Beiträge von Ullie

    Gibt's auch andersrum:

    26 Hirschgartenallee - Google Maps

    Auch nach der anderen Seite steht hinter dem Fahrradstraßen-Schild ein Tempo-30-Zone-Schild.

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    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
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    Ist denn eine Fahrradstraße in einer Tempo-30-Zone möglich? Oder umgekehrt, darf in einer als Fahrradstraße ausgeschilderten Straße eine Tempo-30-Zone beginnen. Ich denke ja. Dazu kommt, dass manchem Verkehrsteilnehmer nicht klar ist, dass in einer Fahrradstraße Tempo-30 max gilt. Ein [Zeichen 274.1] ist so gesehen eine durchaus sinnvolle Ergänzung.

    Nachdem Wohnmobile auch KFz sind, müsste der Besitzer ja dann auch dafür einen Stellplatz nachweisen.

    Was dann immer noch nicht heißt, dass die Leute ihr KFz auch auf diesen Abstellen. Bei dürften mind. die Hälfte der Garagen anderweit genutzt werden. Immerhin, das E-Auto steht in der Regel recht häufig auf dem zugehörigen Platz, muss ja geladen werden.

    Vorstellbar ist auch das Umgehen einer Stellplatzregelung indem ein Stellplatz nachgewiesen wird, der in Wirklichkeit gar nicht oder anderweitig genutzt wird, dafür aber äußerst preiswert zu haben ist.

    Reichlich blauäugig scheint mir dieser Vorschlag der Elmsbüttelner SPD: In dem Viedeo, Dauerparken mit Wohnmobilen sorgt für Konflikte in Städten" NDR Info vom 19.2.2026

    Der Link führt zu der Stelle, an der eine SPD-Vertreterin den Vorschlag macht, warme, gemütliche und sichere Plätze für die Wohnmobile zu schaffen, möglichst in der Nähe. Die Wohnmobileigentümer würden sich sicher freuen ...

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    Kein Wort davon, wo diese Plätze genau geschaffen werden sollen, was die kosten würden und wer das bezahlen soll.

    In einer Fahrradzone sehe ich in den am Fahrbahnrand parkenden Wohnmobile eine besondere Gefahrenquelle. Möglicherweise gibt die Fahrradzone eine Handhabe gegen das Wohnmobilparken. Beispiel Heesestraße an der Einmündung in die Stephanusstraße.

    Die Heesestraße ist Einbahnstraße, für den Radverkehr in Gegenrichtung, das ist in Richtung Stephanusstraße freigegeben. Auf der Stephanusstraße fährt eine Buslinie. Deshalb hängt an der Einmündung zur Stephanusstraße ein kleines Vorfahrt Achten[Zeichen 205] für den Radverkehr.

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    Die streetview-Aufnahme zeigt gleich zwei Wohnmobile, von dem Vorfahrt achten ist dagegen nicht zu sehen. Die Wohnmobile verdecken es.

    Auf dieser Aufnahme kann man das Vorfahrt Achten für den Fahrradverkehr von der Rückseite aus sehen. Direkt neben dem Kopf der Frau mit dem Kinderwagen:

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    Fahrradzone > Gefahrenquelle Wohnmobile aussperren!

    Zwei sehr prägnante Filmbeiträge zum Thema:

    Dauerparken mit Wohnmobilen sorgt für Konflikte in Städten von NDR Info am 19.02.2026

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    Und dieser vom Bayrischen Rundfunk vom 5.11.25

    Kontrovers: Wohin mit dem Wohnwagen? - hier anschauen
    Segelboote, Wohnmobile, Wohnwagen – die Nachfrage ist ungebrochen. Doch wohin mit den Vehikeln, wenn der Urlaub zu Ende ist? Viele von ihnen werden monatelang…
    www.ardmediathek.de

    Alles Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, noch dazu unter falsche Flagge. Wer ein Auto anmeldet, weist einen Stellplatz nach, fertig. (...)

    Diese Regelung ist problematisch in der Umsetzung. Die es sich leisten können, werden in der Lage sein, einen Stellplatz selbst zu finanzieren. In den Vierteln der Besserbetuchten hast du die Situation, dass zusätzlich zu den zwei Stellplätzen auf dem eigenen Grundstück außerdem noch der Wagen des Nachwuchses oder das Wohnmobil am Fahrbahnrand stehen.

