Beiträge von Ullie
-
-
Nicht nur in Hildesheim versucht die CDU zu skandalisieren:
Bereits im letzten Beitrag wurde klar, dass die CDU in Hannover im Wahlkampf nicht vor Wortverdrehung zurückschreckt. Die Bezeichnungen "autofreie" Innenstadt und "autoarme" Innenstadt geisterten bereits bei der letzten OB-Wahl 2019 als auch bei der Kommunalwahl 2021 unterschiedlich verwendet durch den Wahlkampf.
Ich kann mir Hannover sehr gut autofrei vorstellen. So weit haben sich allerdings Belit Onay und die Grünen nie aus dem Fenster gelehnt. Stets war klar, dass die Innenstadtparkhäuser mit mehr als 5000 Stellplätzen als Parkflächen erhalten bleiben sollen.
Da macht die CDU dann gerne mal "autofrei" draus, um zu skandalisieren.
Damit erweckt die CDU allerdings Erwartungen, die nicht erfüllt werden können. Und das fordert dann Politikverdrossenheit, ähnlich wie Merz' großspurige Schuldenbremse-Ankündigung, die er dann nach gewonnener Wahl schnell fallen lässt.
Auch in Hildesheim führt kein Weg an Anwohnerparkzonen vorbei, und die Innenstadt muss attraktiver werden, nicht mit immer mehr, sondern mit weniger Autos. Auf dem Hildesheimer Domplatz kostet Falschparken bereits 60 Euro. Dort dürfen nur ganz wenige und nur mit Ausnahmegenehmigung parken. Der Platz gehört dem Bistum:
-
Die Redaktion der Hanno-Rad (das ist die Mitgliederzeitung des ADFC Hannover) hat mit den drei aussichtsreichsten OB-Kandidaten ein Interview durchgeführt und in der aktuellen Ausgabe abgedruckt. Hier geht es zum Button zum Herunterladen der aktuellen Hannoe-Rad-Ausgabe 2026/2 vom August 2026: https://hannover-region.adfc.de/hannorad
Die zentrale Frage: Wie geht es weiter mit dem Konzept der autoarmen Innenstadt?
Der amtierende Oberbürgermeister Belit Onay von den Grünen betont, "... viele Menschen in Hannover wollen eine moderne Innenstadt, die Handel Gastronomie, Kultur, Wohnen und Arbeiten vereint und in der die Aufenthaltsqualität hoch ist - auch durch mehr autofreie Bereiche."
Kämmerer und Dezernent für Ordnung und Sicherheit der Stadt Hannover und Herausforderer Axel von der Ohe von der SPD findet: "Unsere Innenstadt soll für alle Verkehrsarten gut erreichbar bleiben und zugleich lebenswerter werden..."
Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover bezeichnet, das von Oberbürgermeister Belit Onay vorgestellte Konzept einer autofreien Innenstadt als Sprengsatz und beschreibt die CDU-Position so: "Die Idee einer autofreien Innenstadt spielt für den Kommunalwahlkampf 2026 deshalb keine Rolle."
Autofreie Bereiche (Grüne) - für alle erreichbar (SPD) - autofrei spielt keine Rolle (CDU), so könnte man die Aussagen der drei Parteien zum Innenstadtverkehrskonzept zusammenfassen. Die Bewerber dieser drei Parteien haben die besten Aussichten, den OB zu stellen.
Eine Verkehrspolitik für Menschen, die sich kein Auto kleisten können, fordert die Partei Die Linke. Sie schreibt in ihrem Wahlprogramm: "Unter den Verkehrsmitteln in Deutschland wird das Auto bislang unangemessen bevorzugt, obwohl es nur für 35 % der Wege in der Region Hannover genutzt wird. Das Problem ist nicht nur der höhere CO2-Ausstoß – auch die Lärmbelastung und der Platzbedarf für die nötige Infrastruktur ist zu hoch. Aktuelle Verkehrsplanung wird immer noch zu sehr aus der Sicht von männlichen Autopendlern gedacht. Stattdessen fordern wir eine inklusive Verkehrspolitik, die die Interessen von Senior*innen, Kindern und Jugendlichen, Frauen, Menschen mit Behinderung und allen, die sich kein Auto leisten können, in den Vordergrund stellt."
