Beiträge von Yeti

    Man muss halt hartnäckig die richtigen Leute finden. Da dauert natürlich normalerweise recht lange und ist anstrengend.

    So ist es! Und bei allem Frust, der damit verbunden ist, sind ja Fortschritte erkennbar. Gestern Abend war ich als Zuhörer bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umweltschutz. Da standen zwar keine expliziten Fahrradthemen auf der Tagesordnung, aber bei einem Punkt wurde am Rande eine Planung für einen neuen Kreisverkehr gezeigt, der wieder genau die selben Fehler aufweist wie alle anderen Kreisel, die man hier in den letzten Jahren gebaut hat. Da haben sich dann gleich mehrere Ausschussmitglieder mit fragendem Blick zu mir umgedreht und es wurde dann auch aus dem Ausschuss die Frage an den Leiter des Tiefbauamtes gestellt, warum die gezeigte Planung schon wieder nicht nach den ERA 2010 ausgeführt wird, wo doch Prof. Monheim das Thema auch gerade bei seinem Vortrag angesprochen hatte. Das zeigt doch auch schonmal, dass meine Hartnäckigkeit schon etwas bewirkt hat und einige Ausschussmitglieder das Thema nun auch auf dem Zettel haben.

    Ich musste als Gast dann noch bis zum Ende warten und habe mich im letzten TOP "Einwohnerfragen" noch einmal dazu geäußert und erklärt, wo das Problem der Stader Kreisverkehre für Radfahrer liegt und wie man es besser machen kann und dafür gab es dann sogar vom Leiter Tiefbauamt Zustimmung, der vorher eigentlich noch die Murks-Kreisel gerechtfertigt hat.

    Im Anschluss an die Sitzung gab es dann im Vorraum noch eine angeregte Diskussion mit 3 Ausschussmitgliedern zu dem Thema. Einer von der FDP (oder WG?) hat es zwar nicht verstanden, aber die anderen beiden haben es begriffen und werden sich künftig dafür einsetzen, dass das besser gemacht wird. Also wieder mind. 2 Leute mehr auf unserer Seite, die auf die Entscheidungen Einfluss nehmen können.

    In der kommenden Woche wird es zum selben Thema noch mal eine Einwohnerfrage im Verkehrsausschuss geben (nicht einmal von mir).

    Ich erhalte ja inzwischen von vielen Seiten Zuspruch für meine Arbeit und sage dann immer wieder, dass es wichtig ist, dass die Leute sich auch direkt an die Verwaltung und Politik wenden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass ich hier nur für mich alleine oder für irgendwelche ganz speziellen Einzelinteressen kämpfe, sondern dass das viele Menschen interessiert und betrifft. Vor allem auch im laufenden Wahlkampf zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl im Mai: Dass die Leute zeigen, dass sie unzufrieden sind, wie es derzeit ist und dass sie eine Veränderung wollen.

    Denk nochmal darüber nach.

    OK, habe ich getan. Ein Dreher war drin, daher nochmal Stück für Stück.

    - Im Werbevideo des Volocopters wird gesagt, dass man anstrebt, in Dubai damit bis zu 10.000 Menschen pro Tag zu transportieren.

    - Da nur 2 Personen in dem Ding Platz finden, sind das 5000 Flüge pro Tag (wenn alle Flüge mit 2 Personen besetzt sind)

    - Das ergibt im Jahr 1,85 Mio Flüge

    - In der Verkehrsluftfahrt kommt statistisch 1 Unfall auf 3 Mio Flüge. Bei 5000 Flügen am Tag wäre das also alle 600 Tage einer (nicht alle 200 Tage wie oben geschrieben).

    - Ich gehe davon aus, dass die Zuverlässigkeit der Lufttaxis eine, eher zwei Größenordnungen schlechter ist als in der kommerziellen Verkehrsluftfahrt.

    - Zum Vergleich: In der allgemeinen Luftfahrt ("Privatluftfahrt") kommt statistisch ein Unfall auf 14.000 Flüge (170 Unfälle im Jahr 2017 in Deutschland auf ca. 2,4 Mio Flugbewegungen). Mit dieser Unfallrate würde bei täglich 5000 Flügen im Durchschnitt jeden dritten Tag ein Lufttaxi abstürzen (120 pro Jahr). Die obige Annahme, dass es 15-20 Unfälle pro Jahr gäbe, setzt also voraus, dass die Unfallrate schon etwa um den Faktor 5 -10 geringer ist als in der Allgemeinen Luftfahrt.