    Kontrovers: Wohin mit dem Wohnwagen? - hier anschauen
    Segelboote, Wohnmobile, Wohnwagen – die Nachfrage ist ungebrochen. Doch wohin mit den Vehikeln, wenn der Urlaub zu Ende ist? Viele von ihnen werden monatelang…
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    In dem verlinkten Film des Bayrischen Rundfunks ist ein Wohnmobilbesitzer sich nicht zu schade genau darauf hinzuweisen: Er argumentiert, dass es ja Paare in der Nachbarschaft gäbe, die drei normale PKW hätten, von denen auch mindestens einer auf der Fahrbahn stünde, weil auf deren Grundstück nur Platz für zwei Autos sei. Siehe Minute 5:10

    Da fühlt er sich im Recht, wenn er sein Wohnmobil, das nicht in seinen Carport passt, am Fahrbahnrand parkt. Siehe Minute 5:40. Leicht süffisant sagt die Moderatorin amEnde des Films bei Minute 5:55: "Er ist einer von vielen, der sich diese Freiheit nicht nehmen lässt."

    Auch in der Esslinger Fahrradzone, die ich weiter oben als Beispiel für eine Fahrradzone nannte, stehen Wohnmobile am Fahrbahnrand, zum Beispiel hier im Wickenweg:

    Street View-Ansicht von „Wickenweg“ · Google Maps
    73730 Esslingen am Neckar-Oberesslingen
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    Dein Vorschlag, udoline, hätte möglicherweise die Folge, dass diejenigen, die es sich leisten können froh darüber wären, dass nicht mehr so viele Fahrzeuge im Weg rumstehen. Denn aus deren Sicht wären es die Fahrzeuge der "Looser", die sich einen Stellplatz nicht leisten können und die es deshalb auch nicht verdient haben, mit dem Auto zu fahren.

    Sollte es mit deinem Vorschlag udoline,

    (...) Wer ein Auto anmeldet, weist einen Stellplatz nach, fertig. (...)

    nicht klappen, dann könnte es vielleicht gelingen, Wohnmobile zumindest aus Fahrradzonen zu verbannen, weil sie die Sicht behindern.

    In Esslingen bei Stuttgart gibt es ebenfalls eine Fahrradzone:

    "Seit 2021 sind die Gartenstadt und die Breslauer Straße samt ihren Nebenstraßen als Fahrradzone ausgewiesen. Sie erkennen den Bereich vor Ort in Oberesslingen an der Beschilderung. In dieser Fahrradzone müssen sich andere Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmer:innen den Radfahrer:innen und ihrem Tempo anpassen.

    Drei Vorteile einer Fahrradzone

    Sie ist gut für unser Klima und Ihre Gesundheit
    Sie reduziert den Verkehrslärm für die Anwohner:innen enorm
    Sie erhöht die Lebensqualität in der Stadt"

    Quelle: Internetseite der Stadt Esslingen

    https://www.esslingen.de/,Lde_DE/mobilitaet-und-klimaschutz/rad--und-fussverkehr/fahrradzone

    Direktlink zur Karte:

    https://www.esslingen.de/site/Esslingen_Layout_2022/get/params_E-144218201/20561642/Fahrradzone%20Oberesslingen.jpg

    Hier eine streeitview-Ansicht mit der Einfahrt in die Fahrradzone auf der Weiherstraße in Esslingen:

    Street View-Ansicht von „Breslauer Str.“ · Google Maps
    73730 Esslingen am Neckar-Oberesslingen
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    Und hier von der Hindenburgstraße aus:

    Street View-Ansicht von „Breslauer Str.“ · Google Maps
    73730 Esslingen am Neckar-Oberesslingen
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    Wie groß ist eigentlich der Rebound-Effekt? (Mit Helm bin ich sicherer, also fahre ich riskanter.)

    Und welchen Einfluss hat verbesserte Fahrradtechnik, die dazu beiträgt, dass schneller gefahren wird (verbesserte Gangschaltungen, Hilfsmotoren), was das Unfallgeschehen negativ beeinflussen kann?

    In anderen europäischen Ländern hängen simpel Kameras an den Einfahrten zu solchen Gebieten, die Nummerschilder der Anwohner sind registriert, Besucher kann man einfach anmelden. Und Leute, die dann so einfahren, bekommen den Strafzettel dann mit der Post.
    In Italien heißt das zum Beispiel recht eindeutig "Zona a Traffico Limitato", und die Listen an deutschen Urlaubern, die sich ein halbes Jahr später darüber beschweren, dass es Geld kostet wenn man mit seinem Fahrmöbel überall hinfahren will, ist recht lang.

