Beiträge von Malte

    Aus der beliebten Reihe
    "Radfahrer sind auch nur schnellere Fußgänger"


    heute: Stresemannstraße.

    Die Kollegen vom PK 21 haben sich da auch mal etwas tolles ausgedacht:

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    An der hinteren Kreuzung mit der Holstenstraße wird gebaut, also wurde die dortige Bushaltestelle zurückversetzt. Hier vorne ist neben dem Edeka allerdings nicht genügend Platz, also sollen Radfahrer absteigen und ihr Rad durch die wartenden Massen schieben. Okay, das mit den wartenden Massen ist jetzt etwas übertrieben, aber zu normalen Zeiten ist dort so viel Umsteigebetrieb zwischen dem Bus und der benachbarten S-Bahn, dass man sowieso nicht durch kommt.

    Die Alternative wäre, eine ordentliche Radverkehrsführung auf der ohnehin mit Tempo 30 ausgestatteten Stresemanstraße zu implementieren, aber ich fürchte… naja, mit PK 21 niemals.

    Passend dazu hat der Bundesgerichtshof geurteilt:

    Das Urteil befindet zwar über einen Unfall mit einem Stacheldraht auf einem Feldweg, allerdings könnte man ja der Polizei als Hamburger Straßenverkehrsbehörde mal unter die Nase reiben, dass dieses ständige „langsam fahren, absteigen und schieben“ zwar im Sinne des Sichtfahrgebotes und aufgrund der schlechten Hamburger Fahrradinfrastruktur durchaus geboten sein kann, aber nicht als Ausrede für alles herhalten sollte.

    Die Bundesregierung bleibt stabil, wie man so schön sagt:

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    Es muss ja gar nicht mal um autofreie Innenstädte gehen, aber es wäre einfach schön, wenn wir ein biiiiischen mehr Platz bekommen könnten.

    anstatt mal eben Gas zu geben, den Benz zu stoppen und den Fahrer zu interviewen (mit Pusten), lässt man ihn fahren.

    Ich wundere mich auch gerade, ob man den Teil mit der wilden Verfolgungsjagd einfach aus der Pressemitteilung ausgespart hat oder tatsächlich nicht den Versuch unternommen hat, den Fahrer zu stellen.

    Irgendwo wurde die letzten Wochen eine Transportlösung vorgestellt fürs Dach, wo man das Rad aber seitlich am Auto auflädt, von wo es dann irgendwie bequem hochkommt ...

    Dazu wäre aber eine Dachreling notwendig, die beim Punto auch eher unwahrscheinlich ist? :/

    Man gibt sich ja wirklich alle Mühe, den Radverkehr an der Kieler Straße zu vergrämen:

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    Ein Glück, dass ich seit über anderthalb Jahren dort nicht mehr entlangfahren muss.

    Drei Polizei-Motorradfahrer benutzten in Reichenbach nicht den bestens ausgebauten und breiten Motorradweg und beschweren sich nun, von einem Mercedes-Fahrer eng überholt und geschnitten worden zu sein.

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    Es tut mir leid, aber ich kann das nicht ernst nehmen. Jedes Mal, wenn ich gegenüber der Polizei, die ja in Hamburg gleichzeitig die Straßenverkehrsbehörde stellt, irgendwas von Maßregelungen oder gefährlichen Abdrängmanövern berichtet habe, hieß es nur: Es ist ja nichts passiert, fahr doch auf dem Radweg, fahr doch woanders lang, stell dich nicht so an, es gibt einen Radweg.

    Nächsten Montag soll es eventuell soweit sein:

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    Wenn ich mir die ganzen Bahn-Strecken anschaue, die es nicht mehr gibt, werde ich schon wieder wütend…

    Gestern haben Lischen-Radieschen und ich mal geschaut, was denn nun die nächste Station nach Kiel sein könnte: Irgendwas im nördlichen Niedersachsen eventuell. Wir haben festgestellt, dass es im nördlichen Niedersachsen eigentlich nur drei Bahnlinien gibt, die sternförmig auf Hamburg zulaufen, sowie ein paar Querverbindungen, etwa von Buchholz nach Hannover oder von Buxtehude nach Bremerhaven. Dazu gesellen sich dann schier dutzende eingestellte Bahnlinien, die für uns interessant sein könnten, etwa von Lüneburg nach Buchholz oder von Stade nach Bremervörde. Klar, da lohnte sich damals kein Personenverkehr mehr, da lohnt sich heute auch kein Personenverkehr mehr, aber ich muss feststellen: Für zwei berufstätige Menschen, die nicht in der gleichen Stadt arbeiten werden, einen Wohnort ausfindig zu machen, der dann auch noch ohne Auto funktioniert, ist eine gewisse Herausforderung.

