Beiträge von Ullie

    Die Wanderungen sind doch aber nicht dem Einzelhandel anzulasten.

    Ach Nein?

    Ich zitiere hier mal aus einer (vermeintlich "hoffnungsvolleren") Zeit, kurz nach Ende des strengen Lockdowns im April letzten Jahres:

    "Händler: Stadt Hannover müsste Cityparken kostenlos machen

    Ab Montag öffnen die meisten Geschäfte in Hannovers Innenstadt wieder. Damit sich Besucher bei der Anreise mit Bussen und Bahnen nicht infizieren, schlägt Cityhändler Reinhard Sander vor, die Stadt könne übergangsweise die Parkgebühren auf Null setzen. Doch die will das nicht."

    https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…nover-sagt-nein

    Und ich wage mal eine provokante Prognose: Eine vornehmlich auf den ÖPNV gestützte Verkehrsinfrastruktur ohne privaten KFZ-Verkehr wäre besser geeignet eine Pandemie einzugrenzen und zurückzudrängen als die gegenwärtig bestehende Verkehrsinfrastruktur.

    Eine ÖPNV-Verkehrsinfrastruktur ist deutlich zentraler auf Mittelzentrum und Oberzentrum ausgerichtet und verringert so eine landesweite Pandemieausbreitung.

    Und das dehne ich mal aus auf das was noch bevorsteht: Eine Fernreise-Verkehrsinfrastruktur ohne Flugreisen wäre ebenfalls besser geeignet eine Pandemie einzugrenzen und zurückzudrängen als die gegenwärtig bestehende Fernreise-Verkehrsinfrastruktur.

    Eine Fernreise-Verkehrsinfrastruktur, die auf Eisenbahn- und Schiffsverkehr basiert, schränkt die Streckenlängen und die Pandemieausbreitung ein.

    Trifft es zu, was die Firma Emix behauptet, dann haben freilich Nüßleins Maskendeals nichts mit der Emix zu tun:

    "„Medien, welche Emix mit den Ermittlungen gegen Herrn Nüsslein in Verbindung bringen, werden wir darauf aufmerksam machen, dass keine solchen Verbindungen vorhanden sind und gegebenenfalls – insbesondere, wenn die Frage nach oder den Anschein einer Verbindung ohne Beleg aufgeworfen wird – juristisch belangen.“

    Das sagt die Medienanwältin der Emix in:

    Inside Paradeplatz vom 2.3.21:

    Deutscher Masken-Krimi: Spuren in die Schweiz

    https://insideparadeplatz.ch/2021/03/02/deu…puren-nach-zug/

    "Für rund 350 Millionen Euro soll der Bund laut Bericht bei einer Schweizer Firma namens Emix Trading eingekauft haben. Weitere 15,2 Millionen Euro soll das Unternehmen mit Bayern gemacht habe, 5,2 Millionen Euro mit Nordrhein-Westfalen."

    apotheke adhoc vom 16.1.2021,

    "Spahn: Masken-Deal mit „Graumarkt-Kids“

    https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/de…graumarkt-kids/

    Diese Firma Emix-Trading hat alles andere als eine blütenweiße Weste, ihre Geschäftsführer verdienten sich eine goldene Nase an den "Maskendeals":

    "Corona machte sie reich – und wie! Die Zürcher Jascha R.* (23) und Luca S.* (23) sackten dank einem fetten Masken-Deal mit dem Bund satte 22 Millionen Franken ein. Und protzten gleich los. Sie besorgten sich zwei neue Bentleys für rund 250.000 Franken pro Stück sowie einen Ferrari für 2,5 Millionen Franken. Zunächst mieden sie die Öffentlichkeit und gaben keine Interviews."

