Woche 35 vom 24. bis 30. August 2026

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    die "seitliche Abweichung" ist doch aber nicht von der Geschwindigkeit abhängig, sondern vom zurückgelegten Weg.

    und in jedem Falle vom Drehen am Lenkrad.

    Um es mal sportlich zu nehmen:

    Bei einem Langsamfahrwettbewerb über eine 13,5 m lange und 30 cm breite Wippe in der Fernsehsendung "Klein gegen Groß" fuhr der Gewinner Finn ein Tempo von gerade mal 1,9 km/h (Er befuhr die 13,5 m lange Strecke in 25,1 Sekunden. Das entspricht 0,5 m/Sek. oder 1,9 km/h)

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    die "seitliche Abweichung" ist doch aber nicht von der Geschwindigkeit abhängig, sondern vom zurückgelegten Weg.

    und in jedem Falle vom Drehen am Lenkrad.

    Die Geradeausfahrt auch bei einem Auto ist stets begleitet von Abweichungen von der Geradeaus-Ideallinie. Um diese Abweichungen auszugleichen, muss gegengelenkt werden. Je höher das Tempo ist, um so länger hat das Fahrzeug Zeit nach links oder rechts abzuweichen bevor die Fahrerin / der Fahrer mit Gegenlenken reagieren kann.

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    Nach meinem Verständnis der Technik muss man bei Kfz überhaupt nicht "Gegenlenken" oder irgendetwas "ausgleichen".

    Dafür sollte die Vorspur sorgen.

    ich lenke im Auto bestenfalls bei extremem Seitenwind gegen. :/

  • Die Geradeausfahrt auch bei einem Auto ist stets begleitet von Abweichungen von der Geradeaus-Ideallinie. Um diese Abweichungen auszugleichen, muss gegengelenkt werden. Je höher das Tempo ist, um so länger hat das Fahrzeug Zeit nach links oder rechts abzuweichen bevor die Fahrerin / der Fahrer mit Gegenlenken reagieren kann.

    Das Auto hat als mehrspuriges Fahrzeug genau gar keine aus physikalischer Notwendigkeit resultierenden seitlichen Schwankungen. Der größere Platzanspruch bei wachsender Geschwindigkeit ergibt sich nicht, weil das Auto seitlich ausbricht, sondern weil man mit steigendem Tempo größere Mühe hat, die exakt benötigte Fahrlinie zu treffen. Eine schnelle KI könnte ein Auto wahrscheinlich mit 150 Sachen durch ein Garagentor steuern, das nur 20cm breiter ist als das Auto, ein Mensch wäre schon mit 20 km/h überfordert.

  • Oh ja, bitte. Statte dein Auto damit aus und gebe die Anweisung. Bei Mißgeschick aber nicht weinen. Das es nicht klappt, kann man Spielen entnehmen, etwa Elite Dangerous, obwohl die Bedingungen optimal sind, keine optische Erkennung, alle notwendigen Daten direkt ohne jede Ermittlung zur Verfügung, die Umgebung unveränderlich, die Geschwindigkeit auf „Gemütlich“ reduziert. Manchmal gelingt es mir, blind und trotzdem schneller zu landen.

    Tatsächlich geraten real existierende RoboCars angesichts simpelster Sitationen noch immer außer Rand und Band oder schalten einfach ab. Es ist eben doch wesentlich komplexer, als man meint, als man als außenstehender auch nur ahnt. Das wird ein wesentlicher Grund sein, die Städte wieder autogerecht zu gestalten, und zwar brutaler, als es je war, das Verkehrsrecht ebenso. Dann ist Fahrrad fahren endgültig abgeschminkt, Halleluja.

    Aber ja, das wird sich ändern. Es wird schön bei 2 km/h beginnen und über die Jahre langsam steigen, bis es dann bei einer genehmen Geschwindigkeit ankommt, nicht dem physikalisch möglichen, das wohl irgendwann erreichbar sein wird. Nutzen wird man das aber nicht für die Garage, na ja, doch, sondern für die Fahrt, goto autogerechte Stadt.

    Ob ein Roboter es wohl schafft, draußen Fahrrad wie auf einem Lineal gezogen zu fahren? Nur 50 Meter am Stück? Ich glaube, mir gelingt das selten, zufällig, ebenso wie mehrere Sekunden zu stehen. duck.ai sagt: Fahren möglich, wie Mensch vergleichbar, sehr langsam fahren und stehen aber deutlich im Hintertreffen.

    Gut, soweit zur Lage der kommenden Androiden-Nation.

    Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber.

  • Das Auto hat als mehrspuriges Fahrzeug genau gar keine aus physikalischer Notwendigkeit resultierenden seitlichen Schwankungen. Der größere Platzanspruch bei wachsender Geschwindigkeit ergibt sich nicht, weil das Auto seitlich ausbricht, sondern weil man mit steigendem Tempo größere Mühe hat, die exakt benötigte Fahrlinie zu treffen. Eine schnelle KI könnte ein Auto wahrscheinlich mit 150 Sachen durch ein Garagentor steuern, das nur 20cm breiter ist als das Auto, ein Mensch wäre schon mit 20 km/h überfordert.

    "Mit KI kanns jeder." 8)

    Wenn dir das Langsamfahren auf dem Fahrrad so schwer fällt, dann probier es halt mal damit:

    "Wie also kann das Fahren mit einem E-Bike sicherer werden? Forschende an der Technischen Universität in Delft verfolgen zusammen mit dem Fahrradhersteller Koninklijke Gazelle da eine ganz eigene Idee. Beide tüfteln an einer intelligenten Lenkunterstützung für Fahrräder. Diese soll bereits ab Geschwindigkeiten von 4 km/h das Bike stabilisieren und insbesondere ein Umkippen verhindern."

    TU Delft entwickelt Lenkassistent für E-Bikes | E-Bike Blog
    In manchen Situationen sind E-Bikes schwerer steuerbar. Ein Lenkassistenzsystem könnte künftig für mehr Sicherheit sorgen und Unfälle verhindern.
    www.elektrofahrrad24.de

    4 km/h ist ganz klar Schrittgeschwindigkeit. Nicht einmal eine sehr rasche Geschwindigkeit. Eine geübte und gesundheitlich unbelastete Fahrradfahrerin oder ein Fahrradfahrer schafft es auch ganz gut ohne KI geradeaus zu fahren. Dazu muss die Person nicht einmal besonders trainiert sein hinsichtlich Kraft und Ausdauer.

    Es trifft nicht zu, dass das Fahrradfahren mit niedrigen Geschwindigkeiten unter 10 km/h sofort einen Schlingerkurs hervorruft.

  • Wenn dir das Langsamfahren auf dem Fahrrad so schwer fällt, dann probier es halt mal damit:

    […]

    Es trifft nicht zu, dass das Fahrradfahren mit niedrigen Geschwindigkeiten unter 10 km/h sofort einen Schlingerkurs hervorruft.

    Ja. Das rollende Fahrrad schlingert nicht. Was den Boohei mit dem Seitenabstand und den wegen dessen Nichteinhaltung angeblich notwendigen Radwegen nebst der aus (Un-)Sicherheitsgründen angeblich zwingend erforderlichen Benutzungspflicht als Vorwand entlarvt.

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    Nach meinem Verständnis der Technik muss man bei Kfz überhaupt nicht "Gegenlenken" oder irgendetwas "ausgleichen".

    Dafür sollte die Vorspur sorgen.

    ich lenke im Auto bestenfalls bei extremem Seitenwind gegen. :/

    Wozu eine Vorspur, wenn das Auto tatsächlich stur geradeaus fahren könnte, dann bräuchte es doch gar keine Vorspur-Einstellung.;)

    (Die Vorspur-Einstellung bedeutet, dass in der Regel die beiden Vorderräder mit einem sehr kleinen Winkel von der Geradeaus-Ausrichtung abweichend nach innen abweichen.)

    Bei "extremen Seitenwind" lenkst du gegen. Und bei leichtem Seitenwind? Bei Unebenheiten der Fahrbahn, wenn die Vorspur nicht mehr ausreicht, um das Auto zum Geradeauslauf zu bewegen. Oder der durch die Vorspur bewirkte Geradeauslauf in die falsche Richtung geht? Und was, wenn die Fahrbahn eine Kurve hat, auch wenn es nur eine ganz leichte ist? (Von Ablenkungen will ich hier gar nicht reden, denn du bist ja vermutlich anders als viele anderen anderen Autofahrer*innen stets völlig aufs Lenken konzentriert. Deshalb fährst du ja auch ein Automatik- oder Elektrofahrzeug (das entlastet von der "Schalt-Tätigkeit).

    Der Spurhalteassistenz unterstützt beim Autofahren auch das Geradeausfahren (bzw. den Verbleib in der Fahrspur). Wäre es kein Problem, das Geradeausfahren, bräuchte das Spurhalteassistenz-System hier keine Unterstützungsarbeit leisten.