Beiträge von Ullie

    Den hatte ich im falschen Thread geschrieben. Ja ich weiß hier ist Umfragen und da gehört es eigentlich auch nicht hin. Aber mir ist es wie Yeti ergangen, und wo wir jetzt schon hier die Rotenburger Goethestraße "am Wickel haben". Über die Goethestraße berichtete am 21.2.2024 die Kreiszeitung.de:

    "Rotenburg – Es herrscht Verwirrung. Nicht nur unter den Mitgliedern im Ausschuss für Straßen- und Tiefbau, die sich am Dienstagabend mal wieder mit der gefährlichen Verkehrssituation auf der Rotenburger Goethestraße befassen, sondern ständig auch vor Ort. „Radfahrer wissen nicht, dass sie auf der Straße fahren dürfen; Autofahrer wissen nicht, dass Radfahrer auf der Straße fahren dürfen; und Autofahrer wissen nicht, dass sie beim Überholen 1,5 Meter Abstand halten müssen“, fasst Grünen-Sprecher Ekkehard von Hoyningen-Huene das bekannte Dilemma zusammen, das immer wieder zu gefährlichen Situationen und Unfällen auf der innerstädtischen Verbindung zwischen Mühlenstraße und Soltauer Straße führt. In der Ausschusssitzung wissen am Ende der Debatte offensichtlich aber auch nicht alle, worüber eigentlich abgestimmt wird: Das von SPD, Grünen und Linke beantragte Überholverbot für Radfahrer durch Autos fällt trotz Mehrheit dort durch."

    Und am 19.8.2026 wird über eine Teilsperrung spekuliert:

    Danke jetzt flutscht es. Besonders die Gefahr im Dooring-Bereich zu fahren wird verstärkt durch die roten "Fahrradstreifen", die ja tatsächlich keine Verpflichtung darstellen, darauf mit dem Rad zu fahren. Vergleich Hannover-Schmiedstraße:

    Einfahrt aus Richtung Steintor kommend.

    Einfahrt aus Richtung Markthalle kommend:

    Das sind Bilder aus der Tempo-20-Zone in der Schmiedestraße in Hannover, wo es keine solchen roten Streifen gibt, wie in Lüneburg. Ich vermute nach wie vor, dass die bauliche Ausgestaltung mit den roten "Fahrradstreifen" in Lüneburg aus der zeit stammt, als es die Tempo-20-Zone noch nicht gab.

    In Hannover stört besonders der viele Autoverkehr, der durch das Parkhaus in der Schmiedestraße ausgelöst wird:

    Aber das ist halt das Konzept. Parkhäuser am Rand der Fußgängerzone. Immerhin mit Tempo 20 heruntergeregelte Zufahrt.

    Dazu fällt mir nur ein: https://de.wikipedia.org/wiki/Little_Boxes und die Vorstadthöllen aus "The ballad of Lucy Jordan" und "Blue Velvet"

    Danke für den Link. Kurios: Das Lied, in dem diese Auto-basierte Vorstadtsiedlungs-Architektur "ticky tacky" genannt wird, ist bei einer Autofahrt entstanden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Little_Bo…LevittownPA.jpg (Bild aus dem von Fahrbahnradler verlinkten Wikipedia-Aufsatz)

    Ähnlich im Stil wie "Die Nonne und der Kommissar" ist die Fernsehserie "Alles Klara" gestaltet.

    Hier ein Link zu einem BZ-Berlin-Foto mit "Klara Degen" auf dem Fahrrad: https://image.bz-berlin.de/data/uploads/2…=992&height=558

    Die Hauptdarstellerin in der "Schmunzelkrimi-Serie" wird von der Schauspielerin Wolke Hegenbarth gespielt.

    Zur Zeit können zahlreiche Folgen der Serie in der ARD-Mediathek abgerufen werden.

    Schon in der 1. Folge ist Klara viel mit dem Fahrrad unterwegs in Quedlinburg, wo die Serie spielt.

    Und wo es anscheinend keine Radwege gibt! ;) Und einen Helm trägt Klara auch nicht! 8)

    2011 gewann sie den Titel „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ im Rahmen des Deutschen Fahrradpreises.

