Beiträge von Ullie

    Der ADFC Baden-Württemberg bietet einen Wahl-o-Mat  Wahl-o-Rad zur Landtagswahl am 8. März 2026 an!

    Wahl-o-Rad zur Landtagswahl 2026 Baden Württemberg

    Will man seine Antwort doppelt gewichten, dann ist es wichtig zuerst auf "These doppelt gewichten" zu drücken.

    Es ist allerdings keine Limitierung für "doppelt gewichten" gegeben. Und bei vielen Fragen werden die allermeisten Menschen zustimmen.

    Entsprechend haben wohl auch die Parteien ihre Wahlprogramme gestrickt, so dass man oft sehr viele Parteien findet, die angeblich die Interessen der Radfahrer*innen vertreten.

    Stimmt man allen Fahrradfahrer*innen-freundlichen ADFC-Aussagen zu, dann schneiden allerdings CDU und FDP eher schlecht ab.

    Der Wahl-o-Rad ist längst nicht so komplex wie der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Der hat immerhin satte 38 Fragen und man findet ihn hier: https://www.wahl-o-mat.de/bw2026/app/main_app.html

    Trotz der 38 Fragen gibt es keine einzige, die das Thema Fahrrad thematisiert. Bei einer der Fragen kann man mit etwas Fantasie ans Fahrrad denken:

    Das ist: "Baden-Württemberg soll am Ziel der Klimaneutralität festhalten."

    Es soll ja aber auch Leute geben, die halt so einen Plug-In Hybrid nie laden und dann eben nur mit dem Verbrenner unterwegs sind. Völlig logisch, dass das mit 1 - 2 l/100 km nichts werden kann.

    Deine Annahme bestätigt die Automobilexpertin Beatrix Keim in diesem WDR-Interview vom 19.2.2026 ab Minute 2:06 von 2:52

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    Zitat: "Ein Plug-in Hybrid wird kaum wirklich elektrisch genutzt."

    Nun hat der VGH aber doch recht zügig und noch vor der Kommunalwahl am 08. März entscheiden.

    Wenn man bedenkt, dass über Jahre hinweg Hybrid-Autos die vierfache Menge an Abgasen mit CO2 und Schadstoffen ausgestoßen haben als angegeben, dann ist selbst Tempo 12,5 km/h (ein Viertel von 50 km/h) angebracht für die Landshuter Allee.:evil:

    "Dass Autos - auch anderer Antriebsarten - im Alltag vom im vorgegebenen WLTP-Zyklus gemessenen Normverbrauch abweichen, ist bekannt. Auch der Vorwurf, dass die Differenz bei Plug-in-Hybriden besonders hoch sein könnte, wird immer wieder vorgebracht. Der jetzt gemessene Unterschied ist allerdings extrem: Während der durchschnittliche Normverbrauch ungefähr bei 1,4 bis 1,6 Litern auf 100 Kilometern lag, waren es den Realdaten zufolge - je nach Berechnungsmethode zwischen 5,8 und 6,1 Liter pro 100 Kilometer und damit in der Nähe reiner Verbrenner. Entsprechend höher sind CO2-Ausstoß und Spritkosten."

    mittelhessen.de vom 18.2.26: So viel durstiger als angegeben sind Plug-in-Hybride

    So viel durstiger als angegeben sind Plug-in-Hybride
    Das Fraunhofer ISI hat Daten von einer Million Fahrzeuge ausgewertet. Im Alltagsbetrieb auf der Straße schluckten sie einem Bericht zufolge im Schnitt das…
    www.mittelhessen.de

    Auf dem Auto steht ja die Frage, ob man ein Führerschein braucht, um Polizist*in zu werden.

    Diese Frage stelle ich immer wieder gerne den Mitarbeiter*innen im Verkehrsaußendienst, die für die Parkraumüberwachung zuständig sind.