    Thoa. Mein Heckklappenträger kommt kommt von Thule, das Nachfolgemodell ClipOn High 2 9106 trägt immerhin 30 Kilogramm, wobei es maximal 15 Kilogramm pro Fahrrad möchte. Selbst bei kräftigeren Trägern, die an deinen Punto ohnehin nicht passen dürften, sind es nur 15 Kilogramm pro Fahrrad. Das würde ich angesichts der Befestigung des Fahrrades mit dem Ärmchen am Rahmen und den ausziehbaren Schienen auch nicht unendlich ausreizen wollen.

    Bei den Thule-Fahrradträgern für die Anhängerkupplung hast du bei vielen (allen?) Modellen 30 Kilogramm pro Fahrrad. Das ist natürlich gleich eine erhebliche Stange Geld und mit dem Erdgastank nicht so richtig kompatibel, aber ich fürchte, eine bessere Lösung findest du nicht. Bei den Dachträgern bekommst du zwar 20 Kilogramm gesichert, aber ein E-Bike aufs Dach heben? Puh. Und ich glaube, man sollte durchaus drauf achten, kein E-Bike irgendwo zu befestigen, wo der Hersteller kein E-Bike empfiehlt.

    Wer hat Empfehlungen für einen E-Bike-tauglichen Fahrradträger, den ich am Auto befestigen kann? Eine Anhängerkupplung gibt es nicht, der Träger müsste also an der Heckklappe festgeschnallt werden (Ich habe einen Fiat Punto).

    Steht zur Diskussion, an dem Wagen eine Anhängerkupplung nachzurüsten?

    Die Auswahl E-Bike-fähiger Fahrradträger ist für die Anhängerkupplung ungleich größer und ich glaube, du wirst es sehr schnell zu schätzen wissen, dein Rad nicht anderthalb Meter hochstemmen zu müssen. Das war mir ja bei meinen elf bis 14 Kilogramm schweren Rädern schon immer zu blöd, das ist bei einem E-Bike sicherlich noch eine ganz andere Hausnummer.

    Und ich fürchte, genau der Absatz ist der so genannte Dreh- und Angelpunkt der Verkehrswende. Solange die Polizei einen wesentlichen Teil der Verkehrswende blockiert, braucht man da auch nicht so sehr viel Energie reinzustecken.

    Ist halt auch immer wieder eine delikate Kombination: Die Polizei ist als Straßenverkehrsbehörde die Hüterin über die Radverkehrsinfrastruktur, ordnet als Straßenverkehrsbehörde mitunter mal nicht den Vorschriften entsprechende Arbeitsstellen auf der Radverkehrsinfrastruktur an, bei dem sich der Radverkehr „irgendwie seinen Weg suchen wird“, um an anderen Stellen als Polizei das gleiche Fehlverhalten von Radfahrern zu ahnden.

    So lange die Polizei als Straßenverkehrsbehörde weiter auf der uneingeschränkten Vorfahrt des Kraftverkehrs besteht, wird es nichts mit der Verkehrswende.

    Hier sind doch ein paar Teilnehmer aus München und Umgebung anwesend, oder? Christian F?

    Weiß jemand genaueres über diese gegenläufigen Radfahrstreifen in Ottobrunn?

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    Wir haben einfach eine ganz normale Kühltasche, in die wir den kühlpflichtigen Kram reinlegen, die Kühltasche wird dann in eine ganz normale Fahrradtasche am Gepäckträger gestopft. Das sollte locker mehr als eine halbe Stunde überdauern, sofern man nicht mit schwarzen Fahrradtaschen in der prallen Sonne herumfährt.

    Ich habe früher mal auf diese Weise regelmäßig Würstchen und Fleisch (lange, lange ist's her) jeweils einen ganzen lauen Sommerabend lang während der Critical Mass durch Hamburg gefahren und die Waren waren nach vier Stunden noch kühl und steinhart. Wir haben das Essen danach allerdings verzehrt, nach vier Stunden auf dem Rad in der Kühltasche würde ich die Sachen vielleicht doch nicht mehr wieder in den Tiefkühlschrank legen.

