Ich brauche einen Lötkolben

  • Vor ein paar Tagen habe ich zwei Luftdaten-Sensoren gekauft.


    Das erste Problem war: Ich ging davon aus, man müsse den Kram nur noch zusammenstecken. Tatsächlich ist aber für den Temperatursensor ein Lötkolben notwendig. Das zweite Problem war: Weil ich dicke Finger habe, kaufte ich gleich zwei davon. Nun gut. Leider habe ich aber weder einen Lötkolben noch Lötzinn.


    Weil es in meiner Gegend quasi keinen Elektronikfachmarkt mehr gibt — das Eletronik-HiFi-Center in Rendsburg, das ich früher häufig besucht habe, schloss letztes Jahr — wird es wohl auf eine Bestellung im Internet hinauslaufen.


    Wenn ich mich bei Reichelt oder Conrad durch das Sortiment klicke, verliere ich schnell den Überblick. Kann mir da jemand irgendwas empfehlen? Ein einfacher Lötkolben genügt, mehr als drei oder vier Mal im Jahr werde ich ihn wohl nicht anwerfen, aber es darf trotzdem gerne etwas teurer sein, wenn die Qualität stimmt.

  • Auf den Bildern siehts nach zusammenstecken aus, aber schick sie mir, ich bau das zusammen.

    Oder ich schick Dir einen relativ univeralten Lötkolben, dann kanst Du das selber, Dann hätte ich gerne ein Bild von dem, was Du löte willst.

    Mit Lötkolben ist es ein weites Spektrum ohne zu sehen, was Du löte willst, ist es schwierig einen Tipp zu geben.

  • Du hast recht, man muss das Ding einfach nur zusammenstecken — das eine Teil, das gelötet werden musste, hat offenbar schon der Shopbetreiber beim Zusammenstellen des Kits erledigt. Danke für den Hinweis!


    Der Sensor misst dann auch schon fleißig die Auswirkungen von Holzöfen und Straßenverkehr, damit hat sich dann die Frage nach dem Lötkolben erst einmal erledigt: https://luft.jetzt/LFTDTN37526

  • Na dann viel Spaß damit. Falls es mal elektronische Fertigkeiten braucht oder auch Fehlersuche, kannst Du Dich gerne an mich wenden.

    Danke für das Angebot. Ich hoffe ja, hin und wieder auch mal eigene technische Fertigkeiten zu entwickeln, aber wenn ich nicht mal in der Lage bin zu erkennen, dass hier keine Lötarbeiten notwendig sind, dann sieht das übel aus :D

  • Also ich kann Weller empfehlen. Damit löte ich sehr gerne. Die heizen schnell auf und halten sehr lange. Aber auch da gibt es verschiedene Arten:


    Stationen, da kann man die Temperatur einstellen. Braucht man in Laboren und Firmen sicher mal, aber privat für ab und zu kann man darauf verzichten. Irgendwas fixes zwischen 350 bis 380 Grad kann die meisten Anwendungen abdecken. Weller hat da das Magnet-Schalter-System. Das ist teuer, aber recht langlebig.


    Die billigen heizen über geringe Leistung, die können einfach nicht wärmer werden als die Zieltemperatur. Die brauchen sehr lange zum aufheizen und die Temperatur ist ungenau. Würde ich von abraten.


    Was man noch beachten sollte, man sollte die Spitze auswechseln können und eine vernünftige Grössenauswahl dabei haben.. Das brauch man schon mal schnell. Oft sind noch Schwämme zum reinigen dabei, die sind nicht so gut. Die müssen nass sein und kühlen die Spitze dann schnell und stark ab. Viel besser sind die Metall-Schwämme.

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

    Über 40 Jahre später: Juristen und Verwaltungsleute leiten Projekte und scheitern an einem einfachen Flughafen in Berlin.

  • Ich musste kürzlich was löten, mit meinem alten Billig-Lötkolben ging das einfach nicht.

    Hab mir dann eine digitale Weller-Lötstation zugelegt, damit war's dann kein Problem mehr.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Wir haben uns vor ein paar Jahren für das gelegentliche Löten mal ne Lötstation von Weller gekauft, allerdings analog. Anlass war damals eine Tastatur zu bauen, also schon ziemlich viel zum Löten auf einmal. Kaufentscheidung war damals: Muss auswechselbare Spitze haben, muss Lötkolben ablegen können (also nicht nur Lötkolben) und sollte verlässlich funktionieren und nicht zu teuer sein (da nur gelegentliche Benutzung).

  • Recht beliebt bei den Hackern und Bastlern die ich so kenne sind heute diese Geräte:

    https://www.heise.de/make/arti…niware-TS100-3973425.html

    Insbesondere, da sich die Firmware neu flashen lässt und einem dann keine Grenzen gesetzt sind.


    EDIT: In dem heise:make-Test kommt das ding übrigens deutlich schlechter weg wie bei den Anwendern. Also ich würde auf das Fazit der make nicht so viel geben. Anderer Test: https://www.youtube.com/watch?v=HgrB5P-rDLw