Beiträge von Ullie

    Gar keine so schlechte Idee. Ließe sich vermutlich tatsächlich umsetzen: Allerdings eher in der Form:

    Der rechte Fahrstreifen wird zum Standstreifen. Der Standstreifen wird zum Radfahrweg. Auf allen Autobahnen gilt grundsätzlich Tempo 80 max.

    Würde man das verkehrswissenschaftlich und ökonomisch nüchtern durchkalkulieren, dann käme man dahinter, dass das funktioniert.

    Tja liebe Leute, wohin denn mit den vielen asphaltierten Autobahnflächen, die keiner mehr für den Autoverkehr braucht, wenn eine Verkehrswende kommt, die den Namen verdient hat?

    Kurz: Sie brauchen 9000€, damit sie die Stadt verklagen können, damit die Stadt dazu verurteilt wird, pro Jahr mindestens 40 km sichere Radwege zu bauen. Selbst bei Tempo 30 (nicht Zone 30) + Schutzstreifen wird Separation gefordert!

    Tempo 30 (nicht Zone 30) und separate Radwegführung schließen einander nicht aus!

    Zum Beispiel wird in dieser Petition Tempo 30 für die Wunstorfer Straße in Hannover gefordert:

    Pro & Contra: Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße - Online-Petition
    Unsere Forderung: Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner von Hannover-Limmer sowie alle, die hier täglich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind , fordern die…
    www.openpetition.de

    Leider tun manche Kommentatoren so, als sei es ein "Unding" Tempo 30 zu fordern, wenn ein Fahrradweg vorhanden ist.

    Das sehe ich nicht so. Tempo 30 macht auch dann Sinn, wenn ein Radweg vorhanden ist. Und umgekehrt kann ein Radweg auch dann Sinn machen, wenn Tempo 30 auf einer Hauptverkehrsstraße gilt.

    Streetview Link zur Wunstorfer Straße in Hannover:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Link zur Petition Tempo 30 auf der Wunstrofer Straße:

    Pro & Contra: Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße - Online-Petition
    Unsere Forderung: Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner von Hannover-Limmer sowie alle, die hier täglich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind , fordern die…
    www.openpetition.de

    Die Petition wurde am 11.4.2026 eingereicht:

    Neuigkeiten: Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße - Online-Petition
    Unsere Forderung: Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner von Hannover-Limmer sowie alle, die hier täglich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind , fordern die…
    www.openpetition.de

    "1.270 Menschen haben unterschrieben."

    Oh! Das heißt, dieses "alle Fragen müssen beantwortet werden" ist fake?

    Auf der Seite PendlerRatD heißt es: "Das Pendeln mit dem Fahrrad attraktiv machen – das ist das gesteckte Ziel von PendlerRatD. Bei dem Mobilitäts-Projekt sollen Berufspendler, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren, einen vereinfachten Einstieg in das Pendeln mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln bekommen."

    PendlerRatD-Studie

    Das ist der komplett falsche Ansatz, denn wer wird, einmal mehr gefördert?

    Richtig: Die Autofahrer*innen! Und das ist absolut nicht in Ordnung, Autofahrer*innen zu fördern.

    Auch dann nicht, wenn es darum geht, sie für das Fahrradfahren und die ÖPNV-Nutzung zu gewinnen. Vielmehr müssen sukzessive Hürden aufgebaut werden, die die Autofahrerei maximal unattraktiv machen. Im Gegenzug sind die ÖPNV-Angebote zu verbessern. Das heißt nicht, den ÖPNV umsonst anzubieten, denn irgendwer muss ihn ja bezahlen.

    Auch der Fahrradverkehr darf nicht einfach umsonst sein. Z. B. Leihräder umsonst anbieten. Das ist leider der Ansatz, der von PendlerRatD verfolgt wird.

    Stattdessen ist eine konsequente Siedlungspolitik einzuleiten, die den Fußverkehr begünstigt. Das ist Mobilität, die keinen zurücklässt.

    Und was macht PendlerRatD?: "Im Bonusmodul können Arbeitgeber und Sponsoren physische oder monetäre Anreize setzen, die durch vorgegebene Parameter „erradelt“ werden können. Besondere Anreize können durch Challenges, Wettbewerbe zwischen Mitarbeitern und/ oder Abteilungen, eröffnet werden. Die persönlichen Erfolge der CO2-Einsparung werden in Achievements illustriert." Hört sich für mich nicht nach entspannender Fahrt zum Arbeitsplatz an. Aber vielleicht bin ich einfach nur nicht genügend "hip"?

