Beiträge von Ullie

    Hier gilt vorher [Zeichen 240]. Eine schlechtere Stelle, sich in den Fahrbahnverkehr einzufädeln, gibt es nicht und selbst wenn man der Aufforderung abzusteigen nachkommen wollte, müsste man sein Fahrrad vor der Umlaufsperre zurück lassen. Man möchte wohl, dass Radfahrer hier ihr Fahrrad auf die andere Straßenseite schieben und dort als Geisterfahrer weiterfahren.

    Die Ignoranz oder Inkompetenz der Stader Verkehrsbehörde (ich weiß nicht, was ich schlimmer fände) macht mich nur noch wütend.

    Dein Foto zeigt ein Verkehrsengstelle, die auch in Hannover häufiger anzutreffen ist. Aber ich kenne hier kein Beispiel dafür, dass der Bushaltestellenabschnitt auf dem Bürgersteig mit einem Drängelgitter geschützt wird. Was sagen denn die Eltern mit Kinderwagen dazu oder Rollifahrer? Viele Radfahrer, so mein Eindruck, sehen das völlig unproblematisch, wenn der Radweg oder ein gemeinsamer Fuß- und Radweg direkt im Einstiegsbereich des Omnibusses verläuft. (Ich schon, s. u.) Auch die Möglichkeit einen Radweg so anzulegen, dass er verschwenkt hinter dem Wartehäuschen langläuft halten viele für gut. Im vorliegenden Fall auf deinem Foto sieht man, dass dafür der Platz nicht reicht.

    Das Problem ist doch offensichtlich, dass vorher [Zeichen 240]gemeinsamer Fuß-und Radweg ausgeschildert ist. Dann lieber schon rechtzeitig vorher eine Radfahrspur oder einen Schutztreifen auf der Straße anlegen. Und den Bürgersteig allenfalls als Gehweg mit dem Zusatz Radfahrer frei kennzeichnen. Ich halte jedenfalls nichts davon, wenn der Radweg im Ein- und Ausstiegsbereich verläuft oder hinter dem Wartehäuschen. Besonders dann nicht, wenn ich mit dem Omnibus unterwegs bin.

    Ohne Parkmarkierungen wäre dort komplett Halteverbot wegen der [Zeihen 215]:

    Diese Markierungen helfen also in keinster Weise gegen Falschparker. Sie erziehen die Leute erst, Kreisverkehre zuzuparken. Sie widersprechen darüberhinaus, wie schon ein paar mal erklärt, der Beschilderung. Sich widersprechende Anordnungen sind nichtig; d.h. Falschparker an der Stelle rechtssicher zu sanktionieren, kann man vergessen. Das klappt nur, wenn die Leute in der Fahrschule nicht aufgepasst haben und sich gegen das Bußgeld nicht wehren. Und dann gibt es Regelwerke, wie Markierungen auszusehen haben, damit sie bundesweit gleich aussehen und man nicht erst bei jeder Provinzbehörde anfragen muss, was sie eigentlich meint.

    Da musst du aber schon sehr genau auf den Einzelfall gucken. Hier der Lichtenbergplatz auf googlemaps: https://www.google.com/maps/@52.36884…m/data=!3m1!1e3

    Und hier der Lichtenbergplatz auf einer historischen Aufnahme von Anfang des vorigen Jahrhunderts. Da parkte dort nirgends ein Fahrzeug und die Kreiselfläche in der Mitte war deutlich kleiner als heute. http://www.postkarten-archiv.de/media/images/l…-10_03_1919.jpg

    Beide Aufnahmen zeigen, dass der Platz nicht ursprünglich für einen Kreisverkehr angelegt wurden.

    Als es noch nicht so viele Autos wie heute gab, parkten dort ganz einfach keine.

    Ohne die parkenden Autos wäre der Lichtenbergplatz groß genug für einen zwei bis dreispurigen Kreisverkehr. Das will hier mitten im Wohngebiet wirklich keiner! Deshalb macht es sehr wohl Sinn, Parkflächen zu markieren.

