Beiträge von Ullie

    Wir haben dort also einen Weg, der nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden darf und auf dem man gleichzeitig nur reiten darf. Das geht nicht.

    In Dänemark dürfte es so etwas geben (siehe oben).

    In Belgien so etwas Ähnliches: Nennt sich laut Wikipedia: "Spezieller Weg für: Fußgänger, Radfahrer und Reiter"

    Bildtafel der Verkehrszeichen in Belgien – Wikipedia

    Gibt es auch noch mal in der Version "Ende des Weges für: Fußgänger, Radfahrer, Reiter und Landwirtschaftliche Fahrzeuge"

    Bildtafel der Verkehrszeichen in Belgien – Wikipedia

    In dem Hessenschau-Bericht wird nichts darüber gesagt, dass die Steigung der Flughafenstraße im Bereich mit der Bauminsel 3,2% beträgt. (Mit googlemaps den Höhenunterschied erfasst und entsprechend in Prozent Gefälle umgerechnet.) Auf dem Foto kann man es nur ahnen, dass es bergan geht.

    Auf keinen Fall ist es so, dass man mit dem Fahrrad auf diese Bauminsel mit hoher Geschwindigkeit zurast und dann überraschend ausweichen muss. Leider wird genau der Eindruck geweckt. Auf einer Steigungsstrecke mit 3,2% Steigung rast man nicht mit dem Fahrrad, sondern muss sich ganz schön anstrengen.

    In einem besser recherchierten Artikel kommt der ADFC zu Wort:

    "Auch die Kasseler Radexperten vom Deutschen Fahrradclub (ADFC) äußern ihre Unzufriedenheit. In einem Statement betonen sie die Unverhältnismäßigkeit der geplanten Maßnahmen: "Eine neue Straße so zu planen, dass Radfahrende bergauf anhalten müssen, wenn Gegenverkehr ist, weil Bäume gepflanzt wurden – das ist ein Unding!""

    Chip vom 7.4.25 https://www.chip.de/news/Neuer-Fah…_185902067.html

    Aber auch diese Aussage trifft es nur teilweise, befürchte ich. Denn wenn dort tatsächlich Gegenverkehr kommt, dann ist da immer noch genug Platz für den Begegnungsverkehr zwischen Auto und Fahrrad. Und ein Fahrradfahrer, der darauf vertraut, dass der Autofahrer im vorrangberechtigten Gegenverkehr langsam an der Engstelle vorbeifährt, der könnte vermutlich gefahrlos genau im Bereich der Engstelle gefahrlos dem entgegenkommenden Auto begegnen, wenn das langsam fahren würde und eng am rechten Fahrbahnrand fahren würde.

    Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn selbst in den Fällen, in denen sich dort Autos begegnen, der bergab fahrende Autofahrer einfach auf den Bürgersteig ausweichen würde, sodass beide ungebremst ihre Fahrt fortsetzen könnten. Dass sich bislang anscheinend noch keine Fußgänger darüber beschwert haben, liegt vermutlich daran, dass deren Lobby-Verband noch schlechter aufgestellt ist, als der ADFC.

    Und natürlich hat der ADFC recht: Das geht so gar nicht. Aber die Bäume stehen nun schon, ob man sie problemlos noch umsetzen kann ist ungewiss. Und wenn ja, wohin? Warum nicht einfach einen schmalen Weg rechts der Bäume anlegen, auf dem der Fahrradverkehr ohne Verschwenk weiter geradeaus bergan fahren kann? Wenn da ein paar Radfahr-Begeisterte bei Nacht und Nebel eine provisorische Rampe einbauten, würde die vermutlich genutzt werden. Derweil kann sich die Verwaltung was überlegen, ob so was rechtssicher und fachmännisch zu bewerkstelligen ist und friedlich dabei zusehen, wie diese Vorbeifahrspur genutzt wird.