    Folgt man der Logik der beiden Jungunternehmer, dann haben die Schweizer keinen Grund zum Klagen, denn sie hätten angeblich die Masken, die in der Schweiz ausgeliefert wurden, quasi umsonst bekommen:

    "Die Schweiz habe ohnehin einen sehr guten Deal gemacht, stellen die beiden Unternehmer klar. Schliesslich habe ihre Firma Emix Trading GmbH das meiste Geld nicht in der Schweiz, sondern in anderen Ländern verdient. Der Gewinn würde aber in Zug, ihrem Firmensitz, versteuert. «So gesehen bekam die Schweiz die Masken gratis», erklärt Luca S. im «St. Galler Tagblatt»."

    Blick vom 18.2.2021,

    Jetzt reden die Jung-Millionäre, «Schweiz bekam die Masken gratis»

    https://www.blick.ch/schweiz/jetzt-…id16319857.html

    "Feine Herren" die beiden. Der Maskendeal trifft CDU und CSU zur Unzeit (am kommenden Wochenende sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz und Kommunalwahlen in Hessen). Trotzdem sollten die anderen Akteure und Profiteure des Maskendeals doch bitteschön einmal ebenso an den medialen Pranger gestellt werden!

    Genau deshalb verstehe ich diese waghalsigen Aktionen nicht, mit denen ein erneuter Lockdown provoziert wird, der dann um so mehr den wirtschaftlichen Ruin bedeuten kann.

    Und es ist außerordentlich unsolidarisch, wenn zum Beispiel in Geschäften, die nahe an der Region Hannover liegen, geöffnet wird, quasi ein Landkreis weiter, aber in Hannover die Geschäfte geschlossen bleiben müssen.

    Und es ist nicht nur unsolidarisch, sondern erschwert auch das Eindämmen der Pandemie, denn es werden Wanderbewegungen ausgelöst, die dann auch den Corona-Virus im Gepäck haben.

    Da ist ein landesweit deutlich niedrigerer Grenzwert sinnvoller, der erreicht werden muss, bevor dann überall die Geschäfte öffnen dürfen. Wenn es dann noch einige Ausnahme-Landkreise mit extrem hohen Grenzwerten gibt, dann sind das wirklich Ausnahmen.

    Ich kann natürlich verstehen, wenn jetzt jemand aus Stade gegen einen 35er-Grenzwert Stellung bezieht, schließlich liegt Stade aktuell bei der Inzidenzzahl 45. Aber es gibt in den Landkreisen Wesermarsch, Leer, Cloppenburg, Vechta, Region Hannover, Peine und Salzgitter also in 7 von 45 Landkreisen (einige davon sehr Bevölkerungsstark / inkl. kreisfreie Städte) Werte über 100, zum Teil deutlich über 100 im ländlichen Raum Cloppenburg sind es fast 150.

    https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/ak…_niedersachsen/

    Und ich befürchte eine intensive "Wandertätigkeit". Gerade weil mit dem PKW und schnellen Straßen der Sprung über die Landkreisgrenze sehr schnell zu bewerkstelligen ist, besteht die Gefahr, dass der Virus mit springt. Und dann ist ganz schnell wieder zu, was heute noch verbunden mit großen Hoffnungen der Geschäftsinhaber geöffnet wurde.

    Mag sein, dass sich einige Einzelhändler sagen: Ich stehe so unter Existenzdruck, dass ich dieses Risiko eingehen muss. Ich befürchte es ist nicht übertrieben, davon auszugehen, dass einige, die jetzt schnelle Öffnungen fordern auch nicht sonderlich überzeugt davon sind, dass tatsächlich eine Pandemiegefahr besteht.

    Ich habe aber mehr mit denen Verständnis, die nicht auf das kurzfristige Eröffnungserlebnis aus sind und damit die anderen Geschäfte-Inhaber erst recht in Existenznot bringen können. Ganz zu schweigen davon, dass es ja auch um andere wichtige Einrichtungen geht, wie zum Beispiel Kitas oder Schulen oder Krankenhäuser.