    Was hier möglicherweise los wäre, wenn auf dem Lichtenbergplatz keiner parkte, das kannst du dir übrigens hier anschauen. Für diesen VW-Werbefilm wurde nämlich der Platz und alle Zufahrten für einen langen Nachmittag gesperrt und alle Markierungen schwarz abgeklebt. Und jetzt frag mich bitte bloß nicht wie bekloppt ich diesen VW-Werbefilm finde. https://www.youtube.com/watch?v=vY5jNv391rk

    Ich glaube übrigens nicht, dass alle Leute so drauf sind, dass sie sich immerzu gegen Bußgeldbescheide beschweren. Zumal dazu ja erst mal jemand einen Bußgeldbescheid ausstellen müsste. Markierungen aber können an bestimmten Stellen bewirken, dass weniger unvernünftig geparkt wird als ohne Markierungen.

    Was soll das bringen, außer, dass es nicht mehr wie ein Zebrastreifen aussieht? :/

    Zebrastreifen-Muster sind ja immer mal wieder in der Diskussion. Zum Beispiel dreidimensional aussehende Zebrastreifenmuster.

    Auch über quer angelegte Zebrastreifen wurde häufiger schon diskutiert, denn eigentlich soll der Zebrastreifen ja eine Art Band darstellen, das vom Fußgänger sicher gequert werden kann. Deshalb wäre es eigentlich sinnvoller, die Zebrastreifen ao anzulegen, dass sie aus Sicht der Autofahrer nicht längs, sondern quer zur Fahrtrichtung angeordnet sind. So wie jetzt üblich, sind die Zebrastreifen nämlich aus Sicht der Fußgänger quer zum Fußgängerüberweg angeordnet.

    "Die Querstreifen wurden Ende der 1940er Jahre in Großbritannien entwickelt, als der motorisierte Verkehr auf den Straßen zunahm und es für Fußgänger immer riskanter wurde, die Straße zu überqueren. Mitte der 1950er Jahre wurde der Zebrastreifen auch in die deutsche Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Seit den 1960er Jahren haben Fußgänger am Zebrastreifen Vorrang, obwohl die Streifen quer zu ihrer Laufrichtung liegen. Dazu stellt Barbara Schönig, Professorin für Stadtplanung an der Bauhaus-Universität Weimar, fest: "Unsere Straßen folgen der Wahrnehmung von Autofahrern und der Idee des fließenden motorisierten Verkehrs. Deshalb müssen Fußgänger auch warten, bis sie über die Straße gehen können und nicht Autos – was uns ganz selbstverständlich erscheint, aber das vielleicht gar nicht ist."" Quelle: Badische Zeitung vom 21.11.2017 http://www.badische-zeitung.de/fragen-sie-nur…-132380979.html

    Zebrastreifen in ihrer jetzigen Anordnung folgen der Wahrnehmung der Autofahrer. Fußgängern dagegen signalisieren sie: Halt, hier ist eine Barriere. Und ganz zu Anfang war das auch durchaus so gemeint. Der Zebrastreifen sollte eine Stelle signalisieren, an der es Autofahrer für wünschenswert halten, dass Fußgänger die Straße überqueren sollen. Und zwar nur dort und nicht einfach irgendwo. "Wäre ja noch schöner wenn diese drittklassigen Verkehrsteilnehmer einfach irgendwo auf die Fahrbahn treten dürften." ;) Und die Fußgängerin oder der Fußgänger hatte ursprünglich noch nicht den heute gesetzlich eindeutig festgelegten Vorrang am Zebrastreifen. Vielmehr galt - vor allem aus Sicht der Autofahrer - das Prinzip: "Wenn der Fußgänger sich schon erdreistet meine Autofahrbahn zu kreuzen, dann soll er das erstens nicht einfach so überall machen dürfen, und zweitens soll er dann dort, wo er's darf, nämlich am Zebrastreifen brav und demütig am Straßenrand verharren, bis ich ihm vielleicht ermögliche an dieser dafür vorgesehenen Stelle meine Autofahrbahn zu kreuzen. Weil ich ja ein großzügiger Mensch bin und es gerade heute vielleicht nicht ganz so eilig habe halte ich manchmal auch an einem Zebrastreifen tatsächlich an." ;)