    Bislang habe ich noch niemanden getroffen ohne Führerschein. Dabei wäre es meines Erachtens dringend notwendig, dass sehr viel mehr Menschen ohne Führerschein beim Verkehrsaußendienst arbeiten. Möglicherweise haben die weniger Mitleid mit Falschparker*innen?

    Wenn man hier nachguckt, erfährt man, dass man auch ohne Führerschein eine Ausbildung bei der Polizei Hamburg beginnen kann. Allerdings muss der Führerschein gemacht werden vor Ende der Ausbildung. Die Polizei Hamburg unterstützt mit 1000 Euro den Erwerb des Führerscheins:

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    Oha.

    Genau das war Winston Smiths Beruf. "Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit"

    Winston Smith war Mitarbeiter im Ministerium für Wahrheit in George Orwells 1984. Archive.today oder irgendein anderer privat betriebener Archivdienst, auch Wikipedia, ist keine staatliche Stelle. Insofern hinkt dein Vergleich.

    Ich hatte archive.today unter anderem in diesem Diskussionsforum kennengelernt, weil andere Nutzer Links dorthin veröffentlichten.

    Zweifel daran wurden aber ebenfalls, auch in diesem Forum geäußert.

    Und jetzt? Da muss ich wohl in Zukunft auf den Zugriff verzichten auf Artikel, die auf archive.today veröffentlicht werden.

    Was mir in der Vergangenheit aufgefallen ist: Es gab zum Beispiel HAZ-Artikel, die nicht auf archive.today abrufbar waren. Auch Wochen nach ihremn Erscheinen nicht.

    Mein Eindruck war, dass die HAZ es bei bestimmten Artikeln zulässt, dass sie bei archive.today landen, bei anderen Artikeln aber nicht. Und ich habe mich gefragt, ob das eine Strategie der HAZ ist, dass sie archive.today mal ein paar Brocken hinschmeißt, die sich in das Archiv kopieren lassen, aber andere mit einer Sperre versieht. Bekannt machen, aber nicht alles preisgeben. So ähnlich wie die kostenlose Wochenendzeitung aus demselben Verlagshaus, die vollgestopft ist mit Werbung, aber auch einige vernünftige und gut recherchierte Artikel enthält, die allerdings in der Regel bereits im Lauf der Woche in den Tageszeitungsausgaben erschienen sind.

    Dieser ADAC Propagandafilm gegen einen verbindlichen ISA zeigt, dass mit diesem Assistenzsistem ein empfindlicher Nerv der Autofahrerlobby getroffen ist.

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    Interessant ist die Doppelbödigkeit des Films. Einerseits wird ISA als "Nervmaschine" verpönt und von den Herstellern und dem Gesetzgeber verlangt, dass der Warnton abgeschaltet können werden muss. Und/oder, dass der Geschwindigkeitsassistent stärker in Eigenverantwortung des Fahrers konfiguriert werden können muss. Siehe zum Beispiel Minute 1:05 von 7:28. Da beklagt der ADAC-Protagonist bei einer Tempo-30-Vorgabe: "Nur 3% über Tacho und schon geht sie los die Warnkaskade." Im Klartext: Ein Geschwindigkeitsassistent, der mich daran hindert ein bisschen schneller zu fahren als erlaubt, ist "nervig".

    Andererseits wird im letzten Drittel des Films ein anderes Auto mit einem Geschwindigkeitsassistenzsystem vorgestellt, das mit einem Abstandsregelautomat gekoppelt ist, der das Fahrzeug auch dann automatisch im Tempo reduziert, wenn zum Beispiel der Kurvenverlauf es notwendig macht, deutlich langsamer zu fahren. Dazu die Aussage des ADAC-Protagonisten im Film: "Da liegt das echte Potenzial des Intelligenten Geschwindigkeitsassistenten." Merkwürdig nur: Da "philosophiert" er nicht über den Verbindlichkeitsgrad. Dabei bin ich mir sicher, dass nicht wenige "Gaspedalritter" beim Zuschauen an der Stelle sagen würden: "Pff, die Kurve würde ich locker mit 50 statt mit 30 nehmen."

