"Ein Verzicht auf den 1,3 Milliarden Euro teuren Neubau von Frankfurter Oper und Theater könnte eine Überlegung wert sein. Schließlich arbeitet Frankfurts Stadtregierung daran, die Zufahrt zur Innenstadt und Parken für ortsfremde Autofahrer zu erschweren. Wie sollen Theatergänger und Opernbesucher aus dem Umland zur Veranstaltung kommen, vor allem zu später Stunde wieder nach Hause? Das Angebot an öffentlichem Nahverkehr wird am späteren Abend dünn und endet oft an der Stadtgrenze." Zitat aus dem verlinkten Artikel
Tatsächlich liegt die Antwort ganz offensichtlich auf der Hand und wird vom Autor selbst angedeutet:
Der ÖPNV darf nicht länger als eine "Insel-Lösung" für Städte betrachtet werden. Viele Verkehrskonzepte leiden darunter, dass den Menschen schlicht die Fantasie fehlt, dass ÖPNV auch auf dem Land hervorragend funktioniert, wenn denn ernsthaft an seiner Einführung gearbeitet wird. Es ist halt viel einfacher, über den mangelhaften ÖPNV auf dem Land zu meckern, da hat man schnell Menschen beisammen, die das aus eigener Erfahrung bestätigen Und es wird gar nicht erst versucht, daran etwas zu ändern, sondern stattdessen so getan, als sei das Thema Verkehrswende ein Thema für die Innenstadt. Diejenigen, die nicht verstanden haben und es nicht verstehen wollen, wie man mit dem ÖPNV in die Innenstadt gelangt, stellen sich dann als Opfer einer verfehlten Verkehrsplanung dar. Und sie lehnen es ab, mit solchen "Zumutungen" wie ÖPNV-Nutzung (oder Fahrradnutzung) konfrontiert zu werden.