Beiträge von Ullie

    Ich bin durchaus dafür, dass man sinnvolle Infra anlegt, also z. B. Radschnellwege z. B. wo wirklich zu erwarten ist, dass dann auch jemand darauf fährt. Aber einfach überall überflüssige Radwege, die keinen Vorteil haben, das macht keinen Sinn.

    Nur weil einige ADFC-Mitglieder sich das nicht vorstellen können, müssen Milliarden Euros in eine parallele Verkehrsinfra gesteckt werden, die dann auch noch a) meistens deutlich gefährlicher ist und b) langsamer und umständlicher zu befahren?

    "ADFC-Position

    Die Führung des Radverkehrs im Mischverkehr ohne Radverkehrsanlagen ist nur auf Straßen mit wenig
    Kfz-Verkehr und Geschwindigkeiten bis 30 km/h sinnvoll. Dazu können verkehrsberuhigte Bereiche, Tempo-30-Zonen, ruhige Anwohnerstraßen mit wenig Pkw- und so gut wie keinem Lkw-Verkehr sowie Fahrradstraßen, auf denen Radfahrende Vorrang haben (...) zählen. Andere Straßen sind für die gemeinsame Fahrbahnnutzung von Auto- und Radverkehr nicht geeignet." *)

    So geht Verkehrswende – Infrastrukturelemente für den Radverkehr, Version 1.0 abgerufen am 24.6.2026

    https://www.adfc.de/fileadmin/user_upload/So_geht_Verkehrswende_ADFC-Booklet.pdf

    Das hört sich ganz und gar nicht so an, als ob der ADFC forderte, dass "einfach überall überflüssige Radwege" gebaut werden sollten.

    Der ADFC ist ein Verein mit 240.000 Mitgliedern. Der ADAC hat dagegen 22,7 Millionen Mitglieder. Das sind rund 100 x so viele Mitglieder.

    Kein Wunder, dass der ADAC mit seinem Forderungen nach Autobahnausbau in der Politik mehr Gehör findet als der ADFC mit der Forderung nach Verbesserungen der Fahrradinfrastruktur. Und die Autobahnen sowie zahlreiche Autobahn-ähnlich ausgebaute Landstraßen würden wohl selbst 100%-überzeugte Fahrbahnradler*innen nicht als geeignete Radverkehrsinfrastruktur bezeichnen.

    Radwege werden oft nicht deshalb gebaut, weil der ADFC danach verlangt, sondern weil die Autofahrer*innen die Fahrbahnen als Raserstrecke für sich haben wollen. So erfolgreich ist der ADFC gar nicht mit seiner Forderungen nach Radwegebau.

    Wenn der ADFC bestimmte Straßen so bezeichnet, dass sie für eine gemeinsame Fahrbahnnutzung von Auto- und Radverkehr nicht geeignet sind, ist das lange noch kein Nutzungsverbot. Wenn du in diesen heißen Tagen eine Tasse Wasser zum Durststillen angeboten bekommst, dann wirst du vermutlich auch nicht sagen: Nein Danke, das nehme ich nicht, Wasser trinke ich nur aus Wassergläsern, aber niemals aus Tassen.

    Mal abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen, also Leuten die auf Berghütten leben z. B., dürfte das heute schon so sein.

    Die meisten in diesem Land wohnen in Häusern die "erschlossen" sind, haben also in der Regel einen kurzen Weg zu einer Straße, und damit zu Radinfrastruktur.

    Deshalb ja der Hinweis auf das Leber-Zitat:

    ""Im Jahr 1966 sagte Leber, dass „kein Deutscher […] mehr als 20 Kilometer von einer Autobahnauffahrt entfernt leben“ solle." Georg Leber (Spitzname Leber-Schorsch) war damals Verkehrsminister in der ersten großen Koalition der Bundesrepublik.

    Was hältst du davon, Lebers Satz so umzuformulieren: In Deutschland sollte kein Mensch weiter als zwei km von einem durchgehenden Radwegenetz entfernt leben. Das würde deutlich machen, dass nicht vor jeder Haustür ein Fahrradweg gebaut werden muss.

