Nein, wird es nicht. Der Täter hatte wohl auch gar nicht vor, mit der Sabotage der Bremszüge jemanden zu töten.
Dann war es also Zufall, dass die Fahrradfahrerin zuvor die Bremse nicht benutzt hat? Und es war Zufall, dass ausgerechnet in dem Moment die Bremse versagt, als die Fahrradfahrerin sich mit relativ hohem Tempo auf die rote Ampel zubewegt? Bisschen viel Zufälle, aber ist ja nur ein Film.
Der Bericht zeigt, wo der wahre Unterschied zwischen D und NL liegt: keine berufsbetroffenen NGO-Vertreter, keine „Mimimi, Radfahren immer gefährlicher“-Texte, keine Angaben zum Hergang, keine Schuldsuche/-diskussion, keine Kopfkino-auslösende Bildberichterstattung, kein Sturm der Empörung über böse Autofahrer und versagende Politiker auf Social Media. Bloß Nase putzen, aufwischen, weitermachen.
Das ist Quatsch: "Nase putzen, aufwischen, weitermachen." In dem Film wird thematisiert, dass ziemlich am Anfang der Bewegung für eine fahrradgerechte Stadt und zwar 1972 ein Artikel in der Zeitung de Tijd steht, mit dem Titel: "pressigroep stop de kindermoord" übersetzt mit google-Übersetzer: Interessensgruppe Stoppt Kindstötung. Möglicherweise müsste man "kindermoord" auch mit "Kindermord" übersetzen. Die Einsicht, an der Verkehrssituation zugunsten der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer*innen etwas zu verbessern, hat auch in den Niederlanden eine Ursache darin, dass Todesopfer zu beklagen sind. In dem Artikel von 1972 geht es um den Tod der 6-jährigen Simone Langenhoff, die auf dem Schulweg von einer Autofahrerin totgefahren wird.
Leider habe ich keine komplette deutsche Übersetzung des Artikels gefunden.
Ab Minute 36:00 führt der Filmautor ein Interview mit dem niederländischen Radverkehrs-Experten Marco te Brömmelstroet, der zu dem Schluss kommt, "... auch das Fahrrad ist nicht der Weisheit letzter Schluss." Und das ist ein wirklich interessanter Ansatzpunkt in dem Film, der doch eigentlich Lust aufs Fahrradfahren machen will: So toll ist das Fahrradfahren gar nicht.
Vielleicht ist es ja das, was dich Th(oma)s daran stört, wenn die Niederlande als "vorbildliches Fahrradland" glorifiziert wird? Du übst daran ja immer wieder Kritik.
Für Marco te Brömmelstroet steht vielmehr als Zukunftstaufgabe im Raum: "Wir müssen den öffentlichen Raum grundlegend neu denken." Für ihn ist das was in den Niederlanden erreicht wurde nicht das Ende einer Entwicklung. Vielmehr haben die Niederlande das Potenzial ihrer Städte noch lange nicht ausgeschöpft. "Wir sollten größere Träume haben als das, was die Niederlande erreicht haben.(...) Eine Stadt sollte die Möglichkeit für ein gutes Leben bieten, ohne ständig auf schnelle Mobilität angewiesen zu sein." Das ist für ihn wichtiger, als jeden auf ein Fahrrad setzen zu wollen. Marco te Brömmelstroet befürchtet, dass es sehr schwer sein wird, diese Diskussion in den Niederlanden zu führen, weil es zu viele gibt, die meinen mit einer "Fahrradgerechten Stadt" den Endpunkt einer städtischen Entwicklung erreicht zu haben, so dass keine weitere Verbesserungen möglich sind.
Wer weiß, vielleicht hat Marco de Brömmelstroet ja auch solche Fehlentwicklungen im Blick, wie die Flut der sogenannten Fatbikes, Pedelecs mit extra breiten Reifen, die besonders häufig manipuliert sind, sodass auch bei einem Tempo über 25 km/h der Motor noch mehr Tempo macht und sogar ohne Motorunterstützung nur mit Daumendruck sehr schnell gefahren werden kann. Leider wird das nicht in dem Film thematisiert.
