Beiträge von Ullie

    ich hab noch nicht verstanden, wieso man wieder Geld in die Hand nehmen sollte, um die Kampfradler baulich sanft irgendwohin zu lenken, und wieso die Flächenversiegelung weiter steigen sollte.

    Ist auf dem Gehweg im Hintergrund das Radfahren erlaubt? nein

    Warum wird auf dem Gehweg gefahren? Weil auf der Fahrbahn unschönes Kopftsteinpflaster verlegt ist. Da kannste auch [Zeichen 254] anschrauben - das Gehwegradeln bleibt da. konsequent ahnden. fertig ist die Laube.

    Statt Verbote kann ein Orientierung geben oft viel mehr bewirken. Die Fläche ist ohnehin festgetrampelt, da wird nichts versiegelt, was nicht quasi schon durch Festtrampelen versiegelt ist. Statt [Zeichen 254] wäre es außerdem sinnvoller für die Fußwege [Zeichen 239] anzuschrauben. Aber noch besser ist natürlich den Fahrradverkehrsstrom so zu lenken, dass die Fahrbahn angestrebt wird. Diese zu erneuern wäre ebenfalls angesagt. Aber im Aufwand sehr viel höher.

    Ob bei einem Einschlag gegen eine Mauer mit 40 km/h oder schneller ein Helm noch etwas hilft, steht auf einem anderen Blatt.

    Zwischen vertikal stürzen und horizontalem Frontalaufprall gibt es aber auch noch einige Zwischenstufen. Zum Beispiel seitliches Berühren, einen Gegenstand streifen. Ich will keine Angstkampagne, im Gegenteil. Das Problem sehe ich eher darin, dass Rennradfahren-Verhalten in dem von dir verlinkten FAZ-Artikel auf das Alltagsfahrradfahren übertragen wird. Und das trifft nur auf einen kleinen Teil der Radfahrenden zu, die mit einen hohen Tempo auch im Alltag Fahrrad fahren und zwar Fahrräder mit einer Ausstattung zum schnellen Fahren. Im Bekanntenkreis habe ich schon zweimal von Absteigen über das Vorderrad beim starken Bremsen Berichte bekommen. (Jedes mal nach Kauf eines neuen Fahrrades.) Und dazu muss man nicht einmal besonders schnell fahren.

    Ich fordere in erster Linie den Ausstieg aus dem Angstkampaigning.

    Angstkampaigning ist Mist, da stimme ich dir zu. Darauf zu verzichten alleine reicht aber nicht aus. Es geht nicht nur um ein Aussteigen aus dem Angstkampaigning. Es ist wichtig, dass das Fahrradfahren positiv beworben wird.

    Der weiter oben verlinkte FAZ-Artikel mit dem Titel „Beim Bremsen bereiten Radfahrer ihre Hinrichtung vor“ ist ja auch teil einer "Angstkampagne". Ist die Zielrichtung vielleicht das?

    "Moderne Fahrräder und E-Bikes werden nicht nur leistungsstärker, sondern auch deutlich sicherer. Ein zentrales Beispiel dafür ist das ABS-System am Fahrrad, also eine elektronische Bremshilfe, die das Blockieren der Räder verhindert."

    MYVelo com 23.2.2026 https://myvelo.de/blogs/e-bike-b…einfach-erklart

    Es geht um das Geld verdienen mit Fahrrädern und Fahrrad-Komponenten, die im Grunde niemand braucht, wenn man das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel im Flachland ohne sportliche Ambitionen benutzt. Und genau diese Nutzergruppe gilt es zu vergrößern: Menschen ohne besondere sportliche Ambitionen, die aber Spaß haben an Bewegung ohne besonderen sportlichen Ehrgeiz. Die eigentlich nur das tun wollen, was ihnen ihre Ärzt*innen ohnehin bei jedem Besuch anraten: Bewegen Sie sich mehr. Und dafür reicht ein Fahrrad ohne Gangschaltung oder eines mit einer wartungsarmen Dreigangnabenschaltung oder einer Zweigang-Fliehkraftschaltung. Fahrräder, die in guter Qualität hergestellt werden können, für einen Verkaufspreis an den Endkunden von rund 400,- Euro. Aber damit lässt sich natürlich nicht so leicht Geld verdienen. Und die potenziellen Nutzer*innen finden's nicht so cool8), wie zum Beispiel ein Elektro-Tretroller oder ein Pedelec mit großem Drehmoment.

    Immerhin: Der Fahrrad-Dauerverleih Swap-Fiets verleiht auch brauchbare Alltagsräder, auch solche ohne Gangschaltung. Und da kann man auch an den Preisen sehen, dass Fahrradfahren ohne "Firlefanz" wie Gangschaltung oder gar Hilfsmotor ein preiswertes Mobilitätssystem darstellt: Leihgebühr: 14,90 Euro pro Monat.

