Naja, hier findest du die detaillierte Liste der Routen:
Wie zu erwarten, die Liste der Routen zeigt, der ADAC betrachtet Angebotsradwege, kritisiert deren schlechten Zustand und vermerkt das auch dann auf seiner Negativ-Liste, wenn diese Radwege besser nicht benutzt werden und es stattdessen in vielen Fällen sicherer und bequemer ist, auf der Fahrbahn zu fahren.
Folgende Beispielsätze klingen irgendwie gar nicht danach:
Achten Sie auf Radfahrer auf der Straße – sie dürfen dort unterwegs sein, wenn der benutzungspflichtige Radweg zugeparkt oder vereist ist.
Radfahrer mit ausreichendem Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern innerorts und mindestens 2 Metern außerorts überholen.
Irgendwie scheint der ADAC mit diesen Hinweisen nicht richtig bis zu seinen Mitgliedern vorzudringen.
Aber vieleicht sind das ja alles gar keine ADAC-Mitglieder, die mir mehrfach täglich mit Anhupen und Anpöbeln zu Verstehen geben wollen, dass ich gefälligst nicht auf "ihrer" Fahrbahn mit meinem Fahrrad fahren soll. Übrigens sogar in solchen Fällen in denen gar kein Radweg vorhanden ist.
Wenn du Gelegenheit hast, Hannover zu besuchen, dann fahre doch mal die Göttinger Straße von Strousbergstraße bis Deisterkreisel mit dem Fahrrad.
https://www.google.com/maps/@52.35657…!7i13312!8i6656
Hupkonzert garantiert!
Den Beleg, dass es sich nur um Horrorgeschichten handelt und die Systeme in der Realität viel besser funktionieren als in den "Pseudo-Tests" bist du bislang schuldig geblieben.
Die ADAC-Propaganda gegen ein geschlossenes ISA sind erfundene Horrorgeschichten. Die Erfahrungen mit ISA zeigen, dass echte Horrorgeschichten verhindert werden. Anders bei einem Spurhalte-Assistenten: Im besten Fall verhindert auch der Spurhalte-Assistent schwere Unfälle. Aber es gibt auch problematische Vorfälle. Dieser hier verdient tatsächlich den Begriff Horrorgeschichte:
"Ein mit Spurhalteassistent ausgerüstetes Fahrzeug fuhr infolge eines Schlaganfalls des Fahrzeugführers mit hoher Geschwindigkeit in den Ort. Dabei wurden eine Frau und ihr Kind getötet. Der Fahrer hatte zuvor das Steuer verrissen, so dass das Fahrzeug unter normalen Umständen in einem Gebüsch vor dem Ortseingang zum Stehen gekommen wäre. Der Spurhalteassistent aber führte das Fahrzeug wieder zurück auf die Straße - und dann hinein ins Dorf."
LTO vom 4.9.2019: Automatisiertes Fahren und Strafrecht - Wenn Technik tötet
Gastbeitrag von Carsten Staub