Beiträge von Ullie

    Dazu eine Meinung zu haben ist eine Sache. Aber wie damit politisch umzugehen ist eine andere. Es sieht nicht danach aus, dass es Fahrzeugbenutzer*innen verboten werden kann, Dashcams zu benutzen. Also wurden Auflagen dafür erteilt, wie zum Beispiel das Überschreiben der Bilder nach einem festgelegten Zeitraum.

    Und jetzt kommen die Öffis ins Spiel. Sollen die Verkehrsunternehmen darauf verzichten, gegebenenfalls mit moderner Kameratechnik sich zur Wehr zu setzen zum Beispiel gegen Autos, die auf Busspuren parken oder im Haltestellenbereich und den Omnibus blockieren?

    Eigentlich gibt es ja bereits einen Thread, in dem über Fahrradhelme diskutiert wird. Dort habe ich jetzt einen neuen Beitrag geschrieben mit einem Vergleich zum Reitsport. Deshalb das Foto von behelmter Reiterpolizei. Und hier der Link zum neuen Beitrag im Thread: RE: Die Gretchenfrage: Wie habt ihr’s mit dem Helm?

    Dass hier die Helmdiskussion hochkochte, hatte unter anderem mit dem FAZ-Artikel zu tun, in dem ein Radprofi kritisierte, dass die meisten Radfahrer*innen nicht richtig bremsen könnten. Und der in dem Artikel zum Thema Fahrradhelm empfohlen hatte: "Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand. Ich würde mal behaupten, dass ich ganz okay auf dem Rad sitze. Dennoch würde ich nie im Leben auf den Gedanken kommen, auch nur eine Sekunde ohne Helm zu fahren."

    Hier im Forum wird schon mehrere Beiträge lang über den Fahrradhelm diskutiert. Allerdings in dem Thread Medienhinweise, Woche 24 vom 08. bis 14. Juni 2026

    Dort wurde ein Artikel der FAZ vom 12.6.26 verlinkt: RE: Woche 24 vom 08. bis 14. Juni 2026

    Darin steht, dass Radfahrer nicht genügend geübt seien darin, richtig zu bremsen. Ein Radsport-Weltmeister behauptet provokant: "Beim Bremsen bereiten Radfahrer ihre Hinrichtung vor".

    Auch zum Thema Fahrradhelm wird der Profi in dem Artikel befragt: "Appellieren Sie wie viele andere auch für eine Helmpflicht?
    Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand. Ich würde mal behaupten, dass ich ganz okay auf dem Rad sitze. Dennoch würde ich nie im Leben auf den Gedanken kommen, auch nur eine Sekunde ohne Helm zu fahren. Ich gebe zu: Früher war das zu meiner Profi-Zeit noch normal."

    Ich habe einmal bei den richtigen Pferden nachgeschaut. Auf den Stahlrössern gibt es keine helmpflicht. Und wie ist das auf richtigen Pferden?

    "Ist ein Reithelm Pflicht?
    Bisher gibt es in Deutschland noch keine gesetzliche Pflicht, einen Reithelm zu tragen. Allerdings können Vereine, Reitschulen und Verbände das Tragen von Helmen vorschreiben – und das machen sie in der Regel auch. Die ARAG Experten empfehlen zur eigenen Sicherheit, nur mit Helm auszureiten. Genauso wichtig ist das Tragen eines Helms bei der rechtlichen Beurteilung von Schadensersatzpflichten. Wer auf den Helm verzichtet und bei einem Reitunfall zu Schaden kommt, riskiert zumindest eine Kürzung der Leistungen durch die Versicherung."

    Rechtliches für Reiter und Pferdebesitzer
    Reithelm, Pferdesteuer, Pferde-Anhänger und mehr. Wir beantworten sechs aktuelle und viel diskutierte Fragen rund um Ross und Reiter in unserem Artikel.
    www.arag.de

    Das Fahrrad ist allerdings anders als ein Pferd ein Fortbewegungsmittel, dass breiten Bevölkerungsschichten zugänglich ist und das Potenzial hat, ein wichtiger Baustein in der dringend notwendigen Verkehrswende zu sein. Deshalb sollte es für das Alltagsfahren keine Helmpflicht geben dürfen. Auch keine durch die Hintertür, wie es in dem Artikel zum Reiten dargestellt wird: "Wer auf den Helm verzichtet und bei einem Reitunfall zu Schaden kommt, riskiert zumindest eine Kürzung der Leistungen durch die Versicherung."

    Und dass ein Radrennprofi zu dem Thema befragt wird, geht am Thema vorbei. Denn für Radsportveranstaltungen, bei denen durchschnittliche Tempi von ca. 40 km/h gefahren werden und wo bei Abfahrten Tempi um die 100 km/h erreicht werden, mag ein Helm Sinn machen. Aber für das Alltags-Flachland-Fahrradfahren macht es keinen Sinn, sondern hält die Leute davon ab, das Fahrrad zu benutzen.

    Nachdem ich nun diese ganzen Nebelkerzen abgehandelt habe: Wo ist denn nun der evidenzbasierte Beleg, der eine unterschiedliche Sicherheitsbetrachtung des Fahrradhelmes im Rennradsport bzw. Straßenverkehr rechtfertigt?