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    Ein kraftvolles E-Bike kostet 64,95 Euro pro Monat.

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    Wichtig ist, es zu benutzen. Und leider ist es so, ganz ohne Angst-Kampagne, dass Fahrradfahrer auf einem langsamen "Bio-Bike", sich mitunter so vorkommen, als hätten sie nicht genügend "hochgerüstet". Und die Fahrradhändler und Fahrradwerbung bestärken sie darin.

    2. suggeriert mit dem Rot einen Vorrang bei der Ausfahrt aus dem Park, der rechtlich vermutlich nicht besteht (§ 10)?

    Wie wäre es ohne weiße Linien? Es gibt dieses Verbundsteinpflaster, das dort liegt, in verschiedenen Farbtönen. Wie ist es, wenn man den rot markierten Bereich mit roten oder dunkelgrauen Steinen pflastert, den hellgrau markierten mit hellgrauen Steinen? Ich vermute, dass sich auch ohne weiße Linien und ohne Fahrradpiktogramme auf dem Boden die meisten Verkehrsteilnehmer*innen so einordnen würden, dass außen der Fußverkehr und mittig der Radverkehr stattfände.

    https://pflaster.haba-beton.com/daten/11557.jpg (Link zu Foto von Verbundsteinpflaster)

    Für den Impact auf den Kopf ist die horizontale Komponente des Kräfteparallelogramms unerheblich. Der Effekt auf den Kopf resultiert aus der vertikalen Komponente, die wiederum bei langsamer Fahrt nicht anders ist als bei Rennradtempo oder bei einem MotoGP-Rennmotorrad. Wenn überhaupt, haben Rennradfahrer aufgrund ihrer gebückten Position bessere Karten beim Sturz, weil die Erdbeschleunigung auch nur entsprechend kürzer auf den Körper einwirken kann.

    Man kann sich's auch schönreden. Dir ist aber schon klar, dass die "horizontale Aufprall-Komponente" um so länger und heftiger ausfällt je schneller die/der Fahrer*in stürzt und je glatter der Untergrund ist, auf dem die/der Fahrer*in rutscht bevor sie/er liegenbleibt? Auch die Flugphase ist je nach Aufprallursache in der Horizontalen länger bei höherem Tempo! Dabei kann dann allerhand im Weg sein, auf das aufzuprallen gefährlichste Verletzungen hervorrufen kann. Und auch in der Rutschphase ist mit Hindernissen zu rechnen.

    "Es ist eindeutig erwiesen, daß - seit Motorradfahrer Helmpflicht haben - die tödlichen Unfälle deutlich zurückgegangen sind", erklärte der Präsident der italienischen Neurochirurgen, Franco Chiappetta." Das sagten 1995 Ärzte in Bezug auf eine Helmtragepflicht für Rennradsportler in einem WELT-Artikel vom 20.7.1995.

    https://www.welt.de/print-welt/article660460/Helm-tragen-das-ist-keinem-zuzumuten.html

    Bei deinem Beitrag bleibt unklar: Sprichst du dich für eine Helmtragepflicht für alle Fahrradfahrer*innen aus, oder forderst du die Rücknahme der Helmtragepflicht bei der Tour de France und anderen Fahrradrennen? Und möchtest du auch für Motorradfahrer*innen die Helmtragepflicht aufheben?

    Wo wir gerade dabei sind: Die Einführung der Helmpflicht bei der Tour de France zog sich über mehrere Jahre hin. Mit ausschlaggebend waren zwei tödliche Unfälle, der von Fabio Casartelli 1995 und der von Andrey Kivilev 2003. (Velomotion vom 18. Juli 2019) Findet denn heute immer noch eine Diskussion über die Helmtragepflicht bei der Tour de France statt?

    Heute vor 24 Jahren: Fabio Casartelli stürzt und stirbt in den Pyrenäen
    Tour de France Geschichte: Der 18. Juli 1995 war ein trauriger Tag im Radsport. Fabio Casartelli stürzt in einer Abfahrt und stirbt.
    velomotion.de

    Ich gebe zu, dass ich den Artikel gesehen und hier verlinkt, aber selbst gar nicht gelesen habe. Gibt's den auch in einem Archiv?

    Unter anderem steht drin: "Ich würde mal behaupten, dass ich ganz okay auf dem Rad sitze. Dennoch würde ich nie im Leben auf den Gedanken kommen, auch nur eine Sekunde ohne Helm zu fahren."