    Es so zu lassen würde jedenfalls bedeuten, dass man Autofahrern signalisiert, es sei ja gar nicht so schlimm, auf dem Schutzstreifen zu halten oder zu parken. Genau das ist aber erst vor wenigen Jahren noch einmal deutlich strenger sanktioniert worden.

    Etwas anderes ist es, wenn ein Schutzstreifen von einer Bushaltestelle unterbrochen wird. Der Bus hält ohnehin nur sehr kurze Zeit und der Radverkehr, der sich nicht traut außen an dem Bus vorbeizufahren, kann so lange warten, bis der Bus weiter fährt. Prinzip: ÖPNV hat Vorrang vor dem Nahverkehr!

    Hat jemand schon einmal ein solches Schild gesehen? Meines Erachtens handelt es sich nicht um ein amtliches Schild, sondern um eine Eigenkreation:

    Gesehen in der Leineaue zwischen Hemmingen und Laatzen. An dem Schild klebt noch ein Stück Klebeband, das wie Reflektor-Klebeband aussieht und vielleicht zur Herstellung der Eigenkreation diente.

    Hier lief es so:

    1. Schritt: Bachrenaturierung, so richtig schön mit Geschlängel und Totwasserzonen

    2. Schritt: Biber kommt und macht, was Biber so machen

    3. Schritt: Hilfe, wie werden wir die Natur wieder los? Damit konnte doch niemand rechnen!

    In der Region Hannover, in Laatzen hat man jetzt dem Biber ein Denkmal gesetzt. Ob das dann irgendwann vom Sockel gestoßen wird? Ich hoffe stattdessen, dass es gelingt, alle Beteiligten und Betroffenen für den Biber zu begeistern.

    Die Hinweistafel vom NABU informiert über die Biber in der Leineaue.

    Wer selbst mal einen Ausflug dahin machen will, kann im nahen Wiesendachhaus einkehren. Im oberen Foto sieht man es im Hintergrund.

    Gaststätte, Aussengastronomie, Eventlocation, Grill Verleih

    Unfälle sind auch seitens der Opfer kein Vorsatz.

    Autofahrende verursachen nicht immer mit Vorsatz einen Unfall. Aber es kommt vor:

    Gerade wurde vom BGH ein Urteil des Landgerichts Hannover bestätigt, aus dem hervorgeht, dass ein Unfall von zwei Autofahreden bedingt vorsätzlich herbeigeführt wurde: "Das Urteil fiel nach Angaben des Landgerichts wegen Mordes in zwei Fällen, versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung, zudem wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Beide Angeklagten hatten Revision eingelegt." NDR vom 4.4.25

    Tödliches Autorennen war Mord - Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Raser
    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Urteil des Landgerichts Hannover wegen eines illegalen Autorennens bei Barsinghausen (Region Hannover) für rechtskräftig…
    www.ndr.de

    hmpf

    https://archive.ph/EBYuC

    SPD. Wer wählt diese Leute eigentlich? Wer?!?

    Den Artikel lese ich so: Eine Regierungspartei, die es wagt, das Parken im öffentlichen Straßenraum zu regulieren oder gar einzuschränken, wird nicht mehr gewählt. Und eine Oppositionspartei, die es wagt, so ein Vorhaben anzukündigen, ebenfalls nicht. Es sieht leider so aus: Viele Bürger*innen haben kein Problem damit, erhebliche Verkehrsprobleme dadurch zu verursachen, dass sie immer größere und immer mehr Autos kaufen und die im öffentlichen Straßenraum abstellen. Und dieselben Leute strafen bei Wahlen sofort jede Partei ab, die es wagt, darauf hinzuweisen, dass das problematisch ist oder gar versucht regulierend einzugreifen.

    Das ist der eigentliche Grund für den Wahlerfolg der AfD. Und das ist auch der Grund, warum sich Leute, die eigentlich gar nichts mit den Rechtspopulisten zu tun haben und ihnen eigentlich nichts Gutes wünschen, manchmal sagen, dass die AfD doch ruhig mal regieren sollte, dann würden die schon merken, dass das so einfach nicht ist und die Leute würden schon merken, dass die nichts auf der Pfanne haben.

