Beiträge von Ullie

    "Support your Verkehrsaußendienst-Mitarbeiter*in", ist der Titel dieses Treads.

    Wer seine Verkehrsaußendienstmitarbeiter*innen nicht supporten will, ist ihr Vorgesetzter in Hannover, der Ordnungsdezernent Axel von der Ohe, zugleich Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl am 13. September 2026:

    "Sind Scan-Autos eine Lösung für Hannover?", fragt die HAZ in einem Interview am 4.12.25 mit dem Titel; "Hat Hannover ein Problem mit Falschparkern, Herr von der Ohe?"

    Die HAZ erläutert:
    "In Baden-Württemberg werden aktuell in mehreren Kommunen Scan-Cars getestet, die deutlich effizienter als übliche Fußstreifen Falschparker erfassen sollen. Im Ausland sind sie teilweise schon regulär im Einsatz. Wäre das auch eine Lösung für Hannover?"

    Und der Ordnungsdezernet von der Ohe wiegelt ab:
    "Das ist ein bisschen eine Phantomdebatte. Das Thema hat derzeit keine Grundlage. Wir haben in Niedersachsen einen Rechtsrahmen, der das nicht zulässt, und der Landesgesetzgeber hat auch erklärt, dass er da nicht ran will. Ich kann also nicht erkennen, dass kurzfristig Scan-Cars durch Hannover fahren könnten."

    https://www.haz.de/lokales/hannover/hat-hannover-ein-falschparkerproblem-dezernent-von-der-ohe-gibt-antworten-AE2LCPJSWJHVXJZVTVUP5S57OA.html

    Bei querenden Radwegen installiert man gerne Drängelgitter oder Poller. Man könnte ja - technologieoffen - eine Blockierung in die Straße setzen, die erkennt, ob ein sich näherndes Fahrzeug vollständig zum Stillstand gekommen ist. Eine Sekunde später wird die Durchfahrt freigegeben, aber immer nur für ein Fahrzeug.

    Wäre doch sicher sinnvoller als Flugtaxis und Hyperloop. Könnte man doch Forschungsgelder beantragen ...

    Moderne PKW verfügen über zahlreiche Fahrassistenzsysteme. Die sind unter anderem in der Lage, mithilfe von Verkehrsschilderkennung und digitaler Karten ein Stoppschild zu erfassen und das Fahrzeug dann entsprechend zum Halten zu bringen, auch wenn der Fahrer nicht reagiert.

    Noch sind allerdings die dafür notwendigen rechtlichen Voraussetzungen nicht geschaffen, diese Technik konsequent verbindlich vorzuschreiben und einzusetzen. Stattdessen werden weiter Unfallopfer hingenommen, die es nicht geben müsste, wenn die ernsthafte Bereitschaft der Politik bestünde, die unsinnige und lebensgefährliche Raserei einzuschränken.

    Siehe auch dieser Spiegel-Bericht:

    Zitat: "In Neuwagen piepen immer mehr Fahrassistenten. Viele Autofahrer fühlen sich gegängelt und schalten sie ab. Eine neue Studie zeigt: Das ist ein teurer und gefährlicher Fehler."
    Von Arvid Haitsch und Haiko Tobias Prengel, Spiegel vom 06.07.2026#

    (S+) Fahrassistenzsysteme: Welche verhindern wirklich Unfälle? Analyse der Versicherungen
    In Neuwagen piepen immer mehr Fahrassistenten. Viele Autofahrer fühlen sich gegängelt und schalten sie ab. Eine neue Studie zeigt: Das ist ein teurer und…
    www.spiegel.de

    Geht nicht, die Technik existiert grundsätzlich (so ab 0:29), steht aber sicher momentan auf der Sanktionsliste ... Sobald aber das Spezialwerbeprogramm für die Vorteile von PV und E-Autos in diesem Land beendet ist ...

