Fußgänger-Alleinunfälle sind per gesetzlicher Definition keine "Verkehrsunfälle". Sie tauchen in der amtlichen Todesursachenstatistik gemeinsam und undifferenziert mit anderen Stürzen (zu Hause, im Garten, bei der Arbeit) mit auf. Wie viele davon im Verkehr auf der Straße passiert sind, weiß wahrscheinlich nur die Fritz-Wunderlich-Stiftung.
Ernsthaft: aufgrund der enormen Anzahl der Todesursache "Stürze" (ICD-10 W00-W19) darf man plausibel annehmen, dass der Anteil davon, der auf öffentlichen Verkehrsflächen geschieht, die "Fußgänger"-Werte aus der Verkehrsunfallstatistik (ICD-10 V01-V09) um ein Mehrfaches übersteigen dürfte. Für diese Annahme spricht u.a., dass die gelistete Ursache "Treppensturz" (ICD-10 W10) nur 1/10 der tödlichen Stürze umfasst - zumal diese durchaus auch nicht nur im häuslichen Umfeld, sondern auch auf öffentlichen Verkehrsflächen passieren werden.
Auch so eine "Mission-Impossible": Versuche deine Mitmenschen darauf aufmerksam zumachen, dass ihre Schuhbänder nicht ordentlich geschnürt sind, sondern so weit herunterhängen, dass eine Sturzgefährdung besteht. (Auf diese Art starb laut wikipedia der Tenor-Sänger Fritz Wunderlich). Ich vermute jedoch, dass es eine sehr viel höhere Erfolgsquote bei dieser "Mission-Impossible" gibt, als bei dem Versuch, Fahrradfahrer*innen davon zu überzeugen, die Fahrbahn anstatt den Fahrradweg zu benutzen. ![]()
Bei wie vielen Treppenstürzen wohl ähnlich wie bei Fritz Wunderlich herabhängende Schnürsenkel eine Rolle spielen?
Dringender Appell: ![]()
Jeder sollte rechtzeitig sich damit anfreunden, statt Schnürsenkel-Schuhen solche mit Klett-Verschlüssen zu tragen!![]()