    Hier der Link zu Staffel 1 / Folge 1: https://www.ardmediathek.de/video/alles-kl…jc4NzktMjg3OTEy

    https://rheinischer-spiegel.de/strassenverkeh…65-oder-aelter/

    die Zeitung ist echt, sieht nur so aus wie Postillon. :S

    wobei ich beim TÜV-Süd aber keine aktuelle PM in diese Stoßrichtung finde :/

    Ist bereits verwirklicht in den USA in "The Village":

    Autonomes Fahren: Im Roboterauto vom Seniorenheim ins Theater
    Hip, modern, jugendlich: Autonome Autos werden gern als Mobilitätsprojekt für die Generation Internet beworben. Ihre naheliegendste Zielgruppe ist aber eine…
    www.zeit.de

    "Die Tempolimits sind niedrig, die Straßenführung ist auf die Sicherheit der Bewohner ausgelegt und die Verkehrsdichte gering. Spielende Kinder auf der Straße gibt es faktisch nicht – alle unter 19 Jahren brauchen einen Besucherpass und dürfen höchstens 30 Tage bleiben."

    Zitat aus Zeit vom 15.3.2019

    - Ist angedacht, auf gesamter Breite einen einheitlichen Belag zu schaffen? NEIN!

    Zumindest eine Maßnahme wäre ohne großen baulichen Aufwand und mit niedrigem finanziellen Aufwand umsetzbar:

    Fahrradsymbole auf die Fahrbahn aufbringen!

    Sichere Fahrradwege oder unsichere Microcars?

    "Microcars boomen – aber sind sie auch sicher?"

    Unter diesem Titel berichtet der Bayrische Rundfunk am 27.10.2026 in BR24 über die Zunahme von Microcars:

    "Um 80 Prozent hat die Zahl der Microcars innerhalb von drei Jahren zugenommen – auf 46.000. In Bayern darf man sie ab 15 mit dem Rollerführerschein fahren. Sie sehen aus wie ein Auto, sind aber keines – vor allem, was die Sicherheit angeht."

    Sind Microcars eine Konkurrenz zum Fahrrad? Dem Thema Sicherheit jedenfalls wurde bisher kaum Beachtung geschenkt, so scheint es. Dagegen bin ich mir ziemlich sicher, dass besorgte Eltern auf die Idee kommen könnten, ihrem Nachwuchs ein solches Fahrzeug zu bescheren, weil sie nicht wollen, dass er weiter Fahrrad fährt oder auf ein Pedelec, Speed-Pedelec oder Elektro-Motorroller umsteigt.

    In einer Gegend mit guter Radverkehrsinfrastruktur in Form von Radwegen, die deutlich von der Fahrbahn abgetrennt sind, könnte das Fahrrad länger konkurrrenzfähig sein zum Microcar, gerade auch aus Sicht der Eltern.

    Microcars boomen – aber sind sie auch sicher?
    Um 80 Prozent hat die Zahl der Microcars innerhalb von drei Jahren zugenommen – auf 46.000. In Bayern darf man sie ab 15 mit dem Rollerführerschein fahren. Sie…
    www.br.de

    Kann es sein, dass mit den Links was nicht stimmt? Da wird auf beiden dasselbe Bild einer Apotheke gezeigt. Dein Verbesserungsvorschlag liegt möglicherweise bereits in der Schublade und wurde bisher nicht vollzogen, weil Geld und Gelegenheit fehlten. Es sieht doch sehr so aus, als sei die Straße nur provisorisch zur Tempo-20-Zone umgestaltet worden.

    Ganz schlimm finde ich es so aber auch wieder nicht. Vorzüge hatte ich bereits genannt. Man könnte das Ganze auch als "duale Radverkehrsführung" durchgehen lassen.

    das gilt für den Auto- und Motorradverkehr gleichermaßen. links rein und gleich wieder raus ist immer kürzer als 3/4 außenrum ... :/

    Ohne dass jetzt bewerten zu wollen: Ich vermute, dass Fahrradfahrer*innen sich ermächtigt sehen solche "Abkürzungen" zu benutzen, weil sie mit eigener Körperenergie ihr Fahrzeug vorantreiben. Während Benutzer von motorgetriebenen Fahrzeugen sich stärker verpflichtet sehen, auch mal Umwege in Kauf zu nehmen, weil es ja für sie ein Leichtes ist, durch extrem geringen Kraftaufwand (Drücken aufs Gaspedal oder Drehen am Gasdrehgriff) voranzukommen.