    Zitat-Quelle: https://legacy.pendlerratd.de/wp-content/upl…PendlerRatD.pdf

    @ Ullie

    Ich denke sie prekären Verhältnisse sind der Grund für die Manipulation und das Verhalten im Strassenverkehr. Ansonsten können Sie die Zeiten doch gar nicht halten.

    Hier ist eher die Gewerbeaufsicht gefordert.

    Die Gewerbeaufsicht versagt allerdings auch, bzw. fühlt sich dafür anscheinend nicht zuständig, wenn Paketlieferdienstfahrzeuge Radwege, Fußwege und/oder Bordsteinabsenkungen blockieren. Dabei ist es doch so, dass ein Paketdienst, der solches Verhalten bei seinen Mitarbeiter*innen zulässt oder gar einfordert damit eine Wettbewerbsverzerrung verursacht gegenüber denjenigen, die geltende Verkehrsregeln einhalten und ihre Mitarbeiter*innen entsprechend instruiert.

    Ich habe die Umfrage abgebrochen. Für Menschen, die eh schon ohne Kfz pendeln, ist sie nicht beantwortbar. Auch fehlt die Option "trifft auf mich nicht zu".

    Dachtest du daran: "Teil 2, Frage 7: Aufgrund steigender Spritpreise überlege ich das Auto seltener zu nutzen." Frage aus dem Fragebogen

    Oder daran: "Teil 2, Frage 8: Ich wäre gerne eine Person, die regelmäßig mit dem Fahrrad fährt."

    Und die weiteren Antwortoptionen in Frage 8:

    "O Ich würde es als angenehm empfinden, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
    O Es würde mir Spaß machen, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
    O Externe Anreize (z.B. Belohnungen) würden mich dazu motivieren, häufiger mit dem Fahrrad zu fahren.
    O Ich plane in Zukunft häufiger mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
    O Ich beabsichtige mein Mobilitätsverhalten in den nächsten Wochen zu verändern." etc.

    Ich konnte es nicht lassen trotzdem mitzumachen.

    An der Stelle, an der nach Empfehlungen für Arbeitgeber*innen gefragt wurden, schrieb ich:

    "Bei der Bundesregierung und den Landesregierungen vorstellig werden, um das Autofahren möglichst weitgehend zu verbieten und nur für ganz wenige Anwendungsfälle noch zuzulassen. Z. B. Rettungsdienste"

    Bei der Frage Anregungen zur Studie schrieb ich: "Die Studie nennt sich: "PendlerRatD 2026 Umfrage zu ihrem Mobilitätsverhalten", ist aber weitgehend so aufgebaut, als sei es komplett normal mit dem Auto zu pendeln. Menschen, die zu Fuß, mit dem Rad und dem ÖPNV mobil sind, werden mit dieser Studie vor den Kopf gestoßen."

    Warum nicht die Möglichkeit nutzen, auf diesem Weg darauf aufmerksam zu machen, wie komplett überflüssig und absurd, die Autofahrerei ist?;)

    Das macht Sinn! Ich erinnere mich daran, dass ich eine Zeit mit der Bahn nach Wolfsburg gefahren bin. In Hannover hatte ich tagsüber oberirdisch in Bahnhofsnähe mein Rad abgestellt. In Wolfsburg auf dem Bahnhofsvorplatz. Dort stand es aber über sehr viel größere Zeiträume, auch über Nacht. Es wurde allerdings nie geklaut und nur einmal der Frontscheinwerfer abgebrochen.

    https://www.derstandard.at/story/30000003…dfahren-umbauen

    Die Österreicher schreiben auch mal was von der Entwicklung des Radverkehrs in Europa.

    Was bringt eigentlich die Nutzer dazu, ihr Fahrrad in einer Tiefgarage zu parken, oder in einem Fahrradparkhaus?

    Ich muss gestehen, ich war noch in keiner Stadt mit solch einem großen Fahrradparkhaus unterwegs mit dem Fahrrad. Aber so gewohnheitsmäßig würde ich sagen. Beim Fahrradfahren ist es praktisch, dass ich das Fahrrad oberirdisch nahe am Ziel abstellen kann.