Siehe ab Minute 36:00 in dem an diese Stelle verlinkten Film CYCLING CITIES von Ingwar Perowanowitsch:
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Genau das hatte ich mich auch gefragt. Die allgemeinen Beförderungsbedingungen der Bahn lassen das tatsächlich nicht zu. Die Beförderungsbedingungen des Baden-Württembergtarifs, die hier wohl zur Anwendung kommen, lassen die Mitnahme von S-Pedelecs aber grundsätzlich erstmal zu.
Die Beförderungsbedingungen des Niedersachsentarifs seit 2020 übrigens auch.
Möglicherweise so eine Art "Lex Palmer". Er hat es in "seinem" Tübingen ja auch durchgesetzt, das auf einem Radweg S-Pedelecs fahren dürfen. Die S-Pedelec-Hersteller haben ihn dafür bejubelt:
Jemand wie Palmer verkauft das dann als 1A-Maßnahme zur Wirtschaftsförderung. Und möglicherweise verschafft ihm das dann den Posten als Wirtschaftsminister im Kabinett Özdemir.
Fußgänger und Kurierdienstfahrer in Fußgängerzone, die für den Radverkehr freigegeben ist.
"Ausgeliefert! Das Geschäft mit den Kurierfahrern", so heißt der Titel eines rbb-Films, in dem über die ausbeuterischen Praktiken der Rekrutierung von Kurierfahrer*innen z. B. für Essen-Bringdienste berichtet wird.
Nicht nur in Berlin und Hamburg gehören sie längst dazu: Fahrradkuriere, die Burger, Pizza und Co nach Hause liefern. Tausende der Rider kommen aus Indien,…
www.rbb-online.de
Ausgeliefert sind aber auch die Fußgängerinnen auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen oder auf Fußwegen und in Fußgängerzonen, die für den Fahrradverkehr freigegeben sind. Auch auf Fußwegen, die direkt neben Fahrradwegen liegen, kommt es oft zu gefährlich schnellen und gefährlich engen Begegnungen.
Meine Beobachtung ist: Die Fahrradkuriere sind oft auf manipulierten Pedelecs unterwegs, die auch ohne Tretunterstützung fahren und die schneller fahren als 25 km/h. Die prekären Arbeitsverhältnisse der ausgebeuteten Kurierfahrer*innen dürfen aber kein Grund sein, alle Augen zuzudrücken, wenn es um die Pedelecs geht, die sie benutzen oder zu benutzen gezwungen werden.
Ich fand die Handlung des gestrigen Polizeirufs völlig hanebüchen. Wer merkt denn bitteschön erst an einer roten Ampel, dass beide Bremsen überhaupt nicht funktionieren? Ich ziehe die Bremsgriffe bereits, wenn ich auf das Fahrrad aufsteige.
Ich habe nur die Szene am Anfang gesehen, als der "Unfall" passierte. Und ich sagte mir: Wer kann denn so punktgenau die Bowdenzüge anschneiden oder ansägen, dass die genau in dem Moment versagen, als die Fahrradfahrerin auf die rote Kreuzung zufährt.
Aber vielleicht wird das ja auch im weiteren Film noch geklärt?
Besonders eindrucksvoll sind diese in den Film eingearbeiteten sw-Filmsequenzen von 1971, in dem der Kampf um die Hemonystraat in Amsterdam dokumentiert wird. Der Link führt direkt zu der beschriebenen Stelle im Film:
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Da ging es recht ruppig zur Sache, das metellane Apsperrgitter scheppert zu Boden, als ein Kleintransporter-Fahrer versucht die Demonstrant*innen zu vertreiben. Er wird aber von den anwesenden Demonstrant*innen daran gehindert.
