Beiträge von Ullie

    "Was sind die Ursachen für Unfälle mit dem E-Scooter?
    «Was wir bei den E-Scooter-Fahrern beobachten, ist, dass sie gemessen an der Fahrleistung mehr Fehler machen als Radfahrende», sagt Unfallforscherin Zeidler. Der häufigste sei, dass diese die Fahrbahn falsch benutzten oder verbotenerweise auf dem Gehweg fahren würden. Außerdem komme es häufiger vor, dass der Fahrer oder die Fahrerin Alkohol getrunken habe.

    Gefährlich wird es auch, wenn zwei - oder sogar drei - Leute gleichzeitig mit dem E-Scooter fahren. Das Problem: Diese haben laut Zeidler eine ganz andere Fahrdynamik, als man es von Fahrrädern gewohnt ist. Diese haben kleinere Räder, die Stabilität ist schlechter. Dazu kommt ein vergleichsweise hohes Gewicht.

    Dadurch kann es schneller wackelig werden, wenn man Bordsteinkanten überfährt, Hindernissen ausweichen oder plötzlich bremsen muss. Und noch wackeliger wird es mit mehreren Fahrgästen.

    Seitlich abspringen? «Bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h, die man ja mit einem Scooter fahren kann, kommt es dann im Zweifel erst recht zum Sturz», sagt Zeidler. Entsprechend hoch sei der Anteil der Alleinunfälle. 16 der 33 Menschen, die 2025 in der Folge von E-Scooter-Unfällen starben, verunglückten der Statistik zufolge ohne Beteiligung anderer."

    Quelle: Die zeit vom 10.8.26:

    https://www.zeit.de/news/2026-08/07/risiko-e-scooter-jugendtrend-mit-folgen

    Der Artikel bestätigt meine Beobachtung, dass die Geschwindigkeit auf den Radwegen zugenommen hat. Nicht nur wegen der Zunahme von Pedelecs, sondern auch wegen der Zunahme von Elektro-Tretrollern. Die fahren zwar nur 20 km/h Spitzengeschwindigkeit, aber das ist halt immer noch schneller als die Mehrheit der Radfahrenden, die ein klassisches Fahrrad benutzen. Es geht aber nicht nur um die Fahrradfahrenden, die (noch?) mit einem klassischen Fahrrad unterwegs sind. Wer wenig trainiert ist, bisher kaum das Fahrrad benutzt hat und mit sich ringt, verstärkt aufs klassische Fahrrad aufzusteigen, wird auch von den schnell fahrenden Elektro-Tretrollern abgeschreckt, deren Fahrer*innen wahllos rechts und links an Fahrradfahrenden Vorbeischießen, die mit einem üblichen Fahrradtempo von ca. 15 km/h unterwegs sind.

    Beim Fahrradfahren kommt man übrtigens eher nicht auf die Idee, in einer Gefahrensituation bei 20 km/h abzuspringen. Viele Fahrradfahrende auf einem klassischen Fahrrad fahren erst gar nicht so schnell.

    Für 12-16 jährige ist glaube ich das Fahrrad heutzutage wohl grundsätzlich eher ein Fortbewegungsmittel der kleinen Kinder oder der alten Leute: da ist heutzutage wohl eher der E-Roller das Fahrzeug der Wahl…

    Auf die Schnelle finde ich keine gescheite Statistik. Ich fürchte im ländlichen Raum, wo es wenig ÖPNV gibt, ist das Elterntaxi das Fortbewegungsmittel Nr. 1 für die 12-16-Jährigen.

    Und der Elektro-Tretroller, so meine weitere Befürchtung, ist so sehr ein KFZ, dass es eher eine Autofahrer*in-Karriere anbahnt als Mobilität im Umweltverbund aus ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß. Aber dazu gehen die Meinungen auseinander. Andere sagen, der E-Tretroller zögert bei jungen Leuten die Anschaffung eines Autos hinaus. Es soll sogar Fälle geben, bei denen sich Menschen ein Elektro-Tretroller angeschafft und das Auto abgeschafft haben.

