Monolog-Forum der Radweggegner

  • 3 Threads geschlossen derzeit an der Vorderseite! Sind Diskussionen mit Gegenstimmen hier unwillkommen? Hat man mit einer neuen religiösen Sekte womöglich zu tun?


    Dann sollte man nicht die Diskussionen schliessen, sondern das Forum und es beim Blog der Fürworter einer einzigen Einbahnstrassenmeinung belassen... Diskussionen sperrt man, wenn Beleidigungen kommen, oder viel mehr, man sperrt diejenigen, die beleidigen...


    Malte, Du machst hier Dein Werk kaputt...

  • Nun, erstmal sind es nicht drei Threads sondern zwei. Der Dritte wurde von eben der Person die den Ersten begann mit fast identischem Titel neu erstellt nachdem der Erste geschlossen wurde - netterweise auch gleich noch mit dem Hinweis an den Forenbetreiber das der gefälligst zu prüfen habe ob der denn überhaupt hätte geschlossen werden "dürfen":
    "Bitte überprüfen Sie bei der Schließung von Themen, ob sich die Schließung mit den Nutzungsbedingungen verträgt und vereinbaren lässt."


    Dann waren das keine Diskussionen. Das waren Statements eines selbsternannten Halbgottes. Wenn ich mich nur an die Aussage(n) erinnere das Gehwege gefälligst für den Radweg zu öffnen seien da Radfahrern ja das Befahren der Fahrbahn nicht zuzumuten ist, gleichzeitig aber Fußgänger die es nicht aushalten das Radfahrer an ihnen vorbeirasen gefälligst zu Haus bleiben sollen1 kommt mir schon die Galle hoch.


    1)
    "(außer auf der Fahrbahn, aber das machte ich natürlich nicht, ich war schließlich nicht lebensmüde)."
    "Und wer sich als Fußgänger vor einem Fahrrad mit gerade mal 25-30 km/h erschrickt, hat nichts im Straßenverkehr verloren! (und sollte zu seiner Sicherheit möglichst aufs Fußgehen verzichten)"
    Von mir frei interpretiert: *Ich* fahre Rad. *Ich* darf das! *Ich* habe das immer und überall zu dürfen!
    Leider traue ich mich nicht auf die Fahrbahn, aber da *Ich* ja immer und überall Radfahren dürfen muss haben die Gehwege gefälligst für *mich* freigegeben zu werden. Da bin *Ich* dann der King, da kann ich dann das Ar***loch heraushängen lassen.
    Und wenn das einem Fußgänger nicht passt dann soll der gefälligst Zuhause bleiben.


    Etwaige Ähnlichkeiten mit dem Verhalten einiger Autofahrer auf der Fahrbahn sind da sicher nur rein zufällig.

  • 3 Threads geschlossen derzeit an der Vorderseite! Sind Diskussionen mit Gegenstimmen hier unwillkommen? Hat man mit einer neuen religiösen Sekte womöglich zu tun?


    Dann sollte man nicht die Diskussionen schliessen, sondern das Forum und es beim Blog der Fürworter einer einzigen Einbahnstrassenmeinung belassen... Diskussionen sperrt man, wenn Beleidigungen kommen, oder viel mehr, man sperrt diejenigen, die beleidigen...


    Malte, Du machst hier Dein Werk kaputt...


    Abgesehen davon, dass ich mich den Vorrednern anschließe, würde ich gerne noch "munchengladbach" darauf hinweisen, dass es mit MLR nicht einmal möglich war zu klären, was eigentlich ein "Radweg" ist. Dieser Mensch ist jedem Versuch, sich logisch und sachlich mit seinen Thesen auseinanderzusetzen, unter anderem dadurch ausgewichen, dass er einfach die Definition dessen, worüber man redet, geändert hat. Unter anderem wurden von ihm reine Gehwege (also Hochborde ohne jegliche Beschilderung und ohne abgesetzte Spuren) als Radwege bezeichnet.