"Durchgangsverkehr gesperrt" steht auf dem Schild, das an der Absperrung befestigt ist.
Blick in die Hemonystraat von heute auf streetview:
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Zitat einer Kinderstimme: "Dieses Auto bitte entfernen, sonst bleibt davon nichts mehr übrig!"
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Der Film handelt über die schönsten Fahrradstädte Europas und was wir in Deutschland von diesen Städte lernen können. Dafür ist der Autor Ingwar Perowanowitsch im Mai 2025 mit Kamera und Fahrrad von Freiburg aufgebrochen und zwei Monate lang quer durch Europa gefahren und hat dabei die Städte Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen besucht.
Ich habe nur die Beschreibung gelesen und mein Eindruck ist: Die Drehbuchautorin Franziska Schlotterer hat ein Fahrrad gewählt, weil damit ein bestimmtes Bild erzeugt werden soll:
Abtreibungsgegner auf der einen Seite, die Autofahrer sind, und politisch rechts verortet sind.
Befürworter einer liberalen Regelung zum Schwangerschaftsabbruch auf der anderen Seite, die links-grün-ökologisch orientiert sind, und die von den Rechten als "links-grün-versifft" bezeichnet werden.
Hast du denn den Krimi gesehen? Geht es hier wirklich so sehr um den Anschlag auf das Fahrrad, bzw. die Fahrradfahrerin? Oder ist das mehr ein Stilmittel, um den Plot so zu gestalten, dass zwei verfeindete Gruppen stilisiert werden sollen?
"Palmer war demnach mit Zug und Rad zu einer Wahlkampfveranstaltung in Ostrach (Kreis Sigmaringen) gefahren und hatte es dort abgestellt." Das hört sich doch sehr danach an, dass das Rad, das er im Zug mitgenommen hatte, dasselbe Speed-Pedelec ist, bei dem das Nummernschild abgelaufen ist. Und das dann von der Polizei kontrolliert wurde.
Darf man solche Speed-Pedelecs, für die eine Nummernschildpflicht gilt, überhaupt in der Bahn mitnehmen?
Stell dir vor, jede Garage hätte rote Farbe auf dem Bürgersteig…
An Grundstücks-Einfahrten ist Stand der Technik, dass man gar nichts markiert. Die Bordsteinkante wird abgesenkt, um den zügigen Schwenk von und zur Fahrbahn nicht zu behindern. In vielen Fällen wird rotes Pflaster an der Einfahrt noch ausdrücklich unterbrochen, die Einfahrt verläuft in einer zum abgesenkten Bordstein niveaugleichen „Wanne“, und die Legerichtung der grauen Betonriemchen wird extra um 90 Grad gedreht, so dass dadurch der Radweg optisch Nachrang kriegt.
Ich weiß, dass es leider oft nicht so ist wie in der Klosterstraße in Niedernwöhren im Landkreis Schaumburg.
Aber diese Lösung für Grundstückseinfahrten gibt es eben auch! Keine Wanne durch die der Bürgersteig geführt wird. Und der Bürgersteig durchgängig in Rot. Geht doch!
"Neben dem Jugendlichen wurden bei dem Unfall ein 18-jähriger Mitfahrer und ein weiterer Mann, dessen Identität noch nicht abschließend geklärt ist, verletzt. Sie konnten noch vor dem Vollbrand durch Polizeikräfte und Ersthelfer aus dem Fahrzeug befreit werden. Anschließend löschte die alarmierte Feuerwehr das brennende Fahrzeug."
Und offenbar dürfen neuerdings Kommunen nach Belieben neue Verkehrsschilder erfinden...
Das geht in Ordnung mit solchen Verkehrsschildern, die darauf hinweisen, dass auch der Fahrradverkehr die Fahrbahn benutzt, wenn es zu keiner Dauereinrichtung wird.
Das Schild hing in Hannover mehrere Wochen, in denen darüber berichtet wurde.