    Wie blöd "Eckenparken" ist, machen sich viele "Eckenparker" vermutlich gar nicht so richtig klar.

    Dieser Film zeigt ein Beispiel dafür, dass hunderte Menschen von einem einzigen Eckenparker behindert werden und Umwege und erhebliche Reisezeitverlängerungen in Kauf nehmen müssen:

    Die Nordreportage - Mit Blaulicht zu Bus und Bahn – Im Einsatz für die Öffis - hier anschauen
    Pkw im Gleis, gestürzter Fahrgast oder eine Störung am Elektrobus - die Funkwagen der ÜSTRA bieten schnelle Hilfe direkt vor Ort.
    www.ardmediathek.de

    Siehe bei Minute 23:30 in der verlinkten Ausgabe der Serie Die Nordreportage!

    Ja , das ist doch die logische Konsequenz. So ein Kleinst-E-Auto ist auch bei Regen noch trocken. Ok irgendwann stellt sich dann die Frage , wie man es mit den Stau hält.

    Für die wenigsten ist das Fahrrad ein Sportgerät, sondern nur die Möglichkeit kostengünstig von A nach B zu kommen. Ob dann der Motor einen Teil der Arbeit oder gleich die ganze erledigt, ist dann auch egal.

    Ich vermute, für die meisten ist das Fahrradfahren ein "Bewegungs-Ding".

    https://insideevs.de/news/689020/hopper-elektrodreirad-preis-daten-marktstart/

    Hier ein Link zu einem Bild von dem Hopper auf INSIDE EVs:

    https://cdn.motor1.com/images/mgl/MkvO9X/s3/der-hopper-ein-elektro-dreirad-mit-zwei-sitzen-hintereinander.webp

    Und ein Video vom Spiegel:

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    Leider konzentriert sich die Kritik am Hopper einseitig auf Fahrzeugmängel, wie zum Beispiel erhöhte Kippgefahr beim Lenken mit der ungewohnten Hinterradlenkung... z.B. die Kritik von heise online

    Dass Fahrzeug an sich wird gerne gemessen am Auto geringerer Platzverbrauch, geringere Energieverbrauch usw.

    Die Überlegung, dass das Fahrzeugkonzept grundsätzlich problematisch ist, fehlt.

    Es ist meines Erachtens kein Fahrrad, es ist nicht nur wegen der Form kein Fahrrad. Es ist aber auch kein Velociped, aus dem Grund, weil das Fahrzeug nicht durch Pedalieren vorangetrieben wird, sondern das Pedalieren mehr eine unkonventionelle Art des "Gasgebens" darstellt. Es gibt auch keinen direkten kraftschlüssigen Antrieb des Hinterrades durch das Pedalieren. Vielmehr ist dort ein Radbnabenmotor verbaut, der elektronisch gesteuert wird über das Pedalieren, wodurch elektronischen Signale ausgesendet werden für die Motorsteuerung.

    Ja , das ist doch die logische Konsequenz. So ein Kleinst-E-Auto ist auch bei Regen noch trocken. Ok irgendwann stellt sich dann die Frage , wie man es mit den Stau hält.

    Für die wenigsten ist das Fahrrad ein Sportgerät, sondern nur die Möglichkeit kostengünstig von A nach B zu kommen. Ob dann der Motor einen Teil der Arbeit oder gleich die ganze erledigt, ist dann auch egal.

    Auf der Mobilitäts-Seite der heutigen HAZ-Printausgabe wird unter dem Titel, "Hoffnungsträger der Verkehrswende" der 11.900 Euro teure Hopper vorgestellt, ein Auto auf drei Rädern mit 1350 Watt Spitzenleistung, wie es in der Beschreibung heißt. Insgesamt (Nenndauerleistung) ist das Fahrzeug allerdings so abgeregelt, dass es als "Fahrrad" (genauer Pedelec) durchgeht.

    "Zielgruppe seien in erster Linie Menschen, die in der Stadt wohnen und dort ungern Auto fahren, weil sie oft im Stau stehen, ..."

