Beiträge von Ullie

    [Fahrrad-Risiko im Kreisverkehr]

    Eines kann man sich jedefalls abschminken: nämlich dass die Niederländer irgendwie besser wüssten, wie Kreiverkehr geht, und dass man deshalb bloß die niederländische Strickmasche kopieren müsste, um auch in Deutschland Kreisverkehre sicherer zu machen. Das ist genau so eine naive Illusion wie die von Radwegefreunden vorgebrachte Hypothese, es gäbe spezielle "niederländische Kreuzungen" (ohne Kreisbahn) mit immanent größerer Fahrrad-Sicherheit.

    https://nl.roaddanger.org/?hd=1&search=r…=all&persons=2d

    Beantwortet jetzt aber nicht die Frage, ob Kreisel sicherer sind als Kreuzungen, bzw. die Unfallgefahr im Kreisel größer ist als bei der Kreuzung.

    Ihre Befindlichkeiten haben nichts mit Sicherheit zu tun, sondern (wieder einmal) nur mit Gefühl.

    Unbeantwortet bleibt auch die Frage, ob es tatsächlich möglich wäre, Fahrradfahrer*innen dazu zu erziehen, konsequent Kreisel zu nutzen. Siehe oben geschilderte Beobachtungen im Lichtenbergkreisel. Der hat keinen Radweg, die Fahrbahnen, die drauf zuführen, auch nicht.

    Viele Fahrradfahrerinnen erkennen aber intuitiv, dass das ein Stück Verkehrsinfrastruktur ist, das den Autofahrern zu Willen so getaltet wurde. Und sie nehmen ebenso wie manche Fußgängerinnen einfach den kürzeren Weg. Leider wird der nicht immer regelkonform benutzt.

    Diese Beobachtungen haben nichts mit meinen Befindlichkeiten zu tun. Und es ist auch keine Gefühlsfrage. Es ist schlicht das, was ich beobachte. Ich bewerte es als Protest gegen autokonforme Infrastruktur bei der der Fußverkehr und Radverkehr nicht mitgedacht wurde. Und noch viel weniger im Zentrum der Gestaltung steht.

    Wie groß sind denn Deine Kreisverkehre? So wie Horner Kreisel in HH oder Siegessäule in B?

    Diesen Kreisel befahre ich nie auf der Fahrbahn:

    Immerhin ist er seit einigen Jahren ampelgesteuert und es gibt Fuß- und Radwege im inneren des Kreisels:

    Deisterkreisel
    www.google.com

    Diesen Kreisel befahre ich immer auf der Fahrbahn. Und genau da kommt es regelmäßig zu den oben beschriebenen Problemen:

    Deisterkreisel
    www.google.com

    Es gibt Fahrradfahrer*innen, die um abzukürzen auf der Fahrbahn entgegen der Fahrtrichtung fahren. Andere steigen dazu ab und gehen auf dem Fußweg den kürzesten Weg. Wieder andere fahren mit dem Rad auf dem Fußweg. Fußgänger gehen relartiv häufig den kürzesten Weg, indem sie tangential an dem Zaun rund um die Innere Grünfläche vorbeigehen oder sie steigen darüber und gehen den Durchmesser.

    Kreisel sind praktisch das Ideal für Radler und viel sicherer für den Radverkehr als eine klassische Kreuzung.

    In den meisten Fällen kann man fahren ohne das Tempo rausnehmen zu müssen, er ist übersichtlich, die Vorfahrtsregeln sind einfach und eindeutig, der vfb-Verkehr kommt nur von einer Seite, man kann im Ernstfall nach innen ausweichen und hat massig Platz.

    Das entspricht absolut nicht meinen Erfahrungen. Versuche ich in einem einspurigen Kreisel möglichst mittig auf der Fahrbahn zu fahren, wird von hinten gedrängelt und gehupt. Häufiger ist es mir schon passiert, dass Pedelecs oder schnelle Fahrradfahrer*innen mich dann rechts oder links überholten. Und Autofahrer versuchen sofort, sich vorbeizudrängeln, wenn ich nicht konsequent in der Mitte fähre, oder die Fahrbahn so breit ist (wegen dem LKW-Verkehr), dass mittig fahren nicht ausreicht.

    Kreisel sind schon bei vielen Autofahrer*innen nicht sehr beliebt, bei den meisten Radfahrer*innen noch viel weniger.