    Erinnert mich gerade an Gurtverweigerer, weil irgendwann mal jemand im See gestorben ist, weil er durch den Gurt nicht schnell genug aus dem Auto kam.

    Ein neues System muss nicht zu 100% fehlerfrei sein. Es ist schon dann sinnvoll, wenn es signifikant weniger Unfälle/Verletzte/Tote gibt.

    Die aktuellen Bestimmungen schreiben nicht zwingend vor, dass ISA auf zwei Quellen zugreifen muss. (Kamera UND Navidaten) Aber es gibt Vorschriften für die Genauigkeit, die es nahelegen, ein ISA mit beiden Informationsquellen zu benutzen. Im Zweifel ist die Schildererkennung priorisiert. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass das passiert, was Schlau Meier beschreibt:

    Wenn aber nun am Verzögerungsstreifen für die ausfädelnden Fahrzeuge wegen einer engen Kurve ein "40" hängt und daher das Fahrzeug auf der Überholspur plötzlich auf 40 abbremst, dann wird es gefährlich.

    Andererseits bringt ISA nicht den voll möglichen Sicherheitsvorteil, wenn es zu leicht überstimmt werden kann. Und ISA und die Umgebung werden schneller optimiert, wenn ISA verbindlich ist.

    Was die "Gurtverweigerer" mit Angst vor Fahrzeugbränden angeht, hat man übrigens dieses Gerät erfunden, um sie zu besänftigen:

    Gurtmesser – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Vergleichbar ist ein ISA mit Kickdown-Mechanismus, bei dem das Gaspedal einen deutlich hohen Widerstand leistet. Der Mechanismus ermöglicht aber ein Überstimmen der ISA-Tempolimitierung.

    Aber es sind auch Systeme zulässig, die lediglich mit Warnlampe und Warnton auf die Geschwindigkeitsübertretung hinweisen. Und ISA kann abgeschaltet werden. Es muss sich aber bei einem Neustart wieder einschalten.

    Seit ISA hat sich meine Empathie-Fähigkeit für Autofahrer*innen, die an einer Tempokontrollstation zu schnell fuhren, noch einmal deutlich vermindert. Ob ISA insgesamt dazu beiträgt, dass mehr Menschen Tempolimits respektieren? Zumindest habe ich kein Mitleid für einen "Temposünder", der sagt: "ISA schalte ich sowieso sofort immer aus, wenn ich losfahre, das nervt nur."

    Richtig, es gibt schon sehr zuverlässige Autopiloten auf dem Markt.

    Aber mach' doch mal einen Punkt:

    Wir schaffen es nichtmal, dass in 10 Jahren die NEUzulassung von Verbrennerfahrzeugen weitgehend untersagt wird. Wie willst Du denn plötzlich da sowas durchsetzen?

    ISA funktioniert bei Fahrzeugen mit Verbrennermotoren, aber auch bei Fahrzeugen mit Elektromotor.

    Dass es derzeit nach einem Ausstieg aus dem Verbrenner-Ausstieg aussieht, ist bedauerlich, man könnte auch sagen ungeheuerlich.

    Aber das kann ja nicht bedeuten, bei der Frage nach ISA die Hände in den Schoß zu legen!

    ISA, der Intelligente Geschwindigkeitsassistent, ist für Neuwagen Pflicht, wenn auch leider kein verbindliches ISA, wie es zum Beispiel der ETSC fordert. Siehe hier: https://etsc.eu/intelligent-speed-assistance-isa/ Der ETSC ist der European Transport Safety Council („Europäischer Verkehrssicherheitsrat“)

    Immerhin ist seit 2024 ISA Pflicht bei Neuwagen. Genauso wie es Pflicht ist, dass an die Fahrzeuge ein Alcolock angeschlossen können werden muss, der das Fahrzeug erst freigibt, wenn der Fahrer in ein Alkoholteströhrchen pustet. Nicht nur die Anschlussmöglichkeit sondern auch das Gerät selbst sollten meines Erachtens verbindlich sein. Aber die beste Wirksamkeit würde das erst entfalten, wenn auch eine 0-Promille-Grenze beim Autofahren gelten würde. Trotzdem ist es gut, dass bei Neuwagen die Steuerungstechnik eingebaut sein muss, die es unkompliziert ermöglicht, einen Alcolock zu installieren.