    Ich bin ja eher nicht so der Mensch für Kneipen bummeln, Shoppen oder mit Menschen draußen ein Fußballspiel feiern. Das liegt mir nicht. Ich tue mir mit den Beschränkungen vergleichsweise leicht.

    Ich gehe gern in die Kneipe um Leute zu treffen, oder ins Café und hoffe sehr auf einen baldigen Start der Außenbewirtschaftung. Aber ich habe mich notgedrungen zwischenzeitlich mit den zur Verfügung stehenden "Surrogaten" arrangiert. Zum Beispiel die nicht kommerzielle Doppelkopf-App Doko-Lounge:

    Kann ich nur wärmstens empfehlen! https://www.doko-lounge.de/

    Es können eigene Tische mit eigenen Regeln eingerichtet werden. Man kann die Tische abschließen oder Gäste zulassen, die dann mitspielen dürfen. Kommen keine vier Spieler zusammen gibt es einen elektronischen "Opa", der gut programmiert ist. Zur Not gibt es auch noch eine "zweiten "Opa", auf der Doko-Lounge-Plattform werden sie "Dummies" genannt.

    Einfach mal ausprobieren! Ich befürchte nur, wenn es wieder möglich ist, richtig Doko zu spielen, dann muss ich mich gut zusammenreißen, die Farbe zu spielen die gefordert ist, und nicht aus Versehen zu stechen. Beim Online-Doko wird das durch das Programm verhindert. (Sehr kommod!)

    Hoffentlich alles bald nicht mehr nötig. Trotzdem hat sich unsere Doko-Runde vorgenommen, eher verhalten im Falle von Wiedereröffnungen von den wiedererlangten Freiheiten Gebrauch zu machen.

    Dass manche Leute dermaßen "unter Strom stehen", wie in der Region Hannover ist mir daher unbegreiflich:

    Mehrere Geschäfte in der Region Hannover öffneten trotz Verbot:

    "NDR-Info Coronavirus-Blog, 8.3.2021, 14:47 Uhr

    "Mehrere Geschäfte in der Region Hannover öffnen trotz Verbots

    Mehrere Geschäfte in der Region Hannover haben Terminshopping angeboten und damit gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Darunter waren mindestens zwei Möbelhäuser, die telefonisch und im Internet über ihre Eröffnung berichteten."

    https://www.ndr.de/nachrichten/in…eticker886.html

    Die Geschäfte beriefen sich auf ein angebliches Regelungs-Wirrwarr. Das RKI hatte eine Inzidenz-Zahl knapp unter 100 verkündet, der ausschlaggebende Wert des Landes lag jedoch bei 103,8.

    Mein Eindruck: Da versuchen einige Geschäftsleute mit Macht nach Regelungslücken. Und wenn sie die nicht entdecken, dann suchen sie nach Möglichkeiten, ihre Läden zu öffnen, weil sie angeblich etwas missverständlich aufgefasst haben.

    Wenn man bedenkt, dass vor wenigen Tagen noch die Rede davon war, dass es beim strengen Lockdown bleibt, bis der Inzidentwert unter 35 sinkt, dann wird mir ein wenig unbehaglich. Und diejenigen Geschäftsleute und ihre Kunden, die sich möglicherweise als besonders "gerissen" vorkommen, werden mir suspekt.

    Diese abstruse Paranoia vor Selbsttests hier in Deutschland ist ja kaum auszuhalten.

    Die weitaus meisten Leute werden sich nach einem positiven Selbsttest anständig verhalten und das per PCR absichern.

    Selbsttests sind uneingeschränkt zu befürworten, so lange man keinen Schnelltest ohne Terminvergabe in max. 5 Fußminuten Entfernung machen kann.

    Denn sie führen dazu, dass mehr Menschen getestet werden. Und das ist wichtig.