    An Kreisverkehren habe ich auf der Kreisfahrbahn den kürzeren Weg, keine abrupten Verschwenkungen und ich muss nicht an jeder Querung fast anhalten, um sicherzugehen, dass ich nicht von ein- oder ausfahrenden Autofahrern abgeräumt werde.

    In diesem Kreisel in Hannover beobachte ich sehr regelmäßig, dass Fahrradfahrer*innen entgegen der Kreisverkehrrichtung durch den Kreisel fahren, wenn das für sie den Weg zur gewünschten Ausfahrt verkürzt:

    Lichtenbergpl. · Linden-Limmer, 30449 Hannover
    Linden-Limmer, 30449 Hannover
    www.google.com

    Der Elefant im Raum ist (wie bei den vorangegangenen Versuchen zu Schutzstreifen außerorts ebenfalls), dass die Variante "Tempolimit ohne irgendwelchen Markierungsfirlefanz" beim Vergleich ausgeschlossen wird. Honi soit qui mal y pense.:evil:

    "Das Modell orientiert sich an typischen Verkehrsführungen in den Niederlanden. Diese sind dort bereits seit langer Zeit üblich und erfolgreich." So steht es in der verlinkten Quelle:

    Radschutzstreifen außerorts erstmals in Sachsen im Rahmen eines Verkehrsversuches erprobt

    Was nicht drin steht: In den NL gibt es Landstraßen, auf denen generell Tempo 60 max. gilt. Dort trifft man häufiger diese Schitzstreifen an, bei denen der Fahrzeugverkehr in Form von zwei PKW-s nur dann begegenen können, wenn sie in den Schutzstreifenraum hineinfahren. Diese Kathegorie gibt es in D (noch?) nicht. Und wehe jemand wagt es in D ein niedrigeres Tempolimit anzusetzen. Die Tatsache, dass Fahrradfahrer*innen die Landstraße benutzen, ist kein ausreichender Grund.

    Was sollte der Schelm eigentlich Böses denken?

    Möglicherweise wird das Schutzstreifen-außerorts-Experiment in Sachsen nicht daran scheitern, dass es zu unfallträchtig ist, sondern dass es mit einem niedrigen Tempolimit verbunden ist.

    Ha, hier ist es besonders verwirrend. In der einen Richtung sollen Fahrradfahrer*innen den roten Angebotsradweg nutzen. In der anderen Richtung die Fahrbahn. So sind zumindest die Fahrbahnpiktogramme zu deuten:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.de

    Andererseits: Was wäre besser?

    Würde man komplett auf die rot markierten Angebotsradwege verzichten, dann käme aus der Autofahrerschaft sofort die Forderung nach einer Freigabe in beide Richtungen. Und es würde schwerer werden Fahrbahnrandparker zu ahnden. Und die würden sich einstellen, auch wenn es bei der Einbahnstraßenregelung bliebe. Wer in der so gestalteten Straße am Fahrbahnrand parkt, der parkt auf dem Radweg. (Auch wenn es "nur" ein Angebotsradweg ist.) Das erlaubt eine strengere Ahndung von Parkverstößen, als wenn dort keine Radwege markiert wären und stattdessen nur Parkverbot- oder Halteverbotsschilder stünden.

    Die Bodenmarkierung mit den Fahrbahnpiktogrammen erweckt den Eindruck, es sei gewünscht, entgegengesetzt der Einbahnstraße den roten Angebotsradweg zu benutzen. In Fahrtrichtung der Einbahnstraße ist anscheinend die Fahrbahnnutzung gewünscht.

    Ist aber auch wiederum gar nicht soo dumm gemacht, weil man von der anderen Seite betrachtet sieht, dass die Parkstände in Fahrtrichtung rechts liegen, direkt neben dem rot markierten Angebotsradweg, so dass bei Nutzung des Angebotsradweges Dooringgefahr besteht. Aber das große weiße Fahrradpiktogramm auf der Fahrbahn empfiehlt eindeutig die Fahrbahn-Nutzung:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.de

    Die Tempo-20-Regelung gefällt mir gut!

