Woche 43 vom 23. bis 29. Oktober 2017

  • Ist Alkohol keine Droge?

    Du siehst das vollkommen falsch! Der Mann war wegen Drogenhandel auf Bewährung. Da ist es doch nur logisch, dass er bei allen anderen Delikten wie ein vollkommen unbescholtener Ersttäter behandelt wird. Ob er nun einbricht, jemanden verprügelt, im Vollrausch Auto fährt oder einfach nur mit anderen Drogen handelt. In allen Fällen ist er natürlich ein Ersttäter. Außerdem hat er jemanden mit dem Auto umgebracht. Da sind die Strafen sowieso niedriger.
    Unter dem Strich sind zwei Jahre auf Bewährung daher schon ganz schön viel.
    Das ist immerhin ein halbes Jahr mehr als der bedauernswerte Vater bekommen hat, der einen Generator falsch aufgestellt hat. Denn der hat schließlich sechs Leute umgebracht.
    Da ist es schon unverständlich, dass es überhaupt eine höhere Strafe gab. Schließlich war der Täter ja im Vollrausch gar nicht mehr richtig schuldfähig. Und die 50 und 150 auf dem Tacho sehen sich auch noch so ähnlich! Und dann kam der Baum wie aus dem Nichts und ist vor das Auto gesprungen. Der Fahrer hat noch unter Einsatz seines Lebens ein Ausweichmanöver versucht und den Baum dann höchstens leicht touchiert. Und seine Kumpels hätten ja nicht mitfahren müssen! Da kann man nun wirklich nichts machen!


    Wo kämen wir denn da hin, wenn jede beliebige Straftat zur Widerrufung der Bewährung führen würde?


    Wer Sarkasmus findet, hat richtig gelesen. Ich ertrage das einfach nicht mehr anders.

  • Warum bekommt man nach so einer Tat eigentlich überhaupt noch einmal seinen Führerschein zurück? Wenn jemand besoffen mit seinem Gewehr aus dem Schützenverein auf Leute schießt, bekommt der auch lebenslang keinen Waffenschein mehr.

  • @Yeti sagt wer?

  • Verständnisvoll ist die Polizei auch anderswo:



    Ein Mann ist mit seinem Wagen in einen Protestmarsch in Kalifornien gefahren, wie die Polizei mitteilte. Sechs Menschen mussten nach Angaben der Organisatoren ins Krankenhaus.

    ...
    Ein von der Gewerkschaft veröffentlichtes Video zeigt , wie ein Mann mit seinem Wagen durch eine Reihe von Demonstranten fährt, die einen Zebrastreifen überqueren. Er fährt einige Meter weiter, dann wird er von Polizisten festgenommen.
    Ein Sprecher der Gewerkschaft sagte, dass sechs der Mitglieder Opfer eines "offenbar geplanten und hasserfüllten Verbrechens" geworden seien. Laut NBC trugen sie nur leichte Verletzungen davon.
    Die Polizei bewertet den Vorfall allerdings anders. "Wir haben keinen Hinweis, dass er versucht hat, jemanden zu verletzen", sagte ein Sprecher.