    Die Schlagzeilen werden natürlich wider von der Handvoll Idioten bestimmt werden, die nach einem positiven Selbsttest auf die nächste große Party gehen. Deutschland ist ein großes Land. Da gibt es immer Idioten.

    "Corona-Selbsttests*) bei Aldi: Nach kürzester Zeit ausverkauft - Discounter zeigt sich "überrascht" vom Ansturm" in Franken.de vom 8.3.21

    *) gemeint sind Corona-Selbst-Schnelltests https://www.infranken.de/ueberregional/…cht-art-5173827 ,

    Also eine "abstruse Angst vor Schnelltests" kann ich in diesem Verhalten nicht erkennen. Eher eine "abstruse Angst" keinen Selbst-Schnelltest abzubekommen.

    Vielleicht sind es nicht mehr als eine "Handvoll Idioten", die nach einem positiven Selbst-Schnelltest auf eine Party gehen. Meine Befürchtungen gehen in einer andere Richtung:

    Es werden mehr als eine "Handvoll Idioten" sein, die lautstark fordern werden: Wir haben uns den Schnelltest gekauft und und selbst überprüft und jetzt wollen wir auch die Party machen, die wir uns "verdient" haben. Und es wird diejenigen geben, die sich sagen: Na die meisten werden sicher einen Schnelltest gemacht haben, die auf dieser Party sind, da kommt es nicht drauf an, wenn ich da auch noch hingehe, obwohl ich keinen Schnelltest gemacht habe.

    Bei den Selbsttests frage ich mich auch, wie viele aufgrund eines positiven Testergebnisses weitere Schritte unternehmen und z.B. den Schnelltest durch einen PCR-Test überprüfen lassen oder sich einfach freiwillig in häusliche Quarantäne begeben werden. Die Ergebnisse der Selbsttests werden ja nicht alle in die offizielle Statistik einfließen.

    Bei den Schnelltests im Altenheim muss ich unterschreiben, dass ich darüber aufgeklärt wurde, dass ein positives Testergebnis (heißt Corona wurde festgestellt) dazu führt, dass das Ergebnis an das Gesundheitsamt gemeldet wird und ich einen PCR-Test machen lassen muss.

    Siehe erster Spiegelstrich!

    Vermutlich empfiehlt es sich in dem Fall, sofort den PCR-Test zu machen, damit die Quarantänezeit sich nicht unnötig verlängert, anstatt darauf zu warten, dass sich das Gesundheitsamt meldet, um Instruktionen dafür zu erteilen.

    Bei den Selbsttests dagegen weiß ja keiner, ob man einen gemacht hat oder nicht. Ob das dann häufiger vorkommt, dass Leute einen Selbsttest machen, der Corona anzeigt, aber keine Konsequenzen draus gezogen werden, bzw. Konsequenzen nach eigenem Gutdünken?

    Zum Beispiel: Bleib ich halt' ein par Tage zu haus, wird schon nicht so schlimm kommen? Und wenn ich dann doch mal rausgeh' dann pass ich halt besonders gut auf, dass niemand was abkriegt. Und wird sich das dann möglicherweise bis auf das Infektionsgeschehen mit seinen Kennzahlen auswirken. Und wenn ja - wie?

    Wäre es da nicht besser, grundsätzlich auf Selbsttests zu verzichten? Und das eingesparte Geld für Tests unter Aufsicht auszugeben?

    Oder würden dann die Leute erst recht es drauf ankommen lassen und sich sagen, mach ich eben alles was geht, ohne dass ich mich dafür testen lassen muss? Und da können eine ganze Menge Kontakte zusammenkommen, immer in Verbindung mit der Gefahr einer Viren-Weitergabe.

    Es gibt keine Klimagerechtigkeit ohne Feminismus!

    Klimabewegungs-Fahrrad-Demo am 8. März 2021 zum Weltfrauentag in Hannover:

    "Um das gesundheitliche Risiko gering zu halten, wird auf dezentrale Aktionen gesetzt. Vier Kundgebungen und eine Fahrraddemo starten um 16 Uhr an unterschiedlichen Plätzen in der Stadt. Jede Kundgebung hat ein eigenes Überthema.