    Der ganze Artikel befriedigt vor allem die Emotionen der Autofahrenden für die sowieso schon immer klar war: "Die Radfahrenden sind selber schuld an ihrem Unglück.":(

    Hier noch mal der Link zum Artikel hinter der Bezahlschranke: https://www.faz.net/aktuell/besser…-200830989.html

    Leider sind auch manche Beiträge hier im Forum etwas unsensibel formuliert, so dass man beim Lesen auf die Idee kommen könnte, die Fahradfahrenden sind selber schuld, dass so viele von ihnen verunglücken. Immerhin ist es in der Regel hier im Forum nicht so, dass Fahrradhelm-Propaganda betrieben wird, wie es der in der FAZ zitierte Rad-Weltmeister Mike Kluge tut.

    Ich denke aus Sicht eines Rennrad-Sportlers ist es normal, den Fahrradhelm zu propagieren. Schließlich fahren die 30 bis 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zum Teil über mehrere Stunden. Und bei Abfahrten werden Spitzengeschwindigkeiten nahe an die 100 km/h erreicht.

    Durchschnittliche untrainierte Fahrradfahrer*innen, die das Fahrrad (Bio-Bike) einfach nur benutzen, um damit zum Einkaufen oder ins Kino oder zur Arbeit zu fahren, kommen auf Geschwindigkeiten um die 15-18 km/h. Wer so Fahrrad fährt, muss kein*e fahrtechnisch gut geübte*r Fahrradfahrer*in und Fahrrad-Bremser*in sein, wie es der Rad-Profi in dem FAZ-Artikel propagiert. Wenn jemand im hügeligen Gebiet wohnt und lange steile Abfahrten schnell fährt, sähe das wieder anders aus. Aber normales Flachland-Fahrradfahren von durchschnittlich fitten Menschen findet in einem niedrigen Tempo statt. Und besonders gilt das für die Menschen, die es noch zu begeistern gilt für das Fahrradfahren, oder wieder zu begeistern gilt. Wenn man denen erzählt, mach erst mal ein vernünftiges Fahr- und Bremstraining, du willst doch kein Selbstmordkandidat sein, wie es in dem FAZ-Artikel geschieht, dann schreckt das ab.

    Leider wird in dem Artikel diesbezüglich nicht differenziert.

    Die Unschuld des Busfahrers am tödlichen Unfall, der Radfahrer kam von links hinten, konnte nur dank der Kameras im Bus bewiesen werden. So stand es in der NWZ. Der Busfahrer hat für die Aufnahme auch nichts drücken müssen, denn er hatte den Radfahrer nicht gesehen. Die NWZ hat dabei die Polizei, bzw. deren Ermittlungen, und das Gerichtsverfahren wiedergegeben, keine warmen Versprechungen. Als hier die Kameras eingeführt wurden, ging es ausschließlich um den Innenraum und den Schutz des Fahrers.

    Pustekuchen. Ungefragt wird alles im 15? Meter Radius aufgenommen und gespeichert, soweit es sichttechnisch eben möglich ist. Anderswo eventuell vorhandene Beschränkungen werden aufgehoben werden, denn ein autoritärer Staat braucht permanente Überwachung. Ein Blinder mit Krückstock sieht, was hier vorgeht.

    Eine oder mehrere Kameras, die im Businneren installiert sind, haben Aufnahmen gemacht von dem, was außerhalb des Busses geschieht. Und zur Auswertung eines Unfalls wurden diese Kamera-Aufnahmen ausgewertet. Die Kamera-Aufnahmen wurden quasi nicht im ursprünglich dafür vorgesehenen Verwendungszweck benutzt. Aber weil sie vorhanden waren und auf die Aufnahmen zugegriffen werden konnte, hat man sie benutzt.

    Das erinnert mich an einen Beinaheunfall-Vorgang, den ich in einem Linienbus hatte: Der Fahrer war gerade von der Bushaltestelle abgefahren, als ein ungeduldiger Autofahrer hinter dem Bus zum Vorbeifahren ansetzte, der zunächst hinter dem Bus gewartet hatte, weil Gegenverkehr ein Vorbeifahren zunächst verhinderte. Als der Gegenverkehr passiert hatte, fuhr der Bus ab und gleichzeitig setzte der Autofahrer zum Vorbeifahren an.

    Ich sprach an der Endhaltestelle in der Pause darüber mit dem Busfahrer und der bat mich ggf. als Zeuge auszusagen, weil er bereits solche Fälle erlebt hatte, bei denen dann der Autofahrer den Busfahrer anzeigte. Ich hatte dann dem Fahrer meine Adresse gegeben, aber dann nichts mehr davon gehört.

    Das ist schon ein paar Jahre her. Seit ein paar Jahren sind Dashcam-Aufnahmen vor Gericht zugelassen. Demnach müsste auch eine Innenkamera, die sozusagen als "Beifang" Bilder von außen im Speicher hatte, zulässig sein bei einer Gerichtsverhandlung. So gesehen ist doch eher die Frage: Benutzen Linienbus-Betreiber die Außenkameras als Dashcams, um ggf. bei Unfällen den Unfallhergang belegen zu können?