    Das stimmt nicht. Kreisverkehre gelten als sicher, weil sie bei richtiger Ausführung geschwindigkeitssenkend wirken.

    Wessen Geschwindigkeit wird denn dort gebremst? Die der Radfahrer*innen, von denen die meisten im Bereich 15-20 km/h unterwegs sind?

    Stattdessen soll die Geschwindigkeit der Autofahrenden gebremst, sozusagen als Service-Leistung? Wir wissen ja, sagt sich die Verkehrsverwaltung, dass Autofahrende gerne zu schnell fahren. Und damit sie wenigstens hin- und wieder mal verlangsamen, bauen wir jetzt häufiger mal einen Kreisel für die Autofahrerenden? ;)X/

    Und in der Regel sind Kreisel auch für LKW-Verkehr gebaut. Wäre ja auch sonst ein gefundenes Fressen für die Autolobby, wenn eine Verkehrsverwaltung einen Kreisel baute, in dem dann der LKW-Verkehr stecken bleibt.

    Für LKW gebaute Kreisel jedoch bedeuten mehr Platz als notwendig, um mit dem PKW zu passieren. Der PKW-Verkehr wird durch den LKW-gängigen Kreisel nicht gebremst oder nur sehr wenig gebremst.X/

    Von zweispurigen Kreisel will ich hier gar nicht erst groß anfangen zu reden. Ich vermute, denen würde selbst ein Yeti nicht viel abgewinnen.:rolleyes:

    Dass der Kreisel nur für PKW und LKW gebaut ist, wäre nur der Fall, wenn es einen benutzugnspflichtigen "Radweg" gibt.

    Ich habe nirgends geschrieben, dass der Kreisel nur für PKW und LKW gebaut sei. Aber in den meisten Fällen ist es so, dass der Kreisel für PKW und LKW gebaut ist. Dass es auch noch Radverkehr gibt, spielt beim Bau entweder gar keine Rolle oder es werden Extra-Radwege außen rum gelegt, die dann benutzungspflichtig ausgeschildert werden und bei denen der Radverkehr bei jedem Überfahren einer Ein- in oder einer Ausfahrt aus dem Radverkehr ein [Zeichen 205] vor die Nase gestellt bekommt. Daran siehst du sehr gut: Kreisel werden in der Regel für Autoverkehr gebaut.

    Reine Radverkehrskreisel gibt es nur sehr wenige. Und auch Verkehrskreisel, bei denen der Extra-Radweg beim Queren der Ein- und Ausfahrten vorrangberechtigt ist, gibt es nur selten. Und selbst wenn ist das nicht unbedingt eine sichere Sache.

    Überlege doch selbst: Da ist eine Kreuzung, es wird überlegt, diese Kreuzung zu einem Kreisel umzubauen. Was meinst du welche Rolle dabei die Wünsche von Fahrradfahrenden spielen? Für die wird die Kreuzung nicht zu einem Kreisel umgebaut. Und das würden ich und viele andere Fahrradfahrer*innen auch gar nicht wollen.

    Meines Erachtens gibt es aus Radfahrersicht keinen Grund, Kreisverkehre schönzureden. Weder gemischte Kreisverkehre, noch solche mit Extra-Radwegen.

    Kreisel sind so oder so Mist für den Radverkehr. Es gibt allerdings Beispiele für reine Radverkehrkreisel. Das kann Sinn machen, allerdings habe ich das selbst noch nirgends ausprobiert.

    Wo Mischverkehr inklusive regelmäßiger LKW-Verkehr herrscht, ist eine Kreuzung sicherer für den Radverkehr. Jenachdem ab welcher Verkehrsbelastung eine Ampelkreuzung. Aber auch ein Kreisel lohnt sich erst ab erhöhter Verkehrsbelastung. Dann lieber eine Kreuzung mit Ampeln.

    Für weniger versierte Fahrradfahrer*innen bietet sich ggf. dort in der Regel das indirekte Linksabbiegen an. Das ist dann auch keine längere Fahrt, als ein Dreiviertelkreis um den Kreisel.

    Wie teuer wären Modalfilter auf halber Strecke? *flöt* ;)

    Kreisel außerorts: Verkehrssicherung druch kleine 205 = Schuldverschiebung aufs Opfer?