    Diejenigen, die nicht bereit waren, MLRs Tiraden das Forum verstopfen zu lassen, pauschal als "Radweggegner" zu bezeichnen ist übrigens auch falsch. Ich habe nichts gegen gute Radwege, die die Sicherheit erhöhen und die mich gegenüber einer Fahrbahnbenutzung nicht diskriminieren. Das trifft in Hamburg zum Beispiel auf den Radweg zu, der neben der Autobahn A1 die Süderelbe überquert. Und von Hamm Richtung Bergedorf fahre ich auch lieber durchs Grüne als auf der vierspurigen Schnellstraße B5.
    Und wenn ich sehe, was an 11-jährigen Kindern und an 85-jährigen Rentner alles auf dem Rad daherkommt, möchte ich auch unter den herrschenden Verhältnissen nicht jeden zwingen, auf einer sechsspurigen Straße unbedingt die Fahrbahn nutzen zu müssen: Da hat die Stadt dafür zu sorgen, dass diese Leute radeln können, ohne von Autos umgenietet zu werden, aber auch ohne mit dem rechten Pedal an der Eingangsstufe der Häuser hängenzubleiben.
    Anders gesagt: Radwege wie in Kopenhagen würde ich gerne benutzen, "Radwege" wie in Münster nicht.

  • Hättest Du, munchengladbach, die gesperrten Threads mal ernsthaft gelesen, hättest Du Dir diesen Faden und die harsche Kritik darin sparen können. Für eine ergebnisoffene Diskussionen ist hier im Forum nämlich fast jeder zu haben.

  • Also ein Diskussionsforum ist wie gesagt nicht wie der Chor von einer Kirche wo man nur einstimmig zu einem Gott wohlwollend redet... In Rom hat man sogar im Forum Menschen ermordet, so viel Dynamik gab es in der Auseinandersetzung: Sogar Gegenrede reichte nicht mehr aus :rolleyes: ...


    UliB, viele Diskussion führen zu gar nichts, solange keine griffige Entscheidungen seitens der Entscheidungsinstanzen nachfolgen, und selbst da: Siehe neue StVO und bisherige, die annulliert wurde, als sie bereits rechtsgültig geworden war, und doch, kann man heute im Nachhinein in amtlichen Texten nachlesen, ein grosses Fragezeichen damals, auch in diesem Forum, immer noch Gültigkeit hatte, obwohl der Bundesverkehrsminister sie aus dem Verkehr wie eine "betrunkene Rechtsnorm" gezogen hatte. Dies hat heute noch, dieses Chaos, Nachwirkungen auf mancher Fahrradampel... Da wurde vor 2009 diskutiert, da wurde beschlossen, da wurden neue Ampel danach gebaut, weil man auf solchen griffigen und amtlichen Entscheidungen wartete, und 2013 kam etwas, was die Regelung völlig anders und mit unbegreiflichen und langen Übergangsfristen verunstaltete.


    Fahrbahnradler, ein Forumteilnehmer braucht nicht etwas, anders zu beweisen, als es sowieso in der StVO oder anderen offiziellen Normen bereits ist (oder bewusst versäumt wird!), das wäre doch absurd... Radwege stehen in der StVO, so gut oder schlecht die Definition da auch ist (da fangen sogar Journalisten in der Republik an, solche Umbezeichnungen vornehmen zu wollen...). Bei den landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die Gegenstand von ganz legalen Schildern sind, gibt es GAR KEINE amtliche Erklärung, so dass Gärtner feststellen mussten, dass sie rechtlos und nichts wert sind, hm...


    Es is schön, dass es in diesem Forum Verteidiger der Gegenstimme gibt! Das ergibt automatisch eine verfeinertere Diskussion: Das "Selbstbefriedigungsmässige", was sonst zu befürchten wäre, wird damit etwas abgefedert!


