Beiträge von Epaminaidos

    Tag 1 der "Quarantäne". Und flapsig gesagt wird mir langsam klar, warum die Zahlen so sind wie sie sind.


    Zuerst einmal haben einige Eltern der Klasse ihre Kinder heute noch in die Schule geschickt. Entgegen den gesetzlichen Vorschriften.


    Und dann haben sich Schule und Gesundheitsamt geäußert:


    Schock 1: Der Erzieher der Klasse arbeitet einfach weiter (die Lehrerin ist ja eh seit knapp einer Woche krank).

    Schock 2: Die "Quarantäne" der Klasse läuft gerade mal bis Freitag. Also für die Kinder, die heute in der Schule waren, gerade mal 3 Unterrichtstage.


    Das Gesundheitsamt rechnet einfach 8 Tage ab dem letzten Kontakt zum infizierten Schüler. Schon das ist viel zu wenig. Das müssten meiner Meinung nach 14 Tage sein.


    Und bei uns kommt noch dazu, dass die Infektion erst sehr spät entdeckt wurde. Es war bei uns schon längst genug Zeit, dass die Kinder sich gegenseitig anstecken. Die Quarantäne müsste also eigentlich sogar 14 Tage ab heute sein.

    Das ist dem Gesundheitsamt offensichtlich egal. Es gibt 3 Tage Unterrichtspause und dann geht es weiter.

    :cursing:


    Ein Glück, dass das Wochenende die Trennung zumindest noch um 2 Tage verlängert.


    Und Tests gibt es nur für Fälle, die die Infektionsquelle kennen UND Symptome zeigen.


    Wenn so Pandemiebekämpfung aussieht, müssen wir uns über die steigenden Zahlen nicht wundern. Ich finde es erbärmlich schlecht.

    wenn ich das richtig verstanden habe, geht man davon aus, dass Symptome früher einsetzen als 14 Tage.

    Das ist irgendwie auch meine Theorie. Allerdings geht man ja auch davon aus, dass die meisten Verläufe mild oder gar symptomfrei sind. Da bringt eine Quarantäne, die sich nur über die Inkubationszeit erstreckt, recht wenig. Und die Vorschrift des Bezirks gibt ja eigentlich 14 Tage als Quarantäne für Kontaktpersonen der Kategorie I vor.


    Über Nacht ist mir noch eingefallen, dass das Gesundheitsamt die Quarantäne eventuell vom Symptombeginn an berechnet:

    Michael hatte am 05. November erste Symptome. Wenn die ab dem Folgetag 14 Tage berechnen, wäre das der 20. November.


    Ergibt aber meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn.

    Ein kleiner Corona-Erfahrungsbericht mit erfundenen Klassen und Namen.


    Oben der Erfahrungsbericht, unten Verwunderung über das Gesundheitsamt.


    Vergangenen Donnerstag erreichte uns folgende Nachricht (Meine Töchter (Nina und Maja) gehen in die Klassen 1a und 4a).

    Am 31. Oktober gab es einen Kindergeburtstag mit Kindern aus der Klasse 4b und einem Kind aus der 4a.

    Im Nachgang wurden aus der 4b Jan und Lukas, aus der 4a Michael krank.

    Am Donnerstag wurde bekannt, dass Jan positiv getestet wurde. Michael wurde nicht getestet, da der Arzt das für nicht nötig hielt.


    Was tun?

    Wir haben Maja sofort zu Hause behalten, weil wir überzeugt waren, zum Infektionsschutz das Richtige zu tun.

    Und wir haben das ganze Wochenende darüber nachgedacht, wie wir weitermachen: Haben wir übertrieben reagiert? Was sagen wir der Schule? Die Wahrheit? Das kann die Schule eigentlich nicht akzeptieren. Dann gibt es unentschuldigte Fehltage und eine 6 für die verpasste Klassenarbeit.

    Also eine Krankheit vortäuschen. Aber wie wirkt das auf Maja? Man will ihr ja Ehrlichkeit beibringen. Und Nina hat ja auch schon mitbekommen, dass da etwas im Busch ist.

    Aber es geht um das Zeugnis für den Übergang zur Oberschule. Unentschuldigte Fehltage und schlechte Noten sind da ein Problem.

    Wir haben uns dann schweren Herzens dafür entschieden "Halsschmerzen" zu sagen und Maja bis zur Klärung zu Hause zu behalten.