    Der Omnibusfahrer drückt nichts, es wird permanennt und rundum aufgezeichnet.

    "Die Kameras befinden sich hinter der Windschutzscheibe. Blockiert ein Falschparker den Fahrweg, etwa auf einer Busspur, oder kann der Bus wegen eines falsch geparkten Wagens eine Haltestelle nicht richtig anfahren, können Busfahrerinnen und Busfahrer per Knopfdruck eine kurze Serie von Einzelfotos auslösen."

    So steht es in dem bereits weiter oben verlinkten Spiegel-Artikel.

    Frankfurt weitet Projekt aus: Linienbusse fotografieren Hunderte Falschparker
    Zehn mit Kameras ausgestattete Linienbusse haben in Frankfurt 421 Falschparker aufgenommen. Nun werden weitere Fahrzeuge mit der Technik ausgestattet. Das…
    www.spiegel.de

    Wo tatsächlich durchgängig gefilmt wird, das ist im Inneren des Linienbusses. Allerdings werden diese Aufnahmen nach Ablauf von wenigen Tagen gelöscht. Und es geschieht auf mehrheitlichen Wunsch der Fahrgäste.

    "Aktuell finden es 93 Prozent der Fahrgäste in Niedersachsen grundsätzlich richtig, zur Aufklärung und Abschreckung von Straftaten Videoüberwachung im Zug einzusetzen. "

    Allianz Pro Schiene vom 30.6.2016

    Pendler für mehr Videoüberwachung im Zug | Pendler für mehr Videoüberwachung im Zug
    Forsa-Umfrage zeigt: Zugpendler im Nahverkehr fühlen sich mit Videoüberwachung sicherer. Allianz pro Schiene mahnt zu einheitlichen Standards im Datenschutz
    www.allianz-pro-schiene.de

    Schon komisch: In Bussen und Bahnen wird die Video-Überwachung gewünscht. Aber beim Falschparken, das ja auch oft genug mit Gefahren verbunden ist, setzten sich bislang eher die Bedenkenträger*innen durch.

    Falschparker auf Radfahrstreifen in der Braunstraße: Radverkehr wird gezwungen den Radfahrstreifen zu verlassen, Linienbusse werden ausgebremst, weil Fahrradfahrer das Hindernis auf dem Radfahrstreifen umfahren müssen:

    Vor allem, wenn man bedenkt, dass man ja weniger MIV haben will ......

    aber das will man ja gar nicht wirklich.

    Und das trifft nicht nur auf den Fahrradverkehr zu.

    Die "Zauberformel" ist "push and pull".

    "Die Kommunalpolitik konzentriert sich meist auf die sogenannten »Pull«-Maßnahmen, mit denen Menschen zur Nutzung bestimmter Angebote durch deren Verbesserung bewegt werden sollen. »Push«-Maßnahmen, die den Autoverkehr unattraktiv machen, werden dagegen selten geplant. Forschungen haben gezeigt, dass eine Angebotsausweitung des Öffentlichen Verkehrs nicht automatisch zu einer Reduktion des motorisierten Individualverkehrs führt."

    Mit Klimamobilitätsplänen die Paris-Ziele im Verkehr erreichen
    Nur die Kombination Push und Pull führt zur Nachhaltigkeit
    www.isi.fraunhofer.de

    Mit Radwegebau lässt es sich leichter Wahlen gewinnen, als mit dem Fahrbahnrückbau oder Parkplatzrückbau für den Autoverkehr.

    Neue ÖPNV-Linien anbieten ist einfacher als Erfolg verkaufen, als zum Beispiel vorhandene Buslinien dadurch zu ertüchtigen, dass Haltebuchten in Kaps umgebaut werden, und der MIV gezwungen ist, hinter dem Bus zu warten, bis der wieder von der Haltestelle abfährt.

    "Bei Fahrbahnhaltestellen [=Bauform Haltestellenkap] braucht sich der Bus nicht in einen fließenden Verkehrsstrom einzufädeln. Daher kann der Bus jederzeit aus der Haltestelle abfahren, Fahrzeitverluste und Gefährdungen werden vermieden. An Bushaltebuchten wird hingegen von verschiedenen Kraftfahrern der in der StVO seit Jahren enthaltene Vorrang des Busses immer wieder missachtet, so dass es regelmäßig zu Fahrzeitverzögerungen bzw. Verkehrsgefährdungen kommt."

    https://www.braunschweig.de/leben/stadtplan_verkehr/verkehrsplanung/Bauform-von-Bushaltestellen-2019.pdf

    Schnelle ICE Linien zu bauen, die durch ihr hohes Tempo gegenüber dem Flugverkehr Konkurrenz machen sollen, ist weniger anstößig, als Fluggebühren zu erhöhen, Nachtflugverbote zu erteilen und Flüge zu streichen.

