Beiträge von Ullie

    Zum Glück waren zum Zeitpunkt des Unfalls keine Fußgänger*innen oder Fahrradfahrer*innen dort unterwegs:

    Glück hatten auch die Fahrzeuginsassen, die von den Rettungskräften schwerverletzt aber lebend aus dem brennenden Autowrack geborgen wurden.

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/66841/6227789 In der Pressemeldung der Polizei heißt es:

    "Neben dem Jugendlichen wurden bei dem Unfall ein 18-jähriger Mitfahrer und ein weiterer Mann, dessen Identität noch nicht abschließend geklärt ist, verletzt. Sie konnten noch vor dem Vollbrand durch Polizeikräfte und Ersthelfer aus dem Fahrzeug befreit werden. Anschließend löschte die alarmierte Feuerwehr das brennende Fahrzeug."

    Foto vom brennenden Fahrzeug auf news38.de:

    https://www.news38.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/03/579285560-e1772602482733.jpg?w=1024

    Auch Oberhausen geht (schon!) mit der Zeit:

    Deutsche Stadt führt neues Verkehrsschild ein: Es hat einen ernsten Hintergrund

    Und offenbar dürfen neuerdings Kommunen nach Belieben neue Verkehrsschilder erfinden...

    Das geht in Ordnung mit solchen Verkehrsschildern, die darauf hinweisen, dass auch der Fahrradverkehr die Fahrbahn benutzt, wenn es zu keiner Dauereinrichtung wird.

    Das Schild hing in Hannover mehrere Wochen, in denen darüber berichtet wurde.

    Denn dann bestünde die Gefahr, dass Autofahrer*innen meinen, nur dort wo durch ein solches Schild darauf hingewiesen wird, findet Fahrradverkehr auf der Fahrbahn statt. Entscheidend ist, dass das Schild eingebettet ist oder eingebettet wird in eine Berichterstattung, die klar stellt: Fahrradverkehr findet oft auf der Fahrbahn statt. Und das nicht nur an Stellen, die so ausgeschildert sind, wie auf dem Foto gezeigt.

    Leider hat es in dem zitierten Artikel nicht so recht hingehauen mit der Berichterstattung: "Mit der neuen Beschilderung haben Radfahrer nun die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie den Radweg oder die Fahrbahn nutzen – je nachdem, wie die Verkehrssituation es erfordert." Die Radfahrerinnen wurden komplett ausgeklammert und es hätte deutlich gemacht werden müssen, dass auch ohne dieses Schild Radverkehr auf der Fahrbahn zulässig ist. Leider weckt der zitierte Satz einen anderen Eindruck.

    "Nach einer missglückten Flucht vor der Polizei ist in Hannover ein Auto verunglückt und in Brand geraten. Drei junge Männer wurden in der Nacht schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine Polizeistreife gegen 1.15 Uhr ein Auto kontrollieren. Der Fahrer sei zunächst der Halteaufforderung nachgekommen und ausgestiegen, teilte die Polizei mit. Währenddessen habe sich jedoch der Beifahrer auf den Fahrersitz gesetzt und sei mit dem Wagen davongerast."

    Darüber berichtete die SZ vom 3.März mit einem Foto vom brennenden Fahrzeug: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/jug…0303-930-760102

    Mehr dazu und wie sich solche "Unfälle" verhindern lassen und was Fuss e.V. dazu sagt im Thread: Warum wir dringend ISA verbindlich für alle Autos brauchen!

    Ullie
    5. März 2026 um 19:56

    "Technik gegen Terror: ISA bremst Todesfahrer aus
    Amok- und Terrorfahrer, Kranke mit Blackout am Steuer, Poser und Alltags-Hektiker – scheinbar sind wir Rasern im Auto hilflos ausgeliefert. Es gibt aber ein technisches Gegenmittel: den Geschwindigkeitsassistenten ISA (Intelligent Speed Adaptor). ISA erfasst im Auto, welches Tempolimit gerade gilt – und dämpft den Motor so, dass der Wagen nicht schneller fährt. In Fußgängerzonen oder auf Weihnachtsmärkten bedeutet das Schritttempo, in fast allen Stadt- und Dorfstraßen höchstens 30 oder 50 Stundenkilometer.