    So ein System halte ich nur für bedingt tauglich. Was fehlt ist die klare Festlegung, an welchen Stellen geparkt werden darf und wo nicht. Und eine Kontrolle, die Falschparken verhindert. Und zwar das Falschparken der Anwohner, die einen Berechtigungsschein haben, mit dem sie in ihre Anwohnerparksone hineinkommen. Und es muss klar geregelt sein, dass das System darauf ausgerichtet ist, die Anzahl der PKW zu reduzieren, indem das Parken zunehmend stärker limitiert wird.

    Andernfalls geschieht das, was jetzt bereits vielerorts geschieht, es werden mehr und mehr Autos angeschafft und abgestellt und wenn die erlaubten Parkmöglichkeiten nicht ausreichen, werden die unerlaubten voll gestellt, mit den Wagen der Anwohner*innen, die in der "Zona a Traffico Limitato" wohnen.

    Und an der Stelle kommt die Fahrradzone ins Spiel, weil damit aufgezeigt wird, dass es ein intelligenteres und flächensparendes Mobilitätssystem gibt als den MIV, nämlich das Fahrrad! Und das hat es verdient privilegiert zu werden gegenüber Autos. Zugegeben, in Fahrradstraßen und Fahrradzonen mit Autoverkehrsfreigabe sind diese Fahrradprivilegien nicht gerade überbordend. Aber es ist ein klares Signal damit gesetzt.

    Deshalb hat die Stadt Kassel einen guten Weg eingeschlagen mit der Einrichtung von Fahrradzonen, auch wenn die Vorteile naturgemäß nicht jedem sofort einleuchten. Manche Fahrradfahrende fragen sich, was soll das denn, hier fahren ja immer noch überall Autos rum. Andererseits wird Autofahrenden, die mit einer Fahrradzone konfrontiert werden, immerhin der Gedanke nahegelegt, dass das Auto nicht der Mittelpunkt allen Mobilitätsgeschehen sein sollte.

    Das Gebiet war doch sicher vorher Zone 30. Das heißt Verkehrsrechtlich hat sich nix wesentliches geändert.

    Wenn der Durchgangsverkehr draußen bleiben soll, dann muss man halt mal kontrollieren. Und für so etwas gibts ja moderne Systeme mit Nummernschildkennung, demnächst auch in diesem Land.

    Meinst du die sogenannten "Scancars" oder "Scanfahrzeuge"? "Mit Scan-Fahrzeugen kann man die am Straßenrand abgestellten Autos überprüfen. Ein Scan-Fahrzeug erfasst Autos beim Vorbeifahren, erkennt das Nummernschild und vergleicht den Standort des Autos mit den durch Verkehrszeichen oder gesetzliche Regelungen vorgeschriebenen Parkregeln."
    Quelle: Internetseite der Stadt Mannheim, abgerufen am 8.7.2026: Scan-Fahrzeuge: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch moderne Technik

    Scan-Fahrzeuge: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch moderne Technik | Mannheim.de

    Dein Beitrag hört sich eher so an wie eine Technik, bei der ein eingegrenztes Gebiet zum Beispiel mit versenkbaren Pollern geschützt wird, die sich nur öffnen, wenn Fahrzeuge sich nähern, dessen Kennzeichen von dem System erkannt werden, sodass sich nur für solche Fahrzeuge die Poller absenken, die hinterlegt sind. Hast du da ein bestimmtes Beispiel parat, wo das so gemacht wird?

    Im Idealfall ist eine Fahrradzone ebenso wie eine Fahrradstraße vom Autoverkehr befreit. In der Realität aber wird in vielen Fällen Autoverkehr zugelassen. So auch in Kassel-Wehlheiden und Kassel-Wahlershausen, wo die Stadt Kassel Fahrradzonen eingerichtet hat.