    Naja, was heißt hier "Nebelkerzen" und "abgehandelt". Zumindest scheinen wir uns ja darin einig zu sein, dass beim Mountainbike-Rennsport die Helme einen gewissen Unfallschutz gewährleisten. Darüber hinaus sind beim Mountainbike-Rennsport allerlei Protektoren für Rücken, Brust, Ellbogen, Knie, Handgelenk usw. im Einsatz. Da kann man ja nur hoffen, dass wir nicht eines Tags uns mit all dem Kram behängen müssen, um ordnungsgemäß im Alltag Fahrrad fahren zu können.

    Mountainbike-Helme sind anders gebaut als gewöhnliche Fahrrad-Helme. Sie haben häufig einen zusätzlichen Kinnschutz und sehen eher aus wie Integralhelme von Motorradfahrer*innen. Ist das der Grund dafür, dass du die Mountainbike-Fahrradhelme für sinnvoll hältst?

    Oder ist die höhere Sturzgefahr auf sehr unebenem Boden, mit Steinen, Ästen usw, der Grund? Beim Rennradfahren stürzt man möglicherweise mit einer weniger großen Wahrscheinlichkeit auf Steine, Baumwurzeln usw. als beim Mountainbike-Fahren. Andererseits auch glatter Asphalt ist hart und es gibt auch bei Fahrradrennen immer wieder mal unfreiwillige Ausflüge in die "Botanik". Und bei manchen Straßen-Radrennen ist es sogar eine Spezial-Disziplin auf sehr unebenen Strecken zu fahren, wie bei dem berüchtigten Fahrradrennen Paris-Roubaix mit zahlreichen Pflasterstein-Abschnitten. Dann müsste doch von der Fahrbahnbeschaffenheit her auch da der Helm Sinn machen.

    Ich habe den Eindruck, du unterstellst den Rennveranstaltern, dass sie wider besseren Wissens die Helmpflicht bei Straßenradrennen eingeführt hätten, und dass die von ihnen in Auftrag gegebenen Gutachten nicht genügend belegen, dass Fahrradhelme Straßenradrennen sicherer machen. Ich sehe keinen Grund den Sicherheitsgewinn durch Helmtragen im Rennradsport in Frage zu stellen. Am 20.7.1995 schrieb Die Welt: "Schon vor vier Jahren [also 1991] hatte die medizinische Kommission des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI) die Helmpflicht beschlossen. [Dann aber wieder ein Stück weit zurückgenommen.] Grundlage des UCI-Beschlusses waren mehrere Gutachten, darunter eines des italienischen Bio-Mechanikers Antonio dal Monte." So richtig rechtskräftig umgesetzt wurde de Helmpflicht erst 2003. Da stimmten dann auch die Fahrer zu.

    Radrennfahrer sehe ich tempomäßig näher an Motorradfahrern als an Flachland-Alltagsradlern. Deshalb macht der Helm wie beim Motorradfahren Sinn. Es sei denn es wäre wirklich so, dass nur Motorradintegralhelme Sinn machten oder Mountainbike-Helme mit Kinnschutz.

    Belege das. Evidenz bitte, keine Anekdoten.

    Soll das heißen, du machst keinerlei Unterschied zwischen Rennradsport-Training und Rennradsport-Veranstaltungen, insbesondere Wettkämpfen und Alltagsfahrradfahren?

    Na letztlich ist das auch wurscht, wie du das siehst. Fakt ist, dass der Fahrradhelm seit rund 20 Jahren zur Grundausstattung beim Rennrad-Sport gehört. Da haben die Rennrad-Sportler eine Entscheidung getroffen, die ich nicht in Frage stellen will.

    Wie stellst du dir das vor: Soll ich den Rennradfahrern sagen, lasst das mal schön bleiben mit dem Helmtragen! Das ist schlecht für's Fahrrad-Image, weil es suggeriert, das Fahrradfahren eine gefährliche Sache ist.

    Fakt ist auch, dass der Rennradsport sich auf das Kaufverhalten und die Gewohnheiten der Fahrradfahrenden auswirkt. Und nicht nur das Straßenrennen, sondern auch Mountainbike-Rennen sind sehr beliebt. Beides wird mit Helm betrieben.

    Und jeder im leicht fortgeschrittenen Alter weiß, dass in den Hochzeiten von Team Telekom Rennradfahren stark angesagt war und sich viele ein neues Rad kauften und dazugehöriges Equipment.

    Das hat sich damals (noch) nicht auf den Kauf von Fahrradhelmen ausgewirkt, denn Team Telekom lehnte die Helm-Tragepflicht ab. Aber seitdem sind einige Jahre ins Land gegangen. Und zum modischen Fahrradfahren ("wie die Profis") gehört inzwischen auch der Helm.

    Was ich aber wichtig finde: Für das Alltags-Fahrradfahren sehe ich keinen Grund eine Helmpflicht einzuführen.

    Ich wiederhole mich:

    Das ist halt der Punkt. Wenn es überhaupt eine Wirkung eines Fahrradhelmes gibt, ist sie derart gering, daß sie im statistischen Rauschen verschwindet.