    Dort endet übrigens heute schon ein anderer Radweg

    https://www.google.com/maps/place/856…SoASAFQAw%3D%3D

    Man könnte den Kreisel ja auch ohne Radwege-Konstruktionen bauen. Aber er würde in erster Linie für Autos gebaut werden, dass heißt dann für Fahrradfahrer*innen Fahrbahnnutzung in einem Kreisel, der für PKW und LKW gebaut ist. Auch das ist keine gute Idee.


    Ein Radweg, 2,1 km für 3 Mio Euro. Sieht nach einer ganz wichtigen und viel befahrenen Verbindung aus.

    https://www.merkur.de/lokales/ebersb…u-94376301.html

    Vielleicht wissen die Münchner Nordler ja mehr über die Verkehrsbelastung dieser Strecke.

    Baldham-Dorf ca. 800 Einwohner, Purfing keine 300. Gut, Dahinter liegt auch Frotzhofen und Anzing und der Weg ist vielleicht interessant für Pendler, in Vaterstätten/Baldham gibts Zuganbindung.

    Das allererste und preiswert umzusetzen wäre doch eine Tempobegrenzung, gerne auf Tempo 30, wie simon es vorschlägt. Aber wenn das Zeitungsfoto korrekt die Straße darstellt, die mit einem zusätzlichen Radweg beglückt werden soll, weil das Fahrradfahren auf der Fahrbahn angeblich zu gefährlich sei, dann wäre es doch wichtig wegzukommen von dem generellen Tempo 100 max., das für Landstraßen gilt. Dort ist aber, soweit das Zeitungsfoto das erkennen lässt, kein Tempolimit angeordnet. Und dass Autofahrer vernünftigerweise dort langsamer als 100 km/h fahren... (Autofahren ist so ziemlich das exakte Gegenteil von vernünftig.)

    Trotz Zick-Zack in der Feuerwehreinfahrt geparkt.

    Immerhin ist es durch das Zickzack noch eindeutiger ein Parkverstoß, als wenn dort kein Zickzack markiert wäre.

    Was noch fehlt: Konsequentes Ahnden und Abschleppen.

    Hamburger Abendblatt vom 1.7.26:

    „Wir parken hier immer so!“
    Rettungswege frei? Polizei und Feuerwehr stoßen bei Test auf wütende Anwohner

    Rettungswege frei? Polizei Hamburg und Feuerwehr stoßen bei Test auf wütende Anwohner
    Hamburger Einsatzkräfte kontrollierten in zwei Stadtteilen, wo es mit den Fahrzeugen und der großen Drehleiter eng wird. Die Bilanz.
    www.abendblatt.de

    "Bei einem Schlenker in den äußerst gepflegten Wilhelm-Drexelius-Weg, der bereits zu Barmbek-Nord gehört, sorgt die Kolonne von Einsatzwagen für viel Aufmerksamkeit. Gut ein Dutzend Anwohnerinnen und Anwohner kommen beim Anblick der Uniformierten nach und nach auf die Straße und protestieren – mitunter vehement – gegen die Knöllchen. „Wir parken hier immer so“, lautet das beliebteste Argument. In der Tat sind Feuerwehrzufahrten in der Straße zwar mit Schildern gekennzeichnet, jedoch gibt es keine Bodenmarkierungen, wie weit genau Autofahrerinnen und -fahrer beim Parken Platz lassen müssen."

    Es genügt nicht solche PR-Aktionen zu machen, es muss im Alltag regelmäßig kontrolliert werden und die Parkoptionen müssen klar und regelkonform gut erkennbar markiert sein. Besonders auch deshalb, weil dadurch eine automatiserte Parkraumkontrolle möglich wird.

    In dem Artikel heißt es: "In der Tat sind Feuerwehrzufahrten in der Straße zwar mit Schildern gekennzeichnet, jedoch gibt es keine Bodenmarkierungen, wie weit genau Autofahrerinnen und -fahrer beim Parken Platz lassen müssen.
    (...)
    „Wir sind bezüglich dieses Quartiers bereits mit dem Bezirksamt im Gespräch. Der Eigentümer muss kontaktiert und ein Parkverbot in den entsprechenden Bereichen eingerichtet werden“, so Martin Schneider, Dienststellenleiter der Feuer- und Rettungswache in Barmbek. Vorläufig jedoch handelt die Polizei nach dem Prinzip: Die Zufahrten müssen so freigehalten werden, dass Feuerwehrautos hindurchkommen. Wer hier auf Kante genäht parkt, parkt falsch und bekommt einen entsprechenden Zettel an die Tür geheftet. Ein Anwohner ist darüber so erbost, dass er das Papier umgehend zerreißt und auf den Boden wirft."