Hier geht es zum Button zum Herunterladen des Linken-Parteiprogramms zur Kommunalwahl 2026 in Hannover. Die Linke hat ein gemeinsames Kommunalwahl-Programm für die Region und die Stadt Hannover geschrieben:
Kommunalwahlprogramm 2026: Die Linke Kreisverband Region HannoverDie Region Hannover bezahlbar machen! Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen jeden Tag ihr Bestes geben und trotzdem reicht es oft nicht. Gleichzeitig…www.dielinke-hannover.de -
Muss wohl hier passiert sein:
Der Straßennamen aus dem Artikel und die Bordsteinkante, wo der Parkstreifen beginnt, wie auf dem Zeitungsfoto, weisen darauf hin.
-
"Dort gilt übrigens Schrittgeschwindigkeit, also maximal 15 km/h. Ein Kennzeichen hatte aber keiner der Läufer um den Hals."
(...)
Das ist eine problematische Definition von Schrittgeschwindigkeit, denn sie könnte den Irrtum verstärken, Schrittgeschwindigkeit sei ein klar festgelegtes Tempo, das sich ganz eindeutig mit einer ganz bestimmten km/h oder m/Sek.-Angabe definieren lässt.
"Die Rechtsprechung ist nicht einheitlich, das von Gerichten im Streitfall festgelegte Tempo teilweise sehr unterschiedlich. Häufig liegt es zwischen 5 und 15 km/h." das sagt der ADAC auf einer Internetseite vom 17.9.2024
Die von Yeti zu Recht kritisierten Quelle erweckt allerdings den Eindruck, dass es völlig okay sei, wenn man bis zu 15 km/h schnell fährt, wenn zum Beispiel durch eine Ausschilderung "Verkehrsberuhigte Zone" Schrittgeschwindigkeit vorgegeben ist.
In einem Verkehrsberuhigten Bereich gilt:
"Ge- oder Verbot
1.
Wer ein Fahrzeug führt, muss mit Schrittgeschwindigkeit fahren.
2.
Wer ein Fahrzeug führt, darf den Fußgängerverkehr weder gefährden noch behindern; wenn nötig, muss gewartet werden.
3.
Wer zu Fuß geht, darf den Fahrverkehr nicht unnötig behindern.
4.
Wer ein Fahrzeug führt, darf außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen nicht parken, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen und zum Be- oder Entladen.
5.
Wer zu Fuß geht, darf die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; Kinderspiele sind überall erlaubt."StVO - Straßenverkehrs-Ordnung
Wenn du also zum Beispiel mit deinem Fahrrad in einem Verkehrsberuhigten Bereich auf eine Gruppe spielender Kinder triffst, dann versuche besser nicht da irgendwie durchzufahren. Halte an und rede mit den Kindern, so dass du sicher bist, dass sie dich erkannt haben und schiebe besser langsam durch, dann bist du einigermaßen auf der sicheren Seite. Wenn dir dann trotzdem eines gegen dein Rad rennt und sich dabei verletzt, dann erhöht das deine Chance glaubhaft zu versichern, dass du nicht zu schnell gefahren bist.
Satz 3 deutet übrigens darauf hin, dass die StVO davon ausgeht, dass Fahrzeuge mit einer schnelleren Schrittgeschwindigkeit unterwegs sind als Fußgänger.
-
Schon wieder wurde ein Auto als Mordwaffe benutzt. Der Anschlag auf den CSD wurde verglichen mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz.
Damals berichtete unter anderem die FAZ, dass das Notbremssystem des LKWs noch schlimmere Auswirkungen der Amokfahrt verhinderten.
Attacke auf Breitscheidplatz: Bremssystem stoppte Lkw offenbar vorzeitigEin automatisches Bremssystem hat bei dem Anschlag an der Gedächtniskirche möglicherweise Schlimmeres verhindert – und Menschenleben gerettet.www.faz.netDer Attentäter fuhr mit dem Kleintransporter an dieser Stelle gegen einen Baum:
zdf vom 26.7.2026: https://www.zdfheute.de/panorama/krimi…erwehr-100.html
welt vom 26.7.26: https://www.welt.de/politik/video6…der-flucht.html
Ich habe versucht, die Stelle auf googlemaps zu finden:
Vielleicht ist es notwendig, Autos künftig so zu bauen, dass man damit in Parks nicht rasen kann.
-
Maren Kaminkski, war bereits 2013 als Oberbürgermeister-Kandidatin angetreten. Links ist ein Plakat von ihr von 2025, mit dem sie erfolgreich für ihre Wahl zur Bundestagsabgeordneten geworben hat. Und rechts daneben, heute (26.7.2026) zum ersten Mal gesehen, ein Plakat von ihr, mit dem sie sich für das Amt der Oberbürgermeisterin bei der Wahl am 13. September 2026 bewirbt.
-
Zitat aus der Studie:
"Unsere Ergebnisse, basierend auf der bisher größten länderübergreifenden Vergleichsstudie, legen zwei wichtige Maßnahmen nahe, die Kommunen ergreifen können, um das Zufußgehen und Radfahren zu fördern. Erstens können sie die Bebauungsdichte erhöhen, beispielsweise durch die Lockerung von Höhenbeschränkungen, Parkplatzvorschriften und anderen Flächennutzungsbestimmungen.
(...)
Zweitens können Städte Straßen so umgestalten, dass aktives Reisen sicherer und komfortabler wird."Es ist schon schade, dass der ADFC nicht sehr viel stärker auf die erste Maßnahme dringt. Aber es ist auch verständlich. Ich erinnere nur mal an die unsägliche Hetzkampagne gegen den rot-grünen Bebauungsplanbeschluss für ein Bebauungsgebiet in Hamburg-Nord, der beinhaltete, dass dort keine freistehenden Einfamilienhäuser gebaut werden sollten. Das war 2019. Die SPD fiel um und änderte im Mai 2025 den Bebauungsplan so, dass auch frei stehende Einfamilienhäuser wieder zugelassen wurden.
"Bezirk Hamburg-Nord
Koalition will wieder mehr umstrittene Einfamilienhäuser ermöglichen
Hamburg. Grünes Teil-Verbot hatte Schlagzeilen gemacht. Jetzt setzt neue Deutschlandkoalition auf einen „Politikwechsel“. Wo Häuser entstehen könnten."Immobilien: In Hamburg-Nord dürfen wieder Einfamilienhäuser gebaut werdenGrünes Teil-Verbot hatte Schlagzeilen gemacht. Jetzt setzt neue Deutschlandkoalition im Bezirk Hamburg-Nord auf einen „Politikwechsel“. Wo neue…www.abendblatt.deWer im ADFC mitarbeitet und diese Thematik zu Sprache bringt, hat es nicht leicht, sich Gehör zu verschaffen. Auch im ADFC gibt es viele Menschen, die es für erstrebenswert halten, in einem alleinstehenden Einfamilienhaus zu wohnen. Da streitet man sich lieber über die Gestaltung von Fahrradwegen, anstatt die Energien zu bündeln und in einer sehr viel grundsätzlicheren Frage sehr viel stärker aktiv zu werden.
-
Dazu was aus der Klamottenkiste:
Northeimer Fußgänger-Blitzer: Landkreis bestätigt schnellsten Läufer | Northeim jetzt
Das ist überhaupt der einzige mir bekannte Fall, wo mal in einem vbB die Geschwindigkeit kontrolliert wurde. Daher ist es eigentlich auch egal, ob die örtliche Behörde der Meinung ist, dass mit Schrittgeschwindigkeit 18 km/h oder 15 km/h oder 6 km/h gemeint sind, wenn es ohnehin nie kontrolliert wird.
Es gibt ja so vieles, dass nicht kontrolliert wird. Deswegen ist es aber nicht egal, denn im Falle eines Unfalles kommt es häufiger zu Schadensersatzklagen und dann wird wieder auf die Vorschriften geguckt. In wie vielen Fällen es vorkommt, dass dann zum Beispiel gesagt wird, "Ich bin doch in diesem VbB immer schon 20 km/h gefahren und das wurde nie beanstandet und kontrolliert wird es auch nicht.", weiß ich nicht.
-
Dein Beitrag zusammengefasst: Das heißt, es gibt Verkehrsplaner, die Radfahrstreifen in Mittellage okay finden und andere, die sie ablehnen. Genau darum geht es doch an der von mir verlinkten Stelle in dem Video. Was ist so verwerflich daran, dass der Autor diese Radfahrstreifen in Mittellage kritisiert?
-
Diese Verkehrsplaner gibt es gar nicht, das ist lediglich ein Strohmann des Bloggers.
In dem Film werden zum Beispiel Radweg-Abschnitte kritisiert, die zwischen Autofahrspuren angelegt sind. Diese Idee stammt von Verkehrsplanern, die es gibt, es gibt schließlich auch diese Wege. Hier ist ein Beispiel aus dem Film, wo diese Radwege kritisiert werden: Zu Minute 2:04 verlinkt:
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Und diese Verkehrsplaner behaupten, es sei eine sichere Radverkehrsführung. Sie werden ihre Planung ja wohl kaum damit begründen, dass sie sagen: "Es ist anders gemacht als in den Niederlanden und es ist für Fahrradfahrer deutlich gefährlicher als in den Niederlanden, aber das stört doch keinen großen Geist."

-
Einen tiefergehenden Vergleich der Radunfälle in D, DK und NL fände ich schon sehr interessant, also hinsichtlich Unfalltypen / Unfallarten und der Verkehrsführung / Infrastruktur am Unfallort.
Von Interesse ist auch: Wie wirkt sich die erzwungene Mitnutzung der Radwege durch Mofas/Mopeds aus? Wieviele km Mofa-Moped-Zwangsradweg gibt es innerorts? Außerhalb geschlossener Ortschaften müssen Mopeds bis 45 km/h auf dem Radweg fahren. Das ist in Deutschland anders. Hier dürfen Mofas außerorts auf dem Radweg fahren. Aber nur Mofas bis 25 km/h dürfen das.
Verkehrsregeln für Fahrrad und E-Bike in Europa | GazelleErfahre hier mehr über die Verkehrsregeln für Fahrräder und E-Bikes in beliebten Urlaubsregionen und starte entspannt in den nächsten Fahrradurlaub.www.gazelle.de -
Wäre Stadt Land Rad nicht in Karlsruhe zuhause, konnte man fast meinen, er käme aus Darmstadt, bei so viel posaunen um nicht belegte Dinge.
In dem Video "Deutschlands Radwege sicherer als die Niederländischen?" geht es nicht darum, zu belegen, dass Radwege sicherer sicnd als keine Radwege. So wird der Film aber anscheinend von mehreren Beitragsschreibern hier aufgefasst.
In dem Video geht es darum, die Behauptung zu widerlegen, dass die deutschen Radwege sicherer seien als die niederländischen Radwege und deshalb in Deutschland alles so bleiben könne wie es ist beim Radwegebau. Zumindest könne alles so lange so bleiben, bis in den Niederlanden die Zahl der Radverkehrstoten sinkt im Vergleich zu Deutschland. Das wird in dem Film kritisiert!
Bei der teils harschen Kritik in manchen Beiträgen habe ich den Eindruck, der Film wird so aufgefasst, dass der Film diejenigen kritisiert, die gar keinen Radwegebau wollen oder sich für einen Rückbau der Radverkehrsinfrastruktur aussprechen.
-
Warum wird hier in mehreren Beiträgen so scharf dieser Film kritisiert? (Und dann auch noch mit so martialichen Sprüchen wie "Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorüber")?
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Der Autor kritisiert Verkehrsplaner, die behaupten, die deutschen Radwege seien sicherer als die niederländischen, oder zumindest so sicher, dass es keinen Grund gäbe, sie zu verbessern und die Radwegeinfrastruktur weiter auszubauen.
Diese Aussage ist ganz am Anfang bei Minute 0:15.
Im weiteren beschäftigt sich der Film unter anderem damit, dass der Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden hinkt, weil der Vergleich nicht berücksichtigt, dass die Radnutzung in beiden Ländern jeweils eine andere ist, was dazu führt, dass die längeren Strecken, die in den Niederlanden auf dem Rad zurückgelegt werden, nicht in der Statistik berücksichtigt sind, die belegen soll, dass in den Niederlanden mehr Radfahrtote pro Kilometer zu beklagen sind.
Ein seriöser Vergleich zwischen den beiden Ländern ist vermutlich nur sehr schwer herzustellen, da zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden müssten. Eine Frage ist auch, wie man die Pedelec-Nutzung dabei berwertet. "Politische Entscheidung mit Signalwirkung: Ab 2027 sollen Jugendliche bis 18 Jahre in den Niederlanden beim Fahren von E-Bikes und Fatbikes eine Helm tragen müssen. Das demissionäre Kabinett arbeitet an der gesetzlichen Grundlage, die im Herbst 2026 in die Tweede Kamer eingebracht werden soll. Hintergrund ist eine lange Debatte über die Sicherheit im Straßenverkehr und den Umgang mit dem stark wachsenden Anteil von jungen Fahrern auf elektrischen Fahrrädern."
Dachist 26.8.25 https://www.dachist.org/de/niederlande…ugendliche.html
Mit der Helmpflicht soll für die Jugendlichen dass Fahrradfahren auf sogenannten Fatbikes, die oft für das Fahren weit über 25 km/h manipuliert sind, unattraktiv gemacht werden.
Schauen wir mal, ob es hilft. Möglicherweise sinken ja dadurch die Fahrradtoten-Zahlen in den Niederlanden?
-
Haha "keine Einschränkung der persönlichen Freiheit?" - in Art. 2 GG steht was anderes...
Und könnte hinsichtlich der Anordnung der Benutzungspflicht womöglich ein Ermessenfehler vorliegen? Aber vermutlich wurde standardmäßig überhaupt keines ausgeübt.
Es ist interessant, bei der kreuzung mal um die Ecke zu schauen.
Silence hatte ja diesen streetview-Link versendet:
(...)
Linksseitiger Radweg mit zH 10 km/h wegen Unfallgefahr
Wenn man bei streetview von dort losfährt und gleich links abbiegt in die Paderborner Straße, dann sieht man links einen auf die Fahrbahn markierten Radfahrstreifen und rechts einen Fußweg mit Radverkehrsfreigabe.
Wenn man dann zurück zoomt und sich die jüngere Satellitenaufnahme ansieht, dann ist auf der rechten Seite zusätzlich ein Schutzstreifen markiert.
Google MapsFind local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.www.google.comDie ganze Ecke ist heiß umkämpft. Im günstigsten Fall bewirkt die Initiative, die Fahrradfahrer*innen per Schild auf 10 km/h abbremsen zu wollen, dass an der gefährlichen Situation schnell etwas verbessert wird. Zum Beispiel eine deutliche engere Einmündung am Ende der Paderborner Straße zusammen mit einer Schwelle für den Autoverkehr.
Im ungünstigsten Falle wird das Beispiel Schule machen, wenn die Verkehrsverwaltung damit durch kommt. Und dann werden an allen Kreuzungen dieser Art und davon gibt es reichlich viele bald 10 km/h Schilder stehen.

-
Bestätigt voll und ganz meine kritische Einschätzung dieser KFZ. Allerdings basiert meine Kritik verstärkt darauf, dass KFZ-Nutzung ein erhebliches Suchtpotenzial beinhaltet:
dlf vom 11.11.2017: Autofahren ist schlimmer als eine Sucht - Hermann Knoflacher im Gespräch mit Susanne Führer
Auto und Mensch - "Autofahren ist schlimmer als eine Sucht""Der Autofahrer unterscheidet sich vom Menschen wesentlich mehr als jedes Insekt", behauptet der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher. Denn: Kein Insekt ruiniere…www.deutschlandfunkkultur.deVermutlich ist es einfacher ein Verbot mit der Unfallgefahr zu begründen anstatt mit der Suchtgefahr.
In dem Spiegel-Artikel ist ein anderer Spiegel-Artikel verlinkt: "Wir befinden uns mit E-Scootern noch weitgehend in einer Wildwest-Phase" Aber auch dieser Artikel thematisiert nicht die Suchtproblematik.
(S+) Unfälle mit E-Scootern: »Wir befinden uns noch weitgehend in einer Wildwest-Phase«Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern wächst. Allein im vergangenen Jahr waren es in Deutschland knapp 15.000. Alles die Schuld von Rowdys und Betrunkenen? Nein,…www.spiegel.de -
hmnein. Denn dann könnt ich mitm Auto ja auch mit 30kmh durch verkehrsberuhigten Bereich dübeln, wenn die Verkehrsfläche breit genug ist und niemand da ist. Oder ich biege mit dem LKW rechts ab mit 20km/h, wenn der Radius stimmt und ich absehen kann, dass da schon kein Radfahrer aufm Radweg unterwegs ist

StVO § 9 (6) Wer ein Kraftfahrzeug mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t innerorts führt, muss beim Rechtsabbiegen mit Schrittgeschwindigkeit fahren, wenn auf oder neben der Fahrbahn mit geradeaus fahrendem Radverkehr oder im unmittelbaren Bereich des Einbiegens mit die Fahrbahn überquerendem Fußgängerverkehr zu rechnen ist.
"Die Oberlandesgerichte Brandenburg (Az.: 1 Ss (OWi) 86 B/05), Karlsruhe (Az.: 1 Ss 159/03) und Köln (Az.: Ss 782/84) haben geurteilt, dass die für eine Spielstraße angemessene Geschwindigkeit bei maximal 7 km/h liegt.
Laut dem Oberlandesgericht Hamm (Az.: 3 Ss OWi 1038/02) gilt eine Schrittgeschwindigkeit zwischen 4 und 10 km/h.
Das Amtsgericht Leipzig (Az.: 215 OWi 500 Js 83213/04) ist der Auffassung, dass maximal 15 km/h als Schrittgeschwindigkeit gelten."
Spielstraße: Einzuhaltende Geschwindigkeit - Bußgeld 2026llll➤ Infos über die in einer Spielstraße einzuhaltende Geschwindigkeit. ✔ Wie schnell darf man in einer Spielstraße fahren? ✔ Welches Bußgeld droht?www.bussgeldkatalog.orgTatsächlich kann Schrittgeschwindigkeit auch sehr, sehr niedrig sein oder einfach stehen bleiben bedeuten. Der Begriff Schrittgeschwindigkeit ist auf dem Hintergrund der angeführten Zitate wohl so zu verstehen, dass du mit deinem Fahrzeug niemanden in Gefahr bringen darfst. Besonders heikel wird es zum Beispiel, wenn kleine Kinder eine Fußgängerfläche beleben, die für den Fahrradverkehr freigegeben ist. Dann ist es am besten abzusteigen und zu schieben, wenn keine Fahrbahnnutzung möglich ist.
Fahre ich allerdings frühmorgens in Hannovers Innenstadt durch die Fußgängerzone, die bis 11:00 Uhr und ab 19:00 für den Radverkehr freigegeben ist, dann kann ich sehr weit voraussehen, ob da Fußgänger gefährdet sind. Fahre ich dort aber erst am späten Vormittag, dann kann es da schon vor 11:00 Uhr so voll sein, dass ich besser absteige.
-
in der "Neuen Verkehrszeitschrift" 06/2026 gibts einen Aufsatz von H.E.Siedler zum Thema Schrittgeschwindigkeit und Radverkehr.
Fazit:
ich kann den Aufsatz hier nicht posten. aber ich könnte bei Anruf vorlesen oder ... was sonst so technisch möglich ist

Wäre schon interessant mehr darüber zu lesen. Ich würde ebenfalls vermuten, dass 7 km/h ein ausreichend schnelles Fahrrad-Tempo ist, bei dem man nicht ins Schwanken kommt. Aber das sagt doch noch nichts über das Schritttempo als solches. Auf einem Gehweg, der für den Fahrradverkehr freigegeben ist, sind zum Beispiel 10-15 km/h okay, wenn klar erkennbar niemand dadurch behindert oder gefährdet werden kann. Und dann ist das eben Schrittgeschwindigkeit.
Wenn jedoch direkt an den Fußweg Ein- und Ausgänge grenzen, und oder Fußverkehr tatsächlich auch auf dem Fußweg stattfindet, dann ist 10-15 km/h ein deutlich zu hohes Tempo, aber in vielen Fällen 7 km/h noch machbar. Und dann sind 7 km/h Schrittgeschwindigkeit.
-
Das wird freilich auch in D so kommen.
erfreulich wäre, wenn gleichzeitig die Standzeiten auf öffentlichen Verkehrsflächen abgerechnet würden.
Müsste doch eigentlich möglich sein, das technisch hinzukriegen.
Denn ob E-Auto oder Verbrenner, die meiste zeit sind diese so genannten "Fahrzeuge" in Wirklichkeit "Stehzeuge".
-