    (...)

    Die Klimabewegungs-Fahrrad-Demo startet vom Ni una menos-Platz (Goseriede) mit dem Thema ‚Es gibt keine Klimagerechtigkeit ohne Feminismus!‘"

    Weitere Infos auf der radio flora Internetseite:

    https://radioflora.de/event/dezentra…rz-in-hannover/

    Lauterbachs Stellungnahme in Anne Will am Sonntagabend (7.3.'21) halte ich für zutreffend: ""Wir werden in den nächsten Wochen stetig wachsende Fallzahlen sehen und deshalb gar keine Lockerungen bekommen." Schon Anfang April seien aufgrund der sich rascher ausbreitenden Mutationen des Virus Inzidenzwerte über 100 zu erwarten, "und dann fallen wir auf den Stand von Anfang März zurück". Folge: ein weiterer Lockdown."

    Allerdings ist das Agieren der Macher der Sendung "Anne Will" mitverantwortlich für das Szenario, das Lauterbach voraussagt.

    Vergangenen Sonntag hatte die Anne Will-Sendung den Titel: "Die große Ratlosigkeit - gibt es einen Weg aus dem Dauer-Lockdown?" Tenor war: Lockerungen sind unvermeidlich, weil andernfalls die Stimmung in der Bevölkerung sinkt.

    Und gestern wurde die Sendung vor allem dafür benutzt, Verantwortliche dafür zu suchen, warum es mit dem Impfen nicht schneller vorangeht, warum die Tests nicht in größerer Zahl zur Verfügung stehen, warum immer noch datenrechtliche Probleme einer digitalen Erfassung von Geimpften und von personenbezogenen Erfassung von Testergebnissen entgegenstehen usw.

    Dass die Situation möglicherweise ganz einfach so ist, dass es nicht angeraten ist, Öffnungsschritte zu unternehmen verbunden mit der vagen Hoffnung, es werde schon gut gehen, wird von vielen einfach negiert. Anscheinend auch von den Machern der Anne Will Sendung.

    Wie ist denn dieser Plakataufsteller zu verstehen?

    Man könnte ja meinen, da bricht sich ein Anfall von Humor Bahn in einer Gegend, die eher für ihre Humorlosigkeit bekannt ist.

    Aber wer hat den Aufsteller aufgestellt und mit welcher Zielsetzung?

    Waren es Leute, die es lächerlich finden, dass auf der Straße "nur" Tempo 30 gefahren werden darf.

    Oder war es eine humorige Ermahnung des Straßenverkehrsamtes, die aufgestellten [Zeichen 274.1] -Schilder bitteschön zu respektieren und sich daran zu halten?

    Hattest du Gelegenheit, Yeti, vor Ort mal mit Anwohnern zu sprechen?

    Und ist ein ständige Missachten des Tempo-30-Gebotes vielleicht der Auslöser gewesen eine getrennte Radverkehrsführung einzurichten, bei der freilich die Radfahrer sich gegenseitig gefährden, weil sie auf viel zu engen Wegen zu einem Zweirichtungsverkehr gezwungen werden.

    Die Emanzipation der Frau begann mit dem Fahrrad

    „Das Fahrrad hat mehr für die Emanzipation von Frauen bedeutet als alles andere auf der Welt“ - dies sagte die amerikanische Feministin Susan B. Anthony bereits im Jahr 1900. Sie nennt das Fahrrad die Freedom Machine.

    Zitat aus: https://www.kinglouie.de/internationaler-frauentag-2020

    Der Text ist aus der Webseite eines Bekleidungsgeschäftes. Nicht ganz unberechtigt, denn das Radfahren der Frauen führte auch zu neuen Mode-Schöpfungen.