    Heute dann die Nachricht über den Elternverteiler: der Test von Michael war positiv.

    "Endlich Klarheit, dachte ich."

    Jemand fragte über den Verteiler, wie es jetzt weiter geht. Ich antwortete, dass laut Vorschriften im Bezirk Kontaktpersonen sich sofort selbst unter Quarantäne stellen müssen. Damit hätte die Sache erledigt sein können.


    Dann lernte ich die anderen besser kennnen:

    Die Elternsprecherin schrieb, dass die Kinder morgen in die Schule kommen sollen. Die Schulleitung soll dann entscheiden. Also schön nochmal andere anstecken. Und Geschwister sollen ganz normal weiter zur Schule gehen. Null Verantwortungsgefühl gegenüber den anderen Kindern.


    Wie ich heute gelernt habe, haben beide Kinder von ihr gerade auch noch Schnupfen. Sie hat sie auch nach Kenntnis von den Verdachtsfällen weiter in die Schule geschickt.


    Und der Hort-Erzieher der Klasse hat noch geschrieben, dass er morgen erstmal wieder zur Arbeit geht.


    Und da die Lehrerin der 4a seit letzten Mittwoch krank ist, waren die Kinder auf die anderen 4. Klassen aufgeteilt. Meiner Meinung nach ein absolutes Unding. Bin gespannt, ob sie die 4c, in der Michael für ein paar Stunden war, auch in Quarantäne schicken.


    Und ich bin gespannt, ob die Eltern wenigstens die jüngeren Geschwister zu Hause behalten: vier Kinder aus der 1a haben ältere Geschwister in der 4a.


    Getestet wird die Klasse übrigens wohl nicht. Das passiert nur bei Symptomen. Keine Ahnung, wie man so eine Ausbreitung vermeiden möchte.


    Außerdem verstehe ich nicht, wie das Gesundheitsamt rechnet.

    Michael hatte am 5.11. erste Symptome. Das Gesundheitsamt geht deshalb von einer Infektion zwischen 2. und 4. aus. Also eine Inkubationszeit von gerade mal 1-3 Tagen. Versteht das jemand? Eigentlich geht man doch von 5-6 Tagen Inkubationszeit aus. Das würde perfekt zum Geburtstag passen.


    Und die Quarantäne der Eltern wurde nur bis zum 20. angeordnet. Weiß jemand, wie die das rechnen?

    Ich hätte gedacht, Michael war ca. 8 Tage nach Auftreten den Symptome noch infektiös. Also bis zum 13. Darauf dann 14 Tage Quarantäne müsste doch der 27. sein, oder?

    Normalerweise werden bei denen dann auch rote Markierungen angezeigt. Die Kombination "Roter Punkt oben links" und "kein roter Punkt bei offenem Menü" sollte eigentlich nicht möglich sein.


    Bin gerade nochmal durchgegangen und habe bei allen Unterpunkten auf "alles als gelesen markieren" gedrückt. Hätte ich eigentlich vor dem Post machen sollen, aber nicht dran gedacht.


    Und überraschend verschwand der rote Punkt nach "Alle Foren als gelesen markieren". Dabei wurden mir gar keine Foren als ungelesen angezeigt.


    Meine beste Theorie dazu ist, dass ein von mir blockierter Nutzer irgendwo etwas als letztes geschrieben hat. Diese Themen werden mir eigentlich nicht als ungelesen angezeigt. Aber vielleicht berücksichtigt der rote Punkt das nicht.

    Interessant, was Duden und Wikipedia so alles hergeben. Ist aber vielleicht eine Erklärung für ein Missverständnis hier.


    Für mich war bisher die "Reisegeschwindigkeit" eindeutig die Geschwindigkeit, die ich auf gerader, hindernisfreier Strecke bequem fahre. So kenne ich es von Wasserfahrzeugen und Flugzeugen: die Reisegeschwindigkeit ist ein subjektiv sinnvoller Kompromiss aus Geschwindigkeit und Energieverbrauch. Die "Reiseflughöhe" ist ja auch nicht die durchschnittliche Höhe, sondern die gewünschte "Zielhöhe".


    Für mich überraschend definieren Duden und Wikipedia die Reisegeschwindigkeit als durchschnittliche Geschwindigkeit einer ganzen Reise.