    :rolleyes:Dann sollen sie es doch einfach lassen, das Autofahren!:rolleyes:

    Begründet wird das so: "Obwohl der Hopper aussieht wie ein Mini-Pkw, handelt es sich rechtlich um ein Fahrrad, das auf Radwegen gefahren werden darf."

    :*Wer mit dem Fahrrad fährt, der steht auch nicht im Stau!":*

    Dass viele Radwege, insbesondere viele Angebotsradwege bei weitem nicht breit genug sind für den Hopper, wird allenfalls indirekt angedeutet:

    "Geeignet sei er vor allem für gut ausgebaute Radwege,..."

    Dass der Hopper für die Verkehrswende taugt, wie es die Überschrift andeutet, halte ich für eine glatte Lüge. In dem Zeitungstext heißt es:

    "Einige Käuferinnen und Käufer des Hoppers schafften ihr Auto ab, ..." Wieviel "einige" sind wird nicht erwähnt.

    Solche Fahrzeuge haben das Potenzial, dass Fahrradfahren für viele Menschen unattraktiv zu machen, die keine 11.900 Euro dafür locker machen können.

    Man möchte mit dem Fahrzeug einfach nur von A nach B fahren. Beim Fahrrad ist das notwendige Übel das Treten, mittlerweile geht wie beim eScooter ja ohne, warum dann auch nicht beim Fahrrad und dieses als leichtes E-Motorrad nutzen?

    Tja, warum auch treten? Auch wenn es nur das bisschen "Treten" ist, dass beim Pedelec übrig bleibt, wenn man auf maximale Unterstützung stellt. Warum nur?
    Warum überhaupt sich auf einen wackligen Elektro-Tretroller stellen? Warum nicht gleich einen richtigen Motorroller?

    Oder ein Moped:

    Warum nicht gleich ein kleines Auto wie den Opel Rocks?

    Oder lieber doch ein "richtiges Auto"? ...

    ""Das gibt mir Motorrad-Vibes. Bei der neuen Generation ist es echt angekommen. In den nächsten drei bis fünf Jahren werden wir nur noch diese Dinger sehen", ...

    ... sagt ein Fahrer, der anonym bleiben will. Fatbikes gibt es schon ab rund 1.000 Euro, kostengünstig im Vergleich zu einigen E-Bikes. Viele der Fatbikes werden aus Asien importiert und sind für die manipulierten Geschwindigkeiten nicht ausgelegt, etwa was die Bremsen betrifft, so der Verkehrssicherheitsberater der Polizei."

    Quelle: NDR: Manipulierte Fatbikes: Polizei kontrolliert in Nordhorn, vom 17.08.2026

    Manipulierte Fatbikes: Polizei kontrolliert in Nordhorn
    Immer öfter fallen manipulierte Fatbikes im Grenzgebiet zu den Niederlanden auf - die bis zu 90 Stundenkilometer erreichen können. Eine Schwerpunktkontrolle…
    www.ndr.de

    Eine echte Pest auf Fahrradwegen sind manipulierte Fatbikes, die man auch als Speed-Pedelec ohne Nummernschild bezeichnen könnte. Und dessen Fahrer zwar die "Motorrad-Vibes" lieben, den diese Fahrzeuge hervorrufen, die aber ihre Leidenschaft auf Fahrradwegen ausleben, wo sie Angst und Schrecken verbreiten und das echte Fahrrad-Erlebnis, für das es keinen Motor braucht, ungemütlich machen.X(

    Das von mir fotografierte "Bike" hat anscheinend einen Sozius-Sitz montiert, der nicht so sehr nach einem Kindersitz aussieht.

    "Laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) dürfen nur mindestens 16 Jahre alte Personen Kinder bis zum Alter von maximal sieben Jahren mit dem Fahrrad transportieren. Diese Altersgrenze gilt für Kinder auf einem einsitzigen Fahrrad ebenso wie im Anhänger. Wer ältere Kinder mitnimmt, riskiert ein Bußgeld."