Denn dann bestünde die Gefahr, dass Autofahrer*innen meinen, nur dort wo durch ein solches Schild darauf hingewiesen wird, findet Fahrradverkehr auf der Fahrbahn statt. Entscheidend ist, dass das Schild eingebettet ist oder eingebettet wird in eine Berichterstattung, die klar stellt: Fahrradverkehr findet oft auf der Fahrbahn statt. Und das nicht nur an Stellen, die so ausgeschildert sind, wie auf dem Foto gezeigt.
Leider hat es in dem zitierten Artikel nicht so recht hingehauen mit der Berichterstattung: "Mit der neuen Beschilderung haben Radfahrer nun die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie den Radweg oder die Fahrbahn nutzen – je nachdem, wie die Verkehrssituation es erfordert." Die Radfahrerinnen wurden komplett ausgeklammert und es hätte deutlich gemacht werden müssen, dass auch ohne dieses Schild Radverkehr auf der Fahrbahn zulässig ist. Leider weckt der zitierte Satz einen anderen Eindruck.
"Nach einer missglückten Flucht vor der Polizei ist in Hannover ein Auto verunglückt und in Brand geraten. Drei junge Männer wurden in der Nacht schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine Polizeistreife gegen 1.15 Uhr ein Auto kontrollieren. Der Fahrer sei zunächst der Halteaufforderung nachgekommen und ausgestiegen, teilte die Polizei mit. Währenddessen habe sich jedoch der Beifahrer auf den Fahrersitz gesetzt und sei mit dem Wagen davongerast."
Mehr dazu und wie sich solche "Unfälle" verhindern lassen und was Fuss e.V. dazu sagt im Thread: Warum wir dringend ISA verbindlich für alle Autos brauchen!
"Technik gegen Terror: ISA bremst Todesfahrer aus Amok- und Terrorfahrer, Kranke mit Blackout am Steuer, Poser und Alltags-Hektiker – scheinbar sind wir Rasern im Auto hilflos ausgeliefert. Es gibt aber ein technisches Gegenmittel: den Geschwindigkeitsassistenten ISA (Intelligent Speed Adaptor). ISA erfasst im Auto, welches Tempolimit gerade gilt – und dämpft den Motor so, dass der Wagen nicht schneller fährt. In Fußgängerzonen oder auf Weihnachtsmärkten bedeutet das Schritttempo, in…
"Technik gegen Terror: ISA bremst Todesfahrer aus Amok- und Terrorfahrer, Kranke mit Blackout am Steuer, Poser und Alltags-Hektiker – scheinbar sind wir Rasern im Auto hilflos ausgeliefert. Es gibt aber ein technisches Gegenmittel: den Geschwindigkeitsassistenten ISA (Intelligent Speed Adaptor). ISA erfasst im Auto, welches Tempolimit gerade gilt – und dämpft den Motor so, dass der Wagen nicht schneller fährt. In Fußgängerzonen oder auf Weihnachtsmärkten bedeutet das Schritttempo, in fast allen Stadt- und Dorfstraßen höchstens 30 oder 50 Stundenkilometer.
Seit Juli 2024 brauchen alle Neuwagen in der Europäischen Union ISA. Allerdings haben der frühere Bundes-Verkehrsminister Scheuer und andere Befürworter der „freien Fahrt“ durchgesetzt, dass das System wirkungslos ist: Fahrer können es mit einem starken Druck auf das Gas- oder Strompedal einfach ausschalten.
Die Fußgängerlobby FUSS e.V. fordert: „ISA muss in alle Autos, so rasch es geht – und es muss mindestens innerorts immer eingeschaltet bleiben.“ Der European Transport Safety Council schätzt, dass es bei Einhalten aller Tempolimits 30 Prozent weniger tödliche Unfälle gibt. Auch die jüngsten Horrorfahrten in Magdeburg, München und Mannheim hätte es mit adäquat gedämpften Motoren nicht gegeben."
