Nirgendwo, das war blanker Sarkasmus in Analogie zum real publizierten Unsinn über die vermeintlich zunehmenden Gefahren für deutsche Radler.
Im Prinzip mag ich es ja, wenn gängige Betrachtungsweisen radikal hinterfragt werden. Bisweilen trägt das zu interessantem Erkenntnisgewinn bei. Aber wenn man dieses Hinterfragen gängiger Betrachtungsweisen mit zu viel Sarkasmus würzt, dann wird es schnell missverständlich.
Und wenn man den Erkenntnisgewinn als übertrieben gesichert annimmt, dann kann man damit natürlich trotzdem falsch liegen.
Ich mach mal ein Beispiel, bei dem ich allerdings noch nicht in jeder Hinsicht zu einem gesicherten Erkenntnisgewinn gekommen bin:
Wenn ich mit Bekannten zusammen unterwegs bin und wir schicken uns an, eine Treppe zu benutzen, dann mache ich gerne darauf aufmerksam, dass es günstiger sei zur Vermeidung schwerer Unfälle den Aufzug zu benutzen. Das wird jedoch meist abgelehnt.
Begründungen sind: "Es sei ja gar kein Aufzug vorhanden."
"Der Aufzug sei zu weit weg und mit einem Umweg verbunden."
"Die Benutzung des Aufzugs sei mit Wartezeiten verbunden."
"Ich habe Angst, im Aufzug stecken zu bleiben."
"Es ist zu energieaufwendig, einen Aufzug zu bauen und zu betreiben."
"Die Aufzüge sind für gehbehinderte und andere Menschen frei zu halten, die in besonderer Weise darauf angewiesen sind."
"Treppen sind ein Fitnessgerät für den Alltag und fördern die Bewegung."
"Ich solle nicht zu faul sein, und mich mal ein bisschen aktiv bewegen."
Auf diese Einwände finde ich in der Regel Antworten, die bisweilen zu interessanten weiterführenden Überlegungen führen.
Natürlich kommt es auch vor, dass man irgendwann zu spitzen Bemerkungen übergeht. Die letzten beiden Sätze, die im Grunde dasselbe aussagen zeigen, wie man unterschiedlich dosiert etwas aussagen kann. Das kann dann schnell in Richtung persönlicher Angriff gehen.
Ich sehe gerade, du hattest deine Aussage mit dem Teufelchen-Smilie als Ironie markiert. Ich bin trotzdem nicht drauf gekommen, dass da absolut nichts dran ist.