Beiträge von cubernaut

    Epaminaidos

    Wenn du schon den "Duden" hernimmst, arbeite bitte wissenschaftflich sauber und zitiere nicht nur das, was in deine Sicht passt: in diesem Fall ausgerechnet den seltenen Gebrauch von "scheinbar". :rolleyes: Und gib die genaue verwendete Quelle an, bitte!

    Online (duden.de) ergibt die Suche zu scheinbar Folgendes:

    Zu anscheinend:

    Die aktuelle 27. Auflage des gedruckten Exemplars führt aus:

    Fazit: Wenn man kurz und prägnant und nach Empfehlung des aktuellen "Duden" kommunizieren will, verwendet man "scheinbar" und "anscheinend" zur semantischen Differenzierung - und ja: Ein guter Deutschlehrer wird dies seinen Schülerinnen und Schülern dann auch so vermitteln. Und in Klausuren tut er nicht das, was er will, sondern was fachlich geboten ist. :P

    Wegen mir (!) kannste das aber halten wien Maurer, nä.

    Die feine semantische Unterscheidung zwischen "anscheinend" und "scheinbar" ist tot und wird auch nicht mehr wiederkommen.

    Ich bin absolut offen für Sprachwandel. Das sind die meisten Germanisten im Gegensatz zur allgemeinen Annahme ebenso. Nur ein paar Nostalgiker sperren sich gegen den "natürlichen" Wandel in der Sprache (s. auch Rechtscheibung). Diachrone Entwicklungen gab es schon immer.

    Eine Unterscheidung zwischen "scheinbar" und "anscheinend" ist aber nicht graduell, sondern wesentlich.

    Darum werde ich es in Klausuren auch weiterhin anstreichen und die korrekte Verwendung einfordern. :evil:

    Wer hat Empfehlungen für einen E-Bike-tauglichen Fahrradträger, den ich am Auto befestigen kann? Eine Anhängerkupplung gibt es nicht, der Träger müsste also an der Heckklappe festgeschnallt werden (Ich habe einen Fiat Punto).

    Ich habe einen Paulchen-Träger, da mein alter Fabia weder Kupplung noch zugelassenen Heckklappenträger irgendeiner seriösen Marke hat. Anhängerkupplung nachrüsten war auch mir zu teuer für das 12 Jahre alte Fahrzeug.

    Die sind aus Einzelteilen, modular, erweiterbar, lokal in HH gefertigt. Die Jungs schrauben dir das Ding Vorort an deinen Wagen.

    Mir gefällt die u. a. nachhaltige Idee dahinter und nicht zuletzt schwärmte der TÜV-Ingenieur von diesem Stück wertiger Handwerkskunst. Beim Autowechsel ist zudem ein großer Teil der Teile wiederverwendbar.

    Nachteil: Sicher etwas komplizierter als ein Thule.

    Quiddje

    Hast du auch schon bei Bremsbelägen für Scheibenbremsen erfolgreich entfettet? Ich muss zugeben, dass ich das noch nicht versucht habe, weil ich überall lesen, das funktioniere einfach nicht.

    Beim erstmaligen Entlüften meiner ein Jahr alten hinteren Scheibenbremse (Shimano B01S) war ich beim Entlüften ("mein erstes Mal") wohl nicht so vorsichtig wie gedacht und habe irgendwo beim Raufdrücken des Entlüftungsschlauches gekleckert. Nach Entfetten von Scheibe und Sattel (nur außen, wegen der empfindlichen Kolbendichtungen innen ohne Entfetter) Tausch der Beläge und die Bremse bremst wie Hulle.

    Dass die Bremsen nach harten Bremsungen immer wieder das Schleifen anfangen trotz perfekter Einstellung ist ein anderes Thema. Kolben sind gängig, Bremsen haben erst 1000 km, mit anderen (XT, Tektro Auriga, sogar Magura ST2) nie derartige Probleme gehabt.

    Aber vielleicht machen wir einen Schrauber-Strang auf, haben wir noch gar nicht, oder?

    Ich habe bei deinen Beiträgen den Eindruck gewonnen, du bist von Fach, oder, Quiddje?