    Falls du auf etwas anderes hinaus wolltest, hilf mir bitte noch einmal auf die Sprünge.

    Da hätte man das Überholen anbieten können.

    Damit dann der hupende Autofahrer neben einen fährt statt zu überholen und ein Wiedereinscheren als erzieherische Maßnahme unterbindet? Oder damit man nach erfolgreichem Überholvorgang dem nachfolgenden Autofahrer vor die Karre fährt, der auch noch schnell vorbei will? Lieber nicht...

    Nein, die Hervorhebung ist von mir. Aber die Dame, die den Brief geschrieben hat, scheint von mir sichtlich genervt zu sein, denn sie hat bei ihrer letzten Mail bereits die Anrede weggelassen. :)

    Es muss den Verantwortlichen unbequemer werden, weiterhin nichts zu tun, als endlich die ganzen Missstände zu beseitigen. Wenn meine Nerverei dazu beiträgt, dann werde ich das auf jeden Fall fortsetzen. Stadtrat, Verwaltung, Polizei und Fachaufsichtsbehörde werden so lange mit Mails, Anträgen und Einwohnerfragen bombardiert, bis auch der Letzte begriffen hat, dass es so nicht bleiben kann.

    In der kommenden Woche wird es im Verkehrsausschuss zwei Einwohnerfragen zum Thema Radverkehr geben, die die Verwaltung ebenfalls in Erklärungsnot bringen dürften und in der übernächsten Woche fahre ich mit Mitgliedern des Stadtrates und Vertretern der Presse gemeinsam Fahrrad und wir schauen uns mal den derzeitigen Zustand des künftigen Schulweges für ein neues Schulzentrum für 800 Schüler außerhalb des Stadtgebietes an.

    Aber um das beurteilen zu können müssen die Dinger erstmal existieren und man muss auch mal sowas sehen/hören

    Das einzige, das bislang schon bemannt als auch unbemannt geflogen ist, ist meines Erachtens das hier: https://youtu.be/wyp_6psYoIM

    Ich weiß aber nicht, ob das Teil auch autonom geflogen ist oder vom Boden ferngesteuert.

    In dem Werbevideo kann man lesen, dass das Ziel sei, damit in Dubai bis zu 10.000 Menschen am Tag zu befördern. Das sind so viele, wie in 10 U-Bahnen passen und entspräche täglich 5.000 Flugbewegungen über der Stadt. Selbst wenn es "nur" alle 1.000.000 Flüge zu einem Zwischenfall kommt, ist das alle 200 Tage einer, fast 2 pro Jahr. Die Zahl 1.000.000 ist dabei sehr optimistisch angenommen. In der kommerziellen Luftfahrt kam im Jahr 2015 ein Unfall auf 3 Mio Flüge und die Zuverlässigkeit der kleinen Lufttaxis ist sicherlich nicht einmal annähernd vergleichbar mit Verkehrsflugzeugen. Ich würde eher von mindestens 10 - 20 Unfällen pro Jahr ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dafür Akzeptanz über einer Großstadt gibt.

    Eine Perle der Lokalpolitik: Die Gruppe UBLS-FDP-Piraten im Stadtrat von Stade möchte zwei Mal im Jahr die Straßen kaputt machen.

    Mit den "Radwegen" scheinen sie schon fertig zu sein :D

    Langstreckenflieger brauchen um die 3 Liter Kerosin pro Passagier pro 100km.

    Aber das setzt natürlich voraus, dass der Flieger voll ist. Gerade auf Langstrecke ist das häufig auch der Fall.

    Autos fahren mit 1.3 Personen rum und brauchen damit tatsächlich mehr Sprit.

    Da vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Erstens hat bei einem Langstreckenflug der Energiebedarf für den Steigflug prozentual einen geringeren Anteil als bei einer Kurzstrecke. Im Reiseflug in großer Höhe sieht die Bilanz tatsächlich nicht ganz so übel aus, aber da muss man ja auch erstmal hinkommen. Bei den Ultra-Langstrecken wird die Effizienz auch wieder schlechter, weil der benötigte Treibstoff für die letzte Flugstunde den ganzen Flug über mitgeschleppt werden muss. Es gibt einen theoretischen Punkt, an dem man die Reichweite eines Flugzeuges nicht mehr erhöhen kann, weil der zusätzliche Treibstoffbedarf aufgrund der höheren Treibstoffmasse größer ist als das, was man für die zusätzliche Strecke am Ende braucht.

