Das glaub ich nicht. Der Energiebedarf des MIV ist gigantisch, völlig überflüssigerweise. Er wird komplett ausgeblendet, weil er ja aktuell durch Sprit gedeckt wird, nicht durch Strom. Er müsste aber in jede Diskussion um den zukünftigen Strombedarf einbezogen werden, und solche Diskussionen gibts zuhauf.
Eigentlich eine Steilvorlage für jeden, der "was gegen große und schwere Autos hat", ein physikalisch unwiderlegbares Argument statt dem üblichen ideologischen "Lastenfahrrad-Mimimi" und dem "Ich-wünsch-mir-spielende-Kinder-auf-der-Straße". Eine harte, faktenbasierte Auseinandersetzung bzgl. Energiebedarf des MIV findet nicht statt.
Im politischen Raum findet ohnehin kaum noch eine faktenbasierte Auseinandersetzung zu Verkehrsthemen statt.
In Bezug auf den Umgang mit der AfD gab es dieses Wochenende einen lesenswerten taz-Artikel:
"Umgang mit der AfD:
Schluss mit Faktenchecks
Die Wahrheit hilft rein gar nichts gegen die AfD. Nüchtern recherchierte Tatsachen gehen bisher nicht viral. Es ist Zeit für ein Umdenken.
Wir als Medienschaffende können nicht so weitermachen wie bisher. Wir dürfen nicht mehr den Fake News hinterherlaufen, sie nicht mehr wiederholen, selbst wenn wir ihnen widersprechen wollen, wir dürfen nicht mehr die Faschisten in die Talkshows einladen, nur um danach verwundert zu sein, warum die ganze Aufklärung so wenig bringt."
Manchmal frage ich mich, ob es nicht ebenso kontraproduktiv ist, Politiker*innen und Autolobby-Vertreter*innen in die Talkshows einzuladen, die sich für den weiteren Ausbau von Autobahnen zu immer breiteren und schnelleren Raser-Pisten aussprechen und kategorisch niedrigere Tempolimits auf Autobahnen, Landstraßen und in Ortschaften und in Städten ebenso ablehnen, wie mehr Tempokontrollen und effektive Maßnahmen zur Unfallverhütung und für Umweltschutz und Klimaschutz. Nach meiner Beobachtung argumentieren diese Vertreter in ähnlich unerträglicher Weise wie die AfD mit "alternativen Wahrheiten" und Fake News.