Beiträge von Ullie

    Seit 2004 ist ABS beim Auto Pflicht, bei Motorrädern ab 125 ccm, bzw. 11kW erst seit 2017.

    Gut möglich, dass ABS irgendwann auch bei Speed-Pedelecs (max. 4 kW) Pflicht wird.

    Und dann könnte irgendwann auch die ABS-Pflicht für Pedelecs ins Spiel kommen.

    Pedelecs sind jedenfalls deutlich weiter verbreitet als Motorräder oder Speed-Pedelecs.

    Wenn ABS am motorisierten Zweirad Sinn macht, dann könnte durch eine Pedelec-Pflicht jedenfalls eine deutlich größere Anzahl sicherheitstechnisch erreicht werden, als bei Motorrädern oder Speed-Pedelecs. Und selbstverständlich müssen dann auch Elektro-Tretroller damit ausgestattet werden. Vielleicht senkt das ja deutlich die Unfallzahlen in dieser Fahrzeugklasse?

    https://www.hessenschau.de/panorama/immer…regeln-100.html

    Man stelle sich vor, Kommunen müssten solche Nachweise führen oder sich solche Ziele für den Elefanten im Raum setzen :D:D:D

    Mit den Elefanten im Raum meinst du vermutlich den Autoverkehr. Da sehe ich Maßnahmen gegen Tretroller nicht so sehr als "Ersatzhandlung" bei denen man den eigentlichen Problembären verschont, sondern eher als eine Maßnahem nach dem Motto; "Wehret den Anfängen!"

    Mag sein, ich bin in der Frage ein bisschen "puritanisch" veranlagt. Aber wer seine Jugend auf dem sich selbst bewegenden Trittbrett eines E-Tret-Rollers verbringt, der neigt eher dazu auf ein Auto umzusteigen als ein*e Fahrradfahrer*in.:/

    "Es brauche mehr Kontrollen..."

    Schön. Und wer soll das machen? Ich bin nun schon viele Jahrzehnte Verkehrsteilnehmer. Ich erlebe auf jeder Fahrt, wie andere Radfahrer auf die Vorschriften sche..en. (...) Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine entsprechende Kontrolle erlebt zu haben. Das passiert eher nur für reißerische Fernsehserien a la "Vorsicht Kontrolle". In der Praxis kann sich jeder Regelrüpel sicher sein, unbehelligt zu bleiben.

    Es wäre überhaupt kein Problem, das zu kontrollieren, der Tatbestand des Gehwegradelns ist einfachst nachzuweisen, es will nur niemand.

    Das liegt zum einen daran, das niemand die Radler vom Gehweg auf der Fahrbahn haben will, zum anderen an der Faulheit vom Personal.

    Kommt gerne mal nach Hannover, da ist die Kontrolldichte auf den Radwegen nach meiner Beobachtung deutlich höher als beim Autoverkehr.

    HAZ vom 23.5.25: "Im Rahmen der Aktionswoche „Sicher im Radverkehr“ hat die Polizei Hannover jüngst gezielt Radfahrerinnen und Radfahrer kontrolliert. Das Ergebnis: mehr als 300 Verstöße. Am häufigsten waren Menschen auf der falschen Straßenseite unterwegs."

    Mehr als 300 Verstöße: Polizei kontrolliert Rad- und Autofahrer
    Im Rahmen der Aktionswoche „Sicher im Radverkehr“ hat die Polizei Hannover jüngst gezielt Radfahrerinnen und Radfahrer kontrolliert. Das Ergebnis: mehr als 300…
    www.haz.de

    Kontrolliert wird der Radverkehr aber nicht nur im Rahmen von Aktionswochen, sondern in Hannover muss man ständig mit Polizeikontrollen rechnen, bei denen der Radverkehr ins Visier genommen wird. Dass ich an solchen Kontrollen selbst mit dem Rad vorbeifahre, ist mir schon häufiger passiert. Einmal wurde ich angehalten, vermutlich weil die Polizei befürchtete, dass an meinem Museums-Schmuckstück das Licht nicht funktioniert. (Ist schon ein paar Jahre her, da galt noch die Regel fest verbaute Lichtanlage.) Ich bin kein Vielfahrer aber alle paar Monate komme ich selbst an einer polizeilichen Fahradfahrer-Verkehrskontrolle vorbei. Über mangelnde Kontrolldichte kann ich nicht klagen.

