Beiträge von Ullie

    Für den Radverkehr ist das eine Lösung, zumindest für die RadfahrerInnen, die mutig genug sind, sich auf die Geradeausspur zwischen die Autos zu wagen. Hier ein entsprechendes Beispiel aus Hannover. Für die rechtsabbiegenden RadfahrerInnen gibt es einen Hochbordradweg. Auf der Querstraße, das Leibnizufer gibt es ebenfalls einen Hochbordradweg. Links abbiegen geht für den Autoverkehr gar nicht. Für den Radverkehr nur "über Eck". Also erst mal die Querstraße überqueren. Und dann noch mal über die Straße.

    Leider löst eine solche Lösung bei weniger routinierten RadfahrerInnen keine große Begeisterung aus. Viele fühlen sich unwohl zwischen den PKW. Im gezeigten Beispiel gibt es aber auch die Alternatibve, auf dem Hochbordradweg (rechts im Bild) weiter zu fahren.

    Das googlemaps-Satellitenbild zeigt die Baustellenphase dieser recht neuen Anlage. https://www.google.de/maps/@52.37387…t/data=!3m1!1e3

    In einem solchen Fall ist es m. E. (trotz angeordneter Radwegbenutzungspflicht) erlaubt, auf die Auto-Fahrbahn zu wechseln. Allerdings müsste man dazu den Bordstein runterrumpeln und käme danach nicht gleich wieder hoch. Die allermeisten Radfahrer wechseln daher an dieser Stelle auf den Gehweg. Absteigen tut niemand. Das Schild dient vor allem dazu, Radfahrer unsinnig zu reglementieren. Gesehen am Ortseingang Stadthagen: https://www.google.de/maps/place/316…099!4d9.1998226

    Wie willst du das von dir beschriebene "Grundproblem" denn lösen? Es besteht nur die Möglichkeit, den Radverkehr auf der Abbiege-Autospur zu führen und zu hoffen, dass alle Radler dann mittig auf dieser Autospur fahren. (Mit einem 40t im Rücken?)

    Hier ein Beispiel aus Stadthagen. Dort hat man so versucht die Situatiuon zu verbessern: Das erste Bild zeigt dunkelrot eingetragen die alte Verkehrsführung für den Radverkehr. Heute ist das vermutlich immer noch für den Fußverkehr so gedacht. (Obwohl der Fußverkehr eigentlich auch die Radfahrfurt benutzen können dürfte?)

    Das zweite Bild zeigt, dass vor einigen Jahren die Radfurt dichter an die Längs-Straße herangerückt wurde, so dass der Radfahrer gar nicht erst aus dem Blick des abbiegenden Autofahrers herausfährt. Der grün markierte Kantstein-Abschnitt ist deutlich erkennbar neueren Datums. Diese Absenkung in dem grün markierten Kantsteinabschnitt gab es dort früher nicht.

    Ich würde die Kurvenradien für Abbieger noch deutlich verengen. Aber dann kommt natürlich gleich wieder das Gemeckere der Autrofahrer. Und das hält nicht jeder Entscheidungsträger aus.

    Ergänzung: Link zu googlemaps: https://www.google.de/maps/place/316…099!4d9.1998226

    Niemals. Es gibt haufenweise Einbahnstraßen, in denen das einfach nicht geht. Das muss in jedem Fall geprüft und erst entsprechend eingerichtet werden.

    In meiner Heimatstadt setze ich mich dafür ein, dass die ersten Einbahnstraßen freigegeben werden. Im umliegenden Kreis gibt es auch nur eine einzige. Die Verwaltung duckt sich seit Monaten weg und mauert mit dem Beamten-Dreisatz... :rolleyes:

    Beamtendreisatz das ist: "Das haben wir immer so gemacht! Das haben wir noch nie gemacht! Da könnte ja jeder kommen!"?

    Mein Mitgefühl!

    Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, eine Freigabe für den Radverkehr kann man nicht bei jeder Einbahnstraße so ohne weiteres machen. Aber man kann wirklich fast alle Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenverkehr freigeben, wenn flankierende Maßnahmen ergriffen werden. Mitunter bis zur Wegnahme von Parkplätzen. Und ja das erzeugt Gegenwind und Ja, den muss Politik und Verwaltung aushalten, weil sie sich andernfalls in eine Situation manöveriert, in der sie erst Recht Gegenwind von den Autofahrern bekommt. Deren Fahrzeuge werden nämlich immer breiter, größer, schwerer und schneller. Und die Verwaltungen haben immer öfter damit zu kämpfen, für die immer breiteren, größeren, schwereren und schnelleren Autos die Infrastruktur bereit zu stellen, die von den Besitzern dieser Autos, von der Autoindustrie (mit dem "Totschlagargument" Autoplatzverlust), der Autolobby und den autonahen Parteien (da zähle ich mehr oder weniger alle dazu) eingefordert wird. Selbst den Grünen fällt ja nichts Besseres ein, als E-Ladesäulen an jeder Ecke einzurichten. Als ob sich dadurch irgendwas zum Besseren ändern ließe.X/