    So wird das nichts mit der "Zauberformel" "push and pull". Es wird zwar kräftig durch Angebotsverbesserungen oder scheinbare Angebotsverbesserungen "gepullt", aber es wird nicht "gepusht", zum Beispiel durch die Einrichtung von Bewohner*innen-Parkzonen und gleichzeitiger Verknappung und ständiger Verteuerung der Auto-Abstellflächen.

    Das ist die Stelle an der der viele Fahrradfahrende vom Sterzer Stich (ein Parkweg) kommen und dann in der Küchengartenstraße weiterfahren:

    Es gibt nach meiner Beobachtung zwei bauliche Verbesserungsmöglichkeiten, die verhindern, dass immer wieder Fahrradfahrende auf dem Fußweg weiterfahren:

    1. Das Pflaster in diesem Teilstück der Küchengartenstraße ist sehr uneben, hat an mehreren Stellen mit Asphalt geflickte Stellen und fällt zur rechten Gosse hin sehr steil ab. Eine asphaltierte Küchengartenstraße wäre einladender für den Radverkehr.

    2. Das vorhandene gepflasterte Wegstück vor der Mündung auf die Fahrbahn (erstes Bild) ist schmal und lenkt den Fahrradverkehr in Richtung Fußweg.

    Ist der 2. Verbesserungsvorschlag (zweites Bild) eine Möglichkeit, mehr Fahrradfahrende auf die Fahrbahn der Küchengartenstraße zu lenken? Was gibt es bei dem Vorschlag im zweiten Foto zu bedenken oder müsste anders gemacht werden, um die Situation zu verbessern? Oder sollte besser alles bleiben wie es ist?

    … und so wird der öffentliche Raum ganz selbstverständlich immer dichter überwacht — während hier debattiert wird, ob man eine Kamera am Lenker haben darf und Kennzeichen schwärzen muß.

    Ich sehe da keinen Widerspruch. Schließlich werden die Bilder der Linienbus-Frontkameras nicht in einem Internetforum veröffentlicht.

    Dass der öffentliche Raum überwacht wird, ist von vielen ÖPNV-Fahrgästen gewollt, die eine Kamera-Überwachung in den Bussen und an Haltestellen ausdrücklich befürworten. Dabei werden Menschen mit Gesicht fotografiert. Und jeder weiß, was moderne Gesichtserkennung-Software leisten kann.

    Liegt es da nicht nahe, Kennszeichen von Falschparkern zu erfassen um so die Verkehrsbehörden und Polizei dazu zu bewegen, ein Ordnungsgeld zu verhängen und/oder gezielt durch verstärkte Vor-Ort-Kontrollen gegenzusteuern?

    Wenn ein Falschparker Krokodilstränen vergießt, weil seine Blockade von Fuß-und Radwegen, Busspuren und Bushaltestellen mit Fotos dokumentiert wird, dann hält sich mein Mitleid in Grenzen. Schließlich drückt der/die Omnibusfahrer*in nur dann den Auslöser, wenn eine konkrete Behinderung durch einen Falschparker stattfindet.

    Leider auch in Hannover trauriger Alltag. Falsch geparkte Autos blockieren den Haltestellenbereich:

    Wiesbaden und Frankfurt statten Linienbusse mit Frontkameras aus. Bald auch Hannover?

    Falsch geparkte Autos blockieren auch in Hannover Bushaltestellen, so dass der Bus nicht an den Haltebord heranfahren kann und die Fahrgäste nur über eine hohe Stufe einsteigen können. Wie im Foto oben an der Bushaltestelle Schwarzen Bär.

    "Autos, die auf Radwegen oder Busspuren parken, gehören in vielen Städten zum Straßenbild – und behindern den Verkehr. Versperren sie Bussen den Weg, kommt es mitunter zu heftigen Verspätungen für Fahrgäste.

    In Frankfurt am Main haben Linienbusse schon mehr als 400 Falschparker mit speziellen Kameras erfasst – und so dafür gesorgt, dass die Fahrzeughalter ein Knöllchen erhalten haben."

    So heißt es in dem von DMHH verlinkten Spiegelartikel vom 11.6.2026: "Stadt weitet ungewöhnliches Projekt aus - Linienbusse fotografieren in Frankfurt Hunderte Falschparker"

    Eine klare Kampfansage gegen Rüpel-Parker, die auch in Hannover übernommen wurde, nämlich in das Wahlprogramm der Grünen für die Kommunalwahl in der Region Hannover. Die Region Hannover ist die Stadt Hannover und 20 Umlandgemeinden mit zusammen mehr als eine Millionen Einwohner*innen. Entscheidungen zum ÖPNV werden von der Regionsversammlung beschlossen.

