Beiträge von Ullie

    https://www.focus.de/panorama/welt/…71a742fa32.html

    Angenommen, es wären vier Radfahrer gewesen. Was wäre dann in Presse und Drunterkommentaren los?

    Verkehrssicherheit ist unseparierbar.

    In der Wahrnehmung vieler Menschen sind Mopeds eher geduldet als erwünscht. Fahrradfahrer*innen mögen oft auch keine Mopeds, wegen des Lärms, dem oft zur Schau getragenen Imponiergehabe und weil Fahrradfahrer*innen auf sich selbst stolz sind, sich mit eigener Körperkraft fortzubewegen, anstatt am Gasgriff zu drehen. Mag sein, dass in der Presse mehr los gewesen wäre, wenn vier Fahrradfahrer*innen bei dem Unfall gestorben wären. Ich vermute das Mitleid für Mopedfahrer*innen ist weniger ausgeprägt als für Fahrradfahrer*innen.

    Vermutlich wäre auch der Ruf nach Fahrradwegen gekommen. Außerorts dürfen Mofas bis 25 km/h (bauartbedingtes Höchsttempo) den Radweg benutzen. ich vermute auch wenn die Mopeds aus dem Artikel den Radweg hätten benutzen können, wenn es einen gegeben hätte, würde das nicht dazu beitragen, dass jetzt Radwege gefordert werden an der Unfallstrecke.

    Warum meinst du im Zusammenhang mit dem Unfall, Verkehrssicherheit sei "unseperierbar"? Es ist doch schon auffällig, dass der Autofahrer, (wenn auch schwer verletzt) überlebte, drei der vier Mopedfahrer*innen aber bei dem Unfall getötet wurden.

    Unfall in Brandenburg: Auto kracht beim Überholen in Mopeds - vier Tote

    Ein Autofahrer will mehrere Fahrzeuge überholen. Im Gegenverkehr kommen ihm mehrere Mopeds entgegen - drei Fahrer und eine Sozia der Kleinkrafträder überleben das Überholmanöver nicht.

    Tagesspiegel, 8.10.2026 https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/p…e=outbrain_free

    Ich vermute, auch solche Unfallberichte tragen dazu bei, dass viele Fahrradfahrer*innen sich einen eigenen Radweg wünschen. Obwohl hier gar nicht von Fahrrädern berichtet wird.

    "Mit dem Auto rund um die Oper cruisen? Das soll bald Vergangenheit sein. Das Mobilitätskonzept für Hannovers Innenstadt kommt ohne Auto-Durchgangsverkehr auf Ständehaus- und Georgstraße aus." Darüber berichtet die HAZ am 19.9.2023.

    Hier ein Blick in die Ständehausstraße:

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    Und hier ein Blick in die Georgstraße, rechts ist die Bushaltestelle:

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    "Das gesamte Operndreieck würde ab Kreuzung Baringstraße prioritär dem Rad-, Fuß- und Busverkehr vorbehalten. Die Stadt will die Georgstraße dafür schick umbauen. Alle Straßenrandparkplätze (außer für Behinderte und Lieferverkehr) fallen weg. Onay sagt, es gebe genug Parkgelegenheiten etwa im Parkhaus Windmühlenstraße."

    Zitate aus: https://www.haz.de/lokales/hannov…XPFF75UUWU.html (Leider Pay-Wall)

    Ich finde das gut. Der Autoverkehr, der da lang geht, ist so was von unsinnig und das "Poser-Verhalten" mancher Autofahrenden so nervig, dass auch von vielen Autofahrenden großes Verständnis für diese Maßnahme zu erwarten ist. Zumal die vernünftigeren unter den Autofahrenden ohnehin nicht mit dem Auto in die Innenstadt fahren.

    Vermutlich ist nur sehr schwer in kurzer Zeit zu erheben, wieviel eine solche Maßnahme bringt, um den Radverkehrsanteil zu steigern.

    Andererseits sind die Erfolge für den Radverkehr an der neuen Flächenverteilung der Verkehrsteilnehmer sehr präzise abzulesen. Ich werte das bereits als ein Erfolg, auch wenn der sich erst langfristig voll auswirken sollte in der Form, dass die Autonutzung zurückgeht und der Umweltverbund gestärkt wird.

