Beiträge von Ullie

    Dieses Foto mit einem Pedelec-Fahrer auf einem "Fatbike" zeigt deutlich, dass die Sitzposition nicht zum Pedalieren geeignet ist.

    Und es wird auch nicht viel pedaliert von vielen Fatbike-Fahrer*innen.

    Die Motorkraft-Unterstützung ist offensichtlich auf Maximum eingestellt und die Pedalier-Bewegung gleicht mehr einem Treten im Leerlauf.

    Zusätzlich habe ich mehrfach beobachtet, dass trotz eines Tempos deutlich über 6 km/h vom Fahrer überhaupt nicht pedaliert wurde.

    Ein klarer Hinweis darauf, dass das "Pedelec" manipuliert wurde.

    Auf keinen Fall hat ein solches Zweirad-Fahrzeug den Namen Fahrrad verdient!

    Entsprechend müsste man eigentlich von "Fatbike-Kurierdienst" statt Fahrradkurierdienst sprechen!

    Viele Faktoren sind aufgrund des kurzen Beobachtungszeitraums noch nicht so genau zu beurteilen, dass sagtest du ja auch schon über die Studie. Besonders zwei Dinge sind mir aufgefallen:

    1. Es ist bereits evident, dass keine Verschlechterungen eingetreten sind. (Seite 23 der Studie)

    https://openresearch.amsterdam/nl/media/inline/2025/9/25/30_kmu_in_de_stad_onderzoeksrapport-423768604.pdf?is_http_request=true&auth_replay_token=UybVYdVX8d5do5rUUttN

    2. Die Zufriedenheit der Stadtbewohner*innen mit der Maßnahmne liegt selbst bei den Autobesitzenden über 50%. Bei den Nicht-Autobesitzenden bei 75%! (Seite 21 der Studie)

    Es ist immerhin möglich, dass die sehr große Zufriedenheit der Bevölkerung, besonders bei den Nicht-Autofahrenden, daher rührt, dass manchen Faktoren in der Untersuchung nicht ausreichend Beachtung geschenkt wurde.

    Mein Eindruck: Die weitere Untersuchung der Auswirkungen wird zu einer noch besseren Beurteilung der Maßnahme Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen kommen.

    Auf jeden Fall dann, wenn bestimmte, ebenfalls in der Studie angesprochenen Probleme weiter bearbeitet werden.

    Da sind mir diese beiden besonders aufgefallen:

    1. So wird in der Studie auf Seite 21 darauf hingewiesen, dass Autofahrer*innen genervt sind davon, dass manipulierte Pedelecs (Fatbikes) schneller fahren als die Autos. "Viele sind unzufrieden darüber, dass Fatbikes und Roller mittlerweile schneller fahren als Autos."

    2. Außerdem werden auf Seite 21 mangelnde Kontrollen beklagt!

    Leider wird in der Studie nicht darauf eingegangen, dass die Maßnahme Tempo 30 dazu beiträgt, dass die vorhandenen Verkehrsflächen optimaler ausgenutzt werden können, weil bei Tempo 30 größere Verkehrsmengen möglich sind als bei Tempo 50! Das wiederum kann dazu führen, dass mehr Autos als vorher dieselbe Straße benutzen. Um diesen umwelt-und klimaschädlichen Effekt auszuschließen, muss dringend die Anzahl der Fahrspuren reduziert werden. Auch wäre es fatal, wenn die niederländischen Verkehrsbehörden es zulassen würden, dass auf den Radwegen mit manipulierten Pedelecs und anderen Motor-Zweirädern mit hohen Geschwindigkeiten gefahren wird.

    Leider wird auch nicht erwähnt, ob durch eine Umgestaltung von Bushaltestellen ein Vorbeifahren am Bus für den MIV unterbunden wird, wenn der an der Haltestelle hält. Das ist meines Erachtens eine sehr wichtige Maßnahme, um die Verkehrssituation zugunsten des ÖPNV zu verbessern.

    Die aufgezählten Faktoren sind plausibel klingende Gemeinplätze ohne empirische Belege für die behauptete Risikoerhöhung. Risiko ist ein Bruch, und die isolierte Betrachtung des Nenners allein ist blanker Unsinn. Aber selbst dann, wenn man den Nenner tatsächlich kennen würde, wäre eine dann möglicherweise gefundene Korrelation immer noch kein Beweis für eine kausale Verknüpfung.