    Überlege doch mal folgendes, um noch mal auf die Landstraßen-Ausbau-Problematik zurückzukommen: Mit einem Gogo-Mobil der 50er Jahre war es vermutlich bereits bei einer Landstraße mit Tempo 60 eine gewisse Herausforderung, Auto zu fahren. Mit einem modernen 3t-SUV kommt einem eine solche Fahrt wie eine Schleichfahrt vor.

    Eine generelle Freigabe von Einbahnstraßen fände ich auch nicht per se sinnvoll. Ich kenne ein paar Beispiele (Google Maps), wo das Radfahren in Gegenrichtung mit [Zeichen 267] [Zusatzzeichen 1022-10] zwar erlaubt ist, man aber vor lauter geparkter Autos im Gegenverkehr fast nicht vorwärts kommt.

    Das sollte jetzt allerdings kein Grund sein, auf die Freigabe einer Einbahnstraße für Radverkehr in Gegenrichtung zu verzichten. Allerdings wäre es ein guter Grund, das Parken dort einzuschränken. Es taucht nach meiner Beobachtung in Hannover oft das Problem auf, dass Autofahrer in engen Einbahnstraßen per sé erwarten, dass der Radfahrer sich in irgendeine Lücke zwingt, wenn der Autofahrer mit ordentlich Schmackes angebraust kommt. Motto des Autofahrers: Wenn du schon mit deinem Spielzeug gnadenhalber die Einbahnstraße in Gegenrichtung nutzen darfst, dann zeige dich wenigstens devot, wenn ein richtiger "Straßenverkehrsteilnehmer" auftaucht. Wenn in Hannover Einbahnstraßen nicht für den Gegenverkehr frei gegeben sind, dann ist dass meistens dann der Fall, wenn eine enge und schlecht einsehbare Kurve die freie Sicht einschränkt. Solche Probleme ließen sich jedoch mit einem sehr niedrigen Tempolimit lösen (max. 20 oder 15 km/h). Dazu fehlt jedoch den Verkehrsbehörden und Politkern der Mut und die Bereitschaft so was auch zu kontrollieren.

    Besonders bezeichnend fand ich übrigens auch die gelegentlichen Diskussionen in Bahnforen. Selbst Eisenbahnfans sehen in einem Bahntrassenradweg keine nutzbare Alternative. Aufs Rad setzen und sich selber bewegen? Kommt gar nicht in Frage...!

    Bei sog. "Bahntrassen-Radwegen" krieg ich das Würgen, weil es nämlich gar keine Bahntrassen mehr sind. Und dann werd' ich wehleidig.;(

    In der Regel ist es so, dass der Bahverkehr, der dort mal lang ging, eingestellt worden ist, um den Autoverkehr voranzutreiben. (In Einzelfällen gibt es auch andere Gründe.)

    Hier mal ein Bild von einer still gelegten Bahntrasse, auf der noch in den 50er Jahren Straßenbahnen fuhren. Heute fahren dort Menschen Fahrrad-Draisine. Immerhin ist die Draisinen-Station mit dem ÖPNV (Omnibus) erreichbar, wenn auch recht umständlich, weshalb viele dort mit dem Auto hinfahren. ;(


    Lust bekommen? http://www.draisinen.de/

    Naja. Der Pfälzerwald ist riesig. Irgendwann hört man auch die bekloppten und besonders lauten Motorradfahrer nicht mehr. ;) Hier würden regelmäßigere Kontrollen (insb. wegen Manipulationen am Auspuff...) meines Erachtens auch mehr bringen, als pauschale Verkehrsverbote.

