Gibt es duale Fußverkehrs-Lösungen?
Gemeinhin lassen sich viele Fußgänger*innen mit dem Markieren eines Zebrastreifens oder der Einrichtung eines Ampel-gesicherten Fußgängerüberwegs beeindrucken von der scheinbar Fußgänger-freundlichen Verwaltung und Politik. Fakt ist aber:
"Dass die Verkehrslichter für Sicherheit sorgen, sei aber ein Mythos, sagt Roland Stimpel vom Lobbyverband Fuss e. V.: „Die Aufgabe von Ampeln ist es, den Verkehr von großen, schweren Fahrzeugen zu ermöglichen.“ Denn damit Autos sich in höheren Geschwindigkeiten durch die Stadt bewegen können, brauchen sie die Gewissheit, dass nicht unerwartet Fußgänger:innen oder andere Fahrzeuge auf der Fahrbahn auftauchen."*
Und so kommt es, dass gerade auch bei Fußgänger:innen eine duale Fußverkehrs-Lösung sehr verbreitet ist:
Besonders beim Queren von Fahrbahnen, kann man das jeden Tag beobachten:
Es gibt fast immer diese beiden Optionen: Entweder ich gehe bis zur nächsten Fußgängerampel oder bis zum nächsten Zebrastreifen, oder ich überquere die Fahrbahn an der Stelle, an der es für mich hinsichtlich der Kürze des Wegs am günstigsten ist.
* taz-Artikel vom 14.12.2024: https://taz.de/100-Jahre-Verkehrsampeln/%216054010/
Auch im Längsverkehr kommt es vor, dass Fußgänger*innen die Fahrbahn benutzen. Besonders dann, wenn nur einseitig ein Fußweg vorhanden ist. Zum Beispiel in einem Baustellenbereich.