Beiträge von hvhasel

    Der nächste bitte!


    Jau, "übersehen". Was sonst.


    Und solange 1x "Übersehen" max. 5000 Euro kostet und seltenst zu Zwangsfußgängern führt wird sich daran auch nichts ändert.

    Also dieser Unfall hätte ja wohl eindeutig vermieden werden können durch Helmpflicht und Fahrradkennzeichen! :P

    Zitat aus voriger Quelle:
    "Um die Unfallgefahr zu reduzieren sprach sich Friederici für eine Helmpflicht für Radfahrer aus und auch dafür, Fahrräder mit Kennzeichen auszustatten"


    Mal abgesehen davon das man jetzt nicht weiß was der Herr Friederici wirklich von sich gab und was der Reporter draus machte ist das natürlich Blödsinn: Die Unfallgefahr wird am Besten durch Verbandszeug und GIpsbinde reduziert.


    Herr hau Hirn vom Himmel!

    Das ist der Zusammenhang ;)


    Die "Kennzeichenpflicht" kommt ziemlich am Ende, nach Minute 9.

    Keine Ahnung, wie man das übersehen kann. Aber Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall :)


    Immerhin hat die Dame im Nachhinein wohl ihre Strafe bekommen. Da sind die Briten ja auch nicht zimperlich bei Verkehrsvergehen.



    Gut finde auch das hier:

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    Könnte auch Deutschland sein, nur seitenverkehrt und ohne lustigen irischen Akzent.

    Ich bin der positiven Überzeugung, dass das eine Art Evolution ist. In Warschau wird es höchstwahrscheinlich schon besser gehen, was den Umgang mit Fahrradfahrern angeht als auf dem Land (Masa Krytyczna). Ähnlich wie bei uns, nur insgesamt ausgeprägterer Nachholbedarf. Ohne es zu wissen, vermute ich mal, dass das Fahrrad verkehrspolitisch in Polen kaum eine Rolle spielen dürfte, selbst touristisch ist das kaum ein Thema, außer vielleicht an der Ostsee.


    Zur alltäglichen Praxis auf den Nationalstraßen: Es wird in Polen auch trotz Gegenverkehr mit dem Auto quasi dreispurig überholt. Dafür fährt der Gegenverkehr dann auf dem Seitenstreifen, der nebenbei auch für Radfahrer und Fußgänger gedacht ist. Die müssen dann auch dort sehen, wo sie bleiben. Ist halt eine andere Einstellung zu den "schwächeren" Verkehrsteilnehmern. Wie gesagt, in England ist das auch nicht anders. ;)

    An sich kein besonders hervorzuhebener Artikel, aber doch ziemlich exemplarisch dafür, wie Fahrradunfälle in der Öffentlichkeit meist wahrgenommen werden: als unvermeidliche Vorfälle, ähnlich der höheren Gewalt.



    Ich kenne die Presselandschaft in Baden-Württemberg ganz gut und so bin ich über die nüchterne Beschreibung des dramatischen Unfalls mit Todesfolge doch etwas schockiert. Wäre der Unfall anders zustande gekommen, der Aufschrei wäre mit Sicherheit ein anderer gewesen.

    Super Beispiel, sehe ich auch ständig.


    Hatte auch zwei erhellende Beispiele ähnlicher Natur.


    1. Straßenreiniger von der Stadtreinigung mit seinem Besenkarren, sogar bei einem baulich getrennten Radweg. Auf die Vollbremsung bis zum Stillstand vor seinen Füßen folgte nur der Spruch: "Du siehst doch das ich hier arbeite!" Fiel mir auch auch nur ein zu fragen, ob er auf der Fahrbahn auch so denken würde.


    2. Gemischter Fahrrad/Fußweg, Straße war eh einspurig gesperrt wegen eines Unfalls. Die Beteiligten inklusive Polizei (und deren Streifenwagen halb) standen nun allesamt auf dem Hochbordweg. Kein Problem, irgendwo müssen sie ja stehen. Also auf Schrittgeschwindigkeit runter gebremst und geklingelt, man will ja keinen kurzfristig erschrecken. Das hat bei dem einen Beamten jedoch die Reaktion ausgelöst, sich frontal in voller Breite vor meinem Rad aufzubauen, so dass ich nun vollständig gestanden habe. Auf meinen Hinweis, dass das doch ein Radweg sei, kam nur die Antwort: "Ja, aber immer schön langsam." War mir dann zu dumm, um darauf noch zu antworten.

