oder nur Panikmache?
Die geologischen Aktivitäten sind wohl schon zu verzeichnen, da aber der Ausbruch eines Vulkans vorerst nur in den einschlägigen Nachrichtenportalen wie Tag24 oder FOCUS ONLINE besprochen wird, sähe ich das erst einmal lockerer.
oder nur Panikmache?
Die geologischen Aktivitäten sind wohl schon zu verzeichnen, da aber der Ausbruch eines Vulkans vorerst nur in den einschlägigen Nachrichtenportalen wie Tag24 oder FOCUS ONLINE besprochen wird, sähe ich das erst einmal lockerer.
Die Hamburger Fahrradstaffel hat gestern eine Fahrradgroßkontrolle im Hamburger Stadtgebiet veranstaltet. Das klingt schlimmer als es war, denn unter dieser Überschrift wurden offenbar primär auf Nebenflächen ordnungswidrig abgestellte Kraftfahrzeuge gesucht.
Aber:
ZitatEs wurden insgesamt 336 Falschparker festgestellt und geahndet. Bei 30 Verstößen wurde ein Abschleppvorgang angeordnet.
Die übrigen 300 Kraftfahrer lernen daraus, dass sie bis zur nächsten Großkontrolle wieder kostengünstig auf Rad- und Gehwegen parken können — außer es kommt einer dieser renitenten Radfahrer vorbei und fertigt in seiner Freizeit eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.
Vor einiger Zeit gab’s ja in Berlin eine Förderprämie für die Anschaffung eines Lastenrades. Im Gegensatz zur Abwrack- oder E-Auto-Prämie, die ja niemand haben möchte, war der Topf offenbar bereits nach nicht einmal einem Tag leer:
Thematisch passend dazu schreibt heise online: Was die EU in Zukunft von Lastkraftwagen verlangt
Die Österreicher scheinen mit ihrem Nachtzug ja ganz gut zu fahren: Nachtzug fährt bald von Berlin nach Wien, Budapest und Krakau
Wenn die Verbindung nach Kopenhagen und Malmö wieder eingerichtet wird, werde ich Stammgast.
1) Es gibt dort keine Laderäume für Fahrräder oder anderes Sperrgepäck (DAS wäre Platzverschwendung in einem Schlaf- und Liegewagenzug, in den viele nur ein Kosmetikköfferchen und eine Tasche ins Abteil mitnehmen).
Bei der CityNightLine gab’s das aber, oder? Hattest du nicht mal ein Foto aus dem Fahrradwagen gezeigt?
Phoenix zeit in einer halben Stunde: Hummeln: Bienen im Pelz
Zwei der Schilder haben den Sprung über die Landesgrenze gewagt und stehen am Ehestorfer Weg in Hausbruch:
Tja, was soll ich sagen? Die Strecke ist kurvig, einigermaßen steil, da wurde ich als renitenter Fahrbahnradler natürlich mit den obligatorischen Fanfaren begrüßt. Das gipfelte dann darin, dass an diesem Tag irgendwo in Niedersachen offenbar ein Treffen der Freiwilligen Feuerwehren war und die Kameraden aus Buxtehude (???) meinten, es wäre eine ganz besonders gute Idee, direkt hinter mir das Horn zu zünden.
Versteht natürlich auch kein Mensch, warum man mit dem Rad trotz Radweg mitten auf der Straße fährt — aber der seltsame Sonderweg ist in Fahrtrichtung dank der tollen Beschilderung mit
noch nicht einmal zum Radfahren freigegeben, während in der Gegenrichtung bergab mit
so richtig heruntergeknallt werden darf. Angesichts der mangelhaften Breite des Weges eine supertolle Idee.
Nach einiger Zeit folgt dann wieder das obligatorische
— so ganz habe ich die Maßnahme allerdings nicht verstanden, denn der Sonderweg ist auch weiterhin in einem kümmerlichen Zustand.
Im weiteren Verlauf des Ehestorfer Wegs werden momentan Bäume gefällt, um die Fahrbahn soweit zu verbreitern, dass ein Schutzstreifen eingerichtet werden kann. Das sorgt natürlich wieder für Missmut bei den Anwohnern, weil es doch den bestens ausgebauten und breiten Radweg gäbe.
Zwar darf dieser Zug auch von Nicht-Auto/Motorradfahrern benutzt werden (siehe Flixtrain Hamburg-Freiburg/Lörrach), aber die Fahrräder dürfen - wie einst auf den Autozügen der DB - nur von Autofahren mitgebracht werden. Da sie nicht auf dem Dach bleiben können und auch nicht auf irgendwelchen Paulchen-Trägern, müssen sie woanders hin.