    Frag mal, wie viele Menschen (v.a. Frauen) zustimmen, dass sie mit dem Wagen nur deswegen so (zu) schnell fahren, weil sie Sorge davor haben, dass sonst dem Hintermann der Kamm schwillt. Frag mal Kleinkraftradfahrer, warum sie eine Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für ihre Mopeds von 45 auf "mindestens 55" vehement befürworten. Auch die Diskrepanz zwischen hoher Umfrage-Zustimmung für ein Autobahntempolimit und real beobachteter Fahrgeschwindigkeit auf der Autobahn hat ihre Ursache in dieser "Verkehraufhalte-Scham". Wir haben es hier mit einem Grundproblem zu tun, das primär unabhängig von der Frage besteht, ob es überhaupt muskelbetriebene Zweiräder gibt.

    Die allgemein verbreitete Sorge, ein gehasstes Verkehrshindernis zu sein, bedingt aber natürlich auch und erst recht die rege Nachfrage nach Radwegebau. Der Vorwand mit der Verkehrssicherheit als Begründung für Radwege entzieht sich nur deshalb der Demaskierung als Solcher, weil buchstäblich alle -Politik, Verwaltung, Polizei, Rechtsprechung, vermeintliche Täter und vermeintliche Opfer- einhellig davon ausgehen, dass riskante Kurzschlusshandlungen wegen der vom Langsamverkehr verschuldeten Behinderungen selbstverständlich nachvollziehbar und deshalb irgendwie auch legitim sind. Der Radfahrer wird so zum eigentlichen "Störenfried" (= Störer des gesellschaftlichen Friedens), und nicht der durch diesen Störenfried bloß provozierte Kraftfahrer. Paradoxerweise trägt auch die kürzlich eingeführte Regel zum Mindestabstand keineswegs zur Lösung des Konflikts bei, denn der verbriefte Anspruch auf größere Seitenabstände vergrößert die vom Radfahrer verursachte Störung ja nur.

    Diese verzerrte Perspektive wird natürlich nicht schwächer, wenn man sie unermüdlich bestärkt, indem man da draußen immer mehr Radwege in die Landschaft rotzt und jedes Projekt als Meilenstein der Verkehrssicherheit feiert.

    Die Angst ein Störenfried zu sein, weil man langsamer als andere fährt, ist meines Erachtens noch sehr viel stärker bei Männern als bei Frauen ausgeprägt. Siehe zum Beispiel diese beiden "Kronen der Schöpfung" die im Video einen adaptiven Abstandsregelautomaten testen, der das Auto automatisch den Tempovorgaben entsprechend fahren lässt.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    An dieser Stelle im Video philosophieren die Tester darüber, was die automatische Temporegulierung können muss. Zitat: "Mir ist persönlich wichtig, dass wir nicht zu schnell fahren und nicht zu langsam. Und dass sich das Auto ein bisschen menschlich verhält, mitschwimmt im Verkehr, dass wir nicht ein Verkehrshindernis sind."

    Wenn alle zu schnell fahren, dann will ich nicht derjenige sein, der sich an Tempovorgaben hält. Oder mente er, dass er kein Verkehrshindernis sein möchte, indem er zu schnell fährt? ?( Ich fürchte es war so zu versehen, auf keine Fall langsamer fahren und damit ein Verkehrshindernis sein. Eine weitere Gruppe mit Langsamfahrängsten ist also diejenigen, die ein Fahrzeug fahren, dass automatisch angepasst an die Vorgaben die Geschwindigkeit begrenzt.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    An dieser Stelle im Video philosophieren die Tester darüber, was die automatische Temporegulierung können muss. Zitat: "Mir ist persönlich wichtig, dass wir nicht zu schnell fahren und nicht zu langsam. Und dass sich das Auto ein bisschen menschlich verhält, mitschwimmt im Verkehr, dass wir nicht ein Verkehrshindernis sind."

    Fazit: Wenn alle zu schnell fahren, dann will ich nicht derjenige sein, der sich an Tempovorgaben hält. Oder meinte er, dass er kein Verkehrshindernis sein möchte, indem er zu schnell fährt? (Ich fürchte es war so zu verstehen, auf keine Fall langsamer fahren und damit ein Verkehrshindernis sein.) Langsamfahrängste also bei denjenigen, die ein Fahrzeug fahren, dass automatisch angepasst an die Vorgaben die Geschwindigkeit begrenzt.