    Flugtaxis werden aber keine Langstreckenverkehrsmittel, sondern sind etwas für die Ultra-Kurzstrecke, wenn man das Einsatzgebiet begrifflich von dem abgrenzen möchte, was man in der Luftfahrt als Kurzstrecke bezeichnet.

    Außerdem ist es unfair, ein voll besetztes Flugzeug mit einem nicht annähernd voll besetzten Auto zu vergleichen.

    Hubschrauber fliegen auch bei fast(!) jedem Wetter, offenbar geht das.

    Je kleiner ein Fluggerät ist, desto anfälliger ist es für Turbulenzen. Hubschrauber, die quasi bei jedem Wetter fliegen, sind deutlich größer als diese Flugtaxis.

    Schlechte Sicht oder Dunkelheit sehe ich gar nicht so als Problem, weil diese Dinger ohnehin nicht (nur) nach Sicht navigieren werden. Bei starkem Wind kommt auch der Rettungshubschrauber nicht mehr mitten in die Stadt. Hubschrauber, die z.B. für Versorgungsflüge zu Bohrinseln o.ä. eingesetzt werden, sind da sehr viel größer.

    Zum Fliegen ist immer mehr Energie erforderlich als zum Fahren. Erst recht, wenn die Dinger senkrecht starten und landen können sollen.

    Die Verkehrsprobleme können diese Dinger nicht lösen, sondern werden völlig neue Probleme schaffen. Stellt euch mal vor, 1% des Hamburger Autoverkehrs würde durch Flugtaxis ersetzt: Jeweils für 100 Autos auf der Straße ein Flugtaxi in der Luft. Das wäre für den Straßenverkehr völlig irrelevant, aber am Himmel wäre wirklich was los. Anders als auf dem Boden fügt ein schweres technisches Versagen oder ein Unfall in der Luft immer auch Unbeteiligten am Boden Schaden zu. Im besten Fall nur Sachschaden, wenn so ein Ding auf unbebautes Gebiet fällt und Trümmerteile niemanden verletzen oder töten. Die Lärmemissionen eines fliegenden Objektes treffen immer viel mehr Menschen als der Lärm eines Fahrzeuges.

    Was ist bei schlechtem Wetter? Bei Sturm, Nebel, Starkregen, Schneefall, Hagel? Automatische Landungen komplett ohne Sicht sind bei Verkehrsflugzeugen bis heute nur unter bestimmten Bedingungen möglich, aber da geht es darum, eine 50m breite und mehrere Kilometer lange Landebahn zu treffen, die weit und breit frei von Hindernissen ist und nicht ein Hochhausdach in einer Großstadt.

    Ich halte das alles für großen Unsinn und fürchte gerade deshalb, dass es Realität werden wird.

    Es geht doch gar nicht um das Urheberrecht sondern um Nutzungsrechte verschiedener Verwertungsgesellschaften: Klassische Verwertungsgesellschaften (Verlage, Gema, etc.) vs. Neue Verwertungsgesellschaften (Google/Youtube). Die Neuen Verwertungsgesellschaften sollen den klassischen Verwertungsgesellschaften einen Teil des Kuchens abgeben. Die eigentlichen Urheber haben davon gar nichts.

    Und weil Herr Voss & Co das entweder wirklich nicht begriffen haben, was der Unterschied ist, oder weil sie einfach nur Marionetten oder Lobbyisten der klassischen Verwertungsgesellschaften sind, wird nun halt das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Dabei wird halt auch allerhand Unsinn von sich gegeben, z.B. dass das Teilen urheberrechtlich geschützter Werke zu privaten Zwecken erlaubt sei.

    Genau wie bei meiner Lieblings-Verkehrsbehörde weiß ich auch nicht, ob mir Dummheit oder Bösartigkeit als Motiv für diesen Unfug lieber sind.

    Mein Alltagsrad dürfte inzwischen um die 50.000km auf dem Buckel haben. Außer Verschleißteilen wie Bremsbelägen, Kette, Ritzel, Tretkurbel, Reifen wurden nach dem letzten Winter zum ersten Mal alle Bowdenzüge erneuert, sonst gar nichts. Ein treuer Begleiter (hat mal um die 1.000,- DM gekostet).

