Beiträge von Ullie

    Nein, es befand genauer gesagt, sie sei zu eng für ZWEI dort LEGAL nebeneinander Radelnde, denen man dieses explizit STETS eingeräumte Recht dort (aus Blickwinkel der Autler leider) auch nicht bei Begegnungsverkehr wegdiskutieren darf, und Autos im Begegnungsverkehr.

    Dann bestünde allerdings tatsächlich die Option, dass in ganz vielen Fahrradstraßen jetzt das Parken verboten wird.

    Oder es werden ganz viele Fahrradstraßen einfach aufgehoben, weil es schwer ist dafür Mehrheiten zu organisieren, Parkplätze zurückzubauen. "Wenn du erst mal irgendwo es zugelassen hast, dass an einer bestimmten Stelle geparkt werden darf, dann kriegst du diesen Parkplatz nicht wieder weg. Da kommt dann der Fußballverein um die Ecke und behauptet, da habe schon immer der Trainer geparkt. Oder es kommt die Kirchengemeinde an und behauptet, da habe schon immer der Organist sein Auto abgestellt."

    In den 1970er Jahren musste für die Heranwachsenden das eigene Fahrzeug entweder schnell sein, sprich Rennrad. Oder es musste cool sein, sprich Bonanza-Fahrrad. Ab 15 kam dann das Mofa ins Spiel.

    Mit dem Elektro-Tretroller, den schon 14jährige fahren dürfen (ohne Mofaführerschein), ist das Einstiegsalter in das legalisierte Tempo-Suchtverhalten nochmal um ein Jahr gesunken.

    Der Paragraph 1 wird regelmäßig so ausgelegt:

    Wer die Regeln ab § 2 kennt, hat denen Vorrang einzuräumen, denen diese egal sind.

    In Bargteheide sind.Schutzstreifen geplant.

    "Ich folge üblicherweise der „Regel“, zum ruhenden Verkehr mindestens den Abstand einer breiten Autotür zu halten. Damit kann ich allenfalls noch auf der Begrenzung des Schutzstreifens fahren. Damit erzürne ich natürlich zahlreiche Autofahrer, die mich gerne aus dem Weg haben würden."

    Zitat aus:

    https://www.rund-ums-rad.info/verkehrsrecht-…schutzstreifen/

    Viele Autofahrer meinen, die StVO schreibe Radfahrern vor, stets am äußersten rechten Fahrbahnrand zu fahren. Befindet sich am Fahrbahnrand ein Schutzstreifen, dann verstärkt das beim Autofahrer zusätzlich diese Annahme.

    So genannte Schutzstreifen werden nach meiner Beobachtung häufig dort geschaffen, wo es eigentlich besser wäre den Autoverkehr deutlich zu reduzieren und/oder ein Tempolimit von 30 km/h oder auch je nach Situation 20 km/h einzuführen.

    Wer Paragraph 1 der StVO beherzigt, der wird als Autofahrer nicht mit Hupen und Schimpfen einen Radfahrer bedrängen, der am äußersten linken Rand eines Schutzstreifens fährt. Und er wird diesen Radfahrer erst überholen, wenn der Gegenverkehr das wirklich zulässt.

    Fahrräder werden manipuliert, S-Pedelecs werden manipuliert, PKW werden manipuliert, LKW werden manipuliert, Mofos frisiert, Mopeds manipuliert und selbst dauerläufer und spinter gedop'd

    Ich finde das argument "man kann aber manipulieren und gegen die StV(Z)O verstoßen" reichlich akademisch. jedes Verkehrsmittel kann und wird manipuliert. Deswegen das Konzept von [Verkehrsmittel] infrage zu stellen... nunja.

    Du musst zugeben, die Manipulations-Möglichkeiten an einem reinen Fahrrad sind begrenzt im Vergleich zu dem, was an Fahrzeugen mit Motor möglich ist und gemacht wird.

    Elektro-Tretroller, in dem DLF-Beitrag E-Scooter genannt, tragen angeblich dazu bei, "dass rückschrittlichste, menschenfeindlichste, umweltschädlichste und platzfressendste Fortbewegungsmittel der Menschheit in Frage zu stellen: das Auto. Vielleicht ist die Aufregung über die Roller auch deswegen so groß, weil es dem Autoverkehr weiter an den Kragen geht, obwohl der am meisten Platz frisst und uns alle am meisten gefährdet." So heißt es in dem DLF-Beitrag. https://www.deutschlandfunkkultur.de/elektro-tretro…ticle_id=454366

    Diese heftig vorgetragene Kritik am MIV dient den Machern der Sendung lediglich dazu, den Elektrotretroller als das hippe Fortbewegungsmittel anzupreisen, mit dem sich die Verkehrswende quasi von selbst verwirklichen lässt, ohne von außen steuernd eingreifen zu müssen. Es ist ein weiteres falsches Heilsversprechen der Autolobby. Der Vorgang erinnert mich an das Riesen-Brimborium, das stets. veranstaltet wird, wenn es mal wieder darum geht, die schädlichen Auswirkungen des Autoverkehrs geschickt zu kaschieren. Dann werden "coole" angebliche Ersatzverkehrsmittel angepriesen, die jedoch bei weitem nicht das halten was versprochen wird.