    Mein Gott, Zone 20, aber die Radler eiern über den Gehweg und brauchen eigenen Verkehrsraum.

    Beim genauen Nachlesen fällt auf:

    Es wurde zunächst davon ausgegangen, dass es eine wie auch immer geartete "Radlspur" geben würde.

    Da wurde m.E. nicht ausreichend erörtert, dass das nicht notwendig sei und auch rechtlich nicht möglich sei, wenn zum Beispiel eine Geschäftsstraße mit 20 km/h ausgeschildert wird.

    Und die andere Sache in dem Bericht ist die vermutete Verkehrszunahme durch zusätzliche große Supermärkte, die anscheinend über die Tempo-20-Straße in großer Zahl vom MIV angefahren werden.

    wollen wir uns jetzt hier echt in Einzelfall-Bingo ergehen?

    Mich hat deine Unterstellung geärgert, den Wahl-O-Rad hätten "Warnwesten-Dieter" und "Gehweg-Gabi" in einer halben Stunde beim Stammtisch gemacht.

    Ich finde da auch nicht alles gut dran und hätte mir eine vernünftige Erörterung erwünscht, mit dem Ziel Verbesserungspotenzial zu entdecken. Falschparken in Form von Halten und/oder Parken auf dem Radfahrstreifen mag ja ein Einzelfall sein, im Vergleich zu Parkdelikten insgesamt. Aber das Radstreifenparken resultiert ja häufig daraus, dass Lieferwagenstellplätze nicht ausgeschildert oder von Falschparkern zugeparkt sind. Und dass nicht mehr Lieferwagenstellplätze ausgeschildert werden, hat häufig den Grund, das Anwohner auf die Parkplätze nicht verzichten wollen, die man zu Lieferstellplätzen umwandeln könnte. Dass Falschparker die Lieferstellplätze zustellen, wird wiederum nicht ausreichend geahndet.

    Und so ist dann eben doch was dran an der Aussage, "Falschparker stellen ein Verkehrsrisiko für Menschen zu Fuß oder auf dem Rad dar".

    Frage 8 zu falsch parkenden Autos(!) (also nicht e-Scooter?) stellen ein Verkehrsrisiko für Menschen zu Fuß oder auf dem Rad dar, deshalb

    -> nein. nein, Falschparken stellt nicht per se ein Verkehrsrisiko dar. Es ist lästig, es ist behindernd - aber nicht direkt ein Verkehrsrisiko...

    In dem Zusammenhang will ich hier an eine läger zurücklegende Diskussion hier im Forum erinnern:

    Der Lieferwagenfahrer hatte damals in Berlin auf einem Radfahrstreifen geparkt, was jedenfalls das Verkehrsrisiko erhöht hat.;(Und es gab eine tote Fahrradfahrerin zu beklagen.

    Dass E-Scooter nicht extra erwähnt sind, bedeutet nicht, dass sie kein Verkehrsrisiko darstellen können. Leider kann das auch für problematisch abgestellte Fahrräder gelten.

    Hat zufällig jamend einen vergleichbaren "Wahl-O-Mat" für Fußgänger*innen entdeckt, möglicherweise veröffentlicht von Fuß e. V., einen "Wahl-O-Fuß"?

    Der Darmstädter Fuss e. V. hat Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl in Hessen am 15. März 2026, also eine Woche nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: "Radfahrende und E-Tretroller auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen stellen eine Gefährdung für den Fußverkehr dar. Insbesondere für Kinder und Ältere entstehen unsichere Situationen. Kontrollen sind selten, Informationen oft unklar." https://www.darmstadt-zu-fuss.de/images/2026/FU…Fussverkehr.pdf

    Wahlprüfstein Nr. 3 von 10 Prüfsteinen

    Der ADFC Baden-Württemberg bietet einen Wahl-o-Mat  Wahl-o-Rad zur Landtagswahl am 8. März 2026 an!

    Wahl-o-Rad zur Landtagswahl 2026 Baden Württemberg

    Will man seine Antwort doppelt gewichten, dann ist es wichtig zuerst auf "These doppelt gewichten" zu drücken.

    Es ist allerdings keine Limitierung für "doppelt gewichten" gegeben. Und bei vielen Fragen werden die allermeisten Menschen zustimmen.