    Guter Gag, Mueck, aber die Technik existiert ja tatsächlich. Und das ist dann schon traurig, dass es nicht gelingt, die Technik auch zum Einsatz zu bringen. Es wird immer wieder über selbstfahrende Fahrzeuge berichtet. Zum Teil sind bereits solche Fahrzeuge auch in Deutschland unterwegs. Die würden wohl kaum eine Zulassung bekommen, wenn sie ein Stoppschild ignorierten.

    Gleichzeitig wird jedoch so getan, als seien Fahrassistenzsysteme einfach nur irgendein "Nervkram", den man am besten abschaltet, um ungestört fahren (rasen?) zu können.

    Die Redaktion der Hanno-Rad (das ist die Mitgliederzeitung des ADFC Hannover) hat mit den drei aussichtsreichsten OB-Kandidaten ein Interview durchgeführt und in der aktuellen Ausgabe abgedruckt.

    Hier geht es zum Button zum Herunterladen der aktuellen Hanno-Rad-Ausgabe 2026/2 vom August 2026: https://hannover-region.adfc.de/hannorad

    In dem Interview fragt der ADFC die Kandidaten: "Beim ADFC-Fahrradklimatest werden seit Jahren besonders ... die zu geringen Kontrollen und Konsequenzen von Falsch-Parken kritisiert. Wie werden Sie diese Mängel beseitigen?"

    Belit Onay stellt den Einsatz von ScanCars in Aussicht: "Wer in Hannover falsch parkt, muss wissen, dass das nicht toleriert wird. Dafür habe ich
    bereits die Kontrollen in allen Stadtteilen verstärkt und möchte diese weiter ausbauen. Die Stadt Hannover soll ScanCars einsetzen, sobald Bund und Land die letzten Hürden beseitigt haben." Die Einschränkung, dass Stadt und Land die rechtlichen Voraussetzungen herstellen müssen, weckt die Befürchtung, dass der Einsatz noch auf sich warten lässt. Allerdings hatte mir in einem Gespräch eine Bundestagsabgeordnete versichert, dass diese Voraussetzungen für den Einsatz von ScanCars vom Bundestag geschaffen werden.

    Axel von der Ohe behauptet, es würde bereits konsequent gegen Falschparken vorgegangen: "Gegen Falschparken auf Rad- und Gehwegen gehen
    wir konsequent vor..." Das entspricht ganz und gar nicht meinen Beobachtungen. Vielmehr wird Falschparken vielerorts großzügig geduldet und nur in wenigen Fällen konsequent beseitigt.

    Peter Karst hebt auf Leihroller ab: "Wie kaum ein anderes Gefährt stellen falsch geparkte Leihroller ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar ..."

    Wenn es ein Problem gibt, geht man das Problem an und ergeht sich nicht in Symptombestalei, erst reicht nicht in Symptombastelei, die das Problem noch verstärkt. Anders formuliert: Der ARBÖ fordert Erziehungsmaßnahmen und Selbstjustiz (und weiß das auch (Signatur)).
    Nebenbei: Verarschen kann ich mich selbst. Wenn es dort brutal zuginge, hätten sie keinen 10jährigen dabei.

    "Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (kurz ARBÖ nach der frühen Bezeichnung Arbeiter-Radfahrer-Bund Österreichs)[1] ist ein österreichischer Verkehrsclub, der Kraftfahrerbelange als NGO vertritt. Er ist mit ca. 420.000 Mitgliedern nach dem ÖAMTC der zweitgrößte Verein dieser Art in Österreich. Er wurde am 30. April 1899 als Verband der Radfahrvereine Österreichs in Wien gegründet und hat sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer Serviceorganisation für Mitglieder weiterentwickelt. Der ARBÖ ist Gründungsmitglied des EAC European Automobile Clubs mit Sitz in Brüssel.[2] Der ARBÖ ist ein zentraler Verband innerhalb der sozialdemokratischen Vorfeldorganisation ASKÖ."

    Allerdings kenne ich die österreichischen Verhältnisse zu wenig, um beurteilen zu können, wieviel Radverkehrsfreundlichkeit den ARBÖ auszeichnet. Dass an der beschriebenen Stelle der ARBÖ einen Radweg fordert, ist für mich noch kein hinreichender Grund, ihn als "radfahrerfeindlichen Autoklub" zu bezeichnen.

