Beiträge von Yeti

    Das Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen bezieht sich vermutlich auf die schmale Unterführung, die im Hintergrund zu sehen ist.

    Das Überholverbot wird aber schon 300m vor der Unterführung angeordnet und auch danach nicht aufgehoben. Es gilt also auch nach der Unterführung weiterhin.

    Die sind auch regelmäßig vor Kuppen und kurvigen Abschnitten aufgestellt.

    Da kann man aber darüber diskutieren, ob die Kuppen oder kurvigen Abschnitte für Ortsfremde rechtzeitig erkennbar sind.

    Ich gebe dir ja recht, dass nur überholt werden darf, wenn klar ist, dass die Verkehrslage das gefahrlos zulässt. Dafür muss man den gesamten Straßenraum einsehen können, den man für den Überholvorgang selbst benötigt und zudem den Gegenverkehr auf einer Strecke, innerhalb entgegenkommende Fahrzeuge den zum Überholen benötigten Bereich erreichen können. Wenn sich alle daran halten würden, wäre das Zeichen 276 in der Tat überflüssig.

    Das Zeichen 277.1 kann ich mir daher an Stellen vorstellen, wo eine Fahrbahn sich so verengt, dass der erforderliche Überholabstand während des Überholvorganges nicht durchgehend eingehalten werden kann oder wo Überholvorgänge häufiger nicht innerhalb der einsehbaren Strecke abgeschlossen werden.

    Und falls doch jemand mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn fahren sollte: Gibt es einen Grund, warum es verboten sein muss, diesen auch mit ausreichendem Abstand zu überholen? Falls die Einhaltung eines ausreichenden Abstandes nicht möglich ist, besteht ja ohnehin Überholverbot. Gibt es dort örtliche Umstände, dass das nicht ohne Weiteres erkennbar ist?

    Du wirfst zwei unterschiedliche Dinge in einen Topf, Th(oma)s : Klimaneutralität und Nachhaltigkeit.

    Ich habe mal eine schöne Definition des Begriffs "Nachhaltigkeit" gehört, nach der der Begriff bedeutet, dass durch nachhaltiges Wirtschaften nichts dauerhaft weg oder anschließend dauerhaft da ist. Unser bisheriges Energiesystem ist nach dieser Definition also nicht nachhaltig, weil die verbrannten Rohstoffe anschließend dauerhaft weg und CO2 anschließend dauerhaft da ist.

    Ein klimaneutrales Energiesystem wäre nur auf die Energieträger bezogen nachhaltig, würde aber dennoch Rohstoffe für die Herstellung von PV-Modulen, Windrädern und dem Leitungsnetz benötigen. Wirklich nachhaltig wäre das nur in einer vollständigen Kreislaufwirtschaft, in der alles zu 100% recycelt wird. Trotzdem könnte es klimaneutral sein, auch wenn es nach obiger Definition nicht nachhaltig ist. Insofern ist auch Klimaneutralität nur ein Teil von Nachhaltigkeit.

    Es geht gerade darum, ob wir mit Fahrradfahren irgendwas bewegen

    Das ist deine Interpretation, worum es geht. Ich habe nur geschrieben, dass die Verkehrswende ein Baustein beim Klimaschutz ist.

    Verkehrswende ist viel mehr als nur Radverkehr und ein Baustein ist auch nur ein Teil des Ganzen. Insofern ist Radverkehr nur ein Teil von einem Teil der Lösung, mehr nicht.

    Dass es für mich neben dem Klimaschutz andere Gründe für eine Verkehrswende gibt, habe ich ebenfalls geschrieben.

    Würde das funktionieren? Ich denke, nein.

    Muss es auch nicht, weil es nicht darum geht, eine klimaneutrale Insel zu bauen. Auch dein Narrativ von Deutschland als alleinigem Weltretter ist falsch. Deutschland muss nicht alleine die Welt retten und tut es auch nicht. Deutschland war mal Vorreiter, aber das ist lange her. Andere Länder haben uns längst überholt und wir sind vielmehr gerade dabei, unsere Wirtschaft vor die Wand zu fahren, weil wir den Anschluss verpassen.

    sondern wir müssten die gesamte Weltwirtschaft von heute auf morgen vor die Wand fahren

    Nein, müssten wir nicht, weil Wertschöpfung nicht zwingend mit der Verbrennung fossiler Energieträger verbunden ist. Energie wird benötigt, aber davon gibt es genug.

    Pausenlektüre: Energiedebatte: Wie gut kennen Sie sich mit der Energiewirtschaft aus? - Kolumne - DER SPIEGEL

    Außerdem müssen wir ohnehin nichts von heute auf morgen tun, sondern es ist ein Transformationsprozess. Je länger man wartet, desto disruptiver wird er aber sein müssen, wenn diese Transformation noch etwas bewirken soll. Die Chancen, dass das gelingt, sinken mit jedem Tag, an dem wir abwarten und uns einreden, dass wir sowieso nichts ändern können. Eine Veränderung kommt aber ohnehin. Die Frage ist nur, ob wir aktiv etwas verändern oder ob wir nur noch auf die Veränderungen reagieren und wie lange das gelingen kann. Oder wie es Maja Göpel ausdrückte: "Change by design" oder "Change by desaster"?

    Ich glaube aber nicht an ein unbegrenztes "grünes Wachstum". Das liegt aber vor allem daran, dass ich sowieso nicht an ein unbegrenztes Wachstum glaube. Auch das bestehende System wird also früher oder später kollabieren, weil unbegrenztes Wachstum bei begrenzten Ressourcen nicht geht. Das ist kein Problem, das mit dem Klimawandel zu tun hat.

    Ich schaue mir mal nach dem Urlaub an, was da so alles geschrieben wird. Bislang habe ich selbst noch keine Einträge gemacht.

    Die Straße Am Steinkamp fällt übrigens nicht in die Zuständigkeit des Landkreises, sondern hier wäre die Stadt Stade zuständig.