    In der Tat haben uns die Fahr-auf-der-Hauptfahrbahn-Befürworter mit ihrem unkritisch hörigem Club (ja ADFC) eine absolute Katastrophe eingebockt: Die Pflicht-Furten, die noch bei weitem viel schlimmer sind, als die Radwege es sind! Die Radwege verschwinden, nachdem Strassenbelagsfarbe enorm viel billiger als neue separate Wege ist, die vielerorts unvermeidbar wären, nachdem bis 65 % davon weit unterhalb der Anforderungen in den VWV StVO sind: Da kommt wesentlich mehr als Kosten zum Löcherstopfen! Völlig neuer Belag, oft begleitet mit völlig neuen Fußwegen, auch mit neuem Belag!


    Das kommt davon, dass sich das ADFC keine richtigen Ziele (Parteien würden sagen: Liste von Wahlversprechen; in vielen Hinsichten sind nämlich ADAC UND ADFC so was wie eine lobbyistische Partei, es fehlt im Grunde genommen nur, dass sie eigene Kandidaten bei Wahlen aufsetzen, wie dass in anderen europäischen Ländern Jäger, oder Naturschützer tun, bei uns schützen ja die Naturschützer nicht mehr die Natur, sondern die Interessen der eigenen Bonzen...) gesetzt hat.


    ADFC organisiert CM´s und verwaltet Beiträge, und tut sonst wenig. Sonst hätte ADFC schon lange und müsste danach und heute immer noch gegen viele Detail der Ordnung des Verkehrs auf den (deutschen) Strassen aufschreien müssen, insbesondere


    gegen Vorab-Bettel-Ampel, heute bringt man an vielen Orten Schalt-Videokameras an, fúr den vollklimatisierten, Hifi-beschalten-, telefonfähigen Kraftverkehr mit Fahrgastunterhaltung, weil Schritt mit der techn. Ausstattung der Kraftfahrer halten will, oder... Selber Schuld, Radfahrer, offen zu zeigen, dass Ihr keinen Wert darauf legt!
    gegen die Pflichtfurten,
    gegen das Einsparen von einer Gelbphase zumindest beim Übergang nach "rot",gegen zu Radstreifen, gleich ob Schutz- oder Fahr-, entlang von Parkbuchten, wenn sie den Radler veranlassen, zu nahe an den Türen zu fahren,
    gegen orangen Warnblinkleuchten an Kreuzungen, die Fussgänger schützen aber Radler als Freiwild scheinbar anbieten,
    gegen verlenkte Fahrradwege und Furten, die dem Verkehr suggerieren, dass der Radler in eine andere Richtung weiterfahren wird, als er die Absicht hat, wodurch er oft übersehen, im toten Winkel und aus dem Gedächtnis gerät und überfahren wird,
    gegen Steigerung des toten Winkels (warum werden solche Autos zugelassen: In den USA haben viele, auch Riesenzumaschinen, eine Schnauze, die weniger verdeckt! Wer im Panzerregiment gedient hat, weiss es, im viereckigen Panzer siehst Du gar nichts, im alten LKW aus der Vorkriegszeit, manche stehen noch auf Kasernenhöfen, siehst Du zumindest nach vorn fast so gut, wie in jedem PKW, in Luxus-PKW's, wie Hummer, sieht man sogar schlechter...)
    gegen das Verbieten der Fotobeweise zum eigenen Schutz (grotesk in einer Republik, wo solche Aufnahmen seit Jahrzehnten, wo es nur um Geld, viel Geld, aber seit wann ist Geld wichtiger als Menschenleben, geht, vollkommen standard und undiskutabel geworden ist! Welcher Magistrat der Republik verweigert seiner Dienststelle, dass ihm sein Gehalt auf einem Bankkonto überwiesen wird, und verlangt, dass die Lohntüte wieder kommt, nachdem in allen Banken und Geldautomaten heute, und noch dazu in vielen Geschäften, Videoaufnahmen automatisch und unabwendbar aufgenommen werden?) bzw. zum Schutz der Interessen der Nachkommenschaft, falls man in einem Unfall getötet wird, gegen das Erlöschen der Rahmengarantie bei Wiederverkauf des Eigentums, usw.
    gegen «Radweg-Schäden»-Schilder, die seit (weit) über 10 Jahren einbetoniert am Pflichtradwegrand stehen, ohne automatisch die völlige Entwertung des betroffenen Radwegs zu bedeuten,
    gegen nicht ausgeschilderten groben Radwegschäden,
    gegen Auflockerung der Beschilderungspflicht (heute sah ich zufällig nebeneinander 30-km/h-Zonen-Ende und Spielstrasse! Ich war nicht mehr als 10 m in der 30-km/h-Zonen-Ende (die weitergeht in einer Richtung) gefahren, aber da hat man gefunden, dass es dramatisch wäre, wenn ich mich dahinter verschanzen würde, weil ein 30-km/h-Zonen-Ende-Schild fehlt, und das Spielstrassenschild nicht beachte... Aber sie stehen ja millimetergenau nebeneinander! Wenn ich das eine sehe, habe ich automatisch das Andere zu beachten, oder seit wann darf man 30 km/h in der Spielstrasse fahren? Umgekehrfrage: Warum schützt man eine Spielstrasse doppelt und ein Radweg, wo auch (Schul-!!!)Kinder verkehren nur halb?
    gegen widersprüchliche Beschilderungen (nördlich des Wirtschaftsweg Durchfahrtsverbot, südlich Kraftverkehrs-Durchfahrtsverbot),
    gegen die viel zu seltene Benutzung des grünen Pfeils, dort wo sie so wichtig wären für Radwegbenutzer,
    gegen die viel zu häufige Stop-Schild-Verwendung, die so oft den Radfahrer, bei Beachtung, nahezu die Überquerungsfähigkeit beraubt, weil sie nunmal enorm viel mehr Kraftaufwand brauchen, um von null aus zu starten, und vollkommen unterlegen werden, wenn der querende Kraftverkehr die Richt- oder Pflichtgeschwindigkeiten nicht einhält, sprich zu schnell fährt! Führt dazu, dass der Radler die Pflichten einhält, sich selbst aber dabei wesentlich mehr in Gefahr bringt, um die allgemein zu kurzen Pausen zu nutzen. Wäre sein Rad noch am leichten Drehen, wäre es oft gar kein Thema! Dieser Punkt ist besonders relevant bei der Querung außerort, wo zu Gunsten (des, auch deshalb, zu schnell fahrenden Kraftverkehrs) nur die Höhe der Hauptstrasse begradigt wurde, und Radler auf beiden Seiten deshalb einen Anstieg antrifft).