    "Zur komplexen Frage, wann gilt eine rote Ampel nicht für den Radverkehr, gibt es einen Artikel in der aktuellen hanno-Rad von August 2026. Hier ein Zitat: "Denn für Radfahrende, die auf dem Radweg entlang einer Straße unterwegs sind, gilt die rote Ampel nur, wenn sie auch rechts neben dem Radweg steht. Steht sie direkt rechts an der Fahrbahn (also links vom Radweg), hat der Radverkehr auf dem Radweg freie Fahrt und der querende Verkehr muss vor dem Radweg halten und Vorfahrt achten.
    Allerdings gibt es auch dabei wieder Ausnahmen: Ist zwischen Fahrbahn und Radweg keine ausreichende Aufstellfläche, darf der querende
    Verkehr durchfahren. Üblicherweise wird das mit einer weißen Haltelinie auf dem Radweg signalisiert. (...) Erhöhte Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme ist hier das Zauberwort."

    Unter anderem wird in dem Artikel diese Stelle erläutert:

    Mapillary

    Seite 12 in der HannoRad September 2026 Ausgabe. Hier die Seite mit dem Button zum Runterladen:

    HannoRad

    Aktuell läuft in der ARD-Mediathek "Die Nonne und der Kommissar" mit einigen schönen Fahrradszenen, denn Schwester Camilla ist vorwiegend mit dem Fahrrad mobil.

    Ein wenig unrealistisch sind die beiden Stürze dargestellt, die sie hinlegt, den zweiten, weil sie zuvor vergiftet wurde. So viel sei verraten: Sie überlebt!

    Filme & Serien im BR - Die Nonne und der Kommissar - hier anschauen
    Neugierig, eigenwillig, widerspruchsfreudig und manchmal gar zu schnell in ihrem Urteil - Schwester Camilla ist ein schwieriger Fall in der Klosterhierarchie.…
    www.ardmediathek.de

    "Pace e Bene" (Im Film häufig verwendeter Gruß)

    "Franziskus selbst verwendete oft diesen Gruß und legte den Menschen nah, sich im gemeinsamen Miteinander stehts „Heil und Frieden“ zu wünschen – ein Wunsch, der sowohl die leibhaftige Erfahrung von Frieden, Gesundheit und einem gelungenen Lebensweg, also auch die seelische Vollkommenheit und den Frieden vor Gott in sich zusammenfasst."

    Pace e Bene - Franziskanerinnen

    Nicht nur in Hildesheim versucht die CDU zu skandalisieren:

    Bereits im letzten Beitrag wurde klar, dass die CDU in Hannover im Wahlkampf nicht vor Wortverdrehung zurückschreckt. Die Bezeichnungen "autofreie" Innenstadt und "autoarme" Innenstadt geisterten bereits bei der letzten OB-Wahl 2019 als auch bei der Kommunalwahl 2021 unterschiedlich verwendet durch den Wahlkampf.

    Ich kann mir Hannover sehr gut autofrei vorstellen. So weit haben sich allerdings Belit Onay und die Grünen nie aus dem Fenster gelehnt. Stets war klar, dass die Innenstadtparkhäuser mit mehr als 5000 Stellplätzen als Parkflächen erhalten bleiben sollen.

    Da macht die CDU dann gerne mal "autofrei" draus, um zu skandalisieren.

    Damit erweckt die CDU allerdings Erwartungen, die nicht erfüllt werden können. Und das fordert dann Politikverdrossenheit, ähnlich wie Merz' großspurige Schuldenbremse-Ankündigung, die er dann nach gewonnener Wahl schnell fallen lässt.