    Im Kapitel, 9 mit dem Titel, "EINE MOBILE GESELLSCHAFT - FÜR EINE ZUVERLÄSSIGE, GÜNSTIGE UND KOMFORTABLE MÖGLICHKEIT VON A NACH B ZU KOMMEN" heißt es unter anderem:

    "Frontkameras in Bussen und Stadtbahnen
    Immer wieder blockieren Autofahrer*innen Bushaltestellen und behindern durch Falschparken den ÖPNV. Nach positiven Erfahrungen in anderen Städten wollen wir durch den datenschutzkonformen Einsatz von Frontkameras in Bussen und Bahnen die Ahndung solcher Parkverstöße erleichtern und damit den ÖPNV beschleunigen." :thumbup:

    https://regionsverband-gruene-hannover.de/wp-content/uploads/sites/2/2026/04/Fuer-eine-starke-gerechte-und-klimaneutrale-Region-Hannover.pdf

    Zum Heidelberger Scan-Car Versuch dieses Zutat aus einem SWR-Kommentar vom 20.9.2025:

    "Das Ministerium überzieht
    Das Thema Verkehrssicherheit wird allerdings vom Ministerium und der Stadt Heidelberg so überhöht, dass der Eindruck aufkommt, parkende Autos seien an allen Übeln dieser Welt schuld. Wenn eine grüne Staatssekretärin die Moralkeule auspackt und davon spricht, nicht korrektes Parken sei "kein Kavaliersdelikt", müssen sich automatisch alle Menschen angesprochen fühlen, die aus wirtschaftlicher Notwendigkeit zwei Autos brauchen, zum Beispiel, um mit zwei Jobs teure Wohnungen in der Bahnstadt zu bezahlen.

    Viele wissen nicht, wo sie denn ihr Auto überhaupt parken sollen und drehen abends Runden um die Blocks. Es gibt zurzeit nur zwei Parkhäuser in der Bahnstadt und die sind für Anwohner wohl zu teuer. [Bahnstadt ist ein großer neu gebauter Stadtteil von Heidelberg, Anm. v. Ullie]

    Meinung: Scan-Autos in Heidelberg allein sind keine Verkehrspolitik
    In Heidelberg kommen jetzt Scan-Autos im normalen Straßenverkehr zu Einsatz. Sie erfassen vollautomatisiert Parksünder. Das ersetzt keine kluge Verkehrspolitik.
    www.swr.de

    Welche Vorstellung von "Menschen" hat der Kommentator? Da soll ein Mensch zwei Autos besitzen müssen, damit er zwei Jobs nachgehen kann? Das eine Auto braucht er für den einen Job und das andere für den anderen Job???

    Und dass ein Mensch ganz ohne Auto einen Beruf ausüben kann, kommt in der Gedankenwelt des Kommentators gar nicht vor?

    Oder meint er mit "Menschen" eigentlich Familien? Und sein Familienideal sieht so aus: "Das Ernährermodell (Die Frau darf nur mit Zustimmung ihres Ehegatten einer Erwerbsarbeit nachgehen Alleinverdienermodell, Einverdienermodell, Familienernährermodell genannt, im Fall einer Ehe auch Einverdienerehe oder Versorgerehe) ist ein Modell der familialen Arbeitsteilung, bei der der Lebensunterhalt für eine Kernfamilie ganz oder vorwiegend durch die Erwerbstätigkeit einer Person gesichert wird und im Gegenzug der Ehe- oder Lebenspartner die Haus- und Familienarbeit übernimmt." https://de.wikipedia.org/wiki/Ern%C3%A4hrermodell

    Was wird er als nächstes fordern? Die Rückkehr zur "guten alten Zeit", als der Ehemann noch zustimmen musste, wenn die Ehefrau eine Erwerbsarbeit aufnehmen wollte? Wurde in Westdeutschland vor rund 50 Jahren abgeschafft.

    Dazu dieses Zitat aus der Zeitschrift Eltern vom 23.2.2025. Unter dem Titel, Rückwärtsgang - Was das Wahlprogramm der AfD über Frauen, Familien, Schule und Alleinerziehende sagt, schreibt Eltern:

    "Laut Website der AfD sollen Eltern ihre Kinder die ersten drei Jahre möglichst innerhalb der Familie betreuen, statt auf Fremdbetreuung zurückzugreifen. "Innerhalb der Familie betreut" bedeutet übersetzt "von der Mutter betreut". Denn wer nimmt die Elternzeit in der Regel? Bekommt die Frau also drei Kinder, bleibt sie laut AfD-Leitbild bis zu neun Jahre zu Hause, während der Mann der Alleinverdiener ist. Abhängigkeiten werden so geschaffen und die klassische Hausfrauen-Ehe der 50er-Jahre wird gefördert."