    Wiederum andererseits sind zusätzlich geschaffene Autoverkehrsflächen zu berücksichtigen, die dazu beigetragen haben, dass dem Projekt Radfahrstreifen zugestimmt wurde. "Die Straße soll insgesamt Radfahrer- und Fußgänger-freundlicher werden. Möglich macht das die Bahnhofshinterfahrung, die die Innenstadt deutlich vom Verkehr entlasten soll." Radio Hagen https://www.radiohagen.de/artikel/mehr-r…adfahrer-391035

    Dann muss nicht nur berücksichtigt werden, ob die Radfahrstreifen dazu geführt haben, dass dort mehr Radverkehr langgeht, sondern auch, ob es dazu geführt hat, dass Radverkehr, der dort unerlaubterweise auf dem Fußweg erfolgte, jetzt auf dem Radfahrstreifen stattfindet. Da spricht einiges für. Zahlen dazu wurden aber vermutlich nicht erhoben.

    Am eindeutigsten scheint mir der langfristige Erfolg zu sein, der darin besteht, dass die Straßenraumgestaltung eindeutig signalisiert: Hier ist viel Radverkehr und Fußverkehr erwünscht. Noch schöner wäre es natürlich, wenn der Autoverkehr ganz ausgesperrt würde!

    Für den ÖPNV übrigens gibt es schon länger eigene Spuren.

    War auf diesen "Autofahrspuren" das Radfahren verboten?

    Die älteren streetview-Bilder lassen das Problem erahnen. Staus vor den Ampeln, Fahrradfahrer*innen, die im Autostau stehen, der beide Autofahrspuren blockiert hat. Zum Beispiel an dieser Stelle:

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    Ein weiteres Problem: Langsam fahrende Fahrradfahrer*innen fahren nur etwa ein Drittel bis ein Viertel des Tempos von Autofahrer*innen auf Straßen innerorts, auf denen Tempo 50 gilt, was nach meiner Beobachtung vor Ort dort zutrifft. Und die Anzahl solcher Radfahrenden ist trotz Pedelec-Verbreitung immer noch sehr hoch. Besonders bei hohem Verkehrsaufkommen ist das Fahrrad-Fahren auf einer zweispurigen Hauptverkehrsstraße lästig bis unangenehm. Bei sehr niedrigem Verkehrsaufkommen dagegen, ermuntern solche breiten Hauptverkehrsstraßen mit zwei Fahrspuren je Richtung viele Autofahrer*innen zum Rasen.

    Und besonders für die vielen potenziellen Fahrradfahrer*innen mit wenig Fahrroutine, die es für das Fahrradfahren zu gewinnen gilt, ist der breite Radfahrstreifen eine Einladung!

    und dann noch ein ... doch ungewöhnlicher Unfall:

    https://www.spiegel.de/panorama/a66-i…b7-0ddcbc5dd2f6

    gemessen an den von Radfahrern auf Autobahnen zurückgelegten Kilometern ist das Unfallrisiko doch durchaus hoch, oder? :/:rolleyes:

    Haben moderne LKW's nicht einen Notbremsassistenten?

    Hatte dieser LKW einen? Und war der eingeschaltet?

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    Wenn ich es nicht überlesen habe, wird in dem Artikel nichts darüber berichtet.

    Hier ein Video über LKW-Notbremssysteme:

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    Kürzlich führte mich einer meiner Wege ins Märkische Sauerland.

    Auf dem Weg dorthin nutzte ich die Umsteige-Pause, um einen Blick auf den Bahnhofsvorplatz von Hagen zu werfen.

    Siehe da, es tut sich was in Sachen Verbesserung der Radverkehrs-Infrastruktur: Der Graf-von-Galen-Ring hatte einmal zwei Autofahrspuren je Richtung.