    Auch in Hildesheim führt kein Weg an Anwohnerparkzonen vorbei, und die Innenstadt muss attraktiver werden, nicht mit immer mehr, sondern mit weniger Autos. Auf dem Hildesheimer Domplatz kostet Falschparken bereits 60 Euro. Dort dürfen nur ganz wenige und nur mit Ausnahmegenehmigung parken. Der Platz gehört dem Bistum:

    Die Redaktion der Hanno-Rad (das ist die Mitgliederzeitung des ADFC Hannover) hat mit den drei aussichtsreichsten OB-Kandidaten ein Interview durchgeführt und in der aktuellen Ausgabe abgedruckt.


    Die zentrale Frage: Wie geht es weiter mit dem Konzept der autoarmen Innenstadt?
    Der amtierende Oberbürgermeister Belit Onay von den Grünen betont, "... viele Menschen in Hannover wollen eine moderne Innenstadt, die Handel Gastronomie, Kultur, Wohnen und Arbeiten vereint und in der die Aufenthaltsqualität hoch ist - auch durch mehr autofreie Bereiche."

    Kämmerer und Dezernent für Ordnung und Sicherheit der Stadt Hannover und Herausforderer Axel von der Ohe von der SPD findet: "Unsere Innenstadt soll für alle Verkehrsarten gut erreichbar bleiben und zugleich lebenswerter werden..."

    Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover bezeichnet, das von Oberbürgermeister Belit Onay vorgestellte Konzept einer autofreien Innenstadt als Sprengsatz und beschreibt die CDU-Position so: "Die Idee einer autofreien Innenstadt spielt für den Kommunalwahlkampf 2026 deshalb keine Rolle."

    Autofreie Bereiche (Grüne) - für alle erreichbar (SPD) - autofrei spielt keine Rolle (CDU), so könnte man die Aussagen der drei Parteien zum Innenstadtverkehrskonzept zusammenfassen. Die Bewerber dieser drei Parteien haben die besten Aussichten, den OB zu stellen.

    Eine Verkehrspolitik für Menschen, die sich kein Auto leisten können, fordert die Partei Die Linke. Sie schreibt in ihrem Wahlprogramm: "Unter den Verkehrsmitteln in Deutschland wird das Auto bislang unangemessen bevorzugt, obwohl es nur für 35 % der Wege in der Region Hannover genutzt wird. Das Problem ist nicht nur der höhere CO2-Ausstoß – auch die Lärmbelastung und der Platzbedarf für die nötige Infrastruktur ist zu hoch. Aktuelle Verkehrsplanung wird immer noch zu sehr aus der Sicht von männlichen Autopendlern gedacht. Stattdessen fordern wir eine inklusive Verkehrspolitik, die die Interessen von Senior*innen, Kindern und Jugendlichen, Frauen, Menschen mit Behinderung und allen, die sich kein Auto leisten können, in den Vordergrund stellt."

    Hier geht es zum Button zum Herunterladen des Linken-Parteiprogramms zur Kommunalwahl 2026 in Hannover. Die Linke hat ein gemeinsames Kommunalwahl-Programm für die Region und die Stadt Hannover geschrieben:
    https://www.dielinke-hannover.de/fileadmin/websites/kv_hannover/Programm-Entwurf_V3_korrigiert.pdf

    Hier geht es zum Button zum Herunterladen der aktuellen Hanno-Rad-Ausgabe 2026/2 vom August 2026: https://hannover-region.adfc.de/hannorad

    "Dort gilt übrigens Schrittgeschwindigkeit, also maximal 15 km/h. Ein Kennzeichen hatte aber keiner der Läufer um den Hals."

    (...)

    Das ist eine problematische Definition von Schrittgeschwindigkeit, denn sie könnte den Irrtum verstärken, Schrittgeschwindigkeit sei ein klar festgelegtes Tempo, das sich ganz eindeutig mit einer ganz bestimmten km/h oder m/Sek.-Angabe definieren lässt.

    "Die Rechtsprechung ist nicht einheitlich, das von Gerichten im Streitfall festgelegte Tempo teilweise sehr unterschiedlich. Häufig liegt es zwischen 5 und 15 km/h." das sagt der ADAC auf einer Internetseite vom 17.9.2024

    https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/schrittgeschwindigkeit/#was-bedeutet-schrittgeschwindigkeit

    Die von Yeti zu Recht kritisierten Quelle erweckt allerdings den Eindruck, dass es völlig okay sei, wenn man bis zu 15 km/h schnell fährt, wenn zum Beispiel durch eine Ausschilderung "Verkehrsberuhigte Zone" Schrittgeschwindigkeit vorgegeben ist.

