Ampelkoalition: Klimaschutz? Lieber Autobahnen ausbauen
Die Bundesregierung beschließt im Rekordhitzejahr, Autobahnen beschleunigt auszubauen. Die Grünen haben sich auf einen katastrophalen Deal eingelassen.
www.zeit.de
In der Taz sind dann auch die Einzelheiten der Studie zu lesen:
https://taz.de/Studie-zu-Rad-Fussgaenger-Unfaellen/!5967580/
Viele Lastenräder würden dank der schmalen Radwege jetzt schon auf die Fahrbahn gehören.
ZitatFußgängerzonen sollten Fußgänger:innen vorbehalten bleiben.
In der Meldung auf der Homepage der UDV ist es noch etwas rigoroser formuliert, was klingt gar keine Freigaben für den Radverkehr in Fußgängerzonen vorzusehen. Mal sehen, ob es etwas differenzierter in der Studie ist, sobald die verfügbar ist.
Vorplatz vor unserem Dom, Teil der Fußgängerzone. Hier können flapsig formuliert platzmäßig LKWs drin wenden, warum sollte man da nicht durchradeln dürfen. Auch funktioniert bei uns die zeitliche Freigabe der Fußgängerzone von 19 - 11 Uhr ganz gut. Dass es immer einige Unbelehrbare gibt, die auch samstags um 15:00 Uhr ohne Rücksicht durch die Zone ballern, ist ja ein anderes Kontroll-Problem. Da gibt es auch Autos, die das machen.
Bei der Sache mit den Haltestellen frage ich mich immer, ob es jemals eine gute Idee war, Radwege durch/um Bushalten zu führen. Außer für den richtigen Verkehr, der nicht mehr behelligt wird. Aber kann die Studie ja dann nochmal an unsere Stadt weiterleiten. Haltestelle unserer Universität, einer der höchst frequentiertesten abseits jener in der Innenstadt. Davor leicht abschüssiges Profil, dass man gerne auf 30 - 40 km/h kommt. Perfekt für eine Benutzungspflicht ![]()
Sag mir, dass du in einem Autoland lebst, ohne zu sagen, dass du in einen Autoland lebst 😁
Es reicht meines Erachtens nicht aus, die Schilder abzubauen. Die Bodenmarkierung erweckt ja den Eindruck, dass es sich um einen gemeinsamen Fuß- und Fahrradweg handelt. Der ist häufig so ausgeschildert:
Zur Zeit steht da aber noch das Schild:
, also getrennter Fuß- und Radweg. Allerdings ungewöhnlicher weise mit dem Fußgängersymbol links und dem Fahrradsymbol rechts, was hat das für einen Grund? Und ab der Stelle, wo die Parkplätze beginnen zeigt die Bodenmarkierung, bzw. das Pflaster an, dass Fußgänger und Fahrradfahrer ihre Bahnen tauschen.
Da wäre es besser gewesen keine Bodenmarkierung aufzutragen und stattdessen einfach nur die Schilder abzubauen. Dann hätte es einen schmalen Angebotsradweg gegeben und einen schmalen Fußweg. Allerdings sähe ich den Angebots-Fahrradweg lieber auf der Straßenseite und nicht auf der Hauswandseite. Gibt es dafür einen besonderen Grund, das das hier anders ist?
Wenn es gewollt ist, dass auf dem Fußweg auch Fahrradverkehr möglich sein soll, dann sollte man den Fußweg über die ganze Breite einheitlich gestalten und trotzdem schon mal so
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ausschildern. Das ist ein besserer Schutz für Fußgänger als ein Bodenpiktogramm, dass sinngemäß diesem Verkehrsschild entspricht,
, aber als Bodenpiktogramm keine Benutzungspflicht festlegt.
Und wem Schrittgeschwindigkeit zu langsam ist, der kann ja die Fahrbahn benutzen.
Ich war gestern nochmal zufällig dort unterwegs und was soll ich sagen: es passieren merkwürdige Dinge in der Stadt. Die Schilder sind tatsächlich abmontiert worden. Das ist so langsam nicht mehr meine Stadt
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Stelle Foto 1: Pflicht resultierte meiner Meinung nach daher, die Leute möglichst in den Grünstreifen zu führen, damit sie auf dem sogenannten Alleenring (hier Südallee) nicht nerven.
Stelle Foto 2:
Stelle 2 ist schon special, weil auf so viele Arten Banane. Kurz zur Einordnung, Blickrichtung geradeaus ist die Lorenz-Kellner-Straße, von rechts kommt die Kaiserstraße in Richtung Moselufer, hinter uns liegt die Südallee in Richtung Innenstadt. Dazwischen gibt es einen Grünstreifen, der traditionell oder für der "Radweg" ist, wenn man nicht im Alleenring auf der Fahrbahn fahren möchte.