    Und in der Regel ist da auch genug Platz für. Was Autofahrer gerne hätten: Vor der Ladentür oder vor der Haustür parken. Mit dem Auto ist es ganz schnell unmöglich, mit dem Fahrrad in der Regel schon.

    Aber in einer Stadt wie Utrecht, die in dem Artikel erwähnt wird, sieht das vielleicht schon wieder anders aus?

    "Für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder zum Ausgleich in der Freizeit – Radfahren ist aktuell besonders beliebt.

    Der Wettbewerb STADTRADELN des Klima-Bündnis findet vom 31.05.-20.06.2026 statt.
    Die Anmeldung für Teams und Radelnde ist ab sofort noch bis zum 20.06. unter STADTRADELN - Home möglich."
    Quelle und weitere Infos:

    https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt-Nachhaltigkeit/Klimaschutz-Energie/Klimaschutz-konkret/STADTRADELN-in-der-Region-Hannover

    Stadtradeln ist eine bundesweite Kampagne. Das bedeutet auch, dass die Zeiträume abweichen können. Die Angaben oben sind für die Region Hannover. Nicht wundern: Wer sich aus der Stadt Hannover anmeldet, der gibt an: "Hannover in der Region Hannover". Ich vermute, wer sich zum Beispiel aus Springe anmeldet, der meldet sich dann möglicherweise an mit "Springe in der Region Hannover".

    In der Region Hannover können vom 31.05. - 20.06.2026 Kilometer eingetragen werden. Es gibt einen einwöchigen Nachtragszeitraum.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/irl…4b-41224963c86d

    Wo sind unsere eigentlich geblieben?

    Jo das wär' mal was, wenn all die Bauern, die mit ihren großen Traktoren und Anhängern, an denen einst die Ampelkoalition symblolisch am Galgen aufgehängt war, jetzt die Raffinerien blockieren würden, so dass der Sprit noch knapper und teurer würde. Link zu einem Bild vom Bayrischen Rundfunk:

    https://img.br.de/c98b6df3-9b79-4e98-9d4c-7cd62f155539.jpeg?q=85&rect=42%2C9%2C982%2C553&w=1536

    Bauernprotest: Blockaden, Misthaufen, Galgen – was ist erlaubt?
    In ganz Deutschland protestieren Landwirte gegen die Politik der Ampel-Bundesregierung. Ihre Aktionen sind vielfältig, von Straßenblockaden mit Traktoren bis…
    www.br.de

    "Bei Wildparken drohe sofortiges Abschleppen, verbunden mit Kosten von über 300 Euro, so die junge Familie." So heißt es unter der Bildüberschrift unter dem Foto mit dem Ehepaar, dass gefrustet ist, davon, dass es angeblich zu wenige Parkplätze gibt.

    Da kann ich nur sagen: Ich wäre heilfroh, wenn in meinem Wohnquartier Wildparken konsequent mit Abschleppen geahndet werden würde. ;)

    Also als Heilbronner platzt mir da die Hutschnur ... (...)

    Da einzuziehen und nachher zu fordern, Platz für 2 Autos zu bekommen, ist eine Frechheit. Leute, da hättet ihr woanders hinziehen müssen. An der Peripherie gibt es genug Platz. Und auf der anderen Seite vom Hbf ist ein riesiges Parkhaus.

    Was die Stadt versäumt hat: ein bis drei Buslinien da reinzulegen. Und so läuft man schon mal 800 Meter zur Haltestelle, um dann festzustellen, dass nur alle halbe Stunde ein Bus fährt. Einen Kilometer vom Zentrum entfernt. Ich weiß nicht, warum Heilbronn immer noch ein so miserables Busnetz hat ...

    Ich befürchte das ist ein wichtiger Grund dafür, dass es mit der Verkehrswende nicht vorangeht.

    Viele Menschen würden sehr gerne ohne Auto leben, aber es gibt kein ausreichend gutes ÖPNV-Angebot.

    Und vermutlich betrachten die Autobesitzenden jede Vermeldung über ÖPNV-Mängel als Bestätigung dafür, dass sie an ihrem Autobesitz festhalten. Leider auch pauschalisierend in den Fällen, in denen ein gutes ÖPNV-Angebot zur Verfügung steht.

