"Was sind die Ursachen für Unfälle mit dem E-Scooter?
«Was wir bei den E-Scooter-Fahrern beobachten, ist, dass sie gemessen an der Fahrleistung mehr Fehler machen als Radfahrende», sagt Unfallforscherin Zeidler. Der häufigste sei, dass diese die Fahrbahn falsch benutzten oder verbotenerweise auf dem Gehweg fahren würden. Außerdem komme es häufiger vor, dass der Fahrer oder die Fahrerin Alkohol getrunken habe.
Gefährlich wird es auch, wenn zwei - oder sogar drei - Leute gleichzeitig mit dem E-Scooter fahren. Das Problem: Diese haben laut Zeidler eine ganz andere Fahrdynamik, als man es von Fahrrädern gewohnt ist. Diese haben kleinere Räder, die Stabilität ist schlechter. Dazu kommt ein vergleichsweise hohes Gewicht.
Dadurch kann es schneller wackelig werden, wenn man Bordsteinkanten überfährt, Hindernissen ausweichen oder plötzlich bremsen muss. Und noch wackeliger wird es mit mehreren Fahrgästen.
Seitlich abspringen? «Bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h, die man ja mit einem Scooter fahren kann, kommt es dann im Zweifel erst recht zum Sturz», sagt Zeidler. Entsprechend hoch sei der Anteil der Alleinunfälle. 16 der 33 Menschen, die 2025 in der Folge von E-Scooter-Unfällen starben, verunglückten der Statistik zufolge ohne Beteiligung anderer."
Quelle: Die zeit vom 10.8.26:
https://www.zeit.de/news/2026-08/07/risiko-e-scooter-jugendtrend-mit-folgen
Der Artikel bestätigt meine Beobachtung, dass die Geschwindigkeit auf den Radwegen zugenommen hat. Nicht nur wegen der Zunahme von Pedelecs, sondern auch wegen der Zunahme von Elektro-Tretrollern. Die fahren zwar nur 20 km/h Spitzengeschwindigkeit, aber das ist halt immer noch schneller als die Mehrheit der Radfahrenden, die ein klassisches Fahrrad benutzen. Es geht aber nicht nur um die Fahrradfahrenden, die (noch?) mit einem klassischen Fahrrad unterwegs sind. Wer wenig trainiert ist, bisher kaum das Fahrrad benutzt hat und mit sich ringt, verstärkt aufs klassische Fahrrad aufzusteigen, wird auch von den schnell fahrenden Elektro-Tretrollern abgeschreckt, deren Fahrer*innen wahllos rechts und links an Fahrradfahrenden Vorbeischießen, die mit einem üblichen Fahrradtempo von ca. 15 km/h unterwegs sind.
Beim Fahrradfahren kommt man übrtigens eher nicht auf die Idee, in einer Gefahrensituation bei 20 km/h abzuspringen. Viele Fahrradfahrende auf einem klassischen Fahrrad fahren erst gar nicht so schnell.