    Obwohl die Straßenverkehrsordnung schon seit Anfang der 60er-Jahre den klaren Vorrang des Fußgängerverkehrs am bzw. auf dem Zebrastreifen festgelegt hat, gibt es nach meiner Beobachtung immer noch "nicht wenige" Autofahrer (leider auch Fahrradfahrer), die sich so verhalten, wie der Zebrastreifen in seiner jetzigen Gestaltungsform es nahelegt. :cursing:

    Und da ist der bunte Zebrastreifen in Almelo doch eine sehr gute Erfindung, um einerseits den gängigen Gestaltungsvorschriften (Balken parallel zur Fahrbahn) genüge zu tun. Und andererseits ein Band zu signalisieren, auf dem der Fußverkehr Vorrang genießt. :)Zusätzlich zum Zebrastreifen gibt es ja außerdem noch die entsprechenden Schilder.

    Auf dem parallel verlaufenden Zweirichtungsradweg (siehe Foto und diesen google-maps-Link https://www.google.com/maps/@52.35699…!7i13312!8i6656 ) ist übrigens kein Zebrastreifen markiert. In Kombination mit der Tatsache, dass in den Niederlanden auch Mopeds (mit blauen Kennzeichen) den Radweg benutzen müssen, finde ich das nicht in Ordnung. Und zwar nicht nur aus Sicht der Fußgänger. Wenn ich als Radfahrer an so einer Stelle halte, um einen Fußgänger passieren zu lassen, und hinter mir ein Moped angebraust kommt, das den Fußgänger umfährt, dann wäre das zumindest sehr unangenehm, weil ich den Fußgänger möglicherweise erst durch mein Stehenbleiben dazu ermuntert habe den Radweg zu kreuzen.

    Nach kurzer Recherche scheint das so zu stimmen: Die Dreiecke ('Haaientanden', übersetzt 'Haifischzähne') sind auch ohne das optionale Schild ein offizielles Verkehrszeichen, so wie bei uns nur (?) die Zebrastreifen.

    Zebrastreifen - das ist ein Stichwort, was mich gleich noch mal zum Durchklicken bewegt:

    Ob solche farbigen Zebrastreifen wohl auch in Deutschland möglich wären? Gesehen in Almelo:

    Vielen Dank für die Recherche.

    Ich habe inzwischen noch mal weitere Bilder nachgesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Foto oben einen typisch niederländischen Kreuzungsaufbau zeigt. Das hatte ich beim ersten Durchklicken nicht mehr auf dem Schirm.

    Hier das Bild aus Sicht des Autofahrers, der von der Hauptstraße abbiegt. Entlang der Hauptstraße führt ein Radweg, der im Kreuzungsbereich sehr weit von der Straße weg verschwenkt wird. Da der Geradeausverkehr, auch der auf dem sehr weit weg verschwenkten Radweg Vorrang hat, braucht es hier nicht noch einmal ein Extra-Verkehrsschild. Zumal du ja recherchiert hast, dass die "Haifischzähne" auch ohne Schild Geltung haben.

    Hier das Bild aus Perspektive eines Autofahrers, der von der Straße abbiegt, um dann nach wenigen Metern noch mal vor dem Radweg warten muss, um den Radfahrern die Vorfahrt zu gewähren.

    Würde so in Deutschland vermutlich nicht so ohne weiteres eingeführt werden können. Da wären sicher viele Autofahrer nur allzu bereit, gleich nach dem Abbiegen wieder Gas zu geben.