    Gibt es in Hannover z. B. in der Schmiedestraße. Das streetview-foto ist in der Umbauphase entstanden: https://www.google.de/maps/place/Sch…SoASAFQAw%3D%3D

    In Hannover gibt es in der Tempo-20-Zone allerdings keine Angebotsradwege.

    ich möchte ergänzen: es mag wirklich sein, dass der Unfallfahrer absolut nicht geeignet war, am Straßenverkehr teilzunehmen. Bewegungseinschränkung, halb blind, versteifte Gelenke usw.

    Für Menschen mit Behinderungen gab es immer schon zahlreiche Möglichkeiten, das Auto so zu modifizieren, dass es trotz Behinderung gefahren werden kann. Die Anzahl dieser Möglichkeiten hat aufgrund zahlreicher Assistenzsysteme erheblich zugenommen. In manchen Gegenden der Welt fahren bereits Autos autonom. Würde dort jemand einem älteren Autofahrer vorwerfen, dass er aufgrund seines hohen Alters nicht mehr in der Lage sei, Auto zu fahren? "Ein 96 Jahre alter Autofahrer soll laut Polizei an der Kreuzung Cuxhavener Straße/Falkenbergsweg mit seinem Wagen abgebogen und mit der Frau zusammengestoßen sein.", heißt es in dem Unfallbericht. Ein Abbiegeassistent mit Notbremsfunktion hätte möglicherweise den Unfall verhindert. Warum stattdessen über ein "rechtzeitiges aus dem Verkehr nehmen" spekulieren?

    Bei dem Unfall am Falkenbergsweg hätte nur ein rechtzeitiges aus den Verkehr nehmen, des Automobilisten, der sicher behauptet, das er seit 60 Jahren unfallfrei ist. 96 ist ein biblisches Alter, wo das Autofahren nicht mehr notwendig sein sollte.

    Da fällt mir Katja Diehl zu ein: “Es ist keine Freiheit, wenn man auf Führerschein und Auto angewiesen ist.”

    Zu Gast bei Moment: “Es ist keine Freiheit, wenn man auf Führerschein und Auto angewiesen ist.” — Katja Diehl
    Das Interview führte Ralf Waldhart. Die deutsche Mobilitätsexpertin Katja Diehl macht sich für eine gerechte Mobilität stark, die den Menschen wieder in den ...
    katja-diehl.de

    "Das Autofahren ist notwendig, der Freiheit wegen." Auch für einen 96-Jährigen. Leider. In einer besser organisierten Welt ohne Autos gäbe es für alle Menschen Freiheit, auch für die, die heute ohne Auto sind und denen deshalb ein wichtiger Freiheitsmoment fehlt.

    Ausgangspunkt meiner Frage war dieses Zitat:

    Welche Verbesserung der Infrastruktur (nicht Änderung der Verkehrsregeln) ist für "langsam fahrende Fahrradfahrer*innen" erforderlich? Das ist etwas anderes als die Frage, was man tun muss, damit man dort nicht schnell fahren kann.

    Im Übrigen halte ich es für einen Fehlschluss, dass eine Förderung des Radverkehrs vor allem auf langsame Radfahrer abzielen muss. Wenn das Fahrrad im Alltagsverkehr mehr Autofahrten ersetzen soll, dann darf die Fahrradnutzung kein Zeitnachteil sein. Die Zielgruppe sind daher eher Leute, die auch auf dem Fahrrad zügig an ihr Ziel kommen wollen und keine Gelegenheits- Langsamradler.

    Kann es sein, dass du "Langsamradler" gleichsetzt mit "Gelegenheitsradler"?

    Auch wenn man langsam mit seinem Fahrrad fährt, kommt man zügig an sein Ziel. Und das jeden Tag beim Weg zur Arbeit und zum Einkaufen, beim Arztbesuch, Kneipenbesuch, Kinobesuch usw..

    Und auch wenn man zu Fuß geht, gelingt das häufig. Beim Einkäufen frage ich mich häufiger: "Nehme ich jetzt das Fahrrad, oder gehe ich zu Fuß und nehme den "Hackeporsche" mit?" :)

    Es ist nicht die Verkehrsmittelwahl entscheidend, sondern die Siedlungsstruktur! Umgekehrt hat das Verkehrsmittel Auto und sein "Siegeszug" erst dazu beigetragen, dass Siedlungsstrukturen entstanden sind, die bei vielen Menschen den Eindruck erwecken, das Auto sei alternativlos. Was sagst du diesen Menschen? Trainiere ordentlich das Fahrradfahren, dann bist du auf dem Fahrrad bald schneller an den vielen Zielen, die du jetzt noch mit dem Auto ansteuerst?