    Aber das Schlimmste ist bei weitem, dass man nicht unabdingbar verlangt, dass der Radverkehr an Kreuzung vor der vorderen Windschutzscheibe des Kraftverkehrs sein soll! Schon deshalb sollten sich Radfahrer organisieren, und an stark frequentierten Kreuzungen, nur zur wirklich gefahrlosen Überquerung der jeweiligen Kreuzung Verbände von Radfahrern nach §27 StVO den anderen Radfahrern anbieten! Vielleicht hätten man dann irgendwann Schluß mit den sowohl idiotischen wie auch in meinen Augen hochgefährlichen Pflichtfurten (wir fahren immer im ganz kleinen Verband, meine Frau und ich, wir sind ja immer zu zweit, wie ein Ehepaar eben im Auto... Was mache ich, wenn ich den Eindruck habe, ich kann es an einer Kreuzung noch völlig gesetzlich bei grün noch schaffen? Das ist doch ganz klar, dann versuche ich, so schnell wie möglich zu fahren, damit auch meine Frau diese Möglichkeit hat... Ist in meinen Augen ganz normal und mein gutes Recht! Kraftfahrer dürfen auch im Rahmen der jeweiligen Tempolimit beschleunigen, wenn sie eine Ampel noch kriegen wollen und dadurch schaffen, und sie tun's ungeniert, direkt vor meinem Haus, dass heisst fast direkt vor dem Polizeipräsidium, ist nämlich fast mein Nachbar! Und das tue ich auch auf dem Pflicht-Radweg, warum nicht, die Einhaltung einer Pflicht macht nicht aus mir ein Mensch unterwürfiger Klasse! Ganz zur Verzweiflung der Abbieger aus dem Kraftverkehr, die zu dumm sind, um mit diesem schnellen Nachkommen zu rechnen, und sich der Motivierung gar nicht bewusst sind, dass ich an der gleichen Möglichkeit für meinen Mitfahrer denken und Vorsorge für ihn schaffen muss! Ich finde, das ist mein gutes Recht, und es ginge ohne jeglichem Problem noch zusätzlicher Gefahr, wenn ich immer vor der vorderen Windschutzscheibe der Anderen wäre, oder brav hinter ihnen eben warten müsste! Nur das unrechte Recht verbietet es mir! Das aktuelle System ist pervers!)