    "Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr ist das oberste Gebot für mehr Verkehrssicherheit."

    Das halte ich für falsch. Das sicherste wäre, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die Vorgaben der StVO halten, welche nach dem allerersten Paragraphen noch so kommen.

    Kritiker weisen darauf hin, dass es sich bei der Straßenverkehrsordnung eigentlich um eine Straßenverkehrsunrechtsordnung handele, die vor allem dazu dient, den Autoverkehr zu privilegieren und auszubreiten.

    Schutzstreifen stehen in der Kritik, weil sie zu einem zu dichten Überholen verleiten. Das StVO-Gebot, mit ausreichend Abstand zu überholen, wird in den Köpfen vieler Autofahrer zu einem Überholen an der Schutzstreifenmarkierungsgrenze und dann wirds für den Radverkehr oft zu eng.

    "Die StVO wird,s schon richten", ist zu kurz gedacht.

    Wenn das Gericht befindet, die Kleefelder Straße sei zu eng für den Begegnungsverkehr von Fahrrädern und Autos, dann ist die Straße doch bei weitem zu eng für den Begegnungsverkehr von Autos.

    Wenn nun im Falle einer Rücknahme der Fahrradstraßenregelung ein anderer Anwohner dagegen klagt, dass in der Straße Zweirichtungsverkehr zugelassen ist, muss sie dann Einbahnstraße werden?

    Und würde in diesem Fall die herbeigeklagte Einbahnstraße für Radler in die Gegenrichtung frei gegeben werden können? Vermutlich nicht, denn für den Begegnungsverkehr ist sie ja zu eng.

    Wenn man das dann noch auf andere Straßen übertragen würde, dann hätten wir bald nur noch Einbahnstraßen ohne Freigabe für den Radverkehr in die Gegenrichtung.

    Oder es müsste in den Straßen überall das Parken verboten werden!

    Man traut ja oft Menschen, die mit einem Krankenfahrstuhl unterwegs sind, so was nicht zu: Aber auch Krankenfahrstühle werden schon mal manipuliert.

    In dem DLF-Beitrag fällt auf, dass der Elektrotretroller als Fahrzeug bezeichnet wird, das nicht schneller als 20km/h fahren könne. Angeblich ist das der Garant dafür, dass es ein sicheres Fahrzeug sei.

    Das gilt jedoch nur, wenn ausreichend technische Kontrollen stattfinden, um Manipulationen aufzudecken. https://m.haz.de/Nachrichten/Po…Verstoessen-auf

    Dem HAZ-Artikel zufolge fordert unser Verkehrsminister mit Benzin im Blut die Kommunen dazu auf, die E-Tretroller zu kontrollieren. Die Kommunen verweisen jedoch darauf, das sei Polizeiaufgabe, also Ländersache.

    Ah ja. Man hätte natürlich auch die Beschilderung "Kraftfahrzeugverkehr frei" verbieten können ...

    Vermutlich hätte das kein mögliches Gerichtsurteil sein können. Denn der Kläger foderte ja etwas anderes. Die Ausweisung als Fahrradstraße sollte zurückgenommen werden, weil nach Auffassung des Klägers die Kleefelder Straße zu schmal sei, um sie als Fahrradstraße auszuweisen.

    Wenn man bedenkt, dass immer wieder Gehwege an vielen Stellen viel zu schmal sind, dann müssten zuhauf Gehwege geschlossen werden.

    Wie sieht das eigentlich aus mit Pedelecs? Wenn flächendeckend Pedelecs zum Verleih stünden, mit denen ich mit minimalem Kraftaufwand umherrasen könnte - wäre das dann auch ein Suchtverhalten, dass die Teile ansprächen und die deshalb wie Autos zu verbieten seien?

    Genau das habe ich hier auf meiner Urlaubsinsel mit dem Tourismus und Verkehrsfragen beschäftigte Insulaner gefragt. Sie sehen die von dir geschilderte Gefahr, sind aber auch sehr daran interessiert besonders älteren Feriengästen was bieten zu können. (Die sind zahlungskräftig.) Und bei dem Wind auf so einer Insel bist du mit eingebautem "Rückenwind" gut dran, wenn du nicht mehr ganz so gut konditioniert bist.

    Auf einem Bauernhof in den Dünen, ein beliebtes Fahrrad-Ausflugsziel, gibt es eine Pedelec-Ladestation!

    Der entscheidende Unterschied zum Elektro-"TRET"roller: Beim Pedelec musst du in die Pedale treten. Beim Elektro-Tretroller nur eine Wipptaste mit dem Daumen betätigen.

    Der von mir beschriebene "Tempovirus" (bzw. die Suchtgefahr) hat beim Elektro-"TRET"roller ein deutlich leichteres Spiel.