    Entsprechend haben wohl auch die Parteien ihre Wahlprogramme gestrickt, so dass man oft sehr viele Parteien findet, die angeblich die Interessen der Radfahrer*innen vertreten.

    Stimmt man allen Fahrradfahrer*innen-freundlichen ADFC-Aussagen zu, dann schneiden allerdings CDU und FDP eher schlecht ab.

    Der Wahl-o-Rad ist längst nicht so komplex wie der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Der hat immerhin satte 38 Fragen und man findet ihn hier: https://www.wahl-o-mat.de/bw2026/app/main_app.html

    Trotz der 38 Fragen gibt es keine einzige, die das Thema Fahrrad thematisiert. Bei einer der Fragen kann man mit etwas Fantasie ans Fahrrad denken:

    Das ist: "Baden-Württemberg soll am Ziel der Klimaneutralität festhalten."

    Es soll ja aber auch Leute geben, die halt so einen Plug-In Hybrid nie laden und dann eben nur mit dem Verbrenner unterwegs sind. Völlig logisch, dass das mit 1 - 2 l/100 km nichts werden kann.

    Deine Annahme bestätigt die Automobilexpertin Beatrix Keim in diesem WDR-Interview vom 19.2.2026 ab Minute 2:06 von 2:52

    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Zitat: "Ein Plug-in Hybrid wird kaum wirklich elektrisch genutzt."

    Nun hat der VGH aber doch recht zügig und noch vor der Kommunalwahl am 08. März entscheiden.

    Wenn man bedenkt, dass über Jahre hinweg Hybrid-Autos die vierfache Menge an Abgasen mit CO2 und Schadstoffen ausgestoßen haben als angegeben, dann ist selbst Tempo 12,5 km/h (ein Viertel von 50 km/h) angebracht für die Landshuter Allee.:evil:

    "Dass Autos - auch anderer Antriebsarten - im Alltag vom im vorgegebenen WLTP-Zyklus gemessenen Normverbrauch abweichen, ist bekannt. Auch der Vorwurf, dass die Differenz bei Plug-in-Hybriden besonders hoch sein könnte, wird immer wieder vorgebracht. Der jetzt gemessene Unterschied ist allerdings extrem: Während der durchschnittliche Normverbrauch ungefähr bei 1,4 bis 1,6 Litern auf 100 Kilometern lag, waren es den Realdaten zufolge - je nach Berechnungsmethode zwischen 5,8 und 6,1 Liter pro 100 Kilometer und damit in der Nähe reiner Verbrenner. Entsprechend höher sind CO2-Ausstoß und Spritkosten."

    mittelhessen.de vom 18.2.26: So viel durstiger als angegeben sind Plug-in-Hybride

    So viel durstiger als angegeben sind Plug-in-Hybride
    Das Fraunhofer ISI hat Daten von einer Million Fahrzeuge ausgewertet. Im Alltagsbetrieb auf der Straße schluckten sie einem Bericht zufolge im Schnitt das…
    www.mittelhessen.de

    Auf dem Auto steht ja die Frage, ob man ein Führerschein braucht, um Polizist*in zu werden.

    Diese Frage stelle ich immer wieder gerne den Mitarbeiter*innen im Verkehrsaußendienst, die für die Parkraumüberwachung zuständig sind.

    Bislang habe ich noch niemanden getroffen ohne Führerschein. Dabei wäre es meines Erachtens dringend notwendig, dass sehr viel mehr Menschen ohne Führerschein beim Verkehrsaußendienst arbeiten. Möglicherweise haben die weniger Mitleid mit Falschparker*innen?

    Wenn man hier nachguckt, erfährt man, dass man auch ohne Führerschein eine Ausbildung bei der Polizei Hamburg beginnen kann. Allerdings muss der Führerschein gemacht werden vor Ende der Ausbildung. Die Polizei Hamburg unterstützt mit 1000 Euro den Erwerb des Führerscheins:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Oha.

    Genau das war Winston Smiths Beruf. "Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit"

    Winston Smith war Mitarbeiter im Ministerium für Wahrheit in George Orwells 1984. Archive.today oder irgendein anderer privat betriebener Archivdienst, auch Wikipedia, ist keine staatliche Stelle. Insofern hinkt dein Vergleich.