    Seit Juli 2024 brauchen alle Neuwagen in der Europäischen Union ISA. Allerdings haben der frühere Bundes-Verkehrsminister Scheuer und andere Befürworter der „freien Fahrt“ durchgesetzt, dass das System wirkungslos ist: Fahrer können es mit einem starken Druck auf das Gas- oder Strompedal einfach ausschalten.

    Die Fußgängerlobby FUSS e.V. fordert: „ISA muss in alle Autos, so rasch es geht – und es muss mindestens innerorts immer eingeschaltet bleiben.“ Der European Transport Safety Council schätzt, dass es bei Einhalten aller Tempolimits 30 Prozent weniger tödliche Unfälle gibt. Auch die jüngsten Horrorfahrten in Magdeburg, München und Mannheim hätte es mit adäquat gedämpften Motoren nicht gegeben."

    Alleine in Hannover geschehen im Wochentakt tödliche Autofahrten oder solche mit Schwerverletzten, die durch ein verbindliches ISA, wie unter anderem Fuss e.V. es fordert, hätten verhindert werden können. Schlimmstes Beispiel diese Woche:

    "Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover wollte eine Polizeistreife gegen 01:15 Uhr im Bereich der Fröbelstraße in Linden-Nord einen silbernen BMW 3er kontrollieren. Der Fahrer kam der Halteaufforderung zunächst nach und stieg aus dem Fahrzeug aus, um sich überprüfen zu lassen. Währenddessen setzte sich jedoch der Beifahrer auf den Fahrersitz und beschleunigte plötzlich stark. Er entzog sich damit der Kontrolle und flüchtete mit dem Fahrzeug. (...) Im Bereich des Deisterplatz-Kreisels verlor der jugendliche Fahrzeugführer schließlich die Kontrolle über den Wagen. Das Fahrzeug schleuderte von der Fahrbahn und prallte gegen einen Ampelmasten. Durch die Wucht des Aufpralls entzündete sich der BMW und geriet in Vollbrand."

    Link zum Artikel mit Bild auf punkt-linden.de: https://punkt-linden.de/news/brennender-pkw-deisterplatz/

    Die haben das nicht „prognostiziert“, sondern gefordert. Andererseits muss man die Inflation seither berücksichtigen. Da wären wir dann aktuell so bei 7,50€ für den damaligen „5 Mark“- Liter.

    Was man alles so berücksichtigen muss: 1960 musste man 16 Minuten für einen Liter Benzin arbeiten, 2021 gerade noch 5 Minuten.

    https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/michael-huether-christoph-schroeder-fuenf-minuten-arbeit-fuer-einen-liter-benzin.html#:~:text=37.,Europ%C3%A4ischen%20Kapitalm%C3%A4rkte%20in%20Trumps%20Weltunordnung

    Es ist falsch in dem Sinne von einer Forderung der Grünen zu sprechen, dass sie aus einer x-beliebigen Laune heraus einen Spritpreis von 5 Euro je Liter gefordert hätten. Der Hinweis von @Mück auf den TAZ-Artikel verdeutlicht den eigentlichen Grund:

    "In einer Studie des Umweltbundesamtes las sich das damals noch etwas genauer. Da hieß es, ein Benzinpreis von 4,60 Mark sei so einschneidend, dass Autofahrer im Schnitt 20 Prozent weniger fahren würden. Von Lersner wollte weniger Verkehr auf den Straßen. Vom Bonner Regierungssprecher wurde er dafür als „absolut inkompetent“ und „unzuständig“ abgewatscht."

    5 Mark pro Liter Benzin

    Es ging also nicht darum, den Benzinpreis aus "Jux und Tollerei" zu verteuern, sondern darum den Autoverkehr zu reduzieren. Und daran ist nach wie vor nichts falsch daran, zumal es an alternativen Vorschlägen mangelt. Nur weil es derzeit kaum jemand auszusprechen wagt, ist es ja nicht verkehrt, die Verteuerung der Auto-Herumfahrerei einzufordern. Im Gegenteil!