    Und hier der Ausschnitt aus einem Plakat mit dem in Hannover für Aktivitäten zum Frauentag am 8. März 2021 geworben wird:

    Lauterbach ist ein Dummschwätzer.

    Anfangs war ich etwas irritiert darüber, dass Lauterbach so häufig bei "Extra 3" und "heute show" auftritt. Inzwischen habe ich den Eindruck, dass es nicht wenige Menschen gibt, die gar keine Zeitung lesen und auch keine regulären Nachrichtensendungen sehen, sondern ihre gesamten Nachrichten-Input über Satire-Sendungen wie "Extra 3" oder "heute show" abarbeiten.

    Da ist es nur konsequent, dass sich die Talente der Parteien, die für den Auftritt in Satire-Sendungen geeignet sind und das gut hinkriegen, diese Möglichkeit wahrnehmen für ihre Partei dort aufzutreten, wo man die Menschen erreichen kann. Und Lauterbach, so ist mein Eindruck, kriegt das ganz gut hin.

    Kann natürlich sein, dass ihn manche deswegen als "Dummschwätzer" bezeichnen. Trifft aber nicht zu.

    Die einzigen Faktoren, die dafür sprechen, ist die Tatsache, dass bis dahin ein großer Teil der Hochrisikogruppe geimpft sein wird und damit zumindest bei gleichem Inzidenzwert die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle abnehmen wird. Das Andere ist die Hoffnung, dass die Infektionen im Frühjahr auch von alleine zurückgehen.

    Ich hatte gestern oder vorgestern den Corona-Podcast auf NDR-Info gehört. Darin warnte Drosten ausdrücklich davor, sich falsche Hoffnungen zu machen, was die Wirkung des Frühlings angeht. Er sagte es spräche in der aktuellen Lage nichts dafür, darauf zu hoffen, dass durch das wärmer werdende Wetter die Inzidenzwerte von selbst zurückgehen würden. Wenn es eintrifft, wovor Drosten und andere Virologen warnen, dann kann es leicht sein, dass die vor allem von Seiten des Einzelhandels, des Gastgewerbes und der Reiseveranstalter erhobenen Forderungen nach Lockerungen zum Bumerang werden, wenn sie umgesetzt werden.

    Mein Eindruck ist, dass diese Gefahr aktuell unterschätzt wird.

    Und ich finde es schade, dass nicht mehr Menschen ganz einfach das machen, was derzeit gefahrlos möglich ist, zum Beispiel eine ToGo-Kaffee so trinken, dass er seinem Namen gerecht wird. (Nämlich im Gehen.) Viele Cafés und Restaurants bieten einen Straßenverkauf an und nach meiner Beobachtung führt das nicht zu Zusammenballungen von Menschengruppen. Es ist zwar nicht dasselbe, wie im Café sitzen oder im Biergarten, aber immer noch besser als gar nix machen und nur zu hause abhängen.

    Anstatt das zu machen, was möglich ist, wird von einigen so getan, als sei es ganz und gar notwendig sofort wieder die Cafés und Gaststätten und den gesamten Einzelhandel zu öffnen, zu reisen und, und, und

    Zunächst einmal muss, damit das System funktionieren kann, die Person mit dem Anhänger eindeutig übereinstimmen. Das kann man auf verschiede Arten lösen, dann müssen verifizierbare Test-Ergebnisse die Grundlage bilden (Selbsttests halte ich nicht für ausreichend). Die eindeutige Personenzuordnung und der Status corona+/- sollte mMn dann auch ans Gesundheitsamt gemeldet werden.

    Wenn ich nun auf Konzerte oder ins Theater möchte, habe ich die Wahl das Prozedere über mich ergehen zu lassen inkl. Nutzung und Weitergabe der Daten oder es sein zu lassen.