    Im Grunde genommen ist es das Experiment, das zurzeit in den USA im "Livestream" verfolgt werden kann.

    Gemessen an der beim KBA registrierten Quote der SUV im Bestand liegt der Anteil der SUV in der von Destatis herausgegebenen Unfallbeteiligung der Fahrzeugklassen unter dem Durchschnitt, die mittlere Unfallschwere ist zwar geringfügig höher, aber wegen der niedrigeren Beteiligung ergibt sich insgesamt immer noch ein niedrigeres Risiko.

    Die US-Studie zum Risiko durch SUV vergleicht das Fußgänger-Risiko für 6 Grundformen an PKW. Erhöhtes Risiko geht erst bei Abmessungen los, die auf keine der in Deutschland gebräuchlichen SUV zutreffen. Die sind alle maximal "medium/sloped". Abgesehen davon resultiert das erhöhte Risiko in der US-Studie nicht aus einem erhöhten Kollisionsrisiko wegen mangelnder Sicht, sondern aus ungünstigeren mechanischen Verhältnissen im Falle einer Kollision.

    Das hört sich jetzt aber fast so an: Wenn ich ein großen "Stadtpanzer" fahre, dann ist ggf. die Unfallgefahr gar nicht größer als bei einem normalen PKW. Aber weil die Leute dann eher damit rechnen totgefahren zu werden, wie von einem "richtig großen Stadtpanzer", werden sie es nicht so leicht wagen, mir den Straßenraum streitig zu machen.

    Genau das ist das Problem. Hier laufen Fußgänger zwischen Wartebereich und Fußweg hin- und her. Und bleiben auch mal auf dem Radweg stehen. Radverkehr muss vom Fußverkehr getrennt werden.

    Der Radverkehr ist an der Berckhusenstraße bereits vom Fußverkehr getrennt. Es gibt einen separaten Fahrradweg und einen separaten Fußweg. Dass Fußgänger die Möglichkeit haben, den Fahrradweg queren zu können, wirst du ihnen wohl nicht verwehren wollen? Das Problem ist auch nicht, dass Fußgänger auf dem Fahrradweg stehen bleiben. Vielmehr erschwert die rund 2,50 m hohe Reklamewand an der einen Seite des Wartehäuschens die gegenseitige Wahrnehmung von Fuß- und Fahrradverkehr.

    Und ich bestreite hier einfach mal, dass die Reklame-Einnahmen für die Üstra so hoch sind, dass sie es rechtfertigen, an Stellen Reklame-Tafeln anzubringen, an denen es die Verkehrssicherheit einschränkt. Und selbst wenn es sehr hohe Einnahmen wären, wäre es nicht gerechtfertigt, die Verkehrssicherheit einzuschränken. Entweder ihr bekommt ein Wartehäuschen mit Werbung oder ihr bekommt gar kein Wartehäuschen und dürft im Regen stehen. Was wäre das denn für eine Ansage?

    Es ist doch auch ein Hauptanliegen der Initiative "Hamburg werbefrei", dass Kommerz-Interessen nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigen dürfen.

    Unterstütze ich.

    Wollen die auch explizit nicht:

    kommtWeg-KannBleiben.knpQ3V11.jpg


    Es gibt Werbung, die nicht die Sicht behindert und die sich einem nicht aufzwängt. Und das ist ja nicht nur Konsum, sondern auch Kultur, Hinweise auf Bürgerbeteiligungen, etc.

    Gerade an Bushaltestellen mit Radweg hinter dem Wartehäuschen ist es sehr ungünstig, wenn große Reklameflächen auf den Seitenwänden die Sicht versperren:

    Ui, gut das die Wahl gerade vorbei ist. Da verprellen die Grünen ja nicht nur die Jungen, sondern gleich alle bis ~60 Jahre.