    Die Verkehrsverbote für Motorradfahrer hat man ja nicht gemacht, weil die Touristen ungestört wandern können sollen. Dann hätte man auch gleich den Autoverkehr verbieten müssen, der ist nämlich bisweilen völlig überflüssigerweise auch ziemlich laut. Und von wenigen Ausnahmen abgesehen auch ganz und gar überflüssig. Es gab einfach zu viel Mototrradfahrer, die auf der "Strecke blieben". Siehe hier: https://www.morgenweb.de/newsticker_tic…erid,46854.html

    "Erstmals sperrte der Kreis 1994 die Straße, nachdem sich dort innerhalb von zehn Jahren 178 teils schwere und tödliche Unfälle mit Motorrädern ereignet hatten - 125 davon an Wochenenden und Feiertagen. Seit die Zweiräder nicht mehr erlaubt sind, sanken die Zahlen deutlich." Autofahrer kriegen eine "Hochsicherheitszelle" inklusive Anschnallpflicht verordnet. Motorradfahrern wird ihr verlustreiches Hobby untersagt. Wenn's Tote gibt, dann reagiert man doch immer noch recht empfindlich. Ist ja auch zu peinlich, dass der motorisierte Individualverkehr weltweit mehr Tote fordert, als alle kriegerische Ereignisse. Da will man wenigstens gegen ein paar Motorrad-Tote tatkräftig und konsequent vorgehen.

    Die Kreuze auf dem Bild sind Wegekreuze, die der Orientierung dienen und einen alten Pilgerweg anzeigen, der über die Johanniskreuz-Höhe führt. Die rechts und links eingefügten Bildteile zeigen den Waldgaststättenparkplatz mit Collage-Änderungen.

    Scheuer möchte eigene Vorschläge erarbeiten, um den Radverkehr attraktiver zu gestalten.

    https://app.handelsblatt.com/wirtschaft-han…t/24197986.html

    "Denkbar sei zum Beispiel, Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr zu öffnen.", heißt es in dem verlinkten Artikel. Soll das bedeuten, dass RadfahrerInnen eine grundsätzliche Erlaubnis erteilt werden soll, Einbahnstraßen in die Gegenrichtung zu benutzen? In Hannover und vielen anderen Kommunen sind doch bereits zahlreiche Einbahnstraßen für RadfahrerInnen in beide Richtungen freigegeben.

    https://www.google.de/maps/@52.39559…!7i13312!8i6656 Das ist der googlestreetview-Link. Und hier ist die aktuelle Baustellensituation:

    So stellt sich die Situation stadteinwärts auf der Vahrenwalder Straße zwischen Rotermundstraße und Dragonerstraße dar:

    Hier ist normalerweise ein Einrichtungs-Hochbordradweg Richtung stadteinwärts (und ein Fußweg) [Zeichen 241-30]. Der Radweg darf nicht in der Gegenrichtung befahren werden.

    Interessant ist die Baustellenausschilderung in der Gegenrichtung, also stadtauswärts, wenn man also auf dem Radweg in der falschen Fahrtrichtung unterwegs ist. Das machen viele Radfahrer, weil die Vahrenwalderstraße nur an sehr wenigen Stelle und nur extrem umständlich überquert werden kann. Da hat sich wohl ein Baustellen-Ausschilderer gedacht: Tun wir den Radlern mal was Gutes und erlauben ihnen die Benutzung eines getrennten (sic!) Fuß- und Radweges in die falsche Richtung. Nur wenige Meter später verließ ihn die Courage und er stellt ein "Radfahrer absteigen" auf.

    Meldung an die Stadt ist bereits raus!

    Ergänzung: (Beim Vergleich mit den google-street-view-Bild nicht wundern, das evangelische Jugendzentrum am rechten Bildrand wurde vor Kurzem umgebaut.)

    Ich bezweifle langsam, dass es eine gute Idee war, nach Plakatmotiven Ausschau zu halten, bei denen der Radverkehr oder wenigstens der ÖPNV in irgendeiner Form eine Rolle spielt. Aber zumindest ein bisschen was hat sich ja schon angefunden. Und wenigsten fallen hier und da Stichworte wie "Umwelt" oder "Klimaschutz".

    Kommunalwahlkampfplakate aus Stade sind immer gern und herzlich willkommen. Wie agieren denn die Grünen Plakate-mäßig auf das CDU-Autoplakat?

    Meine Verzweiflung wächst. Es fehlt der Wille der Parteien, eine Verkehrswende herbeizuführen. Und auch ein Rückblick auf den Europa-Wahlkampf 2014 steigert nur die Verzweiflung. Allerdings war auf diesem Plakat von 2014 immerhin eine Lokomotive drauf zu sehen. Die hätte allerdings dringend einen Feinstaub-Filter nötig!;)

    nunja, 3.000km mit dem Fahrrad in SWE/FIN/NOR unterwegs.

    gefährliche Überholmanöver: eine handvoll. 70% davon: KFZ mit Deutschen Kennzeichen...

    Jeder verdammte Tag in SWE zeigt mir, dass sich beide verkehrsarten sehr wohl vertragen.