    Der ADFC ist breit aufgestellt. Der ADFC will nicht nur eine kleine "Radfahrer-Elite" vertreten, die für sich in Anspruch nimmt, grundsätzlich immer schneller am Ziel zu sein als ein Autofahrer, wenn man stattdessen das Fahrrad als Verkehrsmittel wählt. Und die deshalb dazu aufruft, grundsätzlich die Fahrbahn zu nutzen und keinesfalls Radwege zu bauen, weil damit die Verdrängung der Fahrradfahrenden von der Fahrbahn einhergeht. Der ADFC will das Fahrradfahren für alle Menschen attraktiv machen. Auch für diejenigen, die nicht den Ehrgeiz haben, mit dem Fahrrad schneller am Ziel zu sein, als wenn sie stattdessen das Auto benutzen.

    Und viele Menschen, mich eingeschlossen, freuen sich über einen breiten Fahrradweg an einer vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße, die für die Geschwindigkeit schnell fahrender Autos geplant und gebaut ist, wo mit 50 km/h gefahren wird und Verkehrsteilnehmer*innen, die mit 15-17 km/h dort lang fahren, entweder eine Fahrzeugschlange hinter sich herziehen, so dass sie häufiger am Fahrbahnrand halten müssten, um diese passieren zu lassen, oder häufig überholt werden, was auch dann, wenn es vollkommen regelgerecht und mit ausreichend großem Sicherheitsabstand geschieht, ganz sicher nicht den Eindruck verstärkt, dass das Fahrrad das schnellere Verkehrsmittel sei. Ein Gefühl, dass du als ausschlaggebend dafür betrachtest, dass Menschen das Fahrrad benutzen.

    Das geht an der Frage vorbei:
    Die Frage war, wenn eine Infrastruktur bereits zum schnell fahren geeignet ist, was muss sie dann noch zusätzlich haben, damit sie auch zum langsam fahren geeignet ist?
    Oder anders gefragt:
    Ist nicht automatisch jede Infrastruktur, die zum schnell fahren geeignet ist, auch zum langsam fahren geeignet?

    Wobei eben mein Beispiel Autobahn laut Yeti nicht zählt. Ich könnte, von der Infrastruktur her, jeden Tag auf der Autobahn joggen gehen. Dem halte ich weiterhin entgegen: Nein, das ist per Gesetz verboten und die rechtliche Situation ist Teil der Infrastruktur. (Ganz konkret, das Schild Autobahn mit dem impliziten Verbot für Fußgänger)

    Es gibt darüber hinaus auch noch andere Gründe dafür, auf einer Autobahn nicht zu joggen. Vorstellbar wäre ja ein Fahrradweg oder Fußweg, der möglichst direkt an der Autobahn entlangführt. Fände ich jetzt nicht sonderlich attraktiv. Im Prinzip könnte man dort auch langsm fahren oder gehen, aber will ich das? Eher nicht!:(

    Ich frage mich ohnehin, wozu es eine Infrastruktur braucht, auf der Individualverkehr schnell fahren kann? Wer es eilig hat, der soll bitteschön die Straßenbahn oder S-Bahn, die Regionalzüge oder Schnellzüge benutzen. Wem das gegebene Angebot nicht ausreicht, der möge sich für einen Ausbau der Schienennetze stark machen.

    Im Gegensatz dazu hänge ich mich beim ADFC nicht kleinlich an einem Frage-Paar auf, sondern am Gesamtbildnis ADFC == Lügen-Verein, hier in Form einer Stimmungsumfrage, welche nur das Programm der ADFC wiedergibt, die noch im selben Absatz ohne Äußerung von Wünschen zu einer Wunschliste formuliert wird und dann zu einer Forderung an die Politik mündend in „mehr Radwege“ == was der Radfahrer will, oder gar, was für ihn gut wäre, ist dem Verein scheißegal, er benutzt ihn ausschließlich zur Legitimierung seiner Selbst und seines Rafahrer verachtenden Programms.

    Jetzt werde ich aber neugierig: Welcher Verein ist deiner Meinung nach denn besser als der ADFC dazu in der Lage, die aus deiner Sicht "wahren" Interessen der Radfahrerschaft zu erkennen und unverfälscht zu vertreten?