Petition die Radwegparker ins Visier nimmt

  • Es handelt sich nicht um Gefährdung, sondern um Behinderung.

    Sofort Fahrverbote zu verhängen ist übertrieben.


    Die Strafen sollten etwas erhöht werden, so dass es für die Behörden kein Verlustgeschäft ist, zu kontrollieren. Und dann muss die Kontrolldichte steigen. Vielleicht gibt es auch technische Möglichkeiten, um das "Abzetteln" schneller und effizienter zu gestalten.

    Ggfs. kann man über 1 Punkt in Flensburg nachdenken.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Die Petition hat (im Gegensatz zu Tempo 130 auf Autobahnen) keine Chance auf 50k.

    Eine deutlich härtere und konsequentere Sanktionierung von Verkehrsverstößen und insbesondere denen, die nicht-motorisierten Verkehr behindern und gefährden, ist selbstverständlich wünschenswert. Die Petition aber so eng zu fassen und nur Radwege zu nennen, greift dabei viel zu kurz. Es braucht eine umfassende Lösung und ein gesamtgesellschaftliches Umdenken. Da hilft dieser beschränkte Ansatz kaum weiter.


  • Hat denn irgendeine Petition jemals irgendetwas bewirkt?


    Irgendwann müsste den Leuten doch endlich mal auffallen, dass Petitessen "Petitionen" nix anderes sind als Ablenkung und gezielte Kanalisierung von politischer Frustration? Wenn man mit dem geltenden Recht nicht zufrieden ist, nervt man die Politik. Oder klagt vor den Gerichten. "Petitionen" sind genau dazu da, das zu verhindern. Man lässt sich beschäftigen.

    Zur Rettung der deutschen Schriftsprache: Leistet Widerstand gegen die sich immer stärker verbreitende Seuche namens "Deppen Leer Zeichen"! 8o

    Einmal editiert, zuletzt von Pirminator () aus folgendem Grund: "mal auffangen"

  • Hat denn irgendeine Petition jemals irgendetwas bewirkt?

    Wenn die T-130-Petition erfolgreich wird, muss sich der Petitionsausschuss damit beschäftigen. Kann natürlich nach dem Motto ablaufen "Haha, was für Spinner. Das verstößt doch gegen jeglichen Menschenverstand!".

    Aber es ist davon auszugehen, dass die Presse darüber berichten wird. Und dann denken wieder paar Menschen nach und ändern ihre Meinung hin zum Tempolimit. Knapp jeder zweite (51% laut einer Umfrage aus dem Januar) will schon ein Tempolimit.

    Es ist ein langsamer Prozess, aber steter Tropfen höhlt den Stein.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Du wirst nicht glauben, mit was für Blödsinn sich diese "Petitionsausschüsse" schon befassen mussten / durften. Aus Petitionen ergibt sich NULL Rechtsanspruch. "Schön, dass wir mal drüber geredet haben".

    Aber es ist davon auszugehen, dass die Presse darüber berichten wird.

    Ist das die gleiche Presse, die ansonsten auch immer so unheimlich objektiv über Verkehrsthemen berichtet? :evil:

    Knapp jeder zweite (51% laut einer Umfrage aus dem Januar) will schon ein Tempolimit.

    Ich mach mich mal unbeliebt: Warum überhaupt? Uns Radfahrer betrifft das doch überhaupt nicht? Geht es hier also doch ums Prinzip, anderen etwas madig zu machen? Statistisch gibt es auf dem Autobahnnetz sowieso schon kaum noch unlimitierte Bereiche. Und Unfälle, die als Hauptgrund "ungezügelte Raserei" haben, sind auch eher selten. Deutsche Autobahnen sind im Vergleich zu anderen (pauschal limitierten) Ländern auch nicht wirklich gefährlicher. Das hat für mich gewisse Parallelen zur Argumentationsweise, warum man Radfahrer vor allem entlang von Landstraßen unbedingt von der Fahrbahn vertreiben müsse - weil es da ein paar Streif- und Ramm-Unfälle im Jahr gibt, müssen wir was tun. Nö, müssen wir nicht.