    Das wird sicher viel Diskussionen geben, inzwischen gibts ja schon 1 Generation die mitten im Leben steht und keinen Dienst leisten musste, dazu nochmal eine, bei der die Männer schon recht großzügig ausgemustert wurden und nur wenige Frauen einen anrechenbaren Dienst. Und dann noch eine bei der die Frauen fast keine anrechenbare Dienste geleistet haben, aber wahrscheinlich schon fast Omas sind.

    Naja, sehr viele ältere Frauen und auch einige Männer haben eine nicht unerhebliche Arbeitszeit sogenannte "Care-Arbeit" geleistet. Sollte tatsächlich das Modell der Grünen weiter in der Diskussion verfolgt werden, dann wird das ebenso zur Sprache kommen, wie fehlende Kita-Plätze und Ganztagsschulen, sowie Alten-Pflegeheime.

    So gesehen ist das Modell geeignet, spannende, längst überfällige Diskussionen auszulösen, wie du es ja auch vermutest.

    Du schreibst ja von "anrechenbaren Diensten"! Aber was genau "anrechenbar" bedeutet bei dem Grünen-Vorschlag, ist längst noch nicht ausgemacht. Eine Beschränkung auf Tätigkeiten bei der Feuerwehr oder beim Technischen Hilfswerk jedenfalls greift viel zu kurz.

    Vergleichbar mit dem Equal Pay Day gibt es seit Jahren den Equal Care Day:

    "Der Equal Care Day (englisch) ist ein Aktionstag, der auf die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Fürsorgearbeit aufmerksam macht. Die Festlegung auf den 29. Februar, der als Schalttag nur alle 4 Jahre stattfindet und in den Jahren dazwischen übergangen wird, weist darauf hin, dass Care-Arbeit als weitgehend „unsichtbare Arbeit“ gilt, die oft nicht wahrgenommen und nicht bezahlt wird. Der Tag symbolisiert außerdem das Verhältnis von 4:1 bei der Verteilung von Care-Arbeit und ruft in Erinnerung, dass Männer rechnerisch etwa vier Jahre bräuchten, um so viel private, berufliche und ehrenamtliche Fürsorgetätigkeiten zu erbringen wie Frauen in einem Jahr."

    Equal Care Day – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Da die Männer im Verhältnis nur ein Viertel der Care-Arbeit im Vergleich zu Frauen leisten, wäre es nur schwer vermittelbar, wenn Care-Arbeit für den "Freiheitsdienst" nicht angerechnet würde.

    Gewissermaßen ist die Care-Arbeit im traditionellen Familiensystem ein Freiheitsdienst der Frauen für "ihre" Männer (Ehepartner, Brüder, Väter, Söhne). Und in unserer völlig unzureichend mit familienunterstützenden Institutionen ausgestatteten Gesellschaft ist es leider so wie in traditionellen Gesellschaften: die Care-Arbeit bleibt oft an den Frauen hängen.

    Man könnte auch so sagen: Wenn die Politik es nicht hinbekommt, qualitativ hochwertige Ganztagskindergärten und Ganztagsschulen usw. für alle einzurichten und kostenfrei anzubieten, dann hat sie nicht das Recht, einen unfreiwilligen, verpflichtenden Wehrdienst, Freiheitsdienst oder wie auch immer man einen solche Zwangsverpflichtung schönreden will, von ihren Bürger*innen einzufordern.

    "Alle Frauen und Männer sollen irgendwann zwischen 18 und 67 Jahren sechs Monate Dienst tun - entweder Wehrdienst, Dienst im Bevölkerungsschutz, bei Feuerwehr oder Hilfsorganisationen oder sechs Monate Gesellschaftsdienst. Schon abgeleistete Dienste oder bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten sollen angerechnet werden."