    Beziehst du deine Aussage auf das Alltagsfahrradfahren oder auf den Wettkampfsport?

    Meines Erachtens gilt es, dass zu unterscheiden.

    Was in dem weiter oben von Yeti verlinkten Zeit-Artikel mit einem Interview mit Radweltmeister Mike Kluge leider nicht geschieht. Im Gegenteil.

    Da wird ein Rennradfahrer danach gefragt, ob es sinnvoll sei, beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen. Dazu muss man sagen, dass sich die Rennradfahrer anfangs vehement gegen eine Helmtragepflicht bei Wettkämpfen wie der Tour de France ausgesprochen haben.

    Zu einer Wende kam es nicht zuletzt durch zwei tödliche Fahrradunfälle bei der Tour de France. Heute ist im Rennradsport das Helmtragen der Normalfall und wird auch nicht mehr in Frage gestellt. Aber muss man es deshalb auf alle Fahrradfahrer*innen übertragen?

    Gibt es eigentlich Erkenntnisse darüber, ob die Einführung der Helmpflicht bei der Tour de France von einem "Rebound-Effekt" begleitet war? Wurde durch das Helmtragen möglicherweise ein höheres Risikoverhalten begünstigt, dass dann möglicherweise zu mehr und schwereren Unfällen geführt hat, sodass die Verletzungsgefahrletztlich nicht abgenommen hat?

    Ich vermute, dass das Vermarkten von Radsportereignissen wesentlich dazu beiträgt, dass im Alltagsradeln Merkmale sichtbar werden, die eigentlich dem Rennradsport zuzuordnen sind.

    Dazu gehört schon seit vielen, vielen Jahren die Gangschaltung, schmale Rennradfahrsitze und schmale Reifen, die für den Alltagsgebrauch eigentlich nicht benötigt werden oder sogar von Nachteil sind. Neuere Trends sind zum Beispiel elektronische Gangschaltungen, Carbonrahmen, Scheibenbremsen oder Stecklampen.

    Und beim Helmtragen ist es genau so. Fahrradfahrer*innen mit Rennradfahrer*innen als Vorbild sind bereit, hohe Summen zu investieren für ihr Equipment. Und dazu gehört mittlerweile selbstverständlich eine elektronische Schaltung oder ein Fahrradhelm. Und weil die Kaufbereitschaft in diesem Segment hoch ist, wird dafür kräftig die Werbetrommel gerührt. Und nach und nach entsteht bei vielen Menschen das Gefühl, dies und das und jenes auch noch habe zu müssen, um eine "richtige Radfahrerin"/ein "richtiger Radfahrer" zu sein.

    Ich habe nicht vor, mein Fahrrad mit einer Dashcam "aufzurüsten". Allerdings, du weißt darauf hin, ist es nicht der so sehr der "böse Überwachungsstaat", der mit Kameras "aufrüstet", sondern besonders private KFZ-Nutzer.

    Eine Frage, die in den nächsten Jahren dazu kommen wird, sind die Kamera-Funktionen selbstfahrender Fahrzeuge. In Burgdorf bei Hannover fährt derzeit ein Automatischer Linienbus im Probebetrieb, noch mit Überwachungsfahrer, der alles beobachtet und jederzeit ins Lenkrad greifen kann. Ich denke in einem zukünftigen Betrieb ohne Überwachungsfahrer an Bord, wird es Kameraaufzeichnungen geben.

    einen unzweifelhaft als Gehweg zu erkennenden ... Gehweg mit ... Gehweg zu beschildern, dürfte gegen §45 StVO verstoßen.

    um die Anzahl der Kampfradler um mickrigste Prozentpunkte zu reduzieren, soll also Geld in die Hand genommen werden, um offensichtliches (der Gehweg ist ein Gehweg und darf nicht befahren werden) irgendwie baulich noch klarer als jetzt schon zu machen?

    ein Mehr an Versiegelung wird es dennoch. "festgetrampelter Boden" ist keine Versiegelung, Betonsteine sind es. Radfahren in dem GRünstrich da verbieten wäre der bessere Weg. Wozu muss man da fahren dürfen? das hab ich bei meinem letzten Besuch der Ecke da als Aufenthaltsraum wahrgenommen. Ok, war Sommer, war Wochenende - ist vermutlich nicht repräsentativ.

    Auf OpenCicleMap ist der Sterzer Stich als Radwegeverbindung zwischen Pavillonstraße in Linden Nord und Küchengartenstraße in Linden Mitte eingezeichnet:

    OpenCycleMap.org - the OpenStreetMap Cycle Map

    Ich sag mal so: Würde man dich als Radverkehrsplaner*in in Hannover einstellen, erhieltest du sehr viel Gegenwind. Möglichst immer nur auf stark vom Autoverkehr belasteten Hauptverkehrsstraßen fahren, scheint dir zu liegen, ersetzt aber keine Radverkehrsanlagen, die für möglichst viele Menschen attraktiv gestaltet sein sollen. Und die auch kurze Wege ermöglichen, wo es keine breiten Straßen gibt, wie sie der Autoverkehr hervorruft.