    Bei den Babyampeln gibt es dieses Problem aber noch verschärfter, weil Kfz-Fahrer nicht wissen, dass es eine eigene Ampel für Radfahrer gibt und leider meistens davon ausgehen, dass "Fußgängerrot" bedeutet, dass niemand mehr rechts an ihnen vorbei darf.


    Gut, das ist auch wahr. Immerhin erfolgt dort die Umschaltphase nicht so plötzlich.


    Zitat

    Wobei dieses Thema gar nicht existierte, wenn man die Fahrradsignalisierung bereits vor Jahrzehnten sinnvoll vereinheitlicht hätte.


    Leider ist da in der Vergangeheit so eniges versäumt worden in Deutschland. So haben wir eben größtenteils eine Infrastruktur für den Ausflugsverkehr.

    Ein Argument gegen die "Streuscheiben"-Gemischtampeln Radfahrer/Fußgänger, welches ihr noch gar nicht thematisiert habt: Auch weil es keine Gelbphase gibt, aber genauso des wegen der unterschiedlichen Schaltzeiten eher unerwarteten Umschaltens auf "Rot" haben diese Gemischtampeln ein unnötiges Gefahrenpotenzial. Die meisten rechtsabbiegenden Autofahrer in Berlin schauen nämlich zu allererst auf die Fußgängerampel und biegen einfach ab, wenn diese rot ist - sie haben ja dann nach ihrer Meinung Vorfahrt. über den Umstand, dass erst danach die "Räumphase" beginnt, wird gerne geflissentlich hinweg gesehen.


    Und so schnell wie eine Fußgängerampel umschaltet könnte man nur eine Vollbremsung unternehmen, um im ärgsten Fall nicht bei eigenem "Rot" angefahren zu werden. Den dazugehörigen Polizeibericht kann ich mir lebhaft vorstellen. Das klingt vielleicht übertrieben, weil es "nur" um eine Phase von 1-2 Sekunden geht, ich hatte aber selbst schon mehrere derartige brenzlige Situationen.

    Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass (so gut wie) kein Polizist das Ausweichen auf den Gehweg sanktionieren würde, selbst als Fuß- oder Fahrradstreife nicht. Das ist allgemein komischerweise relativ durchgehend akzeptiert. ABER: Nur solange es keinen Unfall mit Dritten (Kfz oder Fußgänger) gibt, denn in diesem Fall ist dann automatisch der Radfahrer schuld, der immer Verkehrsregeln missachtet und alle über den Haufen fährt!


    Witzige Situation gestern in diesem Zusammenhang:
    Ich habe es mal so wie Malte gehandhabt und einfach auf dem benutzungspflichtigen Radweg gewartet, der durch einen ausfahrenden/wartenden Lieferwagen blockiert war. Das fand ich auch sinnvoll, da mit nur einem Meter Abstand der Gehweg ebenfalls größtenteils durch den dahinter stehenden, auch wartenden LKW blockiert war. Leider war der Verkehr relativ dicht, so dass der Lieferwagen da bestimmt 1-2 Minuten stand. Jetzt wurde aber der LKW-Fahrer ungeduldig, weil ich da stehe und fing an zu hupen und zu gestikulieren. Ja mei, was soll das werden, Nötigung zur Gehwegbenutzung? Leider haben mich in den zwei Minuten mindestens 5 andere Fahrradfahrer auf dem Gehweg durch die Fahrzeuge hindurch überholt - so wird man nie als VT ernst genommen!

    Ich bin ja nach wie vor der positiven Annahme verhaftet, dass dieses Urteil - gleich wie es begründet sein mag - auf den typischen Radfahrer mit Helmkamera keinerlei Auswirkungen haben wird.


    Denn im Gegensatz zum Autofahrer kann man dem Radfahrer immer sportliche Motive unterstellen: Selbst wenn man mit dem Hollandrad unterwegs ist, wird man wohl seinen persönlichen Trainingserfolg protokollieren dürfen. Allerdings sollte man in der Tat nicht alles unzensiert ins Netz stellen, sofern es explizites Fehlverhalten anprangern soll. Eine Landschaftsaufnahme mit einer "zufälligen" OWi dürfte wohl auch zukünftig erlaubt sein.


    Aber in der folgenden Praxis hoffe ich tatsächlich, dass Kameras nicht generell verboten werden. In diesem Zusammenhang: Wie ist eigentlich die genaue Regelung in Österreich? Nur Verbot von Dashcams (=Auto) oder von jeglichen Aufnahmen im Straßenverkehr?