    (1%o der deutschen Bevölkerung, nicht 1 %o nur der Radler, der Gesamtbevölkerung oder fast , stirbt jährlich radfahrend hauptsächlich, weil der Kraftverkehr nicht mehr die Geduld aufbringt, einen Augenblick, überlege mal Du selber was das Wort eigentlich bedeutet, für/wegen einen Radfahrer zu warten, hinter ihm, vor ihm beim Abbiegen, usw., je nach Verkehrssituation! Eine ganze mittelgrosse Stadt, wie in den schlimmsten Kriegsgebieten! Verletzte kommen noch hinzu! Quelle: Statistisches Bundesamt laut Presse)


    Gruß

  • (heute sah ich zufällig nebeneinander 30-km/h-Zonen-Ende und Spielstrasse! Ich war nicht mehr als 10 m in der 30-km/h-Zonen-Ende (die weitergeht in einer Richtung) gefahren, aber da hat man gefunden, dass es dramatisch wäre, wenn ich mich dahinter verschanzen würde, weil ein 30-km/h-Zonen-Ende-Schild fehlt, und das Spielstrassenschild nicht beachte...


    Aha, und . . . da war der ADFC dran schuld?? ?(

  • 1%o der deutschen Bevölkerung, nicht 1 %o nur der Radler, der Gesamtbevölkerung oder fast , stirbt jährlich radfahrend hauptsächlich, weil der Kraftverkehr nicht mehr die Geduld aufbringt, einen Augenblick, überlege mal Du selber was das Wort eigentlich bedeutet, für/wegen einen Radfahrer zu warten, hinter ihm, vor ihm beim Abbiegen, usw., je nach Verkehrssituation!


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    Ist an allem der ADFC schuld?

  • 1%o der deutschen Bevölkerung, nicht 1 %o nur der Radler, der Gesamtbevölkerung oder fast , stirbt jährlich radfahrend


    1‰ der deutschen Bevölkerung ist etwa 80mio / 1000 = 80,000. Wir haben aber unter 400 tote Radfahrer im Jahr. (Hat hier jemand die Statistik für 2014 zur Hand, oder gibt's die noch nicht?)

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • @munchengladbach ich habe irgendwie nicht das Gefühlt, dass du MLRs Aussagen durchgelesen und verstanden hast. Seine Thesen liefen ungefähr darauf hinaus:

    • Radverkehr ist eh kein ernstzunehmernder Verkehr
    • Radfahrer haben kein Recht auf schnelle Fortbewegung. Deshalb:
      • sind gefährliche Kreuzungen kein Problem. Da kann der Radfahrer ja mal (am besten immer) auf seine Vorfahrt verzichten.
      • sind viel zu schmale Radwege kein Problem.
    • Der KFZ-Verkehr sollte unter keinen Unterständen langsamer als die zulässige Höchstgeschwindigkeit fahren müssen

    So etwas kann man am Stammtisch von Kraftfahrer zu Kraftfahrer sagen. In einem Forum, in dem vor allem Radfahrer unterwegs sind, führt dies nur zu unnötigen Konfrontationen. Er hätte auch genauso gut sagen können: Ihr seid doch alle doof. Das käme ungefähr zum gleichen Ergebnis.

