Ich gebe zu, dass ich den Artikel gesehen und hier verlinkt, aber selbst gar nicht gelesen habe. Gibt's den auch in einem Archiv?
Unter anderem steht drin: "Ich würde mal behaupten, dass ich ganz okay auf dem Rad sitze. Dennoch würde ich nie im Leben auf den Gedanken kommen, auch nur eine Sekunde ohne Helm zu fahren."
Der ganze Artikel befriedigt vor allem die Emotionen der Autofahrenden für die sowieso schon immer klar war: "Die Radfahrenden sind selber schuld an ihrem Unglück."![]()
Hier noch mal der Link zum Artikel hinter der Bezahlschranke: https://www.faz.net/aktuell/besser…-200830989.html
Leider sind auch manche Beiträge hier im Forum etwas unsensibel formuliert, so dass man beim Lesen auf die Idee kommen könnte, die Fahradfahrenden sind selber Schuld, dass sie so viel von ihnen verunglücken. Immerhin ist es in der Regel hier im Forum nicht so, dass Fahrradhelm-Propaganda betrieben wird, wie es der in der FAZ zitierte Rad-Weltmeister Mike Kluge tut.
Ich denke aus Sicht eines Rennrad-Sportlers ist es normal, den Fahrradhelm zu propagieren. Schließlich fahren die 30 bis 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zum Teil über mehrere Stunden. Und bei Abfahrten werden Spitzengeschwindigkeiten nahe an die 100 km/h erreicht.
Durchschnittliche untrainierte Fahrradfahrer*innen, die das Fahrrad (Bio-Bike) einfach nur benutzen, um damit zum Einkaufen oder ins Kino oder zur Arbeit zu fahren, kommen auf Geschwindigkeiten um die 15-18 km/h. Wer so Fahrrad fährt, muss kein*e fahrtechnisch gut geübte*r Fahrradfahrer*in und Fahrrad-Bremser*in sein, wie es der Rad-Profi in dem FAZ-Artikel propagiert. Wenn jemand im hügeligen Gebiet wohnt und lange steile Abfahrten schnell fährt, sähe das wieder anders aus. Aber normales Flachland-Fahrradfahren von durchschnittlich fitten Menschen findet in einem niedrigen Tempo statt. Und besonders gilt das für die Menschen, die es noch zu begeistern gilt für das Fahrradfahren, oder wieder zu begeistern gilt. Wenn man denen erzählt, mach erst mal ein vernünftiges Fahr- und Bremstraining, du willst doch kein Selbstmordkandidat sein, wie es in dem FAZ-Artikel geschieht, dann schreckt das ab.
Leider wird in dem Artikel diesbezüglich nicht differenziert.