    Bei mir schlagen da "zwei Herzen in einer Brust". Ich mag es nicht ins Fahrradfahrer*innen-Reservat abgeschoben zu werden und finde es richtig und wichtig (im Rahmen der StVO) als Fahrradfahrer*in mir den Raum zu nehmen, der mir zusteht, auch dann, wenn das Autofahrer*innen als "Revierverletzung" auffassen könnten. Deswegen meide ich aber nicht eine Radwegeverbindung, die durch einen Park führt und eine kurze und angenehme Fahrradfahrt ermöglicht. Jemand, der gut im Training ist, würde möglicherweise auf Hauptverkehrsstraßen und Nebenstraßen außen rum genau so schnell mit dem Fahrrad zum Ziel gelangen. Dafür müsste er aber deutlich schneller fahren, als ich es könnte.

    Na zumindest bei der Nicht-Beschilderung, also weder so[Zeichen 250] noch so[Zeichen 239] für den Gehweg, scheinen wir ja auf einer Linie zu liegen.

    ich hab noch nicht verstanden, wieso man wieder Geld in die Hand nehmen sollte, um die Kampfradler baulich sanft irgendwohin zu lenken, und wieso die Flächenversiegelung weiter steigen sollte.

    Ist auf dem Gehweg im Hintergrund das Radfahren erlaubt? nein

    Warum wird auf dem Gehweg gefahren? Weil auf der Fahrbahn unschönes Kopftsteinpflaster verlegt ist. Da kannste auch [Zeichen 254] anschrauben - das Gehwegradeln bleibt da. konsequent ahnden. fertig ist die Laube.

    Statt Verbote kann ein Orientierung geben oft viel mehr bewirken. Die Fläche ist ohnehin festgetrampelt, da wird nichts versiegelt, was nicht quasi schon durch Festtrampelen versiegelt ist. Statt [Zeichen 254] wäre es außerdem sinnvoller für die Fußwege [Zeichen 239] anzuschrauben. Aber noch besser ist natürlich den Fahrradverkehrsstrom so zu lenken, dass die Fahrbahn angestrebt wird. Diese zu erneuern wäre ebenfalls angesagt. Aber im Aufwand sehr viel höher.

    Ob bei einem Einschlag gegen eine Mauer mit 40 km/h oder schneller ein Helm noch etwas hilft, steht auf einem anderen Blatt.

    Zwischen vertikal stürzen und horizontalem Frontalaufprall gibt es aber auch noch einige Zwischenstufen. Zum Beispiel seitliches Berühren, einen Gegenstand streifen. Ich will keine Angstkampagne, im Gegenteil. Das Problem sehe ich eher darin, dass Rennradfahren-Verhalten in dem von dir verlinkten FAZ-Artikel auf das Alltagsfahrradfahren übertragen wird. Und das trifft nur auf einen kleinen Teil der Radfahrenden zu, die mit einen hohen Tempo auch im Alltag Fahrrad fahren und zwar Fahrräder mit einer Ausstattung zum schnellen Fahren. Im Bekanntenkreis habe ich schon zweimal von Absteigen über das Vorderrad beim starken Bremsen Berichte bekommen. (Jedes mal nach Kauf eines neuen Fahrrades.) Und dazu muss man nicht einmal besonders schnell fahren.

    Ich fordere in erster Linie den Ausstieg aus dem Angstkampaigning.

    Angstkampaigning ist Mist, da stimme ich dir zu. Darauf zu verzichten alleine reicht aber nicht aus. Es geht nicht nur um ein Aussteigen aus dem Angstkampaigning. Es ist wichtig, dass das Fahrradfahren positiv beworben wird.

    Der weiter oben verlinkte FAZ-Artikel mit dem Titel „Beim Bremsen bereiten Radfahrer ihre Hinrichtung vor“ ist ja auch teil einer "Angstkampagne". Ist die Zielrichtung vielleicht das?

    "Moderne Fahrräder und E-Bikes werden nicht nur leistungsstärker, sondern auch deutlich sicherer. Ein zentrales Beispiel dafür ist das ABS-System am Fahrrad, also eine elektronische Bremshilfe, die das Blockieren der Räder verhindert."

    MYVelo com 23.2.2026 https://myvelo.de/blogs/e-bike-b…einfach-erklart

    Es geht um das Geld verdienen mit Fahrrädern und Fahrrad-Komponenten, die im Grunde niemand braucht, wenn man das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel im Flachland ohne sportliche Ambitionen benutzt. Und genau diese Nutzergruppe gilt es zu vergrößern: Menschen ohne besondere sportliche Ambitionen, die aber Spaß haben an Bewegung ohne besonderen sportlichen Ehrgeiz. Die eigentlich nur das tun wollen, was ihnen ihre Ärzt*innen ohnehin bei jedem Besuch anraten: Bewegen Sie sich mehr. Und dafür reicht ein Fahrrad ohne Gangschaltung oder eines mit einer wartungsarmen Dreigangnabenschaltung oder einer Zweigang-Fliehkraftschaltung. Fahrräder, die in guter Qualität hergestellt werden können, für einen Verkaufspreis an den Endkunden von rund 400,- Euro. Aber damit lässt sich natürlich nicht so leicht Geld verdienen. Und die potenziellen Nutzer*innen finden's nicht so cool8), wie zum Beispiel ein Elektro-Tretroller oder ein Pedelec mit großem Drehmoment.

