Wenn Frauen sich gegen den Beruf des Lastwagenfahrers entscheiden, liegt das ganz sicher nicht daran, dass ihnen in ihrer Kindheit irgendjemand beigebracht hätte, dass sich sowas für ein Mädchen nicht geziemen würde. Die Folge ist, dass Frauen, was LKW-Unfälle anbetrifft, eine quasi weiße Weste aufweisen.
Interessant wäre ein Vergleich zwischen zwei Transportunternehmen von denen eines nur männliche und das andere nur weibliche Lenkkräfte hat. Ist allerdings eher unwahrscheinlich, so einen Vergleich zu finden.
Aber es gibt da auch noch den ganz persönlichen Vergleich, denn ich lasse mich ja gerne fahren. Nämlich im Linienbus. Und da habe ich den Eindruck gewonnen, dass Frauen besser fahren als Männer. (Die Fahrt ist gleichmäßiger und weniger ruckhaft. Unverhältnismäßig starkes Beschleunigen oder Bremsen ist seltener.)
Vermutlich ist der Anteil weiblicher Lenkkräfte in ÖPNV-Transportunternehmen höher als zum Beispiel bei Speditionen. In Hannover hatte die Üstra 2015 eine Werbekampagne gestartet, die bundesweit Beachtung fand. Unter anderem berichtete der Spiegel darüber: https://www.spiegel.de/panorama/gesel…-a-1049967.html
"Bis zum Jahr 2022 wollen sie rund 600 neue Mitarbeiter (im Fahrdienst) einstellen. Und der Frauenanteil soll von derzeit 16 Prozent auf 22 steigen.", heißt es in dem Artikel
Ich vermute, dass es gelungen ist den Frauen-Anteil zu steigern. Ich sehe häufig Frauen im "Cockpit" von Bussen und Stadtbahnen in Hannover. Es hat aber anscheinend niemand untersucht, ob sich das positiv ausgewirkt hat in Richtung Senkung der Unfallzahlen.