    Welche rechtlichen Bestimmungen gibt es für den Transport von Kindern mit dem Fahrrad?
    Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, wer ein Kind auf dem Rad transportieren kann, wie alt das transportierte Kind sein darf und worauf bei der Begleitung…
    www.adfc.de

    :/

    Nach meinem Verständnis der Technik muss man bei Kfz überhaupt nicht "Gegenlenken" oder irgendetwas "ausgleichen".

    Dafür sollte die Vorspur sorgen.

    ich lenke im Auto bestenfalls bei extremem Seitenwind gegen. :/

    Wozu eine Vorspur, wenn das Auto tatsächlich stur geradeaus fahren könnte, dann bräuchte es doch gar keine Vorspur-Einstellung.;)

    (Die Vorspur-Einstellung bedeutet, dass in der Regel die beiden Vorderräder mit einem sehr kleinen Winkel von der Geradeaus-Ausrichtung abweichend nach innen abweichen.)

    Bei "extremen Seitenwind" lenkst du gegen. Und bei leichtem Seitenwind? Bei Unebenheiten der Fahrbahn, wenn die Vorspur nicht mehr ausreicht, um das Auto zum Geradeauslauf zu bewegen. Oder der durch die Vorspur bewirkte Geradeauslauf in die falsche Richtung geht? Und was, wenn die Fahrbahn eine Kurve hat, auch wenn es nur eine ganz leichte ist? (Von Ablenkungen will ich hier gar nicht reden, denn du bist ja vermutlich anders als viele anderen anderen Autofahrer*innen stets völlig aufs Lenken konzentriert. Deshalb fährst du ja auch ein Automatik- oder Elektrofahrzeug (das entlastet von der "Schalt-Tätigkeit).

    Der Spurhalteassistenz unterstützt beim Autofahren auch das Geradeausfahren (bzw. den Verbleib in der Fahrspur). Wäre es kein Problem, das Geradeausfahren, bräuchte das Spurhalteassistenz-System hier keine Unterstützungsarbeit leisten.

    Das Auto hat als mehrspuriges Fahrzeug genau gar keine aus physikalischer Notwendigkeit resultierenden seitlichen Schwankungen. Der größere Platzanspruch bei wachsender Geschwindigkeit ergibt sich nicht, weil das Auto seitlich ausbricht, sondern weil man mit steigendem Tempo größere Mühe hat, die exakt benötigte Fahrlinie zu treffen. Eine schnelle KI könnte ein Auto wahrscheinlich mit 150 Sachen durch ein Garagentor steuern, das nur 20cm breiter ist als das Auto, ein Mensch wäre schon mit 20 km/h überfordert.

    "Mit KI kanns jeder." 8)

    Wenn dir das Langsamfahren auf dem Fahrrad so schwer fällt, dann probier es halt mal damit:

    "Wie also kann das Fahren mit einem E-Bike sicherer werden? Forschende an der Technischen Universität in Delft verfolgen zusammen mit dem Fahrradhersteller Koninklijke Gazelle da eine ganz eigene Idee. Beide tüfteln an einer intelligenten Lenkunterstützung für Fahrräder. Diese soll bereits ab Geschwindigkeiten von 4 km/h das Bike stabilisieren und insbesondere ein Umkippen verhindern."

    TU Delft entwickelt Lenkassistent für E-Bikes | E-Bike Blog
    In manchen Situationen sind E-Bikes schwerer steuerbar. Ein Lenkassistenzsystem könnte künftig für mehr Sicherheit sorgen und Unfälle verhindern.
    www.elektrofahrrad24.de

    4 km/h ist ganz klar Schrittgeschwindigkeit. Nicht einmal eine sehr rasche Geschwindigkeit. Eine geübte und gesundheitlich unbelastete Fahrradfahrerin oder ein Fahrradfahrer schafft es auch ganz gut ohne KI geradeaus zu fahren. Dazu muss die Person nicht einmal besonders trainiert sein hinsichtlich Kraft und Ausdauer.

    Es trifft nicht zu, dass das Fahrradfahren mit niedrigen Geschwindigkeiten unter 10 km/h sofort einen Schlingerkurs hervorruft.

    :/

    die "seitliche Abweichung" ist doch aber nicht von der Geschwindigkeit abhängig, sondern vom zurückgelegten Weg.

    und in jedem Falle vom Drehen am Lenkrad.

    Die Geradeausfahrt auch bei einem Auto ist stets begleitet von Abweichungen von der Geradeaus-Ideallinie. Um diese Abweichungen auszugleichen, muss gegengelenkt werden. Je höher das Tempo ist, um so länger hat das Fahrzeug Zeit nach links oder rechts abzuweichen bevor die Fahrerin / der Fahrer mit Gegenlenken reagieren kann.

    :/

    die "seitliche Abweichung" ist doch aber nicht von der Geschwindigkeit abhängig, sondern vom zurückgelegten Weg.

    und in jedem Falle vom Drehen am Lenkrad.

    Um es mal sportlich zu nehmen:

    Bei einem Langsamfahrwettbewerb über eine 13,5 m lange und 30 cm breite Wippe in der Fernsehsendung "Klein gegen Groß" fuhr der Gewinner Finn ein Tempo von gerade mal 1,9 km/h (Er befuhr die 13,5 m lange Strecke in 25,1 Sekunden. Das entspricht 0,5 m/Sek. oder 1,9 km/h)

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    Die HAZ berichtete in ihrer Print-Ausgabe vom 9.9.2026 darüber, dass die Fatbike-Welle gerade von den Niederlanden nach Niedersachsen schwappt, auch onlkine gibt es den HAZ-Artikel:

    "Fatbikes mit dicken Reifen breiten sich von den Niederlanden nach Deutschland aus. Viele der E-Bikes sind illegal frisiert – die Polizei maß bereits Geschwindigkeiten von bis zu 87 km/h. In den Niederlanden gibt es erste Verbote – und in Niedersachsen?"

    Dicke Reifen, dicke Probleme: Was steckt hinter dem Ärger um die Fatbikes?
    Fatbikes mit dicken Reifen breiten sich von den Niederlanden nach Deutschland aus. Viele der E-Bikes sind illegal frisiert – die Polizei maß bereits…
    www.haz.de

    Leider ist der restliche Text hinter der Bezahlschranke. Es wird unter anderem darauf eingegangen, dass die niederländische Polizei mit Messständen bei auffälligen Pedelecs nachmisst, ob das Fahrzeug manipuliert ist.

    In dem Artikel ist dieses Bild eingebaut mit der Unterschrift:

    "Ein leerer, asphaltierter Radweg in einer ländlichen Umgebung mit grünen Wiesen und Bäumen am Wegesrand. Illustration mit AI erstellt."

    Mal abgesehen davon, dass das Radwegschild fehlt, das Autos fernhalten würde, ist das Bild so gestaltet, dass es einen Fahrradweg in Großbritannien darstellt oder in einem anderen Land mit Linksverkehr darstellt. Hier der Direktlink zum Bild:

    https://mdb.ad-hoc-news.de/bild/bild-2787546_1200_0.webp

    Um so besser für den Geradeauslauf und um beim Anfahren möglichst schnell die Wackelei zu beenden. Unterstütztes bergauf Fahren reduziert auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man beim durch unzureichende körperliche Leistungsfähigkeit bedingten Langsamfahren eine für Überholer überraschende plötzliche Welle einlegt.

    Vor dem Halten schalte ich in den ersten Gang. Nötigenfalls kann ich das auch noch im Stehen machen, dank Nabenschaltung. Beim Anfahren gibt's so keine Wackelei. Auch am Berg nicht. Es verdient einer genauen betrachtung, bei welchem Tempo einer Geradeausfahrt wie stark die Abweichung nach links und rechts ist.

    Beim Autofahren sind diese Abweichungen um so höher, je schneller das Fahrzeug fährt. Ich vermute beim Fahrrad ist das ähnlich. Allerdings ist bei einem Zweirad bei sehr langsamen Fahren mit höheren Ausschlägen zu rechnen. Dann kommt die Geschwindigkeit mit dem geringsten Ausschlag, bevor die Kurve steigt.