    "Wolfgang Kühn, ADFC-Mitglied und Anwohner der von der Fahrradzone betroffenen Sternbergstraße, ist skeptisch, was den Erfolg der Maßnahme angeht. „Ich habe das Gefühl, dass Autofahrer etwas mehr Rücksicht auf Fahrradfahrer nehmen, aber am starken Durchgangsverkehr hat sich nichts verändert“, sagt Kühn. Ein großes Problem sieht er darin, dass die wenigsten überhaupt verstünden, welche Verkehrsregeln mit einer Fahrradzone verbunden seien. „Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Fahrradzonen, Fahrradstraßen – da blicken viele nicht mehr durch.“"

    Zitat aus: Hessisch/Niedersächsische Allgemeine HNA vom 4.9.25: Was bringt die Wehlheider Fahrradzone?

    Dem Statement des ADFC-Vertreters zufolge gab es die Hoffnung, mit der Fahrradzone die Anwohner vor Durchgangsverkehr zu bewahren. Das ist natürlich eine guter Ansatz, um auch diejenigen Anwohner*innen, die mehr oder weniger starke Aversionen gegen Fahrradfahrende pflegen, mit ins Boot zu holen, wenn es darum geht, die notwendigen politischen Beschlüsse zu fassen und umzusetzen.

    Man darf gespannt sein, wie sich die Fahrradzone in Kassel weiter eintwickelt. Kann jemand Erfahrungsberichte aus anderen Städten und Kommunen beisteuern?

    ... da stehen ein paar Carsharing-Autos, und ich fand es immer nervig, in diesen engen Sträßchen zu fahren, die keine Einbahnstraßen sind. Hundert(e) Meter ohne sichtbare Ausweichmöglichkeit, selbst bei Fahrrad versus kleinem Pkw gibt das immer Konflikte.

    Die Sträßchen sind nicht zu eng, sie werden vom ruhenden Autoverkehr eng gemacht! Es ist fatal, dass man sich oft ungewollt der Jammer-Rhetorik von Parkplatzsuchenden anschließt, anstatt sofort gegenzuhalten und die Ursache für enge Straßen beim Namen zu nennen. Die Straßen sind nicht zu eng, die Fahrzeuge sind zu breit und zu viele und die Besitzer scheuen die Kosten und die Umstände, einen bezahlten Tiefgaragenstellplatz zu benutzen.

    Ein älteres Modell von dieser Art [Zeichen 237] steht hier:

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    Das ist ggü. der Einmündung Humboldtstraße.

    Das Schild hat kein Zusatzschild in der Form [Zusatzzeichen 1000-33]oder der Form[Zusazzeichen 1000-32], aber entsprechende Pfeile sind in weiß auf das blaue Schild gedruckt.

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    Mehr Innerorts flächendeckend Tempo 30! Und Verkehrsreduktion des MIV, so dass eine Fahrspur je Richtung genügt! Dann könnte die jeweils zweite Fahrspur ein breiterer Radweg werden. Und der Fußweg könnte breiter werden. und es gäbe außerdem noch Platz für Bäume und Grün.

    [Fahrrad-Risiko im Kreisverkehr]

    Eines kann man sich jedefalls abschminken: nämlich dass die Niederländer irgendwie besser wüssten, wie Kreiverkehr geht, und dass man deshalb bloß die niederländische Strickmasche kopieren müsste, um auch in Deutschland Kreisverkehre sicherer zu machen. Das ist genau so eine naive Illusion wie die von Radwegefreunden vorgebrachte Hypothese, es gäbe spezielle "niederländische Kreuzungen" (ohne Kreisbahn) mit immanent größerer Fahrrad-Sicherheit.

    https://nl.roaddanger.org/?hd=1&search=r…=all&persons=2d

    Beantwortet jetzt aber nicht die Frage, ob Kreisel sicherer sind als Kreuzungen, bzw. die Unfallgefahr im Kreisel größer ist als bei der Kreuzung.

    Ihre Befindlichkeiten haben nichts mit Sicherheit zu tun, sondern (wieder einmal) nur mit Gefühl.

    Unbeantwortet bleibt auch die Frage, ob es tatsächlich möglich wäre, Fahrradfahrer*innen dazu zu erziehen, konsequent Kreisel zu nutzen. Siehe oben geschilderte Beobachtungen im Lichtenbergkreisel. Der hat keinen Radweg, die Fahrbahnen, die drauf zuführen, auch nicht.

    Viele Fahrradfahrerinnen erkennen aber intuitiv, dass das ein Stück Verkehrsinfrastruktur ist, das den Autofahrern zu Willen so getaltet wurde. Und sie nehmen ebenso wie manche Fußgängerinnen einfach den kürzeren Weg. Leider wird der nicht immer regelkonform benutzt.