    Hätte ich nicht gedacht. Und klingt für meinen Sprachgebrauch nach "akademischer Umdefinition": dem Wortsinn nach korrekter, also wird es im Duden einfach anders definiert.

    in denen fast 95 Prozent der Briefwähler für Biden gestimmt haben

    Dem Augenschein nach kamen da ca. 150.000 Stimmen rein. Also grob 5% aller Stimmen des Staates. "Normale" Briefwahlstimmen wählen dort zu 2/3 Biden. Da sind 95% (muss nach der Grafik ja in dem Bereich liegen) in diesem großen Paket schon eine sehr extreme Abweichung.


    Wird aber vermutlich wirklich so sein. Geht ja kaum anders.

    Hier gibt es ein recht interessantes Video

    Der Typ hat ganz schön viel Recht.

    Leider erklärt er den im Video gezeigten Sprung in den Kurven auch nicht befriedigend.

    Die linke Kurve ist nicht weiter schwer zu erklären. Denn da kamen auch Stimmen für Trump rein. Das ist also im Rahmen dessen, was bei Briefeahl zu erwarten ist.

    Aber rechts? So ein Brocken Stimmen zu 100% für Biden? Wie kann das sein?

    Wäre das ein schnell korrigierter Eingabefehler, wäre ja auch diese Kurve korrigiert worden.

    Hat jemand eine befriedigende Erklärung dafür?


    Ich gehe davon aus, dass das natürlich keine Wahlfälschung ist!

    nach das Gegenteil eines Totschlagarguments darstellt

    Die Aussage: "Es gibt auch 30-jährige, die keine Ahnung von Politik" haben, ist für mich ein Totschlagargument, das keinerlei Interesse an einer Diskussion zeigt. Denn es ist sowohl vollkommen unbrauchbar, um für oder gegen Wahlen mit 16 zu argumentieren und gleichzeitig unwiderlegbar. Es führt die Diskussion direkt in eine Sackgasse.


    Die Aussage, dass Du die Repräsentativität meiner eigenen Erfahrung anzweifelst, ist etwas ganz anderes. Denn das ist diskutierbar.


    Wirklich gute Zahlen zur Hinterlegung finde ich leider nicht. Man bräuchte ja irgendeine Frage, die etwas über das politische Interesse aussagt, die Menschen aller Altersgruppen befragt. Dürfte ja kein Hexenwerk sein, Menschen aus allen Altergruppen ein paar Fragen zu ihrem politischen Interesse zu stellen und die Ergebnisse auszuwerten.

    Irgendwelche Aussagen über das absolute Niveau des Interesses (z.B. die Shell-Jugendstudie) werden gerne zitiert, bringen aber recht wenig. Denn der Vergleich mit dem Rest der Bevölkerung fehlt. Auch die Auswertung der Wahlbeteiligung nach Alter bringt recht wenig, da es einen sehr klaren "Erstwählererffekt" gibt: die erste Wahl ist toll, danach nimmt das Interesse erstmal wieder ab. Und darüber, ob uns wie sehr jemand darüber informiert ist, was er da tut, sagt das überhaupt nichts aus. Weder für die jungen noch die alten Menschen.


    Ich habe nur eine Zahl zu den starke Veränderungen des Interesses nach Alter gefunden: hier Grafik 2. Damals war das Fernsehen ja noch die Hauptquelle für politische Informationen.

    Ist aber etwas dünn, um irgendwas zu belegen.


    Edit: Hier ist noch eine Untersuchung, die ich ganz interessant fand. Leider von 2008.

    Keine Ahnung, was dann passiert. Vermutlich wird der Supreme Court diese Situation von vornherein verhindern.


    Zumindest hat er das vor 20 Jahren getan. Da wurde ja noch eine ganze Weile in Florida gezählt und diskutiert. Der SC hat das dann beendet. Begründung war, dass 6 Tage vor dem Zusammentreffen der Wahlmänner jegliche Diskussion zu enden hat.

    ist das Dritte eingetreten und es ist aus meiner Sicht noch schlimmer als 1.

    Ich bin mir da noch nicht so sicher.

    In Variante 1 könnte Trump sofort mit seiner Spaltung des Landes und der Welt vier Jahre lang weitermachen.

    In Variante 3 besteht die Chance, dass es damit im Januar erstmal vorbei ist. Auf der anderen Seite steht das Risiko, dass es zu ernsthaften Unruhen in den USA kommt.


    Wirklich beurteilen kann wohl erst rückblickend, was besser gewesen wäre.