    "Schockierend!! E-Scooter-Unfälle seit den 1970er Jahren dramatisch angestiegen!":evil:

    Bis hierher gehe ich mit: "Die aufgezählten Faktoren sind plausibel klingende Gemeinplätze ohne empirische Belege.;)

    Auch wenn die aufgezählten Faktoren ohne empirische Belege sind, so ist das Gegenteil noch lange nicht richtig.

    "...immer mehr manipulierte Fatbikes mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit", sind meines Erachtens ein plausibler Grund dafür, dass die Bewegungsfreude für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen beeinträchtigt wird und vermutlich auch für steigende Unfallzahlen mit gravierenderen Folgen.

    Und es gibt indirekte Folgen: Weil es durch ein zunehmendes Tempo auf den Radwegen für langsam fahrende Radfahrer*innen unattraktiv ist, das Fahrrad zu benutzen, verzichten die auf das Radfahren auf besonders betroffenen Fahrradwegen und fehlen dann als Fahrradfahrende, die ein angenehm niedriges Fahrtempo begünstigen.

    So lange keine empirische Belege das Gegenteil dokumentieren, gehe ich davon aus, dass das so ist.

    Der Artikel deckt sich mit meinen wenigen Amsterdam Erfahrungen. Wenn man von den Außenbezirken in die Innenstadt fährt an den größeren Einfallsstraßen, dann stellt sich ein ähnlich wohliges Gefühl ein, wie in München. Zwar ist der Radweg breiter, dafür tummelt sich noch mehr Volk auf dem Wegen, und zwar auch der Gattung Roller und Mofafahrer. Da sind die Fatbikes wahrscheinlich eher weniger Problem.
    Und der Ton kann durchaus unfreundlich werden, wenns auf eine Ampel zugeht und sich einer traut, bei rot/gelb schon zu bremsen.

    "wohliges Gefühl" meinst du wohl so: ";)wohliges Gefühl;)" mit Anführungszeichen, also ironisch gemeint?

    Wie ist das mit dem Handzeichen geben, wenn man als Radfahrer stoppt, z.B. weil die Ampel auf Gelb, bzw. Rot springt? Ist das in den Niederlanden üblich die Hand nach oben zu strecken, wenn man anhalten will, oder ist das eher in Dänemark verbreitet?

    Das sind aber alle, oder?

    In Amsterdam werden ja nicht jedes Jahr 20-25 Radler derbazelt. Berlin warens nur Radler 2024 glaube ich 11.

    Auf der Suche nach Zahlen bin ich auf diesen Artikel aus der Welt vom 7.5.25 gestoßen:

    Radfahren in Amsterdam  - WELT
    Amsterdam gilt als Vorzeigestadt des Radverkehrs mit bester Infrastruktur. Doch die Kehrseite sind volle Wege, steigende Unfallzahlen und neue…
    www.welt.de

    Darin heißt es unter anderem zu der relativ hohen Zahl verunglückter Fahrradfahrenden (leider wird keine konkrete Zahl für Amsterdam genannt):

    "Die Gründe sind vielfältig: Mehr ältere Radfahrer, eine zunehmende Zahl schneller E-Bikes, kaum Helmnutzung und – speziell in Amsterdam – immer mehr manipulierte Fatbikes mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit."

    Da hilft dann natürlich auch kein Tempo-30-Gebot, wenn auf den Radwegen mit manipulierten Pedelecs deutlich zu schnell gefahren wird.

    So unbeliebt scheinen sie ja nicht zu sein, fahren ja offensichtlich einige rum

    Des einen Freud ist des anderen Leid, heißt es.

    Der springende Punkt bei der Beurteilung ist, dass von Knoflacher, aber auch von Gietinger und von anderen Autokritiker*innen festgestellte MIV-Suchtpotenzial: Das Fahren mit motorisierten Fahrzeugen bewirkt einen psychischen Zustand der Überlegenheit, Unverwundbarkeit, Allmächtigkeit. Das gilt auch für diese Fatbikes, und das macht sie so problematisch.