    Und weil mir bei dieser Gelegenheit dieser Film einfällt auch hier der Link:

    Smog ist ein gesellschaftskritischer deutscher Film von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1973. Er wurde ausschließlich für das Fernsehen produziert. Viele Zuschauer hielten die Pseudo-Doku für real und riefen während der Ausstrahlung am 15. April 1973 besorgt beim Fernsehsender WDR an.

    Seit vier Tagen dauert eine bedrohliche Smog-Wetterlage im Ruhrgebiet an. Die vom Menschen mitverursachte Umweltkatastrophe bahnt sich langsam an.

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    Auf youtube in 9 Teilen

    Passend zum Thema dieser Film, den ich in der ARTE-Mediathek gefunden habe:

    Als London im Smog verschwand - Die ganze Doku | ARTE
    Dezember 1952. Ein dichter, toxischer Nebel umhüllte London und führte zu 12.000 Todesopfern. Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Mit einem…
    www.arte.tv

    auf youtube:

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    "Zur Zeit des Londoner Killer-Smog nahm kein Arzt ernsthaft an, dass Luftverschmutzung töten könnte." Zitat am Anfang des Filmes mit Original-Filmaufnahmen von 1952.

    "Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid-Antrieb (PHEV) verbrauchen in der Praxis erheblich mehr Kraftstoff als in den offiziellen EU-Typgenehmigungen angegeben. (...) Die Ergebnisse der aktuellen Analyse geben den Kritikern offenbar Recht. Laut der Studie verbrauchen die eine Million untersuchten Fahrzeuge im Durchschnitt fast sechs Liter Kraftstoff und damit 300 Prozent mehr als in den Herstellerangaben der EU-Typgenehmigung."

    tagesschau vom 18.2.26 https://www.tagesschau.de/investigativ/s…brauch-100.html

    :/Ein viermal höherer Verbrauch und über viele Jahre hinaus merkt das keiner so richtig? Oder will es einfach keiner wahrhaben? Von wegen "Brückentechnologie" usw.

    Hier geht es zur Studie des Frauenhoferinstituts, der Link ist in der tagesschaumeldung angegeben:

    https://www.tagesschau.de/analysephev-100.pdf

    Kann ich bestätigen. Gerade 30er-Schilder ohne Aufhebung (Baustelle, Schule, Altenheim) bleiben teilweise kilometerweise "aktiv" im System.

    Wie erklärst du dir das? Und welche technischen Verbesserungsmöglichkeiten siehst du?

    Die Kamera das Tempo 30 Schild und außerdem ist der Tempo-30-Abschnitt in dem digitalen Kartenmaterial hinterlegt. Beide liefern die Daten für den Intelligenten Geschwindigkeitsassistenten ISA.

    Mehr dazu hier: RE: Warum wir dringend ISA verbindlich für alle Autos brauchen!

    Ein strecken-30 wird von ISA zwar erkannt, aber das Ende des 30-Abschnitts, der sich zum Beispiel lediglich auf eine klar erkannbare kurze Gefahrenstrecke bezieht, wird von ISA nicht erkannt. Was tun?

    Die Kamera erkennt das Tempo 30 Schild und außerdem ist der Tempo-30-Abschnitt in dem digitalen Kartenmaterial hinterlegt. Beide liefern die Daten für den Intelligenten Gewchwindigkeitsassitenten ISA.