    Rückwärtsgang: Was das Wahlprogramm der AfD über Frauen, Familien und Alleinerziehende sagt
    Am 23.2. wird gewählt. Was für Frauen, Familien, Kinder und Alleinerziehende im Wahlprogramm der AfD steht, haben wir hier kurz zusammengefasst.
    www.eltern.de

    Es ist schon erstaunlich, was durch so eine Scan-Car Diskussion alles ans Licht kommt.

    "§ 9 Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren
    (1) Wer abbiegen will, muss dies rechtzeitig und deutlich ankündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen."

    Also: Ja.

    Dann wurde das schlicht vergessen in dem Spiegel-Artikel zu erwähnen?

    Und was ist, wenn die Blinker nicht zugelassen sind?

    Hier ist ein Mofa-Bastler-Film zu sehen in dem Selbstbau-Blinker aus dem Drei-D-Drucker vorgestellt werden, die auch fürs Fahrrad taugen. Immerhin erfolgt in dem Film der Hinweis, das entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge nur auf Privatgrund genutzt werden dürfen.

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    Müssen auch nicht zulassungsfähige Blinker genutzt werden, wenn sie montiert sind? Oder ist der Film eine umständliche Botschaft, solche Basteleien grundsätzlich zu unterlassen, wenn das Fahrzeug für die Teilnahme am Straßenverkehr bestimmt ist?

    Möglicherweise hat den Film schon jemand hier verlinkt, wenn ja wäre das auch nicht weiter schlimm, denn es ist einfach zu "köstlich" (Achtung Ironie!;)) ihn zu sehen:

    Der 7. Sinn "Mofafahren einfach gemacht" (1/4)

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    Zentrale Aussage in dem Film, in einen Satz gepackt bei Minute 2:50 "In solchen Situationen ist es unerheblich, ob man Vorfahrt hat oder nicht. Im Falle einer Kollision ist man immer schlechter dran als ein Autofahrer."

    Ok, die einzigen Blinker, die zugelassen sind und wahrscheinlich etwas bringen könnten, da man sie auch von hinten sicher erkennen kann, wurden nicht getestet.
    Getestet wurden stattdessen Blinker, bei denen das nicht sicher ist oder die nicht zugelassen sind.

    Ich sehe vier Faktoren, die ich für problematisch erachte:

    Noch ist der Blinker am Fahrrad ein "Kann". Da man mit so was Geld verdienen kann, besteht die Gefahr, dass daraus ein Muss wird. Wenn's blöd läuft, läuft's wie beim Fahrradhelm. Da haben die Hersteller es geschafft, ihn so stark zu etablieren, dass du von manchen Fahrradfahrenden schon schief angeguckt wirst oder gar als "Selbstmordkandidat" giltst, wenn du ohne Fahrradhelm Fahrrad fährst. Und in einigen Staaten ist der Fahrradhelm bereits ein gesetzlich vorgeschriebenes "Muss".

    Ich kann mich erinnern, dass in der Gruppe der Kinder, mit denen ich befreundet war als 13 oder 14-Jähriger jemand ein Nachrüst-Set mit Blinkern für sein Fahrrad geschenkt bekam. Das fanden wir anderen vor allem deshalb toll, weil wir damit das Gefühl hatten, wie mit einem Auto unterwegs zu sein, denn das Blinklicht wurde gleichgesetzt mit schnelleren Fahrzeugen, die einen Motor hatten. Das Fahrrad mit Blinker als Einfallstor für den Virus Auto. (Hermann Knoflacher: Virus Auto: Die Geschichte einer Zerstörung, Wien, Frankfurt, 2009, erweiterte, aktualisierte und vollständig überarbeitete Neuausgabe, Berlin 2024) Muss doch mal an den Autor schreiben, dass mit den Blinkern hat er noch nicht thematisiert, wenn ich mich richtig erinnere.

    https://www.alexander-verlag.com/images/verlag/medien/527-9783895816024-lp.pdf

    Ein dritter Faktor ist die Frage der Haltbarkeit. In dem Spiegelartikel erfährt man zwar etwas über die Probleme mit der Stromversorgung, aber nichts darüber, wie robust die Blinklichter sind gegenüber mechanischer Beanspruchung. Schaut man sich die Ende normaler Lenkergriffe an Fahrrädern an, dann sind dort oft Kratzspuren zu finden. Ich vermute, dass die gezeigten Blinklichter nicht besonders robust sind und leicht kaputt gehen.