    Klare Kennzeichnung, wo nicht geparkt werden darf, kann auch dazu beitragen, dass die Auseinandersetzungen in Fällen wie beschrieben, bei denen Anwohner eskalieren, hinfällig sind.

    Ich befürchte allerdings, dass Politik und Verwaltung deshalb diese mitunter lebenswichtige Aufgabe vernachlässigen, weil viel zu lange schon darüber weggesehen wurde und immer noch wird, wenn falsch geparkt wird.

    Besonders interessant fand ich diesen Absatz aus dem Artikel:

    "Überhaupt treffen Feuerwehr und Polizei auf wenig Gegenwehr – mit Ausnahme von einer Straße. Bei einem Schlenker in den äußerst gepflegten Wilhelm-Drexelius-Weg, der bereits zu Barmbek-Nord gehört, sorgt die Kolonne von Einsatzwagen für viel Aufmerksamkeit. Gut ein Dutzend Anwohnerinnen und Anwohner kommen beim Anblick der Uniformierten nach und nach auf die Straße und protestieren – mitunter vehement – gegen die Knöllchen. „Wir parken hier immer so“, lautet das beliebteste Argument."

    Nicht nur Feuerwehrzufahrten werden dort zugeparkt. Im Wilhelm-Drexelius-Weg wird auch die Fußweg-Verbindung zum Spielplatz zugeparkt:

    Meinte eher die [Zeichen 239][Zeichen 239] ...

    Von der Seite darfst du mit dem Fahrzeug nicht in die Payerstraße einfahren wegen [Zeichen 267].

    Fahrradfahrer*innen dürfen aber in Schrittgeschwindigkeit unter besonderer Rücksichtnahme gegenüber dem Fußverkehr in den auf der Fahrbahn markierten Fußwegbereich einfahren. [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10]

    Und sie dürfen den auf die Fahrbahn markierten Fußwegbereich kurz darauf wieder verlassen und weiter in der Payerstraße auf der Fahrbahn fahren. [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1012-31] Die Fußweg-Ende-Beschilderung bezieht sich auf den auf die Fahrbahn markierten Fußwegbereich, nicht auf den Hochbord-Fußweg selbst.

    Müsste da nicht [Zeichen 267][Zusatzzeichen 1022-10] ausgeschildert sein?

    Das [Zeichen 267]bezieht sich ebenfalls nur auf den auf der Fahrbahn markierten Fußwegbereich. So sieht dieser Bereich von der anderen Seite aus:

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    Am anderen Ende der Payerstraße habe ich keine [Zeichen 220-20]-Beschilderung gefunden.

    Vermutlich wollte die Verkehrsverwaltung den Anwohner*innen ermöglichen die Payerstraße nach beiden Seiten zu verlassen und hat deshalb keine Einbahnstraße ausgeschildert. Ob das Regelkonform ist, weiß ich nicht. Vielleicht ist es getrickst, und der kleine auf die Fahrbahn markierte Fußgängerbereich ist Teil des Tricks.

    In der Payerstraße parken die meisten Autos rechts und linksseitig mit der Schnauze Richtung Planckstraße, von der aus keine KFZ in die Payerstraße einbiegen sollen. https://www.google.com/maps/@48.76962…SoASAFQAw%3D%3D

    Streng genommen sind die linksseitigen parkenden Fahrzeuge alle in die falsche Richtung abgestellt wurden. Das gäbe wildes Protestgeschrei, befürchte ich, wenn die Verkehrsaußendienst-Mitarbeiterinnen dafür Knöllchen verteilen würden.

    Interessant ist auch, dass auf einer älteren Streetview-Aufnahme die Schilder[Zeichen 267] und [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10] in die andere Richtung gedreht sind.

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    Was für "Spaßvögel" waren da unterwegs?

    Die Antwort findet man auf diesem Verkehrszeichen, das gewiss ein Anwärter für das Thema "Lustige Schilder" ist.

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    Ich glaub ja nicht, dass das ein reguläres Verkehrszeichen ist.