    Ich finde den Kommentar im Tagesspiegel zu der Wahl ganz passend. Tenor:

    Auch wenn Biden noch gewinnt, müssen wir wohl mit einem Amerika leben, das zur Hälfte so einen extremen Präsidenten wählt.


    Vor vier Jahren konnte man das noch als "Versehen" weglächeln. Diesmal wussten die Wähler genau, was sie tun.

    Oben hatten wir über Reformen des Wahlsystems spekuliert.

    Heise schreibt über eine ganz interessante Initiative:

    Einige Bundesstaaten einigen sich, alle in ihnen abgegeben Stimmen zusammen zu zählen. Der Sieger bekommt dann alle Wahlmänner aus diesen Staaten. Sobald Bundesstaaten mit insgesamt mehr als 270 Wahlmännern zusammen sind, tritt das Abkommen in Kraft.

    Stimmen in anderen Bundesstaaten sind damit wertlos und diese Staaten werden dem System dann wohl auch ganz schnell beitreten.


    Dann wären die Wahlmänner im Ergebnis egal und jede Stimme zählt gleich viel.


    https://www.heise.de/hintergru…sidentschaft-4931959.html

    Natürlich sind im Wahlrecht auch Egoismen enthalten. Sind ja alles Menschen. Zum Glück sind sich unsere Parteien im Kern einig, dass sie den Wahlvorgang selbst nicht zum Bestandteil irgendwelcher Machtspielchen machen.


    An die Diskussion um "Wählen mit 16" kann ich mich noch aus meiner Schulzeit erinnern. Ich war damals schon recht politisch. Meine Mitschüler kannten in weiten Teilen nichtmal die Namen der Parteien. Von Inhalten und einer fundierten Meinung dazu mal ganz zu schwiegen. Das ist mein Hauptargument gegen Wählen mit 16.

    Mit dem gleichen Argument könnte man natürlich auch gegen Wählen schon mit 18 sein. Irgendwo muss es halt eine Grenze geben.

    Und man braucht am besten ein Auto oder wenigstens einen Führerschein, um an der Wahl teilzunehmen, beziehungsweise das Wahllokal zu erreichen

    Eigentlich nicht weiter überraschend.

    In einer Demokratie sollte es zum parteiübergreifenden Grundkonsens gehören, dass Wahlen so fair wie irgendwie möglich stattfinden sollten. Egal, für wie bescheuert man die Wähler hält.


    In den USA haben leider zu viele Politiker diesen Konsens verlassen. Da werden - je nach eigenen politischen Ansichten - die Wahlen so unfair wie irgendwie möglich für die Wähler des politischen Gegners gestaltet.


    Gerrymandering, "Winner takes all" bei den Wahlmännern, Erschwerung von Briefwahl, Entzug des Wahlrechts für Straftäter, lange Schlangen vor Wahllokalen in bestimmten Bezirken, Ausweispflicht für Wähler, usw.


    Eigentlich geht es ja schon damit los, dass an einem normalen Arbeitstag gewählt wird. Viele Arbeitnehmer können sich halt nicht einfach einen Tag frei nehmen (was sie bei langen Schlangen wohl teilweise müssten).


    Trump treibt nur auf die Spitze, was in den USA ohnehin schon üblich ist.

    hast du mal FFP2 bzw. besser FFP3 mit Ausatemventil probiert?

    Meines Wissens nach sind derartige Masken sehr schlecht für den Fremdschutz.

    Das ganze Konzept des MNS beruht ja hauptsächlich darauf, dass der ausgeatmete Luftstrom gebremst wird und sich nicht so stark verbreitet

    Eine Maske mit Ventil zum Ausatmen macht oft das genaue Gegenteil. Anstatt den Luftstrom zu bremsen, wird er durch die kleine Öffnung des Ventils sogar noch beschleunigt.

    Ich habe nicht zufällig "Erfolge" in Anführungszeichen gesetzt.

    Die Aussage zur Filterblase, in der nach Deiner Aussage wir uns befinden, legt schon nahe, dass Du noch tatsächliche Erfolge in der Hinterhand hattest.


    Was er für verschiedene Gruppen tut und wie er sie überzeugt, ist ja nun kein Geheimnis.

    Schockierend finde ich nur, dass er mindestens knapp die Hälfte der Amerikaner mit so einem Mist tatsachlich überzeugt, ihn zu wählen.