    Mir wär es um Welten lieber, man würde sich in Deutschland dafür einsetzen, bspw. wie in Frankreich das Limit auf Landstraßen von 100 auf 80 herabzusetzen. Stattdessen lese ich ständig von Radfahrern, sie wünschten sich ein Tempolimit auf der Autobahn... Warum hat grade das Priorität? :/

  • Du kennst die Argumente

    Kenne ich. Ich halte sie für wenig überzeugend. Und ich halte meine Frage für berechtigt, warum man als Radfahrer eher Tempo 130 auf Autobahnen fordert, als Tempo 80 auf der Landstraße...!? Weil man es akzeptiert hat, dass auch außerorts alles auf einseitige Zwei-Richtungs-Wegelchen verbannt werden müsse? Und daher auch gar kein wirklicher Grund mehr besteht, Autofahrer dort weiter "einzubremsen"? :evil:


    Schließlich hat man doch die Herausnahme der Außerortwegelchen aus dem § 45 (9) bei der letzten StVO-Änderung sogar explizit damit begründet ("Geschwindigkeitsdifferenzen").

  • Also - wo ist bspw. die "Petition" für Tempo 80 auf Landstraßen?

    Die wolltest Du doch erstellen?! Verdammt, immer diese Koordinationsprobleme.


    Soso, du setzt dich also für Fahrbahnverbote für Radfahrer außerorts ein... =O

    Das kommt immer auf die genauen Umstände an.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Wie sinnig oder unsinnig es ist, diese oder jene Petition auch noch zu unterzeichnen kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich beteilige mich gerne an so was, wenn ich den Eindruck habe, dass die Richtung stimmt. Nicht zuletzt deshalb weil ich so was wie das hier absolut ätzend finde:

    Hinweis zur Verkehrssituation: Die Straße ist reichlich breit. Mit seinen rechten Rädern steht das Fahrzeug auf dem Radweg. Hinter dem Grünstreifen ist ein Fußweg, der Radweg und Fußweg voneinander abtrennt. Der Panzerwagen steht da, wo auf dieser streetview-Aufnahme https://www.google.de/maps/@52…itch%3D0%26thumbfov%3D100 der Anhänger geparkt ist. Das Supermarktgebäude im Hintergrund der streetview-Aufnahme wurde inzwischen abgerissen und durch das ersetzt, was auf meinem Foto zu sehen ist. Die Straßenlaterne im Vordergrund ist noch dieselbe.

  • Ich fordere auch Tempo 80 auf Landstraßen. Und Tempo 30 innerorts. Und außerorts gerne auch breite Radwege.

    Auf Landstraßen und Bundesstraßen nur Tempo 60 km/h. So schnell darf ein Linienbus maximal fahren, wenn er Passagiere auf Stehplätzen an Bord hat. Vermutlich geht dieses Tempolimit für Linienbusse auf Erkenntnisse von Unfallforschern zurück. Auf Autobahnen maximal Tempo 80 km/h. Dann gibt's ein einheitliches maximales Tempo für LKW und PKW. Wer schneller fahren will, der soll die Eisenbahn nehmen.

    Innerorts flächendeckend Tempo 30 und in Wohngebieten Schrittgeschwindigkeit für KFZ.

  • Soso, du setzt dich also für Fahrbahnverbote für Radfahrer außerorts ein... =O

    Fahrbahn-Furcht und Fahrbahn-Fetisch = T. D. h.: Sackgassen sie sind.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Sorry für's OT...

    Sackgassen sie sind.

    Was bedeutet T. D. h.? Du jetzt auf Meister Yoda machst? ;)


    Ich bin kein "Fahrbahn-Fetischist". Mir gehen (straßenbegleitende) Radwege halt nur gewaltig auf die Nerven; allein schon die Tatsache, dass ich an jedem dieser Wege einmal mehr § 10 StVO zu beachten habe, als wenn es diesen Blödsinn nicht gäbe. Und auf linksseitige Wege auffahren und in der falschen Richtung auf einem verdreckten und zu schmalen Mistwegelchen gem. mit Spaziergängern fahren müssen (wie das außerorts die Regel ist) hasse ich wie die Pest und Cholera zusammen.


    Wer Autofahrern exklusive Fahrbahnen garantieren und somit die Verkraftfahrstraßierung des Straßennetzes vorantreiben will, braucht sich über zunehmenden Kfz-Verkehr nicht beschweren. Und auch nicht darüber, dass in dieser Hinsicht verwöhnte / verzogene Autofahrer ihr Revier im zunehmenden Maße auch mal mit Gewalt verteidigen.


    Warum der Blödsinn erfunden wurde, hast du ja in deiner Signatur stehen.

    Wer schneller fahren will, der soll die Eisenbahn nehmen.

    Und wenn es (ich weiß, für Großstädter unvorstellbar...) aber gar keine Eisenbahn mehr gibt...!?

  • Ein "T" in fett war der Versuch, eine Sackgasse ikonografisch darzustellen. Yoda kommt in Bierlaune manches Mal aus meinem dissoziativen Ich an die Oberfläche.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)