Beiträge von Epaminaidos

    Siehe Quelle oben.

    Die Quelle hat doch mit der von mir zitierten Behauptung überhaupt nichts zu tun.

    Deine Behauptung:

    Zitat

    Es gibt außerdem keinen Grund, warum die Nutzung quasi unerschöpflicher Energien teurer sein sollte als die Verbrennung fossiler Energieträger,

    Aussage der Quelle: Aktuell kommen die erneuerbaren Energien so langsam in den Bereich, dass sie tatsächlich billiger sind.


    Das ist etwas vollkommen anderes als Deine Aussage.

    Langfristig ist alles schlechter, was nicht nachhaltig ist.

    Die Industrialisierung vor 200 Jahren war garantiert kein nachhaltiger Prozess. Denn es wurden viele unwiderbringliche Ressourcen verbraucht.


    Wäre es wirklich besser gewesen, weiter zu leben wie im Mittelalter?

    Es gibt außerdem keinen Grund, warum die Nutzung quasi unerschöpflicher Energien teurer sein sollte als die Verbrennung fossiler Energieträger, ganz im Gegenteil.

    Wie kommst Du darauf?


    Es gibt sogar jede Menge Grüne. Zuvorderst, dass fossile Energieträger über die letzten 200 Jahre wesentlich einfacher in Strom umgewandelt werden konnten als als andere Energieformen.


    Ob es wünschenswert ist, dass fossile Energieträger billiger sind, ist eine ganz andere Frage.

    Vor ein paar Jahren im Zuge der Überarbeitung der Erneuerbare Energien Richtlinie der EU gab es Kritik von Wissenschaftlern verstärkt Holz als Brennstoff zu nutzen.

    Ich habe mir das mal durchgelesen.


    Das Argument funktioniert ungefähr wie folgt:

    Langfristig (100 Jahre) ist Energiewirtschaft mit Holz unstreitig besser, kurzfristig aber schlechter:


    Mal angenommen, ein Deutscher hat letztes Jahr 10 Tonnen CO2 aus Erdöl erzeugt. Diese 10 Tonnen verbleiben dauerhaft in der Atmosphäre. Und die 10 Tonnen von nächstem Jahr aus.


    . Wenn ein Baum gefällt wird, um ihn zu verbrennen, wird natürlich CO2 frei. Er wird aber durch einen neuen Baum ersetzt, der über nächsten 100 Jahre genau das freigesetzte CO2 wieder bindet.

    Wenn man hingegen Erdöl verbrennt, verbleibt das CO2 dauerhaft in der Atmosphäre.


    Über einen Zeitraum von 100 Jahren betrachtet, ist Holzwirtschaft also besser für das Klima.


    Kurzfristiger betrachtet sind hingegen fossile Brennstoffe besser. Denn sie erzeugen pro Tonne CO2 wesentlich mehr Energie.



    Wenn man also Erdöl durch Holz ersetzt, steigen die Emissionen erstmal. Dann man braucht viel mehr Holz als Erdöl.

    stößt der Mensch etwa 1 Tonne bis 10 Tonnen CO2 pro Jahr alleine durch Atmung aus

    Der Mensch selbst (also der Organismus) ist Bestandteil des natürlichen CO2-Kreislaufes und klimaneutral. Vollkommen egal, wie viele Tonnen CO2 jemand ausatmet. Denn jedes Gramm CO2 wurde in den Jahren vorher von den Pflanzen gebunden, die der Mensch (bzw. die verzehrten Nutztiere) verspeist hat.


    Hätte der Mensch es nicht gegessen, wäre die Pflanze irgendwann verrottet und hätte das CO2 auch so freigesetzt.


    Ein negativer Effekt auf das Klima entsteht erst durch die verwendeten Maschinen.

    Zum ersten: Wenn man den Baum nicht fällt, kann er noch CO2 aus der Luft ziehen.

    Dafür kippt ein anderer Baum wegen Altersschwäche um und emittiert das in ihm gebundene CO2.


    Ein normaler "natürlicher" Wald besteht aus Bäumen jeden Alters. Seine CO2-Bilanz ist neutral: alte Bäume sterben ab, verrotten und emittieren dabei CO2, neue Bäume wachsen nach und binden es wieder.


    Wenn man jetzt die alten Bäume entnimmt und verbrennt, anstatt sie verrotten zu lassen, bleibt die Klimabilanz neutral. Man darf halt nur das entnehmen, was pro Jahr nachwächst.

    Das heißt, genaugenommen muss die Waldfläche wachsen

    Wenn immer etwas CO2 (wohl eher Kohlenstoff?) zusätzlich im Boden verbleibt, müsste die Waldfläche doch sogar schrumpfen können, oder?