    Und hier ein Link zu einer Luftaufnahme von google-maps die die Kreuzung aus der Luft zeigt: https://www.google.com/maps/place/Ter…747!4d5.3466786

    Hallo KleverRadfahrer,

    mir ist es (auf dem Fahrrad) an einer Kreuzung passiert, dass mir eine ältere Autofahrerin hupend die Vorfahrt genommen hat. In den Niederlanden gilt das Rechts vor Links Gebot wohl noch nicht so lange, das habe ich inzwischen nachgelesen: "Bei uns ist kaum bekannt, dass in den Niederlanden erst im Mai 2001 die Vorfahrtregel „rechts vor links“ auch auf Nicht-Kfz, z.B. auf Radfahrer, ausgedehnt wurde." http://www.svr.nomos.de/fileadmin/svr/doc/Aufsatz_05_10.pdf Punkt 2.1.3

    Das finde ich schon einen ziemlichen Hammer. Die Niederlande wurde und wird als das Vorzeigeland für gelungene Radverkehrsinfrastruktur immer wieder hochgejubelt (auch schon vor 2001). Und wenn man sich dann ein bisschen schlau macht, erfährt man so was. Was übrigens nach meiner Erfahrung anscheinend noch nicht allen Niederländern geläufig ist.

    Eine andere Sache ist mir dagegen noch nicht klar geworden, vielleicht weißt du oder wer anders ja mehr darüber:

    An manchen Kreuzungen steht ein Vorfahrt achten Schild [Zeichen 205] und das wird unterstützt durch Dreiecke, die auf den zeigen, der auf die Kreuzung zufährt. An manchen Kreuzungen gibt es aber auch nur diese Dreiecke, ohne das Vorfahrt achten Schild. Auf dem folgenden Foto ist nur auf der gegenüberliegenden Straße, die auf die vorfahrtsberechtigte Straße zuführt, ein Vorfahrt achten aufgestellt. Vielleicht ist der Hinweis auf die Tempo-30-Zone so zu verstehen, dass in der Tempo 30 Zone auf Vorfahrt achten Schilder verzichtet wird und stattdessen die Bodenmarkierungen den Ausschlag geben?

    Das ist übrigens nicht die Kreuzung, an der mir die Vorfahrt genommen wurde. Die war ganz ohne Schilder und Markierungen.

    Viele Grüße Jules

    Die "Libre Bike" Idee hoert sich halt einfach zu wunderbar schoen anarchistisch an, als dass sie nicht irgendwer zum Besten geben muesste. In Hannover sind mir allerdings noch keine O-Bikes mit Zahnstochern im Schloss aufgefallen. Ich leg auch keinen großen Wert drauf. Die Besitz-Anarchisten, die mit dicken Autos einen auf dicke Hose machen, sind schon eine Plage. Da brauch ich nicht noch Libre-Bike Aktivisten, die Verkehrsregeln möglicherweise aus ideologischen Gruenden ablehnen.

    Die Niederlande ein vorbildliches Radlerland? Von wegen. "Niederlande, ihr koennt mich mal ... ", das ist mein vorläufiges Ergebnis eines schonungslosen Selbstversuches. Maximal genervt bin ich von den allgegenwärtigen Mopeds auf den Radwegen. Einen Mopedfahrer, den ich darauf ansprach, erklärte mir, dass Mopedfahrer dazu verpflichtet seien, den Radweg zu benutzen.

    Und selbst in engen Ortsdurchfahrten ist das, was in Deutschland ein Fußweg waere in den Niederlanden ein Radweg. Ich erklaere mir das so, dass niederländische Verkehrsplaner davon ausgehen, dass der Mensch bereits mit einem Fahrrad unterm Hintern auf die Welt kommt. Und abgesehen von denjenigen, die ihr Leben mit einem Autobesitz adeln, gibt es keine anderen Verkehrsteilnehmer.

    Rechts vor links gilt hier uebrigens nicht. Zumindest dann nicht, wenn du "nur" ein Fahrradfahrer bist.

    Es gibt noch mehr, dass mir unangenehm aufgefallen ist. Aber eins sollte jedem jetzt schon klar sein: In den Niederlanden ist radverkehrs-planerisch keineswegs alles zum Besten bestellt.