    Um so mehr müssten eigentlich Politik und Verwaltung mit Hochdruck daran arbeiten, gute ÖPNV-Angebote bereit zu stellen. Dazu gehört eine verdichtete Siedlungsstruktur. Aber wenn die geschaffen wird, wie in Heilbronn, dann muss das so geschehen: Der ÖPNV muss da sein, bevor die ersten Wohnungen bezogen werden.

    Das ist der Stand der Dinge:

    Im Tunnel gilt Überholverbot, auch einspurige Fahrzeuge dürfen nicht überholt werden:

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    Auf dem streetview-Bild noch nicht zu sehen:

    Es gilt Tempo 30! Damit hatte die Verwaltung auf zahlreiche Proteste im vergangenen Sommer regaiert.

    Mehr dazu in diesem Artikel im Blättle Stuttgart Süd vom April 26 auf Seite 12 und 13:

    Blättle Stuttgart-Süd 4/2026
    Die Gratiszeitung für den Stadtbezirk Stuttgart-Süd mit Infos, Tipps und Hintergründen. Umfasst die Stadtteile Bopser, Heslach, Kaltental, Karlshöhe, Lehen,…
    www.calameo.com

    Wie schon das streetviewbild zeigt, ist der Schwabtunnel stark vom Autoverkehr belastet.

    Viele Fahrradfahrer*innen nutzen deshalb den Fußweg, nicht zuletzt deshalb, weil sie von Autofahrer*innen bedrängt werden und gefährlich überholt werden, denn viele Autofahrer*innen ignorieren das Überholverbot.

    Es gibt aber auch viele Fußgänger*innen im Schwabtunnel, für die es durch den Fahrradverkehr eng wird, der auf dem Fußweg gestattet ist.

    Die Forderung, den Schwabtunnel für den Autoverkehr zu sperren, mochte die Verwaltung nicht folgen, weil sie eine Verkehrszunahme an anderen Stellen befürchtet. Allerdings argumentieren die Befürworter einer Umweltspur (ÖPNV und Fahrrad), dass zu einem früheren Zeitpunkt während einer längeren Sperrung des Schwabtunnels, kein Verkehrschaos ausgebrochen sei, wie es die Verwaltung befürchtet.

    Dieses Beispiel hatte Fahrbahnradler in einem anderen Diskussionsthema verlinkt:

    Der Link zu Fahrbahnradler seinem Beitrag:

    Die gezeigte Situiation in Heilbronn ist vergleichbar mit der in Okriftel.

    Jedoch gibt es da draußen durchaus auch Radverkehrsführungen, die gezielt auf Fußgängerüberwege münden, an denen es KEINE danebenliegende Radfahrfurt gibt.

    Bei dem reinen Fußgängerüberweg mit LSA, der über die Frankfurter Straße führt, ist es so:

    Der Weg entlang dem Schwarzbach ist ein reiner Fuß- und Radweg. An der Stelle, an der auf dem Satellitenfoto das Symbol für Denkmal und Heiliger Nepomuk eingetragen ist, mündet der Weg auf dem Fußgängerüberweg.

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    Auf der gegenüberliegenden Seite wird der Weg weitergeführt und ist auch mit einem weißen rechteckigen Schild ausgeschildert, auf dem ein Fahrradsymbol und ein Hinweis auf ein Touri-Radweg zu sehen ist.

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    Allerdings steht dort kein Schild gemeinsamer Fuß- und Radweg [Zeichen 240] und auch kein [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10]

    Meines Erachtens gilt der Weg als Parkweg oder als Feldweg, der nicht extra mit [Zeichen 240]oder [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10] ausgeschildert sein muss, und trotzdem darf man als Fahrradfahrer*in dort weiterfahren.

    Was eine Fußgänger-Ampel anzeigt ist egal, denn das ist nicht dein Lichtzeichen, solange Du auf dem Fahrrad sitzt. Leuchtet es rot, kann es deswegen auch kein Rotliochtvertoß sein.

    Das hört sich einerseits einleuchtend an, andererseits aber würde ich nicht so handeln. Besonders nicht, wenn die Verkehrslage mir nicht gut bekannt ist. Und es könnten Kinder oder andere Verkehrsteilnehmer zu Fehlverhalten verleiten werden.

    Ich fahre mit dem Fahrrad aus Okriftel kommend auf der Mainstraße in Richtung Hattersheim auf der Fahrbahn.