    Leber sprach ja von Autobahnen. Und nicht von irgendwelchen buckeligen Landstraßen. (Obwohl man ja heutzutage immer mehr autobahnmäßig ausgebaute Landstraßen sieht.)

    Um im Bild zu bleiben.

    Maximal 2 km zu einem gut ausgebauten durchgehenden Radwegenetz.

    Das bedeutet nicht maximal 2 km bis zum nächsten durchwurzelten, untermaßigen Altbestandsradweg, wie zum Beispiel in der Straße Büntheweg in Hannover:

    Street View-Ansicht von „Bünteweg“ · Google Maps
    30559 Hannover-Kirchrode-Bemerode-Wülferode
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    Natürlich kann man da auch auf der Fahrbahn fahren, aber auf dieser Fahrbahn, ganz in der Nähe kann ich nicht mit dem Fahrrad fahren:

    Street View-Ansicht von „Bünteweg“ · Google Maps
    30559 Hannover-Kirchrode-Bemerode-Wülferode
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    Und zum Beispiel in der Straße finde ich es gut, dass es Radwege gibt. Und ich finde es gut, dass sie nicht benutzungspflichtig ausgeschildert sind:

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    Dann kann man sich hier also aussuchen, ob die Ampel gilt, je nachdem, auf welcher Seite man an dem Mast vorbei fährt, der mitten auf dem "Radweg" steht. Wobei rechts vorbei etwas eng werden könnte.

    Ach nee, im Hintergrund gibt es ja eine Kombiampel...

    Da hatten wir doch schonmal eine ausführliche Diskussion drüber hier im Forum:

    Yeti
    15. Oktober 2025 um 11:10

    Vor meiner Haustür muss sowieso niemand einen Fahrradweg bauen, weil ich in einem vbB wohne. Und der nächstgelegene "Fahrradweg" kann von mir aus auch weg. Den Platz können Fußgänger dort besser gebrauchen.

    https://maps.app.goo.gl/VYNi98tBeYdLhyFZA

    Wohnst du im Fischwagen-Imbissstand? Wenn ich den streetview-Link anklicke, den du angegeben hast, dann erscheint da ein blaues Schild mit dem Hinweis: "Ein Leben ohne Fischbrötchen ist möglich, aber sinnlos." Und im Hintergrund sind Biertisch-Garnituren und ein Imbisswagen zu sehen.

    Und wenn ich dann in die Richtung schaue, in die das rote Auto fährt, dann endet da der rot gepflasterte Radweg. Und es kommt nach der Parkplatzeinfahrt nur noch ein asphaltierter Bürgersteig. Und der ist gar nicht irgendwie ausgeschildert. Da auch der Asphaltbelag keinen Hinweis auf einen sogenannten "Angebotsfahrradweg" liefert, darf da nur noch zu Fuß weiter gegangen werden.

    Der Fahrradfahrer auf der streetview-Aufnahme, der rund 25 m vor dem roten Auto fährt, benutzt trotzdem den Fußweg als Radweg.

    Und so was ist natürlich kein Teil von einem durchgehenden Radwegenetz. Allenfalls ist der rot gepflasterte "Radweg" ein Angebotsradweg-Altbestand, der aber an der Kreuzung davor noch mit [Zeichen 241-30] ausgeschildert ist. Der Radweg ist übrigens 1,80 m breit, der Fußweg dagegen nur 1,20 m. Vielleicht geht dort sowieso fast nie jemand lang, weswegen das auch fast niemanden stört. Aber gute Fußverkehr-Infrastruktur ist das nicht.

    Street View · Google Maps
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    Man kann hier sehen, dass der Radweg, der mit [Zeichen 241-30] ausgeschildert ist, spätestens in der Höhe endet, in der der silberfarbene PKW parkt.

    Wenn der ADFC wirklich ein Interesse daran hätte, die Sicherheit des Radverkehrs zu erhöhen, ergo die Zahl der getöteten Radfahrer zu senken, müsste er sich vor allem für die Abschaffung von Radwegen einsetzen.