    Halteverbot gelten ohne Zusatzzeichen nur auf der Fahrbahn. Der Mercedes parkt jedoch in einer markierten Parkbox, welche nicht Teil der Fahrbahn ist. Die Markierungen müssen weg, sind ja auch komplett überflüssig.

    Welche Markierungen genau hältst du denn für "komplett überflüssig?" Da sind Sperrflächen markiert an den Ecken, die in die Nebenstraßen führen. Wären da keine Sperrflächen markiert, dann wären diese Ecken stets zugeparkt. Leider werden selbst die markierten Sperrflächen bisweilen von "Parkrowdys" zugeparkt, was im Alarmfall durchaus "brenzlig" werden kann.

    Und was bitteschön spricht dagegen mit ein paar schmalen weißen Strichlinien anzudeuten, wo am Straßenrand geparkt werden soll? Die Verwendung weißer Strichlinien, die andeuten, wo am Straßenrand geparkt werden soll, hat sich besonders deshalb bewährt, weil sie deutlich dazu beitragen, dass nicht der halbe Bürgersteig zugeparkt wird. Seltsamerweise fühlen sich Autofahrer nämlich bisweilen verpflichtet halbseitig auf dem Bürgersteig zu parken, auch dann, wenn die Fahrbahn breit wie eine Autobahn ist.

    Siiiiiicher, an dieser Stelle könnte man einwenden, dass nur dann halbseitig auf dem Bürgersteig geparkt werden darf, wenn das durch das entsprechende Verkehrszeichen angeordnet ist. Aber in der Praxis sieht das ganz anders aus. Wenn jedoch ein paar Striche auf der Fahrbahn andeuten, dass dort und nicht halbseitig auf dem Bürgersteig geparkt werden soll, dann zeigt das in der Regel Wirkung.

    Warum sollen also die Markierungen weg? Überflüssig sind sie jedenfalls nicht!

    Und was genau stört dich eigentlich an ein paar hilfreichen Straßenmarkierungen, die dazu beitragen, das umzusetzen, was unter Berücksichtigung der gegenseitigen Rücksichtnahme und im Sinne der Freihaltung von Einsatzwegen für Einsatzfahrzeuge, z. B. Feuerwehr und Müllfahrzeuge zweckdienlich ist? Du schreibst ja geradezu in einem Stil, dass ich annehmen muss, dass du Straßenmarkierungen für so eine Art Staatsverbrechen hältst.

    Geil!

    Der Mercedes parkt da trotzdem völlig legal. :whistling:

    Spoiler anzeigen

    Ohne Zusatzzeichen "auf dem Seitenstreifen" gilt das Schild nur auf der Fahrbahn, aber nicht auf dem Park-/Seitenstreifen.


    Mist, zu langsam.

    Der Mercedes parkt da entweder ordnungswidrig oder er hält da. Oder er parkt da ganz ordentlich außerhalb der Sperrzeiten.

    Das Z286 gilt nach Anlage 2 der StVO nur auf der Fahrbahn. Dort befindet sich aber ein Seitenstreifen, der regelwidrig nur mit unterbrochener Linie von der Fahrbahn abgetrennt ist. Damit man nicht einfach drüberfährt, ist an Anfang und Ende eine Sperrfläche angebracht, die das unterbindet.

    Die Lösung ist also, entweder die unterbrochene Linie ordentlich in ein Z295 "Fahrbahnbegrenzung" umzuwandeln und dem Z286 ein zZ "auch auf dem Seitenstreifen" zu spendieren, oder, einfacher und regelkonformer, die gesamte Straßenmalerei zu entfernen. Dann gilt das Z286 auch unmittelbar neben dem Kantstein und entfaltet die Wirkung, die gewünscht ist.

    So ist das verkorkster Kokulores, bei dem der Verbotsirrtum nicht zu Lasten eines Parkwilligen gehen darf.