    Wobei ich keine Ahnung habe, wie groß dieser Anteil ist, der im Boden bleibt.

    Der Vergleich hinkt aber stark.


    CO2, das durch die Verfeuerung von Erdöl in die Atmosphäre kommt, verbleibt dort dauerhaft. Zumindest nach menschlichen Maßstäben.


    Wenn bei der Verfeuerung von Holz die Waldfläche konstant gehalten wird, wird das entstandene CO2 hingegen über die nächsten 80 Jahre wieder gebunden.


    Der CO2-Anteil steigt in beiden Fällen erstmal an. Aber bei der Verfeuerung von Holz hört es nach einigen Jahrzehnten von alleine auf. Zumindest so lange die Waldfläche konstant bleibt.


    Ich habe mich gerade noch gewundert, ob die Anzahl der Bäume für den aktuellen Energiebedarf überhaupt ausreichen würde.

    Mal sehr hemdsärmelig gerechnet:

    Pro Mensch gibt es aktuell 422 Bäume. Bei einer Wachstumsdauer von 80 Jahren dürfte jeder Mensch pro Jahr 5 Bäume "verbrauchen". Ein Baum wiegt irgendwas zwischen 2 und 4 Tonnen. Macht also 15 Tonnen Holz pro Person und Jahr. Bei einem Brennwert von 4 kWh/kg sind das 60 MWh pro Person und Jahr.

    Aber wie viel Energie benötigt ein Deutscher pro Jahr? Ich rechne mal von den im Mittel emittierten 10 t CO2/Jahr rückwärts. 10 t CO2/Jahr entsprechen ca. 3 t Erdöl. Das wiederum hat einen Brennwert von 11,8 kWh/kg, also insgesamt ca. 30 MWh.


    Müsste also insgesamt aufgehen. Aber leider sind die Bäume wohl nicht alle gut zugänglich.


    Edit: Anstatt wild vom CO2 rückwärts zu rechnen habe ich gerade mal noch den Energiebedarf pro Kopf in Deutschland ergoogelt: 40 MWh.

    Also wenn ich auf einem Trampelpfad abseits der "offiziellen" Wege durch den Wald gehe und mir dort ein Ast auf den Kopf fällt, dann haftet der Waldbesitzer?

    Soweit ich weiß, normalerweise nicht.


    Das ist ein historischer Kompromiss: Die meisten Wälder sind Privateigentum. Trotzdem ist der Allgemeinheit gestattet, sie zu begehen. Im Gegenzug ist die Haftung eingeschränkt.

    Müsste es nicht reichen, solche Wege mit einem Schild als "verboten" zu kennzeichnen?

    Das Problem ist, dass dann wieder jemand anderes solche Schilder als reines Lippenbekenntnis missbrauchen könnte.


    Beispielsweise der Betreiber eines Kiosks in der Nähe der Strecke. Der Graubereich ist riesig.


    Und wenn dann jemand stürzt, findet sich bestimmt irgendein Anwalt, der vor Gericht argumentiert, dass die Strecken zur Tourismusförderung stillschweigend geduldet wurden. Und mit etwas Pech für den Staat findet sich sogar ein Richter, der dem folgt.

    Was bin ich in dem Fall froh, in Bayern zu wohnen. Hier ist immer noch "testen für alle, wann immer, auch nur zur Vorsicht" drin und bezahlt.

    Bin neidisch!


    Ich verstehe ja auch, dass die Tests knapp sind. Aktuell haben wir ca. 20.000 Neuinfektionen und Kapazität für 200.000 Tests am Tag. Verbleiben also 180k Tests pro Tag zur freien Verfügung. Würde man wenigstens die Haushaltsmitglieder konsequent testen, würde das gerade mal 20k davon benötigen (durchschnittliche Haushaltsgröße ist 2).


    Und eine stärkere Verwendung der Schnelltests wäre auch wünschenswert. Zumindest für die Personen, die sonst gar nicht getestet würden. Besser ein 90%-Ergebnis als gar kein Ergebnis.


    Nur mal grob überschlagen, wie viel Kapazität man brauchen würde:

    - Laut RKI bräuchte man für den Test von jedem Schnupfen ca. 3-5 Millionen Tests pro Woche.

    - Dazu aktuell pro Woche ca. 130k Neuinfizierte. Mal 10 Kontaktpersonen sind nochmal gut 1 Mio Tests.


    Aktuell haben wir 1,3 Millionen PCR-Tests pro Woche.


