Elektronische Außenspiegel an Linienbussen - Stärken sie den Umweltverbund von Radverkehr und ÖPNV?

  • Ort
    Marburg und weitere Städte, in denen Linienbusse mit elektronischen Außenspiegel zum Einsatz kommen.

    Bei einem Besuch in Marburg in diesem Frühjahr habe ich erstmals Linienbusse mit elektronischen Außenspiegel gesehen und zwar an einem E-Citaro Solobus:

    Der elektronische Außenspiegel, das sieht man sofort, ist im Gegensatz zu dem herkömmlichen Rückspiegel auf der rechten Seite keine Gefahr mehr für dicht an der Haltestelle wartende Fahrgäste, denn der elektronische Außenspiegel ist kleiner und höher angebracht.

    Aber verbessern die elektronischen Außenspiegel auch die Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr, insbesondere durch Verhütung von Abbiegeunfällen?

    "Ergänzend hierzu ist in den Monitoren die Anzeige für den Sideguard Assist 2 verbaut, der hilft „Tote Winkel“ zu vermeiden ..." steht in einer Beschreibung für elektronische Außenspiegel auf der Mercedes Internetseite. Dieser zusätzlich verbaute Sideguard Assist arbeitet Radarsensoren.

    5 Vorteile der MirrorCam. | Mercedes-Benz Buses Deutschland

    Sollte die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr durch die elektronischen Außenspiegel verbessert werden, dann ist das ganz sicher auch eine Stärkung des Umweltverbundes von ÖPNV und Fahrradverkehr und Fußverkehr.

  • Aber verbessern die elektronischen Außenspiegel auch die Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr, insbesondere durch Verhütung von Abbiegeunfällen?

    Unser KFZ hat einen Rückspiegel, den ich umschalten kann zwischen konventioneller Funktion und Videostreaming.

    Vorteile:
    - der Ausschnitt ist immer gleich und korrekt, d.h. man kann den Spiegel nicht falsch einstellen
    - bei einigen Lichtverhältnissen, ist die Sicht massiv besser als im 'normalen' Spiegel.
    Nachteile:
    - auf Grund der geringen Entfernung zwischen Auge und Spiegel, muss das Auge bei jedem Blick in den Spiegel umfokussieren. Beim 'richtigen' Spiegel ist das nicht nötig. Das mag auf Grund der größeren Entfernung Spiegel-Auge im Bus oder LKW besser sein.

    Außenspiegel ist bei uns 'normal'. Die Darstellung der B-Säulenkamera zusätzlich im Fahrerdisplay bzw. groß im Infotainment ist super.

  • In diesem englischsprachigen Video kann man an dieser Stelle gut die Position der Monitore der elektronischen Rückspiegel bei normalem Tageslicht sehen: Minute 1:12 von 1:59:

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    An einer anderen Stelle kann man bei einer Fahrt durch einen Tunnel sehen, wo die Monitore für die Linienbusfahrerin angebracht sind:

    Der Link führt direkt zu der Stelle bei Minute 0:29 von 1:59

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    An dieser Stelle, ziemlich am Anfang, wird mit einer zusätzlichen Einblendung in dem Film auf den "BLIND SPOT REMOVAL" hingewiesen. Minute 0:15 von 1:59

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    In einem konventionellen Spiegelsystem gibt es dafür den Weitwinkelspiegel. Trotzdem wird bei der Unfallberichterstattung häufig von einem "toten Winkel" gesprochen, den der Fahrer angeblich nicht einsehen kann. Diese Art der Berichterstattung dürfte sich dann ja wohl spätestens mit der zunehmenden Verbreitung der elektronischen Außenspiegel erübrigen.

    Das Umfokussieren scheint mir bei der im Film gezeigten Position der Spiegel kein Problem zu sein.

  • Linienbusse haben in der Regel keine Rampenspiegel und Front-Spiegel. In dem bereits weiter oben verlinkten Film wird ein so genanntes "CornerEy" gezeigt, dass anscheinend die Funktion von Rampenspiegel und Frontspiegel vereint und optional zusätzlich an einem Linienbus angebaut werden kann. Da wird dann auch ein Radfahrer in dem Film gezeigt, der in dem "CornerEy" zu sehen ist:

    Bei Minute 0:59 von 1:59:

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  • Unser KFZ hat einen Rückspiegel, den ich umschalten kann zwischen konventioneller Funktion und Videostreaming.

    Bedeutet Videostreaming, dass das Rückspiegelbild elektronisch verbessert wird, zum Beispiel bei Fahrten im Dunklen?

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (5. Mai 2026 um 16:19)