bisschen so wie Autofahrer, oder? 
Genau! Der Unterschied ist halt der, dass eine Einkaufsmeile mit Fahrrädern funktionieren kann, während eine Einkaufsmeile mit Autos in dem Sinne, dass jeder mit seinem Fahrzeug vor dem Geschäft hält, in dem er etwas einkaufen will, nicht funktioniert.
Gilt im erweiterten Sinne auch für den ÖPNV: Eine Einkaufsmeile mit ÖPNV und Fahrrad kann funktionieren in dem Sinne, dass jeder dort aussteigen oder absteigen kann, wo sein Lieblingsgeschäft ist.
Eine "natürliche" Grenze tut sich dort auf, wo die Kundendichte (entsprechend den Einkaufsmöglichkeiten) so gravierend ist, dass nur noch Fußverkehr möglich ist.
Ist dieses Stadium erreicht, dann ist es nur noch mit unterirdischem ÖPNV (U-Bahn) möglich, die vielen Kunden zu transportieren.
Das Pendant dazu (in einer "Autowelt") sind die Parkhäuser und unterirdische Tiefgaragen.
Das Ihmezentrum verfügt über eine Tiefgarage mit 1600 Stellplätzen. "Nach Jaskulskis Worten gibt es rund 1600 Parkplätze im Ihme-Zentrum. Abgesehen von den 500 gesperrten befinden sich rund 650 Stellflächen an der Spinnereistraße, sie sind an Stadt und Stadtwerke vermietet. Hinzu kämen in allen Parkebenen etwa 170 Dauerparker, zumeist Anwohner." HAZ vom 11.4.19 https://www.haz.de/lokales/hannov…FWGJFME4A4.html
Und es gibt einen Einschnitt zwischen den Fundament-Säulen des Ihmezentrums, der es theoretisch ermöglichen würde, dort einmal einen U-Bahn-Tunnel zu graben, sodass unmittelbar in der Nachbarschaft des Ihmezentrums unter dem Küchengartenplatz eine U-Bahn-Station gebaut werden könnte.
Dazu kommt die Plus-1-Lage der ehemaligen Einkaufsmeile. Alle diese Merkmale deuten darauf hin, dass das Ihmezentrum ganz ein Kind seiner Entstehungszeit ist, in der dem Fahrradverkehr keine sehr große Bedeutung zugemessen wurde. Vielmehr war die Einkaufsmeile im Ihmezentrum so dicht mit Geschäften besetzt und von Kunden besucht, dass das Ihmezentrum wie ein innerstädtische Fußgängerzone besucht wurde. Und das war auch so in den ersten Jahren des Ihmezentrums, als in den 70er-Jahren ca. 1,5 km weiter in Hannovers Innenstadt am Kröpcke noch ein riesengroßes Loch für den U-Bahnbau den Einkaufsspaß trübte.
https://www.ndr.de/geschichte/ubahn400_v-contentxl.jpg