Vom Harvestehuder Weg in die Innenstadt
Der Harvestehuder Weg ist die in diesem Forum bereits häufiger angesprochene Fahrradstraße, die sich an der westlichen Seite der Außenalster entlangschlängelt und noch immer sehr umstritten ist, weil zugunsten der Fahrradstraße der bundesweit bekannte „SchöRaZ“, der Schönste Radweg aller Zeiten „vernichtet“ wurde. Ich trauere diesem untermaßigen Zweirichtungsradweg mit Buckelpisten-Elementen keine Träne nach, aber ich bin halt auch nicht so ganz der normale Radfahrer.
Am südlichen Ende des Harvestehuder Weges stehen die Sicherheitsmaßnahmen am amerikanischen Konsulat einer Weiterführung der Fahrradstraße Richtung Alsterglacis im Weg, dort wird man auf einen Zweirichtungsradweg nach hanseatischen Sicherheitsmaßstäben geleitet und landet schließlich mit dicken Backen an dieser Stelle:
Da man, wir erinnern uns, auf der aus dieser Perspektive linken Seite nicht durch die Unterführung darf, muss man sich über die rechte Seite hangeln. Das sind lockere sechs Furten, die man gegen den Uhrzeigersinn überqueren muss, und mir ist noch nicht so ganz klar, zu welchen Tageszeiten die Ampelschaltungen besonders fahrradfreundlich gestimmt sind.
Natürlich kann man sich auf rechtzeitig nach dem amerikansichen Konsulat auf die Fahrbahn begeben und sieht sich dann dieser Kreuzung gegenüber. Für unsereins ist es vermutlich kein Problem, hier einfach mit dem Rad zu queren, aber nicht ganz so sportliche Radfahrer dürften von der Fläche der Kreuzung, die man bereits in Fußballfeldern messen kann, hinreichend beeindruckt sein. Und dann womöglich noch mal mitten auf der Kreuzung an einem weiteren Signalgeber aufgehalten zu werden, während vorne, links und hinten Kraftfahrzeuge und Lastkraftwagen vorbeibrausen, ist nunmal nicht Jedermanns Sache:
Fazit
Radfahrer, die vom Harvestehuder Weg in die Innenstadt wollen, landen häufig unfreiwillig auf der falschen Straßenseite — und düsen dann ordnungswidrig auf dem oben bereits erwähnten Gehweg durch die südöstliche Unterführung. Auch hier fände ich es ganz nett, wenn die Polizei eine eindeutigere Verkehrsführung anleiern könnte, so dass ortskundige oder normalsterbliche Radfahrer nicht erst wie der Feldherr vor der Schlacht die vor ihnen liegende Kreuzung nach der besten Strategie absuchen müssen.