    Gute Ideen, egal ob von Grünen oder der FDP ins Spiel gebracht, lassen sich oft nicht durchsetzen, wenn es den Autowahn entflammt: "Sicher ist, daß durch ein Tempolimit die Geschwindigkeit insgesamt erheblich reduziert und damit auch die Umwelt entlastet wird. Wir sind deshalb für ein Tempolimit von 120 Kilometern auf den Autobahnen, 80 Kilometern auf Landstraßen und 30 Kilometern auf den nicht bevorrechtigten Straßen in den Städten und Gemeinden."

    Das sagte Freiherr Heinrich von Lersner 1992 in einem Spiegelinterview. Damals 61, amtierte er seit 1974 als Präsident des Berliner Umweltbundesamtes. Der Verwaltungsjurist war FDP-Mitglied und unterstand dem damaligen christdemokratischen Bonner Umweltminister Klaus Töpfer.

    »Wir sind für Tempo 120«
    Freiherr Heinrich von Lersner, 61, amtiert seit 1974 als Präsident des Berliner Umweltbundesamtes. Der Verwaltungsjurist ist FDP-Mitglied und untersteht dem…
    www.spiegel.de

    Die jüngeren Nutzer werden zum weiter helmlosen "gewonde fiets" (herkömmliches Fahrrad) zurückkehren, die älteren werden aber weitgehend zum Kleinkraftrad wechseln. Dann hat man zwar weiter den blöden Helm an der Backe, ist aber dafür erstmal legal mit 45 unterwegs, und frisieren kann man die Dinger ja dann auch immer noch...

    Deine Vermutung wird in diesem NRZ-Artikel, "Gefährliche E-Bikes - Terror auf dem Radweg: Amsterdam verbannt Fatbikes aus bekanntem Park", vom 3.3.26 bestätigt: "Eine Hoffnung ist nun, dass eine Helmpflicht dem Fatbike-Hype ein Ende bereiten könnte. Viele verweisen auf gute Erfahrungen mit der Helmpflicht für Mofafahrer. Mit einer Helmpflicht könnte das Fatbike nicht mehr hip sein, vermutet auch der Verkehrsjurist Groenewegen: „Ein Helm bringt die Frisur durcheinander, das kann für junge Leute eine Hürde sein.“ (dpa)

    Terror auf dem Radweg: Amsterdam verbannt Fatbikes aus bekanntem Park
    Immer mehr niederländische Fahrradfahrer steigen auf rasante Fatbikes um – und werden zum Sicherheitsrisiko. Jetzt greift die Stadt Amsterdam durch.
    www.nrz.de

    In dem Artikel wird aber nicht erwähnt, dass die Helmpflicht nur für die unter 18-jährigen gelten soll. Ältere Jugendliche und Erwachsene würden weiterhin Pedelec ohne Helm fahren können. Mir gefällt es ganz und gar nicht, dass anscheinend nichts unternommen wird, um die eigentliche Ursache für die manipulierten Pedelecs und daraus resultierende Helmtrage-Initiative zu bekämpfen. Pedelecs, besonders solche mit breiten Reifen, werden in den Niederlanden offensichtlich beliebig manipuliert und die Manipulationen bleiben unentdeckt und es wird nicht versucht durch Kontrollen diese Fehlnutzung einzustellen oder durch technische Entwicklungen die Manipulationsmöglichkeiten zu unterbinden.

    Leider habe ich auch in Hannover schon mehrfach solche Pedelecs beobachtet, die ohne Tretbewegung mit hoher Geschwindigkeit gefahren werden (über 25 km/h). Damit meine ich keine Speed-Pedelecs, sondern solche Pedelecs, für die man kein Nummernschild braucht und die eigentlich nicht schneller als 6 km/h mit der Schiebehilfe fahren können dürfen, wenn nicht pedaliert wird.

