"Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar"
Ranga Yogeshwar in einem Interview auf t-online vom 02.07.2022
Dem kann ich zustimmen.
Anlass für das Interview ist ein offener Brief, der in der Zeit veröffentlicht wurde:
Unterstützung erfährt der Brief unter anderem von pax christi:
https://www.paxchristi.de/meldungen/view…llstand%20jetzt!
Der Brief beginnt mit dem Satz:
"Europa steht vor der Aufgabe, den Frieden auf dem Kontinent wiederherzustellen und ihn langfristig zu sichern. Dazu bedarf es der Entwicklung einer Strategie zur möglichst raschen Beendigung des Krieges."
Und das finde ich richtig, denn in vielen Beiträgen und Kommentaren zum Krieg Russlands gegen die Ukraine wird immer wieder die Bevölkerung darauf eingeschworen, dass die Ukraine bei einem jahrelangen Krieg gegen die Ukraine unterstützt werden müsse. Bei der Formulierung von Kriegszielen, für die der Ukraine diese Unterstützung ermöglicht werden müsse, hat man inzwischen den Eindruck, dass eine deutliche militärische Überlegenheit der Ukraine gegenüber Russland das Ziel sein soll.
In dem Brief heißt es:
"Die westlichen Länder, die die Ukraine militärisch unterstützen, müssen sich deshalb fragen, welches Ziel sie genau verfolgen und ob (und wie lange) Waffenlieferungen weiterhin der richtige Weg sind. Die Fortführung des Krieges mit dem Ziel eines vollständigen Sieges der Ukraine über Russland bedeutet Tausende weitere Kriegsopfer, die für ein Ziel sterben, das nicht realistisch zu sein scheint."
Quelle: Zeit, siehe oben
Im Hinblick auf die drängende Aufgabe, die Bewältigung der Klimakrise, formuliert Ranga Yogeshwar im oben verlinkten t-online-Interview:
"Wäre die Welt ein großes Haus, erleben wir beim Ukraine-Krieg so etwas wie den Streit in einer bestimmten Etage, wer denn nun in welches Zimmer darf. Auf der anderen Seite ist es so, dass der Dachstuhl brennt."