Radverkehrsanlagen + Omnibushaltestellen = Konfliktpotenzial

  • Das bedeutet genau genommen, dass auf der Seite an der die Bushaltestelle aufgenommen wurde, gar kein Fahrradverkehr stattfinden darf. Vielmehr müsste der Fahrradverkehr auf der gegenüberliegenden Seite stattfinden, wo ein getrennter Fahrrad-/Fußweg [Zeichen 241-30] ausgeschildert ist, der die Benutzung durch den Radverkehr entgegengesetzt der Fahrtrichtung vorsieht.

    Es kann sein, dass auf der Bushaltestellenseite, auf der das Foto aufgenommen wurde, an dem Fußweg ein [Zeichen 240] steht.

    Dann stünde aber eines der beiden Schilder falsch da. Denn ein Fahrradfahrer kann ja nicht den einen benutzungspflichtigen Radweg benutzen und gleichzeitig auch den anderen. Benutzt in so einem Fall ein*e Fahrradfahrer*in den einen benutzungspflichtigen Radweg, dann ignoriert er/sie automatisch den anderen benutzungspflichtigen Radweg.

    Ja. Auf der Seite, wo das Foto aufgenommen wurde, steht vorher [Zeichen 240] Dann auf der gegenüberliegenden Seite auf einmal ebenfalls [Zeichen 240] Der zugehörige "Radweg" endet aber 15m weiter an der nach links abzweigenden Straße. Vermutlich hat irgendein Schlaumeier gedacht, dass Radfahrer, die dort links abbiegen wollen, bitte schon an der Mittelinsel die Straßenseite wechseln mögen, damit sie dann an der Einmündung von links auf jeden Fall auf der falschen Straßenseite ankommen. Die Beschilderung besagt allerdings, dass alle an der Mittelinsel auf die linke Seite wechseln müssen. Wie sie dann am Ende des "Radweges" wieder auf die rechte Straßenseite kommen, ist ihr Problem. Da an der Einmündung rechts kein [Zeichen 240] steht, darf/muss man von da an auf der Fahrbahn fahren.


    Mapillary


    Wer aus der Nebenstraße kommt und in die andere Richtung fahren will, muss spätestens ab der Mittelinsel auf der Fahrbahn fahren, denn rechts steht [Zeichen 239] und links weder [Zusatzzeichen 1022-10] noch [Zeichen 240]


    Mapillary

  • Das ist nicht ganz ungefährlich für Omnibusfahrgäste und Fahrradfahrer, denn die Omnibushaltestelle hat auf der einen Seitenwand zwar eine Verglasung, aber auf der anderen Seitenwand eine große Plakatwand. Manche Fußgänger*innen, die auf dieser Seite am Wartehäuschen vorbei Richtung Fußweg gehen, treten wie aus dem Nichts plötzlich auf den Radweg, ohne auf den Radverkehr zu achten. Besonders bei Kindern muss man mit dieser Gefahr rechnen als Fahrradfahrer*in.


    Daher kann die Lösung nur lauten: Absperrgitter parallel zum Radweg :whistling: 8) 8o

  • Hier habe ich noch eine Haltestelle, die ich so gar nicht verstehe. Allerdings Straßenbahn. Ich hab mal beim Amt nachgefragt, was das soll, aber noch keine Antwort erhalten.


    60 Meter nach Beginn der Straße hängt linksseitig ein Radwegschild (Vz 237). Die Benutzungspflicht müsste aber direkt hinter der Haltestelle wieder enden, sonst führe man falschherum auf einen Schutzstreifen.


    Gleichzeitig gibt es rechts einen Gehweg mit Radfahrer frei.



    Ich vermute ja stark, dass da links eigentlich Radweg / Ende hängen sollte, aber das nach dem Neubau der Haltestelle irgendwie verschlampt wurde.

  • Ich vermute ja stark, dass da links eigentlich Radweg / Ende hängen sollte, aber das nach dem Neubau der Haltestelle irgendwie verschlampt wurde.

    Die jetzige Anordnung könnte man glatt in die "Nichtigkeitsschublade" (§ 44 VwVfG) einordnen, die ist ja "bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände" völlig sinnlos.