Alles Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, noch dazu unter falsche Flagge. Wer ein Auto anmeldet, weist einen Stellplatz nach, fertig. (...)
Diese Regelung ist problematisch in der Umsetzung. Die es sich leisten können, werden in der Lage sein, einen Stellplatz selbst zu finanzieren. In den Vierteln der Besserbetuchten hast du die Situation, dass zusätzlich zu den zwei Stellplätzen auf dem eigenen Grundstück außerdem noch der Wagen des Nachwuchses oder das Wohnmobil am Fahrbahnrand stehen.
In dem verlinkten Film des Bayrischen Rundfunks ist ein Wohnmobilbesitzer sich nicht zu schade genau darauf hinzuweisen: Er argumentiert, dass es ja Paare in der Nachbarschaft gäbe, die drei normale PKW hätten, von denen auch mindestens einer auf der Fahrbahn stünde, weil auf deren Grundstück nur Platz für zwei Autos sei. Siehe Minute 5:10
Da fühlt er sich im Recht, wenn er sein Wohnmobil, das nicht in seinen Carport passt, am Fahrbahnrand parkt. Siehe Minute 5:40. Leicht süffisant sagt die Moderatorin amEnde des Films bei Minute 5:55: "Er ist einer von vielen, der sich diese Freiheit nicht nehmen lässt."
Auch in der Esslinger Fahrradzone, die ich weiter oben als Beispiel für eine Fahrradzone nannte, stehen Wohnmobile am Fahrbahnrand, zum Beispiel hier im Wickenweg:
Dein Vorschlag, udoline, hätte möglicherweise die Folge, dass diejenigen, die es sich leisten können froh darüber wären, dass nicht mehr so viele Fahrzeuge im Weg rumstehen. Denn aus deren Sicht wären es die Fahrzeuge der "Looser", die sich einen Stellplatz nicht leisten können und die es deshalb auch nicht verdient haben, mit dem Auto zu fahren.
Sollte es mit deinem Vorschlag udoline,
(...) Wer ein Auto anmeldet, weist einen Stellplatz nach, fertig. (...)
nicht klappen, dann könnte es vielleicht gelingen, Wohnmobile zumindest aus Fahrradzonen zu verbannen, weil sie die Sicht behindern.