In der tagesschau vom 24.1.2019 wird zu dem Streit über die Gefährlichkeit von NO2 festgestellt: "Der neue Streit um die NO2-Grenzwerte ist eine Auseinandersetzung zwischen zwei unterschiedlichen Ansätzen: Die einen errechnen anhand riesiger Datenmengen für Bevölkerungsgruppen Wahrscheinlichkeiten, Krankheits- und Sterberisiken, die anderen sagen, der behauptete schädliche Effekt eines einzelnen Schadstoffs lasse sich weder experimentell noch anderweitig wissenschaftlich exakt nachweisen.
Allerdings haben die Kritiker auch kein alternatives Erklärungsmodell für die Abweichungen zwischen Räumen mit hoher und niedriger Luftschadstoff-Belastung, das objektiv nachvollziehbar wäre."
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/i…dioxid-121.html
Der aktuell nachweisbare Rückgang der NO2-Werte ist gekoppelt am Rückgang auch anderer Abgaswerte und es liegt auf der Hand, dass das mit dem zurückgegangenen Autoverkehr zu tun hat.
Das kann Vertretern der Autoindustrie nicht schmecken. Ebenso wenig wie Parteien, die versuchen den massenhaften Autoverkehr zu verharmlosen. Währenddessen entdecken immer mehr Menschen, dass weniger Autoverkehr nicht gleichbedeutend ist mit weniger Lebensqualität, sondern im Gegenteil sich die Lebensqualität in bestimmten Bereichen deutlich verbessert.
In der italienischen Lombardei ab dem 8. März, also nach dem Lockdown, gingen die NO2-Werte um etwa 45 Prozent zurück. Hierbei handelt es sich bereits um den wetterbereinigten Wert. In Buenos Aires und Sao Paolo betrug der Rückgang sogar 50 bis 60 Prozent, in Santiago de Chile 20 bis 30 Prozent.
aus: Untersuchung des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), Bessere Luft durch den Corona-Effekt vom 11.5.2020 https://www.energiezukunft.eu/umweltschutz/b…-corona-effekt/
Das Nachrichtenportal science des Östereichischen Rundfunks berichtet zum Corona-bedingten Rückgang der CO2-Emissionen: „Aufgrund der Coronavirus-Krise sehen wir gerade einen Rückgang in den Emissionen: In der Industrie waren es etwa 20 Prozent, im Verkehr etwa 50 Prozent.“ Für den Kampf gegen die Klimaerwärmung reicht das nicht. Vielmehr müssen rund 95 Prozent aller Treibhausgase reduziert werden, will man die Erwärmung bei 1,5 Grad Celsius stoppen und damit verheerende Folgen für die Menschheit vermeiden. Diesem Ziel hat sich auch die Regierung verschrieben, sie will Österreich bis 2040 klimaneutral machen.
https://science.orf.at/stories/3200733/
Weniger Auto fahren hilft viel! Leider sind viele Zeitgenossen so phantasielos, dass sie umgehend damit rechnen, dass ihnen der Fahrzeugschlüssel abgenommen wird. Darum geht es aber nicht. Vielmehr geht es darum, Leitplanken zu errichten, die einen Einstieg in eine autofreie Gesellschaft ermöglichen.