    Immerhin: Der Fahrrad-Dauerverleih Swap-Fiets verleiht auch brauchbare Alltagsräder, auch solche ohne Gangschaltung. Und da kann man auch an den Preisen sehen, dass Fahrradfahren ohne "Firlefanz" wie Gangschaltung oder gar Hilfsmotor ein preiswertes Mobilitätssystem darstellt: Leihgebühr: 14,90 Euro pro Monat.

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    Ein kraftvolles E-Bike kostet 64,95 Euro pro Monat.

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    Wichtig ist, es zu benutzen. Und leider ist es so, ganz ohne Angst-Kampagne, dass Fahrradfahrer auf einem langsamen "Bio-Bike", sich mitunter so vorkommen, als hätten sie nicht genügend "hochgerüstet". Und die Fahrradhändler und Fahrradwerbung bestärken sie darin.

    2. suggeriert mit dem Rot einen Vorrang bei der Ausfahrt aus dem Park, der rechtlich vermutlich nicht besteht (§ 10)?

    Wie wäre es ohne weiße Linien? Es gibt dieses Verbundsteinpflaster, das dort liegt, in verschiedenen Farbtönen. Wie ist es, wenn man den rot markierten Bereich mit roten oder dunkelgrauen Steinen pflastert, den hellgrau markierten mit hellgrauen Steinen? Ich vermute, dass sich auch ohne weiße Linien und ohne Fahrradpiktogramme auf dem Boden die meisten Verkehrsteilnehmer*innen so einordnen würden, dass außen der Fußverkehr und mittig der Radverkehr stattfände.

    https://pflaster.haba-beton.com/daten/11557.jpg (Link zu Foto von Verbundsteinpflaster)

    Für den Impact auf den Kopf ist die horizontale Komponente des Kräfteparallelogramms unerheblich. Der Effekt auf den Kopf resultiert aus der vertikalen Komponente, die wiederum bei langsamer Fahrt nicht anders ist als bei Rennradtempo oder bei einem MotoGP-Rennmotorrad. Wenn überhaupt, haben Rennradfahrer aufgrund ihrer gebückten Position bessere Karten beim Sturz, weil die Erdbeschleunigung auch nur entsprechend kürzer auf den Körper einwirken kann.

    Man kann sich's auch schönreden. Dir ist aber schon klar, dass die "horizontale Aufprall-Komponente" um so länger und heftiger ausfällt je schneller die/der Fahrer*in stürzt und je glatter der Untergrund ist, auf dem die/der Fahrer*in rutscht bevor sie/er liegenbleibt? Auch die Flugphase ist je nach Aufprallursache in der Horizontalen länger bei höherem Tempo! Dabei kann dann allerhand im Weg sein, auf das aufzuprallen gefährlichste Verletzungen hervorrufen kann. Und auch in der Rutschphase ist mit Hindernissen zu rechnen.

    "Es ist eindeutig erwiesen, daß - seit Motorradfahrer Helmpflicht haben - die tödlichen Unfälle deutlich zurückgegangen sind", erklärte der Präsident der italienischen Neurochirurgen, Franco Chiappetta." Das sagten 1995 Ärzte in Bezug auf eine Helmtragepflicht für Rennradsportler in einem WELT-Artikel vom 20.7.1995.

    https://www.welt.de/print-welt/article660460/Helm-tragen-das-ist-keinem-zuzumuten.html

    Bei deinem Beitrag bleibt unklar: Sprichst du dich für eine Helmtragepflicht für alle Fahrradfahrer*innen aus, oder forderst du die Rücknahme der Helmtragepflicht bei der Tour de France und anderen Fahrradrennen? Und möchtest du auch für Motorradfahrer*innen die Helmtragepflicht aufheben?

    Wo wir gerade dabei sind: Die Einführung der Helmpflicht bei der Tour de France zog sich über mehrere Jahre hin. Mit ausschlaggebend waren zwei tödliche Unfälle, der von Fabio Casartelli 1995 und der von Andrey Kivilev 2003. (Velomotion vom 18. Juli 2019) Findet denn heute immer noch eine Diskussion über die Helmtragepflicht bei der Tour de France statt?

    Heute vor 24 Jahren: Fabio Casartelli stürzt und stirbt in den Pyrenäen
    Tour de France Geschichte: Der 18. Juli 1995 war ein trauriger Tag im Radsport. Fabio Casartelli stürzt in einer Abfahrt und stirbt.
    velomotion.de

    Ich gebe zu, dass ich den Artikel gesehen und hier verlinkt, aber selbst gar nicht gelesen habe. Gibt's den auch in einem Archiv?

    Unter anderem steht drin: "Ich würde mal behaupten, dass ich ganz okay auf dem Rad sitze. Dennoch würde ich nie im Leben auf den Gedanken kommen, auch nur eine Sekunde ohne Helm zu fahren."