    Meiner Beobachtung nach fahren Pedelecnutzer nicht schneller als normale Radfahrer.

    Das kann ich nach eigener Erfahrung nicht bestätigen. Ich habe beides ausprobiert: Pedelec an der Küste bei ordentlich Gegenwind und in Stuttgart mit zahlreichen Anstiegen. Ich fahre deutlich schneller mit dem Pedelec. Gerade bei den Anstiegen würde ich sogar ansatzweise von "Geschwindigkeitsrausch" sprechen. Ich würde meinen Fahrstil als geübt aber nicht sonderlich trainiert bezeichnen. Ohne Zusatzmotorkraft fahre ich im Bereich um die 15 km/h. Mit 20 +

    Mir ist 2023 in Hannover erstmals eine solche Fahrradweg-Ampelanlage aufgefallen. Und ich habe den Eindruck, dass sie ein Merkmal dafür ist, dass höhere Fahrrad-, bzw. Pedelec-Geschwindigkeiten das Fahrradfahren verändern:

    Es gab dazu einen HAZ-Bericht, in dem diese Ampelanlage "Superquerung" genannt wird.

    Hier der Link zu dem HAZ-Artikel vom 20.5.23:

    https://www.haz.de/lokales/hannover/hannover-cityring-mit-fahrrad-superquerung-fuer-veloroute-kestnerstrasse-4JXLI7OUMVGHRKDC2DPI5GLUYU.html

    Hier der Link zu dem Luftbild aus dem HAZ-Artikel vom 20.5.2023:

    https://www.haz.de/resizer/v2/4GJ7NZUCJFB7JKUDY4K3P5HTOE.jpg?auth=4eb4cc4b8823c993a54976fc642b2912f3b754af953ea83c7278436737a50e08&quality=70&width=1856&height=1044&smart=true

    Es gibt dazu auch einen ganze HAZ-Fotoserie mit 19 Bildern: https://www.haz.de/lokales/hannov%E2%80%A6WLYLLQX35U.html

    Leider wird in dem HAZ-Artikel vor allem darauf eingegangen, dass der Autoverkehr möglicherweise in seiner "Flüssigkeit" ausgebremst werden könne. Was allerdings so stellt der HAZ-Autor fest, nicht der Fall ist. Im Gegenteil: "Wer allerdings glaubt, dass Radfahrende künftig Dauergrün haben auf den Velorouten oder dass die aufwendig in den Boden gearbeiteten Induktionsschleifen ihnen schnelle Freifahrt schalten, der irrt. Handgestoppt beträgt die Wartezeit immer eine Minute – das dürfte an der Koordination mit der benachbarten Ampel Lavesstraße liegen. Die Schleifen haben einen anderen Sinn: Wenn kein Fahrrad wartet und kein Auto aus der Kestnerstraße abbiegen will, bleibt es auf dem Cityring dauergrün. Da hat sich also jemand Gedanken gemacht beim Planen und Programmieren."

    Hauptsache die Radfahrer haben kein Dauergrün und der Autoverkehr wird nicht behindert, so könnte man das zusammenfassen, was die HAZ schreibt.

    Worauf der Artikel nicht eingeht. An der Stelle verläuft auf beiden Seiten die Veloroute über einen durchgezogenen Fußweg. Dort hat der Fußverkehr eigentlich Vorrang vor dem Fahrzeugverkehr, und damit auch vor dem Fahrradverkehr, der den Fußweg kreuzt. Zeigt die Ampel aber Grün für den Radverkehr, dann haben die Fußgänger*innen Rot und können ihren Weg auf dem Fußweg erstmal nicht fortsetzen.

    Vermutlich werden weitere Ampelanlagen in dieser Form in den nächsten Jahren in Betrieb gehen. Ich werte das als eine Veränderung, die der Tatsache geschuldet ist, dass der Radverkehr an Tempo zunimmt.