    Auf den älteren streetview-Bildern kann man das noch sehen:

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    (Aufnahme abgerufen am 7.10.2026)

    Dieselbe Stelle als neuere Satelliten-Aufnahme zeigt: Je eine Autofahrspur wurde umgewandelt in einen breiten Radfahrstreifen:

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    (Aufnahme abgerufen am 7.10.2026)

    glaubt man den vielen Artikeln der Zeitungen quer durch Deutschland, ist mittlerweile jede Stadt irgendwie zu einem halben Campingplatz verkommen. Überall stehen Wohnmobile und Wohnwagen und nehmen den Anwohnern die Parkplätze weg... :whistling:

    Die Artikel, die du gelesen hast, sind zutreffend.

    Warum stört sich nur (fast) niemand dran?

    Spreche ich Leute drauf an, bekomme ich als erstes zu hören: "Die wollen nur einpacken, um in den Urlaub zu fahren."

    Macht man drauf aufmerksam, dass so ein Wohnwagen oder Wohnmobil ganzjährig im Wohngebiet steht, dann heißt es:

    "Naja ist nicht schön, aber ist ja erlaubt."

    Bei einem Wohnwagen ist das nicht unbegrenzt der Fall, da gilt die 14-Tage-Frist. Aber viele finden das nicht weiter schlimm, wenn wer dauerhaft seinen Wohnwagen am Fahrbahnrand abstellt.

    Sollen aber Bäume gepflanzt werden, und dafür Parkplätze zurückgebaut werden, dann hagelt es Proteste.

    Autoarmes Quartier - und der "Nahversorger" jammert, dass er keine 6 Kundenparkplätze vor der Tür hat.

    Keine Ahnung, warum das Quartier als "Autoarm" bezeichnet wird. Es ist so reich an Parkplätzen, dass dort sogar Wohnwagen-Anhänger dauerhaft abgestellt werden, anscheinend ohne dass die Anwohner daran irgendwie Anstoß nehmen:

    Dieser Wohnwagen-Anhänger steht nur 100 m entfernt von dem Supermarkt, der angeblich so dringend auf zusätzliche Auto-Parkplätze angewiesen ist.

    Und nochmal rund 100 m weiter stehen diese beiden Wohnmobile und ein weiterer Wohnwagen-Anhänger:

    Mein Eindruck: Es handelt sich nicht um ein autoarmes Wohngebiet sondern einen Campingplatz!8)

    bin gerade beruflich wieder mal in Erlangen unterwegs, die Stadt hat eine Statistik zur Sicherheit im Radverkehr rausgebracht:

    https://erlangen.de/uwao-api/faila…-4_b_2026_7.pdf

    Entsprechend der Grafik in Abbildung 3 auf Seite 7 könnte man auf die Idee kommen, es sei sicherer ein herkömmliches Fahrrad zu fahren, anstatt ein Pedelec zu benutzen. Denn die Kurve für die Unfallzahlen sinkt bei herkömmlichen Fahrrädern nach unten und steigt bei den Pedelecs.

    Aber es ist keine "Korrektur" in dem Sinne eingebaut, dass die Anzahl der Fahrten auf herkömmlichen Fahrrädern versus Pedelec-Fahrten berücksichtigt. Und es ist auch kein direkter Hinweis darauf zu finden, dass bei Pedelec-Fahrten in der Regel im selben Zeitraum größere Strecken zurückgelegt werden als mit dem "Bio-bike", so dass mit dem Pedelec mehr potenzielle Unfallpunkte abgefahren werden.

    Eigentlich war das Thema ja so angelegt, dass höhere Fahrradgeschwindigkeiten das Fahrradfahren verändern. Aktuell breiten sich zunehmend Pedelecs aus, die tatsächlich das Fahrradfahren beschleunigen. Zumindest für diejenigen, die ein Pedelec als Fahrrad benutzen. Und damit ihr bisher gefahrenes Tempo auf einem "Biobike" deutlich steigern.

