Woche 38 vom 14. bis 20. September 2026

  • Vorurteil 1: In den Niederlanden gibt es ja bekanntlich ordentliche Radwege und nicht so gefährliche Tode^h^h Schutzstreifen wie in Deutschland.

    Vorurteil 2: Naja, aber jedenfalls, wenn auuuusnahmsweise doch mal, dann definitiv ohne Längsparker und zwingend mit Tempo 30 kombiniert!

    Vorurteil 3: die Radwege in NL sind so sicher, dass die sogar ihre Kids jederzeit sorglos irgendwie mit aufs Rad setzen und losradeln können.

    Die Realität so:

    Ernstig gewond slachtoffertje aanrijding overleden
    Het kindje dat woensdagmiddag ernstig gewond raakte bij een verkeersongeval op de Vrijheidslaan in Leiden is overleden. Dat heeft de politie donderdagmiddag…
    sleutelstad.nl

    Schutzstreifen, Längsparker, Tempo 50

    Vorurteil 4: aber außerorts, da gibt es jedenfalls keine Schutzstreifen in NL, und wenn doch, dann nur mit Tempo 70 und falls der Platz nicht reicht, dann wird eben gnadenlos die Fahrbahn verengt und nicht die Streifen.

    Wielrenner (76) overleden na botsing met auto
    Bij een ernstig verkeersongeval op de Zeedijk in Nijkerk is maandagavond een wielrenner overleden. Dat bevestigt de politie.
    www.gld.nl

    Die Realität so:

    Schmale Schutzstreifen außerorts, kein speziell niedriges Limit. Die Dinger sind so neu, dass sie auf Streetview-Aufnahmen von Mai 2026 noch nicht abgebildet sind.

    2 Mal editiert, zuletzt von Th(oma)s (16. September 2026 um 09:16)

  • Was sollen diese schmalen "Schutzstreifen" auf Wirtschaftswegen - mehr ist diese Straße ja nicht.
    Das ist doch nur blinder Aktionismus, denn mit diesen virtuellen gestrichelten "Mauern" schränkt man doch nur die Radfahrer auf diesen roten Bereich ein. Damit gaukelt man den überholenden Autofahrern und auch in diesem Fall dem Gegenverkehr, dass der Radfahrer schön hinter dieser "Mauer" bleibt und gefahrlos eng passiert werden kann.

    Dann bitte ohne diesen Aufwand und alle fahren auf "derselben Fahrbahn"; Überholer und Gegenverkehr müssen beim Passieren/Überholen des Radfahrers mit einer Spur ihres Fahrzeuges den Asphalt ggf. eben kurz einmal verlassen.

  • “Many cyclists are out to prove a point and deliberately get in the way”: Daily Mail readers rush to defend unrepentant driving instructor who struck grandmother from behind at 55mph before shouting “f***ing a***holes”
    An unrepentant driving instructor who left a cyclist with life-changing injuries after clattering into her at 55mph on a rural road has earned support from a…
    road.cc

    Ist also nicht nur in der BRD so, dass Radfahrer nix auf der Fahrbahn verlosren haben sollen.

  • Ist also nicht nur in der BRD so, dass Radfahrer nix auf der Fahrbahn verlosren haben sollen.

    Die Solidarisierung mit dem Täter ist ein Abwehrreflex, der aus der pauschalen Anklage gegen alle Autofahrer resultiert, die im Zuge der Berichterstattung über solche Ereignisse zum Ritual gehört. Da steht eben nie einfach nur dieser eine Idiot am Pranger, welcher den Unfall verursacht hat. Ebenso ist nie einfach nur diese konkret angefahrene Frau das Opfer - es läuft immer auf "wir gegen euch" hinaus, und das spüren die Menschen sehr genau.