Hannover Goethestraße zwischen Leibnizufer und Goetheplatz
Die Infrastruktur an und für sich ist richtig gut gelungen. Das zeigt der Vergleich zu diesem Bild aus der Zeit vor dem Umbau (ich schätze ca. 2000, so um 2005 wurde ein Schutzstreifen aufgebracht). Allerdings ohne Rotmarkierung. Obwohl eigentlich einspurig wurde die breite Goethestraße oft wie eine zweispurige Fahrbahn (je Richtung) vom Autoverkehr benutzt.
Siehe dieses Bild: https://mapio.net/images-p/70499205.jpg
So sieht es heute aus, nachdem im Rahmen des barrierefreien Stadtbahnausbaus Radfahrstreifen angelegt wurden:

Leider ist ein sehr "moderat" agierender Verkehrsaußendienst mit daran Schuld, dass der Radfahrstreifen immer wieder von Falschparkern blockiert wird. Oder von Autofahrern, die da "nur mal eben kurz halten". Es fehlt eindeutig an Halteplätzen für den Lieferverkehr. Dafür müsste ein Teil der Stellplätze am Straßenrand umgewandelt werden von Parkplätze in reine Halteplätze. Aber auch dann müsste der Verkehrsaußendienst deutlich rigoroser gegen missbräuchliche Nutzung vorgehen. Im Foto hält sogar ein Moia-Fahrzeug auf dem Radfahrstreifen. Das zeigt, dass Moia keine Verkehrsprobleme löst, sondern vielmehr neue Verkehrsprobleme schafft.
Die alte ebenerdige Haltestelle Goetheplatz wurde durch einen mittig gelegenen Hochbahnsteig ersetzt. Rechts und links des Hochbahnsteigs wurden Haltestellen für die Regiobusse angelegt, die zuvor im Goethekreisel hielten.

Nähert man sich den Haltestelle, dann wird der Radfahrstreifen zu einem Schutzstreifen und die Fahrbahn verengt sich weil die Gleise am Hochbahnsteig sich nach außen aufweiten. Wenn ein Bus hält, dann wird der Autoverkehr hinter dem Bus aufgestaut. Und das ist gut so, denn dann hat der Bus beim Wiederanfahren eine freie Fahrbahn! Theoretisch könnte man als Radfahrer an dem haltenden Bus vorbeifahren. Das habe ich allerdings bislang noch nicht oft beobachtet und ich selber würde es auch nur machen, wenn ich den Eindruck habe, dass viele Fahrgäste einsteigen, so dass mit einem längeren Busstop zu rechnen ist.