    Naja, aber auch zum Entlüften braucht man erstmal das richtige Werkzeug, das sich ja offenbar von Hersteller zu Hersteller unterscheidet. Und wenn man damit nicht so viel Erfahrung hat, weil man vielleicht eher etwas günstigere Räder mit „normalen Felgenbremsen“ repariert, will man dem Kunden gegenüber vielleicht nicht noch in Gewährleistung für diese Reparaturen treten müssen.

    Das war ja auch nur ein Beispiel. In deinem Fall hätte man eher nicht entlüften müssen, denke ich. Bin aber auch nur Amateur (s. o.) Wie Quiddje schon schrieb: Ich vermute, der hatte keinen Bock.

    dann bei irgendeiner bundesweiten agierenden, seelenlosen Fahrradhändlerkette.

    Und auch hier gibt es wirklich sehr gute Schrauber.

    Ich habe einmal in meinem Fahrradleben gesündigt und bei BOC ein Rad gekauft, weil es dieses nur noch dort gab: Ein HERKELMANN mit Stahlrahmen. Die Werkstatt dort hat sehr kompetente und serviceorientierte Leute: Eben mal erklärt, wie man den Steuersatz beim Speedlifter-Vorbau einstellt, eben mal einen Zahnkranz abgezogen, den ich nicht lösen konnte, eben mal zwei neue Speichen ins mitgebrachte 20-Zoll-Vorderrad (Lastenrad) eingesetzt - in zwei der drei Fällen mit Rädern, die _nicht_dort gekauft.

    Ich überlege ernsthaft, mir dort das nächste Rad (Rennrad oder MTB) zu kaufen.

    Ich weiß nicht, ob es in Ordnung ist, Malte, hier Ross und Reiter zu nennen, aber es bezieht sich speziell auf den BOC in Nedderfeld. Mit anderen habe ich mittelmäßige oder miserable Erfahungen.

    keine Erfahrung mit Scheibenbremsen hätte. Das klingt erstmal lächerlich

    Das _ist_ lächerlich. Wenn ich bedenke, was ich bei meinen Rädern mittlerweile dank YT, Foren und Maschinenbauingenieurnachbarn als Auskunftsmöglichkeit alles am Rad selbst repariere. Und als besonders begabt würde ich mich nicht bezeichnen. Aber Scheibenbremsen? Ich habe vor drei Tagen das erste Mal meine entlüftet - dank gutem YT-Tutorial kein Hexenwerk.

    Ich verstehe solche Händler auch nicht wirklich. Jeder, der hilfsbereit ist, generiert einen potenziellen Neukunden. Dass man eigene Kunden zunächst priorisiert und keinen Bock darauf hat, laufend Versand- oder Baumarkträder zu reparieren, finde ich freilich verständlich.

    Gute Schrauberwerkstätten sind meiner Erfahrung nach rar und ich fahre darum auch bis 60 km, wenn ich wirklich ein Problem habe, das ich nicht selbst lösen kann. Leider muss dann das Auto herhalten.

    Kann es sein, dass durch Mitnahme von Wagen oder Korb die Personen im Laden begrenzt werden sollten?

    Ja. Aber es gibt halt immer wieder irgendwelche "Individualisten", die auch riesige Plakate, die darauf hinweisen, ignorieren oder "übersehen".

    Ich habe eine Arbeitskollegin, die an der Kreisgrenze zu NF aufgrund ihres Itzehoers Kennzeichen abgewiesen und zurückgeschickt wurde.

    Was mittlerweile ohnehin im Zweifelsfall nichts sagt. Vielleicht ist sie ja von Itzehoe nach Nordfriesland gezogen und hat - Ramsauer sei "Dank" - ihr Kennzeichen behalten ...

    Mir geht es ähnlich wie Malte. Als Eckernförder Sprotte wollte ich gern an die Ostsse (mit dem PKW) plus evtl. Brommi oder MTB fahren, um dort oder an der Lübecker Bucht abseits von Touri-Gebieten den Kopf etwas frei zu bekommen - erfuhr dann aber über eine regionale FB-Gruppe, dass Schleswig-Holsteiner von der Polizei bspw. von Scharbeutz nach SE zurückgeschickt wurden.

    Ich hatte mich aber schon vorher dagegen entschieden (wegen Autofahrt und evtl. Unfall oder Panne).