Woche 434 vom 19. Oktober bis 25. Oktober 2026

  • uiui, OWI für 15 € ist schon ein Zeitungsartikel Wert. Demnächst werden die Ticker der Zeitungen hochlaufen, wenn jeder MIV-Geschwindigkeitsverstoß einen Artikel Wert ist.
    KI wird das zwar sicher meistern, aber dürften ja sicher mehrere pro Sekunde sein.

    1) (Ich erkenne nirgends ein Kind auf dem kursierenden Blitzer-Bild).

    2) Man sieht auch keine Gefällstrecke

    3) angesichts der für 44km/h seeeehr entspannten Körperhaltung handelt es sich wegen 2) offensichtlich um ein Pedelec…

    4) … das ebenso offensichtlich frisiert sein muss

    5) Also keine OWi, sondern Straftat

  • Schauplatz:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    maps.app.goo.gl

    „Mordstreifen“ in Amsterdam? Nicht, dass ich da eine kausale Beziehung zwischen Streifen und Unfall suggerieren will. Ich finde es nur einmal mehr erstaunlich, wie oft man denn doch im angeblichen Fietsparadijs(R)[TM] auf Schutzstreifen stößt.

  • https://maps.app.goo.gl/Tuq5tbRsr4BoJ8y6A

    „Mordstreifen“ in Amsterdam? Nicht, dass ich da eine kausale Beziehung zwischen Streifen und Unfall suggerieren will. Ich finde es nur einmal mehr erstaunlich, wie oft man denn doch im angeblichen Fietsparadijs(R)[TM] auf Schutzstreifen stößt.

    Das Schutzstreifen-Konzept in dem Niederlanden unterscheidet sich entschieden von dem in Deutschland.

    Man kann das am besten sehen, wenn man von deiner streetview-Sicht ausgehend ein bisschen weiter fährt:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    In Deutschland sind Schutzstreifen im Prinzip so angebracht, dass PKW-Begegnungsverkehr zwischen den Schutzstreifen prinzipiell möglich ist. Nur bei der Begegnung mit einem breiteren LKW oder Bussen sollen Fahrzeuge auf den Schutzstreifen ausweichen. In den Niederlanden gibt es auf weniger stark vom Verkehr belasteten Straßen Schutzstreifen, die in jedem Fall bei PKW-Begegnungsverkehr vom PKW befahren werden müssen, weil es keine andere Möglichkeit für das aneienander vorbeifahren gibt. Dieses Konzept gilt auch für außerorts auf Landstraßen mit Tempolimit 60 km/h.

  • In den Niederlanden gibt es auf weniger stark vom Verkehr belasteten Straßen Schutzstreifen, die in jedem Fall bei PKW-Begegnungsverkehr vom PKW befahren werden müssen, weil es keine andere Möglichkeit für das aneienander vorbeifahren gibt. Dieses Konzept gilt auch für außerorts auf Landstraßen mit Tempolimit 60 km/h.

    Das bezweifle ich nicht. Angesichts der regelmäßig auch auf Schutzstreifenstraßen passierenden tödlichen Fahrradunfälle muss man allerdings zugeben, dass die von dir angeführten Unterschiede keine Vorteile sind. Deutschland hat *wesentlich* weniger Schutzstreifen-Tragödien als NL.

    Der Unterschied ist eigentlich nur, dass hierzulande schon ohne Unfall alles auf den Barrikaden ist, während die Niederländer auch hinterher gelassen bleiben.

  • Das bezweifle ich nicht. Angesichts der regelmäßig auch auf Schutzstreifenstraßen passierenden tödlichen Fahrradunfälle muss man allerdings zugeben, dass die von dir angeführten Unterschiede keine Vorteile sind. Deutschland hat *wesentlich* weniger Schutzstreifen-Tragödien als NL.

    Der Unterschied ist eigentlich nur, dass hierzulande schon ohne Unfall alles auf den Barrikaden ist, während die Niederländer auch hinterher gelassen bleiben.

    Von Vorteil ist vermutlich, dass es in den NL eine Landstraßen-Kathegorie gibt, auf der grundsätzlich Tempo 60 Höchstgeschwindigkeit gilt. In D dagegen gilt Tempo 100 generell als Höchstgeschwindigkeit, es sei denn, es ist ein niedrigeres Tempolimit ausgeschildert.

    Vielleicht hat D wesentlich weniger Schutzstreifen als NL?

    In den NL dürfen Schutzstreifen auch außerorts markiert werden. In D nur innerhalb geschlossener Ortschaften. Das legt die Vermutung nahe, dass es in den NL deutlich mehr Kilometer Schutzstreifen gibt (mindestens anteilmäßig betrachtet) als in Deutschland. Ergo gibt es auch mehr Unfälle auf Schutzstreifen, unabhängig von der Frage, ob es mehr oder weniger sicher ist, wenn der verbleibende Raum zwischen den Schutzstreifen nicht ausreichend breit ist für zwei PKW im PKW-Begegnungsverkehr.

  • Vielleicht hat D wesentlich weniger Schutzstreifen als NL?

    Ich dachte, Deutschland wäre das Land mit den ganzen Mordstreifen? Das ist jedenfalls die Erzählung, die im Netz kursiert:

    Dutch Cycling Embassy
    Have you ever looked at a map of Europe through its bike infrastructure? 🚲 Every line on this map shows a cycle track, lane, or shared path. Where does your…
    www.facebook.com

    NL hat zudem wesentlich weniger Einwohner zum Unfälle bauen zur Verfügung, nämlich nur 1/5 von Deutschland, und angesichts der knapp doppelten jährlichen Radfahrleistung je Einwohner verbleibt unter dem Strich noch ein Korrekturfaktor F von rund 2,5 für die Analyse der Risikoparität (mit [Anzahl NL] x F =?= [Anzahl D]).

    In den NL dürfen Schutzstreifen auch außerorts markiert werden. In D nur innerhalb geschlossener Ortschaften. Das legt die Vermutung nahe, dass es in den NL deutlich mehr Kilometer Schutzstreifen gibt (mindestens anteilmäßig betrachtet) als in Deutschland.

    Auf außerörtlichen Strecken (zumal solchen, die in NL keinen dezidierten Radweg besitzen) ist verglichen mit dem innerörtlichen Betrieb der Hund begraben. Weswegen es dort auch nur entsprechend selten zu Konflikten kommen kann.