    In einem Verkehrsberuhigten Bereich gilt:

    "Ge- oder Verbot
    1.
    Wer ein Fahrzeug führt, muss mit Schrittgeschwindigkeit fahren.
    2.
    Wer ein Fahrzeug führt, darf den Fußgängerverkehr weder gefährden noch behindern; wenn nötig, muss gewartet werden.
    3.
    Wer zu Fuß geht, darf den Fahrverkehr nicht unnötig behindern.
    4.
    Wer ein Fahrzeug führt, darf außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen nicht parken, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen und zum Be- oder Entladen.
    5.
    Wer zu Fuß geht, darf die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; Kinderspiele sind überall erlaubt."

    StVO - Straßenverkehrs-Ordnung

    Wenn du also zum Beispiel mit deinem Fahrrad in einem Verkehrsberuhigten Bereich auf eine Gruppe spielender Kinder triffst, dann versuche besser nicht da irgendwie durchzufahren. Halte an und rede mit den Kindern, so dass du sicher bist, dass sie dich erkannt haben und schiebe besser langsam durch, dann bist du einigermaßen auf der sicheren Seite. Wenn dir dann trotzdem eines gegen dein Rad rennt und sich dabei verletzt, dann erhöht das deine Chance glaubhaft zu versichern, dass du nicht zu schnell gefahren bist.

    Satz 3 deutet übrigens darauf hin, dass die StVO davon ausgeht, dass Fahrzeuge mit einer schnelleren Schrittgeschwindigkeit unterwegs sind als Fußgänger.

    Schon wieder wurde ein Auto als Mordwaffe benutzt. Der Anschlag auf den CSD wurde verglichen mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz.

    Damals berichtete unter anderem die FAZ, dass das Notbremssystem des LKWs noch schlimmere Auswirkungen der Amokfahrt verhinderten.

    Attacke auf Breitscheidplatz: Bremssystem stoppte Lkw offenbar vorzeitig
    Ein automatisches Bremssystem hat bei dem Anschlag an der Gedächtniskirche möglicherweise Schlimmeres verhindert – und Menschenleben gerettet.
    www.faz.net

    Der Attentäter fuhr mit dem Kleintransporter an dieser Stelle gegen einen Baum:

    zdf vom 26.7.2026: https://www.zdfheute.de/panorama/krimi…erwehr-100.html

    welt vom 26.7.26: https://www.welt.de/politik/video6…der-flucht.html

    Ich habe versucht, die Stelle auf googlemaps zu finden:

    Tiergarten · Berlin
    Berlin
    www.google.com

    Vielleicht ist es notwendig, Autos künftig so zu bauen, dass man damit in Parks nicht rasen kann.

    Zitat aus der Studie:

    "Unsere Ergebnisse, basierend auf der bisher größten länderübergreifenden Vergleichsstudie, legen zwei wichtige Maßnahmen nahe, die Kommunen ergreifen können, um das Zufußgehen und Radfahren zu fördern. Erstens können sie die Bebauungsdichte erhöhen, beispielsweise durch die Lockerung von Höhenbeschränkungen, Parkplatzvorschriften und anderen Flächennutzungsbestimmungen.

    (...)
    Zweitens können Städte Straßen so umgestalten, dass aktives Reisen sicherer und komfortabler wird."

    Es ist schon schade, dass der ADFC nicht sehr viel stärker auf die erste Maßnahme dringt. Aber es ist auch verständlich. Ich erinnere nur mal an die unsägliche Hetzkampagne gegen den rot-grünen Bebauungsplanbeschluss für ein Bebauungsgebiet in Hamburg-Nord, der beinhaltete, dass dort keine freistehenden Einfamilienhäuser gebaut werden sollten. Das war 2019. Die SPD fiel um und änderte im Mai 2025 den Bebauungsplan so, dass auch frei stehende Einfamilienhäuser wieder zugelassen wurden.