    Was war als das Fahrradfahren noch ein sehr verbreitetes Verkehrsmittel war und vorwiegend auf der Fahrbahn stattfand? Ein Foto aus dem Digitalen Museum zeigt eine solche Szene in Hannover: https://nat.museum-digital.de/singleimage?im…493.20/323.41/0

    In der Beschreibung zu dem Foto heißt es:

    "Noch zu Beginn der 1950er Jahre war das Fahrrad, wie hier auf der Georgstraße, für die meisten Menschen das alltägliche Verkehrsmittel. Mit der „Massenmotorisierung“ wurden Radfahrer jedoch zunehmend als störende Hindernisse aufgefasst. Wer Fahrrad fuhr, hatte entweder [noch] keinen Führerschein oder konnte sich kein motorisiertes Fahrzeug leisten." [von mir eingefügt]

    Frage: Wenn es damals das höhere Tempo der KFZ war, dass die Fahrradfahrer*innen von der Fahrbahn an den Rand gedrängt hat, wohin werden dann die Fahrradfahrer*innen auf einem "Biobike" heute abgedrängt? Und zwar abgedrängt von den immer schneller werdenden "KFZ-Fahrädern", die offiziell Pedelec heißen und bei denen bei 25 km/h maximal die Tretunterstützung aussetzt oder von den Elektro-Tretrollern, die bis max. 20 km/h beschleunigen? (Viele Elektro-Tretroller fahren allerdings unerlaubt schneller, weil getunt, ebenso bei Pedelecs. Bei den Pedelecs vielleicht (noch?) nicht ganz so viele, wie maradler berichtete.)


    PS vor einigen Wochen hatte ich einmal eine ältere, eher unsportlich wirkende Dame bei Gegenwind vor mir gehabt, die über mehrer km locker ihr Tempo knapp unter 25 km/h durchhalten konnte und ich auf einem Fahrrad kämpfen musste, diese dann doch zu überholen.

    Hattest du Gelegenheit, mit der Seniorin ins Gespräch zu kommen? Hatte sie einen besonderen Grund so schnell zu fahren? Für meine Radfahrgewohnheiten ist das schnell. Bei stärkerem Gegenwind komme ich nicht über 10 km/h hinaus. Ansonsten so um die 15 km/h. Keinesfalls könnte ich mit einem Pedelec an der Unterstützungsgrenze mithalten. (Außer vielleicht bergab mit Rückenwind.;)) Warum auch? Die meisten von mir gefahrenen Alltags-Strecken sind nicht so lang. Und notfalls kann ich ja etwas früher starten. Und wenn ich einen Ausflug mache, dann fahre ich halt das, was ich in einer bestimmten Zeit schaffe. Und wähle eher einen kurzen Trip, notfalls mit Bahnunterstützung. Da habe ich keinen Ehrgeiz möglichst viele km zu "schrubben".

    Haben die nichts gelernt aus ihrer Berichterstattung? Diese Frage drängt sich auf, wenn erneut, diesmal bei der Wahlberichterstattung über die Berlin-Wahl und die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern, von "Wahlgewinnern" gesprochen, wird.

    Die AfD ist nicht die "Wahlgewinnerin", sondern die Partei, die in Mecklenburg Vorpommern ein gerade mal 2,7 Prozentpunkte höheres Stimmenergebnis erzielt hat als die SPD.

    Der Begriff "Wahlgewinner" ist selbst dann unangebracht, wenn eine Partei die absolute Mehrheit erzielt. Denn es ist ja nicht so in einer Demokratie, dass die Opposition völlig bedeutungslos und entmachtet wäre.

    „Opposition ist Mist. Lasst das die anderen machen – wir wollen regieren.“ Dieses Zitat des SPD-Politikers Franz Müntefering ist natürlich in einer bestimmten Situation ausgesprochen eine aufmunternde oder anspornende Redewendung. Fakt ist aber auch, dass gute Oppositionsarbeit in einer Demokratie wichtig ist. Und selbst außerparlamentarische Opposition kann Erfolge erzielen. Die Partei Bündnis 90 / Die Grünen hat eine ihrer Wurzeln in der sogenannten "APO" der 1960er-Jahre.

    Leider gibt es Grund zur Befürchtung, dass die AfD im Falle eines Wahlergebnisses, dass ihr die absolute Mehrheit der Parlamentssitze ermöglichen würde, mit dem demokratischen Prinzip, Oppositionsarbeit zuzulassen, brechen würde. Und leider geben die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Anlass für diese Befürchtung.

