld ist für die Supermärkte, sonstigen Läden und die Verkehrsunternehmen, die keine Waschgelegenheit für die Hände zur Verfügung stellen, so dass man die Maske auch fachgerecht benutzen kann.
Und das Einwegmasken irgendwo zur Verfügung gestellt werden, das habe ich bisher auch noch nirgends gesehen oder gehört. Stattdessen überall Jammern und Klagen über Einnahmenausfälle verbunden mit Forderungen nach Ausgleichszahlungen in Millionenhöhe. Wenn Geld da ist um Luftreise-Gesellschaften zu unterstützen, oder zum Wohl von Autoproduzenten Abwrackprämien angekündigt werden, dann wird nicht auf's Geld geguckt. Aber das "Masketragen" wird den Bürgern aufgebrummt, die dafür selbst die Kosten tragen sollen.
Die ganze Scheinheiligkeit tritt zu Tage, wenn die Maskenpflicht quasi als Eintrittskarte zur "Normalisierung" bezeichnet wird. Was für eine Normalisierung bitte? Dass wir alle in die Kaufhäuser drängen, um nur ja ordentlich zu konsumieren. Egal mit was für einem Fetzen Stoff vorm Gesicht?