Antwort auf: RE: Woche 07 vom 09. bis 15.02.2026
Fahrbahnradler hat in dem Beitrag Bedenken geäußert, das ISA nicht ausreichend zuverlässig arbeite, um es verbindlich zu machen.
ISA wird von mindestens zwei Erkennungs-Geräten gespeist. Kamera und Navidaten. Mir scheint es zu einfach gedacht, dass ein ISA sich ausschließlich nur auf die Kamera-Informationen verlässt und zum Beispiel in einem 30er-Abschnitt es zulässt, dass der Fahrer das Fahrzeug auf Tempo 50 beschleunigen kann, weil das Tempo 30 Schild verdeckt war. Oder dass ISA nichts davon mitbekommt, dass sie 30er-Zone endet, weil ein Wohnmobil vor dem Tempo-30-Zone-Ende-Schild parkt.
Die Angaben zu Straßenabschnitten mit Tempobegrenzungen sind auch aus den Navidaten (GPS-Kartendaten) ablesbar.
Und wenn da etwas nicht verzeichnet ist, dann gibt es Möglichkeiten die ISA-Systeme und die Umgebung so zu verbessern, dass sie trotzdem zuverlässig arbeiten. Zum Beispiel "aktive Verkehrsschilder", die Daten an die Fahrzeuge senden, und die auch im optisch verdeckten Zustand von einem ISA erkannt werden.
Ein Intelligenter Geschwindigkeitsassistent, der ausschließlich nur mit Kameras arbeitet, ist jedenfalls nicht ausreichend, aber auch nicht der aktuelle Stand der Technik. Ein ISA das sich nicht einfach mal so eben überstimmen lässt, muss technologischer ausgereifter sein.
Und es ist ein mehrstufiger Ausbau (auch der Umgebung) vorstellbar, der ebenfalls heute schon verwirklichbar ist: Die Navidaten ermöglichen es zum Beispiel, dass das Fahrzeug erkennt, ob es innerhalb einer geschlossenen Ortschaft bewegt wird. Ein Intelligenter Geschwindigkeitsassistent kann das Fahrzeug so abriegeln, dass nicht mehr als auf Tempo 30 beschleunigt werden kann.
Wenn grundsätzlich und ausnahmslos gilt, dass innerhalb einer geschlossenen Ortschaft nicht schneller als Tempo 50 gefahren werden darf, dann ist es mit einer mehr als ausreichend hohen Zuverlässigkeit möglich, solche Raser technisch auszubremsen: "Er fuhr so schnell und rücksichtslos, dass die Polizei die Verfolgung abbrach – aus Sicherheitsgründen: Ein 25-Jähriger ist mit wahnwitzigem Tempo durch Elmshorn bei Hamburg gerast. Das kommt ihn nun teuer zu stehen." Mopo vom 12.5.25: "Mit 150 Sachen durch Ortschaft: Junger Raser muss richtig blechen"
ISA könnte in zwei Stufen arbeiten: Innerhalb geschlossener Ortschaften auf keine Fall mehr als Tempo 50 zulassen (in Fällen, in denen Tempo 30 gilt und vom Fahrer überschritten wird, können Warnsignale oder erhöhter Pedalgegendruck ein langsamer Fahren begünstigen.) Bei Tempo 50 wäre aber grundsätzlich kein weiteres Beschleunigen mehr möglich. Ausnahme: Zum Beispiel Polizeifahrzeuge im Einsatz.