    Ich befürchte, dass würden nur sehr wenige ADFC-Mitglieder nachvollziehen könnten, dass die Abschaffung von Fahrradwegen eine Verbesserung für den Radverkehr darstellt. Es ist ohnehin schon schwer zu vermitteln, dass die Abschaffung bestimmter Fahrradwege aus dem Altbestand eine Verbesserung für den Radverkehr darstellt.

    An der Stelle ist es gut, darauf hinweisen zu können, dass es Fahrradfahrer*innen gibt, die grundsätzlich Fahrradwege ablehnen, wegen der damit verbundenen besonderen Gefahren, wie zum Beispiel von Autofahrer*innen übersehen zu werden, die abbiegen wollen und dabei den Radweg kreuzen.

    Stattdessen erzählt der ADFC immer wieder, dass man zum sicheren Radfahren auf jeden Fall ein durchgehendes Radwegenetz braucht und dass Radfahren ohne Radweg lebensgefährlich ist.

    Das entspricht nicht meinen Erfahrungen mit dem ADFC, dass er "immer wieder" davon erzählt, dass das Radfahren ohne Radweg lebensgefährlich sei.

    Dass sich der ADFC für ein durchgehendes Radwegenetz einsetzt, ist richtig, aber das wird nicht in dem Sinne propagiert, dass vor jeder Haustüre ein Radweg angelegt werden muss.

    ""Im Jahr 1966 sagte Leber, dass „kein Deutscher […] mehr als 20 Kilometer von einer Autobahnauffahrt entfernt leben“ solle." Georg Leber (Spitzname Leber-Schorsch) war damals Verkehrsminister in der ersten großen Koalition der Bundesrepublik.

    Georg Leber – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Was hältst du davon, Lebers Satz so umzuformulieren: In Deutschland sollte kein Mensch weiter als zwei km von einem durchgehenden Radwegenetz entfernt leben. Das würde deutlich machen, dass nicht vor jeder Haustür ein Fahrradweg gebaut werden muss.

    Bernd Sluka vor Millioen von Jahren: Weils niemand ernst nimmt.

    Ach, halt, er meinte nur Radwege. Na gut, dann von mir: Weils niemand ernst nimmt. Radfahrer sind keine Verkehrsnehmer, so wirds schon den Kleinen beigebracht. Bei der Sorge um Radfahrer geht es nicht um die Radfahrer, sondern um das Wohl aller anderen.

    An erster Stelle hat das Wohl der Fußgänger*innen zu stehen!

    Eigentlich sollten die Fußwege grundsätzlich immer breiter sein als die Fahrbahn. Eklatantestes Missverhältnis: Auf der Autobahn gibt es keine Fußwege!

    Im Gegenteil: ich räume ein, dass der lokale Fürst womöglich gar nicht weiß, was er da nachplappert. Die Führungsetage auf Bundesebene schon.

    Genau auf solche Aussagen zielt meine Kritik: Man kann sich über Radverkehrspolitik vortrefflich streiten. Aber dafür muss man doch nicht so weit gehen, den ADFC-Bundesvorsitzenden zu unterstellen, dass sie sich für den Bau von Fahrradwegen in bestimmten Straßen aussprechen, obwohl angeblich längst abschließend geklärt sei, dass es keine "sicheren Radwege" gäbe.

    Wenn ich die teils zynischen Kommentare zur Senior Mass hier lese, dann frage ich mich, ob da nicht so jemand wie der von Dota Kehr beschriebene Rennrad-Typ dahinter steckt. "Und er weiß, er ist heiß. Heiß wie frisch frittiert"8)

    Auf diesen Beitrag von mir, der durchaus humorvoll gedacht war, einen entsprechenden Smiley hatte und ein Link zu einem Dota Kehr Video, in dem sie sich als Hipster auf dem Rennrad verkleidet hat, kam unter anderem diese Antwort im nächsten Zitatkasten.

    Wie ist diese Antwort zu verstehen, die auf meinen Beitrag folgte?