    Der ganze Artikel befriedigt vor allem die Emotionen der Autofahrenden für die sowieso schon immer klar war: "Die Radfahrenden sind selber schuld an ihrem Unglück.":(

    Hier noch mal der Link zum Artikel hinter der Bezahlschranke: https://www.faz.net/aktuell/besser…-200830989.html

    Leider sind auch manche Beiträge hier im Forum etwas unsensibel formuliert, so dass man beim Lesen auf die Idee kommen könnte, die Fahradfahrenden sind selber schuld, dass so viele von ihnen verunglücken. Immerhin ist es in der Regel hier im Forum nicht so, dass Fahrradhelm-Propaganda betrieben wird, wie es der in der FAZ zitierte Rad-Weltmeister Mike Kluge tut.

    Ich denke aus Sicht eines Rennrad-Sportlers ist es normal, den Fahrradhelm zu propagieren. Schließlich fahren die 30 bis 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zum Teil über mehrere Stunden. Und bei Abfahrten werden Spitzengeschwindigkeiten nahe an die 100 km/h erreicht.

    Durchschnittliche untrainierte Fahrradfahrer*innen, die das Fahrrad (Bio-Bike) einfach nur benutzen, um damit zum Einkaufen oder ins Kino oder zur Arbeit zu fahren, kommen auf Geschwindigkeiten um die 15-18 km/h. Wer so Fahrrad fährt, muss kein*e fahrtechnisch gut geübte*r Fahrradfahrer*in und Fahrrad-Bremser*in sein, wie es der Rad-Profi in dem FAZ-Artikel propagiert. Wenn jemand im hügeligen Gebiet wohnt und lange steile Abfahrten schnell fährt, sähe das wieder anders aus. Aber normales Flachland-Fahrradfahren von durchschnittlich fitten Menschen findet in einem niedrigen Tempo statt. Und besonders gilt das für die Menschen, die es noch zu begeistern gilt für das Fahrradfahren, oder wieder zu begeistern gilt. Wenn man denen erzählt, mach erst mal ein vernünftiges Fahr- und Bremstraining, du willst doch kein Selbstmordkandidat sein, wie es in dem FAZ-Artikel geschieht, dann schreckt das ab.

    Leider wird in dem Artikel diesbezüglich nicht differenziert.

    Die Unschuld des Busfahrers am tödlichen Unfall, der Radfahrer kam von links hinten, konnte nur dank der Kameras im Bus bewiesen werden. So stand es in der NWZ. Der Busfahrer hat für die Aufnahme auch nichts drücken müssen, denn er hatte den Radfahrer nicht gesehen. Die NWZ hat dabei die Polizei, bzw. deren Ermittlungen, und das Gerichtsverfahren wiedergegeben, keine warmen Versprechungen. Als hier die Kameras eingeführt wurden, ging es ausschließlich um den Innenraum und den Schutz des Fahrers.

    Pustekuchen. Ungefragt wird alles im 15? Meter Radius aufgenommen und gespeichert, soweit es sichttechnisch eben möglich ist. Anderswo eventuell vorhandene Beschränkungen werden aufgehoben werden, denn ein autoritärer Staat braucht permanente Überwachung. Ein Blinder mit Krückstock sieht, was hier vorgeht.

    Eine oder mehrere Kameras, die im Businneren installiert sind, haben Aufnahmen gemacht von dem, was außerhalb des Busses geschieht. Und zur Auswertung eines Unfalls wurden diese Kamera-Aufnahmen ausgewertet. Die Kamera-Aufnahmen wurden quasi nicht im ursprünglich dafür vorgesehenen Verwendungszweck benutzt. Aber weil sie vorhanden waren und auf die Aufnahmen zugegriffen werden konnte, hat man sie benutzt.

    Das erinnert mich an einen Beinaheunfall-Vorgang, den ich in einem Linienbus hatte: Der Fahrer war gerade von der Bushaltestelle abgefahren, als ein ungeduldiger Autofahrer hinter dem Bus zum Vorbeifahren ansetzte, der zunächst hinter dem Bus gewartet hatte, weil Gegenverkehr ein Vorbeifahren zunächst verhinderte. Als der Gegenverkehr passiert hatte, fuhr der Bus ab und gleichzeitig setzte der Autofahrer zum Vorbeifahren an.

    Ich sprach an der Endhaltestelle in der Pause darüber mit dem Busfahrer und der bat mich ggf. als Zeuge auszusagen, weil er bereits solche Fälle erlebt hatte, bei denen dann der Autofahrer den Busfahrer anzeigte. Ich hatte dann dem Fahrer meine Adresse gegeben, aber dann nichts mehr davon gehört.

    Das ist schon ein paar Jahre her. Seit ein paar Jahren sind Dashcam-Aufnahmen vor Gericht zugelassen. Demnach müsste auch eine Innenkamera, die sozusagen als "Beifang" Bilder von außen im Speicher hatte, zulässig sein bei einer Gerichtsverhandlung. So gesehen ist doch eher die Frage: Benutzen Linienbus-Betreiber die Außenkameras als Dashcams, um ggf. bei Unfällen den Unfallhergang belegen zu können?

    Der Omnibusfahrer drückt nichts, es wird permanennt und rundum aufgezeichnet.