    Das digitale Kartenmaterial informiert über das Ende des Tempo-30-Abschnitts, die Kamera erfasst jedoch kein Ende der 30er-Zone Schild. ISA ist so programmiert, dass es in diesem Fall keine Beschleunigung über 30-km zulässt, obwohl eine der beiden Entscheidungs-Quellen, nämlich das digitale Kartenmaterial, ein höheres Tempo zulässt.

    Ein möglicher Lösungsweg könnten aktive Verkehrsschilder sein, die als dritte Entscheidungs-Quelle zusätzliche Informationen an die Fahrzeuge liefern und von den eingebauten ISA erkannt werden. In dem Fall, dass das Tempo-30-Schild nur für einen kurzen Streckenabschnitt gilt.

    Und hier dann die nächsten Kilometer mit 10km/h?

    https://www.google.de/maps/@53.72307…SoASAFQAw%3D%3D

    Ich kann die Intention verstehen aber zumindest mit den aktuellen Systemen geht das einfach noch nicht zuverlässig. Aus meiner Sicht ist auch nicht zwingend allgemein die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit das Problem sondern einfach an die Situation unangepasste Geschwindigkeit und riskante und verbotene Fahrmanöver, knappes Überholen, Fahren ohne Sicht usw.

    Warum sollte ein ISA, das auf Navi-Daten und Kamera zugreifen kann, nicht in der Lage sein soll, zu erkennen, dass sich die 10 km/h und 12 t max auf die Einfahrt in das Firmengelände bezieht?

    Aber selbst wenn das der Fall ist, dann ist es ein Leichtes, die Schilder entsprechend zu verändern und/oder die Kartendaten so zu verbessern, dass klar ist, was gilt. Und du schreibst selbst:

    Ich kann die Intention verstehen aber zumindest mit den aktuellen Systemen geht das einfach noch nicht zuverlässig.

    Du hast vermutlich nicht alle Systeme ausprobiert, die auf dem Markt sind. Deine Aussage ist zu pauschal.

    Aber selbst wenn aktuelle Systeme noch Macken haben, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, vorhandene Systeme zu verbessern und die Umgebung so zu verbessern, dass ISA fehlerfrei funktioniert.

    Dann muss in deinem Beipiel das Schild auf dem Firmengelände eben so aufgestellt werden, dass es nicht zu Irritationen führt, zumal es so, wie es jetzt steht auch Autofahrer*innen verwirren kann, die kein ISA eingebaut haben.

    Dazu kommt, dass ISA nicht den Fahrer aus seiner Verantwortung entlässt. Es gibt selbstverständlich zahlreiche Situationen im Straßenverkehr, wo es nicht ausreicht, sich darauf zu verlassen, dass ISA das Fahrzeug ausreichend entschleunigt. Zumal ISA den aktuellen Bestimmungen entsprechend so verbaut ist, dass es nicht das Fahrzeug aktiv herunterbremst, sondern eine Beschleunigung über die vorgegebene Tempobegrenzung hinaus verhindert.

    Dafür braucht es keine mehrspurige Landshuter Allee: Kapazitätsreserve Stehplätze im Umfang von mehr als 200% zusätzlicher Transportkapazität:

    E-Citaro Gelenkbus der Üstra: 42 Sitzplätze und 91 Stehplätze. Kapazitätsreserve in Form von Stehplätzen: 42/91x100=217%

    ÜSTRA Busse in Hannover - Moderne Vielfalt auf der Straße
    Im Busnetz der ÜSTRA fahren Busse mit unterschiedlichen Antriebsarten. Ob Solo- oder Gelenkbus: Hier finden die Fahrgäste Platz.
    www.uestra.de

    Das Problem an mehrspurigen stark befahrenen Einfallstraßen ist, dass sie nur in den Verkehrsspitzen sehr stark befahren sind, in den verkehrsschwachen Zeiten aber zum Rasen einladen. Zu den Versuchen daran etwas zu ändern gehören zum Beispiel flexible Arbeitszeiten.