    Da es um Bayern geht, die reale Entwicklung dazu: Unfälle mit KFZ sind entgegen der Meinungsmache im stetigen Sinkflug:

    Die Statistiken sind schwer zu beurteilen, wenn nicht deutlich wird, wieviele (oder ob überhaupt) zusätzliche Fahrradfahrten und auf welchen Strecken sie unternommen werden und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden.

    Meine Vermutung ist, dass Pedelecs das Tempo beim Fahrradfahren verschärft hat und dass sich das negativ auswirkt auf die Unfallstatistik in der Form, dass Alleinunfälle zugenommen haben. Um das genau beurteilen zu können, dürfte die Statistik nicht nur absolute Zahlen-Angaben machen, sondern müsste relative Angaben machen.

    Am günstigsten fände ich als relative Größe nicht die Anzahl der zurückgelegten Kilometer, sondern die Zeit, die Menschen in, bzw. auf einem Verkehrsmittel verbringen.

    Leider geben das die hier zitierten Statistiken nicht her. Ich vermute zwei Faktoren für den Anstieg der Alleinunfälle beim Fahrradfahren: Weil das Pedelec das Fahrradfahren für viele Menschen attraktiver gemacht hat, verbringen die Menschen mehr Zeit als früher mit Fahrradfahren und zwar in Form der Pedelec-Nutzung. Diese Form des Fahrradfahrens ist mit höheren Geschwindigkeiten verbunden als das Fahrradfahren mit einem konventionellen Fahrrad. Und es werden in derselben Zeit längere Strecken zurückgelegt. Weil die Menschen aber längere zeit das Pedelec benutzen als das Fahrrad, steigt die Kilometerleistung nochmal zusätzlich an. Es wäre eher ungewöhnlich, wenn trotz zunehmender Pedelec-Nutzung sich die Anzahl der Fahrrad-Alleinunfälle (inklusive Pedelec-Nutzung) reduzieren würde oder gleich bliebe.

    Schwierig wird es, einen möglichen gegenteiligen Effekt mit einzubeziehen: Je routinierter die Menschen das Pedelec benutzen, um so weniger Unfälle passieren damit. Aber so weit verbreitet ist das Pedelecfahren möglicherweise noch nicht.

    Dass das Fahrradfahren sich mit steigendem Tempo ändert, verdient eine eigene Betrachtung. Ich mache dazu mal einen neuen Themenstrang auf: "Wie höhere Geschwindigkeiten das Fahrradfahren verändern."

    Unabhängig davon halte ich es nicht für möglich, den Spaß am Fahrradfahren weiterzugeben und für das Verkehrsmittel Fahrrad zu werben, wenn potenziellen Fahrradfahrer*innen unterstellt wird, sie seien "Angsthasen", weil sie es nicht wagen würden, auch dort Fahrrad zu fahren, wo es keine Fahrradwege gibt. Das wird auch nicht besser dadurch, dass man diesen Vorwurf so formuliert, diese Menschen, denen der viele und schnelle Autoverkehr Angst macht, und die deshalb ganz oder teilweise auf's Fahrradfahren, verzichten, seien Opfer einer Angstkampagne, die im Interesse der Autofahrer geführt wird, um Fahrradfahrer möglichst vollständig und überall auf Radwege zu verbannen.

    Wer so argumentiert, nimmt die Menschen, die sagen, sie haben wegen des vielen und schnellen Autoverkehrs Angst davor das Rad zu benutzen, nicht ernst und darüber hinaus erklärt er sie auch noch für dumm, weil sie angeblich nicht durchschauen, dass es sich doch hier nur um eine von Autofahrern gesteuerte Angstkampagne handele.

    Genau das haben aber nicht einmal die allermeisten Straßenverkehrsbehörden in diesem Land auch nur ansatzweise begriffen.

    Was genau haben die allermeisten Straßenverkehrsbehörden nicht begriffen?