    Das Verkehrszeichen gab es schon, bevor die Einfahrt in die Payerstraße gesperrt wurde und sollte bewirken, dass von der Pischkestraße nicht links in die Payerstraße abgebogen wird, wegen der Gefahr für entgegenkommende Fahrzeuge auf der Pischkestraße. Weil sich viele nicht an das Verkehrsschild hielten, oder weil es missverstanden hatten, wurde gesperrt.

    Auf buergerhaushalt-stuttgart.de gibt's eine Diskussion dazu. So kriegt man Schwaben zum diskutieren: Es muss dabei um Geld gehen!;)

    Wiederherstellung der alten Verkehrssituation Payerstraße | Bürgerhaushalt Stuttgart

    Bin gerade mit dem streetview-Auto noch ein Stück mitgefahren auf der Pischkenstraße in Stuttgart und entdecke dort diesen Reifen, der wohl das Geländer davor schützen soll, krumm gefahren zu werden:

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    Die Stelle, an der er hängt ist allerdings kein aufgeweiteter Gehweg mit Aussichtspunkt, sondern ein Privatparkplatz:

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    Kein Wunder, dass Stuttgart ein Luftproblem hat, wie dieses Schild, direkt am Privatparkplatz, veranschaulicht:

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    So schützt man in Stuttgart Laternen davor, von Autofahrenden krumm gefahrenzu werden:

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    Dass der Gehweg Schäden hat, vor denen mit einem Verkehsschild gewarnt wird, und außerdem ein E-Tretroller im Weg steht, dürfte Fußgänger*innen vermutlich weniger abschrecken, als die Überlegung, wozu diese gewaltigen Stahlrohre da sind, die vor die Laternen gebaut wurden. ?(

    Ich ahnte es schon: Haste mal ne gute Idee, hat sie meistens schon jemand anders vor dir gehabt. Allerdings sieht das Beispiel so aus, als würde die Fläche nicht im selben Maß belastet wie eine Fahrbahn, wo auch schwere LKW (Müllabfuhr) drüber fahren und natürlich diese ganzen <XStadtpanzer. Und die Fläche sieht hubbelig aus ein reines "Printing" ist das nicht mehr.

    nur, weil Abschnitte noch existieren (weiter unterhalten werden), heißt das nicht, dass die Probleme der Haltbarkeit des Elastomers gelöst wären. Nach einem gewissen Zeitraum sind die Dinger hin. Und wenn der Zeitraum deutlich unterhalb der üblichen Eingriffserfordernisse liegt, sind das definitive Mehrkosten.

    Du hast auf der einen Seite mehr Kosten, nämlich auf der Seite, die die Straßenbahnschienen finanziert.

    Funktioniert jedoch das Velo-Gleis und die Testergebnisse deuten darauf hin, dann hast du auf der anderen Seite eine Kostenersparnis, nämlich bei Krankenkassen, Unfallversicherungen. Und du förderst ein umweltfreundliches und nachhaltiges Fortbewegungsmittel.

    bei Straßenbahnen werden üblicherweise Rillenschienen verbaut, wenn die Bahn im Straßenbereich fährt.

    Es gibt auch Konstruktionen, die mit Vignolschienen arbeiten um die herum eine Konstruktion gebaut wird, sodass sie wie Rillenschienen wirken.

    Das Velogleis basiert auf einer Vignolschiene, weil Rillenschienen keine genügend tiefe Rille haben.

    Mehrere Bilder dazu findest du hier: chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://storage.e.jimdo.com/file/9b845455-…_compressed.pdf

    Die von mir selbst gezeichnete Darstellung weiter oben muss ich wohl noch mal überarbeiten. Vermutlich kommt keine so große Menge Bitumenmasse zum Einsatz.

    Der Einbau des Velogleis ist wohl auch deshalb recht kostspielig, weil das klassische Rillengleis im Bereich des Velogleises in ein Vignolgleis überführt werden muss.

    das Velogleis ist ein Kostentreiber im ÖPNV, weil die Gummis nicht sehr lange halten. Gleichzeitig ist die schematische Zeichnung, wonach Oberkante Schiene quasi bündig mit Asphaltdecke ist, ein ... Wunschdenken. Zumindest hier in Jena ist das nicht der Fall. Ich würde auch beim Velogleis nicht auf die Idee kommen, Geisquerung in sehr spitzen Winkeln zu vollführen.