    Ich hatte archive.today unter anderem in diesem Diskussionsforum kennengelernt, weil andere Nutzer Links dorthin veröffentlichten.

    Zweifel daran wurden aber ebenfalls, auch in diesem Forum geäußert.

    Und jetzt? Da muss ich wohl in Zukunft auf den Zugriff verzichten auf Artikel, die auf archive.today veröffentlicht werden.

    Was mir in der Vergangenheit aufgefallen ist: Es gab zum Beispiel HAZ-Artikel, die nicht auf archive.today abrufbar waren. Auch Wochen nach ihremn Erscheinen nicht.

    Mein Eindruck war, dass die HAZ es bei bestimmten Artikeln zulässt, dass sie bei archive.today landen, bei anderen Artikeln aber nicht. Und ich habe mich gefragt, ob das eine Strategie der HAZ ist, dass sie archive.today mal ein paar Brocken hinschmeißt, die sich in das Archiv kopieren lassen, aber andere mit einer Sperre versieht. Bekannt machen, aber nicht alles preisgeben. So ähnlich wie die kostenlose Wochenendzeitung aus demselben Verlagshaus, die vollgestopft ist mit Werbung, aber auch einige vernünftige und gut recherchierte Artikel enthält, die allerdings in der Regel bereits im Lauf der Woche in den Tageszeitungsausgaben erschienen sind.

    Dieser ADAC Propagandafilm gegen einen verbindlichen ISA zeigt, dass mit diesem Assistenzsistem ein empfindlicher Nerv der Autofahrerlobby getroffen ist.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Interessant ist die Doppelbödigkeit des Films. Einerseits wird ISA als "Nervmaschine" verpönt und von den Herstellern und dem Gesetzgeber verlangt, dass der Warnton abgeschaltet können werden muss. Und/oder, dass der Geschwindigkeitsassistent stärker in Eigenverantwortung des Fahrers konfiguriert werden können muss. Siehe zum Beispiel Minute 1:05 von 7:28. Da beklagt der ADAC-Protagonist bei einer Tempo-30-Vorgabe: "Nur 3% über Tacho und schon geht sie los die Warnkaskade." Im Klartext: Ein Geschwindigkeitsassistent, der mich daran hindert ein bisschen schneller zu fahren als erlaubt, ist "nervig".

    Andererseits wird im letzten Drittel des Films ein anderes Auto mit einem Geschwindigkeitsassistenzsystem vorgestellt, das mit einem Abstandsregelautomat gekoppelt ist, der das Fahrzeug auch dann automatisch im Tempo reduziert, wenn zum Beispiel der Kurvenverlauf es notwendig macht, deutlich langsamer zu fahren. Dazu die Aussage des ADAC-Protagonisten im Film: "Da liegt das echte Potenzial des Intelligenten Geschwindigkeitsassistenten." Merkwürdig nur: Da "philosophiert" er nicht über den Verbindlichkeitsgrad. Dabei bin ich mir sicher, dass nicht wenige "Gaspedalritter" beim Zuschauen an der Stelle sagen würden: "Pff, die Kurve würde ich locker mit 50 statt mit 30 nehmen."

    Erinnert mich gerade an Gurtverweigerer, weil irgendwann mal jemand im See gestorben ist, weil er durch den Gurt nicht schnell genug aus dem Auto kam.

    Ein neues System muss nicht zu 100% fehlerfrei sein. Es ist schon dann sinnvoll, wenn es signifikant weniger Unfälle/Verletzte/Tote gibt.

    Die aktuellen Bestimmungen schreiben nicht zwingend vor, dass ISA auf zwei Quellen zugreifen muss. (Kamera UND Navidaten) Aber es gibt Vorschriften für die Genauigkeit, die es nahelegen, ein ISA mit beiden Informationsquellen zu benutzen. Im Zweifel ist die Schildererkennung priorisiert. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass das passiert, was Schlau Meier beschreibt:

    Wenn aber nun am Verzögerungsstreifen für die ausfädelnden Fahrzeuge wegen einer engen Kurve ein "40" hängt und daher das Fahrzeug auf der Überholspur plötzlich auf 40 abbremst, dann wird es gefährlich.

    Andererseits bringt ISA nicht den voll möglichen Sicherheitsvorteil, wenn es zu leicht überstimmt werden kann. Und ISA und die Umgebung werden schneller optimiert, wenn ISA verbindlich ist.