    Dann wird vermutlich in Schweden nur ganz lasch das Autofahrer-Geschehen reglementiert und kontrolliert? ;) Vermutlich gibt es dort auch keinerlei generellen Tempolimits oder andere Verkehrsregelungen, die Autofahrer verärgern könnten. ;) Das wird zumindest oft als Grund dafür genannt, dass die deutschen Autofahrer bisweilen so gereizt seien. Und Alkohol am Steuer ist doch in Schweden bestimmt auch "kein Problem". ;) Das beruhigt ja schließlich die Autofahrer-Seele. ;)

    Aber motorisierter Ausflugsverkehr findet oft sehr wohl zeitgleich mit nicht-motorisiertem Ausflugsverkehr statt. ;)

    Davon zeugt unter anderem dieses Verbot für Motorräder an Wochenenden und Feiertagen:

    "Johanniskreuz. Wer im Zeitraum von April bis einschließlich Oktober das Elmsteiner Tal im Kreis Bad Dürkheim durchqueren will, sollte nicht aufs Motorrad steigen. Denn für Biker bleibt die L 499 zwischen Johanniskreuz und Frankeneck gesperrt - zumindest an Wochenenden und Feiertagen. Erstmals sperrte der Kreis 1994 die Straße, nachdem sich dort innerhalb von zehn Jahren 178 teils schwere und tödliche Unfälle mit Motorrädern ereignet hatten - 125 davon an Wochenenden und Feiertagen. Seit die Zweiräder nicht mehr erlaubt sind, sanken die Zahlen deutlich. (dpa)" https://www.morgenweb.de/newsticker_tic…erid,46854.html

    Ich habe dort mal an einem Spätsommer-Werktag bei schönem Wetter "Erholung" gesucht. Das lautstarke Brausen und Knattern der Motorräder dröhnte tief in die Wälder hinein, wo es sich dann ganz und gar nicht erholsam Wandern lässt.

    Bilder von der Straße am Johanniskreuz:

    Hannover Goethestraße zwischen Leibnizufer und Goetheplatz

    Die Infrastruktur an und für sich ist richtig gut gelungen. Das zeigt der Vergleich zu diesem Bild aus der Zeit vor dem Umbau (ich schätze ca. 2000, so um 2005 wurde ein Schutzstreifen aufgebracht). Allerdings ohne Rotmarkierung. Obwohl eigentlich einspurig wurde die breite Goethestraße oft wie eine zweispurige Fahrbahn (je Richtung) vom Autoverkehr benutzt.

    Siehe dieses Bild: https://mapio.net/images-p/70499205.jpg

    So sieht es heute aus, nachdem im Rahmen des barrierefreien Stadtbahnausbaus Radfahrstreifen angelegt wurden:

    Leider ist ein sehr "moderat" agierender Verkehrsaußendienst mit daran Schuld, dass der Radfahrstreifen immer wieder von Falschparkern blockiert wird. Oder von Autofahrern, die da "nur mal eben kurz halten". Es fehlt eindeutig an Halteplätzen für den Lieferverkehr. Dafür müsste ein Teil der Stellplätze am Straßenrand umgewandelt werden von Parkplätze in reine Halteplätze. Aber auch dann müsste der Verkehrsaußendienst deutlich rigoroser gegen missbräuchliche Nutzung vorgehen. Im Foto hält sogar ein Moia-Fahrzeug auf dem Radfahrstreifen. Das zeigt, dass Moia keine Verkehrsprobleme löst, sondern vielmehr neue Verkehrsprobleme schafft.

    Die alte ebenerdige Haltestelle Goetheplatz wurde durch einen mittig gelegenen Hochbahnsteig ersetzt. Rechts und links des Hochbahnsteigs wurden Haltestellen für die Regiobusse angelegt, die zuvor im Goethekreisel hielten.

    Nähert man sich den Haltestelle, dann wird der Radfahrstreifen zu einem Schutzstreifen und die Fahrbahn verengt sich weil die Gleise am Hochbahnsteig sich nach außen aufweiten. Wenn ein Bus hält, dann wird der Autoverkehr hinter dem Bus aufgestaut. Und das ist gut so, denn dann hat der Bus beim Wiederanfahren eine freie Fahrbahn! Theoretisch könnte man als Radfahrer an dem haltenden Bus vorbeifahren. Das habe ich allerdings bislang noch nicht oft beobachtet und ich selber würde es auch nur machen, wenn ich den Eindruck habe, dass viele Fahrgäste einsteigen, so dass mit einem längeren Busstop zu rechnen ist.