  • 8|


    Ist an allem der ADFC schuld?


    Du hast recht! Ich habe die Originalseite, die ich gelesen hatte, und wo es kein Link zur echten Originalstatistik gab, nicht mehr gefunden...˙Aber Google, mein echter Helfer, fand dafür mit ähnlichen Worten diese



    und sie scheint, ohne Link, vertrauenswürdig und einig
    ermaßen sicher...


    Tur mir leid, und das ich mich geäussert habe, hat zumindest zur Klärung beigebracht.


  • Abgesehen davon, dass ich mich den Vorrednern anschließe, würde ich gerne noch "munchengladbach" darauf hinweisen, dass es mit MLR nicht einmal möglich war zu klären, was eigentlich ein "Radweg" ist.


    Ein Radweg ist ein Weg, den Radfahrer benutzen können.
    Auch Fahrrad-Routen werden als "Radwege" bezeichnet, aber diese meine ich nicht.
    Ich meine gemeinsame und getrennte Geh- und Radwege, sowohl mit als auch ohne Schild.


    Solange kein Schild die Fahrbahnnutzung vorschreibt und neben der Fahrbahn ein zur Straße gehörender Weg verläuft, ist, falls er nicht zweifelsfrei als Gehweg erkennbar ist, davon auszugehen, dass es sich um einen Geh- und Radweg (gemeinsam/getrennt, mit/ohne Schild) handelt und dieser von Fahrradfahrern zu benutzen ist. (vgl. a. §§1 und 2 StVO)


    Zitat

    Ich habe nichts gegen gute Radwege, die die Sicherheit erhöhen und die mich gegenüber einer Fahrbahnbenutzung nicht diskriminieren.


    Das dürfte auf die Radwege in Münster und im Münsterland wohl zutreffen.


    Zitat

    Anders gesagt: Radwege wie in Kopenhagen würde ich gerne benutzen, "Radwege" wie in Münster nicht.


    Was unterscheidet die Radwege in Kopenhagen von den Radwegen in Münster? Was macht sie besser?
    (In Kopenhagen bin ich nie Rad gefahren und werde ich wohl voraussichtlich auch nicht. Aber die Niederlande haben ja einen ähnlichen Ruf, obwohl die Radwege dort qualitativ denjenigen in Münster fast gleichen. Daher gehe ich hier von einem Alibi-Argument aus: Ich glaube nicht, dass die Radwege in Kopenhagen anders oder besser sind als in Münster.)


    @munchengladbach ich habe irgendwie nicht das Gefühlt, dass du MLRs Aussagen durchgelesen und verstanden hast. Seine Thesen liefen ungefähr darauf hinaus:


    -Radverkehr ist eh kein ernstzunehmernder Verkehr


    Falsch. Aber Radverkehr ist eben kein Kraftverkehr, und darum gehört er auch nicht auf die (Kraft-)Fahrbahn, wenn es daneben eine Alternative gibt.
    Radwege dienen der Sicherheit der Radfahrer (vgl. Begründung(en) zur behördlichen Anordnung von Benutzungspflicht(en)). Sie halten den Radverkehr vom gefährlichen Kfz-Verkehr fern (durch Separation) und bieten ihm somit den notwendigen Schutz.
    Zudem sollen sie auch den Kfz-Verkehr vor dem Radverkehr schützen und Kraftfahrzeugen freie Bahn gewähren.


    Dass Fahrräder als Alltagsverkehrsmittel auf Dauer gesehen völlig untauglich sind, dürfte jedem klar sein und sich von selbst verstehen. (wenn nicht: zu hoher Verschleiß, unnötige Reparaturkosten, geht zu häufig kaputt für den Alltagsgebrauch)
    Das ist, zumindest aus meiner Sicht, auch der Grund, aus dem der viel fortschrittlichere Verkehr mit Motorkraft bevorzugt behandelt werden muss vor dem Fahrradverkehr.

    • Zitat

      Radfahrer haben kein Recht auf schnelle Fortbewegung.


