Es sagt aber eine Menge darüber, was das Ergebnis welcher Gründe auch immer ist: Kein signifikanter Unterschied.
Jedenfalls in den Innenstadtbereichen gibt es einen signifikanten Unterschied. Ich habe zwar zuletzt bis 2001 in Berlin gewohnt und bin dort seitdem nicht mehr Fahrrad gefahren, habe aber von den Schilderungen her nicht den Eindruck, dass sich dort grundsätzlich etwas verändert hat, bzw. dass sich Berlin in den vergangenen 20 Jahren verkehrsmäßig komplett anders entwickelt hätte als andere deutsche Großstädte. Die Probleme scheinen dort doch eher die selben zu sein wie auch sonst überall.
Kopenhagen hat sich aber komplett anders angefühlt als z.B. Hamburg. Mit Autos verstopfte Fahrbahnen habe ich dort nicht gesehen, auch nicht am Donnerstag Nachmittag.
Wenn die Statistik nahelegt, dass es doch letztlich alles irgendwie gleich ist, stimmt was nicht mit der Statistik. Oder ich bin nur zufällig zu einer Zeit in Kopenhagen gewesen, als alle, die sonst Auto fahren, mit dem Fahrrad unterwegs waren. Oder von den Kopenhagenern wird das Auto häufiger für Fahrten außerhalb des Stadtgebietes genutzt, wer weiß.
Selbstverständlich gibt es auch in Kopenhagen verkehrsreiche Einfallstraßen, wo der Kfz-Verkehr dominiert. Aber auch die waren nicht mit Hamburger Hauptstraßen vergleichbar, auch nicht außerhalb des Kernbereiches. Ich halte die Behauptung, es gäbe kaum Unterschiede zwischen Kopenhagen und Berlin oder jeder anderen deutschen Großstadt für realitätsfern.