    Ich würde die zuständige Behörde auf den Käse aufmerksam machen und ggf. Änderungsvorschläge unterbreiten. Und den Getränkeladenbesitzer auslachen.

    Da kann ich dir nicht folgen. Auf der Fahrbahn bzw. neben der Fahrbahn befindet sich kein Seitenstreifen. Vielmehr sind am Fahrbahnrand zwei Halteplätze markiert, die früher mal Parkplätze waren. Im übrigen Teil des Kreisels sind Parkplätze markiert. Die google-street-view-Aufnahme von 2008 zeigt die alte Situation, als in den heutigen Geschäftsräumen des Getränkeladens noch ein Restaurant war und noch keine Halteverbotsschilder aufgestellt waren.

    Durch das Aufstellen der Halteverbotsschilder wird doch eine Parkplatzmarkierung nicht zum Seitenstreifen.

    https://www.google.de/maps/@52.36881…!7i13312!8i6656

    Lernt man das nicht beim Fahrschulunterricht, oder warum muss hier ein Getränkeladen Nachhilfe geben:

    Man beachte diese Tafel:

    Und hier der Tafelanschrieb des Nachhilfeunterrichtes:

    O-Bike am Ende?

    "Was ist los bei dem Leihfahrrad-Anbieter O-Bike? In seiner Heimatstadt Singapur ist das asiatische Mutterunternehmen offenbar pleite. Der Ableger in Deutschland ist offenbar weder telefonisch noch per E-mail erreichbar. „Auch wir haben seitens des Baudezernats vergeblich versucht, Kontakt aufzunehmen“, so Stadtsprecherin Michaela Steigerwald." aus NP vom 6.7.18 http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine…Anbieter-pleite

    Noch sind die auffallenden gelb-silbernen O-Bike-Fahrräder im Stadtbild präsent. Aber wie lange noch? Und was passiert mit den Rädern, wenn sie abgeräumt werden sollten?

    Neues von den Baken vor der Post in der Niemeyerstraße, die die Fußgängerquerung sichern sollen, so dass die Bürgersteigabsenkung auch tatsächlich benutzt werden kann.

    Die Stadtverwaltung hat dort neuerdings die Baken (altes Bild links zeigt die Baken) abgebaut und über die ganze Länge ein uneingeschränktes Halteverbot eingerichtet. Das wird jedoch von vielen Autofahrern ignoriert. Siehe Foto rechts:

                         

    Es fühlt sich einfach falsch an, ein Bügelschloss aus gehärtetem Stahl an so einem Auge zu befestigen. Es ist natürlich möglich, dass dieser Ring auch gehärtet ist. Vertrauen würde ich darauf nicht.

    Ob regelmäßig Fahrräder mit Rohrschneidern geklaut werden, weiß ich nicht. Gehört habe ich davon aus dem Bekanntenkreis nicht. Wenn man den Tathergang erkennen kann, war es normalerweise ein Bolzenschneider.

    Auch dazu ein Bild aus Belgien, nämlich von einer Fahrradabstellanlage in Kortrijk:

    Die eher gewöhnlichen Ständer vorne im Bild sind ja recht verbreitet.

    Neu für mich waren die Ständer auf dem folgenden Foto, ebenfalls eine Aufnahme von der Fahrradabstellanlage in Kortrijk. Diese Ständer hatten eine rechteckige Öse und eine Kette, die dazu dient, dass man zusätzlich zu seinem Schloss was hat, das man durch den Rahmen oder die Räder des Fahrrades ziehen kann. Ob die Kettenglieder aus gehärtetem Stahl waren, weiß ich nicht. Aber bei einer der rechteckigen Öse ist mir aufgefallen, dass sie aufgesägt wurde. Siehe eingezeichneten orangen Kreis auf dem dritten Bild.

                           

    Okay, dann bleibt mir nur der dezente Hinweis, dass diese bauliche Anlage offensichtlich auf nordfranzösische und belgische Autofahrer ausgerichtet ist - und nicht auf Hamburger und Münchner. ;)

    "Bienvenue chez les Ch'tis"! Tatsächlich ist das hier eine Einbahnstraße in die das silberne SUV auf dem ersten Bild gerade einbiegt.