    1. An dieser Stelle entscheide ich, auf dem Fußweg auf der linken Seite mit Radverkehrsfreigabe in beide Richtungen weiter zu fahren:

    Street View-Ansicht von „Hessendamm“ · Google Maps
    65795 Hattersheim am Main
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    Es ist sehr viel Autoverkehr auf der Fahrbahn und ich will die Fußgängerampel benutzen, um auf die andere Seite zu gelangen.

    Muss ich dann absteigen und schieben? Oder kann ich auf dem Fahrrad rüberfahren?

    Wenn ich mit dem Fahrrad rüberfahre, muss ich dann an der Drückerampel Grün anfordern und handelt es sich um einen Rotlichtverstoß, wenn ich bei rotem Fußgängersymbol rüberfahre?

    2. Ich komme auf dem gemeinsamen Fuß und Radweg, dem Schwarzbachweg auf die Frankfurter Straße zugefahren. Dort will ich links in die Frankfurter Straße abbiegen.

    Darf ich das Rotlicht der Fußgängerampel ignorieren? Oder muss ich Fußgänger-Grün anfordern. Und muss ich dann absteigen, wenn Fußgänger-Grün kommt? Oder muss ich zunächst rechts abbiegen und dann eine Spitzkehre am Ende der Fußgängerinsel machen?

    Street View-Ansicht von „Hessendamm“ · Google Maps
    65795 Hattersheim am Main
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    Die Streuscheiben zeigen nur das Fußgängersymbol:

    Street View-Ansicht von „Hessendamm“ · Google Maps
    65795 Hattersheim am Main
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    Verkehrsregeln sind in diesem Zusammenhang wohl das geringste Problem:

    https://www.tagesschau.de/investigativ/r…er-bas-100.html

    Einerseits ist das Arbeitsverhältnis der Liederdienstfahrer*innen geprägt von Ausbeutung und erzwungener Schwarzarbeit, anderseits werden Verkehrsregeln nicht eingehalten und die benutzten Fahrräder sind häufig manipuliert. Das sind die beiden Seiten ein und derselben "Medaille".

    Das Schlimme an dem Nichteinhalten der Verkehrsregeln und Fahrzeug-Zulassungsvorschriften ist: Es trägt dazu bei den Radverkehr in Misskredit zu bringen. Beides muss angegangen werden, denn zu vernünftigen Arbeitsbedingungen gehört auch, dass zuverlässig geprüfte Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Und der Arbeitgeber muss nachweisen, dass durch Schulung des Personals das Einhalten von Verkehrsregeln sicher gestellt wird.

    Ohne Fangnetz hätte ich mich ja gar nicht erst nach vorne gelehnt. 8o

    In den Anfangsjahren gab es in der Tat keine Sicherung über dem Fluss. Dafür waren aber Zäune auf dem Bahnsteig montiert, die nur an den Türstellen passiert werden konnten (z.B. Minute 2:10), so wie heute in manchen U-Bahnstationen. Das hat man aber schon sehr früh umgebaut als sich herausstellte, dass die Türchen den Fahrgastwechsel zu stark behinderten.

    Heute haben die im Zuge der Gerüsterneuerung ab 1995 ebenfalls grundlegend renovierten Bahnsteige AFAIK alle stabile engmaschige Gitter anstatt des früher gespannten Maschendrahts von der Rolle. Da sieht man eh nicht mehr viel.

    Bei Minute 3:20 kann man die Zäune auch noch mal sehen. Da hättest du dich allenfalls über den Zaun lehnen können.

    Diese "Zaun-Geschichte" erinnert mich an die Metro in Lille. Übrigens ähnlich wie die Wuppertaler Schwebebahn ebenfalls ein interessantes Beispiel dafür, dass Mobilität ohne tödlichen Unfälle möglich ist, wenn die Infrastruktur stimmt und das heißt unter anderem, dass der ÖPNV eine zentrale Rolle spielt. Hier ein sehr kurzer Film (weniger als 1 Minute), in dem das Öffnen der automatischen Bahnsteigtüren gezeigt wird, die sich gleichzeitig mit den Türen des gerade eingefahrenen Zuges öffnen:

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    Sind die Maschedrahtnetze eigentlich ab dem ersten Tag Betriebsbeginn der Wuppertaler Schwebebahn schon installiert gewesen? Oder standen die wartenden Fahrgästen anfangs vor dem Abgrund?