    Debatte über Wehrpflicht: Grüne schlagen verpflichtenden Freiheitsdienst vor - Nordbayerischer Kurier
    Sechs Monate Dienst für alle zwischen 18 und 67: Wehrdienst, Bevölkerungsschutz oder Gesellschaftsdienst. Damit mischen sich die Grünen in die…
    www.kurier.de

    Ist das der Versuch, die Diskussion ad absurdum zu führen? Oder geht es darum etwas zum Thema zu sagen, ohne allzu konkret zu werden und zu vermeiden ein klares Nein gegen die Wehrpflicht auszusprechen? Es ist bedenklich, dass die gesellschaftliche Debatte es zunehmend schwerer macht, klar Position gegen die Wehrpflicht zu beziehen.

    In der Eröffnung der Sitzung des neuen Bundestages hatte der Alterspräsident Gysi in seiner Eröffnungsrede dazu aufgerufen, dass die Kritiker einer stärkeren militärischen Ausstattung der Bundeswehr, um eine größeren Abschreckungseffekt zu erreichen, die Befürworter dieser Politik nicht als "Kriegstreiber" bezeichnen dürften. Minute 25:30.

    Umgekehrt rief Gysi dazu auf, dass diejenigen, die eine stärkere abschreckende Wirkung des Nato-Bündnisses durch zusätzliche Rüstungsausgaben befürworten, insbesondere auch im Hinblick auf die aktuell unzuverlässige Haltung der USA innerhalb der NATO, diejenigen, die diese zusätzlichen Militärausgaben kritisieren, nicht als "Putinknechte" bezeichnen dürften. Minute 26:30.

    Dieser Vorschlag zur verbalen Abrüstung ist sicher auch ein guter Vorsatz, für die Wehrpflicht-Diskussion.

    Video von der Eröffnungssitzung: https://www.bundestag.de/mediathek/plen…z&mod=mediathek

    Vor der Bundestagswahl war das Thema AfD-Verbot mehrfach in der Diskussion.

    In Frankreich sieht es gerade danach aus, dass die Rassemblement National möglicherweise nicht ihre Spitzenpolitikerin Marine Le Pen als Präsidentschaftskandidatin zur Wahl stellen kann, weil die gerade wegen Veruntreuung von öffentlichen Geldern verurteilt wurde. "Zentraler Vorwurf war, dass Le Pens Partei Rassemblement National vom Europäischen Parlament Geld für parlamentarische Assistenten bekommen hat, die aber teilweise oder ganz für die Partei gearbeitet hätten. Insgesamt soll es um knapp sieben Millionen Euro gegangen sein."

    taz vom 31.3.2025 https://taz.de/Marine-Le-Pen-verurteilt/%216079701/

    Man darf gespannt sein, ob Alice Weidel sich an dem Ungemach der französischen Rechtsaußen-Politikerin ergötzt, schließlich gab es erhebliche Diskrepanzen um die Verwendung des Begriffes Remigration und le Pen sorgte für den Rauswurf der AfD aus der Rechtsaußen-ID-Fraktion im Europaparlament.

    Oder ob die AfD sich der Le Pen Kampagne anschließt, der zufolge es sich um einen Schauprozess handele mit dem Ziel sie als aussichtsreiche Präsidentschaftskandidatin auszuschalten.

    Schließlich wurde im Zusammenhang mit dem AfD-Verbot immer wieder davor gewarnt, es könnte von den Rechten instrumentalisiert werden, um sich als Opfer zu präsentieren und Mitleidspunkte zu sammeln.

    "Das ist eine Pflichtfrage. Wählen Sie alle zutreffenden Optionen: Wie sind Sie mobil?