Alleine in Hannover geschehen im Wochentakt tödliche Autofahrten oder solche mit Schwerverletzten, die durch ein verbindliches ISA, wie unter anderem Fuss e.V. es fordert, hätten verhindert werden können. Schlimmstes Beispiel diese Woche:
"Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover wollte eine Polizeistreife gegen 01:15 Uhr im Bereich der Fröbelstraße in Linden-Nord einen silbernen BMW 3er kontrollieren. Der Fahrer kam der Halteaufforderung zunächst nach und stieg aus dem Fahrzeug aus, um sich überprüfen zu lassen. Währenddessen setzte sich jedoch der Beifahrer auf den Fahrersitz und beschleunigte plötzlich stark. Er entzog sich damit der Kontrolle und flüchtete mit dem Fahrzeug. (...) Im Bereich des Deisterplatz-Kreisels verlor der jugendliche Fahrzeugführer schließlich die Kontrolle über den Wagen. Das Fahrzeug schleuderte von der Fahrbahn und prallte gegen einen Ampelmasten. Durch die Wucht des Aufpralls entzündete sich der BMW und geriet in Vollbrand."
Die haben das nicht „prognostiziert“, sondern gefordert. Andererseits muss man die Inflation seither berücksichtigen. Da wären wir dann aktuell so bei 7,50€ für den damaligen „5 Mark“- Liter.
Was man alles so berücksichtigen muss: 1960 musste man 16 Minuten für einen Liter Benzin arbeiten, 2021 gerade noch 5 Minuten.
Es ist falsch in dem Sinne von einer Forderung der Grünen zu sprechen, dass sie aus einer x-beliebigen Laune heraus einen Spritpreis von 5 Euro je Liter gefordert hätten. Der Hinweis von @Mück auf den TAZ-Artikel verdeutlicht den eigentlichen Grund:
"In einer Studie des Umweltbundesamtes las sich das damals noch etwas genauer. Da hieß es, ein Benzinpreis von 4,60 Mark sei so einschneidend, dass Autofahrer im Schnitt 20 Prozent weniger fahren würden. Von Lersner wollte weniger Verkehr auf den Straßen. Vom Bonner Regierungssprecher wurde er dafür als „absolut inkompetent“ und „unzuständig“ abgewatscht."
Es ging also nicht darum, den Benzinpreis aus "Jux und Tollerei" zu verteuern, sondern darum den Autoverkehr zu reduzieren. Und daran ist nach wie vor nichts falsch daran, zumal es an alternativen Vorschlägen mangelt. Nur weil es derzeit kaum jemand auszusprechen wagt, ist es ja nicht verkehrt, die Verteuerung der Auto-Herumfahrerei einzufordern. Im Gegenteil!
Gute Ideen, egal ob von Grünen oder der FDP ins Spiel gebracht, lassen sich oft nicht durchsetzen, wenn es den Autowahn entflammt: "Sicher ist, daß durch ein Tempolimit die Geschwindigkeit insgesamt erheblich reduziert und damit auch die Umwelt entlastet wird. Wir sind deshalb für ein Tempolimit von 120 Kilometern auf den Autobahnen, 80 Kilometern auf Landstraßen und 30 Kilometern auf den nicht bevorrechtigten Straßen in den Städten und Gemeinden."
Das sagte Freiherr Heinrich von Lersner 1992 in einem Spiegelinterview. Damals 61, amtierte er seit 1974 als Präsident des Berliner Umweltbundesamtes. Der Verwaltungsjurist war FDP-Mitglied und unterstand dem damaligen christdemokratischen Bonner Umweltminister Klaus Töpfer.
Freiherr Heinrich von Lersner, 61, amtiert seit 1974 als Präsident des Berliner Umweltbundesamtes. Der Verwaltungsjurist ist FDP-Mitglied und untersteht dem…
Die jüngeren Nutzer werden zum weiter helmlosen "gewonde fiets" (herkömmliches Fahrrad) zurückkehren, die älteren werden aber weitgehend zum Kleinkraftrad wechseln. Dann hat man zwar weiter den blöden Helm an der Backe, ist aber dafür erstmal legal mit 45 unterwegs, und frisieren kann man die Dinger ja dann auch immer noch...