Ein Bediensteter an der Verladerampe meinte, man könne auch so sein Fahrrad mitnehmen
Aber gut, ob der nun über die Modalitäten beim BTE bescheid weiß, beziehungsweise ob er meine Frage tatsächlich so verstanden hat wie ich sie gemeint habe, ist ja wiederum die andere Frage. Auf die Idee, dass das Räder sind, die nicht auf dem Autodach transportiert werden können, bin ich allerdings noch gar nicht gekommen.
Der BahnTouristikExpress fährt an einigen ausgewählten Verkehrstagen als Autoreisezug zwischen Hamburg-Altona und Lörrach: https://bahntouristikexpress.de/autoreisezug-de.html
Die Fahrradmitnahme auf den Autotransportwagen ist mir schon mehrfach aufgefallen, nun habe ich endlich mal ein Foto davon schießen können:
Ich weiß nicht — mein Fall wär’s nicht, weil ich befürchtete, dass mein Bike trotz der Niederzurrung im Laufe der Fahrt umkippt, aber andererseits ist es dort wenigstens vor dem Zugriff ungeschickter Fahrgäste geschützt. Dass jemand während der Fahrt bei einem kurzen Stop vor dem roten Signal das Fahrrad klaut halte ich für unwahrscheinlich.
Allerdings kennen die BTE-Beförderungsbedingungen den Begriff Fahrrad nur im Zusammenhang mit Heck- oder Dachfahrradträgern, will sagen, die Verladung von Fahrrädern geschieht wohl irgendwie unter dem Radar. Wenn’s schief geht und das Rad während der Fahrt umkippt oder gar den Transportwagen verlässt, wird man wohl erstmal auf dem Schaden sitzen bleiben. Eine Haftung ist in Punkt 13 nur für Kraftfahrzeuge vorgesehen.
Die österreichische »Kronenzeitung« macht daraus:
»Unfallzahl seit 2012 verdoppelt« ... »Besonders auffällig ist die Steigerung bei Unfällen Radfahrer gegen Fußgeher: In nur vier Jahren erhöhte sich die Zahl von 44 auf 74 Menschen. Und ein weiterer Negativrekord: Die Zahl der getöteten Fußgeher stieg 2017 auf elf Menschen.«
Richard Schmitt, Chefredakteur der Kronen-Zeitung, droht "Kobuk"-Blog mit Klage. Man will wohl die Gelegenheit nutzen, um das Blog finanziell ausbluten zu lassen.
Interessant sind natürlich mal wieder die Kommentare unter dem Standard-Artikel, in dem sich die Leser mit Schmitt solidarisieren, weil sie schon mal schlechte Erfahrungen mit Radfahrern gemacht haben.
Hier gibt’s einen etwas längeren Thread auf Twitter zur Mitnahme von zwei Lastenrädern im Fernverkehr inklusive haarsträubender Fotos aus vollkommen überfüllten Fahrradabteilen: https://twitter.com/vonjosbach/status/1017788939279720448
Was bin ich froh, dass ich mir den ganzen Ärger nicht mehr geben muss und einfach mein Fahrrad zusammengeklappt mitnehmen kann.
Victim Blaming kann die Polizei Sachsen übrigens nicht nur gegenüber Radfahrern: https://twitter.com/BuzzFeedNewsDE…694152656654337
Da greift an Mann einer Frau an die Brust. Sie wehrt sich, er schlägt ihr ins Gesicht. So etwas kann man als gewalttätigen Übergriff, als sexuellen Missbrauch, als einen ernsthaften Vorfall betrachten.
@PolizeiSachsen hingegen philosophiert von den „ebenmäßigen Formen“ des Opfers. Selbst wenn der Täter das so angegeben hat, könnte man sich ja mal Gedanken machen, ob man diesen Stuss so ungefiltert wiedergeben muss oder ob man vielleicht doch Worte findet, die der Situation ein bisschen angemessener wären.
Sachbeschädigung, Betrug, Diebstahl, unbefugtes Benutzen von Fahrzeugen.
Wobei Teile davon Antragsdelikte sind und die Frage ist, ob sich OBike momentan dafür interessiert. Man könnte ja glatt vermuten, dass ein Insolvenzverwalter in Singapur andere Sorgen hat, zumal OBike ja bereits vorher für eine gewisse Verwahrlosung ihres Fahrzeugbestandes bekannt war. Udo Vetter hat dazu auch noch etwas getippt: Vom Leihrad zum Gratisrad – das kann Ärger geben
Die deutschen Räder gehören der deutschen GmbH, (bzw. zu deren Insolvenzmasse) und teilweise der Spedition, die für die Wartung und Pflege zuständig ist/war. OBike Deutschland hat bisher auch keinen Insolvenzantrag gestellt und es gibt mehrere Berichte im Internet, dass die App und das Ausleihen nach wie vor funktioniert.