    Das Gerede vom "Wahlgewinner" assoziiert, dass die "Gewinner" jetzt alleine das Sagen hätten und die anderen jetzt "Staub fressen" müssten. Und das Gerede vom "Wahlgewinner" kann zu Irritationen führen bei Menschen, die Betrug wittern, wenn der "Wahlgewinner" zwar die "Wahl gewonnen" hat, aber trotzdem nicht regiert, wie es sich jetzt in Mecklenburg-Vorpommern abzeichnet. Es ist absehbar, dass die AfD jetzt kolportieren wird, sie, "die eigentlichen Wahlgewinner" würden jetzt um die Früchte ihrer Arbeit betrogen. Und die Menschen, die die AfD gewählt hatten, würden um die für die AfD abgegebenen Stimmen betrogen. Es wäre für die Demokratie hilfreich, ein wenig sparsamer mit dem Begriff "Wahlgewinner" umzugehen.

    Hat "taktisch wählen" geholfen in Sachsen-Anhalt?

    Der MDR bestätigt, das "taktisch" gewählt wurde::

    "In den Großstädten haben viele Menschen taktisch gewählt
    Jeder Wahlberechtigte kann bei Landtagswahlen zwei Stimmen abgeben: eine Erststimme für einen Direktkandidaten aus dem Wahlkreis und eine Zweitstimme für eine Partei. Ausschlaggebend für die Sitzverteilung im Landtag ist zwar die Zweitstimme – aber wer in einem Wahlkreis die meisten Erststimmen auf sich vereint, zieht als Direktkandidat in den Landtag ein.

    In einigen Wahlkreisen klaffen Erst- und Zweitstimmenergebnisse weit auseinander. Im Wahlkreis Halle III holt die Linkspartei 13,8 Prozent der Zweitstimmen, ihr Kandidat Jannik-Loris Balint erhält jedoch 39,9 Prozent der Erststimmen und gewinnt mit großem Abstand das Direktmandat. Dasselbe Muster zeigt sich in den Wahlkreisen Halle II und Magdeburg II. Das legt nahe, dass in den Großstädten viele Wählerinnen und Wähler ihre Erststimme gezielt eingesetzt haben, um ein Direktmandat der AfD zu verhindern.

    Sie können die Einbindung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren. Dieses Element beinhaltet interaktive Infografiken von 23Grad.
    Auch die Zweitstimmenergebnisse liefern Hinweise auf taktisches Wählen. Vor der Wahl hatte eine Initiative dazu aufgerufen, SPD oder Grüne zu unterstützen, um deren Einzug in den Landtag zu sichern und so eine absolute Mehrheit der AfD zu verhindern."

    Wahlergebnis der Landtagswahl 2026 - AfD gewinnt alle 218 Gemeinden: Was die Wahldaten über Sachsen-Anhalt zeigen
    vom 09.09.2026

    AfD überall stärkste Kraft – warum es trotzdem nicht zur absoluten Mehrheit reicht
    Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent deutlich gewonnen und wird in allen 218 Gemeinden stärkste Kraft. Zur absoluten Mehrheit im…
    www.mdr.de

    Auf der angegebenen Seite ist ein Video zu sehen, in dem der Eindruck erweckt wird, es handele sich um eine "Denkzettelwahl". Die hohe Wahlbeteiligung gibt jedoch auch Anlass zur Befürchtung, dass die in AfD-Kreisen verbreitete Nazi-Ideologie auch in Bevölkerungskreisen verbreitet ist, die normalerweise nicht zur Wahl gehen, sich aber von der AfD angespornt fühlten, ihre Naziideologie per Wahlurne zu dokumentieren.

    "Was sind die Ursachen für Unfälle mit dem E-Scooter?
    «Was wir bei den E-Scooter-Fahrern beobachten, ist, dass sie gemessen an der Fahrleistung mehr Fehler machen als Radfahrende», sagt Unfallforscherin Zeidler. Der häufigste sei, dass diese die Fahrbahn falsch benutzten oder verbotenerweise auf dem Gehweg fahren würden. Außerdem komme es häufiger vor, dass der Fahrer oder die Fahrerin Alkohol getrunken habe.

    Gefährlich wird es auch, wenn zwei - oder sogar drei - Leute gleichzeitig mit dem E-Scooter fahren. Das Problem: Diese haben laut Zeidler eine ganz andere Fahrdynamik, als man es von Fahrrädern gewohnt ist. Diese haben kleinere Räder, die Stabilität ist schlechter. Dazu kommt ein vergleichsweise hohes Gewicht.