    Davon das Testergebnisse in dem QR-Code gespeichert werden sollen, hatte ich ja bislang noch gar nicht gesprochen. Wenn ich' s recht verstehe schwebt dir ein Verfahren vor, das bei jeder Testung vorsieht, dass dein persönlicher QR-Code aktualisiert wird, so dass er die jüngsten Testergebnisse beinhaltet.

    Und die Leute ohne Handy kriegen halt einen entsprechenden aktualisierten QR-Code bei einer Testung ausgedruckt, den sie ausschneiden und in ihren Anhänger einfügen können.

    Und wer das nicht mitmacht, der kann halt nicht ins Stadion, nicht in die Fußgängerzone, nicht in einem Laden einkaufen, nicht den ÖPNV benutzen ..., aber vielleicht darf er sich noch ein Eis im Straßenverkauf holen, oder am Kiosk ein Getränk kaufen, weil Außer-Haus-Verkauf mit extrem kurzer Verweildauer?

    Und bezahlt werden die Tests für die Schüler*innen und Schüler von der Schule, dem Schulträger (Kommune), dem Land, dem Bund? Und in den Betrieben?

    Alles in allem hoffe ich sehr, dass es nicht zu solchen Szenarien kommt, denn wenn man da einmal reingeht, dann wird es schwer, da wieder rauszukommen.

    Das soll jetzt kein Plädoyer gegen Tests sein, und Nbgradler wird mich jetzt bestimmt wieder dran erinnern, dass meine Gedanken möglicherweise wieder Kapriolen drehen. Andererseits wird in diesen Zeiten ziemlich viel ziemlich wild gedacht.

    In fortgesetzter Konsequenz, JA.

    Wenn unter der Bedingung "Massenveranstaltungen" von der Messe bis zum Konzert wieder durchführbar sind, dürfte es einer Verwaltung schwerfallen, bei identischen Bedingungen dieses Konzept anderen zu verwehren.

    Das ist ja dann vielleicht für den einen oder anderen Schulschwänzer ein Grund, sich mal wieder der Schule blicken zu lassen.

    Bin öfter auf der Limmerstraße unterwegs mit dem Rad. Dort darf der ÖPNV aufgrund einer Sondernutzung bis zu 25 km/h durch die Fußgängerzone fahren. Fahrradfahrer nur Schrittgeschwindigkeit.

    Trotzdem manche Radfahrer nicht peilen, dass sie den ÖPNV ausbremsen, wenn sie sich mittig vor eine Stadtbahn setzen, behalten nach meiner Beobachtung die meisten die Ruhe und fahren dann eben hinter dem Fahrradfahrer her. Auch die meisten Busfahrer*innen verhalten sich sehr ruhig. Die meisten Radfahrer*innen verhalten sich allerdings so, dass sie kurz stehen bleiben, um Busse oder Bahnen passieren zu lassen. Oder so fahren, dass ein Überholen gut möglich ist.

    Ich halte das auch für gerechtfertigt, dass der Radverkehr und Fußverkehr den ÖPNV-Fahrzeugen ein schnelles Vorankommen ermöglicht, wenn es eng wird und baulich oder sonst wie verkehrstechnisch nichts zu machen ist, um die Situation zu verbessern.

    An Zebrastreifen ist es ja sogar so geregelt, dass die Straßenbahn Vorrang vor dem Fußverkehr hat!

    Wirklich ärgerlich ist der MIV-Privat-KFZ'ler, der eine Riesenfläche einnimmt und auch noch glaubt, alle anderen müssten ihn vorlassen.

    Versuche doch mal in einer passenden Rubrik auf der Seite "Üstra-Blog" deine Erfahrungen unterzubringen, vielleicht in Verbindung mit der Anregung eine Aufklärungskampagne zu starten bezüglich Partnerschaft von ÖPNV und Radverkehr in Verbindung mit Entlastung der Verkehrsinfrastruktur vom MIV. Vielleicht trägt das auch bei den Busfahrern dazu bei, dass die Erkenntnis wächst, das Maßregeln mit der Scheibenwischanlage keine wirklich gute Idee ist, um ein partnerschaftliches Miteinander von ÖPNV und Radverkehr zu fördern.

