Der Anteil von Alleinunfällen ist bei Motorradfahrern noch höher. Das schreckt aber keinen ab, trotzdem Motorrad zu fahren
Viele Menschen haben Angst davor mit einem Motorrad zu fahren. Diejenigen, die es trotzdem tun, sind sich entweder der Gefahr nicht bewusst. Oder wahrscheinlicher: Sie nehmen die Gefahr bewusst in Kauf, bzw. mögen sogar als besonders waghalsige Typen gelten, die sich so etwas zutrauen. Da bin ich mehr sicher, dass es so ist, auch wenn ich jetzt nicht gleich mit einer Statistik als Beleg aufwarten kann. Ich denke aber darüber herrscht auch ohne Statistik ein großer Konsens. Deshalb wundert es mich, dass du ausgerechnet Motorradfahrer in diesem Zusammenhang aufführst.
Ich vermute, dass auch beim Fahrradfahren bei vielen Menschen die Sturz-Gefahr ein wichtiger Grund ist, es nicht zu tun.
Genau deshalb halte ich es auch für sehr wichtig das Fahrradfahren nicht unnötig zu beschleunigen, indem zum Beispiel Pedelecs propagiert werden und damit geworben wird, dass das Fahrradfahren durch die Benutzung eines Pedelecs beschleunigt werden kann. Fahrradfahren muss ganz deutlich sehr viel mehr als das Motorradfahren etwas sein, wo keiner sich vor fürchten muss.
Und wenn das Fahrradfahren wirklich eine sehr große Attraktivität haben soll, so dass es für fast alle Menschen ein ganz selbstverständliches und attraktives Verkehrsmittel ist, dann muss eine Änderung der Siedlungsstrukturen stattfinden. Die normale und gesellschaftlich am stärksten angestrebte Mobilitätsform muss der Fußverkehr sein. Autos dürfen nur noch eine Ausnahme-Rolle z.B. für das Rettungswesen oder bestimmte Versorgungsfahrten oder Land- und forstwirtschaftliche Aufgaben spielen.
Siedlungsstrukturen müssen kurze Wege ermöglichen zum Einkaufen, zu Ärzten, zu Arbeits- und Freizeitstätten usw.