    Die niederländische Regierung hat einen formellen Vorschlag zur Helmpflicht für alle E-Bike-Fahrer unter 18 Jahren angekündigt. Dieser Gesetzesvorschlag folgt dem wachsenden öffentlichen und politischen Druck, die steigende Zahl von Verletzungen im Zusammenhang mit sogenannten „Fatbikes“ anzugehen. Dabei handelt es sich um E-Bikes mit schweren Rahmen und breiten Reifen, die oft so umgebaut werden, dass sie ohne Tretunterstützung und mit Geschwindigkeiten über dem E-Bike-Limit von 25 km/h fahren – wodurch sie faktisch zu illegalen Motorrädern werden.

    Ein zentrales Anliegen der Regierung ist die Schwere der Vorfälle; Statistiken zeigen, dass traumatische Hirnverletzungen bei jungen E-Bike-Fahrern rapide zugenommen haben.

    Europäischer Verkehrssicherheitsrat vom 29.1.2026

    Dutch government proposes mandatory helmets for e-bike riders under 18
    The Dutch government has announced a formal proposal to mandate helmet use for all electric bicycle riders under the age of 18. This legislative move follows…
    etsc.eu

    Wenn es so kommt, wie es in der angegebenen Quelle berichtet wird, dann kommt die Helmpflicht dadurch zustande, dass Pedelecs manipuliert werden. (Höheres Tempo als für Pedelecs zugelassen, Fahren ohne Tretunterstützung):(

    Warum ist es so schwer, diese unzulässigen Manipulationen zu unterbinden? Und hilft stattdessen eine Helmpflicht? Das bezweifle ich sehr.

    Das sind die Busbuchten.

    Da die Busse da nie wieder rauskamen, gibt's nun Buskaps, die den "richtigen" Verkehr aufhalten, wie schon die Busspuren wegen Spurzahlreduzierung beim "richtigen" Verkehr ...

    Und manche Radfahrstreifen sind so konzipert, dass sie auch als Busspur benutzt werden:

    Beispiel aus Wiesbaden

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…bc-e736f7749fda

    Der Tank wird doch bestimmt privat bleiben, nicht dass da noch ein Habeck reinklettert.

    2,579 € für "Supreme"-Benzin ist auf dem Foto zu lesen. Dann sind wir ja über die von den Grünen einst prognostizierten 5 Mark für 1 Liter Sprit schon drüber. Aber besser so was nicht laut sagen, man hat ja gesehen, dass es den Grünen nicht geholfen hatte, drauf hinzuweisen, dass es mal so kommen würde.

    "Die Grünen, sie haben fertisch", spottete der Spiegel damals am Ende dieses 4-Minuten-Videos von 1998:

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    Radverkehrsanlagen sind der zu Stein und Asphalt gewordene Glaube an das Schlechte und Dumme im Menschen, denn es gibt kein einziges erlaubtes Verhalten im Rahmen der Verkehrsregeln, das Radverkehrsanlagen überhaupt erforderlich machen würde.

    :/X/:S:|:/

    Ich drehe die Aussage mal ins Gegenteil, um rauszufinden, ob ich der Aussage dann eher zustimmen kann:

    Die Abwesenheit von Radverkehrsanlagen sind der zu Stein und Asphalt gewordene Glaube an das Gute und Gescheite im Menschen, denn es gibt kein einziges erlaubtes Verhalten im Rahmen der Verkehrsregeln, das Radverkehrsanlagen überhaupt erforderlich machen würde.

    :/X/:S:|:/ Möglicherweise liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte?

    Ich gebe mal zu bedenken: Seit wann findet Autoverkehr im Rahmen des Erlaubten statt? Praxis vieler Autofahrenden ist doch wohl eher:

    Erlaubtes + X

    Seit 2004 ist ABS beim Auto Pflicht, bei Motorrädern ab 125 ccm, bzw. 11kW erst seit 2017.

    Gut möglich, dass ABS irgendwann auch bei Speed-Pedelecs (max. 4 kW) Pflicht wird.

    Und dann könnte irgendwann auch die ABS-Pflicht für Pedelecs ins Spiel kommen.

