Wenn ich die teils zynischen Kommentare zur Senior Mass hier lese, dann frage ich mich, ob da nicht so jemand wie der von Dota Kehr beschriebene Rennrad-Typ dahinter steckt. "Und er weiß, er ist heiß. Heiß wie frisch frittiert"
Auf diesen Beitrag von mir, der durchaus humorvoll gedacht war, einen entsprechenden Smiley hatte und ein Link zu einem Dota Kehr Video, in dem sie sich als Hipster auf dem Rennrad verkleidet hat, kam unter anderem diese Antwort im nächsten Zitatkasten.
Wie ist diese Antwort zu verstehen, die auf meinen Beitrag folgte?
Zynisch, also menschenverachtend, ist es, Radwege als Sicherheitsgewinn zu vermarkten, denn sie sind das exakte Gegenteil. Und die Vermarkter wissen das auch genau. Senioren bewußt in den Tod zu schicken, das ist menschenverachtend. Sie zu einer Demo zusammenzutrommeln, um das zu tun, ist an Perfidie kaum zu übertreffen.
Da gibt es wenig Interpretationsspielraum. Die Veranstalter der Senior Mass sind "menschenverachtend", die "Senioren bewusst in den Tod schicken." So ist die Aussage des Satzes. Oder täusche ich mich da?
Der Veranstalter der Senior Mass ist Citizen Change und die sollen angeblich Radwege als Sicherheitsgewinn "vermarkten", also Geld damit verdienen? So ist doch der Satz im Zitat zu verstehen. Und angeblich schicken die Veranstalter die Senioren dafür "bewusst in den Tod".
Zu der Senior Mass "zusammentrommeln" tun diese Gruppierungen:
"Es rufen mit auf:
adfc Schöneberg
adfc Tempelhof
Logo Omas for future
Omas for Future
Logo fLotte – Freie Lastenräder für Berlin
Flotte Berlin
Logo fLotte sozial
Flotte Sozial
Logo des VCD Nordost
VCD Landesverband Nordost e.V.
Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband Berlin
Radeln ohne Alter Berlin
Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade"
Senior*innen-Fahrradkorso am 20.6.2026 – Netzwerk fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg
Diese Organisationen sind keine "Vermarkter" von Radwegen, die Senioren "bewusst in den Tod schicken".
Die Frage ist, ob auf allen Ebenen (örtlicher ADFC-Vorsitzender, Lokalredakteur, Leser der Interviews und Pressemitteilingen) überhaupt klar ist, dass die Phrase „sichere Radwege“ gar kein naiver Pleonasmus ist, sondern dass sie im Gegenteil bedeuten soll: „Uns ist vollkommen klar, dass alles, was wir bis gestern gefordert haben, totaler Bockmist war. Aber wir glauben fest daran, dass es nur genug Geld und guten Willen braucht, dem abzuhelfen.“
Auch wenn als Frage formuliert, wird mit diesem Zitat der Vorwurf in den Raum gestellt, dass der örtliche ADFC-Vorsitzende genau wüsste, dass es keine sicheren Radwege gäbe, sie aber trotzdem fordert zum Nachteil der Radfahrenden.