    Nach meinem letztjährigen Unfall, den ich hier ja auch schon zum Besten gegeben habe, hoffe ich eben gerade durch den Einsatz einer Kamera dessen Folgen zukünftig zu vermeiden, wenn man schon den Unfall selbst nicht mehr vermeiden kann. Wegen angeblichen Fahrens auf dem Gehweg (es war lediglich ein Ausweichen) habe ich eine 50%ige Mitschuld kassiert und mangels Rechtschutzversicherung ist es dabei geblieben! Und das nur, weil eine angebliche Zeugin im Fahrzeug hinter der abbiegenden Unfallverursacherin gesehen haben will, wie ich auf dem Teil des Fußweges unterwegs gewesen sei.

    So langsam falle ich ein wenig vom Glauben ab...


    Lese ich doch gerade den Kommentar von Gunnar Schupelius in der BZ über ein vermeintlich nötiges Tempolimit auf Radwegen(!). Das ist der nicht immer sachlich argumentierende Kommentator beim Berliner Äquivalent der MoPo, der nicht gerade durch seine Liebe zum Zweirad auffällig geworden ist. Natürlich kommt auch der übliche Schwachsinn von immer schneller fahrenden Radfahrern, Gehwegbenutzung und als Höhepunkt der ADAC als Interessenvertretung aller Verkehrsteilnehmer(!) vor. Also an sich nicht wirklich ernst zu nehmen.


    Aber dann der folgende Satz als Kurzfazit:
    "Wer schneller Radeln möchte, der weiche bitte auf die Straße aus."
    Hoffentlich überliest das die unverbesserliche, automobile Kernklientel mal nicht!


    Nun ja, die lokale Boulevardpresse weiß, wie immer, mehr:


    Wobei ich staune, dass diese Blätter in Berlin gegenüber dem Radverkehr doch positiver (oder zumindest neutraler) eingestellt sind, als in anderen Städten, auch in Hamburg.


    P.S. Schade, dass ich meinen ersten Beitrag nicht editieren kann, so musste ich das jetzt druntersetzen.

    Entgegen Eurer Schreckensmeldungen ausnahmsweise eine gute Aktion der Berliner Polizei:


    Wobei die Aktion da etwas unzureichend beschrieben ist, es ging ja auch um die Sensibilisierung der Autofahrer. Finde jetzt aber keinen besseren Link.

    Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber in der Welt (ja, die Springer-Welt) gibt es einen ziemlich guten Artikel, der den Versuch einer Radfahrer-Typologie wagt. Zumal man unter der Überschrift "Terroristen & Co." nicht ein solches Ergebnis erwartet hätte. Ein netter Versuch, der einem zum Schmunzeln bringt und der (oft) gar nicht so falsch liegt, zumindest aus meiner Berliner Sicht:



    Ohne die Hintergründe zu kennen, wirken die Aussagen des Radfahrers meines Erachtens nicht so ganz glaubwürdig. Aber gut, man kann sich durch eine derartige Ausführung immerhin eine Strafmilderung erhoffen! ;)

    Zu den beiden letzten Bildern: Dort gilt der letzte Satz. Da es keine Dreistrichfurt gibt gilt für Radler keine Ampel.


    Das heißt, ich kann auch an dieser Stelle in Zukunft guten Gewissens in Zukunft weiterfahren, wo ich es bisher schlechten Gewissens getan habe?


    Wie wäre es, wenn ein Radfahrer von links kommt? Muss ich den dann vorlassen oder gilt dann rechts vor links. Abgesehen davon, dass ich ihn allein der Vermeidung des Konflikts willen schon vorlassen würde.


    vlcsnap-2014-04-18-10h17m13s22.png


    Und hier die Gegenprobe mit Haltelinie auf dem Radweg.
    vlcsnap-2014-04-18-10h32m19s95.png

    Peter


    Vielen Dank für den Vergleich. Denn diese unterschiedliche Praxis ist in Berlin tatsächlich fast überall Gang und Gäbe. Hinzufügen wären noch die vielen mit Lichtzeichen abgesicherten Tram-Haltestellen, an denen Radfahrer auch munter weiterfahren.


    Ich bin mir auch häufig sehr unsicher, wo man legal bei Rot fährt und wo nicht, da sogar im gleichen Straßenzug oft die von Dir aufgezeigten Beispiele sich abwechseln. Ein wenig, dachte ich, kann man sich an der Haltelinie auf dem Radweg orientieren, aber das scheint oft auch willkürlich gewählt zu sein.