    In der pdf-Version dazu steht, dass diese Kombination unzulässig ist, weil [Zeichen 239] bereits das Radfahren verbietet. Entweder ist der Notweg breit genug, um den Radverkehr zusammen mit den Fußgängern an der Arbeitsstelle vorbeizuführen oder Radfahrer fahren halt auf der Fahrbahn.

    Mir ging es nur grundsätzlich darum, dass hier eine Baustelle eingerichtet wurde, bei der die Führung von Fußgängern überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Dazu mit einer komplett rechtswidrigen Beschränkung des Fußgängerverkehrs außerhalb des Baustellenbereiches und bis mindestens letzten Freitag noch mit einer Anordnung, die das Geisterradeln beförderte, anstatt Radfahrer auf die Fahrbahn zu leiten. Dazu hatte ich noch eine "lustige" E-Mail Korrespondenz mit meiner Lieblings-Verkehrsbehörde, in dem mir mehrfach mitgeteilt wurde, dass das schon alles so seine Richtigkeit hätte und vor allem auch alternativlos sei.

    Streng nach StVO korrekt.

    Nein, natürlich nicht schon an dieser Stelle. Die eigentliche Baustelle ist hier zwischen Heidbecker Weg und der Tankstelle: https://goo.gl/maps/TsieJFpFjYK2

    Die Absperrschranke steht bereits 250m vorher am Hügelweg: https://goo.gl/maps/UmUVjTcoHMr

    Man verbietet hier den Anwohnern, die in der Harburger Straße zwischen Hügelweg und Heidbecker Weg wohnen, zu Fuß zu ihren Grundstücken zu gehen. Oder sie müssen von der anderen Seite über den Heidbecker Weg gehen, denn von dort aus ist dieser Abschnitt nicht gesperrt (warum auch?)

    Meines Erachtens wäre hier der Regelplan B II / 8 der RSA 95 anzuwenden: http://www.rsa-online.com/15/RSA/rsa-online.htm

    Das will man aber nicht, weil das dann nur noch eine einspurige Führung des Fahrbahnverkehrs erlauben würde. Alternativ müsste man noch einmal schauen, wie weit man die Fahrspuren verengen könnte, um Regelplan B II / 7 anzuwenden.

    Stattdessen verbietet man einfach Fußgänger und nimmt hin, dass die irgendwie auf der Fahrbahn an der Absperrung vorbei laufen oder jeweils vor und hinter der Baustelle die Fahrbahn queren.

    Leider nur unscharf zu erkennen: [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1000-33]

    Was hat man sich wohl bei der Kombination [Zeichen 259] mit dem Zusatzzeichen "Bei geschlossener Schranke Motor abstellen" gedacht?

    Und wie war das noch gleich mit VwV-StVO zu §39, "11. Häufung von Verkehrszeichen", a) cc)

    Zitat

    Vorschriftzeichen für den fließenden Verkehr dürfen in der Regel nur dann kombiniert werden, wenn sie sich an die gleichen Verkehrsarten wenden und wenn sie die gleiche Strecke oder den gleichen Punkt betreffen.

    Hier: https://goo.gl/maps/CgTHV7YyYJK2

    Jugend forscht...

    Die [Zeichen 254] und [Zeichen 259] wurden entfernt, aber die Absperrschranke VZ 600 steht weiter auf dem Gehweg.

    Zitat von §25 (4) StVO

    Wer zu Fuß geht, darf Absperrungen, wie Stangen- oder Kettengeländer, nicht überschreiten. Absperrschranken (Zeichen 600) verbieten das Betreten der abgesperrten Straßenfläche.

    An der Baustelle selbst fehlt weiterhin eine Führung des Fußgängerverkehrs. Ich habe dort schon mehrfach beobachtet, wie Fußgänger entlang der Baustellenabsperrung auf der Fahrbahn gehen. Es gibt für den Fahrbahnverkehr auch keine Warnung vor der Engstelle, geschweige denn vor Fußgängern auf der Fahrbahn.

    Erfreulich fand ich heute Morgen, dass ich nicht der einzige Radfahrer auf der Fahrbahn war. Wobei ja eigentlich der für den Radverkehr bestimmte Teil des getrennten Fuß und Radweges mittels des nicht abgedeckten [Zeichen 241-30] benutzungspflichtig ist. Aber die Absperrschranke steht ja auch halb auf dem "Radweg" und darf daher sicherlich auch nicht benutzt werden.
    Leider ist mein Ansprechpartner bei der Fachaufsichtsbehörde gerade im Urlaub.