    Pedelecs sind jedenfalls deutlich weiter verbreitet als Motorräder oder Speed-Pedelecs.

    Wenn ABS am motorisierten Zweirad Sinn macht, dann könnte durch eine Pedelec-Pflicht jedenfalls eine deutlich größere Anzahl sicherheitstechnisch erreicht werden, als bei Motorrädern oder Speed-Pedelecs. Und selbstverständlich müssen dann auch Elektro-Tretroller damit ausgestattet werden. Vielleicht senkt das ja deutlich die Unfallzahlen in dieser Fahrzeugklasse?

    https://www.hessenschau.de/panorama/immer…regeln-100.html

    Man stelle sich vor, Kommunen müssten solche Nachweise führen oder sich solche Ziele für den Elefanten im Raum setzen :D:D:D

    Mit den Elefanten im Raum meinst du vermutlich den Autoverkehr. Da sehe ich Maßnahmen gegen Tretroller nicht so sehr als "Ersatzhandlung" bei denen man den eigentlichen Problembären verschont, sondern eher als eine Maßnahem nach dem Motto; "Wehret den Anfängen!"

    Mag sein, ich bin in der Frage ein bisschen "puritanisch" veranlagt. Aber wer seine Jugend auf dem sich selbst bewegenden Trittbrett eines E-Tret-Rollers verbringt, der neigt eher dazu auf ein Auto umzusteigen als ein*e Fahrradfahrer*in.:/

    "Es brauche mehr Kontrollen..."

    Schön. Und wer soll das machen? Ich bin nun schon viele Jahrzehnte Verkehrsteilnehmer. Ich erlebe auf jeder Fahrt, wie andere Radfahrer auf die Vorschriften sche..en. (...) Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine entsprechende Kontrolle erlebt zu haben. Das passiert eher nur für reißerische Fernsehserien a la "Vorsicht Kontrolle". In der Praxis kann sich jeder Regelrüpel sicher sein, unbehelligt zu bleiben.

    Es wäre überhaupt kein Problem, das zu kontrollieren, der Tatbestand des Gehwegradelns ist einfachst nachzuweisen, es will nur niemand.

    Das liegt zum einen daran, das niemand die Radler vom Gehweg auf der Fahrbahn haben will, zum anderen an der Faulheit vom Personal.

    Kommt gerne mal nach Hannover, da ist die Kontrolldichte auf den Radwegen nach meiner Beobachtung deutlich höher als beim Autoverkehr.

    HAZ vom 23.5.25: "Im Rahmen der Aktionswoche „Sicher im Radverkehr“ hat die Polizei Hannover jüngst gezielt Radfahrerinnen und Radfahrer kontrolliert. Das Ergebnis: mehr als 300 Verstöße. Am häufigsten waren Menschen auf der falschen Straßenseite unterwegs."

    Mehr als 300 Verstöße: Polizei kontrolliert Rad- und Autofahrer
    Im Rahmen der Aktionswoche „Sicher im Radverkehr“ hat die Polizei Hannover jüngst gezielt Radfahrerinnen und Radfahrer kontrolliert. Das Ergebnis: mehr als 300…
    www.haz.de

    Kontrolliert wird der Radverkehr aber nicht nur im Rahmen von Aktionswochen, sondern in Hannover muss man ständig mit Polizeikontrollen rechnen, bei denen der Radverkehr ins Visier genommen wird. Dass ich an solchen Kontrollen selbst mit dem Rad vorbeifahre, ist mir schon häufiger passiert. Einmal wurde ich angehalten, vermutlich weil die Polizei befürchtete, dass an meinem Museums-Schmuckstück das Licht nicht funktioniert. (Ist schon ein paar Jahre her, da galt noch die Regel fest verbaute Lichtanlage.) Ich bin kein Vielfahrer aber alle paar Monate komme ich selbst an einer polizeilichen Fahradfahrer-Verkehrskontrolle vorbei. Über mangelnde Kontrolldichte kann ich nicht klagen.