    Diese Beobachtungen haben nichts mit meinen Befindlichkeiten zu tun. Und es ist auch keine Gefühlsfrage. Es ist schlicht das, was ich beobachte. Ich bewerte es als Protest gegen autokonforme Infrastruktur bei der der Fußverkehr und Radverkehr nicht mitgedacht wurde. Und noch viel weniger im Zentrum der Gestaltung steht.

    Wie groß sind denn Deine Kreisverkehre? So wie Horner Kreisel in HH oder Siegessäule in B?

    Diesen Kreisel befahre ich nie auf der Fahrbahn:

    Immerhin ist er seit einigen Jahren ampelgesteuert und es gibt Fuß- und Radwege im inneren des Kreisels:

    Deisterkreisel
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    Diesen Kreisel befahre ich immer auf der Fahrbahn. Und genau da kommt es regelmäßig zu den oben beschriebenen Problemen:

    Deisterkreisel
    www.google.com

    Es gibt Fahrradfahrer*innen, die um abzukürzen auf der Fahrbahn entgegen der Fahrtrichtung fahren. Andere steigen dazu ab und gehen auf dem Fußweg den kürzesten Weg. Wieder andere fahren mit dem Rad auf dem Fußweg. Fußgänger gehen relartiv häufig den kürzesten Weg, indem sie tangential an dem Zaun rund um die Innere Grünfläche vorbeigehen oder sie steigen darüber und gehen den Durchmesser.

    Kreisel sind praktisch das Ideal für Radler und viel sicherer für den Radverkehr als eine klassische Kreuzung.

    In den meisten Fällen kann man fahren ohne das Tempo rausnehmen zu müssen, er ist übersichtlich, die Vorfahrtsregeln sind einfach und eindeutig, der vfb-Verkehr kommt nur von einer Seite, man kann im Ernstfall nach innen ausweichen und hat massig Platz.

    Das entspricht absolut nicht meinen Erfahrungen. Versuche ich in einem einspurigen Kreisel möglichst mittig auf der Fahrbahn zu fahren, wird von hinten gedrängelt und gehupt. Häufiger ist es mir schon passiert, dass Pedelecs oder schnelle Fahrradfahrer*innen mich dann rechts oder links überholten. Und Autofahrer versuchen sofort, sich vorbeizudrängeln, wenn ich nicht konsequent in der Mitte fähre, oder die Fahrbahn so breit ist (wegen dem LKW-Verkehr), dass mittig fahren nicht ausreicht.

    Kreisel sind schon bei vielen Autofahrer*innen nicht sehr beliebt, bei den meisten Radfahrer*innen noch viel weniger.

    Das stimmt nicht. Kreisverkehre gelten als sicher, weil sie bei richtiger Ausführung geschwindigkeitssenkend wirken.

    Wessen Geschwindigkeit wird denn dort gebremst? Die der Radfahrer*innen, von denen die meisten im Bereich 15-20 km/h unterwegs sind?

    Stattdessen soll die Geschwindigkeit der Autofahrenden gebremst, sozusagen als Service-Leistung? Wir wissen ja, sagt sich die Verkehrsverwaltung, dass Autofahrende gerne zu schnell fahren. Und damit sie wenigstens hin- und wieder mal verlangsamen, bauen wir jetzt häufiger mal einen Kreisel für die Autofahrerenden? ;)X/

    Und in der Regel sind Kreisel auch für LKW-Verkehr gebaut. Wäre ja auch sonst ein gefundenes Fressen für die Autolobby, wenn eine Verkehrsverwaltung einen Kreisel baute, in dem dann der LKW-Verkehr stecken bleibt.

    Für LKW gebaute Kreisel jedoch bedeuten mehr Platz als notwendig, um mit dem PKW zu passieren. Der PKW-Verkehr wird durch den LKW-gängigen Kreisel nicht gebremst oder nur sehr wenig gebremst.X/

    Von zweispurigen Kreisel will ich hier gar nicht erst groß anfangen zu reden. Ich vermute, denen würde selbst ein Yeti nicht viel abgewinnen.:rolleyes:

    Dass der Kreisel nur für PKW und LKW gebaut ist, wäre nur der Fall, wenn es einen benutzugnspflichtigen "Radweg" gibt.