    Ach ja, dass der Yeti gerne schnell Fahrrad fährt:

    Es geht nicht um ein Trainings-Ziel. Ich möchte mit dem Fahrrad an mein Ziel kommen (zur Arbeit, nach Hause, zum Einkaufen, ...). Dafür möchte ich nicht unnötig lange brauchen, vor allem nicht unnötig länger als mit einem Auto. Wenn Radfahren nur dann sicher ist, wenn ich wie ein Kind an jeder Kreuzung absteige und schiebe, ist es unattraktiv. Nicht weil ich Schnellfahren toll finde, sondern weil ich mal ankommen möchte. Wenn ich mit dem Auto fahre, muss ich auch nicht an jeder Kreuzung Angst haben, über den Haufen gefahren zu werden und da muss ich auch nicht an jeder Kreuzung auf Schritttempo abbremsen, obwohl ich Vorfahrt habe. Also möchte ich das mit dem Fahrrad auch nicht.

    Das ist jetzt aber schon sehr aus der Perspektive eines schnellen Fahrradfahrers betrachtet.

    Und ja, da ist auch was dran, an dem was Yeti sich wünscht. Aber es ist auch eine sehr einseitige Betrachtungsweise, die viele Autofahrer*innen nicht teilen.

    Die einen nicht, weil sie sich partout das Fahrradfahren nicht als Alltagsmobilitätsform vorstellen können und es deshalb auch nicht praktizieren, obwohl, wie Yeti richtig sagt, mit dem Fahrrad viele Wege schneller zurückgelegt werden können als mit dem Auto. Unter anderem deshalb, weil zum Beispiel solche zeitintensive Dinge wie Parkplatzsuche entfallen.

    Die anderen wohnen so, dass die Annahme nicht zutrifft, dass viele Alltagswege so bequem und schnell zurückgelegt werden könnten, wie mit dem Fahrrad. Und damit sind wir wieder bei der Siedlungsstruktur. Das ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Wahl der Mobilitätsform.

    Oder anders gesagt: Selbst wenn alle Fahrradwege komplett zurückgebaut würden und ein "Siebter Sinn" 2.0 in Dauerberieselung auf allen Kanälen die Vorzüge des Fahrradfahrens auf der Fahrbahn anpreisen würde, eine nennenswerte Steigerung des Radverkehrsanteils ist damit nicht zuerreichen.

    Dreimal so schnell wie Fußgänger.

    Ich sehe die Verzerrung in dem Glauben, dass es unter 18 km/h unproblematisch ist.

    Es ist jedenfalls ein großer Unterschied zu einem Tempo deutlich darüber. Auch mit Tempo 15 kann ich nicht so schnell und unmittelbar zum Stehen kommen, wie ein Fußgänger. Zugegeben.

    Aber deutlich schneller, als zum Beispiel mit Tempo 21 km/h.

    Zum Vergleich: Der Bremsweg nach Faustformel ist bei Tempo 21 km/h rund doppelt so lang wie bei Tempo 15 km/h!

    bei Tempo 15 km/h: 2,25 m

    bei Tempo 21 km/h: 4,41 m

    Habe gerade diesen Text gelesen: "Eine gute Radgeschwindigkeit für Anfänger hängt von mehreren Faktoren ab, aber ein gutes Ziel könnte zwischen 16 und 19 km/h auf kurzen Strecken liegen." https://provizsports.com/de-de/blogs/ne…eller-radfaehrt Tempo 16 km/h aufwärts wird als Ziel formuliert. Das bedeutet doch, dass man mit einem noch niedrigeren tempo beginnt.

    Und warum wird da gleich wieder ein Ziel formuliert? Warum nicht einfach "langsam" fahren? Auch unter 16 km/h, ganz ohne Ehrgeiz für "Trainingsziele"?

    Viele Menschen wollen einfach nur Fahrradfahren, ganz ohne Trainings-Ziel. Warum denn gleich wieder "Zielvorgaben" machen? Sie wollen etwas schneller unterwegs und in der selben Zeit etwas weiter kommen als zu Fuß. Das funktioniert auch mit einem niedrigen Fahrrad-Tempo.