Deine Vermutung wird in diesem NRZ-Artikel, "Gefährliche E-Bikes - Terror auf dem Radweg: Amsterdam verbannt Fatbikes aus bekanntem Park", vom 3.3.26 bestätigt: "Eine Hoffnung ist nun, dass eine Helmpflicht dem Fatbike-Hype ein Ende bereiten könnte. Viele verweisen auf gute Erfahrungen mit der Helmpflicht für Mofafahrer. Mit einer Helmpflicht könnte das Fatbike nicht mehr hip sein, vermutet auch der Verkehrsjurist Groenewegen: „Ein Helm bringt die Frisur durcheinander, das kann für junge Leute eine Hürde sein.“ (dpa)
Immer mehr niederländische Fahrradfahrer steigen auf rasante Fatbikes um – und werden zum Sicherheitsrisiko. Jetzt greift die Stadt Amsterdam durch.
www.nrz.de
In dem Artikel wird aber nicht erwähnt, dass die Helmpflicht nur für die unter 18-jährigen gelten soll. Ältere Jugendliche und Erwachsene würden weiterhin Pedelec ohne Helm fahren können. Mir gefällt es ganz und gar nicht, dass anscheinend nichts unternommen wird, um die eigentliche Ursache für die manipulierten Pedelecs und daraus resultierende Helmtrage-Initiative zu bekämpfen. Pedelecs, besonders solche mit breiten Reifen, werden in den Niederlanden offensichtlich beliebig manipuliert und die Manipulationen bleiben unentdeckt und es wird nicht versucht durch Kontrollen diese Fehlnutzung einzustellen oder durch technische Entwicklungen die Manipulationsmöglichkeiten zu unterbinden.
Leider habe ich auch in Hannover schon mehrfach solche Pedelecs beobachtet, die ohne Tretbewegung mit hoher Geschwindigkeit gefahren werden (über 25 km/h). Damit meine ich keine Speed-Pedelecs, sondern solche Pedelecs, für die man kein Nummernschild braucht und die eigentlich nicht schneller als 6 km/h mit der Schiebehilfe fahren können dürfen, wenn nicht pedaliert wird.
Die niederländische Regierung hat einen formellen Vorschlag zur Helmpflicht für alle E-Bike-Fahrer unter 18 Jahren angekündigt. Dieser Gesetzesvorschlag folgt dem wachsenden öffentlichen und politischen Druck, die steigende Zahl von Verletzungen im Zusammenhang mit sogenannten „Fatbikes“ anzugehen. Dabei handelt es sich um E-Bikes mit schweren Rahmen und breiten Reifen, die oft so umgebaut werden, dass sie ohne Tretunterstützung und mit Geschwindigkeiten über dem E-Bike-Limit von 25 km/h fahren – wodurch sie faktisch zu illegalen Motorrädern werden.
Ein zentrales Anliegen der Regierung ist die Schwere der Vorfälle; Statistiken zeigen, dass traumatische Hirnverletzungen bei jungen E-Bike-Fahrern rapide zugenommen haben.
The Dutch government has announced a formal proposal to mandate helmet use for all electric bicycle riders under the age of 18. This legislative move follows…
etsc.eu
Wenn es so kommt, wie es in der angegebenen Quelle berichtet wird, dann kommt die Helmpflicht dadurch zustande, dass Pedelecs manipuliert werden. (Höheres Tempo als für Pedelecs zugelassen, Fahren ohne Tretunterstützung)
Warum ist es so schwer, diese unzulässigen Manipulationen zu unterbinden? Und hilft stattdessen eine Helmpflicht? Das bezweifle ich sehr.