    "Bezirk Hamburg-Nord
    Koalition will wieder mehr umstrittene Einfamilienhäuser ermöglichen
    Hamburg. Grünes Teil-Verbot hatte Schlagzeilen gemacht. Jetzt setzt neue Deutschlandkoalition auf einen „Politikwechsel“. Wo Häuser entstehen könnten."

    Immobilien: In Hamburg-Nord dürfen wieder Einfamilienhäuser gebaut werden
    Grünes Teil-Verbot hatte Schlagzeilen gemacht. Jetzt setzt neue Deutschlandkoalition im Bezirk Hamburg-Nord auf einen „Politikwechsel“. Wo neue…
    www.abendblatt.de

    Wer im ADFC mitarbeitet und diese Thematik zu Sprache bringt, hat es nicht leicht, sich Gehör zu verschaffen. Auch im ADFC gibt es viele Menschen, die es für erstrebenswert halten, in einem alleinstehenden Einfamilienhaus zu wohnen. Da streitet man sich lieber über die Gestaltung von Fahrradwegen, anstatt die Energien zu bündeln und in einer sehr viel grundsätzlicheren Frage sehr viel stärker aktiv zu werden.

    Dazu was aus der Klamottenkiste:

    Northeimer Fußgänger-Blitzer: Landkreis bestätigt schnellsten Läufer | Northeim jetzt

    Das ist überhaupt der einzige mir bekannte Fall, wo mal in einem vbB die Geschwindigkeit kontrolliert wurde. Daher ist es eigentlich auch egal, ob die örtliche Behörde der Meinung ist, dass mit Schrittgeschwindigkeit 18 km/h oder 15 km/h oder 6 km/h gemeint sind, wenn es ohnehin nie kontrolliert wird.

    Es gibt ja so vieles, dass nicht kontrolliert wird. Deswegen ist es aber nicht egal, denn im Falle eines Unfalles kommt es häufiger zu Schadensersatzklagen und dann wird wieder auf die Vorschriften geguckt. In wie vielen Fällen es vorkommt, dass dann zum Beispiel gesagt wird, "Ich bin doch in diesem VbB immer schon 20 km/h gefahren und das wurde nie beanstandet und kontrolliert wird es auch nicht.", weiß ich nicht.

    Dein Beitrag zusammengefasst: Das heißt, es gibt Verkehrsplaner, die Radfahrstreifen in Mittellage okay finden und andere, die sie ablehnen. Genau darum geht es doch an der von mir verlinkten Stelle in dem Video. Was ist so verwerflich daran, dass der Autor diese Radfahrstreifen in Mittellage kritisiert?

    Diese Verkehrsplaner gibt es gar nicht, das ist lediglich ein Strohmann des Bloggers.

    In dem Film werden zum Beispiel Radweg-Abschnitte kritisiert, die zwischen Autofahrspuren angelegt sind. Diese Idee stammt von Verkehrsplanern, die es gibt, es gibt schließlich auch diese Wege. Hier ist ein Beispiel aus dem Film, wo diese Radwege kritisiert werden: Zu Minute 2:04 verlinkt:

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    Und diese Verkehrsplaner behaupten, es sei eine sichere Radverkehrsführung. Sie werden ihre Planung ja wohl kaum damit begründen, dass sie sagen: "Es ist anders gemacht als in den Niederlanden und es ist für Fahrradfahrer deutlich gefährlicher als in den Niederlanden, aber das stört doch keinen großen Geist." ;)

    Einen tiefergehenden Vergleich der Radunfälle in D, DK und NL fände ich schon sehr interessant, also hinsichtlich Unfalltypen / Unfallarten und der Verkehrsführung / Infrastruktur am Unfallort.

