Hamburg soll Informationsschilder bekommen, wenn RWBP aufgehoben wird!

  • Ich hab' das ja im anderen Thread schon kommentiert. Ich begreife solche Leute nicht - oder wir müssen das ganz große psychologisch-politische Rad drehen: die Angst vor der Freiheit.

    Könnte auch einfach Gewohnheit sein. Oder natürlich, dass sie nicht auf der Fahrbahn fahren wollen, weil sie sich da unsicher oder bedrängt fühlen.


    Das ist eigentlich genau das Thema, was ich ursprünglich diskutieren wollte. Viele Radfahrer fahren nicht so gerne auf der Fahrbahn. Wenn man jetzt immer mehr Radinfra dorthin verlegt und Radwege abbaut: Führt das dann dazu, dass diese Radfahrer weniger Rad fahren? Führt das dazu, dass mehr oder weniger Leute (neu) aufs Rad steigen?


    Ich würde da auch eher auf der Fahrbahn fahren, aber es geht mir jetzt eher um die Allgemeinheit bzw. das große Ganze.

  • Na, wenigstens in dem zweiten Bild gibt es ja eine augenscheinlich fahrbahre Alternative rechts, nicht-benutzungspflichtig. Da können sich die Radler gerne die Kleine Freiheit nehmen, dort zu radeln. Die Schilder sagen ja nur, dass es ihnen nicht mehr vorgeschrieben wird. Darüber rege ich mich nicht auf, auch wenn ich selbst die Fahrbahn bevorzuge - meine Frau und mein Sohn würden wohl auf dem Hochbord bleiben, solange das erlaubt ist.

  • Zwei der Schilder haben den Sprung über die Landesgrenze gewagt und stehen am Ehestorfer Weg in Hausbruch:




    Tja, was soll ich sagen? Die Strecke ist kurvig, einigermaßen steil, da wurde ich als renitenter Fahrbahnradler natürlich mit den obligatorischen Fanfaren begrüßt. Das gipfelte dann darin, dass an diesem Tag irgendwo in Niedersachen offenbar ein Treffen der Freiwilligen Feuerwehren war und die Kameraden aus Buxtehude (???) meinten, es wäre eine ganz besonders gute Idee, direkt hinter mir das Horn zu zünden.


    Versteht natürlich auch kein Mensch, warum man mit dem Rad trotz Radweg mitten auf der Straße fährt — aber der seltsame Sonderweg ist in Fahrtrichtung dank der tollen Beschilderung mit [Zusatzzeichen 1000-33] noch nicht einmal zum Radfahren freigegeben, während in der Gegenrichtung bergab mit [Zusatzzeichen 1022-10]so richtig heruntergeknallt werden darf. Angesichts der mangelhaften Breite des Weges eine supertolle Idee.


    Nach einiger Zeit folgt dann wieder das obligatorische[Zeichen 240]— so ganz habe ich die Maßnahme allerdings nicht verstanden, denn der Sonderweg ist auch weiterhin in einem kümmerlichen Zustand.




    Im weiteren Verlauf des Ehestorfer Wegs werden momentan Bäume gefällt, um die Fahrbahn soweit zu verbreitern, dass ein Schutzstreifen eingerichtet werden kann. Das sorgt natürlich wieder für Missmut bei den Anwohnern, weil es doch den bestens ausgebauten und breiten Radweg gäbe.