    "Die Kameras befinden sich hinter der Windschutzscheibe. Blockiert ein Falschparker den Fahrweg, etwa auf einer Busspur, oder kann der Bus wegen eines falsch geparkten Wagens eine Haltestelle nicht richtig anfahren, können Busfahrerinnen und Busfahrer per Knopfdruck eine kurze Serie von Einzelfotos auslösen."

    So steht es in dem bereits weiter oben verlinkten Spiegel-Artikel.

    Frankfurt weitet Projekt aus: Linienbusse fotografieren Hunderte Falschparker
    Zehn mit Kameras ausgestattete Linienbusse haben in Frankfurt 421 Falschparker aufgenommen. Nun werden weitere Fahrzeuge mit der Technik ausgestattet. Das…
    www.spiegel.de

    Wo tatsächlich durchgängig gefilmt wird, das ist im Inneren des Linienbusses. Allerdings werden diese Aufnahmen nach Ablauf von wenigen Tagen gelöscht. Und es geschieht auf mehrheitlichen Wunsch der Fahrgäste.

    "Aktuell finden es 93 Prozent der Fahrgäste in Niedersachsen grundsätzlich richtig, zur Aufklärung und Abschreckung von Straftaten Videoüberwachung im Zug einzusetzen. "

    Allianz Pro Schiene vom 30.6.2016

    Pendler für mehr Videoüberwachung im Zug | Pendler für mehr Videoüberwachung im Zug
    Forsa-Umfrage zeigt: Zugpendler im Nahverkehr fühlen sich mit Videoüberwachung sicherer. Allianz pro Schiene mahnt zu einheitlichen Standards im Datenschutz
    www.allianz-pro-schiene.de

    Schon komisch: In Bussen und Bahnen wird die Video-Überwachung gewünscht. Aber beim Falschparken, das ja auch oft genug mit Gefahren verbunden ist, setzten sich bislang eher die Bedenkenträger*innen durch.

    Falschparker auf Radfahrstreifen in der Braunstraße: Radverkehr wird gezwungen den Radfahrstreifen zu verlassen, Linienbusse werden ausgebremst, weil Fahrradfahrer das Hindernis auf dem Radfahrstreifen umfahren müssen:

    Vor allem, wenn man bedenkt, dass man ja weniger MIV haben will ......

    aber das will man ja gar nicht wirklich.

    Und das trifft nicht nur auf den Fahrradverkehr zu.

    Die "Zauberformel" ist "push and pull".

    "Die Kommunalpolitik konzentriert sich meist auf die sogenannten »Pull«-Maßnahmen, mit denen Menschen zur Nutzung bestimmter Angebote durch deren Verbesserung bewegt werden sollen. »Push«-Maßnahmen, die den Autoverkehr unattraktiv machen, werden dagegen selten geplant. Forschungen haben gezeigt, dass eine Angebotsausweitung des Öffentlichen Verkehrs nicht automatisch zu einer Reduktion des motorisierten Individualverkehrs führt."

    Mit Klimamobilitätsplänen die Paris-Ziele im Verkehr erreichen
    Nur die Kombination Push und Pull führt zur Nachhaltigkeit
    www.isi.fraunhofer.de

    Mit Radwegebau lässt es sich leichter Wahlen gewinnen, als mit dem Fahrbahnrückbau oder Parkplatzrückbau für den Autoverkehr.

    Neue ÖPNV-Linien anbieten ist einfacher als Erfolg verkaufen, als zum Beispiel vorhandene Buslinien dadurch zu ertüchtigen, dass Haltebuchten in Kaps umgebaut werden, und der MIV gezwungen ist, hinter dem Bus zu warten, bis der wieder von der Haltestelle abfährt.

    "Bei Fahrbahnhaltestellen [=Bauform Haltestellenkap] braucht sich der Bus nicht in einen fließenden Verkehrsstrom einzufädeln. Daher kann der Bus jederzeit aus der Haltestelle abfahren, Fahrzeitverluste und Gefährdungen werden vermieden. An Bushaltebuchten wird hingegen von verschiedenen Kraftfahrern der in der StVO seit Jahren enthaltene Vorrang des Busses immer wieder missachtet, so dass es regelmäßig zu Fahrzeitverzögerungen bzw. Verkehrsgefährdungen kommt."

    https://www.braunschweig.de/leben/stadtplan_verkehr/verkehrsplanung/Bauform-von-Bushaltestellen-2019.pdf

    Schnelle ICE Linien zu bauen, die durch ihr hohes Tempo gegenüber dem Flugverkehr Konkurrenz machen sollen, ist weniger anstößig, als Fluggebühren zu erhöhen, Nachtflugverbote zu erteilen und Flüge zu streichen.

    So wird das nichts mit der "Zauberformel" "push and pull". Es wird zwar kräftig durch Angebotsverbesserungen oder scheinbare Angebotsverbesserungen "gepullt", aber es wird nicht "gepusht", zum Beispiel durch die Einrichtung von Bewohner*innen-Parkzonen und gleichzeitiger Verknappung und ständiger Verteuerung der Auto-Abstellflächen.