    Von Interesse ist auch: Wie wirkt sich die erzwungene Mitnutzung der Radwege durch Mofas/Mopeds aus? Wieviele km Mofa-Moped-Zwangsradweg gibt es innerorts? Außerhalb geschlossener Ortschaften müssen Mopeds bis 45 km/h auf dem Radweg fahren. Das ist in Deutschland anders. Hier dürfen Mofas außerorts auf dem Radweg fahren. Aber nur Mofas bis 25 km/h dürfen das.

    Verkehrsregeln für Fahrrad und E-Bike in Europa | Gazelle
    Erfahre hier mehr über die Verkehrsregeln für Fahrräder und E-Bikes in beliebten Urlaubsregionen und starte entspannt in den nächsten Fahrradurlaub.
    www.gazelle.de

    Wäre Stadt Land Rad nicht in Karlsruhe zuhause, konnte man fast meinen, er käme aus Darmstadt, bei so viel posaunen um nicht belegte Dinge.

    In dem Video "Deutschlands Radwege sicherer als die Niederländischen?" geht es nicht darum, zu belegen, dass Radwege sicherer sicnd als keine Radwege. So wird der Film aber anscheinend von mehreren Beitragsschreibern hier aufgefasst.

    In dem Video geht es darum, die Behauptung zu widerlegen, dass die deutschen Radwege sicherer seien als die niederländischen Radwege und deshalb in Deutschland alles so bleiben könne wie es ist beim Radwegebau. Zumindest könne alles so lange so bleiben, bis in den Niederlanden die Zahl der Radverkehrstoten sinkt im Vergleich zu Deutschland. Das wird in dem Film kritisiert!

    Bei der teils harschen Kritik in manchen Beiträgen habe ich den Eindruck, der Film wird so aufgefasst, dass der Film diejenigen kritisiert, die gar keinen Radwegebau wollen oder sich für einen Rückbau der Radverkehrsinfrastruktur aussprechen.

    Warum wird hier in mehreren Beiträgen so scharf dieser Film kritisiert? (Und dann auch noch mit so martialichen Sprüchen wie "Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber")?

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    Der Autor kritisiert Verkehrsplaner, die behaupten, die deutschen Radwege seien sicherer als die niederländischen, oder zumindest so sicher, dass es keinen Grund gäbe, sie zu verbessern und die Radwegeinfrastruktur weiter auszubauen.

    Diese Aussage ist ganz am Anfang bei Minute 0:15.

    Im weiteren beschäftigt sich der Film unter anderem damit, dass der Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden hinkt, weil der Vergleich nicht berücksichtigt, dass die Radnutzung in beiden Ländern jeweils eine andere ist, was dazu führt, dass die längeren Strecken, die in den Niederlanden auf dem Rad zurückgelegt werden, nicht in der Statistik berücksichtigt sind, die belegen soll, dass in den Niederlanden mehr Radfahrtote pro Kilometer zu beklagen sind.

    Ein seriöser Vergleich zwischen den beiden Ländern ist vermutlich nur sehr schwer herzustellen, da zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden müssten. Eine Frage ist auch, wie man die Pedelec-Nutzung dabei berwertet. "Politische Entscheidung mit Signalwirkung: Ab 2027 sollen Jugendliche bis 18 Jahre in den Niederlanden beim Fahren von E-Bikes und Fatbikes eine Helm tragen müssen. Das demissionäre Kabinett arbeitet an der gesetzlichen Grundlage, die im Herbst 2026 in die Tweede Kamer eingebracht werden soll. Hintergrund ist eine lange Debatte über die Sicherheit im Straßenverkehr und den Umgang mit dem stark wachsenden Anteil von jungen Fahrern auf elektrischen Fahrrädern."

    Dachist 26.8.25 https://www.dachist.org/de/niederlande…ugendliche.html

    Mit der Helmpflicht soll für die Jugendlichen dass Fahrradfahren auf sogenannten Fatbikes, die oft für das Fahren weit über 25 km/h manipuliert sind, unattraktiv gemacht werden.

    Schauen wir mal, ob es hilft. Möglicherweise sinken ja dadurch die Fahrradtoten-Zahlen in den Niederlanden?