    Kein Verkehrsteilnehmer hat ein Recht auf schnelle Fortbewegung. Der Straßenverkehr ist schließlich kein Rennen.


    • Zitat

      Deshalb:

      • Zitat

        sind gefährliche Kreuzungen kein Problem. Da kann der Radfahrer ja mal (am besten immer) auf seine Vorfahrt verzichten.


    Wenn die Gefährlichkeit einer Kreuzung sogar bekannt ist, dann sollte man in der Tat auch mal zur eigenen Sicherheit auf die Vorfahrt verzichten.
    Das gilt jedoch für alle Verkehrsteilnehmer.


    • Zitat

      sind viel zu schmale Radwege kein Problem.


    Das habe ich nie behauptet. Nur ist ein schmaler Radweg immer noch besser als gar kein Radweg ...

    • Zitat

      Der KFZ-Verkehr sollte unter keinen Unterständen langsamer als die zulässige Höchstgeschwindigkeit fahren müssen


    Der Kfz-Verkehr darf nicht langsamer fahren. Es gibt schließlich vorgeschriebene Geschwindigkeiten.
    So sind zum Beispiel für Kfz innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h vorgeschrieben.
    Das heißt nun mal, dass auch 50 km/h gefahren werden müssen. 51 km/h dürfen nicht gefahren werden (zu schnell), aber auch nicht 49 km/h (zu langsam). Vergleichen Sie dazu StVO §3 Abs. 2.
    Wenn Sie einen Führerschein gemacht haben, dann haben Sie das auch (so wie ich) in der Fahrschule gelernt.
    Natürlich darf langsamer als 50 km/h gefahren werden, wenn es die Umstände nicht anders zulassen, zum Beispiel um an einer roten Ampel zu halten oder um Vorrang zu gewähren.
    Ist jedoch kein Grund zum Langsamfahren zu erkennen oder lassen die Umstände auch eine andere Möglichkeit zu (z. B. dass Radfahrer auf dem Radweg fahren), so haben Kraftfahrzeuge die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten und nicht zu unterschreiten.
    Im Allgemeinen sind die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten in Deutschland für Kfz innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h und außerhalb geschlossener Ortschaften 100 km/h.



    Schönen Sonntag,
    der Münster(land)radler


  • Interessant. Vorgeschriebene Geschwindigkeit?


    Wenn Sie tatsächlich einen Führerschein gemacht haben, müßten Sie gelernt haben, dass es sich um die zulässige Höchstgeschwindigkeit handelt und nicht um eine vorgeschriebenen Geschwindigkeit. Siehe: §3 StVO.


    Ich bitte Sie dieses nicht zu verwechseln.

  • "(2) Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern."


    Darunter verstehe ich schon, dass ein KFZ in der Stadt knapp 50 fahren *muss*, wenn die Verkehrslage es zulässt (gute Sichtverhältnisse, gute Straßenverhältnisse, keine langsameren Radfahrer vor einem, Ampel wird eh nicht mehr bei grün erreicht, etc.) und wenn hinter einem noch andere Fahrzeuge fahren. Aber es gibt häufig triftige Gründe, langsamer als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu fahren.


    Dass Fahrräder als Alltagsverkehrsmittel auf Dauer gesehen völlig untauglich sind, dürfte jedem klar sein und sich von selbst verstehen. (wenn nicht: zu hoher Verschleiß, unnötige Reparaturkosten, geht zu häufig kaputt für den Alltagsgebrauch)


    :D
    Da hast du wohl Recht, zumindest wenn's nach Laufleistung geht. Aber an meinem Rad ist vielleicht 1-2 mal im Jahr irgendwas, das kenn ich mit'm Auto auch nicht anders. Für den Stadtgebrauch ist das Fahrrad das beste Alltagsverkehrsmittel. Spart Zeit und kostet wenig.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ein- bis zweimal im Jahr? So selten?!


    Falls das stimmen sollte: Welches Fahrrad ist das? (Und: Welche Preisklasse in der Anschaffung (neu/gebraucht)?)