    Das ist die Stelle an der der viele Fahrradfahrende vom Sterzer Stich (ein Parkweg) kommen und dann in der Küchengartenstraße weiterfahren:

    Es gibt nach meiner Beobachtung zwei bauliche Verbesserungsmöglichkeiten, die verhindern, dass immer wieder Fahrradfahrende auf dem Fußweg weiterfahren:

    1. Das Pflaster in diesem Teilstück der Küchengartenstraße ist sehr uneben, hat an mehreren Stellen mit Asphalt geflickte Stellen und fällt zur rechten Gosse hin sehr steil ab. Eine asphaltierte Küchengartenstraße wäre einladender für den Radverkehr.

    2. Das vorhandene gepflasterte Wegstück vor der Mündung auf die Fahrbahn (erstes Bild) ist schmal und lenkt den Fahrradverkehr in Richtung Fußweg.

    Ist der 2. Verbesserungsvorschlag (zweites Bild) eine Möglichkeit, mehr Fahrradfahrende auf die Fahrbahn der Küchengartenstraße zu lenken? Was gibt es bei dem Vorschlag im zweiten Foto zu bedenken oder müsste anders gemacht werden, um die Situation zu verbessern? Oder sollte besser alles bleiben wie es ist?

    … und so wird der öffentliche Raum ganz selbstverständlich immer dichter überwacht — während hier debattiert wird, ob man eine Kamera am Lenker haben darf und Kennzeichen schwärzen muß.

    Ich sehe da keinen Widerspruch. Schließlich werden die Bilder der Linienbus-Frontkameras nicht in einem Internetforum veröffentlicht.

    Dass der öffentliche Raum überwacht wird, ist von vielen ÖPNV-Fahrgästen gewollt, die eine Kamera-Überwachung in den Bussen und an Haltestellen ausdrücklich befürworten. Dabei werden Menschen mit Gesicht fotografiert. Und jeder weiß, was moderne Gesichtserkennung-Software leisten kann.

    Liegt es da nicht nahe, Kennszeichen von Falschparkern zu erfassen um so die Verkehrsbehörden und Polizei dazu zu bewegen, ein Ordnungsgeld zu verhängen und/oder gezielt durch verstärkte Vor-Ort-Kontrollen gegenzusteuern?

    Wenn ein Falschparker Krokodilstränen vergießt, weil seine Blockade von Fuß-und Radwegen, Busspuren und Bushaltestellen mit Fotos dokumentiert wird, dann hält sich mein Mitleid in Grenzen. Schließlich drückt der/die Omnibusfahrer*in nur dann den Auslöser, wenn eine konkrete Behinderung durch einen Falschparker stattfindet.

    Leider auch in Hannover trauriger Alltag. Falsch geparkte Autos blockieren den Haltestellenbereich:

    Wiesbaden und Frankfurt statten Linienbusse mit Frontkameras aus. Bald auch Hannover?

    Falsch geparkte Autos blockieren auch in Hannover Bushaltestellen, so dass der Bus nicht an den Haltebord heranfahren kann und die Fahrgäste nur über eine hohe Stufe einsteigen können. Wie im Foto oben an der Bushaltestelle Schwarzen Bär.

    "Autos, die auf Radwegen oder Busspuren parken, gehören in vielen Städten zum Straßenbild – und behindern den Verkehr. Versperren sie Bussen den Weg, kommt es mitunter zu heftigen Verspätungen für Fahrgäste.

    In Frankfurt am Main haben Linienbusse schon mehr als 400 Falschparker mit speziellen Kameras erfasst – und so dafür gesorgt, dass die Fahrzeughalter ein Knöllchen erhalten haben."

    So heißt es in dem von DMHH verlinkten Spiegelartikel vom 11.6.2026: "Stadt weitet ungewöhnliches Projekt aus - Linienbusse fotografieren in Frankfurt Hunderte Falschparker"

    Eine klare Kampfansage gegen Rüpel-Parker, die auch in Hannover übernommen wurde, nämlich in das Wahlprogramm der Grünen für die Kommunalwahl in der Region Hannover. Die Region Hannover ist die Stadt Hannover und 20 Umlandgemeinden mit zusammen mehr als eine Millionen Einwohner*innen. Entscheidungen zum ÖPNV werden von der Regionsversammlung beschlossen.

    Im Kapitel, 9 mit dem Titel, "EINE MOBILE GESELLSCHAFT - FÜR EINE ZUVERLÄSSIGE, GÜNSTIGE UND KOMFORTABLE MÖGLICHKEIT VON A NACH B ZU KOMMEN" heißt es unter anderem:

    "Frontkameras in Bussen und Stadtbahnen
    Immer wieder blockieren Autofahrer*innen Bushaltestellen und behindern durch Falschparken den ÖPNV. Nach positiven Erfahrungen in anderen Städten wollen wir durch den datenschutzkonformen Einsatz von Frontkameras in Bussen und Bahnen die Ahndung solcher Parkverstöße erleichtern und damit den ÖPNV beschleunigen." :thumbup:

    https://regionsverband-gruene-hannover.de/wp-content/uploads/sites/2/2026/04/Fuer-eine-starke-gerechte-und-klimaneutrale-Region-Hannover.pdf