Beiträge von Fahrbahnradler

    Na, dann haben wir ja die Lösung des scheinbaren Widerspruchs, und ich war mit dem Horner Kreisel auf der richtigen Spur.

    Das hier nennt sich Kreisverkehr:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Das hier nennt sich Kreisverkehr:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Das hier nennt sich Kreisverkehr:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com
    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Da stehen zwar dieselben Schilder [Zeichen 205][Zeihen 215], aber von der baulichen Anlage und der fahrerischen Herausforderung her sind das drei Paar Stiefel.

    Ach deswegen kannte ich den Straßennamen nicht! (Ich war schon wegen "äußerst gepflegt" in Verbindung mit "Barmbek-Nord" etwas irritiert) Das ist auf dem Gelände, das früher zum Allgemeinen Krankenhaus Barmbek gehörte und jetzt bewohnt wird ... da stehen ein paar Carsharing-Autos, und ich fand es immer nervig, in diesen engen Sträßchen zu fahren, die keine Einbahnstraßen sind. Hundert(e) Meter ohne sichtbare Ausweichmöglichkeit, selbst bei Fahrrad versus kleinem Pkw gibt das immer Konflikte.

    Bezeichnend, dass ausgerechnet die dort wohnende Klientel sich aufregt, anstatt froh zu sein, dass die überhaupt auf der Fahrbahn parken dürfen (es gibt natürlich auch Tiefgaragen auf dem Gelände).

    Denen gönne ich jeden Strafzettel.

    Im ersten Moment dachte ich, "Senior Mass" sei das flüssige Gegenstück zum Seniorenteller, aber nun gut, dann muss man wohl sich Gedanken machen, wie eine "seniorengerechte Radinfra" aussieht.

    Wichtig ist also erstens, dass die Sonne einem nicht auf die Birne brennt und die Temperatur nicht höher liegt als der durchschnittliche IQ des Berliner Senats. Ergebnis: Radinfra muss überdacht sein, mit Solarzellen drauf und einer Sprühnebelanlage drunter. U-Bahn-Viadukte in Mittellage sind entsprechend umzurüsten. Zweitens: Alle 20 Minuten muss Gelegenheit für eine "Hydration Break" bestehen, also alle 3 km ein Rastplatz. Drittens: Um zu vermeiden, dass die Zielgruppe alleine schon bei dem Gedanken, auch nur ein einziges Auto zu behindern, einen Herzkasper bekommt ("wir orientieren uns am unterwürfigsten Radfahrer"), werden alle benötigten Flächen von den Fußwegen abgeknapst. Viertens: um das Dogma des "one fits all" ("was für den unterwürfigsten Senioren gut ist, ist für alle gut") aufrecht zu erhalten, gelten Personen, die schneller als 11 km/h fahren möchten, nicht als Radfahrer; gegen diese Raser wird der Senat mit aller Härte vorgehen. Alternativ wird dieser Personengruppe angeboten, bei einer noch von der Verkehrssenatorin oder ihrer Familie zu gründenden Firma Autos zu kaufen.

    die Polizei wieder...

    https://www.nordbayern.de/polizeibericht…pell-1.15156313

    so gefährlich, diese Landstraßen. 2 tödliche Unfälle. 1x Alkohol, 1x Alleinunfall

    fürchterbar gefährlich, diese Landstraßen!

    Meine Zuschrift:

    Spoiler anzeigen

    Hallo Frau Gerbeth,

    da Sie Kunstgeschichte studiert haben, ist Ihnen bekannt, mit welchen Mitteln („Tricks“?) Gemälde so angelegt werden können, dass man als Betrachter mit seiner Aufmerksamkeit auf ganz bestimmte Bereiche hingelenkt wird.

    Bei Texten funktioniert so etwas auch, und Ihrer ist ein Musterbeispiel dafür:

    Am Anfang steht die Zahl „25 Tote im vergangenen Jahr“. Die Überschrift nennt bei den Gemahnten als erstes „Radfahrer“, dann erst „Autofahrer“.

    Assoziationskette also: 25 Tote - Radfahrer - Autofahrer. Da bleibt womöglich hängen „25 tote Radfahrer"

    Dann kommt die dramaturgische Opposition: Landstraßen - schöner, aber besonders gefährlich, geframed mit den Verben „gelten“ (plus der Einschränkung „für viele“) bei der Schönheit, aber „sind“ bei der Gefahr: subjektiver Eindruck einer Teilmenge versus objektive Realität. Immerhin wird beides durch „zugleich“ verbunden statt durch „in Wirklichkeit“ einander diametral entgegengestellt.

    Dann kommen die nächsten Zahlen: Von 37 Toten entfallen 25 auf Landstraßen.