    "Das Auto als Droge, von der man die Konsumenten entwöhnen muss, so sieht Klaus Gietinger das Fortbewegungsmittel der Gegenwart"

    Sozialwissenschafter: "Das Auto hat das Land arm gemacht"
    Das Auto als Droge, von der man die Konsumenten entwöhnen muss, so sieht Klaus Gietinger das Fortbewegungsmittel der Gegenwart
    www.derstandard.at

    Wer ein normales Fahrrad fährt achtet auf Gewicht, Leichtläufigkeit der Räder, für das Pedalieren geeignete Sitzposition usw., Kriterien, die für die oft männlichen Fatbike-Benutzer bedeutungslos sind. "Die Räder sind sehr schwer: "Ein durchschnittliches elektrisches Fatbike wiegt zwischen 25 und 35 Kilogramm..", aber die "Fatbikes" lassen sich deutlich leichter und schneller beschleunigen als muskelbetriebene Fahrräder trotz der dicken Reifen usw.

    Wie viel wiegt ein durchschnittliches elektrisches Fatbike?
    Thomas spricht über die Beliebtheit von Fatbikes und das Gewicht. Finden Sie heraus, warum Fahrräder von 25-35 kg so beliebt sind und was dieses Gewicht…
    stoerbikes.com

    25 bis 35 kg Gewicht, das ist zwei- bis dreimal so viel wie ein gewöhnliches Stadtrad oder Tourenrad.

    Leider ist zu befürchten, dass diese "Fatbike-Seuche" sich über die Niederlande hinaus ausbreitet:

    Ärgernis im Straßenverkehr: Fatbike-Trend aus den Niederlanden erreicht Kreis Borken
    Manipulierte Fatbikes sorgen im Kreis Borken für Ärger. Der Trend aus den Niederlanden bringt Sicherheitsrisiken, Polizeikontrollen und Diskussionen.
    www.muensterlandzeitung.de

    Halte ich für abwegig, gerade auch deshalb, weil in Krimis die Fahrradkuriere eben gerade nicht als "die Unsympathen" dargestellt werden.

    Mir und vielen anderen Menschen auf Fahrradwegen und Fußwegen geht es vielmehr darum, dass wir die zunehmend höheren Geschwindigkeiten, die auf Fahrradwegen gefahren werden, nicht gutheißen. Und es gibt durch zunehmende Technisierung insbesondere Motorisierung (Pedelec) und darüber hinaus durch unerlaubtes Tuning immer mehr schnelle "Fahrrad"-Fahrende, die die Bewegungsfreude der Fußgänger*innen und anderer Fahrradfahrer*innen beeinträchtigen.

    Siehe auch dieser Film aus den Niederlanden, in dem es um polizeiliche Kontrollen insbesondere von sogenannten "Fatbikes" geht.

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    Das ist jetzt noch :?: nicht so krass in Hannover, wie es in dem Film aussieht. Aber ich möchte keinesfalls, dass sich in Hannover eine solche Entwicklung einstellt.

    Nordseereport: Bike-City Amsterdam - Mehr Fahrräder als Einwohner - hier anschauen
    Reisereportagen mit Meeresbrise: Der Nordseereport trifft maritime Typen und erkundet die schönsten Inseln und Küstenorte. Norderney, Cuxhaven, Sylt - Dänemark…
    www.ardmediathek.de

    Ein NDR-Beitrag über Fahrradfahren in Amsterdam.

    Bei Minute 3:00 heißt es, dass die Stadt 2024 das generelle Tempolimit von 50 km/h auf 30 km/h runtergesetzt hat zur Unfallvorbeugung.

    In Minute 20:00 weist Cornelia Dinca von einer Agentur für nachhaltige Mobilität auf die Proteste gegen die autogerechte Stadt in den 1970er-Jahren hin:

    Die Stopp den Kindermord Kampagne führte dazu, dass die Leute auf sichere Straßen gedrängt haben.