    Auf meiner Urlaubsinsel sind Pedelecs erlaubt und werden laut Auskunft eines Radverleihers immer häufiger geliehen.

    E-Tretroller sind auf der Insel verboten.

    Auch auf die Gefahr hin, hier als "Mega-Spaßbremse" wahrgenommen zu werden: Dieser DLF-Beitrag unterscheidet sich in nichts von "Feinstaub-Andys" Pseudo-Verkehrswende-Ideen.

    Der Elektro-Tretroller wird als sicherstes Verkehrsmittel forever gelobhudelt, weil er max. Tempo 20 fährt.

    Auf meiner Urlaubsinsel gilt max. Tempo 10 innerorts, Tempo 20 außerhalb. Es ereignen sich erfreulich wenig Unfälle. Elektro-Tretroller sind hier übrigens verboten! (Auf der Insel sind rund hundert E-KFZ in Betrieb + zahlreiche Pedelecs und ganz viele Fahrräder!)

    Auch mit einem KFZ kann man max. Tempo 20 fahren. Die etwas neueren Modelle verfügen in der Regel über entsprechende Tempobegrenzer.

    Aber solche Überlegungen sind den Autoren des DLF-Beitrages fremd. Motorisierte Fahrzeuge sollen schließlich vor allem eines: Spaß machen. Und das bedeutet mit minimalem Kraftaufwand davonrasen. Diesem Suchtverhalten entspricht der Elektro-Tretroller mit seiner Beschleunigungstaste optimal.

    Dass die im Beitrag erwähnten Verkehrswende-Effekte eintreten, dafür gibt es so wenig Belege, wie von den Autoren genannt: KEINE!

    Um positive Effekte im Sinne einer nachhaltigen Verkehrswende zu erzielen, müsste gegen den Autoverkehr restriktiv vorgegangen werden.

    Was die Autoren jedoch von restriktiven Maßnahnen halten, haben sie in Bezug auf den E-Tretroller hinreichend deutlich gemacht: Gar nichts!

    Deshalb halte auch ich von dem Beitrag gar nichts!

    Ich denke, das geht prinzipiell. Der dahinterstehende Gedanke ist, daß Lieferverkehr nur eine begrenzte Zahl an Fahrzeugen ist. Und beim Fahrradverkehr befürchtet man Heerscharen.

    Es wären wohl tatsächlich "Heerscharen". In den Wintermonaten dürfen auch tagsüber Radfahrer in die Fußgängerzone.

    Am linken Schilderturm fehlt das Schild "Fahrräder von 20:00 bis 10:00 frei". Vielleicht hatte die Kommune nicht ausreichend Schilder bereit?

    Nach meiner Beobachtung sind die Pferdegespanne an meinem Urlaubsort voll beladen mit Touristen, die vom Inselbahnhof abgeholt werden, also mehr so eine Art Omnibus. Und für ÖPNV dürfen Fußgängerzonen geöffnet werden.

    Und der Lieferverkehr ist hier wird zum Teil mit LKW-Anhängern an kleinen Elektro-Zugfahrzeugen abgewickelt. Es gilt innerorts max. Tempo 10 km/h.

    Ob auch Lieferverkehr erlaubt ist oder nicht, der nur durch die Fußgängerzone durchfahren will? Ich denke nicht, da könnte ja jeder kommen.

    Warum ein einseitiger Schutzstreifen in der Schallershofer Straße Richtung Norden? Es gibt Straßen mit einer Steigung, da ist der Schutzstreifen bergan markiert und soll den Radfahrenden, etwas Freiraum gegenüber dem schneller fahrenden Autoverkehr verschaffen.

    Ah ja. Man hätte natürlich auch die Beschilderung "Kraftfahrzeugverkehr frei" verbieten können ...

    Besser wäre es, lediglich die Einfahrt in die Grundstücken frei zu geben. Ob damit bereits die Zufahrtsmöglichkeit für Müllfahrzeuge gegeben ist, weiß ich nicht. Das muss natürlich auch geregelt sein.

    Mein Eindruck ist, das Gerichtsurteil zur Fahrradstraße in der Kleefelder Straße wird derzeit in zwei Richtungen interpretiert:

    Die einen ("Autofahrersichtweise") sehen sich darin bestätigt, dass Fahrradstraßen eine unzumutbare Gängelung für den Autoverkehr bedeuten.

    Die anderen ("Radfahrersichtweise") sehen in dem Urteil eine Bestätigung dafür, dass eine Kommune Parkflächen aufheben darf, um die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern.

    Jetzt liegt der Ball im Spielfeld der Kommune.

    Und im Herbst sind in Hannover Oberbürgermeisterwahlen. Jeder erwartet jetzt angespannt, auf wessen Seite sich die Kandidaten schlagen werden!

    Und die Diskussion wird noch zusätzlich verschärft, weil ein lange schon geplanter Radschnellweg durch diese Straße geführt werden soll.