    Zwei Drittel. Schrecklich viel. Man schaudert. Und wird jetzt mit Buzzwords wie „Gefahren“, „Risiken“, „gerade auf Landstraßen“, „gefährlichen Situationen zwischen Radfahrenden und Autofahrenden“ und den diversen Fahrradtypen getriggert.

    Und dann folgt das nächste Zahlenpaar: neun tote Radfahrende, „zwei von ihnen auf Landstraßen“.

    Moment - wie bitte?

    Am Anfang standen insgesamt 37 Verkehrstote. Jetzt stellt sich heraus: 9 davon, also rund ein Viertel, waren auf dem Rad unterwegs.

    Auf Landstraßen starben 25 Menschen. Bei den Radfahrern waren es 2. Also ein Zwölftel! Nicht rund ein Viertel wie bei der Gesamtzahl, das wären 6, und schon gar nicht (weit) mehr als 6, was man erwarten müsste, nachdem man mehrere Absätze lang von den besonderen Gefahren der Landstraße zu lesen bekam.

    Bei den Nicht-Radfahrern, also Autofahrern und Fußgängerinnen, gab es 37-9=28 Verkehrstote. Auf der Landstraße betraf dies 25-2=23 Opfer, das sind mehr als vier Fünftel! Wenn die Landstraße also für jemanden eine hohe Gefahr darstellt, dann für diejenigen, über die man in der typischen Meldung liest „nachts in einer langgezogenen Kurve von der Straße abgekommen und am Baum gelandet“, und man hat sofort die Heimfahrt mit Alkohol im Kopf.

    Man kann das Zahlenquartett auch andersherum ins Verhältnis setzen: Wenn von 37 Toten 25 auf der Landstraße starben, dann kamen 12 anderswo ums Leben. Ein Drittel.

    Von neun Radverkehrstoten starben zwei auf der Landstraße, also sieben anderswo - fast achtzig Prozent!

    Jetzt weiß ich nicht, ob auch Bundesautobahnen in diese Statistik eingerechnet sind, und nehme einfach mal an: nein. Also bleibt der Bereich innerorts. 12 Verkehrstote, davon sieben auf dem Fahrrad, das sind mehr als die Hälfte.

    Wenn ich bei der Polizei in Oberfranken wäre, dann wüsste ich, wo ich meine Schwerpunktkampagnen ansetze. Und wenn dann noch die Presse die richtigen Fragen stellt, dann würde in der Zeitung folgender Satz stehen, dessen Wahrheitsgehalt weit höher ist als die Formulierung „Landstraßen gelten für viele als der schönere Weg. Zugleich sind sie aber besonders gefährlich“, nämlich:

    „Radwege gelten für viele als die beste Lösung für den Radverkehr. In Wirklichkeit sind sie aber besonders gefährlich.“

    Warum? Rechtsabbiegeunfälle, Missachtung der Vorfahrt durch Einfahrende aus der Seitenstraße von Rechts mit „Vorfahrt achten“ oder „Stopp“, Lkws fahren aus einem Firmengelände, Pkws aus einer Tankstelle, Behörden ordnen Geisterradeln an, Bordsteinkanten verlaufen spitzwinklig und führen zu Stürzen, Belag ist schadhaft, Hindernisse und und und.

    Es wäre begrüßenswert, wenn darüber auch berichtet würde.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wenn wir den Teil hier auch auf "Radwege" anwenden, wäre das ja sogar ein Gewinn.

    "Ein zulässiger Fahrweg muss demnach so beschaffen sein, dass er ganzjährig von zweispurigen, nicht geländegängigen Kraftfahrzeugen befahren werden kann. Schmale Wege, Pfade auf naturfestem Untergrund und Rückegassen werden explizit von der Definition eines Fahrweges ausgenommen."

    holla die Waldfee!

    dann sind 90 % der Blauschilder illegal

    Wenn überhaupt wäre eine Anzeige interessant, aus der hervorgeht, in welcher Zeit das Ziel erreicht ist.

    Erstens gibt es so eine Anzeige schon: eine der beiden Spalten bei Fahrplananzeigen, nämlich die mit den Abweichungen vom Plan.

    Zweitens ist der Indikativ Präsens fehl am Platze: aus dieser Anzeige geht nur hervor, wann das Ziel erreicht wird, wenn nichts dazwischenkommt. Das "ist" wird erst angezeigt, wenn der Triebkopf schon am Bahnsteig ist ...


    Die Tempoanzeige findet sich vermutlich in allen Hochgeschwindigkeitszügen. Da mag Angeberei eine Rolle spielen ("mein TGV ist schneller als Dein ICE"), aber mit "wir sind mit 320 durch die Champagne und mit 60 durch den Pfälzer Wald" haben die, die eine Reise tun, auch was übers Tempo zu erzählen.