    Hier ein Link zum Üstra-Blog zu dem Thema "Mit dem Fahrrad in Bus und Bahn"

    https://fahrtenbuch.uestra.de/mit-dem-fahrrad-in-bus-und-bahn/

    Aber vielleicht gibt es ja auch andere noch passenderen Themen im Üstra-Blog? In der Regel werden alle Beiträge (zumindest war das bei meinen so) veröffentlicht, sie werden allerdings vorher geprüft, bevor sie veröffentlicht werden. Und das kann dann schon mal ein paar Tage dauern.

    Du könntest dich einen Tag, bevor du den Test machst, infiziert haben und der Test würde das nicht anzeigen. Allerdings könntest du dann natürlich auch noch nicht sofort andere anstecken. Die Frage ist, wie groß der Zeitraum ist, während trotz Infektion der Test noch negativ ist und man noch nicht ansteckend ist.

    Ich bin mal gespannt, inwieweit das jetzt bei der Wiedereröffnung der Schulen thematisiert werden wird. Es war ja davon die Rede, dass Lehrer*innen (zum Teil hieß es auch, ebenso die Schüler*innen) zweimal die Woche getestet werden sollen. An anderer Stelle hieß es, dass sie die Möglichkeit dazu haben sollten, sich testen zu lassen.

    Da kommt dann schon die Frage auf: Was kosten die

    Tests, die den Präsensunterricht wieder ermöglichen sollen? Kosten drei Wochen testen so viel wie eine ausreichende PC-Ausstattung der Schüler*innen und Lehrer*innen für ein gute Beschulung zu hause? Sollte ggf. darin investiert werden und dafür der Präsensunterricht lieber später starten. Dann könnte auch im Falle erneuter Schulschließungen auf die angeschafften Gerätschaften zurückgegriffen werden.

    Wenn es zutrifft, dass die Ansteckungsgefahr noch nicht sehr hoch ist, wenn der Test durchgeführt wird, auch dann nicht, wenn bereits eine Corona-Infektion gegeben ist, dann reicht es ja möglicherweise montags und donnerstags zu testen? Und wenn das dann zuverlässig und preiswert möglich ist, warum nicht? Aber es wird natürlich sofort die Frage auftauchen: Wenn ich von der Schule getestet worden bin und das Ergebnis ist: Kein Corona, kann ich dann auch wieder nachmittags in den Funsport-Park, in alle Geschäfte, zum Fußballtraining, zur Chorprobe?

    ich mache einen Test, dann kann ich danach einkaufen gehen, setz mich anschließend ins Kino und bevor ich heim gehe, hau ich mir noch eine Pizza beim Italiener rein.

    So ein Test ist zwar eine "momentaufnahme" - aber doch sicher nicht eine, die nur für 20min gilt, oder?

    Denn dann könnt ich direkt nach der Wartezeit den nächsten Test machen. Immerhin sind 15min vergangen...

    Ganz so ist es nicht. Die Wartezeit sollst du ja nicht dazu nutzen, dich bei irgendjemandem anzustecken.

    Die Schnelltests werden hier schon etwas länger bei Klinikbesuchern gemacht. Die Idee ist vergleichsweise vielversprechend: Test, dann 10 Minuten im Warteraum warten, dann erst Kontakt mit dem Arzt vor Ort. (...)

    Im Idealfall ist der Warteraum so leer, dass du die Abstandregeln einhalten kannst. Außerdem ist der Warteraum gut belüftet. Und außerdem tragen alle, die dort mit dir drin sitzen, eine MNB. Wenn du dann nach 10 bis 15 Minuten das Testergebnis erhältst, dann hattest du bis dahin noch keine Zeit, dich bei irgendwem anzustecken.