Ist das die Position der Blindenverbände? Ansonsten lenkt deine Einlassung vom Thema ab.
In dem von mir verlinkten Artikel aus der Neuen Presse Hannover berichtet eine blinde Frau darüber, dass sie den Bus verpasst hat, weil sie den Bus nicht gehört hat. Dazu muss man wissen, dass in Hannover erste rein elektrische Busse unterwegs sind und mehrere Hybridbusse, die ebenfalls sehr leise fahren können, wenn sie im reinen Elektrobetrieb unterwegs sind, was manchmal vorkommt.
Hier noch mal der Link, die erwähnte Passage aus dem Artikel steht ganz am Anfang. https://www.pressreader.com/germany/neue-p…282200832675029
Tatsächlich können diese Busse sehr leise die Haltestellen anfahren. Wie leise das geschieht, bzw. mit welcher Mindestgeräusch-Kulisse das geschehen sollte, das wird in Zukunft sicher noch zu Diskussionen führen und weiter zu klären sein.
Zu den Elektro-Bussen schrieb die HAZ anlässlich ihrer Einführung vor wenigen Jahren: "Damit es im Einsatz in der lauten Stadt nicht zu Unfällen kommt, weil Passanten den Bus nicht hören, soll noch ein Soundgenerator eingebaut werden, der ein akustisches Signal abgibt, wenn der Bus langsamer wird."
HAZ vom 11.11.2015 https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…-Polen-bestellt
Offensichtlich genügte der blinden Frau aus dem Artikel dieses Geräusch nicht, oder der Soundgenerator wurde nie eingebaut oder er war abgeschaltet.
Ich vermute, dass für Blinde die Geräuschkulisse wichtig ist, um sich orientieren zu können, auch in Straßen, in denen langsame Autos unterwegs sind. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, Autos auszuweichen und ihnen in jeder Situation unbedingt Vorrang zu gewähren, sondern erst mal darum, überhaupt einen Eindruck zu bekommen von der jeweiligen Situation vor Ort.