Nächstes Rätsel:
Die Straße zu eng, als dass bei auf der Fahrbahn parkenden LKW in die verbleibende Restbreite noch ein Auto und eine Radfahrerin nebeneinander passen würden. Außerdem ist es unmöglich, dass eine Radfahrerin, die von dem mutmaßlich rücksichtslosen Überholer gegen den LKW gedrückt worden wäre, gleichzeitig vom Gegenverkehr erfasst wird, ohne dass dabei der Überholer seinerseits vom offenbar mit Reisegeschwindigkeit durchfahrenden Gegenverkehr gerammt würde.
Für mich noch am plausibelsten: die Radfahrerin kommt über den rechten Radweg zum Kreisverkehr. Vor der Supermarktausfahrt steht ein Schild „Gehweg“ ohne Freigabe. 85-jährige Damen lassen sich von sowas zwar nicht unbedingt beeindrucken, aber möglicherweise fanden am LKW auch Ladegeschäfte statt, die das Verlassen des Hochbords mit unterstützt haben. Zudem befindet man sich ja ab dem Kreisverkehr in einer Tempo-30-Zone, und auch der kleine weißgrüne Radroutenwegweiser gibt dezent den Hinweis, doch jetzt bitte auf die Fahrbahn zu wechseln. Die Radfahrerin zieht also an der Bordsteinabsenkung der Ausfahrt auf die Fahrbahn. Aus irgendwelchen Gründen achtet sie dabei aber nicht auf den Vorrang des rückwärtigen Verkehrs. Da der dadurch überraschend zum „Überholer“ gewordene SUV-Lenker das entweder gar nicht mitkriegt oder jedenfalls nicht mehr reagieren kann, wird es knapp an der Engstelle. Die Dame zieht im Reflex nach rechts und fährt dadurch mit dem Lenker dem LKW gegen das linke Heck. Während der „Überholer“ wegfährt, stürzt sie genau in dem Augenblick nach links auf die Fahrbahn, als der Gegenverkehr in die vermeintlich frei gewordene Engstelle einfährt…