    Frag mal, wie viele Menschen (v.a. Frauen) zustimmen, dass sie mit dem Wagen nur deswegen so (zu) schnell fahren, weil sie Sorge davor haben, dass sonst dem Hintermann der Kamm schwillt. Frag mal Kleinkraftradfahrer, warum sie eine Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für ihre Mopeds von 45 auf "mindestens 55" vehement befürworten. Auch die Diskrepanz zwischen hoher Umfrage-Zustimmung für ein Autobahntempolimit und real beobachteter Fahrgeschwindigkeit auf der Autobahn hat ihre Ursache in dieser "Verkehraufhalte-Scham". Wir haben es hier mit einem Grundproblem zu tun, das primär unabhängig von der Frage besteht, ob es überhaupt muskelbetriebene Zweiräder gibt.

    Die allgemein verbreitete Sorge, ein gehasstes Verkehrshindernis zu sein, bedingt aber natürlich auch und erst recht die rege Nachfrage nach Radwegebau. Der Vorwand mit der Verkehrssicherheit als Begründung für Radwege entzieht sich nur deshalb der Demaskierung als Solcher, weil buchstäblich alle -Politik, Verwaltung, Polizei, Rechtsprechung, vermeintliche Täter und vermeintliche Opfer- einhellig davon ausgehen, dass riskante Kurzschlusshandlungen wegen der vom Langsamverkehr verschuldeten Behinderungen selbstverständlich nachvollziehbar und deshalb irgendwie auch legitim sind. Der Radfahrer wird so zum eigentlichen "Störenfried" (= Störer des gesellschaftlichen Friedens), und nicht der durch diesen Störenfried bloß provozierte Kraftfahrer. Paradoxerweise trägt auch die kürzlich eingeführte Regel zum Mindestabstand keineswegs zur Lösung des Konflikts bei, denn der verbriefte Anspruch auf größere Seitenabstände vergrößert die vom Radfahrer verursachte Störung ja nur.

    Diese verzerrte Perspektive wird natürlich nicht schwächer, wenn man sie unermüdlich bestärkt, indem man da draußen immer mehr Radwege in die Landschaft rotzt und jedes Projekt als Meilenstein der Verkehrssicherheit feiert.

    Die Angst ein Störenfried zu sein, weil man langsamer als andere fährt, ist meines Erachtens noch sehr viel stärker bei Männern als bei Frauen ausgeprägt. Siehe zum Beispiel diese beiden "Kronen der Schöpfung" die im Video einen adaptiven Abstandsregelautomaten testen, der das Auto automatisch den Tempovorgaben entsprechend fahren lässt.

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    An dieser Stelle im Video philosophieren die Tester darüber, was die automatische Temporegulierung können muss. Zitat: "Mir ist persönlich wichtig, dass wir nicht zu schnell fahren und nicht zu langsam. Und dass sich das Auto ein bisschen menschlich verhält, mitschwimmt im Verkehr, dass wir nicht ein Verkehrshindernis sind."

    Wenn alle zu schnell fahren, dann will ich nicht derjenige sein, der sich an Tempovorgaben hält. Oder mente er, dass er kein Verkehrshindernis sein möchte, indem er zu schnell fährt? ?( Ich fürchte es war so zu versehen, auf keine Fall langsamer fahren und damit ein Verkehrshindernis sein. Eine weitere Gruppe mit Langsamfahrängsten ist also diejenigen, die ein Fahrzeug fahren, dass automatisch angepasst an die Vorgaben die Geschwindigkeit begrenzt.

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    An dieser Stelle im Video philosophieren die Tester darüber, was die automatische Temporegulierung können muss. Zitat: "Mir ist persönlich wichtig, dass wir nicht zu schnell fahren und nicht zu langsam. Und dass sich das Auto ein bisschen menschlich verhält, mitschwimmt im Verkehr, dass wir nicht ein Verkehrshindernis sind."

