Eigentlich war das Thema ja so angelegt, dass höhere Fahrradgeschwindigkeiten das Fahrradfahren verändern. Aktuell breiten sich zunehmend Pedelecs aus, die tatsächlich das Fahrradfahren beschleunigen. Zumindest für diejenigen, die ein Pedelec als Fahrrad benutzen. Und damit ihr bisher gefahrenes Tempo auf einem "Biobike" deutlich steigern.
Was war als das Fahrradfahren noch ein sehr verbreitetes Verkehrsmittel war und vorwiegend auf der Fahrbahn stattfand? Ein Foto aus dem Digitalen Museum zeigt eine solche Szene in Hannover: https://nat.museum-digital.de/singleimage?im…493.20/323.41/0
In der Beschreibung zu dem Foto heißt es:
"Noch zu Beginn der 1950er Jahre war das Fahrrad, wie hier auf der Georgstraße, für die meisten Menschen das alltägliche Verkehrsmittel. Mit der „Massenmotorisierung“ wurden Radfahrer jedoch zunehmend als störende Hindernisse aufgefasst. Wer Fahrrad fuhr, hatte entweder [noch] keinen Führerschein oder konnte sich kein motorisiertes Fahrzeug leisten." [von mir eingefügt]
Frage: Wenn es damals das höhere Tempo der KFZ war, dass die Fahrradfahrer*innen von der Fahrbahn an den Rand gedrängt hat, wohin werden dann die Fahrradfahrer*innen auf einem "Biobike" heute abgedrängt? Und zwar abgedrängt von den immer schneller werdenden "KFZ-Fahrädern", die offiziell Pedelec heißen und bei denen bei 25 km/h maximal die Tretunterstützung aussetzt oder von den Elektro-Tretrollern, die bis max. 20 km/h beschleunigen? (Viele Elektro-Tretroller fahren allerdings unerlaubt schneller, weil getunt, ebenso bei Pedelecs. Bei den Pedelecs vielleicht (noch?) nicht ganz so viele, wie maradler berichtete.)