    Zynisch, also menschenverachtend, ist es, Radwege als Sicherheitsgewinn zu vermarkten, denn sie sind das exakte Gegenteil. Und die Vermarkter wissen das auch genau. Senioren bewußt in den Tod zu schicken, das ist menschenverachtend. Sie zu einer Demo zusammenzutrommeln, um das zu tun, ist an Perfidie kaum zu übertreffen.

    Da gibt es wenig Interpretationsspielraum. Die Veranstalter der Senior Mass seien "menschenverachtend", die "Senioren bewusst in den Tod schicken." So ist die Aussage des Satzes. Oder täusche ich mich da?

    Der Veranstalter der Senior Mass ist Changing Cities und die sollen angeblich Radwege als Sicherheitsgewinn "vermarkten", also Geld damit verdienen? So ist doch der Satz im Zitat zu verstehen. Und angeblich schicken die Veranstalter die Senioren dafür "bewusst in den Tod".

    Zu der Senior Mass "zusammentrommeln" tun diese Gruppierungen:

    "Es rufen mit auf:

    adfc Schöneberg

    adfc Tempelhof

    Logo Omas for future
    Omas for Future
    Logo fLotte – Freie Lastenräder für Berlin
    Flotte Berlin
    Logo fLotte sozial
    Flotte Sozial
    Logo des VCD Nordost
    VCD Landesverband Nordost e.V.
    Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband Berlin
    Radeln ohne Alter Berlin
    Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade"

    Senior*innen-Fahrradkorso am 20.6.2026 – Netzwerk fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg

    Diese Organisationen sind keine "Vermarkter" von Radwegen, die Senioren "bewusst in den Tod schicken".

    Die Frage ist, ob auf allen Ebenen (örtlicher ADFC-Vorsitzender, Lokalredakteur, Leser der Interviews und Pressemitteilingen) überhaupt klar ist, dass die Phrase „sichere Radwege“ gar kein naiver Pleonasmus ist, sondern dass sie im Gegenteil bedeuten soll: „Uns ist vollkommen klar, dass alles, was wir bis gestern gefordert haben, totaler Bockmist war. Aber wir glauben fest daran, dass es nur genug Geld und guten Willen braucht, dem abzuhelfen.“

    Auch wenn als Frage formuliert, wird mit diesem Zitat der Vorwurf in den Raum gestellt, dass der örtliche ADFC-Vorsitzende genau wüsste, dass es keine sicheren Radwege gäbe, sie aber trotzdem fordert zum Nachteil der Radfahrenden.

    Zynisch ist es, den ADFC, bzw. die Veranstalter*innen der Senior Mass als ein gewinnorientiertes Unternehmen darzustellen, das etwas "vermarkten" will. Damit werden Menschen verunglimpft, die ehrenamtlich tätig sind, um sich für Umweltschutz und Klimaschutz durch Verbesserungen im Radverkehr einzusetzen. Es ist wichtig und richtig, darüber zu streiten, wie man erfolgreich die Situation für Radfahrer*innen verbessern kann. Und dazu gehört in vielen Fällen, keinen Fahrradweg zu bauen oder zu kleine Fahrradwege zurückzubauen, und auf die Fahrbahnnutzung hinzuweisen. Aber ich sehe da keinen "Königsweg" drin, der immer und überall anwendbar wäre.

    Ich finde es gut, dass es die Senior Mass gibt. Und ich sehe da keine "finsteren Mächte" am Werk, die die Teilnehmer*innen an der Demonstration für irgendwelche vermuteten "Geschäftsmodelle" ausnutzen.

    Alle 20 Minuten muss Gelegenheit für eine "Hydration Break" bestehen, also alle 3 km ein Rastplatz.

    Das ist unter anderem eine Forderung von Fuss e.V. für eine bessere Fußverkehr-Infrastruktur. Und die schattigen Sitzgelegenheiten sollen deutlich dichter angeordnet sein. Davon können natürlich auch Fahrradfahrende profitieren. Und die Forderung ist auch beim Bundesverkehrsministerium angekommen.