    Dadurch kann es schneller wackelig werden, wenn man Bordsteinkanten überfährt, Hindernissen ausweichen oder plötzlich bremsen muss. Und noch wackeliger wird es mit mehreren Fahrgästen.

    Seitlich abspringen? «Bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h, die man ja mit einem Scooter fahren kann, kommt es dann im Zweifel erst recht zum Sturz», sagt Zeidler. Entsprechend hoch sei der Anteil der Alleinunfälle. 16 der 33 Menschen, die 2025 in der Folge von E-Scooter-Unfällen starben, verunglückten der Statistik zufolge ohne Beteiligung anderer."

    Quelle: Die zeit vom 10.8.26:

    https://www.zeit.de/news/2026-08/07/risiko-e-scooter-jugendtrend-mit-folgen

    Der Artikel bestätigt meine Beobachtung, dass die Geschwindigkeit auf den Radwegen zugenommen hat. Nicht nur wegen der Zunahme von Pedelecs, sondern auch wegen der Zunahme von Elektro-Tretrollern. Die fahren zwar nur 20 km/h Spitzengeschwindigkeit, aber das ist halt immer noch schneller als die Mehrheit der Radfahrenden, die ein klassisches Fahrrad benutzen. Es geht aber nicht nur um die Fahrradfahrenden, die (noch?) mit einem klassischen Fahrrad unterwegs sind. Wer wenig trainiert ist, bisher kaum das Fahrrad benutzt hat und mit sich ringt, verstärkt aufs klassische Fahrrad aufzusteigen, wird auch von den schnell fahrenden Elektro-Tretrollern abgeschreckt, deren Fahrer*innen wahllos rechts und links an Fahrradfahrenden Vorbeischießen, die mit einem üblichen Fahrradtempo von ca. 15 km/h unterwegs sind.

    Beim Fahrradfahren kommt man übrtigens eher nicht auf die Idee, in einer Gefahrensituation bei 20 km/h abzuspringen. Viele Fahrradfahrende auf einem klassischen Fahrrad fahren erst gar nicht so schnell.

    Für 12-16 jährige ist glaube ich das Fahrrad heutzutage wohl grundsätzlich eher ein Fortbewegungsmittel der kleinen Kinder oder der alten Leute: da ist heutzutage wohl eher der E-Roller das Fahrzeug der Wahl…

    Auf die Schnelle finde ich keine gescheite Statistik. Ich fürchte im ländlichen Raum, wo es wenig ÖPNV gibt, ist das Elterntaxi das Fortbewegungsmittel Nr. 1 für die 12-16-Jährigen.

    Und der Elektro-Tretroller, so meine weitere Befürchtung, ist so sehr ein KFZ, dass es eher eine Autofahrer*in-Karriere anbahnt als Mobilität im Umweltverbund aus ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß. Aber dazu gehen die Meinungen auseinander. Andere sagen, der E-Tretroller zögert bei jungen Leuten die Anschaffung eines Autos hinaus. Es soll sogar Fälle geben, bei denen sich Menschen ein Elektro-Tretroller angeschafft und das Auto abgeschafft haben.

    Wie blöd "Eckenparken" ist, machen sich viele "Eckenparker" vermutlich gar nicht so richtig klar.

    Dieser Film zeigt ein Beispiel dafür, dass hunderte Menschen von einem einzigen Eckenparker behindert werden und Umwege und erhebliche Reisezeitverlängerungen in Kauf nehmen müssen:

    Die Nordreportage - Mit Blaulicht zu Bus und Bahn – Im Einsatz für die Öffis - hier anschauen
    Pkw im Gleis, gestürzter Fahrgast oder eine Störung am Elektrobus - die Funkwagen der ÜSTRA bieten schnelle Hilfe direkt vor Ort.
    www.ardmediathek.de

    Siehe bei Minute 23:30 in der verlinkten Ausgabe der Serie Die Nordreportage!

    Ja , das ist doch die logische Konsequenz. So ein Kleinst-E-Auto ist auch bei Regen noch trocken. Ok irgendwann stellt sich dann die Frage , wie man es mit den Stau hält.