    Die Schnelltests könnten hier die Lösung sein:

    Verkauf in der Apotheke. Die Sensitivität beträgt aufgrund von Anwendungsfehlern dann vielleicht nur 80%. Trotzdem könnte man damit bequem R von aktuell "ca. 1" auf "weit unter 1" drücken.

    Weiß eigentlich jemand, ob bei einem Fall in der Familie (alle in einem Haushalt) wenigstens die anderen Familienmitglieder getestet werden? In der oben verlinkten Teststrategie steht dazu nichts.


    Gibt es vielleicht irgendwo eine Sonderregelung für Familienmitglieder? Die sind ja besonders enge Kontaktpersonen.


    Ein Mitschüler aus der Klasse meiner Kleinen hat gerade einen Fall in der Familie. Da wäre es natürlich gut zu wissen, ob der Mitschüler andere Kinder in der Klasse infizieren konnte oder nicht.

    Einen Kaminofen zum Spaß zu betreiben, ist ein Luxus, den die Nachbarn bezahlen.

    Bei uns in der Nachbarschaft gibt es auch immer mehr von diesen Luxuskaminen. Da alle Fernwärme haben, ist keiner darauf angewiesen.

    Bei entsprechendem Wetter kann ich abends nicht mehr lüften.

    Ich finde es ziemlich nervig, wenn man abends rausgeht und die ganze Gegend verbrannt riecht.


    Und kurzfristig ist keine Abhilfe absehbar :-(

    Ich kenne die Ecke vor allem aus Autoperspektive. Ist eine der unangenehmsten Stellen, die ich kenne.

    Man kreuzt den Radweg in einem wirklich miesen Winkel*. Dazu macht der Radweg noch eine Kurve und oft parken da (wie im Video) auch noch Lieferwagen. Und gleichzeitig möchte man mit dem Heck möglichst von der großen Straßen runter.

    Und bei guten Wetter sind da auch noch jede Menge Fußgänger, die natürlich auch nicht überfahren werden wollen.


    Ich taste mich da immer cm-weise vorwärts.


    *Es ist ungefähr der Winkel, den man bei der Schutzkreuzung ständig hätte.

    Habe jetzt gerade erfahren, wie die Schule mit den anderen Klassen umgegangen ist.


    Bei der einen Klasse ist der infizierte Schüler schon länger nicht mehr im Unterricht. Das Gesundheitsamt rechnet auch hier 14 (bzw. 13) Tage ab dem letzten Kontakt. Da der letzte Kontakt recht lange her ist, wurde der Unterricht hier nur 3 Tage lang unterbrochen.


    Eventuelles (unbemerktes) Infektionsgeschehen in der Klasse wird also überhaupt nicht berücksichtigt. Ich finde das falsch. Für Schulklassen gelten weitreichende Ausnahmen von den sonst sehr restriktiven Kontaktbeschränkungen. Wenn dann ein Fall bemerkt wird, ist das Risiko von weiteren unbemerkten Infektionen recht hoch. Dann sollte man wenigstens sicherstellen, dass es keine weitere Ausbreitung innerhalb der Kohorte gibt. Also 14 Tage Homeschooling und dann geht es weiter.


    Bei der anderen Klasse, in der der noch infektiöse Schüler nur für einen Tag war (die Klasse war wegen Krankheit der Lehrerin aufgeteilt), gibt es überhaupt keine Maßnahmen.

    ... und die nächste Korrektur des Gesundheitsamtes. Jetzt plötzlich Quarantäne für 14 Tage seit dem letzten Kontakt. Also 12. November plus 14 Tage = 25. November.


    Vielleicht rechnen die ja fälschlich vom 11. November an.


    Sind schon komische Prozesse, die zu drei verschiedenen Aussagen am gleichen Tag führen.

    Ich bin mal optimistisch und gehe davon aus, dass der Prozess zumindest hinter Kulissen irgendwie Sinn ergibt.


    Am sinnvollsten wäre aber trotzdem der 27. zzgl WE gewesen. Denn das erste infizierte Kind gab es ja am 5. November. Seit dem war genug Zeit für die Infektion von anderen Kindern in der Klasse, die eventuell auch nach 8 Tagen Quarantäne noch ansteckend sind.

    Ein Nachtrag: Das Gesundheitsamt hat sich korrigiert.


    Die Quarantäne läuft ab heute 10 Tage. Immer noch nicht die sinnvollen 14 Tage, aber mit dem zufällig folgenden Wochenende zumindest 12. Damit kann man ja leben.


    Vielleicht haben sie den Erzieher ja auch noch nach Hause geschickt.