Zitat aus der Studie:
"Unsere Ergebnisse, basierend auf der bisher größten länderübergreifenden Vergleichsstudie, legen zwei wichtige Maßnahmen nahe, die Kommunen ergreifen können, um das Zufußgehen und Radfahren zu fördern. Erstens können sie die Bebauungsdichte erhöhen, beispielsweise durch die Lockerung von Höhenbeschränkungen, Parkplatzvorschriften und anderen Flächennutzungsbestimmungen.
(...)
Zweitens können Städte Straßen so umgestalten, dass aktives Reisen sicherer und komfortabler wird."
Es ist schon schade, dass der ADFC nicht sehr viel stärker auf die erste Maßnahme dringt. Aber es ist auch verständlich. Ich erinnere nur mal an die unsägliche Hetzkampagne gegen den rot-grünen Bebauungsplanbeschluss für ein Bebauungsgebiet in Hamburg-Nord, der beinhaltete, dass dort keine freistehenden Einfamilienhäuser gebaut werden sollten. Das war 2019. Die SPD fiel um und änderte im Mai 2025 den Bebauungsplan so, dass auch frei stehende Einfamilienhäuser wieder zugelassen wurden.
"Bezirk Hamburg-Nord
Koalition will wieder mehr umstrittene Einfamilienhäuser ermöglichen
Hamburg. Grünes Teil-Verbot hatte Schlagzeilen gemacht. Jetzt setzt neue Deutschlandkoalition auf einen „Politikwechsel“. Wo Häuser entstehen könnten."
Wer im ADFC mitarbeitet und diese Thematik zu Sprache bringt, hat es nicht leicht, sich Gehör zu verschaffen. Auch im ADFC gibt es viele Menschen, die es für erstrebenswert halten, in einem alleinstehenden Einfamilienhaus zu wohnen. Da streitet man sich lieber über die Gestaltung von Fahrradwegen, anstatt die Energien zu bündeln und in einer sehr viel grundsätzlicheren Frage sehr viel stärker aktiv zu werden.