Wie Thek schon festgestellt hat, ist das Konstrukt (also der Radwegteil) vielleicht 80-100 cm breit, unmittelbar an der Hauswand und der Ausfahrt. Warum hier Gehweg und Radweg seitlich getauscht worden, sodass sie sich am Ende überkreuzen bzw. Fußgänger drüber springen oder beamen sollen, fehlt mir die Fantasie. Wenn man in der Kaiserstraße auf der Fahrbahn unterwegs ist, die leicht abschüssig ist, kommt man gut und gerne auf 30 bis 40 km/h und müsste dann beim Abbiegen in die Lorenz-Kellner-Straße einen 90-Grad-Turn hinter eine total uneinsichtige Hauswandecke vollführen.
Die einzige Sinn der Konstruktion ist dann gegeben, wenn man im Grünstreifen in der Mitte unterwegs ist, per Ampel die Kaiserstraße überquert und dann nochmals eine weitere Ampel für Fuß/Radverkehr abwarten müsste, um sich in die Lorenz-Kellner-Straße "einzufädeln.
Ein weiteres Problem, das auf dem Foto nicht erkennbar ist, dass die Stelle bzw. der Handtuchradweg sehr gerne zum Geisterradeln genutzt wird. Denn die Relation Lorenz-Kellner-Straße in Richtung Südallee, sprich Linksabbiegen, exisitiert nicht. Da viele ohnehin lieber im Grünstreifen statt auf der Südallee fahren, spart man sich eine Ampel und die Konflikte in dem Bereich erhöhen sich noch zusätzlich. Daher bin ich erstmal zufrieden, obwohl ich die Pflicht eh schon ignoriert habe, dass sie jetzt mal aufgehoben wurde. Ob jetzt nicht benutzungspflichtiger Geh- und Radweg oder Gehweg, RV frei macht mMn eh keinen großen Unterschied, da aufgrund der Unübersichtlichkeit der Stelle eh sehr niedriges Tempo angebracht wäre. Das die Einhaltung in Realität anders aussieht, ist klar, da würde aber der Schleichradler frei nichts dran ändern mMn.
Mal was praktisch vor der Haustür ![]()
Dachte kurz, er redet von der FDP ![]()
ZitatDoch was ist eigentlich mit Fahrradfahrern? Immerhin können diese doch auch schneller als 20 km/h fahren. „Dann dürfen Radfahrer ja auch nur noch 20 km/h fahren. Ein Grund mehr für Kennzeichen an Fahrrädern“, meint ein Mann. „Dann muss das aber auch für die tollen E-Bike-Radfahrer gelten“, findet eine weitere Person bezogen auf das Tempolimit.
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Trugen bestimmt keine Warnweste ![]()
Gilt für Busfahrer:innen nicht genauso wie für LKWfahrer:innen sogar ein Überholabstand von 2m?
§5 IV Satz 3 StVO:
Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden beträgt der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,5 m und außerorts mindestens 2 m.
Könnte hier gewesen sein, nicht ganz sicher, da es mehrere T30 Schilder in Bushaltestellenähe gibt.
Würde aber insgesamt sagen, Überholen mit 1,5 m Abstand könnte mit dem Bus knapp werden in dieser Straße
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Radwege sind eben ein Win-Win für Autofahrer:
1. radfahrerfreie Fahrbahn
2. verstärkte Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahren, die verhindern das beide gemeinsam ihre Interessen gegen Autofahrer vertreten
3. gratis Notfallparkplätze bei Parkdruck und nur mal kurz.
Völker der Welt, schaut auf diese Stadt und ihre Verkehrssenatorin: sie will nicht länger verbieten, dass Radfahrer und Fußgänger das Adlergestell, die Mollstraße und die A100 auf allen Fahrspuren benutzen!
Zitat
Mir steht es als Politikerin nicht zu, zu urteilen: Diese Autos stehen hier zu viel im Straßenraum herum.„Wenn man einen abgetrennten Radweg hat, der ertüchtigt werden muss, ist es immer meine allererste Option, den zu sanieren, statt auch die Fahrradfahrer noch auf die Straße zu holen“,
Mir steht nicht zu, aber kein Problem zu urteilen, wo Fahrradfahrer zu fahren haben, wenn man noch wüsste, was Straße und Fahrbahn bedeutet.
Zitat
Schreiner sprach von „brachialen Aktionen“, wenn für einen Radweg „130 Parkplätze verloren gehen“. Das löse natürlich Emotionen aus, so die Verkehrssenatorin. Selbst wenn die Hälfte der Autos gar nicht gebraucht würden und Einzelne ihr Auto daraufhin abschaffen würden, blieben 125 Parkplatzsucher, die „mit übelster Laune und Politikverdrossenheit“ durch den Kiez kurvten, um eine freie Lücke zu finden.
Die Rechnung fand ich auch sehr "interessant". Schön, wenn mal nicht ideologisch, sondern nüchtern und nachvollziehbar gerechnet wird
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