    Da ich jetzt grad keinen besser geiegneten Thread finde, packe ich es hierhin:

    Wem gehört die Straße? Den Autrofahrern! Radfahrer werden nötigenfalls auf schmalste und abenteuerlichste Radverkehrsanlagen-Konstrukte verbannt.

    Hier ein Beispiel aus Letter bei Hannover.

    Der konkrete Fall ist jedoch nur der eine Aspekt, warum ich hier schreibe. Der Hinweis auf die Greenpeace-Fahrradwegemängelkarte von foobar hatte mich bewogen, dort Mängel einzutragen, von denen inzwischen auch schon mehrere geprüft und veröffentlicht wurden.

    https://radwege.greenpeace.de/

    Leider hat das greenpeace-Team nicht so recht bedacht, dass manchmal nicht der Radweg mangelhaft ist, sondern dass der Radweg überflüssig ist, oder die Benutzungspflicht der Mangel ist. Ich hab' deshalb mal im folgenden Foto die zur Verfügung stehenden Buttons reinkopiert, die Greenpeace anbietet. Leider fehlt ein Button für Benutzungspflicht aufheben oder Radweg in Fußweg umwandeln, der für Radverkehr freigegeben ist. Und es fehlt auch Tempolimit heruntersetzen, so dass Radverkehr auf der Straße stattfinden kann.

    Habe deswegen bereits an Greenpeace geschrieben. Hier das Beispiel mit Foto auf dem auch ein openstreetview Ausschnitt drauf ist und die button-Auswahl der greenpeace Radweg-Mängelkarte. Ärgerlich an der Stelle in Letter: Selbst für einen Einrichtungs-Hochbordradweg wäre der Bürgersteig zu schmal. Und auf der anderen Straßenseite gibts nur den Bürgersteig, da darf man gar nicht mit dem Rad fahren weder auf dem Bürgersteig noch auf der Fahrbahn, weil ja die Benutzungspflicht auch dann gilt, wenn ein Zwei-Richtungsradweg nur auf einer Seite vorhanden ist. Und ist der auch noch zu klein.

    "Auf der Straße kann man doch nicht fahren!" Grundschüler mit dem Fahrrad? "OhGott Nein!" Diese Fahrradständer sind "lebensgefährlich!" Der Bezirksbürgermeister wird sie versetzen. (Wohin denn? Die sind doch schon auf dem Gehweg.). Und sie waren so teuer. 50 Bügel für 15.000 Euro!!! (macht 150 Euro pro Stellplatz. Was kostet wohl einer der KFZ-Parkplätze nebenan?)

    Also manchmal... :S

    Hallo Julius, leider lese ich erst heute von deinem Hinweis auf einen der bescheuertsten Extra 3 Beiträge an die ich mich erinnern kann. Ich hatte damals ein Foto gemacht, als die Fahrradständer noch standen. Leider hatte nicht zuletzt die Extra3-Sendung dazu beigetragen, den Verantwortlichen das Rückgrat zu brechen.
    Heute stehen diese Fahrradständer leider nicht mehr.

    "Seit 2009 sind mehrere Spiegel für Lastwagen vorgeschrieben, die den Bereich vor dem Fahrzeug sowie rechts und links weitgehend einsehbar machen. Einen sogenannten toten Winkel, also einen nicht sichtbaren Bereich, gibt es nach Spörers Einschätzung deshalb nur noch hinter dem Wagen. Dennoch ist das aktuelle System nicht sicher, betont der Ehrenamtliche des ADFC. „Wenn ein großer Lkw nach rechts abbiegt, muss der Fahrer zunächst nach links ausholen und gleichzeitig sechs Spiegel beachten“, schildert Spörer die Situation." Dieser Absatz ist aus einem HAZ-Artikel von heute, der noch nicht im Inbternet zu lesen ist. Der Titel:

    "Aus der Sicht eines Brummi-Fahrers - Radfahrer testen in Lkw-Fahrschule, was von ihnen beim Abbiegen wirklich zu sehen ist"

    Endlich wird einmal in einem HAZ-Artikel korrekt darauf hingewiesen, dass der tote Winkel tatsächlich tot ist. Aber leider wird in dem Artikel einmal mehr an viel zu vielen Stellen lamentiert, der LKW-Fahrr könne doch gar nicht alle diese Spiegel beachten usw.

    Immerhin wird am Ende des Artikels an die Hersteller und Logistikfirmen apelliert schon vor der elektronischen Abbiege-Assistenten-Pflicht freiwillig entsprechende Systeme einzubauen. Nötig wäre jedoch deutlich mehr Druck auf Scheuer und die EU.

    Und der Aspekt, dass deutlich mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene und auf Güterschiffe verlegt werden muss, der fehlt völlig.