    Würde man das konsequent umsetzen, dann würden die "flexiblen" Arbeitszeit nicht mehr vom Arbeitnehmer oder Arbeitgeber bestimmt, sondern von der Straßenverwaltung. Dann könnte man ganz sicher die Transportkapazität um ca. 200% steigern. Oder anders ausgedrückt: dreispurige Einfallstraßen (je Richtung) könnten auf einspurig zurückgebaut werden.

    Einer der großen Fehler der Verkehrsentwicklung ist, dass das Individual-Verkehrsmittel Auto nicht im eigentlichen Sinne genutzt wird, als individuelles Verkehrsmittel, sondern dass es zu einem Massenverkehrsmittel wurde, das die eigentlichen Massenverkehrsmittel des ÖPNV, nämlich Busse, Straßenbahnen, Stadtbahnen, Züge vielerorts den Platz weggenommen hat, bzw. mancherorts zum Bau von extrem kostspieligen Untergrundbahnen (U-Bahn und Untergrund S-Bahnen) geführt hat. Darüber hinaus hat der massenhafte Autoverkehr bewirkt, dass das Fahrradfahren extrem unattraktiv geworden ist und der Radverkehr häufig auf umwegige Strecken ausweicht, weil die Hauptverkehrsstraßen unbenutzbar gemacht wurden vom Autoverkehr.

    Der Vorteil des ÖPNV ist: Nimmt man als einfache Auslastung eines ÖPNV-Verkehrsmittels an, dass alle vorhandenen Sitzplätze besetzt sind, dann gibt es darüber hinaus eine Reserve, nämlich die Stehplätze, die eine Kapazitätserweiterung von zusätzlich 200% Auslastung ermöglicht. Und dafür benötigt ein ÖPNV-Verkehrsmittel keine zusätzliche Verkehrsfläche oder Fahrspuren, weil diese Erweiterung um 200% innerhalb des ohnehin vorhandenen und sich im Betrieb befindlichen ÖPNV-Fahrzeuges stattfindet.

    Im Prinzip hätten die zahlreichen Autos im Berufsverkehr ebenfalls eine stattliche Kapazitätsreserve zu bieten. Die meisten PKW sind nämlich nur mit rechnerisch rund 1,5 Personen besetzt. Da würden auch 4 bis 5 Personen komfortabel reinpassen. Das wäre dann auch eine Kapazitätsreserve von zusätzlich 200%! Die Nutzung dieser Kapazitätsreserve findet aber im Autoverkehr nicht statt, im ÖPNV dagegen sehr wohl!

    Für eine konsequent auf den ÖPNV ausgerichtete Verkehrswende bräuchte es keine mehrspurige Landshuter Allee!

    Antwort auf: RE: Woche 07 vom 09. bis 15.02.2026

    Fahrbahnradler hat in dem Beitrag Bedenken geäußert, das ISA nicht ausreichend zuverlässig arbeite, um es verbindlich zu machen.

    ISA wird von mindestens zwei Erkennungs-Geräten gespeist. Kamera und Navidaten. Mir scheint es zu einfach gedacht, dass ein ISA sich ausschließlich nur auf die Kamera-Informationen verlässt und zum Beispiel in einem 30er-Abschnitt es zulässt, dass der Fahrer das Fahrzeug auf Tempo 50 beschleunigen kann, weil das Tempo 30 Schild verdeckt war. Oder dass ISA nichts davon mitbekommt, dass sie 30er-Zone endet, weil ein Wohnmobil vor dem Tempo-30-Zone-Ende-Schild parkt.

    Die Angaben zu Straßenabschnitten mit Tempobegrenzungen sind auch aus den Navidaten (GPS-Kartendaten) ablesbar.

    Und wenn da etwas nicht verzeichnet ist, dann gibt es Möglichkeiten die ISA-Systeme und die Umgebung so zu verbessern, dass sie trotzdem zuverlässig arbeiten. Zum Beispiel "aktive Verkehrsschilder", die Daten an die Fahrzeuge senden, und die auch im optisch verdeckten Zustand von einem ISA erkannt werden.

