Mal abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen, also Leuten die auf Berghütten leben z. B., dürfte das heute schon so sein.
Die meisten in diesem Land wohnen in Häusern die "erschlossen" sind, haben also in der Regel einen kurzen Weg zu einer Straße, und damit zu Radinfrastruktur.
Deshalb ja der Hinweis auf das Leber-Zitat:
""Im Jahr 1966 sagte Leber, dass „kein Deutscher […] mehr als 20 Kilometer von einer Autobahnauffahrt entfernt leben“ solle." Georg Leber (Spitzname Leber-Schorsch) war damals Verkehrsminister in der ersten großen Koalition der Bundesrepublik.
Was hältst du davon, Lebers Satz so umzuformulieren: In Deutschland sollte kein Mensch weiter als zwei km von einem durchgehenden Radwegenetz entfernt leben. Das würde deutlich machen, dass nicht vor jeder Haustür ein Fahrradweg gebaut werden muss.
Leber sprach ja von Autobahnen. Und nicht von irgendwelchen buckeligen Landstraßen. (Obwohl man ja heutzutage immer mehr autobahnmäßig ausgebaute Landstraßen sieht.)
Um im Bild zu bleiben.
Maximal 2 km zu einem gut ausgebauten durchgehenden Radwegenetz.
Das bedeutet nicht maximal 2 km bis zum nächsten durchwurzelten, untermaßigen Altbestandsradweg, wie zum Beispiel in der Straße Büntheweg in Hannover:
Natürlich kann man da auch auf der Fahrbahn fahren, aber auf dieser Fahrbahn, ganz in der Nähe kann ich nicht mit dem Fahrrad fahren:
Und zum Beispiel in der Straße finde ich es gut, dass es Radwege gibt. Und ich finde es gut, dass sie nicht benutzungspflichtig ausgeschildert sind: