Beiträge von Ullie

    Kommen bald auch in Hannover Scan-Cars zum Einsatz?

    Scan-Autos sollen hier jetzt Falschparker überwachen: Erfassung von bis zu 1000 Autos pro Stunde
    Mit sogenannten Scan-Autos können Falschparker auch digital erfasst werden. In Hannover würde die Stadt solche Autos auch gerne einsetzen. Noch fehle…
    www.ndr.de

    In dem NDR-Beitrag heißt es:

    "Rechtlich müsse noch einiges geklärt werden, um Kennzeichen im öffentlichen Raum automatisiert erfassen und Daten verarbeiten zu können. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) will sich für einen Testbetrieb von Scan-Autos in der Stadt einsetzen, teilte ein Sprecher der Stadt dem NDR Niedersachsen mit. Zuerst hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet. Man habe die Entwicklung in anderen europäischen Ländern mit großem Interesse verfolgt, heißt es von der Stadt. Durch einen Pilotbetrieb in Hannover könnten Erkenntnisse gewonnen werden, die dann auch anderen Kommunen in Niedersachsen helfen könnten. Onay will sich nun beim Niedersächsichen Innenministerium dafür einsetzen, eine entsprechende Rechtsgrundlage dafür zu schaffen."

    Gestern wurde Onay in einer Mitgliederversammlung des Stadtverbandes mit 98,6 Prozent zum OB-Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September 2026 gewählt. Die SPD hatte in der laufenden Legislaturperiode das rot-grüne Rathausbündnis gekündigt und hat in einer Deutschland-Koalition mit CDU und FDP zahlreiche Beschlüsse gefasst, um die Verkehrswende in Hannover zu sabotieren.

    Die Begründung dafür war stets, man dürfe "den Bürger" nicht über die Maßen belasten durch Maßnahmen von denen sich Autofahrer gestört fühlen könnten. Dass viele Bürger*innen selbst gar kein Auto besitzen und massiv gestört werden durch das oft grob unverschämte Verhalten mancher Autofahrenden kommt im Weltbild der SPD nicht vor. Auch regeltreue Autofahrer sind oft genervt davon, wenn andere Autofahrer sich mit Drängeln und Rasen und Falschparken über bestehende Regeln hinwegsetzen.

    Die klare Positionierung unseres Oberbürgermeisters gegen Auto-Parkrowdys finde ich gut!

    Nirgendwo, das war blanker Sarkasmus in Analogie zum real publizierten Unsinn über die vermeintlich zunehmenden Gefahren für deutsche Radler.

    Im Prinzip mag ich es ja, wenn gängige Betrachtungsweisen radikal hinterfragt werden. Bisweilen trägt das zu interessantem Erkenntnisgewinn bei. Aber wenn man dieses Hinterfragen gängiger Betrachtungsweisen mit zu viel Sarkasmus würzt, dann wird es schnell missverständlich.

    Und wenn man den Erkenntnisgewinn als übertrieben gesichert annimmt, dann kann man damit natürlich trotzdem falsch liegen.

    Ich mach mal ein Beispiel, bei dem ich allerdings noch nicht in jeder Hinsicht zu einem gesicherten Erkenntnisgewinn gekommen bin:

    Wenn ich mit Bekannten zusammen unterwegs bin und wir schicken uns an, eine Treppe zu benutzen, dann mache ich gerne darauf aufmerksam, dass es günstiger sei zur Vermeidung schwerer Unfälle den Aufzug zu benutzen. Das wird jedoch meist abgelehnt.

    Begründungen sind: "Es sei ja gar kein Aufzug vorhanden."

    "Der Aufzug sei zu weit weg und mit einem Umweg verbunden."

    "Die Benutzung des Aufzugs sei mit Wartezeiten verbunden."

    "Ich habe Angst, im Aufzug stecken zu bleiben."

    "Es ist zu energieaufwendig, einen Aufzug zu bauen und zu betreiben."

    "Die Aufzüge sind für gehbehinderte und andere Menschen frei zu halten, die in besonderer Weise darauf angewiesen sind."

    "Treppen sind ein Fitnessgerät für den Alltag und fördern die Bewegung."

    "Ich solle nicht zu faul sein, und mich mal ein bisschen aktiv bewegen."

    Auf diese Einwände finde ich in der Regel Antworten, die bisweilen zu interessanten weiterführenden Überlegungen führen.

    Natürlich kommt es auch vor, dass man irgendwann zu spitzen Bemerkungen übergeht. Die letzten beiden Sätze, die im Grunde dasselbe aussagen zeigen, wie man unterschiedlich dosiert etwas aussagen kann. Das kann dann schnell in Richtung persönlicher Angriff gehen.

    Ich sehe gerade, du hattest deine Aussage mit dem Teufelchen-Smilie als Ironie markiert. Ich bin trotzdem nicht drauf gekommen, dass da absolut nichts dran ist.

    Deutsche Qualitätsmedien so: "Warum Radfahren für Frauen in den Niederlanden am gefährlichsten ist!".:evil:

    Wo wurde denn darüber berichtet, dass Fahrradfahren für Frauen in den Niederlanden am gefährlichsten ist?

    Und hängt das möglicherweise damit zusammen, dass in den Niederlanden der Anteil der fahrradfahrenden Frauen höher ist als in Deutschland?

    Oder hängt es damit zusammen, dass in Deutschland möglicherweise der Anteil der risikofreudig fahrenden Männer höher ist als in den Niederlanden? Also nur das Verhältnis zwischen beim Fahrradfahren gestorbenen Frauen und Männern anders ist?

    Oder ist es tatsächlich so, dass in den Niederlanden für Frauen ein höheres Risiko besteht, mit dem Fahrrad tödlich zu verunglücken als in Deutschland? Und sind das dann Unfälle, bei denen Autos Fahrradfahrerinnen totfahren?

    Bei einem Besuch in Marburg in diesem Frühjahr habe ich erstmals Linienbusse mit elektronischen Außenspiegel gesehen und zwar an einem E-Citaro Solobus:

    Der elektronische Außenspiegel, das sieht man sofort, ist im Gegensatz zu dem herkömmlichen Rückspiegel auf der rechten Seite keine Gefahr mehr für dicht an der Haltestelle wartende Fahrgäste, denn der elektronische Außenspiegel ist kleiner und höher angebracht.

    Aber verbessern die elektronischen Außenspiegel auch die Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr, insbesondere durch Verhütung von Abbiegeunfällen?

    "Ergänzend hierzu ist in den Monitoren die Anzeige für den Sideguard Assist 2 verbaut, der hilft „Tote Winkel“ zu vermeiden ..." steht in einer Beschreibung für elektronische Außenspiegel auf der Mercedes Internetseite. Dieser zusätzlich verbaute Sideguard Assist arbeitet Radarsensoren.

    5 Vorteile der MirrorCam. | Mercedes-Benz Buses Deutschland

    Sollte die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr durch die elektronischen Außenspiegel verbessert werden, dann ist das ganz sicher auch eine Stärkung des Umweltverbundes von ÖPNV und Fahrradverkehr und Fußverkehr.

    In Marburg gibt es diese beachtliche Ansammlung von Schildern an einer Ecke der Alten Universität:

    Hier der streetview-link:

    Street View-Ansicht von „Alte Universität“ · Google Maps
    Lahntor 3, 35037 Marburg
    www.google.com

    Interessant fand ich dieses Schild, das dazu auffordert eine drei Meter-"Bannmeile" rund um das Schild und der daneben installierten Metallstange eines Blitzableiters einzuhalten:

    Interessant deshalb, weil es mich an eine Szene aus Jules Vernes Roman "Mathias Sandorf" erinnerte, in dem der Freiheitskämpfer und seine Mitkämpfer aus einem Gefängnis auf die Weise entflohen waren, dass sie während eines starken Gewitters an einem Blitzableiter hinabkletterten. Und Verne beschreibt die Sache so, dass ihnen keine Gefahr durch Blitze drohe, wenn der Blitzableiter vollständig funktioniere:

    "Man begreift, welche Gefahr damit verknüpft war, sich an dieser Leitung festzuhalten, durch die unaufhörlich der elektrische Strom zu den Gewässern im Buco herniederfloß. Wenn der Apparat sich in gutem Zustande befand, so brauchte man nicht sehr besorgt zu sein, getroffen zu werden, denn die außerordentliche Leitungsfähigkeit des Metalles, welche derjenigen des menschlichen Körpers weit überlegen ist, mußte den kühnen Kletterer am Kabel schützen." Kapitel 7 (VI. Der Wartthurm von Pisino) in der angegebenen Quelle, etwa im letzten Drittel.

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    Werde Unterstützer
    projekt-gutenberg.org

    Wie gefährlich ist der Aufenthalt rund um den Blitzableitern tatsächlich? Man kann wohl nur darauf hoffen, dass dort bei Gewitter kein Mensch vorbeigeht, denn in dem Moment, in dem er das Schild lesen kann, befindet er sich bereits im Gefahrenbereich. Vielleicht hat aber auch Jules Verne recht, und die Gefahr besteht tatsächlich gar nicht.

    Kleiner "Beifang": Erst zuhause war mir dieser Aufkleber mit "Conni-Motiv" aufgefallen. Scheint gerade sehr in zu sein, alle möglichen politischen und sonstigen Botschaften mit Conni-Bildern zu verbreiten. Dazu dieser WDR-Beitrag vom 12.7.25: Carlsen-Verlag wehrt sich gegen kritische "Conni-Memes"

    Der Carlsen-Verlag prüft rechtlich Schritte gegen KI-generierte Memes seiner Kinderfigur Conni
    Unzählige Memes der Kinderfigur Conni kursieren in den sozialen Medien. Der Verlag wehrt sich gegen fragwürdige Darstellungen.
    www1.wdr.de

    Der LKW soll immerhin einen Abbiegeassistenten gehabt haben.

    Leider erfährt man nichts darüber, wie der konfiguriert ist.

    Siehe zum Beispiel hier:

    "Notbremsassistent für Daimler Trucks
    Mehr Sicherheit beim Abbiegen
    Der neue Active Sideguard Assist mit automatisierter Bremsfunktion kann den Fahrer nicht mehr nur warnen, sondern auch eine automatisierte Bremsung bis zum Stillstand des Fahrzeugs einleiten. (...)

    Dieser Abbiege-Assistent warnt den Fahrer beim Rechtsabbiegen mit Hilfe eines mehrstufigen Prozesses, sofern sich in der auf der Beifahrerseite liegenden Überwachungszone zum Beispiel ein vom System erkannter Radfahrer oder Fußgänger befindet."

    Es ist ein wichtiger Unterschied, ob der Abbiegeassitent auch ein Notbremsassistent ist, oder eben nur mit optischen und/oder akustischen Signalen den Fahrer darauf aufmerksam macht, dass er gerade zu einer tödlichen Gefahr wird.

    Notbremsassistent Daimler Trucks: Sicherheit beim Abbiegen
    Der neue Active Sideguard Assist mit automatisierter Bremsfunktion kann den Fahrer nicht mehr nur warnen, sondern auch eine automatisierte Bremsung bis zum…
    www.auto-motor-und-sport.de

    Wenn Du zu Fuß eine Kreuzung querst, hat der Verkehr von rechts und links Vorrang, genauso wie wenn Du eine Straße querst.

    Deswegen lernt man Kindern in der Regel, dass sie immer warten müssen.

    Das ist im Prinzip richtig, aber:

    Hier kommt von rechts die Bäckerstraße, die in die Calenberger Straße mündet.

    Hier der streetview-Link: https://www.google.com/maps/@52.37000…SoASAFQAw%3D%3D

    Der Fußverkehr hat Vorrang gegenüber dem Verkehr, der von rechts kommt und in die Calenberger Straße einfahren will oder in die gegenüberliegende Querstraße weiterfahren will.

    Grund ist die durchgezogene Pflasterung des Bürgersteigs im Mündungsbereich: "Wer aus einem Grundstück, aus einer Fußgängerzone (Zeichen 242.1 und 242.2), aus einem verkehrsberuhigten Bereich (Zeichen 325.1 und 325.2) auf die Straße oder von anderen Straßenteilen oder über einen abgesenkten Bordstein hinweg auf die Fahrbahn einfahren oder vom Fahrbahnrand anfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; ..." §10 StVO

    Lernt man Kindern, dass sie immer warten müssen, wenn Verkehr von rechts kommt, dann kann es an solchen Stellen dazu kommen, dass Fahrzeug und Kind warten bis zum Sankt Nimmerleinstag. Auch vielen Erwachsenen ist nicht klar, dass sie an so einer Stelle Vorrang haben.

    Ich halte es für zu einfach gedacht, Kindern nur beizubringen, dass sie immer zu warten haben, wenn sich von irgendwo ein Auto nähert.

    https://www.rbb24.de/panorama/beitr…-bundestag.html

    Die Vorstufe der Traktoren geht los :rolleyes:

    Dieser Kommentar (und einige weitere) scheinen mir ganz passend zu der Aktion:

    Ein Max schreibt in der Kommentarspalte zu dem Artikel:

    "Max
    12:52 Uhr
    Das muss doch Satire sein? Warum nicht gleich ein Auto Konvoi gegen den menschengemachten Klimawandel und dessen Folgen. Am besten in größten und übermotorisierten SUVs um die dramatische Lage zu unterstreichen. ..."

    Was soll immer diese Geisterradlerargumentation in solch einer Situation? Da das „Geisterradeln“ je nach Ort seitens der verantwortlichen Behörden sogar vorgeschrieben sein kann, MUSS jeder Abbiegende stets mit solch einem Querverkehr von beiden Seiten rechnen, will dieser nicht permanent aufmerksam die gerade gültige Wegsituation für Radfahrer verfolgen. Ganz nebenbei gibt es dann auch die Jogger, die dann mit 10 und mehr km/h in beiden Richtungen unterwegs sein können..

    Es ist ein gängiges Argument, dass das Fahrradfahren auf einem Hochbord-Fahradweg die Unfallgefahr erhöhe, wenn der Fahrradweg in beide Richtungen benutzt wird. Andererseits ist auf besonders stark vom Autoverkehr belasteten Straßen ein Queren der Fahrbahnen ebenfalls mit erheblichen Gefahren verbunden.

    Die Schatten fallen nach West-Südwest, es ist also ein noch recht früher Morgen im August 2023.dwest, es ist also ein noch recht früher Morgen im August 2023.

    Es ging um dieses Bild von der Wunstorfer Straße:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Weil man auf einer Momentaufnahme nicht zuverlässig die Verkehrsmengen ablesen kann, diese Zahl aus punkt-linden.de:

    "Die Wunstorfer Straße ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen durch Limmer. Bereits 2014 wurden hier in Spitzenzeiten zwischen 600 und 1.000 Fahrzeuge pro Stunde gezählt. Gleichzeitig queren täglich viele besonders schutzbedürftige Menschen die Straße: Kinder auf dem Weg zur Grundschule Kastanienhof, zum Gymnasium Limmer oder zu mehreren Kitas, ältere Menschen aus nahegelegenen Pflegeeinrichtungen sowie zahlreiche Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende auf dem Weg zu Geschäften, Spielplätzen oder Haltestellen."

    Petition fordert Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße
    Petition fordert durchgehendes Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße in Limmer. Mehr Sicherheit sowie weniger Lärm und Abgase.
    punkt-linden.de

    Gar keine so schlechte Idee. Ließe sich vermutlich tatsächlich umsetzen: Allerdings eher in der Form:

    Der rechte Fahrstreifen wird zum Standstreifen. Der Standstreifen wird zum Radfahrweg. Auf allen Autobahnen gilt grundsätzlich Tempo 80 max.

    Würde man das verkehrswissenschaftlich und ökonomisch nüchtern durchkalkulieren, dann käme man dahinter, dass das funktioniert.

    Tja liebe Leute, wohin denn mit den vielen asphaltierten Autobahnflächen, die keiner mehr für den Autoverkehr braucht, wenn eine Verkehrswende kommt, die den Namen verdient hat?

    Kurz: Sie brauchen 9000€, damit sie die Stadt verklagen können, damit die Stadt dazu verurteilt wird, pro Jahr mindestens 40 km sichere Radwege zu bauen. Selbst bei Tempo 30 (nicht Zone 30) + Schutzstreifen wird Separation gefordert!

    Tempo 30 (nicht Zone 30) und separate Radwegführung schließen einander nicht aus!

    Zum Beispiel wird in dieser Petition Tempo 30 für die Wunstorfer Straße in Hannover gefordert:

    Pro & Contra: Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße - Online-Petition
    Unsere Forderung: Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner von Hannover-Limmer sowie alle, die hier täglich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind , fordern die…
    www.openpetition.de

    Leider tun manche Kommentatoren so, als sei es ein "Unding" Tempo 30 zu fordern, wenn ein Fahrradweg vorhanden ist.

    Das sehe ich nicht so. Tempo 30 macht auch dann Sinn, wenn ein Radweg vorhanden ist. Und umgekehrt kann ein Radweg auch dann Sinn machen, wenn Tempo 30 auf einer Hauptverkehrsstraße gilt.

    Streetview Link zur Wunstorfer Straße in Hannover:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Link zur Petition Tempo 30 auf der Wunstrofer Straße:

    Pro & Contra: Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße - Online-Petition
    Unsere Forderung: Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner von Hannover-Limmer sowie alle, die hier täglich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind , fordern die…
    www.openpetition.de

    Die Petition wurde am 11.4.2026 eingereicht:

    Neuigkeiten: Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße - Online-Petition
    Unsere Forderung: Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner von Hannover-Limmer sowie alle, die hier täglich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind , fordern die…
    www.openpetition.de

    "1.270 Menschen haben unterschrieben."

    Oh! Das heißt, dieses "alle Fragen müssen beantwortet werden" ist fake?

    Auf der Seite PendlerRatD heißt es: "Das Pendeln mit dem Fahrrad attraktiv machen – das ist das gesteckte Ziel von PendlerRatD. Bei dem Mobilitäts-Projekt sollen Berufspendler, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren, einen vereinfachten Einstieg in das Pendeln mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln bekommen."

    PendlerRatD-Studie

    Das ist der komplett falsche Ansatz, denn wer wird, einmal mehr gefördert?

    Richtig: Die Autofahrer*innen! Und das ist absolut nicht in Ordnung, Autofahrer*innen zu fördern.

    Auch dann nicht, wenn es darum geht, sie für das Fahrradfahren und die ÖPNV-Nutzung zu gewinnen. Vielmehr müssen sukzessive Hürden aufgebaut werden, die die Autofahrerei maximal unattraktiv machen. Im Gegenzug sind die ÖPNV-Angebote zu verbessern. Das heißt nicht, den ÖPNV umsonst anzubieten, denn irgendwer muss ihn ja bezahlen.

    Auch der Fahrradverkehr darf nicht einfach umsonst sein. Z. B. Leihräder umsonst anbieten. Das ist leider der Ansatz, der von PendlerRatD verfolgt wird.

    Stattdessen ist eine konsequente Siedlungspolitik einzuleiten, die den Fußverkehr begünstigt. Das ist Mobilität, die keinen zurücklässt.

    Und was macht PendlerRatD?: "Im Bonusmodul können Arbeitgeber und Sponsoren physische oder monetäre Anreize setzen, die durch vorgegebene Parameter „erradelt“ werden können. Besondere Anreize können durch Challenges, Wettbewerbe zwischen Mitarbeitern und/ oder Abteilungen, eröffnet werden. Die persönlichen Erfolge der CO2-Einsparung werden in Achievements illustriert." Hört sich für mich nicht nach entspannender Fahrt zum Arbeitsplatz an. Aber vielleicht bin ich einfach nur nicht genügend "hip"?

    Zitat-Quelle: https://legacy.pendlerratd.de/wp-content/upl…PendlerRatD.pdf

    @ Ullie

    Ich denke sie prekären Verhältnisse sind der Grund für die Manipulation und das Verhalten im Strassenverkehr. Ansonsten können Sie die Zeiten doch gar nicht halten.

    Hier ist eher die Gewerbeaufsicht gefordert.

    Die Gewerbeaufsicht versagt allerdings auch, bzw. fühlt sich dafür anscheinend nicht zuständig, wenn Paketlieferdienstfahrzeuge Radwege, Fußwege und/oder Bordsteinabsenkungen blockieren. Dabei ist es doch so, dass ein Paketdienst, der solches Verhalten bei seinen Mitarbeiter*innen zulässt oder gar einfordert damit eine Wettbewerbsverzerrung verursacht gegenüber denjenigen, die geltende Verkehrsregeln einhalten und ihre Mitarbeiter*innen entsprechend instruiert.

    Ich habe die Umfrage abgebrochen. Für Menschen, die eh schon ohne Kfz pendeln, ist sie nicht beantwortbar. Auch fehlt die Option "trifft auf mich nicht zu".

    Dachtest du daran: "Teil 2, Frage 7: Aufgrund steigender Spritpreise überlege ich das Auto seltener zu nutzen." Frage aus dem Fragebogen

    Oder daran: "Teil 2, Frage 8: Ich wäre gerne eine Person, die regelmäßig mit dem Fahrrad fährt."

    Und die weiteren Antwortoptionen in Frage 8:

    "O Ich würde es als angenehm empfinden, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
    O Es würde mir Spaß machen, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
    O Externe Anreize (z.B. Belohnungen) würden mich dazu motivieren, häufiger mit dem Fahrrad zu fahren.
    O Ich plane in Zukunft häufiger mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
    O Ich beabsichtige mein Mobilitätsverhalten in den nächsten Wochen zu verändern." etc.

    Ich konnte es nicht lassen trotzdem mitzumachen.

    An der Stelle, an der nach Empfehlungen für Arbeitgeber*innen gefragt wurden, schrieb ich:

    "Bei der Bundesregierung und den Landesregierungen vorstellig werden, um das Autofahren möglichst weitgehend zu verbieten und nur für ganz wenige Anwendungsfälle noch zuzulassen. Z. B. Rettungsdienste"

    Bei der Frage Anregungen zur Studie schrieb ich: "Die Studie nennt sich: "PendlerRatD 2026 Umfrage zu ihrem Mobilitätsverhalten", ist aber weitgehend so aufgebaut, als sei es komplett normal mit dem Auto zu pendeln. Menschen, die zu Fuß, mit dem Rad und dem ÖPNV mobil sind, werden mit dieser Studie vor den Kopf gestoßen."

    Warum nicht die Möglichkeit nutzen, auf diesem Weg darauf aufmerksam zu machen, wie komplett überflüssig und absurd, die Autofahrerei ist?;)

    Das macht Sinn! Ich erinnere mich daran, dass ich eine Zeit mit der Bahn nach Wolfsburg gefahren bin. In Hannover hatte ich tagsüber oberirdisch in Bahnhofsnähe mein Rad abgestellt. In Wolfsburg auf dem Bahnhofsvorplatz. Dort stand es aber über sehr viel größere Zeiträume, auch über Nacht. Es wurde allerdings nie geklaut und nur einmal der Frontscheinwerfer abgebrochen.

    https://www.derstandard.at/story/30000003…dfahren-umbauen

    Die Österreicher schreiben auch mal was von der Entwicklung des Radverkehrs in Europa.

    Was bringt eigentlich die Nutzer dazu, ihr Fahrrad in einer Tiefgarage zu parken, oder in einem Fahrradparkhaus?

    Ich muss gestehen, ich war noch in keiner Stadt mit solch einem großen Fahrradparkhaus unterwegs mit dem Fahrrad. Aber so gewohnheitsmäßig würde ich sagen. Beim Fahrradfahren ist es praktisch, dass ich das Fahrrad oberirdisch nahe am Ziel abstellen kann.

    Und in der Regel ist da auch genug Platz für. Was Autofahrer gerne hätten: Vor der Ladentür oder vor der Haustür parken. Mit dem Auto ist es ganz schnell unmöglich, mit dem Fahrrad in der Regel schon.

    Aber in einer Stadt wie Utrecht, die in dem Artikel erwähnt wird, sieht das vielleicht schon wieder anders aus?

    "Für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder zum Ausgleich in der Freizeit – Radfahren ist aktuell besonders beliebt.

    Der Wettbewerb STADTRADELN des Klima-Bündnis findet vom 31.05.-20.06.2026 statt.
    Die Anmeldung für Teams und Radelnde ist ab sofort noch bis zum 20.06. unter STADTRADELN - Home möglich."
    Quelle und weitere Infos:

    https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt-Nachhaltigkeit/Klimaschutz-Energie/Klimaschutz-konkret/STADTRADELN-in-der-Region-Hannover

    Stadtradeln ist eine bundesweite Kampagne. Das bedeutet auch, dass die Zeiträume abweichen können. Die Angaben oben sind für die Region Hannover. Nicht wundern: Wer sich aus der Stadt Hannover anmeldet, der gibt an: "Hannover in der Region Hannover". Ich vermute, wer sich zum Beispiel aus Springe anmeldet, der meldet sich dann möglicherweise an mit "Springe in der Region Hannover".

    In der Region Hannover können vom 31.05. - 20.06.2026 Kilometer eingetragen werden. Es gibt einen einwöchigen Nachtragszeitraum.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/irl…4b-41224963c86d

    Wo sind unsere eigentlich geblieben?

    Jo das wär' mal was, wenn all die Bauern, die mit ihren großen Traktoren und Anhängern, an denen einst die Ampelkoalition symblolisch am Galgen aufgehängt war, jetzt die Raffinerien blockieren würden, so dass der Sprit noch knapper und teurer würde. Link zu einem Bild vom Bayrischen Rundfunk:

    https://img.br.de/c98b6df3-9b79-4e98-9d4c-7cd62f155539.jpeg?q=85&rect=42%2C9%2C982%2C553&w=1536

    Bauernprotest: Blockaden, Misthaufen, Galgen – was ist erlaubt?
    In ganz Deutschland protestieren Landwirte gegen die Politik der Ampel-Bundesregierung. Ihre Aktionen sind vielfältig, von Straßenblockaden mit Traktoren bis…
    www.br.de