    Was die "Gurtverweigerer" mit Angst vor Fahrzeugbränden angeht, hat man übrigens dieses Gerät erfunden, um sie zu besänftigen:

    Gurtmesser – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Vergleichbar ist ein ISA mit Kickdown-Mechanismus, bei dem das Gaspedal einen deutlich hohen Widerstand leistet. Der Mechanismus ermöglicht aber ein Überstimmen der ISA-Tempolimitierung.

    Aber es sind auch Systeme zulässig, die lediglich mit Warnlampe und Warnton auf die Geschwindigkeitsübertretung hinweisen. Und ISA kann abgeschaltet werden. Es muss sich aber bei einem Neustart wieder einschalten.

    Seit ISA hat sich meine Empathie-Fähigkeit für Autofahrer*innen, die an einer Tempokontrollstation zu schnell fuhren, noch einmal deutlich vermindert. Ob ISA insgesamt dazu beiträgt, dass mehr Menschen Tempolimits respektieren? Zumindest habe ich kein Mitleid für einen "Temposünder", der sagt: "ISA schalte ich sowieso sofort immer aus, wenn ich losfahre, das nervt nur."

    Richtig, es gibt schon sehr zuverlässige Autopiloten auf dem Markt.

    Aber mach' doch mal einen Punkt:

    Wir schaffen es nichtmal, dass in 10 Jahren die NEUzulassung von Verbrennerfahrzeugen weitgehend untersagt wird. Wie willst Du denn plötzlich da sowas durchsetzen?

    ISA funktioniert bei Fahrzeugen mit Verbrennermotoren, aber auch bei Fahrzeugen mit Elektromotor.

    Dass es derzeit nach einem Ausstieg aus dem Verbrenner-Ausstieg aussieht, ist bedauerlich, man könnte auch sagen ungeheuerlich.

    Aber das kann ja nicht bedeuten, bei der Frage nach ISA die Hände in den Schoß zu legen!

    ISA, der Intelligente Geschwindigkeitsassistent, ist für Neuwagen Pflicht, wenn auch leider kein verbindliches ISA, wie es zum Beispiel der ETSC fordert. Siehe hier: https://etsc.eu/intelligent-speed-assistance-isa/ Der ETSC ist der European Transport Safety Council („Europäischer Verkehrssicherheitsrat“)

    Immerhin ist seit 2024 ISA Pflicht bei Neuwagen. Genauso wie es Pflicht ist, dass an die Fahrzeuge ein Alcolock angeschlossen können werden muss, der das Fahrzeug erst freigibt, wenn der Fahrer in ein Alkoholteströhrchen pustet. Nicht nur die Anschlussmöglichkeit sondern auch das Gerät selbst sollten meines Erachtens verbindlich sein. Aber die beste Wirksamkeit würde das erst entfalten, wenn auch eine 0-Promille-Grenze beim Autofahren gelten würde. Trotzdem ist es gut, dass bei Neuwagen die Steuerungstechnik eingebaut sein muss, die es unkompliziert ermöglicht, einen Alcolock zu installieren.

    Und weil mir bei dieser Gelegenheit dieser Film einfällt auch hier der Link:

    Smog ist ein gesellschaftskritischer deutscher Film von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1973. Er wurde ausschließlich für das Fernsehen produziert. Viele Zuschauer hielten die Pseudo-Doku für real und riefen während der Ausstrahlung am 15. April 1973 besorgt beim Fernsehsender WDR an.

    Seit vier Tagen dauert eine bedrohliche Smog-Wetterlage im Ruhrgebiet an. Die vom Menschen mitverursachte Umweltkatastrophe bahnt sich langsam an.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Auf youtube in 9 Teilen

    Passend zum Thema dieser Film, den ich in der ARTE-Mediathek gefunden habe:

    Als London im Smog verschwand - Die ganze Doku | ARTE
    Dezember 1952. Ein dichter, toxischer Nebel umhüllte London und führte zu 12.000 Todesopfern. Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Mit einem…
    www.arte.tv

    auf youtube:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    "Zur Zeit des Londoner Killer-Smog nahm kein Arzt ernsthaft an, dass Luftverschmutzung töten könnte." Zitat am Anfang des Filmes mit Original-Filmaufnahmen von 1952.