Die Räder gehören einem kurdischen Unternehmer, der damit bis zum Hals in Kalamitäten steckt: Herr der Schrottbikes
Herr, gib mir Kraft!
Ich habe mir schon länger gewünscht, dass die Problematik blind rechtsabbiegender Last- und Personenkraftwagen endlich mal auf dem bundespolitischen Parkett diskutiert wird, aber leider würde eine solche Diskussion auch bedeuten, dass mit dem Bundesverkehrsministerium die CSU die Finger im Spiel hat.
Einen Tag habe ich nun mit mir gerungen, was ich zu dieser Aktion schreiben sollte und ich denke, es zeugt von ganz besonderer Diplomatie, wenn ich das einfach mal so stehen lasse:
DIE ZEIT arbeitet nach einer ganzen Serie vernünftiger und ausgewogener Artikel über Mobilität wieder daran, den Radverkehr wieder niederzuschreiben: Nach unten treten, nach oben buckeln
Die zugrundeliegende Motorik ist bekannt: Man muss die lieben Radfahrer nur konsequent mit allen negativen Aspekten der Mobilität in Zusammenhang bringen. Wenn man oft genug erklärt, dass Radfahrer rücksichtslos unterwegs sind, immer trotz Radweg mitten auf der Straße fahren und sich eh an keine Regeln halten, dann glauben’s die Leute halt irgendwann.
Im Gegenzug muss natürlich das Automobil wieder romantisch verklärt werden, da stören solche Probleme wie Schadstoffausstoß, Flächenverbrauch und Kosten natürlich immens, die wird der Leser in einem solchen Artikel natürlich nicht mehr finden.
Damit geht’s auch in dieser Woche munter weiter:
Passend zur Abstimmung sendet das ZDF noch mal eine laut Titel recht einseitige Dokumentation zu der Reform: Zeitungen in Not: Was ist uns Journalismus noch wert?
Im ZDF durfte sich nun auch Julia Reda äußern: EU will Urheberrecht reformieren
Und noch ein YouTube-Video von Change.org bezüglich der Petition, die langsam auf die erste Million zugeht: Artikel 13 – Das Internet ist gerettet! Vorerst
Auf Niekampsweg / Elbgaustraße am Sonntagmorgen Straßenmalerei bemerkt.
Ist wohl nichts schlimmes passiert. Keine Meldung dazu gefunden.
Interessant, davon hat mir vorhin ein Nachbar berichtet. Er meint, dort hätte am Freitagabend ein Kleinwagen nach rechts abbiegen wollen, hätte aber aufgrund des bereits links blinkenden Busses in der Bushaltestelle noch Vollgas gegeben und dann die Übersehen-Karte gespielt. Es ist aber außer ein paar Kratzern wohl nichts passiert.
Ist das echt so kompliziert?
Anscheinend schon — NahverkehrHamburg berichtet: Hamburg verschiebt Entscheidung für Kauf weiterer S-Bahnzüge
Das nenne ich echt mal kompliziert: Entweder werden bis November weitere Züge bestellt — oder erst 2033 die Nachfolger für die momentan primär auf der Schiene eingesetzte Baureihe 474. Das bedeutet dann, dass für lockere 15 Jahre keine Angebotsverbesserungen im S-Bahn-Netz möglich sind, weil man einfach gar keine Züge für weitere Strecken, dichtere Takte oder längere Züge hat. Und das ist angesichts der zwischen Hauptbahnhof und Neugraben komplett überfüllten S3 und S31 ein Drama, zumal es bei anderen Strecken im Berufsverkehr nicht besser aussieht.
Und das ist eben auch der Nachteil des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs: Es dauert alles so unglaublich lange. Die U5 wird erst jenseits des Jahres 2030 fahren, der S-Bahn-Ausbau geht schleppend voran, auf der Strecke von Hamburg raus nach Elmshorn, beziehungsweise bis nach Neumünster ist kaum noch Platz für weitere oder zusätzliche Züge, aus dem berühmten dritten Gleis nach Elmshorn wird wohl auch nichts mehr — ja, wie soll man denn die Menschen für Verkehrsmittel abseits des eigenen Autos überhaupt begeistern? Die können ja nun beim besten Willen nicht alle mit dem Fahrrad aus Elmshorn anreisen.
Herrje.