    Für die wenigsten ist das Fahrrad ein Sportgerät, sondern nur die Möglichkeit kostengünstig von A nach B zu kommen. Ob dann der Motor einen Teil der Arbeit oder gleich die ganze erledigt, ist dann auch egal.

    Ich vermute, für die meisten ist das Fahrradfahren ein "Bewegungs-Ding".

    https://insideevs.de/news/689020/hopper-elektrodreirad-preis-daten-marktstart/

    Hier ein Link zu einem Bild von dem Hopper auf INSIDE EVs:

    https://cdn.motor1.com/images/mgl/MkvO9X/s3/der-hopper-ein-elektro-dreirad-mit-zwei-sitzen-hintereinander.webp

    Und ein Video vom Spiegel:

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    Leider konzentriert sich die Kritik am Hopper einseitig auf Fahrzeugmängel, wie zum Beispiel erhöhte Kippgefahr beim Lenken mit der ungewohnten Hinterradlenkung... z.B. die Kritik von heise online

    Dass Fahrzeug an sich wird gerne gemessen am Auto geringerer Platzverbrauch, geringere Energieverbrauch usw.

    Die Überlegung, dass das Fahrzeugkonzept grundsätzlich problematisch ist, fehlt.

    Es ist meines Erachtens kein Fahrrad, es ist nicht nur wegen der Form kein Fahrrad. Es ist aber auch kein Velociped, aus dem Grund, weil das Fahrzeug nicht durch Pedalieren vorangetrieben wird, sondern das Pedalieren mehr eine unkonventionelle Art des "Gasgebens" darstellt. Es gibt auch keinen direkten kraftschlüssigen Antrieb des Hinterrades durch das Pedalieren. Vielmehr ist dort ein Radbnabenmotor verbaut, der elektronisch gesteuert wird über das Pedalieren, wodurch elektronischen Signale ausgesendet werden für die Motorsteuerung.

    Ja , das ist doch die logische Konsequenz. So ein Kleinst-E-Auto ist auch bei Regen noch trocken. Ok irgendwann stellt sich dann die Frage , wie man es mit den Stau hält.

    Für die wenigsten ist das Fahrrad ein Sportgerät, sondern nur die Möglichkeit kostengünstig von A nach B zu kommen. Ob dann der Motor einen Teil der Arbeit oder gleich die ganze erledigt, ist dann auch egal.

    Auf der Mobilitäts-Seite der heutigen HAZ-Printausgabe wird unter dem Titel, "Hoffnungsträger der Verkehrswende" der 11.900 Euro teure Hopper vorgestellt, ein Auto auf drei Rädern mit 1350 Watt Spitzenleistung, wie es in der Beschreibung heißt. Insgesamt (Nenndauerleistung) ist das Fahrzeug allerdings so abgeregelt, dass es als "Fahrrad" (genauer Pedelec) durchgeht.

    "Zielgruppe seien in erster Linie Menschen, die in der Stadt wohnen und dort ungern Auto fahren, weil sie oft im Stau stehen, ..."

    :rolleyes:Dann sollen sie es doch einfach lassen, das Autofahren!:rolleyes:

    Begründet wird das so: "Obwohl der Hopper aussieht wie ein Mini-Pkw, handelt es sich rechtlich um ein Fahrrad, das auf Radwegen gefahren werden darf."

    :*Wer mit dem Fahrrad fährt, der steht auch nicht im Stau!":*

    Dass viele Radwege, insbesondere viele Angebotsradwege bei weitem nicht breit genug sind für den Hopper, wird allenfalls indirekt angedeutet:

    "Geeignet sei er vor allem für gut ausgebaute Radwege,..."

    Dass der Hopper für die Verkehrswende taugt, wie es die Überschrift andeutet, halte ich für eine glatte Lüge. In dem Zeitungstext heißt es:

    "Einige Käuferinnen und Käufer des Hoppers schafften ihr Auto ab, ..." Wieviel "einige" sind wird nicht erwähnt.

    Solche Fahrzeuge haben das Potenzial, dass Fahrradfahren für viele Menschen unattraktiv zu machen, die keine 11.900 Euro dafür locker machen können.