    Hier noch mal das Bild:

    Und für den Radfahrer ist die Ausfahrt aus dieser Einbahnstraße, die Radfahrer in die Gegenrichtung befahren dürfen, recht großzügig gestaltet.

    Elemente, die mir aufgefallen sind:

    1. Grüne Farbe für die Fahrbahnmarkierung der Aufstellfläche für den Radverkehr. In Hannover haben wir für so was Rot.

    2. Die beiden weißen Dreiecke vor dem Zebrastreifen. Sie weisen auf eine Aufpflasterung hin. Der Zebrastreifen liegt etwa 10cm höher als das Fahrbahnniveau. Die Aufpflasterung geht natürlich über die gesamte Straßenbreite, aber nur rechts fährt wer auf die Aufpflasterung rauf, links fährt man runter und da gibt es dann keine Pfeile.

    3. Das Stopp-Schild. Das empfinde ich eher nachteilig, denn dadurch wird auf der stärker befahrenen Querstraße das Tempo beschleunigt. Wäre dort kein Stopp-Schild, dann hätten die Radfahrer, die aus der Einbahnstraße kommen, Vorfahrt gegenüber dem Verkehr, der von links kommt.

    Beide Straßen sind übrigens für max. Tempo 30 ausgeschildert.

    4. Und natürlich der Kunststoffpoller. Solche Teile habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Und dass der so ziemlich mittig auf der Fahrbahn steht, ist auch ungewöhnlich. Dass der Kunststoffpoller nicht ganz am Rand der grünen Fläche steht, ist wohl so zu verstehen, dass ein Sicherheitsabstand zum Poller mit eingeplant wurde.

    ... machen sich aber doch am Rande ganz schön breit, die Gäste...

    So ist das halt bisweilen mit Gästen. Aber wenn sie sich davon abgesehen sonst gut zu benehmen wissen. Da will man dann auch nicht so kleinkariert sich anstellen.

    In Anbetracht der oben gezeigten Laternenumfahrerei kann man verstehen, dass Stadtverwaltungen Ideen entwickeln, wie noch sehr viel verletzlichere Poller beschaffen sein müssen, damit sie nicht so oft erneuert werden müssen.

    Dazu ein Beispiel aus Lille. Die dort eingesetzten Kunststoffpoller scheinen einiges abzukönnen.

    Hier trägt ein solcher Kunststoffpoller dazu bei, die Aufstellfläche für den Radverkehr zu schützen. Der Radverkehr führt hier aus einer Einbahnstraße heraus, wo er in Gegenrichtung durchgeführt wird. An der Einmündung zur breiteren Straße, die in beide Richtungen befahren wird, wurde der Kunststoffpoller aufgestellt.


    Vielleicht hatte der auch mal rote Streifen? Davon hat man allerdings nicht sehen können. Der Poller ist übrigens innen hohl und am Boden verschraubt, es gibt keinen Kippmechanismus.


    Vermutlich wurde der Poller schon mal so richtig überfahren, allerdings ist es mir rätselhaft, wie er sich dann wieder aufrichten konnte.

    An anderer Stelle, bei einem Bushalt, stehen auch solche Poller, die allerdings noch mitgenommener aussehen:


    Und der hier rechts sieht nicht so aus, als würde er noch mal von selbst aufstehen:

    Man könnte beim Anblick des folgenden Fotos meinen, dass es kurz vor dem im letzten Beitrag gezeigten Foto aufgenommen wurde. Das war vom Mai 2018. Aber so ist es nicht. Tatsächlich ist seitdem die Laterne am selben Standort am Schwarzen Bär neu aufgestellt worden und im Juni 2018 schon wieder platt gefahren worden:

    Diesmal kam ich allerdings vorbei, als der krumm gefahrene Laternenmast noch nicht gekappt war: