Beiträge von Ullie

    In Städten müssten die Autos einfach großzügig ausgesperrt werden.

    Sehe ich auch so, allerdings kommt es bei Gesprächen zu dem Thema immer wieder auf den Punkt:
    Aber wie soll denn die Landbevölkerung dann in die Stadt kommen? Oder die Stadtbevölkerung zu Zielen im ländlichen Raum?

    Und da kommt dann neben dem Fahrrad als Verkehrsmittel unabdingbar der ÖPNV ins Spiel.

    Freilich gibt es die Möglichkeit, auf Park und Ride Anlagen am Rand der Stadt zu verweisen. Zum Teil gibt es die ja auch bereits. Aber wirklich nachhaltig ist das nicht. Im Gegenteil, die Autofahrerei auf dem Land wird damit noch verstärkt.

    Eine gute Verkehrsanbindung mit dem ÖPNV ist auch im ländlichen Raum möglich. Leider widerspricht dieser Feststellung die gegenwärtig vielerorts miserable Situation des ÖPNV im ländlichen Raum, die den Bewohnern in den betroffenen Ortschaften nur allzu gut bekannt ist.

    Ein kleines Beispiel, das in die richtige Richtung geht, ist der Vaude-Standort in Tettnang am Bodensee mit 500 Mitarbeiter*innen: "In Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand haben wir erreicht, dass unsere Buslinie zum nächsten Bahnhof im Stundentakt fährt", erklärt sie*. Die Linie wurde überhaupt erst auf Betreiben von Vaude eingerichtet. Vorher gab es nur den Schulbus."

    *Hilke Patzwall, Vaude-Mitarbeiterin verantwortlich fürs Nachhaltigkeitsmanagement am Firmenstandort Tettnang im Bodenseekreis.

    Mobiltätsmanagement Vaude: Nachhaltigkeit sticht
    Outdoor-Ausrüster Vaude setzt bei der Mitarbeiter-Mobilität auf Nachhaltigkeit. Nachdem das Unternehmen ein Mobilitätskonzept entwickelt hat, nimmt es nun den…
    www.firmenauto.de

    Das ist der Link zum Abfahrtsplan der "Bähnle-Linie":

    https://www.bodo.de/fileadmin/redakteur/pdf/linien/ueberlandverkehr/0229.pdf

    Immerhin tagsüber Fahrten im Stundentakt, samstags halbtags. Aber: sonntags gar keine Fahrten. Auch in den Abendstunden nicht. Für die Vaude-Mitarbeiter vermutlich nicht so wichtig, die arbeiten da ja tagsüber. Aber wer da wohnt, hat's schwer, abends mit dem ÖPNV wegzukommen.

    Und ganz grundsätzlich kann man auch fragen: Warum ist die Vaude-Zentrale mit 500 Mitarbeiter*innen nicht zentraler gelegen?

    So ganz anders sehe ich das auch nicht als Thomas. Der ADFC ist nicht FFF und BUND, und natürlich versucht er da seine eigene Agenda zu stützen.

    Ich will das mal so beschreiben:

    Sowohl der ADFC, als auch der BUND oder FFF sind Winzlinge im Vergleich zu den Interessens- und Einflussgruppen, die an einer Verkehrspolitik und Wirtschaftspolitik festhalten wollen, die zunehmend unsere Lebensgrundlagen zerstören.

    Vor allem aber sehe ich wenig Chancen für den ADFC, bei vielen Menschen Gehör zu finden, wenn er die Postion vertreten würde, es sei richtig, alle Radwege aufzuheben, weil nur so das Fahrradfahren sicherer gemacht werden könne.

    Dann ist es schon besser, die Position mehr Radwege für den Radverkehr zu vertreten und sich dann bei der konkreten Umsetzung für eine gute Radverkehrsinfrastruktur einzusetzen, die nicht immer unbedingt ein Radweg sein muss.

    Und es ist natürlich wichtig, dass ADFC, BUND und FFF (und andere) sich abstimmen, auch wenn das nicht bei allen zu einer hundertprozentig identischen Agenda führt.

    Dass der ADFC wie selbstverständlich ungefragt sein eigenes Radwege-Süppchen auf der Flamme der FFF-Bewegung kocht, zeigt auch sehr eindrucksvoll, was am Ende von allen komplexen Forderungen bei Wählern und Politikern angekommen sein wird: "mehr Radwege", eben.

    Du konstruierst da eine Gegenüberstellung, die ich so nicht sehe. Auf der einen Seite die FFF-Bewegung, die Radwege ablehnt und den Fahrradverkehr auf der Fahrbahn fordert.

    Auf der anderen Seite der ADFC, der grundsätzlich immer und überall separate Fahrradwege fordert und seine Erfolgsbilanz angeblich alleine und völlig unkritisch daran festmacht, wie viele km zusätzliche Fahrradwege geschaffen wurden.

    Richtig ist, dass es sich um komplexe Forderungen handelt, die im Raum stehen zur Förderung einer guten Verkehrsinfrastruktur, die den Radverkehr begünstigen und nicht immer weiter an den Rand drängen.

    Die Forderung nach T30/70 ohne Radwege ist plumpe Erpressung: "entweder, ihr akzeptiert die Spaßbremse, oder wir kriegen unseren Radweg. Sucht's euch aus". Sicherheitstechnisch ist die Forderung aber Unsinn, denn erstens wird der Verkehr von KFZ untereinander durch einen Radweg keinen Deut sicherer, und zweitens führt die Führung der Radfahrer im Seitenraum ohne parallele Temporeduktion auf der Fahrbahn unweigerlich dazu, dass die ohenhin schon gefährlichen Knotenpunkte für sie noch gefährlicher gemacht werden.

    Die Forderung nach Tempo 30/70 ohne Radwege kann man als "plumpen Erpressungsversuch" beschreiben oder als geschickte Verhandlungsbasis. Problematisch ist die Umsetzung.

    Es gibt in Niedersachsen zahlreiche Landstraßen (Straßen des Bundes, der Länder, der Kreise und der einzelnen Gemeinden eines Kreises) mit zahlreichen gefährlichen Engstellen, die mit gar keinem Tempolimit beschildert sind. Die Verkehrsbehörden gehen davon aus, solange nichts passiert, müssen wir da nicht tätig werden. Schließlich ist jeder Autofahrende dazu angehalten, sein Fahrzeug so zu fahren, dass damit keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

    Grundsätzlich aber gilt: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen ist Tempo 100. Und nicht wenige Autofahrer sehen das eher als ein Mindest-Tempo denn als Höchstgeschwindigkeit.

    Worauf bezieht sich die Forderung nach Tempo 70 auf Landstraßen, die der ADFC von den Parteien fordert, die zur Landtagswahl am 9. Oktober 2022 antreten? Soll Tempo 70 zukünftig grundsätzlich als Höchstgeschwindigkeit für Landstraßen gelten?

    Ich selbst würde da noch weitere 10 km/h Temporeduktion fordern, sodass zukünftig auf allen Landstraßen (dazu zählen auch die Bundesstraßen) maximal Tempo 60 km/h gilt. Tempo 60 deshalb, weil dann der Omnibusverkehr mit Linienbussen nicht länger benachteiligt würde gegenüber dem Autoverkehr. Denn Linienbusse dürfen maximal Tempo 60 km/h auf Landstraßen fahren, wenn Passagiere an Bord sind, die einen Stehplatz einnehmen. "Auf der Landstraße darf ein Linienbus nicht schneller als 60 km/h fahren, wenn nicht für jeden Fahrgast ein Sitzplatz verfügbar ist." https://www.bussgeldkatalog.de/hoechstgeschwindigkeit-bus/

    Es bleibt offen, wie der ADFC seine Forderung nach Tempo 70 auf Landstraßen umgesetzt sehen will. Das mit dem Tempo 100 auf Landstraßen ist ein Bundesgesetz, sodass das Land darüber nicht selbstständig entscheiden kann.

    Auch die Anordnung von Tempolimits auf Bundesstraßen ist vermutlich nur möglich, wenn für die zuständigen Verkehrsbehörden dafür die Zustimmung durch bundesrechtliche Vorgaben vorhanden sind.

    Und selbst wenn das Land oder ein Kreis auf einer Landstraße für die das Land oder ein Kreis zuständig ist, eine Tempobegrenzung von 70 km/h anordnen würde, mit der Begründung, es sei ja kein Radweg vorhanden, dann halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass betroffene Autofahrer mit Unterstützung ihrer Lobby-Vereine das weg klagen würden.

    Weitgehend Entsprechendes gilt für Tempo 30 innerorts.


    Auf keinen Fall jedoch gilt: "Die Forderung nach T30/70 ohne Radwege ist plumpe Erpressung", wie du befürchtest. Denn dazu fehlt dem ADFC komplett das Potenzial, um irgendwas zu erpressen.

    Während die Interessen der Autofahrer durch die Autoindustrie, den entsprechenden Gewerkschaften, den Lobbyverbänden und durch die meisten Parteien (leider zunehmend auch durch die Grünen) geschützt sind. Und obendrauf kommt noch die Bau-Industrie und die Gewerkschaften im Baugewerbe. Die könnten ja vielleicht auch interessiert daran sein, Fahrradwege zu bauen. Doch der Umbau von Landstraßen, mit dem Ziel Tempo 100 zu ermöglichen, bringt weitaus mehr ein, als wenn auf Landstraßen Tempo 70 angeordnet werden könnte, um den Radverkehr zu schützen.

    Bei der Kommunalwahl und der Bundestagswahl 2021 wurden viele Radfahrende in Hannover mit diesem Sattel-Überzieher der Partei "Die Linke" auf die Wahl und die angestrebte Verkehrswende aufmerksam gemacht.

    Das sind die 8 Forderungen des ADFC-Niedersachsen an die Parteien, die sich am 9. Oktober 2022 in Niedersachsen zur Wahl stellen:

    1. Flächendeckendes Radverkehrsnetz in Stadt und Land

    Ein sicheres und lückenloses Radverkehrsnetz in Stadt und Land

    Abstimmung mit den Landkreisen und Kommunen

    Radverkehrskoordinator*innen in den Landkreisen

    2. Referat Radverkehr für Niedersachsen

    Referat für den Radnetzausbau und Radwegebau auf Landesebene

    3. Radwege an Landesstraßen

    aktuelle Breitenbedarfe berücksichtigen

    4. Grundlegende Reform des StVG

    „Vision Zero“ muss das Ziel sein, ein Verkehrssystem ohne Tote und Schwerverletzte

    Mehr Handlungsspielräume für Kommunen für nachhaltige Mobilitätskonzepte

    5. Verbesserte Fahrradmitnahme im ÖPNV

    komfortablere Fahrradmitnahme sowie eine verlässliche und engere Taktung des ÖPNV

    6. Pro Person und Jahr 10 Euro für den Radverkehr

    Pro Einwohner*in in Niedersachsen sollen jährlich mindestens 10 Euro für den Radverkehr bereitgestellt werden.

    7. Tempo 30 innerorts – Tempo 70 außerorts ohne separaten Radweg

    Das zukünftige Verkehrsministerium muss sich auf Bundesebene stärker für ein Tempolimit einsetzen.

    Die Kommunen brauchen für entsprechende Verkehrsversuche die Rückendeckung durch das Land.

    8. Mehr Tempo beim Radnetzausbau

    Um den Radnetzausbau zu gewährleisten, müssen in den Geschäftsbereichen der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr feste Planstellen für den Radverkehr geschafften werden.

    Quelle: Hanno-Rad 2.2022 von Juli 2022:

    https://www.hannorad.de/wp-content/uploads/2022/07/HannoRad2022-2.pdf

    "Mit Tempo 160 über die Hochstraße"

    Unter diesem Titel berichtet die HAZ-Printausgabe vom 30.7.2022 über eine unverantwortliche Raserfahrt durch Hannovers Innenstadt.

    Raschplatzhochstraße während einer Fahrraddemo

    Hier der entsprechende NP-Bericht (leider größtenteils hinter Paywall):

    Hannover: 30-Jähriger rast mit 160 km/h über die Raschplatzhochstraße
    Eine Polizeistreife hat am Donnerstagabend einen 30-Jährigen in seinem schwarzen Mercedes gestoppt. Der Mann raste mit knapp 160 km/h über die Hochstraße am…
    www.neuepresse.de

    Der HAZ zur Folge hat die Polizei am Donnerstagabend gegen 23 Uhr einen 30-jährigen Raser in der Nikolaistraße gestoppt. Zuvor hatten sich die Beamten und der Mercedesfahrer eine Verfolgungsjagd über die Raschplatzhochstraße geliefert – mit mehr als 160 Kilometern pro Stunde.

    Die Polizei konnte den Raser letztlich fassen: "Neben dem Führerschein wurde auch das Auto des Rasers als Beweismittel beschlagnahmt. Die Polizei will nun die Geschwindigkeitsdaten des Fahrzeuges auswerten."

    Dieser letzte Satz ist interessant, denn darüber wird meines Erachtens noch viel zu selten berichtet, dass es diese Möglichkeit gibt. Aber warum nur die Geschwindigkeitsdaten im Nachhinein auswerten? Noch seltener wird darüber berichtet, dass ein Intelligenter Geschwindigkeitsassistent so einsetzbar ist, dass ein Fahrzeug gar nicht erst so stark beschleunigt werden kann, dass die vorgegebenen Tempolimits übertreten werden. Eine Fahrt mit Tempo 160 über die Raschplatz-Hochstraße auf der Tempo 50 max. erlaubt ist, wäre dann von vornherein ausgeschlossen. Leider ist der in neuen Fahrzeugmodellen seit diesem Jahr vorgeschriebene Geschwindigkeitsassistent diesbezüglich unverbindlich.

    Nachtrag:
    "Die Polizei ermittelt nun wegen des verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Solch eine Ermittlung wird eingeleitet, auch wenn ein einzelnes Fahrzeug grob verkehrswidrig und rücksichtslos fährt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Der Fahrzeugführer wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen fußläufig entlassen." Polizeimeldung vom 29.7.2022 im Presseportal:

    POL-H: Hannover-Mitte: Polizei beschlagnahmt von Raser Pkw und Führerschein
    Hannover (ots) - Am Donnerstag, 28.07.2022, ist ein 30-Jähriger mit seinem Mercedes mit stark überhöhter Geschwindigkeit die Raschplatzhochstraße entlang…
    www.presseportal.de

    Nein, da würde ich auch nicht gerne langfahren wollen. 8| Schon gar nicht mit dem Fahrrad!

    Und Parken ist da auch keine gute Idee! :/

    Natürlich ist die Schlange nicht echt. 8)

    Fotografiert in Ludwigsburg bei Stuttgart in der Nähe vom Eingang zum Schlosspark.

    :/

    In Hannover gibt's aber schon auch mal mehr als 4cm Schnee, oder?

    :thumbdown:

    Mein Eindruck ist:
    Das niedersächsische Verkehrsministerium will mit aller Gewalt verhindern, dass eine Kommune oder sonst irgendwer auch nur auf die Idee kommt, eine Autofahrspur umzuwandeln in einen Radfahrstreifen. Das dafür gebräuchliche Stichwort, Pop-up-Radweg, ist ein rotes Tuch für CDU (und FDP) und es sitzt der niedersächsische Parteivorsitzende Althusmann auf dem Sessel des niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministers.

    Dazu kommt: Am Sonntag, 9. Oktober 2022, wählen die Niedersachsen einen neuen Landtag. Der nicht einmal ganz 100 m lange "Pop-Up-Radweg" am Schiffgraben darf aus CDU-Sicht auf keinen Fall eine grüne Erfolgsgeschichte werden. Daher das ständige "Querschießen" aus dem CDU-geführten Ministerium.

    Heute wurde in der HAZ erneut darüber berichtet:

    "Der Streit zwischen der Stadt Hannover und dem Land Niedersachsen um 50 Meter provisorischen Radweg am Schiffgraben ist grundsätzlich gelöst: Die Stadt bekommt ihren Radweg, aus dem bisherigen Provisorium kann nun ein mit Randbordsteinen fest installierter Radweg werden. Im Grunde könnte es damit gut sein.

    Und trotzdem geht die Hakelei zwischen grün regierter Stadt und CDU-geführtem Verkehrsministerium weiter..."

    In dem HAZ-Artikel wird darüber berichtet, dass das niedersächsische Verkehrsministerium erwartet, dass unverzüglich das mit gelben Streifen markierte bestehende und bewährte Provisorium entfernt wird. Die Stadt interpretiert die Vorgabe des Ministers einen 4 cm hohen Bord zu bauen allerdings so, dass bis zu einem entsprechenden Entscheid des Rates das Provisorium Bestand hat.

    Die Zitate sind aus der heutigen HAZ-Printausgabe. Es gibt aber auch einen entsprechenden Online-Artikel. Die Überschrift ist ohne Bezahlschranke und sehr vielsagend:

    "Streit um 50 Meter Schiffgraben-Radweg: Bei Unfällen haftet die Stadt Hannover, sagt Niedersachsen"

    Schiffgraben-Radweg: Bei Unfällen haftet Stadt Hannover, sagt das Land
    Trotz grundsätzlicher Einigung im Streit um den provisorischen Radweg am Schiffgraben lässt sich die Stadt Hannover Zeit, Vorgaben des Landes umzusetzen. Das…
    www.haz.de

    Man hat geradezu den Eindruck, der Verkehrsminister hofft darauf, dass ein schlimmer Unfall geschieht. In dem Artikel in der Print-Ausgabe wird ein Sprecher des Verkehrsministers so zitiert: „Sollte jemand auf dem Radfahrstreifen ernsthaft zu Schaden kommen, wird man die Frage stellen, wer für diese Art der Verkehrsführung verantwortlich ist und wer sie genehmigt hat. Diese Frage würde dann die Stadt beantworten müssen.“

    Ob die Abgrenzung des Radfahrstreifens durch einen 4 cm hohen Betonstreifen eine geeignete Form der Abgrenzung ist, das ist sicher auch interessant, zum Beispiel hinsichtlich des Schneefallproblems, aber tritt vor den wahltaktischen Überlegungen des Verkehrsministers in den Hintergrund. Und sollte es im Herbst zu einer rot-grünen Landesregierung kommen, dann werden die Karten vermutlich neu gemischt.

    ...damit man dann auf einer barrierefreien Insel steht, zu der man nicht hin und nicht von ihr wegkommt, weil in diesem Kaff aber auch wirklich gar nichts barrierefrei ist.

    Ob man dort Tempo 60 anordnet, wird niemanden interessieren.

    Die Fahrbahn ist doch barrierefrei. Und wer die mit Rolli, Rollator, Kinderwagen oder Einkaufstrolley benutzt, der freut sich über eine Haltestelle mit hohem Bord. Allerdings muss der Bord barrierefrei erreichbar sein!

    Und:

    In neuen Autos ist ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent vorgeschrieben. Den interessiert das schon, welche Höchstgeschwindigkeiten gelten. Und der kann auch Autofahrer*innen dazu bringen, sich für einigermaßen sichere Geschwindigkeiten zu interessieren.

    Und dann gibt es noch diesen Klassiker:

    Den habe ich an einer wenig stark befahrenen Ortseinfahrt in den Ort Neustadt im Remstal bei Stuttgart fotografiert. Der soll das dort angeordnete Tempo 30 überwachen.

    Dieses Schild habe ich im Remstal bei Stuttgart aufgenommen:

    Ein offizielles Verkehrszeichen scheint es nicht zu sein. In der Liste der Verkehrszeichen bei Wikipedia habe ich es nicht gefunden.

    Bildtafel der Verkehrszeichen in der Bundesrepublik Deutschland seit 2017 – Wikipedia

    Der rote Schrägbalken passt auch nicht zur Systematik der anderen Verbotszeichen, wie zum Beispiel diese hier: [Zeichen 251] [Zeichen 253] [Zeichen 254] [Zeichen 259] [Zeichen 260]

    Trotzdem weist das Verkehrszeichen auf meinem Foto unmissverständlich darauf hin, dass hier keine Mountainbike-Abschussfahrten stattfinden sollen. Aber darf man mit einem gewöhnlichen Tourenrad hier weiter fahren (ohne Helm)?

    Nach meiner Erinnerung habe ich das Foto hier aufgenommen:

    Hohenacker · 71336 Waiblingen
    71336 Waiblingen
    www.google.com
    Yeti
    27. Juli 2022 um 09:48

    Ich denke auch, dass es besser gewesen wäre, das Parkverbotsschild auf ihrem Foto (und vermutlich weitere dieser Schilder an anderen Stellen an der Martinistraße) abzubauen. Diese Schilder dienten zu dem Zeitpunkt, als die Martinistraße noch zweispurig je Richtung war, dem Lieferverkehr, der auf der äußeren Spur nicht parken, aber halten durfte, um ein- und auszuladen.

    Siehe zum Beispiel diese google-street-view-Aufnahme von 2008 auf der ein Kleintransporter am Straßenrand hält, direkt hinter dem Verkehrszeichen 286 eingeschränktes Halteverbot.

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    Warum wurde das Schild auf ihrem Foto nicht abgebaut, als der Radfahrstreifen markiert wurde und zusätzlich mit Pollern gesichert wurde? Wurde es einfach vergessen? Oder sollte damit ermöglicht werden, auf der verbliebenen Fahrbahn zu halten?

    Ich schließe es jedoch aus, dass mit dem eingeschränkten Halteverbot die Möglichkeit geschaffen werden sollte, legal auf dem Radfahrstreifen zu halten.

    Bei einem solchen Verkehrsversuch ist es schwer, aus der Ferne einzelne Maßnahmen zu beurteilen.

    Deshalb formuliere ich mal vorsichtig: Auf der alten Martinistraße mit zwei Fahrspuren je Richtung wurde der Radverkehr auf einem benutzungspflichtigen Hochbordradweg geführt:

    Siehe diese google-street-view-Aufnahme von 2008:

    Google Maps
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    www.google.com

    Ich denke, da kann man mit aller Vorsicht, von wegen "Beurteilung aus der Ferne", dazu sagen, dass das keine gute Radverkehrsführung war.

    Der Verkehrsversuch hat gezeigt, dass die zukünftige Radverkehrsführung auf einem breiten Radverkehrsstreifen stattfinden soll, für den eine der beiden Autofahrspuren je Richtung umgewandelt wird in einen Radfahrstreifen. Eine gelungene Lösung!

    Noch ist jedoch anscheinend nicht abschließend geklärt, wie die Abgrenzung des Radfahrstreifens zur Fahrbahn gestaltet werden soll. Die Poller, die dort jetzt stehen und auf Ihrem Foto zu sehen sind, tragen meines Erachtens deutlich dazu bei, dass der Radfahrstreifen nicht durch haltende oder parkende Autos blockiert wird. Eigentlich eine gelungene Lösung der Radverkehrsführung!

    Gleichzeitig blockieren aber die Poller möglicherweise Grundstückseinfahrten, falls solche vorhanden sind. Und die Poller blockieren oder erschweren möglicherweise die Anfahrt von Lieferfahrzeug-Stellplätzen im Hochbordbereich, also rechts von dem Radfahrstreifen. Auch da weiß ich nicht, ob die vorhanden sind. Wenn solche Lieferfahrzeug-Stellplätze im Hochbordbereich eingerichtet werden sollen, dann sollte das allerdings nur dann geschehen, wenn es keine Alternativen dazu gibt und nur begrenzt auf bestimmte Tageszeiten. In dem Bereich müsste dann jeweils eine Strichlinie den Radfahrstreifen markieren, auf dem dann sinnvollerweise kein Poller steht.

    Ich habe diesen Beitrag hier kopiert. Der gleiche Beitrag ist im Thema "Lustige Schilder" zu finden. Ich schlage allerdings vor, über den Verkehrsversuch Martinistraße in Bremen hier weiterzudiskutieren, da es ja um deutlich mehr geht als nur "lustige Schilder".

    Dann hätte man es mit Beginn des "Verkehrsversuches" entfernen müssen. Man könnte es nämlich auch so interpretieren, dass Verkehrsregeln, die durch Verkehrszeichen angeordnet werden, Vorrang vor den allgemeinen Verkehrsregeln haben. Hier also das durch VZ 286 angezeigte Recht zum Halten gegen die allgemeine Regel, dass auf Radfahrstreifen Halteverbot besteht.

    Dass es "für den Lieferverkehr einfacher" wäre, wenn die Pömpel weg wären, zeigt, dass das Halten darauf bereits fest eingeplant ist. Verkehrsversuch gescheitert!

    Ich denke auch, dass es besser gewesen wäre, das Parkverbotsschild auf ihrem Foto (und vermutlich weitere dieser Schilder an anderen Stellen an der Martinistraße) abzubauen. Diese Schilder dienten zu dem Zeitpunkt, als die Martinistraße noch zweispurig je Richtung war, dem Lieferverkehr, der auf der äußeren Spur nicht parken, aber halten durfte, um ein- und auszuladen.

    Siehe zum Beispiel diese google-street-view-Aufnahme von 2008 auf der ein Kleintransporter am Straßenrand hält, direkt hinter dem Verkehrszeichen 286 eingeschränktes Halteverbot.

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    Warum wurde das Schild auf ihrem Foto nicht abgebaut, als der Radfahrstreifen markiert wurde und zusätzlich mit Pollern gesichert wurde? Wurde es einfach vergessen? Oder sollte damit ermöglicht werden, auf der verbliebenen Fahrbahn zu halten?

    Ich schließe es jedoch aus, dass mit dem eingeschränkten Halteverbot die Möglichkeit geschaffen werden sollte, legal auf dem Radfahrstreifen zu halten.

    Bei einem solchen Verkehrsversuch ist es schwer, aus der Ferne einzelne Maßnahmen zu beurteilen.

    Deshalb formuliere ich mal vorsichtig: Auf der alten Martinistraße mit zwei Fahrspuren je Richtung wurde der Radverkehr auf einem benutzungspflichtigen Hochbordradweg geführt:

    Siehe diese google-street-view-Aufnahme von 2008:

    Google Maps
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    Ich denke, da kann man mit aller Vorsicht, von wegen "Beurteilung aus der Ferne", dazu sagen, dass das keine gute Radverkehrsführung war.

    Der Verkehrsversuch hat gezeigt, dass die zukünftige Radverkehrsführung auf einem breiten Radverkehrsstreifen stattfinden soll, für den eine der beiden Autofahrspuren je Richtung umgewandelt wird in einen Radfahrstreifen. Eine gelungene Lösung!

    Noch ist jedoch anscheinend nicht abschließend geklärt, wie die Abgrenzung des Radfahrstreifens zur Fahrbahn gestaltet werden soll. Die Poller, die dort jetzt stehen und auf Ihrem Foto zu sehen sind, tragen meines Erachtens deutlich dazu bei, dass der Radfahrstreifen nicht durch haltende oder parkende Autos blockiert wird. Eigentlich eine gelungene Lösung der Radverkehrsführung!

    Gleichzeitig blockieren aber die Poller möglicherweise Grundstückseinfahrten, falls solche vorhanden sind. Und die Poller blockieren oder erschweren möglicherweise die Anfahrt von Lieferfahrzeug-Stellplätzen im Hochbordbereich, also rechts von dem Radfahrstreifen. Auch da weiß ich nicht, ob die vorhanden sind. Wenn solche Lieferfahrzeug-Stellplätze im Hochbordbereich eingerichtet werden sollen, dann sollte das allerdings nur dann geschehen, wenn es keine Alternativen dazu gibt und nur begrenzt auf bestimmte Tageszeiten. In dem Bereich müsste dann jeweils eine Strichlinie den Radfahrstreifen markieren, auf dem dann sinnvollerweise kein Poller steht.

    Ich werde den Beitrag hier kopieren und zusätzlich im Thema "Infrastruktur: gelungene Lösungen und positive Beispiele" einfügen, weil das Thema besser geeignet ist, die Diskussion zum Verkehrsversuch Martinistraße in Bremen fortzusetzen.

    Während bei uns inzwischen Neuwagenmodelle nur noch verkauft werden dürfen, wenn sie mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgestattet sind, entwickelt sich die Automobiltechnik in Russland gerade rückwärts:
    "Ohne jeden "Schnickschnack"

    Sozusagen "vorbeugend" veröffentlichte die russische Regierung einen Erlass, wonach im Land künftig die Herstellung von PKWs ohne ABS und Airbags möglich sein soll, auch die Umweltnormen wurden "angepasst".(...) Auf Klimaanlagen wird auch verzichtet."

    Quelle: BR 24 vom 18.5.22, Patriotismus statt Airbag: Russlands Rückkehr zum Sowjet-Auto

    Patriotismus statt Airbag: Russlands Rückkehr zum Sowjet-Auto
    Es soll ein Fahrzeug "wie ein Kalaschnikow-Sturmgewehr" werden: Weil sich westliche Autokonzerne aus Russland zurückzogen, setzt der Kreml auf die…
    www.br.de

    Siehe auch business insider vom 8.7.22:

    Russland will alte Sowjet-Modelle wiederbeleben – ohne Airbags, Navi oder Abgasreinigung

    Russland will alte Sowjet-Modelle wiederbeleben – ohne Airbags, Navi oder Abgasreinigung
    Die Autoindustrie in Russland liegt am Boden infolge des Ukrainekriegs. Jetzt sollen alte Sowjet-Modelle wiederbelebt werden.
    www.businessinsider.de

    Auch ABS und Servo-Lenkung soll es nicht mehr geben.

    Wie wird sich dieser Rückgang an Assistenzsystemen, die in modernen Fahrzeugen zum Teil schon seit Jahrzehnten üblich sind, auf die Unfallentwicklung auswirken. Wahrscheinlich ist es schwer, das objektiv untersuchen zu können. Vermutlich werden entsprechende Zahlen von der Regierung der Russischen

    Föderationen streng geheim gehalten werden.

    Ganz so gefährlich kann es dann aber doch wieder nicht sein, denn am Ortsausgang endet das Gebilde und alle fahren ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Fahrbahn (zHg 100km/).

    Tempo 60 auf Landstraßen als zulässige Höchstgschwindigkeit würde die Gefahr für den Fahrradverkehr reduzieren und den einen oder die andere Fahrradfahrer*in dazu bringen, die Landstraße zum Fahrradfahren zu benutzen.

    Und die im Bild sichtbare Omnibushaltestelle ist mit einem Bord auszustatten, der ein barrierefreies Ein- und Aussteigen erlaubt. Und die Haltestelle so umzugestalten, dass kein Fahrzeug an dem Bus vorbeifahren kann, wenn der Bus an der Haltestelle hält.

    Es sieht inzwischen danach aus, dass das niedersächsische Verkehrsministerium unter bestimmten Voraussetzungen zustimmt, dass der Schiffgraben stadtauswärts um eine Fahrspur reduziert werden darf, um Platz zu schaffen für den Radverkehr.

    Die Bedingung ist, dass ein 4 cm hoher Bord hergestellt wird, der den bisher nur durch Markierungen abgetrennten Radfahrstreifen, von der Autofahrspur abtrennt.

    Radweg: Verkehrsministerium akzeptiert Hannovers Pläne für Schiffgraben
    Das Niedersächsische Verkehrsministerium hat grünes Licht für einen baulich von der Straße getrennten Radweg am Schiffgraben gegeben. Der vorgesehene…
    www.haz.de

    In dem Artikel heißt es: "Das Verkehrsministerium hat grünes Licht für den Plan der Stadt Hannover gegeben, den Radweg baulich von der Straße zu trennen. (...) Für den Umbau, der wohl im Spätsommer beginnen soll, wird die Straße zwischen Radspur und Autospur aufgefräßt und dort ein Betonbord eingesetzt, das etwa vier Zentimeter aus dem Asphalt ragt."

    Radfahrstreifen, die nicht durch Poller abgesichert sind, werden leider oft zum Halten und Parken missbraucht, weil engmaschige Kontrollen fehlen:

    Baken oder Poller, die den Radfahrstreifen schützen, sind deshalb kein Firlefanz!

    Diese Pömpel sind jedenfalls Firlefanz. Ich habe bei der Stadt Bremen keinen Mängelmelder gefunden, dafür aber beim ADFC Bremen. Sollen die sich darum kümmern...

    Da wurde sich bereits drum gekümmert:
    "Baken und Poller waren in den vergangenen Monaten immer wieder umgefahren worden, wobei es auch zu Schäden an den Fahrzeugen kam. Idealerweise – so steht es in dem Gutachten – könnte auch über einen Verzicht "zugunsten eines deutlich gekennzeichneten (roten) Fahrradstreifens" nachgedacht werden. Auch Radfahrende hätten die Poller nämlich kritisiert, heißt es. Außerdem wäre das für Lieferwagen oder Polizei und Feuerwehr einfacher."

    Zitat aus: Buten und Binnen vom 21.6.22: Verkehrsexperten empfehlen Fahrradspuren für die Bremer Martinistraße

    Verkehrsexperten empfehlen Fahrradspuren für die Bremer Martinistraße
    Die Experten haben den umstrittenen Verkehrsversuch in der Bremer Martinistraße ausgewertet. Auf dieser Grundlage haben sie jetzt eine Empfehlung ausgesprochen.
    www.butenunbinnen.de

    Auf Ihrem Foto ist ein Parkverbotsschild zu sehen:

    Das stand da vermutlich bereits, bevor der Verkehrsversuch gestartet wurde und die Martinistraße je Richtung noch zwei Fahrspuren hatte:

    google-street-view-Aufnahme von 2008:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    In dem Link befindet sich auch ein kurzes Video zum Thema Verkehrsversuch in der Martinistraße. Erfreulich ist, dass die Reduktion für den Autoverkehr auf jeweils eine Fahrspur je Richtung voraussichtlich Bestand haben wird.

    Auf die Poller würde ich auch gerne verzichten, aber das funktioniert wohl nur dann, wenn sehr engmaschig kontrolliert werden wird. Einzelne Halteplätze zum Ein- und Ausladen für Lieferverkehr könnten auch rechts von der Fahrradspur angeordnet werden. Aber auch das funktioniert nur bei sehr engmaschiger Kontrolle. Daran hapert es leider. Die Halteplätze werden bei fehlender oder unzureichender Kontrolle zu Dauerparkplätzen und der Lieferverkehr hält dann doch wieder oft auf dem Fahrradstreifen. Dann ist es besser, die Poller stehenzulassen. Soll der Lieferverkehr doch auf der Autofahrspur halten, links von der Poller-Reihe. Möglicherweise dürfen Fahrzeuge zum Vorbeifahren dann sogar die weiße Linie überfahren. Ist ja dann ein Vorbeifahren, kein Überholen.

    Da muss ich Lindner Recht geben. Mir als Radfahrer hilft aber auch der "Tankrabatt" nicht weiter.

    Da kann ich Lindner ganz und gar nicht zustimmen. Denn es sollte ihm hochnotpeinlich sein, dass das ÖPNV-Angebot in manchen ländlichen Räumen so unterentwickelt ist. Und sein Parteikollege im Amt des Verkehrsministers sollte es Ansporn sein, umgehend für Abhilfe zu sorgen!

    ""Das 9-Euro-Ticket war ein Fehler", kritisiert Tatje. "Die Bahn hat kein Nachfrageproblem, sondern ein Angebotsproblem." Aber er kennt auch eine Lösung: "Die ist eigentlich einfach: mehr Züge und mehr Gleise." In all "dem Murks, der da passiert", liege auch eine "einzigartige Chance, die Mobilität zu verändern"." Zitat aus der von Gerhart verlinkten Quelle.

    Wenn dem 9-Euro-Ticket eine gute Seite abzugewinnen ist, dann genau diese! Die Menschen sind bereit, den ÖPNV zu benutzen. Wenn dann noch eine Rabbat-Aktion dazu kommt, wie das 9-Euro-Ticket, dann ist es nicht mehr zu übersehen: Das Angebot reicht nicht aus.

    Und die armselige Begründung Lindners für seine Ablehnung einer Fortsetzung des 9-uro-Tickets ist: "Es zahlten damit auch diejenigen, die das Angebot selbst im ländlichen Raum gar nicht nutzen könnten. Das Konzept überzeuge ihn nicht." BR24 vom 23.7.2022

    Lindner: Keine weiteren Bundesmittel für das 9-Euro-Ticket
    Bundesfinanzminister Christian Lindner hat eine weitere Finanzierung des 9-Euro-Tickets strikt abgelehnt. Eine klare Mehrheit der Deutschen wünscht sich zwar…
    www.br.de

    Kein Wort dazu, dass seit Jahren das Angebot im ländlichen Raum an vielen Stellen zurückgebaut wurde. Dort allerdings, wo das ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum ausgebaut wurde, wird es auch angenommen.

    Der Autoindustrie-politische Komplex:

    "Die ZDF-Satiresendung "Die Anstalt" hat eine Porsche-Betriebsversammlung von Ende Juni unter die Lupe genommen. Diese war ungewöhnlich brisant: Vorstandschef Oliver Blume soll darin seinen guten Draht zu Bundesfinanzminister Christian Lindner und die Zusammenarbeit während der Koalitionsverhandlungen im vergangenen Jahr angesprochen haben.

    Nach ZDF-Informationen sagte Blume zu seinen Mitarbeitern, Porsche habe einen "sehr großen Anteil" daran, dass E-Fuels im Koalitionsvertrag stünden. "Da sind wir Haupttreiber gewesen mit ganz engem Kontakt an die Koalitionsparteien", so Blume. Und: "Der Christian Lindner hat mich in den letzten Tagen auf dem Laufenden gehalten." Lindner streitet entsprechende Einflussnahme ab."
    https://www.t-online.de/finanzen/unter…uebt-haben.html

    Hier der Link zur zdf-Sendung Die Anstalt:

    Die Anstalt
    Der Große Preis: Die Inflationsshow. Die Fachjury ist repräsentativ besetzt und stellt in verschiedenen Runden bekannte Politiker zur Rede.
    www.zdf.de

    Siehe Minute: 44:00 ff

    Es ist eine Riesensauerei, dass in den Freibädern von der Stadtverwaltung den Badegästen das Kaltduschen verordnet wird, während der Finanzminister beim Porschechef auf dem Schoß sitzt, um die Forderungen zum Festhalten an den Verbrennerautos auszuhecken.

    "Um Energie zu sparen, stellt Hannover den Badegästen warmes Duschwasser ab. Auch der Sprung in die Becken wird kälter, falls diese mit Gas beheizt werden."

    Duschen in Hannovers Schwimmbädern bleiben kalt
    Um Energie zu sparen, stellt Hannover den Badegästen warmes Duschwasser ab.
    www.t-online.de

    Eine clevere Idee hat der Verkehrsverbund Stuttgart entwickelt. Wer nach der 3-monatigen "ÖPNV-Testphase" Abonnent wird, der bekommt seine Ausgaben für das 9-Euro-Ticket zurückerstattet:

    "Cashback-Aktion zum 9-Euro-Ticket

    Wer im September im Rahmen der Cashback-Aktion in das Abo einsteigt, erhält von der SSB die Kosten von bis zu drei 9-Euro-Tickets zurück! Da die Aktion nur bei Abo-Einstieg im September gilt, muss die Bestellung bis Montag, den 15. August 2022 eingegangen sein."

    VVS-News: Jetzt 9-Euro-Ticket in der VVS-App kaufen

    Allerdings kostet bereits das Abo für 1 Jahr für nur eine Zone bereits 722 Euro. Da entspricht der Preisnachlass gerade mal 3,7 %.

    Das 7-Zonen-Jahresabo Plus kostet 2.478,80. Der Preisnachlass entspricht dann 1 %.

    Erst mal erkenne ich, dass Sie von "den Russen" sprechen. Das ist so eine "Redensart", die anknüpft an Sprechmuster aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs. "Jeder Schuss ein Russ!", hieß es damals.

    https://segu-geschichte.b-cdn.net/wp-content/uploads/2015/05/Feindbilder.jpg

    In den sog. Separatistengebieten haben nicht nur prorussische Milizen Verbrechen begangen. Schon im September 2014 berichtet Amnesty International über Kriegsverbrechen auf beiden Seiten.

    Ukraine-Konflikt: Beide Seiten begehen Kriegsverbrechen
    Sowohl ukrainische Milizen als auch pro-russische Separatisten begehen in der Ukraine Kriegsverbrechen. Kürzlich veröffentlichte Satellitenbilder belegen, dass…
    www.amnesty.de

    Das rechtfertigt nicht den Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine.

    Umgekehrt sollten Missstände und Demokratiedefizite in der Ukraine nicht einfach übersehen werden.

    Es wäre falsch, sich blindlings auf eine Seite ziehen zu lassen.

    So wie damals mit solchen "patriotischen Sprüchen", wird einem leider auch heute wieder vermittelt, dass man sich gefälligst für eine Seite zu entscheiden habe. So zum Beispiel bei dieser Meldung vom ZDF vom 22.3.22: "Mittels zweier Dekrete hat der ukrainische Präsident jüngst elf pro-russische Parteien verboten und will die ukrainischen TV-Sender zu einem Sendekomplex vereinigen. In Kriegszeiten legitime Schritte oder hat dies einen Zensur-Charakter?"

    Selenskyj vereinigt TV-Medien und verbietet Parteien
    Pro-russische Parteien werden verboten, die ukrainischen TV-Medien vereinigt. Legitime Schritte Selenskyjs oder doch Zensur?
    www.zdf.de