Fred-Watzlawik-Weg

  • Der Fred-Watzlawik-Weg verbindet die Stadtteile Wiepenkathen und Klein Thun, hier: Stade, 21680 nach Wiepenkathen, 21684 Stade - Google Maps


    Er darf per [Zeichen 240] nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad benutzt werden, aus Richtung Wiepenkathen bis kurz vor die Holzbrücke über die Schwinge auch durch landwirtschaftlichen Verkehr.


    Seit langem sind mir die unsinnigen Umlaufsperren ein großes Ärgernis. Es wurde zwar schon vor einem Jahr angekündigt, den Mist zu entfernen, aber die Dinger stehen da immer noch.



    Offizielle Begründung: Man möchte damit Autofahrer davon abhalten, den Weg zu befahren, bzw. über die Holzbrücke zu fahren und außerdem hat man natürlich Sorge, dass Radfahrer vom Fred-Watzlawik-Weg "ungebremst" auf die Straße von Klein Thun nach Groß Thun fahren könnten (Verkehrsbelastung geschätzt < 100 Kfz/h).


    Das linke Bild zeigt diese Kreuzung. Da es dort keinen abgesenkten Bordstein gibt, gehe ich davon aus, dass dort die Vorfahrtregel rechts vor links gilt. Irre ich mich? Es ist schließlich kein Wald- oder Feldweg, der in §8 StVO von der allgemeinen Vorfahrtregelung ausgenommen ist und vorfahrtregelnde Verkehrszeichen gibt es auch nicht. Die Umlaufsperren erwecken allerdings nicht gerade den Eindruck, dass Radfahrer, die da gerade durchgefahren sind, Vorfahrt haben könnten.

  • das Ding hat sogar einen Namen. Das spricht doch deutlich gegen einen Feldweg.

    RvL würde ich auch sehen, diese Regelung kann gerne mit VZ verdeutlicht werden, wenn die StVB hier so schlimme Sachen befürchtet.


    Ist das die selbe StVB, die den Kreisverkehr im anderen Thread durchgewunken hat? :whistling:

    Schreib doch mal, dass dort am Kreisverkehr am Ende des Radweges, der auf die Fahrbahn geführt wird, vllt besser Umlaufsperren hinsollten. Damit die dort nicht "ungebremst" einfach auf die Fahrbahn fahren.

  • Ja, einfach irre. Mit dem selben Argument müsste man ja an jeder beliebigen Kreuzung Umlaufsperren aufstellen. Macht man aber nur da, wo nicht auch Autos durchpassen müssen. An anderer Stelle wird das ungebremste Einfahren auf die Fahrbahn sogar durch irreführende Markierungen befördert.


    Schaut man sich die Unfallstatistik an, müsste man eher Umlaufsperren für den Autoverkehr aufstellen, damit Autofahrer nicht ungebremst über den vorfahrtberechtigten "Radweg" fahren. Aber da lässt man sogar die im Zuge von Vorfahrtstraßen vorgeschriebenen Radwegfurten weg.


    So sieht die Umlaufsperre auf freier Strecke übrigens aus, wenn es etwas geschneit hat.


  • Nach einem hier diskutierten Urteil des OLG KA zu einer innerörtlichen Stelle würde ich auch RvL annehmen, aber es gibt wohl auch ein besser passendes, weil außerorts, Urteil aus Bayern mit gleichem Ergebnis ...


    (M.d.E.n. funktioniert der Link zum Urteil in der Disk. evtl. nicht mehr, aber mit den Angaben kann man es ggfs. ergoogeln)

  • Gestern war die Umlaufsperre auf einer Seite weggedreht. Warum nicht ganz entfernt oder beide Seiten geöffnet? Ich hatte bei einem der Gespräche mal darauf hingewiesen, dass ich in Bremen Kreuzungen von unabhängig geführten Radwegen mit anderen Straßen gesehen habe, wo nur einseitig eine solche Sperre stand. Hat man das für eine gute Idee gehalten, weil Radfahrer dann immerhin so durchfahren können und Autos weiterhin nicht?


    Andererseits traue ich mich gar nicht, nachzufragen. Vielleicht wurde nur vergessen, die Sperre wieder zu schließen.


    Am Beginn des Fred-Watzlawik-Weges stehen noch beide Sperren. Habe gestern noch ein Bild von der Stelle gemacht: Hier gilt rechts vor links, oder?


    Das ist das andere Ende. hier braucht man natürlich keine Sperre, um Radfahrer davor zu beschützen, ungebremst auf die Kreuzung zu fahren, weil dort auch landwirtschaftlicher Verkehr zugelassen ist.


    Fun fact: Das [Zeichen 240] [Zusatzzeichen 1020-30] (landwirtschaftl. Verkehr frei) stand da nicht von Anfang an. Trotzdem wurde gesagt, dass die Umlaufsperren erforderlich seien, um unzulässigen Kfz-Verkehr abzuhalten. Dabei war es aber gar nicht verboten, mit dem Auto von dieser Seite in den Fred-Watzlawik-Weg zu fahren.


    Bild vom 30.01.2020

  • geh mal davon aus, dass das eine eigenmächtige Öffnung durch unbefugte Dritte war.

    Ich würde das eher wohlwollend formulieren... So nach dem Motto: "dankeschön für das Öffnen, ist schon besser. Wie schon mit Schreiben vom ... mitgeteilt, möchte ich weiterhin die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Notwendigkeit von Umlaufsperren auf diesem Abschnitt anregen und um vollständige Öffnung/Rückbau bitten."

    :S

  • Dann halte ich in diesem Fall besser den Mund. Als zuletzt jemand eigenmächtig aktiv wurde, hat die Stadt es innerhalb eines Tages rückgängig gemacht. Bei sowas sind die schnell. Damals wurde aber ein falsches Schild aufgehängt (wodurch ich unverdächtig bin), das daher auch keine Gültigkeit hatte.

    Ich werde es einfach mal beobachten, ob die Sperre wieder geschlossen wird und dann ggf. nachfragen, warum man die Maßnahme wieder rückgängig gemacht hat, obwohl es doch schon seit über einem Jahr beschlossene Sache ist, dass der Quatsch entfernt wird.