    Ein Intelligenter Geschwindigkeitsassistent, der ausschließlich nur mit Kameras arbeitet, ist jedenfalls nicht ausreichend, aber auch nicht der aktuelle Stand der Technik. Ein ISA das sich nicht einfach mal so eben überstimmen lässt, muss technologischer ausgereifter sein.

    Und es ist ein mehrstufiger Ausbau (auch der Umgebung) vorstellbar, der ebenfalls heute schon verwirklichbar ist: Die Navidaten ermöglichen es zum Beispiel, dass das Fahrzeug erkennt, ob es innerhalb einer geschlossenen Ortschaft bewegt wird. Ein Intelligenter Geschwindigkeitsassistent kann das Fahrzeug so abriegeln, dass nicht mehr als auf Tempo 30 beschleunigt werden kann.

    Wenn grundsätzlich und ausnahmslos gilt, dass innerhalb einer geschlossenen Ortschaft nicht schneller als Tempo 50 gefahren werden darf, dann ist es mit einer mehr als ausreichend hohen Zuverlässigkeit möglich, solche Raser technisch auszubremsen: "Er fuhr so schnell und rücksichtslos, dass die Polizei die Verfolgung abbrach – aus Sicherheitsgründen: Ein 25-Jähriger ist mit wahnwitzigem Tempo durch Elmshorn bei Hamburg gerast. Das kommt ihn nun teuer zu stehen." Mopo vom 12.5.25: "Mit 150 Sachen durch Ortschaft: Junger Raser muss richtig blechen"

    Mit 150 Sachen durch Ortschaft: Junger Raser muss richtig blechen
    Er fuhr so schnell und rücksichtslos, dass die Polizei die Verfolgung abbrach – aus Sicherheitsgründen: Ein 25-Jähriger ist mit wahnwitzigem Tempo durch
    www.mopo.de

    ISA könnte in zwei Stufen arbeiten: Innerhalb geschlossener Ortschaften auf keine Fall mehr als Tempo 50 zulassen (in Fällen, in denen Tempo 30 gilt und vom Fahrer überschritten wird, können Warnsignale oder erhöhter Pedalgegendruck ein langsamer Fahren begünstigen.) Bei Tempo 50 wäre aber grundsätzlich kein weiteres Beschleunigen mehr möglich. Ausnahme: Zum Beispiel Polizeifahrzeuge im Einsatz.

    Typische Fehler:

    Ein Lkw parkt vor dem Schild, das die 30-er Zone beendet.

    ISA wird von mindestens zwei Erkennungs-Geräten gespeist. Kamera und Navidaten. Mir scheint es zu einfach gedacht, dass ein ISA sich ausschließlich nur auf die Kamera-Informationen verlässt und zum Beispiel in einem 30er-Abschnitt es zulässt, dass der Fahrer das Fahrzeug auf Tempo 50 beschleunigen kann, weil das Tempo 30 Schild verdeckt war. Oder dass ISA nichts davon mitbekommt, dass die 30er-Zone endet, weil ein LKW vor dem Tempo-30-Zone-Ende-Schild parkt. Mehr auf Warum wir dringend ISA verbindlich für alle Autos brauchen!

    Warum hatte die Stadt München eigentlich die Tempo-30-Begrenzung auf der Landshuter Allee zurückgenommen?

    Standen die Autolobbyisten in den Startlöchern, um die Stadt gerichtlich dazu zu zwingen, die Tempo-30-Regelung zurückzunehmen? Und standen die Chancen dafür so gut, dass befürchtet werden musste, dass die Stadt keine Chance gehabt hätte, an der Tempo-30-Regelung festzuhalten?

    Dass jetzt ein Gericht geurteilt hat, es sei rechtens, an der Tempo-30-Regelung festzuhalten, verschärft den Verdacht, dass München von "Bleifuß-Rittern" regiert wird.