    O (eigener) PKW
    O Bus und Bahn
    O Fahrrad/E-Bike
    O längere Wege zu Fuß
    O Taxi
    O Carsharing
    O E-Scooter
    O Motorrad/Motorroller"

    Diese Frage mit den Antwortmöglichkeiten ist ein Zitat aus einer HAZ-Umfrage zum Thema Mobilität:

    Mobilitätskompass HAZ

    Leider macht diese, wie auch andere Fragen in der Umfrage die Beschränktheit der Fragenden deutlich. Es wird zwar nach dem Mobilitätssystem gefragt, aber nicht nach der Mobilitätsstruktur. Kurze Fußwege sind der Kern von nachhaltiger Mobilität. Entscheidend ist, dass ich viel Mobilität im Sinne von fußläufiger Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, Kultur und Sportstätten, Behörden, Schulen, Kindergärten, Ärzten usw. habe. Die Befragung aber steuert den Befragten in eine ganz andere Richtung: Welche Verkehrsmittel bringen mich bequem über ganz große Strecken von A nach B.

    Ein anderes Beispiel aus der Befragung:

    "Wie zufrieden sind Sie in Ihrer Region mit dem Zustand von...
    Bitte bewerten Sie:

    Straßen überhaupt nicht zufrieden eher nicht zufrieden teilweise zufrieden eher zufrieden sehr zufrieden
    Bahnstrecken überhaupt nicht zufrieden eher nicht zufrieden teilweise zufrieden eher zufrieden sehr zufrieden
    Radwegen überhaupt nicht zufrieden eher nicht zufrieden teilweise zufrieden eher zufrieden sehr zufrieden
    Fußwegen überhaupt nicht zufrieden eher nicht zufrieden teilweise zufrieden eher zufrieden sehr zufrieden"

    Was interessiert es jemanden, der ohnehin stets nur mit dem Auto sein eigenes Grundstück verlässt und dorthin auch wieder zurückkehrt, wie die Fußwege beschaffen sind? Eine Umfrage zur nachhaltigen Verbesserung der Mobilitätsstruktur darf sich nicht darauf beschränken, die Qualität der Fußwege abzufragen, sondern muss die fußläufige Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, Kultur und Sportstätten usw. als Qualitätsmerkmal berücksichtigen.

    Trotzdem lohnt es sich als Teilnehmer an einem Fahrrad-Diskussionsforum bei der Umfrage mitzumachen, so dass nicht nur die üblichen Verdächtigen die Umfrage ausnutzen, um noch mehr schnelle und breitere Straßen und kostenlose Parkplätze für den Autoverkehr zu fordern!

    Schließlich gibt es auch die Möglichkeit in der Umfrage eigene Ergänzungen und Kritik schriftlich einzubringen: "Ihre Meinung ist wichtig! Haben wir etwas vergessen? Teilen Sie hier Ihre Ergänzungen oder Anmerkungen zum Thema Mobilität mit." So heißt es am Schluss der Umfrage.

    Der Schweizer Militärhistoriker Mauro Mantovani hat 2012 einen Artikel geschrieben mit dem Titel: "Der «Volksaufstand»: Vorstellungen und Vorbereitungen der Schweiz im 19. und 20. Jh.".

    Diese Quelle mit dem Inhalt des Artikels, habe ich bei Wikipedia gefunden:

    Wayback Machine

    Veröffentlicht wurde der Artikel hier: MILITARY POWER REVUE der Schweizer Armee – Nr. 1/2012

    "Die Gegner dieser Idee vom Volksaufstand, die sich in der Schweiz durchsetzen konnten, befürchteten vor allem "einen Schwund der Ressourcen der regulären Armee, Repressalien eines Besatzers, eine Konflikteskalation, einen Zerfall der bürgerlichen Ordnung und ... eine ungenügende Leidensfähigkeit der Bevölkerung." aus genannter Quelle, S. 9

    Ich will keinesfalls von mir behaupten, ich hätte da eine fertige Antwort parat. Aber wenn man die Quelle liest, dann kann ich nur hoffen, dass das mit der regulären Armee und mit der Abschreckung funktioniert. Die Idee ergänzend dazu einen Partisanenkrieg vorzubereiten oder gar die Ausbildung zum Partisanenkampf als Alternative zu einer regulären Armee zu erwägen, halte ich für absurd.