    "Die Kommunen sollten in Bereichen des Fußverkehrs für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen., z.B. durch Grün- und Wasserflächen, Sitzgelegenheiten und sonstige Ruhemöglichkeiten."

    Zitat aus Bundesministerium für Verkehr, Fußverkehrsstrategie, Stand Mai 2025, Kapitel 5.5. Attraktivitätsfördernde Maßnahmen.

    https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Publikationen/StV/fussverkehrsstrategie.pdf?__blob=publicationFile

    Für das Bundesverkehrsministerium ist es leicht, solche Texte zu fabrizieren. Die Umsetzung durchzusetzen ist sehr viel schwerer. Wenn es darum geht, Autobahnen zu bauen stehen deutlich schlagkräftigere Lobbyisten bereit.

    Trotzdem ist die Forderung nach Sitzgelegenheiten und sonstige Ruhemöglichkeiten richtig!

    "Er kommt an mit seinem Rennrad
    Und er weiß, er ist heiß.
    Heiß wie frisch frittiert
    Und er ist chick frisiert.
    Sagt Hallo zu seiner Schnalle
    Weiß sowieso er kriegt sie alle.
    Mit seinem Jungens-Charme
    Boh mir wird ganz warm."

    Zitat aus dem Lied Rennrad von Dota Kehr.

    Dota Kehr – Rennrad
    [Songtext zu „Rennrad“] / [Strophe 1] / Er kommt an mit seinem Rennrad und er weiß, er ist heiß / Heiß wie frisch frittiert und er ist chick frisiert / Sagt…
    genius.com

    Sie ist Schirmherrin der Senior Mass zu der der ADFC Berlin eingeladen hat. (siehe oben)

    Auf Changing Cities gibt es mehr Informationen zur Senior Mass:

    Senior Mass Fahrraddemo | Changing Cities
    Wie organisiere ich eine Fahrraddemo speziell für ältere Menschen? Die Senior Mass macht Spaß und bringt Menschen zusammen.
    changing-cities.org

    Wenn ich die teils zynischen Kommentare zur Senior Mass hier lese, dann frage ich mich, ob da nicht so jemand wie der von Dota Kehr beschriebene Rennrad-Typ dahinter steckt. "Und er weiß, er ist heiß. Heiß wie frisch frittiert"8)

    Infos zur VeloGleis-Umfrage in Beitrag 1:

    Wer mit dem Fahrrad auf Straßen fährt, wo Rillenschienen für die Straßenbahn oder die Stadtbahn verbaut sind, der muss nicht nur wie üblich den Verkehr und die eigene Fahrstrecke beachten. Darüber hinaus gilt es aufmerksam auf den Schienenverlauf zu achten!

    Vermutlich ist es allen Fahrradfahrer*innen schon passiert: Ein Sturz, ausgelöst durch ein "Einfädeln" ins Rillengleis.

    Das muss nicht sein, behauptet der Hersteller von "VeloGleis", das thüringische Unternehmen SEALABLE Solutions GmbH.

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    An dieser Stelle an der Haltestelle Blumenstraße in Brandenburg an der Havel, wird der Radverkehr im Haltestellenbereich zwischen den Haltestellenborden jeweils im Schienenpaar des in Fahrtrichtung rechten Gleises geführt. In das meterspurige Gleis einzufahren und es wieder zu verlassen ist deutlich anspruchsvoller als bei einem 1,435 m breiten Normalspur-Gleis.

    Um die Sturzgefahr zu vermindern wurde jeweils beim Einfahren in das Gleis und beim Wiederausfahren ein wenige Meter langes VeloGleis verlegt. Und zwar jeweils an der rechten Schiene. Piktogramme weisen auf diese Stelle hin, die in besonderer Weise geeignet ist, um ins Gleis hineinzufahren, bzw. wieder herauszufahren:

    Hier die Einfahrt kurz vor der Haltestellenkante vom Hauptbahnhof kommend mit Blickrichtung Jacobstraße:

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    Und hier die Ausfahrt, ebenfalls mit Blickrichtung Jacobstraße:

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    Hat wer hier im Forum praktische Erfahrungen mit dem Velogleis gemacht und mag davon berichten?

    https://berlin.adfc.de/artikel/senior…-generationen-1

    „Senior Mass unterstützen: Sichere Radwege für alle Generationen!“

    Es ist eine gute Idee, wenn beim Fahrradfahren ganz besonders an ältere Fahrradfahrer*innen gedacht wird.Genau so wichtig ist es aber auch, an junge und sehr junge Fahrradfahrer*innen (Kinder) zu denken, was in Bezug auf die Anforderungen der Radverkehrsinfrastruktur nicht unbedingt ein Widerspruch sein muss.

    Und ich finde es gut, dass die Veranstalter*innen die Demonstration aufgrund der Hitzewarnung verschoben haben!

    Dieser Abschnitt auf dem Angebotsradweg an der von vielen Autos befahrenen Herrenhäuser Straße wurde baustellenbedingt für den Fahrradverkehr gesperrt.

    Das Verkehrszeichen [Zeichen 138-10]138-10 wurde so aufgestellt, dass es vor der Fahrrad-Auffahrt auf die Fahrbahn steht. Dort weist ein weiteres Schild darauf hin, dass für Fahrräder gilt: Fahrbahn benutzen.

    Bedauerlicherweise stehen die sorglos abgestellten E-Tretroller im Weg rum.

    Und was machen die Fußgänger*innen? Möglicherweise umgehen sie den Baustellenabschnitt auf dem Hochbahnsteig.:/

    Auf street-View ohne Baustelle:

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    so gefährlich, diese Landstraßen. 2 tödliche Unfälle. 1x Alkohol, 1x Alleinunfall

    fürchterbar gefährlich, diese Landstraßen!

    "Die Polizei Oberfranken verbindet ihre Bilanz deshalb mit einem klaren Appell: Nicht jeder Unfall lässt sich verhindern - schwere Kopfverletzungen aber oft schon. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte deshalb konsequent einen Helm tragen.", so steht es in dem von DMHH verlinkten Artikel.

    Leider verzichtet die Polizei auf einen Appell an die Autofahrer*innen, die geltenden Tempolimits einzuhalten und zu bedenken, dass trotz generellem Tempolimit von 100 km/h auf vielen Landstraßenabschnitten deutlich langsamer gefahren werden muss, um Unfälle zu vermeiden. Auch dann wenn dort nicht ausdrücklich ein niedrigeres Tempolimit angeordnet ist.

    Es bleibt der fade Beigeschmack, dass die Polizei hier die Opfer von Verkehrsunfällen blamieren will, nach dem Motto selbst Schuld, wenn dir was passiert. Du hättest ja einfach nur einen Helm tragen müssen. :(

    Das Helmtragen aber verhindert keine Unfälle. Ein Tempo zu fahren, das an die Straßenverhältnisse, das Wetter und die Streckenführung angepasst ist, dagegen schon.

    Ebenso würde ein deutlich niedrigeres generelles Tempolimit auf Landstraßen helfen, Unfälle zu vermeiden. In Frankreich beispielsweise gilt Tempo 80 max. auf Landstraßen.

    Dazu eine Meinung zu haben ist eine Sache. Aber wie damit politisch umzugehen ist eine andere. Es sieht nicht danach aus, dass es Fahrzeugbenutzer*innen verboten werden kann, Dashcams zu benutzen. Also wurden Auflagen dafür erteilt, wie zum Beispiel das Überschreiben der Bilder nach einem festgelegten Zeitraum.

    Und jetzt kommen die Öffis ins Spiel. Sollen die Verkehrsunternehmen darauf verzichten, gegebenenfalls mit moderner Kameratechnik sich zur Wehr zu setzen zum Beispiel gegen Autos, die auf Busspuren parken oder im Haltestellenbereich und den Omnibus blockieren?