    Ich bin eigentlich eher an ein- bis zweimal (manchmal auch 3) in der Woche gewöhnt :( ...
    ... und das ist schon ein hochwertiges Fahrrad.



    Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel in der Stadt tut's vielleicht für ein paar Tage, aber als langfristige Lösung finde ich das nicht wirklich vorstellbar.
    Zeit spart es auch nur auf den Fahrten, bei denen nichts kaputt geht. Man muss hier schon das Schieben nach dem Verlust der Verkehrssicherheit einberechnen, und da sind - zumindest in Münster - die Stadtbusse dann, was die Zeit betrifft, doch eher Sieger.
    Kosten kann es darüber hinaus auch verursachen, Beispiele Anschaffung und Reparatur. Auch diese entfallen bei ÖPNV-Nutzung.


    Eigentlich hatte ich selbst vor, das Fahrrad jetzt in Münster als Alltagsverkehrsmittel zur Uni zu nutzen.
    Montag war Feiertag (Ostermontag, meine Niederlande-Freizeitfahrt, siehe Erfahrungsbericht).
    Von Dienstag bis Mittwoch klappte das auch noch ganz gut.
    Am Donnerstag gab es aber dann doch ein Problem auf der Rückfahrt.
    Also Freitag wieder mit dem Bus.
    Heute habe ich dann versucht, das Rad zu reparieren. Erste Testfahrt fehlgeschlagen, zweite bestanden.


    Nur bliebe eben doch noch das Gefühl, nicht sicher unterwegs sein zu können, denn jederzeit könnte neuer Schaden entstehen.
    Im Bus fühle ich mich da doch eigentlich besser aufgehoben.
    Andererseits stört mich dieses Gefühl, zwischen der Menschenmenge gefangen zu sein. Fahrrad fühlt sich wieder mehr nach Freiheit an - und vielleicht probiere ich es doch morgen wieder damit.
    Aber ich habe immer noch so meine Zweifel ...
    (und auch letztes Jahr habe ich in Münster gewohnt, und am Fahrrad war immer wieder mal irgendetwas, häufiger als 2-3x pro Woche schätze ich)

  • Zitat: "Dass Fahrräder als Alltagsverkehrsmittel auf Dauer gesehen völlig untauglich sind, dürfte jedem klar sein und sich von selbst verstehen. (wenn nicht: zu hoher Verschleiß, unnötige Reparaturkosten, geht zu häufig kaputt für den Alltagsgebrauch)"


    Dann haben Sie wahrscheinlich ein schlechtes Fahrrad.


    Wie gut, dass ich, als vor ein paar Jahren vom Auto aufs Fahrrad umgestiegen bin, mir gleich ein gutes zuverlässiges Fahrrad gekauft habe.
    Es ist vollkommen als Alltagsverkehrsmittel zu gebrauchen. Circa 550 km im Monat fahre ich nur Arbeitsweg. Dazu kommen noch viele km in der Freizeit. Der Verschleiß und Reparaturen halten sich in Grenzen: einmal im Jahr zur Inspektion zur Überprüfung der Verkehrssicherheit (Bremsen, Licht, Kette, Gangschaltung etc). Verschleiß zeigen eigentlich nur Bremsklötze und Reifen. Die Kosten für Inspektion und Ersatzteile hält sich in Grenzen. Bei meinem Fahrrad sind es ungefähr 100 Euro im Jahr.


    Kaputt ist mein Fahrrad ganz sehr selten: wenn es viel ist einmal im Jahr.


    Da sind die Kosten bei einem Auto sehr viel höher. Vor allem die moderne Bauweise der Autos erhöht die Kosten unnötig. Versuchen Sie mal das Leuchtmittel in einem Scheinwerfer zu wechsel. Früher konnte man den Scheinwerfer öffnen, Leuchtmittel austauschen und wieder schließen. Bei modernen Autos muß der ganze Scheinwerfer und mehr ausgebaut werden. Höherer Zeitaufwand = höhere Kosten.