Alles anzeigenDas geht ziemlich an meiner Lebensrealität vorbei.
Ich bin beruflich den ganzen Tag innerstädtisch unterwegs.
Mit reiner Muskelkraft bin ich mit dem Fahrrad deutlich schneller unterwegs als 12 bis 13 km/h.
Bei Strecken jenseits 1 km hat das Gehen bei mir auch keine Priorität mehr. Nicht nur wegen des Zeitgewinns, sondern auch wegen der körperlichen Folgen. Ich war jetzt 3 Tage in einer anderen Stadt unterwegs ohne Fahrrad. Jeden Tag 15 bis 20 km in Sicherheitsschuhen. Das möchte ich meinen Füßen auf Dauer nicht zumuten.
Auf Kurzstrecken bin ich zu Fuß fast immer schneller als der ÖPNV. Auf Mittelstrecken mit dem Fahrrad auch.
Das liegt natürlich vor allem daran, dass sich die Haltestellen selten an Start und Ziel befinden und dann noch Wartezeiten dazukommen.
Ich sehe jetzt keinen großen Gewinn darin, Pedelecs um 5 km/h zu reduzieren. Warum auf freier Strecke nicht 25 km/h fahren? Bei beengtem Verkehrsraum greift da dieselbe Eigenverantwortung wie beim unmotorisierten Radfahrer, der mitunter schneller unterwegs ist, auch.
Das kann ich nur unterstreichen. Speckgürtel Düsseldorf, Entfernung zur Arbeit ca. 15km
- Auto nachts: 20 Minuten
- Auto Rushhour: 30-50 Minuten
- Rennrad: 25-30 Minuten, Treckingrad 35-40
- ÖPNV - 53 - 71 Minuten, wenn den nicht gerade Streik, Schienenersatzverkehr, betriebsbedingte Verzögerung im Betriebsablauf, Personen im Gleis oder sonst irgend einer der 11und90 möglichen Probleme dafür sorgen, dass der ÖPNV gegenüber allen anderen Verkehrsmitteln noch mehr abstinkt.
Pedelecs in der Geschwindigkeit reduzieren macht keinen Sinn. Auch mit 20km/h gibt es genügend fehlgeleitete Menschen, die auf ungenügender "Radinfra" zu schnell fahren und mit Fahrrad, e-Roller oder Pedelec an einem Hauseingang oder einer sonstigen Engstelle vorbeiballern. Die 5km/h sind da nicht relevant.