    Ich habe nirgends geschrieben, dass der Kreisel nur für PKW und LKW gebaut sei. Aber in den meisten Fällen ist es so, dass der Kreisel für PKW und LKW gebaut ist. Dass es auch noch Radverkehr gibt, spielt beim Bau entweder gar keine Rolle oder es werden Extra-Radwege außen rum gelegt, die dann benutzungspflichtig ausgeschildert werden und bei denen der Radverkehr bei jedem Überfahren einer Ein- in oder einer Ausfahrt aus dem Radverkehr ein [Zeichen 205] vor die Nase gestellt bekommt. Daran siehst du sehr gut: Kreisel werden in der Regel für Autoverkehr gebaut.

    Reine Radverkehrskreisel gibt es nur sehr wenige. Und auch Verkehrskreisel, bei denen der Extra-Radweg beim Queren der Ein- und Ausfahrten vorrangberechtigt ist, gibt es nur selten. Und selbst wenn ist das nicht unbedingt eine sichere Sache.

    Überlege doch selbst: Da ist eine Kreuzung, es wird überlegt, diese Kreuzung zu einem Kreisel umzubauen. Was meinst du welche Rolle dabei die Wünsche von Fahrradfahrenden spielen? Für die wird die Kreuzung nicht zu einem Kreisel umgebaut. Und das würden ich und viele andere Fahrradfahrer*innen auch gar nicht wollen.

    Meines Erachtens gibt es aus Radfahrersicht keinen Grund, Kreisverkehre schönzureden. Weder gemischte Kreisverkehre, noch solche mit Extra-Radwegen.

    Kreisel sind so oder so Mist für den Radverkehr. Es gibt allerdings Beispiele für reine Radverkehrkreisel. Das kann Sinn machen, allerdings habe ich das selbst noch nirgends ausprobiert.

    Wo Mischverkehr inklusive regelmäßiger LKW-Verkehr herrscht, ist eine Kreuzung sicherer für den Radverkehr. Jenachdem ab welcher Verkehrsbelastung eine Ampelkreuzung. Aber auch ein Kreisel lohnt sich erst ab erhöhter Verkehrsbelastung. Dann lieber eine Kreuzung mit Ampeln.

    Für weniger versierte Fahrradfahrer*innen bietet sich ggf. dort in der Regel das indirekte Linksabbiegen an. Das ist dann auch keine längere Fahrt, als ein Dreiviertelkreis um den Kreisel.

    Wie teuer wären Modalfilter auf halber Strecke? *flöt* ;)

    Kreisel außerorts: Verkehrssicherung druch kleine 205 = Schuldverschiebung aufs Opfer?

    Dort endet übrigens heute schon ein anderer Radweg

    https://www.google.com/maps/place/856…SoASAFQAw%3D%3D

    Man könnte den Kreisel ja auch ohne Radwege-Konstruktionen bauen. Aber er würde in erster Linie für Autos gebaut werden, dass heißt dann für Fahrradfahrer*innen Fahrbahnnutzung in einem Kreisel, der für PKW und LKW gebaut ist. Auch das ist keine gute Idee.


    Ein Radweg, 2,1 km für 3 Mio Euro. Sieht nach einer ganz wichtigen und viel befahrenen Verbindung aus.

    https://www.merkur.de/lokales/ebersb…u-94376301.html

    Vielleicht wissen die Münchner Nordler ja mehr über die Verkehrsbelastung dieser Strecke.

    Baldham-Dorf ca. 800 Einwohner, Purfing keine 300. Gut, Dahinter liegt auch Frotzhofen und Anzing und der Weg ist vielleicht interessant für Pendler, in Vaterstätten/Baldham gibts Zuganbindung.

    Das allererste und preiswert umzusetzen wäre doch eine Tempobegrenzung, gerne auf Tempo 30, wie simon es vorschlägt. Aber wenn das Zeitungsfoto korrekt die Straße darstellt, die mit einem zusätzlichen Radweg beglückt werden soll, weil das Fahrradfahren auf der Fahrbahn angeblich zu gefährlich sei, dann wäre es doch wichtig wegzukommen von dem generellen Tempo 100 max., das für Landstraßen gilt. Dort ist aber, soweit das Zeitungsfoto das erkennen lässt, kein Tempolimit angeordnet. Und dass Autofahrer vernünftigerweise dort langsamer als 100 km/h fahren... (Autofahren ist so ziemlich das exakte Gegenteil von vernünftig.)