    Ich habe die wenigen Fahrten mit der Schwebebahn bei einem Wuppertalbesuch sehr genossen. Aber, weil ungewohnt, war der Blick an der Haltestelle in den Abgrund schon ein wenig "gewöhnungsbedürftig". Aber du bist ja anscheinend damit aufgewachsen. Wie oft kommt das etwa vor, dass ein Fahrgast ins Fangnetz stürzt? Und wird so was von jungen Leuten auch als "Mutprobe" gemacht?

    Ist das Fangnetz an den Haltestellen der Wuppertaler Schwebebahn möglicherweise die einzige Verkehrinfrastruktur-Sicherheitsmaßnahme, die du für akzeptabel und wirksam hältst? Entschuldige, dass ich so frage, aber bei deiner zahlreichen Kritik an der Wirksamkeit von Verkehrinfrastruktur-Sicherheitsmaßnahmen, frage ich mich schon, ob es in dem Bereich etwas gibt, dem du vorbehaltlos zustimmen kannst.

    "Norwegen hat ein Tempo-30-Limit als Standard für Ortsdurchfahrten eingeführt. Wenn eine Straße bewertet werde, solle eine Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde künftig der Ausgangspunkt sein, heißt es in einem Dokument der norwegischen Verkehrsbehörde Statens vegvesen. Man solle sich künftig »an den Bedürfnissen von Fußgängern und Radfahrenden orientieren«. Die Regel gilt seit vergangener Woche."

    Norwegen: Tempo 30 wird Standard in geschlossenen Ortschaften
    Auf norwegischen Straßen soll innerhalb von Siedlungen künftig grundsätzlich Tempo 30 gelten. Städte haben sich an den Bedürfnissen von Fußgängern und…
    www.spiegel.de

    Zwar gilt weiterhin Tempo 50 als Höchstgeschwindigkeit innerorts. Aber: "Experten rechnen jedoch mit einer »Flut« neuer Geschwindigkeitsbegrenzungen, schreibt die Stadtplanerin Anine Hartmann auf der Plattform Bluesky. Dies sei »ein bedeutender Sieg für die Verkehrssicherheit«.

    (...)

    Norwegen gehört bereits heute zu den Ländern mit den weltweit sichersten Straßen. Im Jahr 2024 gab es 16 Verkehrstote pro einer Million Einwohner. In Deutschland waren es 33. In der Hauptstadt Oslo gilt bereits in vielen Vierteln vollständig Tempo 30, ein Großteil des Innenstadtbereichs ist autoarme Zone."

    Das sind erfreuliche Nachrichten aus Norwegen. Aber auch hier fehlt der Hinweis darauf, dass besonders stark vom Autoverkehr belastete Straßen, auf denen die Autos häufig Staus bilden, durch die Tempo-30-Maßnahme eine höhere Fahrzeugkapazität bewältigen können als bisher.

    Tempo 30 verbessert deshalb nicht unbedingt die Umweltqualität und den Klimaschutz. Tempo 30 sorgt für einen verbesserten Verkehrsfluss und erhöht so die Kapazität der vorhandenen Autoverkehrsinfrastruktur. Deshalb ist es so wichtig, dort, wo Tempo 30 angeordnet wird, zusätzliche Maßnahmen zur Fahrzeugreduktion durchzuführen.

    Dieses Foto mit einem Pedelec-Fahrer auf einem "Fatbike" zeigt deutlich, dass die Sitzposition nicht zum Pedalieren geeignet ist.

    Und es wird auch nicht viel pedaliert von vielen Fatbike-Fahrer*innen.

    Die Motorkraft-Unterstützung ist offensichtlich auf Maximum eingestellt und die Pedalier-Bewegung gleicht mehr einem Treten im Leerlauf.

    Zusätzlich habe ich mehrfach beobachtet, dass trotz eines Tempos deutlich über 6 km/h vom Fahrer überhaupt nicht pedaliert wurde.

    Ein klarer Hinweis darauf, dass das "Pedelec" manipuliert wurde.

    Auf keinen Fall hat ein solches Zweirad-Fahrzeug den Namen Fahrrad verdient!

    Entsprechend müsste man eigentlich von "Fatbike-Kurierdienst" statt Fahrradkurierdienst sprechen!