    Jedes dritte radelnde Mordopfer ist ein Fahrradkurier. Woher Produzenten und Drehbuchautoren bloß immer die Inspiration für den Plot im TV-Krimi nehmen? :evil:

    https://radunfaelle.wordpress.com/2026/03/15/der…n-fernsehkrimi/

    Du schreibst das als Antwort auf den Beitrag von davice , der ähnliche Beobchtungen in Hamburg gemacht hatte, wie es der Sauerlandkurier aus Köln berichtet, nämlich Fahrradkurierfahrer, die mit E-Bikes fahren, die eigentlich als Speedpedelecs oder Elektro-Motorrädern angemeldet werden müssten und dann eigentlich nicht auf Fahrradwegen oder auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen oder für den Fahrradverkehr freigegebene Fußwegen fahren dürften. "Dennoch werden sie oft auf Radwegen oder sogar kombinierten Fuß- und Radwegen genutzt."

    Und es geht weder in dem Beitrag des Sauerlandkuriers noch in dem von mir verlinkten Polizeibericht aus Hannover zum selben Thema darum, dass Fahrradkuriere Mordopfer in Krimis werden.

    "Ein illegales Rennen ist eine Straftat. Diese Straftat kann man laut Gesetz auch alleine begehen, wenn man sich mit "nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt", nur um möglichst schnell zu fahren."

    Warum überhaupt zulassen, dass solche illegale Rennen in den Innenstädten stattfinden können. Da die "Gaspedal-Helden" anscheinend keinerlei Unrechtsbewusstsein bei der Raserei plagt, spricht vieles dafür, die Fahrzeuge so zu bauen, dass sie innerstädtisch gar nicht erst schneller als 50 km/h (besser 30 km/h) fahren können.

    Mit einem verbindlichen ISA ist das möglich und es ist an der Zeit, das umzusetzen, wie auch die Beschreibung des "Unfalls" in Frankfurt einmal mehr zeigt:

    "Der VW des 19-Jährigen schleuderte unterdessen nach links und prallte frontal gegen ein geparktes Fahrzeug. Die Wucht des Zusammenstoßes war so groß, dass der geparkte Wagen noch mit weiteren Autos am Straßenrand zusammengeschoben wurde. Zusätzlich wurde ein Auto durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt. An drei Wagen entstand Totalschaden." Die umherfliegenden Trümmerteile hätten auch Fußgänger*innen schwer verletzen oder gar töten können.

    Illegales Rennen: Junger Raser zerstört drei Autos
    Ein junger Mann fährt viel zu schnell durch Frankfurt, dann kracht es. An drei Autos entsteht Totalschaden, vier weitere Wagen sind beschädigt.
    www.t-online.de

    An dieser Kreuzung ereignete sich laut Polizeimeldung der Unfall: Homburger Landstraße / Hugo-Sinzheimer-Straße

    POL-F: 260314 - 0353 Frankfurt - Bonames: Hoher Sachschaden bei Kollision zweier Fahrzeuge
    Frankfurt (ots) - (di) Bei einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen entstand gestern Nacht (13. auf 14. März 2026) in Bonames erheblicher Sachschaden.…
    www.presseportal.de

    Und gleich noch ein alter Film, diesmal mit einem seltenen ÖPNV-Verkehrsmittel im Mittelpunkt, ähnlich alt, ebenfalls ein Schwarzweißfilm, aber ein Dokumentarfilm.

    Titel: "Die aufgehängte Strassenbahn" von 1964

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    Bemerkenswert dieses Zitat bei Minute 6:25 "In 63 Jahren Betrieb hat sich nicht ein einziger tödlicher Ufall ereignet. Das ist einmalig in der Welt, die sich an sechsstellige Verkehrsopferzahlen hat gewöhnen müssen." 1964 gab es 16.432 Verkehrstote im Bundesgebiet und Westberlin.

    aus: https://www.statistischebibliothek.de/mir/servlets/M…H_6_1964_VB.pdf

    Schwarzfahrer. Klassiker

    https://www.bpb.de/mediathek/video/304878/schwarzfahrer/


    Edit: Link entfernt (Schreibfehler mit dicken Fingern am Handy), hier jetzt sichtbar eingefügt. Ich habe extra einen „seriösen“ Link von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgewählt.

    Danke, den Link habe ich auch gerade ergoogelt. Der Film ist einfach spitze und funktioniert heute wie vor 34 Jahren, als der Film gedreht wurde.