    Eigentlich gibt es ja bereits einen Thread, in dem über Fahrradhelme diskutiert wird. Dort habe ich jetzt einen neuen Beitrag geschrieben mit einem Vergleich zum Reitsport. Deshalb das Foto von behelmter Reiterpolizei. Und hier der Link zum neuen Beitrag im Thread: RE: Die Gretchenfrage: Wie habt ihr’s mit dem Helm?

    Dass hier die Helmdiskussion hochkochte, hatte unter anderem mit dem FAZ-Artikel zu tun, in dem ein Radprofi kritisierte, dass die meisten Radfahrer*innen nicht richtig bremsen könnten. Und der in dem Artikel zum Thema Fahrradhelm empfohlen hatte: "Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand. Ich würde mal behaupten, dass ich ganz okay auf dem Rad sitze. Dennoch würde ich nie im Leben auf den Gedanken kommen, auch nur eine Sekunde ohne Helm zu fahren."

    Hier im Forum wird schon mehrere Beiträge lang über den Fahrradhelm diskutiert. Allerdings in dem Thread Medienhinweise, Woche 24 vom 08. bis 14. Juni 2026

    Dort wurde ein Artikel der FAZ vom 12.6.26 verlinkt: RE: Woche 24 vom 08. bis 14. Juni 2026

    Darin steht, dass Radfahrer nicht genügend geübt seien darin, richtig zu bremsen. Ein Radsport-Weltmeister behauptet provokant: "Beim Bremsen bereiten Radfahrer ihre Hinrichtung vor".

    Auch zum Thema Fahrradhelm wird der Profi in dem Artikel befragt: "Appellieren Sie wie viele andere auch für eine Helmpflicht?
    Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand. Ich würde mal behaupten, dass ich ganz okay auf dem Rad sitze. Dennoch würde ich nie im Leben auf den Gedanken kommen, auch nur eine Sekunde ohne Helm zu fahren. Ich gebe zu: Früher war das zu meiner Profi-Zeit noch normal."

    Ich habe einmal bei den richtigen Pferden nachgeschaut. Auf den Stahlrössern gibt es keine Helmpflicht. Und wie ist das auf richtigen Pferden?

    "Ist ein Reithelm Pflicht?
    Bisher gibt es in Deutschland noch keine gesetzliche Pflicht, einen Reithelm zu tragen. Allerdings können Vereine, Reitschulen und Verbände das Tragen von Helmen vorschreiben – und das machen sie in der Regel auch. Die ARAG Experten empfehlen zur eigenen Sicherheit, nur mit Helm auszureiten. Genauso wichtig ist das Tragen eines Helms bei der rechtlichen Beurteilung von Schadensersatzpflichten. Wer auf den Helm verzichtet und bei einem Reitunfall zu Schaden kommt, riskiert zumindest eine Kürzung der Leistungen durch die Versicherung."

    Rechtliches für Reiter und Pferdebesitzer
    Reithelm, Pferdesteuer, Pferde-Anhänger und mehr. Wir beantworten sechs aktuelle und viel diskutierte Fragen rund um Ross und Reiter in unserem Artikel.
    www.arag.de

    Das Fahrrad ist allerdings anders als ein Pferd ein Fortbewegungsmittel, das breiten Bevölkerungsschichten zugänglich ist und das Potenzial hat, ein wichtiger Baustein in der dringend notwendigen Verkehrswende zu sein. Deshalb sollte es für das Alltagsfahren keine Helmpflicht geben dürfen. Auch keine durch die Hintertür, wie es in dem Artikel zum Reiten dargestellt wird: "Wer auf den Helm verzichtet und bei einem Reitunfall zu Schaden kommt, riskiert zumindest eine Kürzung der Leistungen durch die Versicherung."

    Und dass ein Radrennprofi zu dem Thema befragt wird, geht am Thema vorbei. Denn für Radsportveranstaltungen, bei denen durchschnittliche Tempi von ca. 40 km/h gefahren werden und wo bei Abfahrten Tempi um die 100 km/h erreicht werden, mag ein Helm Sinn machen. Aber für das Alltags-Flachland-Fahrradfahren macht es keinen Sinn, sondern hält die Leute davon ab, das Fahrrad zu benutzen.