    Ich habe Mapillary Aufnahmen vom Mai 2026 von der neusser Straße in Köln entdeckt. An der Stelle in der Neusser Straße in Köln wurden 8 Teilstücke Velogleis verbaut. Die Kölner Verkehrsbetriebe bemängeln allerdings die mangelhafte Haltbarkeit der Elastomer-Streifen und die dadurch entstehenden hohen Unterhaltungskosten, und sie wollen den Einsatz nicht ausdehnen.

    KVB testet Gummischutz für Straßenbahnschienen
    (DS|DD|Symolbild) Immer wieder geraten Radfahrerinnen und Radfahrer mit ihren Reifen in die Straßenbahnschienen und stürzen. Schwere Verletzungen sind oft die…
    www.radiokoeln.de

    Die Mapillary-Aufnahmen sind von Mai 2026 und man kann sehen, die Velo-Gleis-Abschnitte existieren noch. So ganz schlecht kann das Velogleis dann doch nicht sein:

    Mapillary

    Wenn ein*e Fahrradfahrer*in in die Gleise gerät und sich verletzt, zahlt seine Krankenkasse oder bei Wegeunfällen die Unfallversicherung und die wird zu 100% von den Arbeitgeber*innen finanziert. Sollten da nicht alle Arbeitgeber*innen ein starkes Interesse haben, dass die relativ niedrigen Kosten für das Velogleis getätigt werden, um kostspielige Verletzungen zu vermeiden!:saint:

    https://www.zeit.de/mobilitaet/202…er-fraestechnik

    https://archive.ph/M1aeN

    Was ich sagen will: beim Kopfsteinpflaster ist "oooh, die Kosten!" ein Argument. Die gleichen Summen werden aber bei jeder Straßensanierung in Asphalt allein schon fürs Entfernen der Deckschicht aufgerufen. Da isses wie immer dann: muss so, geht ja nicht anders...

    Warum soll Kopfsteinpflaster erhalten werden? Weil es so schön authentisch nach alten Zeiten aussieht?

    Aber wenn es einer wagte, die fetten Autos, die überall rumstehen, zu verbannen, dann käme massiver Protest. Dabei sind diese Autos ganz und gar nicht "Gründerzeit-authentisch". X(

    Gibt es eigentlich irgendwo bereits Asphalt mit Dekor, sodass die asphaltierte Fläche nach Kopfsteinpflaster aussieht? Das ist möglicherweise deutlich preisgünstiger hinzubekommen.

    Ich befürchte außerdem, dass das "abrasierte" Kopfsteinpflaster nicht lange hält.

    Auch diese Haltestelle und einige weitere in der Stadtbahn-Stadt Stuttgart mit ihren zahlreichen Hochbahnsteigen ist eine Kandidatin für das Velogleis:

    Gelbe Markierung eingezeichnet.

    Die Besonderheit an der Strecke vom Olgaeck zum Fernsehturm ist die dritte Schiene, die Oldtimerfahrten ermöglicht. Vor der Umstellung auf Stadtbahnbetrieb auf Normalspur fuhren in Stuttgart meterspurige Straßenbahnen.

    Hier der streetview-Link zum Eugensplatz, wo das Foto oben entstand:

    Street View-Ansicht von „Eugensplatz“ · Google Maps
    Eugenstraße, 70182 Stuttgart
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    Auch die nächste Haltestelle Richtung Fernsehturm (Heidehofstraße) schreit geradezu nach einem Velogleis:

    Street View · Google Maps
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    An der Haltestelle Bubenbad wurde talwärts der Bürgersteig für die rückseitige Umfahrung der Haltestelle freigegeben:

    Street View · Google Maps
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    Habe gerade noch diese Markierung vor der Haltestelle Bubenbad entdeckt. Das wäre dann ja wohl die richtige Stelle, um über ein Velogleis zwischen die Schienen zu gelangen.

    Street View · Google Maps
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    Was ich aus der Ferne nur schwer beurteilen kann: Wie steht es um die Dooring-Gefahr? Wenn die gegeben ist, dann wäre es Unsinn, nachdem Einfahren in die Schienen wieder herauszufahren, wenn man dann im Dooring-Bereich fahren muss. Und dass sind in jedem Fall mehr als knapp ein Meter Abstand zu parkenden Autos, den die Polizei empfiehlt.

    So gesehen macht es Sinn, dass nach der Haltestelle Bubenbad kein Piktogramm da ist, dass empfiehlt wieder nach rechts den Schienenbereich zu verlassen. Denn da lauert die Dooring-Gefahr!

    Street View · Google Maps
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