    Fazit: Wenn alle zu schnell fahren, dann will ich nicht derjenige sein, der sich an Tempovorgaben hält. Oder meinte er, dass er kein Verkehrshindernis sein möchte, indem er zu schnell fährt? (Ich fürchte es war so zu verstehen, auf keine Fall langsamer fahren und damit ein Verkehrshindernis sein.) Langsamfahrängste also bei denjenigen, die ein Fahrzeug fahren, dass automatisch angepasst an die Vorgaben die Geschwindigkeit begrenzt.

    Mein Gott, Zone 20, aber die Radler eiern über den Gehweg und brauchen eigenen Verkehrsraum.

    Beim genauen Nachlesen fällt auf:

    Es wurde zunächst davon ausgegangen, dass es eine wie auch immer geartete "Radlspur" geben würde.

    Da wurde m.E. nicht ausreichend erörtert, dass das nicht notwendig sei und auch rechtlich nicht möglich sei, wenn zum Beispiel eine Geschäftsstraße mit 20 km/h ausgeschildert wird.

    Und die andere Sache in dem Bericht ist die vermutete Verkehrszunahme durch zusätzliche große Supermärkte, die anscheinend über die Tempo-20-Straße in großer Zahl vom MIV angefahren werden.

    wollen wir uns jetzt hier echt in Einzelfall-Bingo ergehen?

    Mich hat deine Unterstellung geärgert, den Wahl-O-Rad hätten "Warnwesten-Dieter" und "Gehweg-Gabi" in einer halben Stunde beim Stammtisch gemacht.

    Ich finde da auch nicht alles gut dran und hätte mir eine vernünftige Erörterung erwünscht, mit dem Ziel Verbesserungspotenzial zu entdecken. Falschparken in Form von Halten und/oder Parken auf dem Radfahrstreifen mag ja ein Einzelfall sein, im Vergleich zu Parkdelikten insgesamt. Aber das Radstreifenparken resultiert ja häufig daraus, dass Lieferwagenstellplätze nicht ausgeschildert oder von Falschparkern zugeparkt sind. Und dass nicht mehr Lieferwagenstellplätze ausgeschildert werden, hat häufig den Grund, das Anwohner auf die Parkplätze nicht verzichten wollen, die man zu Lieferstellplätzen umwandeln könnte. Dass Falschparker die Lieferstellplätze zustellen, wird wiederum nicht ausreichend geahndet.

    Und so ist dann eben doch was dran an der Aussage, "Falschparker stellen ein Verkehrsrisiko für Menschen zu Fuß oder auf dem Rad dar".

    Frage 8 zu falsch parkenden Autos(!) (also nicht e-Scooter?) stellen ein Verkehrsrisiko für Menschen zu Fuß oder auf dem Rad dar, deshalb

    -> nein. nein, Falschparken stellt nicht per se ein Verkehrsrisiko dar. Es ist lästig, es ist behindernd - aber nicht direkt ein Verkehrsrisiko...

    In dem Zusammenhang will ich hier an eine läger zurücklegende Diskussion hier im Forum erinnern:

    Der Lieferwagenfahrer hatte damals in Berlin auf einem Radfahrstreifen geparkt, was jedenfalls das Verkehrsrisiko erhöht hat.;(Und es gab eine tote Fahrradfahrerin zu beklagen.

    Dass E-Scooter nicht extra erwähnt sind, bedeutet nicht, dass sie kein Verkehrsrisiko darstellen können. Leider kann das auch für problematisch abgestellte Fahrräder gelten.

    Hat zufällig jamend einen vergleichbaren "Wahl-O-Mat" für Fußgänger*innen entdeckt, möglicherweise veröffentlicht von Fuß e. V., einen "Wahl-O-Fuß"?

    Der Darmstädter Fuss e. V. hat Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl in Hessen am 15. März 2026, also eine Woche nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: "Radfahrende und E-Tretroller auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen stellen eine Gefährdung für den Fußverkehr dar. Insbesondere für Kinder und Ältere entstehen unsichere Situationen. Kontrollen sind selten, Informationen oft unklar." https://www.darmstadt-zu-fuss.de/images/2026/FU…Fussverkehr.pdf

    Wahlprüfstein Nr. 3 von 10 Prüfsteinen