    Und damit kommt ein vierter Faktor ins Spiel: Muss das Blinklicht stets funktionstüchtig sein, wenn eines verbaut ist? Und muss es benutzt werden, wenn ein Blinklicht verbaut ist? Das kann z. B. im Falle eines Unfalles von Bedeutung werden, wenn unterschiedliche Zeugenaussagen aufeinandertreffen.

    komisch - wollen die Stadtteilbewohner dann auch nicht, dass ihr geh- und auch Radwege von Autos weggenommen werden? :rolleyes:

    Es heißt ja, dass manche liebenswerte Mitbürger zu einer Art Monster mutieren, wenn sie am Lenkrad eines Autos sitzen.

    Ich beobachte, dass bereits der Besitz des Autos den Menschen verändert hinsichtlich seiner Prioritätensetzung.;)

    In Hannover wurde sehr erfolgreich in der Calenberger Neustadt die Bewohner*innen-Parkzone erweitert.

    Die ansässigen Stadtteilbewohner*innen freuen sich, weil viele Besucher*innen des Stadtteils ihnen die Parkplätze wegnahmen, um Bezahlparkplätze zu umgehen.

    Selbst die tendenziös Auto-freundliche HAZ findet plötzlich Bewohner*innen-Parkzonen ganz toll. Gestern war in der HAZ-Printausgabe ein Artikel abgedruckt mit der Überschrift: Parkplatznot in Hannover: Fünf Lösungen, wie es besser werden könnte

    Darin versteckt die tendenziös Auto-freundliche HAZ diesen Satz: "Eine bessere Auslastung vorhandener Parkplätze verspricht auch die Nutzung digitaler Möglichkeiten." Das ist noch kein Bekenntnis zum Scancar, aber klar wird auch: Mehr Bewohner*innen-Parkzonen bedeutet auch mehr Notwendigkeit zur Parkraumüberwachung. Die Stadtteil-Bewohner*innen wollen nicht, dass "ihre" Parkplätze von Auswärtigen weggenommen werden.

    Radverkehr frei?

    Hannover, Falkenstraße 29 vor der Rathaus-Apotheke ist nur ein schmaler Altbestand-Angebots-Radweg, der trotzdem viel benutzt wird, weil auf der Fahrbahn viel Autoverkehr herrscht und die Stadtbahn fährt, also Schienen-Sturzgefahr. Sperrt dieses Gitter nur den Fußverkehr?

    Gegenüber der Eleonorenstraßeneinmündung ist eine Absenkung für den Fahrradverkehr. Ab hier sollte Fußverkehr ausgeschildert sein, damit der Radverkehr auf die Fahrbahn wechselt.

    Das Fußverkehr-Schild kommt aber erst später kurz nach dem Achtung Fahrradverkehr-Schild. Im Prinzip ist die Reihenfolge richtig, hier ist aber keine Absenkung für den Radverkehr, um auf die Fahrbahn zu wechseln.

    Folge: Viele Fahrradfahrer*innen fahren einfach weiter auf dem Hochbord.

    Diese Neuerung im StVG § 63g Datenverarbeitung zur Kontrolle des ruhenden Verkehrs kann man hier nachlesen:

    Artikel 1 5. StVGuaÄndG Änderung des Straßenverkehrsgesetzes Fünftes Gesetz zur Änderung des

    "(3) Die zuständigen Behörden dürfen im Rahmen einer stichprobenartigen Überwachung des ruhenden Verkehrs zur automatisierten Ermittlung von Fahrzeugen, die unzulässig an einem Ort oder in einer Weise halten oder parken, die unabhängig von einer Parkberechtigung regelwidrig ist, Videokontrolle einsetzen. Ergibt die Videokontrolle hinreichend sicher einen Verstoß nach Satz 1, so dürfen folgende Daten zum Zweck der Verfolgung entsprechender Verkehrsordnungswidrigkeiten automatisiert verarbeitet werden:

    1.
    Bilder des Fahrzeugs, seines amtlichen Kennzeichens und seiner unmittelbaren Umgebung, sofern bei Erstellung der Aufnahmen alle anderen personenbezogenen Daten, insbesondere erkennbare Personen und weitere amtliche Kennzeichen, nach dem Stand der Technik automatisiert unkenntlich gemacht werden,

    2.
    der Standort des Fahrzeugs,

    3.
    das Datum und die Uhrzeit der Kontrolle."

    Die Änderungen wurden am 12.5.26 vom Bundestag beschlossen und haben es in sich. Videokontrolle bei der Parkraumüberwachung war bisher nur auf Supermarktparkplätzen u. ä. möglich. Jetzt ist es möglich auch Parkplätze im Öffentlichen Straßenraum automatisiert zu überwachen.