    Auch dass er in Schwarzweiß gedreht wurde, steigert eher noch die Aktualität, weil das zeigt, dass sehr lange schon Rassismus im wiedervereinigten Deutschland ein Thema ist.

    Ebenfalls in Schwarzweiß ist dieser Film der Augsburger Puppenkiste von 1961 bei der eine Lokomotive im Mittelpunkt der Geschichte steht. Und ein sehr junger Mann mit schwarzer Hautfarbe ist die Titelfigur.

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    Bei "K11, die neuen Fälle, Geld stinkt doch", handelt es sich sogar um eine nackte Fahrradfahrerin. Hätte sie einen Helm aufgehabt, dann hätte wohl Andreas Scheuer das Drehbuch geschrieben.

    Verkehrsminister Scheuer wegen Fahrradhelm-Kampagne in der Kritik
    In Zusammenarbeit mit "Germany's Next Topmodel" wirbt das Verkehrsministerium für das Tragen von Fahrradhelmen. Doch die leichtbekleideten Models gefallen…
    www.spiegel.de

    Den vielen fahrradfahrenden Opfern in Kriminalfilmen setze ich jetzt mal einen bekannten fahrradfahrenden Aufklärer entgegen:

    https://www.velojournal.ch/fileadmin/assets-Velojournal/images/ausgaben/2014/2014_04/18_vj4-14_ViF_Father-Brown.png

    Das Bild ist aus diesem Artikel im Schweizer Velo Journal über den bekannten Ermittler Father Brown:

    Seelsorger mit Spürsinn
    Father Browns Leidenschaft sind Kriminalfälle. Der Mann mit Schirm und Charme fährt Velo. Dieses bringt ihn jeweils verlässlich und schnell zum…
    www.velojournal.ch

    Autofilme gibt's sicher ein ganze Menge. Aber es gibt auch interessante, unterhaltsame, lehrreiche und spannende Filme bei denen ein ÖPNV-Verkehrsmittel vorkommt.

    Den habe ich zufällig in der Liste mit den Filmen aus der Serien "Wir Kinder aus Uhlenbusch" gefunden. Darin macht ein kleiner Junge, der bald zur Schule kommt, eine Probefahrt in den Ort in dem die Schule ist:

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    Neues aus Uhlenbusch ist eine Kinderserie, die ursprünglich sonntagsnachmittags ausgestrahlt wurde, wenn ich mich recht erinnere.

    Eine der Hauptpersonen ist Heini, der Postbote mit seinem Postfahrrad, das immer wieder in den Folgen der Serie zu sehen ist.

    In der Folge ist ein neues Kinderfahrrad im Mittelpunkt:

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    Th(oma)s , deine Skepsis gegenüber dem Sicherheitszugewinn durch Reduktion auf Tempo max. 30, wovon insbesondere Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen profitieren, will mir nicht einleuchten.

    Hier noch eine andere Quelle, in der ein Experte betont: "Wenn Tempo 30 angeordnet und auch überwacht und geahndet wird, erhöht dies die Verkehrssicherheit." (ausführliches Zitat weiter unten)

    Das sehe ich genau so. Und mir fällt partout kein vernünftiger Grund ein, warum das nicht so sein sollte. Bei dem was du schreibst, so ist mein Eindruck, geht es dir vor allem darum, dass du die Studien in Zweifel ziehst, die belegen, dass Tempo 30 ein wichtiger Faktor ist, um Unfallzahlen zu senken.

    Wenn deine Vermutung zutrifft, dass Tempo 30 nicht zu einer Senkung der Unfallzahlen und eine Verringerung der Unfallfolgen beiträgt, dann könnte das vielleicht daran liegen, dass die von dem zitierten Polzeihochschul-Experten genannte Bedingung (Tempokontrolle) nicht ausreichend erfüllt wird und dann bei der Erstellung von Studien gemogelt wird, um zu verschleiern, dass keine ausreichenden Tempokontrollen stattgefunden haben.

    Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) vom 12.34.26 hatte über Tempo 30 Reduktionen im Kasseler Stadtgebiet berichtet:

    ausführliches Zitat:
    "Polizeihochschul-Experte über Tempo 30 auf Hauptstraßen: „Überlebenschance ist viel größer“
    Stand:12.03.2026

    Die Stadt Kassel hat auf weiteren Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 ausgeschildert. Wie sinnvoll dies ist, darüber sprachen wir mit einem Experten der Polizeihochschule.

