Hm. Auf Wikipedia liest sich das idyllisch: "Fremdenverkehrsort", "barocke Kirchen", "ursprüngliche Bauernhäuser".
Und dann: BAB-Anfahrt und Bahnhof in Brannenburg, vier Buslinien.
Okay, man kann nicht alles haben. Alm und 10-Minuten-Takt ...
Citaro-Busse wird man tagsüber nicht vollkriegen. Hat man es schon mal mit 8-er oder 10-er Kleinbussen probiert?
Dass die Nicht-Asphaltierer geteert und gefedert gehören, darüber sind wir vermutlich einig.
Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass der ÖPNV intern kostendeckend sein muss. Was herauskommt, wenn man nur die Busse fahren lässt, die für sich genommen Plus machen, schilderst Du ja: Schülertransport, sonst nix.
Die externen Kosten des ungebremsten Autostraßenbaus tauchen nicht auf - und dazu scheinen auch die Toten des Eisenbahnunglücks von Garmisch zu gehören, wo man für zwei Bundesstraßen eine Monsterkreuzung gebaut hat, für die man einen Bach an den Bahndamm verlegt hat, der dadurch steiler wurde und offenbar von der Erosion angeknabbert wurde - mal abgesehen davon, dass man den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke damit verunmöglicht hat.
Worauf ich hinaus will: Wenn man bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung des ÖPNV die Einsparungen durch vermiedene Schäden des Autoverkehrs einpreist, steht er sehr viel besser da, als wenn man das nicht tut.