    Wir witzeln ja immer wieder, dass es in Deutschland für jede Kleinigkeit umfangreiche Vorschriften gibt. Bahnübergänge werden beispielsweise in der Straßenverkehrs-Ordnung (§ 19 StVO) und in der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (§ 11 EBO) erklärt, vermutlich auch noch an einer Reihe anderer Stellen und Verwaltungsvorschriften, die ich überhaupt nicht kenne.

    Entlang der Bahnstrecke Kiel–Rendsburg–Husum gibt es im Bereich der Autobahn 210 eine Unterführung, die ich mir schon ein paar Mal aus dem Zug angesehen hatte und am Sonnabend inspiziert habe. Die sieht übrigens so aus:

    Kurz danach kreuzt man die Bahnstrecke. Da wird’s etwas ungemütlicher:

    Hier soll man also nicht nur zu Fuß beim Spaziergehen oder Wandern durch, sondern auch noch mit dem Fahrrad. Das fiel mir schon ein bisschen schwerer, im Endeffekt bekam ich mein Fahrrad mit Taschen am Gepäckträger nur vertikal durch das Drehkreuz durch:

    Immerhin kann man auf der gegenüberliegenden Seite sehr viel leichter mit einem Rad an dem Drehkreuz vorbei:

    Nun ist diese Stelle sehr abgelegen und dementsprechend schwach frequentiert und es ist ja bislang offenbar noch nie etwas passiert. Aber ich denke mir, wenn jetzt mal eine Familie mit Kindern oder gar mit Kinderanhänger oder Radfahrer mit E-Bikes vorbeikommen, dann wird es eng. Dann kommt man von rechts noch auf die Gleise rauf, aber links nicht mehr runter und im Zweifelsfall kommt genau dann ein Zug und schon schmeißt man dann das Bike einfach über den Zaun, sofern man denn überhaupt die Kraft hat, ein bis zu 25 Kilogramm schweres E-Bike zu stemmen.

    Mir ist klar, dass Bahnübergänge im Sinne der EBO so gestaltet werden müssen, dass man nicht einfach gedankenverloren rübermarschiert und vom nächsten Zug erfasst wird, aber diese Art der Sicherung behindert querende Fußgänger und Radfahrer im Zweifelsfall mehr als sie schützt.

    An dieser Stelle fahren vier Züge pro Stunde, die jeweils als LINT 41, teilweise sogar in Doppeltraktion fahren; jeweils eine Regionalbahn von Kiel nach Rendsburg und zurück, die an jedem Kieselstein hält, und ein Regionalexpress von Kiel über Rendsburg nach Husum und zurück, der nur in Felde hält.

    In Richtung Kiel kann man etwa fünfhundert Meter weit schauen, etwa 3,5 Kilometer hinter der S-Kurve befindet sich der Bahnhof Felde. Für die fünfhundert Meter ab der Kurve braucht der Zug grob geschätzte 15 Sekunden. Das kann schon mal etwas knapp werden, wenn man einzelne Mitglieder einer Radtourgruppe über den Bahnübergang kraxeln lassen muss:

    In Richtung Rendsburg kann man einen Kilometer weit schauen, der Haltepunkt Bredenbek befindet sich direkt hinter der Brücke:

    Tja: Ich weiß nicht. Ich halte diese Konstruktion für unglücklich, aber sie scheint ja den Vorschriften zu entsprechen.

    Nur: An wen wende ich mich denn, wenn ich einen Verbesserungsvorschlag für diese Querung vorbringen möchte? An die Bahn? An den zuständigen Kreis? Eine Straßenverkehrsbehörde wird ja in dieser Gegend eher nicht mehr zuständig sein, oder?

    Die autofreie Kiellinie wird noch für zwei weitere Wochen beibehalten:

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    Das findet natürlich nicht jeder prima. Kraftfahrer beschweren sich, dass sie nicht mehr an der Kiellinie spazieren fahren könnten, Anwohner über den erhöhten Umleitungsverkehr. Letzteres kommt mir dann doch ein bisschen seltsam vor, denn das Verkehrsaufkommen müsste in den Spitzenzeiten insgesamt immer noch deutlich geringer sein als noch vor sechs Wochen in den Tagesrandlagen. Aber das ist natürlich auch nur eine grobe Schätzung aus dem Bauch heraus: Verkehrsfreie Kiellinie: Ergebnisse werden präsentiert

    Immer noch nichts neues im Bundesgesetzblatt:

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