    Kassel – Es hat unter Autofahrern für viel Unmut gesorgt, dass die Stadt Kassel vergangene Woche ohne große Vorankündigung neue Tempo-30-Beschränkungen auf der Holländischen Straße und der Leipziger Straße angeordnet hat. In beiden Fällen war das Tempolimit mit „hochfrequentierten Schulwegen“ begründet worden, die entlang der Abschnitte führen. Auch auf der Frankfurter Straße ist aus gleichem Grund ein weiteres Tempolimit geplant. Wir sprachen mit Professor Dieter Müller, Studienleiter des Fachbereichs Verkehrswissenschaften bei der Hochschule der sächsischen Polizei, über die Sinnhaftigkeit.

    Herr Müller, in Kassel wurde ohne große Vorankündigung Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen umgesetzt, die als „hochfrequentierte Schulwege“ gelten. Ist Kassel mit diesem Vorgehen allein?

    Das ist in ganz Deutschland aktuell Praxis. Die Neuerungen im Verkehrsrecht werden von den Kommunen aber in unterschiedlichem Tempo umgesetzt. Vorreiter sind eher die Orte, die auf Verkehrssicherheit großen Wert legen. Denn es ist ganz klar: Wenn Tempo 30 angeordnet und auch überwacht und geahndet wird, erhöht dies die Verkehrssicherheit."

    Das ist die Holländische Straße in Kassel. Ich sehe da Tempo 30 max. als absolut berechtigt an:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Die anderen im Artikel genannten Straßen können wir uns ja später auch noch mal angucken.

    "Björn-Steiger-Stiftung
    Studie zu Tempo 30: Weniger Unfälle, kaum längere Fahrzeit"

    Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraße in Wiesbaden

    Zum Zeitpunkt dieser streetview-Aufnahme von 2022 galt dort noch kein Tempo 30:

    "Eine neue Auswertung zeigt, wie Tempo 30 die Lebensqualität in Innenstädten beeinflusst. Nach Angaben der Björn-Steiger-Stiftung führt eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung zu weniger Unfällen. Die Fahrt dauere aber trotz geringerer Geschwindigkeit kaum länger.
    Mit dem neuen Strassenverkehrsgesetz sind Tempolimits leichter umzusetzen. (picture alliance / Snowfield Photography / Snowfield Photography)
    In die Untersuchung flossen Studienergebnisse aus 14 Städten ein, die Tempo-Limits in Innenstädten eigeführt haben. Dazu zählen Berlin, Belfast, Graz, Helsinki, London und Toronto in Kanada."

    DLF vom 5.1.2026

    Björn-Steiger-Stiftung - Studie zu Tempo 30: Weniger Unfälle, kaum längere Fahrzeit
    Eine neue Auswertung zeigt, wie Tempo 30 die Lebensqualität in Innenstädten beeinflusst. Nach Angaben der Björn-Steiger-Stiftung führt eine solche…
    www.deutschlandfunk.de

    Leider fehlt in dem Artikel der Hinweis darauf, dass Tempo 30 innerorts besonders dann seine volle Wirkung entfalten kann, wenn gleichzeitig ISA mit mehr Verbindlichkeit arbeitet und sich nicht so ohne weiteres abschalten lässt.

    Die "Björn-Steiger-Stiftung ist nicht einfach irgendeine Stiftung, vielmehr ist sie besonders bei allen Autofahrer*innen sehr gut bekannt, oder zumindest, das, was von der Björn-Steiger-Stiftung vor rund 55 Jahren initiiert wurde und vermutlich vielen Tausend vor allem autofahrenden Menschen schon das Leben gerettet hat, besonders in der Zeit vor der weiten Verbreitung von Mobiltelefonen:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
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    Deshalb ist es besonders eindrucksvoll in den einschlägigen Diskussion mit Verweis auf die Björn-Steiger-Stiftung Tempo 30 innerorts einzufordern. Das dürfte auch bei notorischen Autofahrer*innen ziehen.