    Fun fact: Als der TGV Strasbourg-Lyon kurz vor der Ortsumfahrung von Dijon auf 50 km/h runterging, schaltete die SNCF die Anzeige ab. Man fand das wohl zu peinlich.

    Och, ach so: Bei den Reservierungen der tschechischen Züge gibt’s zur Fahrradreservierung auch immer automatisch eine Sitzplatzreservierung dazu; der Fahrradstellplatz hat die gleiche Nummer wie der dazugehörige Sitzplatz.

    Von der tschechischen, der slowakischen und der österreichischen Bahn könnte sich die DB gleich mehrere Scheiben abschneiden.

    Bezeichnenderweise sprichst du von den "Autofahrern". Denn die sind es mit denen man tatsächlich schimpfen muss. Bei den Autofahrerinnen ist es so, dass die Hinweise des Intelligenten Geschwindigkeitsassistenten nicht als "dadada du böse Autofahrerin" wahrgenommen werden, sondern als ernstzunehmende Hinweise, das Tempo zu drosseln.

    Kein Wunder, dass in Frankreich eine Kampagne gestartet wurde, die mit dem Slogan "Fahr wie eine Frau" zu mehr Verkehrssicherheit beitragen soll: Der Slogan "Fahr wie eine Frau" soll Unfälle verhindern, DLF vom 15.5.24

    https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/verkeh…r-wie-eine-frau

    französische Website: https://www.victimes.org/prevention/con…e-une-femme.htm

    Dann dürfen die Heißsporne aber keine Videos von Michèle Mouton im Audi quattro anschauen.

    (S+) Warum junge Dänen das Fahrrad stehen lassen
    Wer nach Vorbildern für fahrradfreundliche Politik sucht, schaut oft nach Dänemark. Neue Daten zeigen jedoch, dass dort vor allem junge Leute zunehmend ins…
    www.spiegel.de


    https://www.abendblatt.de/schleswig-hols…-sturz-aus.html

    Die Polizei stellte aber sicher, dass der Mann vorerst aus dem Verkehr gezogen wird. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel wurde der Führerschein des 56-Jährigen beschlagnahmt. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

    :thumbup:

    zum "angeblich" - ich vermute, dass die Polizei gefragt hat, ob jemand Angaben zur Geschwindigkeit machen könne, und jemand aus der Gruppe dann 28 gesagt hat; man schaut ja gerne auf den Tacho :)

    den "Versuch" schreibe ich der sprachlichen Kompetenz des Autors zu, der - wahrscheinlich - ausdrücken wollte: "die Jugendlichen versuchten, durch Gefahrbremsungen einen Zusammenstoß, aber auch einen Sturz zu vermeiden"

    Tödliche Velounfälle nehmen zu: Diese Rolle spielen Alter und E-Bikes
    Immer häufiger verunfallen Velo- und E-Bike-Fahrer auf Schweizer Strassen schwer. Was sind die Gründe? Wo passiert es, wen trifft es – und wer sind die…
    www.tagesanzeiger.ch


    Zitat

    Astra-Mediensprecher Thomas Rohrbach sagt dazu: «Fahrräder bewegen sich vor allem in Städten auf relativ schmalen Fahrbahnen und fahren oft dicht beieinander und hintereinander, was die Häufigkeit von Zusammenstössen unter ihnen erklären könnte.»

    Kann ja keiner ahnen, dass eine überlastete Infrastruktur (1,20-m-Radwege, kurvenreich und holprig) Unfälle fördert ...

    Die Bahn bringt es derzeit auch fertig, einen ICE 4 durch einen ICE 1 zu ersetzen und kurz danach dann doch wieder einen ICE 4 einzuplanen. Aber anstatt den Gästen mit Reservierung, denen man beim ersten Schritt gesagt hat "alles aufgehoben, freie Platzwahl", beim zweiten Schritt zu sagen "Kommando zurück, Ihre Reservierung gilt wieder", lässt man sie im Wildwest-Sumpf stecken: Fahrgast A pocht dann auf seine Reservierung "dies ist ein ICE 4, das hier ist mein Platz"; Fahrgast B hält die Mail mit "Reservierung aufgehoben" hoch ...

    Vor meinem inneren Auge hängt da ein Skodafahrer hinter einem Benz hinter einem Radfahrer. Der Benz schert aus und überholt. Der Skodafahrer schert auch aus, um _einen_ Radfahrer zu überholen. Mit vielleicht einem halben Meter, man möchte ja nicht auf die Gegenspur.

    Aber dass die Polizei ihren Job nicht macht und wohl auch keiner tiefer nach dem Versagen des Notbremsassistenten forscht ...