Woche 26 vom 22. bis zum 28. Juni 2020

  • Zufällig in der vergangenen Woche genau diese Uferstraße gefahren.

    Wohnte ich in Heidelberg oder Umgebung, würde ich wohl meine Räder verkaufen oder einmotten.


    Das ist absurd, was diese Stadt sich erlaubt. Und was sich Autofahrer rausnehmen.

    Infrastruktur-gau, Revierverteidigung von "oben" nach "unten".

    Radfahrer auf der Fahrbahn werden abgedrängt, eng überholt, angehupt-

    Fußgänger auf "Gehweg, Rafahrer frei" werden weggeklingel und ultraeng überholt.


    Ich war so angepisst von der Scheiße dort, dass ich dort vermutlich nie wieder hinfahren werde.


    Radroute. Und ich habe gewartet, bis kein Fußgänger mehr zu sehen war. Wirklich "leer" ist es auf dem Weg dort nämlich nicht.

    Hinter mir verläuft der Weg etwas schmaler dann direkt neben der Fahrbahn. Als 2-Richtungs-Fußweg und 2-Richtungs-Radfahrer-frei-Weg.

    Was einige Autofahrer darin sehen, muss ich nicht extra erläutern...

  • Zitat aus dem verlinkten Artikel: "Auch Martin Prenzler, Geschäftsführer der Citygemeinschaft Hannover, die Interessen der ansässigen Läden vertritt, stört sich am Begriff "autofrei". Hannover habe ein sehr großes Einzugsgebiet, viele Besucher aus dem VW-Land Niedersachsen seien aufs Auto angewiesen. "Eine autofreie Innenstadt kann es deshalb nicht geben", so Prenzler."

    Wenn man das mal genau beobachtet, warum Geschäftsleute so sehr darauf bestehen, dass ihr Geschäft jederzeit mit dem Auto erreichbar sein müsse, und warum die Geschäftsleute angeblich unabdingbar auf einen Parkplatz vor der Geschäftstüre angewiesen seien, der entdeckt mitunter, dass dieser Parkplatz am häufigsten vom Geschäftsinhaber selbst belegt ist.


    Im übrigen bin ich Wahl-Niedersachse und das ganz bestimmt nicht deshalb, weil Leute wie Prenzler das Bundesland Niedersachsen als "VW-Land" bezeichnen. <X Und auf's Auto (im Sinne von Privatauto-Besitz) angewiesen ist in Niedersachsen sowieso keiner, wollte man eine Verkehrswende wirklich vollziehen, dann könnte das innerhalb weniger Jahre bewerkstelligt werden.


    Dem VW-Konzern wurde kürzlich höchst richterlich bescheinigt, dass er sich betrügerisch verhalten hat: "Der Bundesgerichtshof hat bei seinem Grundsatzurteil zugunsten von VW-Kunden im Abgasskandal eine gezielte Täuschungsstrategie durch den Wolfsburger Autokonzern festgestellt. "Das Verhalten der Beklagten ist als sittenwidrig zu bezeichnen", sagte der Vorsitzende Richter des 6. Zivilsenats, Stephan Seiters, am Montag in der Begründung der Entscheidung. Volkswagen habe "im eigenen Kosten- und Gewinninteresse durch bewusste Täuschung" des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) gehandelt." aus:

    "BGH-URTEIL ZU VW-DIESELSKANDAL

    Manipulationen waren "bewusste arglistige Täuschung" / VW will auf Kläger zugehen" Horizont vom 25. Mai 2020 https://www.horizont.net/marke…uf-klaeger-zugehen-183215

  • Zufällig in der vergangenen Woche genau diese Uferstraße gefahren.

    Wohnte ich in Heidelberg oder Umgebung, würde ich wohl meine Räder verkaufen oder einmotten.

    Ist das eine Innerorts-Straße also max. Tempo 50 oder ist es eine Landstraße ohne besondere abschnittsweise Tempobegrenzung, also Tempo 100?

    Das wäre ein zusätzliches Erklärungsmuster dafür, dass der Autoverkehr hier so verbissen meint, sein Revier verteidigen zu müssen. Die Autofahrer befürchten, dass der Radverkehr auf der Fahrbahn zunehmen wird und das zu einem Tempolimit führt.


    Leider wird in dem Bericht nichts von einem Tempolimit berichtet. Aber das benutzte Archivbild ist ja wohl das Letzte. Mit dem Bild wird suggeriert, ein Radfahrer habe den Zebrastreifen mit dem Rad überfahren. Das hat mit dem Unfallhergang überhaupt gar nichts zu tun.

    https://www.rnz.de/nachrichten…hrer-um-_arid,520660.html

  • Hab' grad mal den Klappentext gelesen, hört sich gut an! Hier ein Auszug:

    "Es (das Verkehrwende-Manifest von Carl Waßmuth und Winfried Wolf) rechnet vor, dass die Ausrichtung auf das Auto wesentlich teurer kommt als eine Verkehrswende. Und es zeigt, dass durch eine solche in der bisherigen Autobranche wesentlich mehr neue Arbeitsplätze entstehen als durch die Abkehr vom Auto entfallen."